Etwas Deep-Sky mit kleiner Öffnung

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Bin verwirrt!

Bei meim Zoimokular hatte ich den Eindruck, dass mit höherer Vergrösserung das Bild dunkler - und kontrastloser- wird.

Ok, billig Okular.

Also gut. Ich brauche eh noch kurzbr. Okkulare. Wollte mich da an den Orthos orientieren. Wie wären 25 und 16mm ? Dazu dann zu Weihnachten ein 5-8 Sprears.
Mit AP 1,2 und 1,7 hätte ich ja weniger Ap als jetzt. Oder sollte ich mir das 25er gleich sparen? Dass 16 wäre dann auch nur zum Zeichnen und in keiner Absicht ein Ersatz für das 36er - mein Starwalker asperic.

Janice
 
Hallo Janice,

mal eben nur kurz, weil es grade dunkel wird und noch einigermaßewn klar ist.

Zitat von Janice:
Stephan sagt, ich solle bei meinem Himmel eher Richtung AP 1mm gehen, damit ich weniger Störlicht bekomme. Aber das ist doch ein totales Drama - dann bekomme ich ja auch weniger Licht vom Stern?!?!?!?? Ähmmmm ... Hilfe!!!!Wie bekomme ich das raus????? Nur durch testen?????? Kann doch nicht sein, oder??? Dann ist ja jeder Okular Kauf im Übersichtsbereich ein Risiko.

Oder nochmal ganz einfach: Welches Okular würdet IHR unter Mag4,5,6,7 nehmen?

Welches Okular hängt nicht nur vom Himmel ab, sonnern auch von der Art von Objekt, dem du nach jagst. Für Einzelsterne an der Nachweisgrenze empfehle ich eher die höhere Vergrößerung mit der keinen AP. Für die Galaxie darf es etwas mehr sein, aber auch da tendiere ich bei kleinen Galaxien eher zu höheren Vergrößerungen als andere Leute empfehlen. Bei mir ist der Himmel erst dann schwarz, wenn ich Mühe bekomme den Gesichtsfeldrand zu erkennen. Das ist für Glx aber nicht mehr wirklich hilfreich. Meistens bin ich mit meinem 150/1200 (f/8) mit einer 9mm Blaukannte (TSSWM) unterwegs, was eine AP von knapp über 1mm ausmacht.

Viele Grüße
Stephan

PS. Als Empfehlung zur Beobachtung möchte ich dir noch meinen lieblingssternenhaufen M11 im Adler ans Herz legen. Was mir an den besonders gefällt ist, wie unterschiedlich er je nach Vergrößerung wirkt. Bei dem lohnt es sich für mich alleine schon aus ästhetischen Gründen alle möglichen Okulare durchzuprobieren.
 
Ok, das Zoom hat auch bei 7 mm ein grösseres Feld als bei 21mm. Kann man dann vielleicht nicht vergleichen. Naja, ich bin in Praxis und im Einkaufen immer der Theorie etwas vorraus ;) ich merke langsam, dass das beim Teleskop schnell teuer wird ...
 
Stephan, M11 steht leider bei mir hier sehr ungünstig - bzw. extrem ungünstig, da hinter der Scheue. Ich werde ihn mir nächste Woche Zuhause anschauen.
Falls du östlich von mir wohnst - was sehr wahrscheinlich ist - und noch immer auf einen freien Himmel hoffst, kann ich dir die Wolken hier über mir schonmal mit dem Laserpointer markieren ... und siehst du sie schon ;)

Gut, Galaxien werden mit 63mm eh nicht gerade mein neues Hobby werden. Von daher. Aber ich finde einfach dieses Milkywaystarwalking so umwerfend - daher auch das 36mm mit 72°. Und in erste Linie mag ich beobachten und erst dann zeichnen. Ich finde diese Unmenge an Sternen bei 72° einfach umwerfend. Sicher bin ich auch vom Kugelsternhaufen im 12" Dobson überwältigt - aber diese Unmasse in meinem kleinen 2,4 Refraktor ist einfach noch so viel unvorstellbarer. "Distant Suns" -> das trifft es einfach.

So verschaffe ich mir erstmal einen wahren Überblick. Lasse mich überraschen und werde später sicher irgendwann dem Gesetz folgen und mich mit dem Öffnungsfieber anstecken lassen. Dann kann ich immer noch die Arme und Strukturen von M31 bewundern und einen neuen Hügel der Unermesslichkeit erklimmen. Nun, da ich im kurzbr. Bereich eine Lücke von 0 bis Übersichtsokular habe, werde ich mich an die 1mm AP herantasten (müssen) .

So, und jetzt esse ich Döner ... Denn wenn der kleine Hunger kommt, dann wird man auch auf der Milchstraße nur bedingt satt.

LG
Janice

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Theoretische Frage: Wie sähe es mit einer Barlow aus? Eine kurze, gute 2" Barlow 2x am guten 36mm Okular (statt preiswertem 17er)

... Was wiegt dann schwerer: Der Lichtverlust durch die Barlow oder der Gewinn dank dann halber AP ???

Ist das eine blöde Frage?

Ich meine eine Barlow fehlt mir ja eh. Und je nach Leistung dieser Konstellation könnte ich dann entscheiden, ob ich mit dem nächsten Okular drüber oder darunter ansetzen sollte.

Jancie


 
Hallo Janice,

da Du ja schon mit Orthos liebäugelst: die Kombination einer guten (!) Barlow mit Orthos dürfte am 63/840 kaum zu toppen sein. Ich habe ein 18mm und ein 12,5mm Baader Genuine Ortho die ich oft am 80/1500 Refraktor einsetze und die Abbildungsqualität ist der absolute Hammer! Der Strahlengang des 63/840 entspricht mit 2x Barlow ungefähr dem 80/1500, sollte passen...auch ohne Barlow da das 63/840 Objektiv ein zu den Othos passendes langsames Öffnungsverhältnis hat.

Sinnvoll wäre z.B.: ein 18mm ohne Barlow (46x), mit 2x Barlow (93x) und ein 12,5mm ohne Barlow (67x) dazwischen. Das 12,5mm mit Barlow wäre (fast) zuviel des guten da die Vergrößerung dann knapp über 2x Öffnung in mm liegt - für Doppelsterne evtl. gut zu gebrauchen. Ich weiß nicht ob es Orthos mit mehr Brennweite als 18mm irgndwo aktuell gibt, am 63/840 sollten auch gute Plössl's - da gibts z.B. 25mm - gute Ergebnisse bringen.

Eine GUTE Barlow bringt in zweierlei Hinsicht etwas: der Augenabstand ist bei Othos eher "sparsam" (ca. 2/3 Brennweite), mit Barlow kann man Okus mit höherer Brennweite für hohe Vergrößerungen nutzen was einen größeren Augenabstand mit sich bringt.

Der Transmissionsverlust ist so gering daß der Gewinn durch mehr Vergrößerung meiner Erfahrung nach überwiegt.

Der einzige Nachteil von Orthos ist das geringe Gesichtsfeld, das wird aber von der "gnadenlosen" Bilqualität wettgemacht.


Viele Grüße Felix
 
Felix, warum denn nicht das 36er mit 2x Barlow??? Ich bekomme nämlich eh kein 18er in ECHTER 2" Ausführung - dann noch ein 24 UWA nachkaufen und mit Barlow hätte ich dann auch das 12er gleich dabei.

Dann hätte ich:

36,24,18(B),12(B) - fehlt noch was kleines, was im Moment aber nicht so interessant für mich ist. Klar, ein Speers wäre schon toll, dann hätte ich nämlich:

36,24,18,12,8-5

Ich nehme also mal an, dass meine Vermutung von wegen: 2x Barlow = 1/2 AP stimmt?

LG
Janice




 
Hi Janice,

klar, das 36er mit Barlow = 18mm macht auch Sinn. Das 24er schließt die Lücke recht gut. Das wären dann 23,3x, 35x und 46x, relativ dicht gestaffelt aber nicht verkehrt. Die Orthos haben soviel ich weiß bis auf langbrennweitige Exoten immer 1 1/4" Steckhülsen, was anderes wäre Ballast...

Bleibt die Frage welches 24er UWA du zu kaufen gedenkst, das Problem ist daß Okus die schon eine "Barlow" bzw. ein Negativelement verbaut haben nicht immer gut mit einer Barlow funktionieren.

Und: für das 36er bräuchtest Du eine 2" Barlow, wenn die gut sein soll nicht wirklich günstig...

Ich persönlich würde das 2" Übersichtsoku unabhängig vom Rest des Okularzoos betrachten, also 2" 36er + eine nette Steffelung guter 1 1/4" Okus + 1 1/4" Barlow. Wenn ich mich nicht irre hast du den 1:10 Crayford OAZ von TS (den habe ich hier auch liegen für ein 70/840 UV-Achromaten), da müßte eine Reduzierung von 2" auf 1 1/4" dazugehören...?

Deine Vermutung bezüglich 2x=1/2 trifft sowas von ins schwarze... :/

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix

Beim Intes ZS war ein Reduzierstück dabei. Der OAZ war gebraucht und ohne. Aber das ist ja nicht das Problem. Ist halt im Moment blöd, wenn ich das 2" rausnehme und dann erst den Adapter reinschrauben muss. Ich dachte auch schon mal daran, dass ich bei den Hyperions bleibe. Diese Hybriden haben nämlich auch eine 2" Hülse. Für das Aspäric habe ich zwar auch eine 1,25" Reduzierhülse- aber ich werde mich hüten die zu benutzen ;) Ich möchte da auch nie wieder ein 1,25 Okular haben.

Das Hyperion gibt es mit 24mm und ich denke (weiß es aber nicht!), dass da keine Barlow drin sein wird.

Und zur Barlow: Jetzt wird es noch komplizierter, da ich ein kurze 2" haben will. Von wegen Lichtweg und so. Kann ich dann überhaupt noch 1,25 Okulare mit verwenden? Gibt es Adapter für Barlows? Bzw. darf man da welche anstecken?

Aber ich merke schon ... mein 2" Wahn ist sicher wieder eine Geldverbrennungsanlage.

LG
Janice

 
Hallo Janice,

ab etwa 20 mm Okularbrennweite wird 2" Bauweise auch bei weitwinkligen Okularen unsinnig (teuer), da der Lichtkegel auch durch 1 1/4" passt.
Bei kurzbauenden Barlowlinsen, egal ob 2" oder 1 1/4" mus man zusätzlich sehr aufpassen, wenn man langbrennweitige Okulare daran betreibt, weil eine solche Barlow den Augenabstand vergrößert. Das kann unangenehm werden, weil Du dann quasi schwebend einblicken musst und viele Okulare reagieren mit "blackouts/kidneybeaning" wenn man da nicht hundertprozentig die Position hält.
Eigentlich ist diese Wechselei üblich.
Wenn z.B. Dein erstes 1 1/4" Okular gleich von Anfang an in der 2" auf 1 1/4" Reduzierung hängt und Du es nach dem 36er 2" Okular mit der Reduzierung in den Zenitspiegel steckst, kannst Du dann darin die 1 1/4" Okulare wechseln.
Oder Du schaffst Dir so nach und nach für alle 1 1/4" Okulare so eine Reduzierung an, die dran bleibt.

Oder Du machst es wie ich und hast ein eigenes System mit 2" Hülsen für 1 1/4" Okulare. Das hat sich bei mir aus der Idee entwicklelt, das 5-8 mm Zoom auf geringere Brennweite zu trimmen. Dazu ist eine Brennweitenreduzierhülse erforderlich und zumindest an vielen Reflektoren eine Anpassung der Okular-/Barloweinstecktiefe, sonst kommt man nicht mehr in den Fokus. Das geht wieder nur über 2" Steck und dann war der Weg nicht weit, alle Okulare darauf anzupassen und ganz auf die üblichen Reduzierungen zu verzichten.

Ob Du bei den Hyperions bleibst oder sogar noch weitwinkligere Okulare, wie z.B. die Speers-Waler wählst, musst Du überlegen.
Natürlich ist ein möglichst großes Feld auch im mittleren und höheren Vergrößerungsbereich schön.
Das geht aber häufig zu Lasten der absoluten Achsschärfe und auch der Transmission, weil da sehr viele Linsen drinstecken, was an so kleinen Öffnungen schon sichtbar Leistung/Licht kosten kann. Gerade im Bereich höherer Vergrößerungen, wo es um jedes Lichtteilchen geht, ist das eventuell ärgerlich und an meinem 8" F/6 Dobson macht ein gut gebarlowtes Genuine oder UO-Ortho, auch ein 13er Televue Plössl am Planeten doch eine bessere Figur als das Speers-Zoom und eine viel bessere Figur als andere WW-Okulare die ich kenne. Das Bild ist einfach knackiger.
Ich nutze die relativ langbennweitigen Orthos und Plössl mit Barlow, weil mir bei den kürzeren Brennweiten dieser Okulare der Augenabstand zu gering wird. Unter 10 mm wird es unangenehm, Andere sind da eventuell leidensfähiger.

Eventuell funktionieren beim kleinen Öffnungsverhältnis Deines Refraktors auch weitwinklige Okulare mit wenigen Linsen und ohne Barlow im mittleren Brennweitenbereich sehr gut, denn die vielen Linsen, auch die ins Design integrierten Barlows sollen eigentlich zu einer besseren Korrektur und Verwendbarkeit an großen Öffnungsverhältnissen also "schnellen" Teleskopen führen.
Damit habe ich aber keine Erfahrungswerte, denn F/6 ist mein "langsamstes" Teleskop und da taugen solche Okulare schon nicht mehr wirklich.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi Janice,

die Sache ist einfach daß eine 2" Steckhülse unterhalb einer bestimmten Okularbrennweite keinen Sinn ergibt da die Feldblende und die Optik gar nicht so viel Platz benötigt. Die Hyperions sind nicht schlecht, ich hatte selber das 5mm mit den Feintuningringen im Einsatz und war wirklich zufrieden bis ich das erste Mal durch Orthos + Barlow beobachtet habe. Und das ist der springende Punkt: Wenn man hauptsächlich kleine Objekte beobachtet wie Kugelsternhaufen, Planeten, planetarische Nebel oder den Mond schaut man konzentriert auf Details wobei ein großes Gesichtsfeld nicht viel bringt, es kommt in erster Linie auf die Abbildungsqualität an. Anders sieht es bei Objekten mit großer Ausdehnung aus oder Objekten die "mit etwas drumherum" schöner sind oder erst richtig zur Geltung kommen. Da auf Weitwinkelokus zu setzen macht Sinn...
Um mir nicht alle sinnvollen Okularbrennweiten 5x zu kaufen habe ich mir das erste halbe Jahr mit den Okus beholfen die ich hatte - alte Fernglas und Mikroskopokulare mit selbstgedrehten 1 1/4" Steckhülsen und teilweise gruseliger Leistung...habe erst vor kurzem einen "Vergleich" zwischen früher für gut befundenem 15mm Feldstecherokular und 18mm Baader Genuine Ortho gemacht - und mußte einfach lachen...kaum zu glauben wie lange ich es mit diesem Optikmüll ausgehalten habe. Chinaokus übelster Machart sind nicht schlechter. Aber: in dieser Zeit habe ich in aller Ruhe ausprobiert was mir am meisten Spaß macht und was sich bei dem nicht wirklich dunklem Himmel in und um Wuppertal überhaupt beobachten läßt. Was ich damit zu sagen versuche: nach einiger Zeit und Beobachtungserfahrung wird einem selber klar wo schon vorhandene Okulare Defizite haben, in welchem Vergrößerungsbereich Lücken klaffen, obs Weitwinkel- oder Ultraweitwinkelokulare sein müssen, ob Orthos oder Nagler...und das ohne einem Händler kreuz und quer durch alle Preisklassen den halben Lagerbestand abgekauft zu haben.

Konkreter: Adapter 2" auf 1 1/4" zum Schrauben ist lästig, ok, aber wie oft wechselt man hin und her? Gibt schlimmeres...

Eine Barlow muß gut bis sehr gut sein um Sinn zu machen, da werden 2" teuer bis sehr teuer. In einer 2" Barlow eine Reduzierung auf 1 1/4" zu verwenden geht.

Das 24mm Hyperion ist soweit ich weiß das einzige ohne integrierte Barlow, bzw bei den Hyperions sind keine "Barlows" sondern "Smith Elmente" verbaut wenn ich das richtig in Erinnerung habe, frag mich bitte nicht nach dem Unterschied, keine Ahnung! Die Wirkung ist die gleiche...

Tja, 2" oder 1 1/4"...ich würde mich nur an der Leistung bzw. sinnvollen Abstufung der Okulare orientieren, der Steckhülsendurchmesser ist dann halt so wie er ist. Außerdem bekommt man viel mehr 1 1/4" Okus in den Okularkoffer als 2" Okus...is auch nich so schwer zu schleppen wenns auf'n Acker geht... :super:

Viele Grüße Felix

 
Sooooo ... Achtung, jetzt kommen 2 Postings von mir! Erstmal kurz was zur heutigen Beobachtung von M11 (wie versprochen) und dann komme ich auch wieder zu den Okularen. Nur damit ich nichts vermische ...

Also, erstmal an beide Stephans:

Danke für den SUPPPPPPPPPERRRRRR Tipp mit M11!!!!! Ich habe alles in Bewegung gesetzt und auf dem Balkon einen Blick auf den Adler erhaschen können. Eines vorweg: Das Seeing war eine Katastrophe - womit ich auch endlich eure Tipps hier in der Praxis verstanden habe - aber dazu später mehr.
Mein Nachbar feierte unter Flutlicht, Lampen und Mond wie immer und dazu noch eine Katastrophe aus Wolkenfetzen. Ich dachte nicht, dass ich was sehe.

Also: 36mm rein (ich erinnere AP = 2,7!) ... Wander, wander .. Oh zurück! Da war was! Tatsache - bei indirektem Sehen war da nicht nur ein scharfer Stern, sondern eine Flamme drum herum. "Hm, was ist das?? M11?! Also, da ich noch von Nachbars Flutlich die Pupillen auf 0,5mm hatte ;) habe ich mich erstmal ans Dunkel gewöhnt. Dann nochmal ins Okular gekrochen, als endlich wieder ein Wolkenband aufriss. Jappp ... das ist ein Haufen! Nur leider war der Himmel heute GRAU. .. Also, Zoom herausgekramt und neuer Versuch ...

WOW! Schon bei 21mm löste sich der Haufen auf. Bei 14mm (Mitte) hatte ich den besten Kontrast, bei 7mm sicher die meistens Details (wobei sehr dunkel) ... Also: 14mm und schnell den Stift geschnappt.

Nun, das Zeichnen ist nicht so toll wie im 36mm - die Sterne wandern einfach zu schnell aus dem Bild. Habe wohl auch nur 40° ... naja, für eine schnelle Skizze von 3 Minuten hat es gereicht. Der Haufen ist mit Abstand der schönste, den ich bis jetzt im Telementor gesehen habe. Und das bei dem üblen Seeing. Unmöglich die Sterne im Haufen zu zeichnen ... es sind einfach zu viele ... überwältigend. Aber man merkt hier deutlich, dass das extrem billige Zoom Okular das schwächste Glied in der Kette ist. Da geht sicher viel mehr!

Also zu M11. Die Skizze zeigt nicht alles was ich gesehen habe. Die Zeit zum Zeichnen war einfach zu begrenzt. Aber im Prinzip hatte ich einen Kugelsternhaufen wie im Bilderbuch. Keinen Milchfleck - sondern 1000te Sterne. WOW! Ein paar Sterne stechen aber deutlich im Haufen hervor (Möglich das sie auch garnicht zum Haufen gehören und einfach davor stehen) Auch hat der Haufen unten ein deutliches mehr an Helligkeit und Sternen. Zumindest sehe ich das so.

Also nochmal: Danke Stephan! Das ist ein ganz neuer Level für mich :)


Und nun noch was für Stephan No.2 ... den "Eulen-Cluster" Stephan *g*
Schau doch bitte mal meine Skizze mit dem Telrad. Solltest du mal einen Blick hin wagen. Vielleicht blickt ja auch jemand zurück ;) Ja, sicher nix Besonderes, aber das fiel mir dann doch beim Wandern am Adler einfach ins Auge und ich fand es passend :)

Danke ihr beiden!! Für solche Tipps bin ich immer offen - M11 jedenfalls war der Hit der Woche. Auch wenn der Tagesmond heute schon mal eine tolle Erfahrung war ;)

Liebe Grüße
Janice

... und jetzt komme ich zu den Okus




 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mein kurzer Ausflug zu M11 hat mir heute eindeutig gezeigt, was ihr mir hier die ganze Zeit versucht habt zu erklären. Ja, das 36mm war bei dem üblen Himmel also nicht die beste Wahl. Und wie erwartet bliebt ich auch ohne Absicht bei 14mm im Zoomokular. Das Bild war einfach das Beste im Bereich von 7-21mm. Das geringe Gesichtsfeld von wohl 35 oder 40° machen natürlich keinen echten Spaß beim Zeichnen. Auch lässt der Kontrast und die Helligkeit im Zoombereich deutlich nach. Einblick (Tunnel/Kindney) ist vor allem bei 21mm eine Katastrophe. Aber ich habe mich daran gewöhnt. Bin also Kidney geübt :)

Jetzt mal ehrlich: Wenn ich einen Einblick wie beim 36 asphäric hätte, dazu noch die Transmission - den Kontrast, die Helligkeit etc ... dann mag ich garnicht daran denken, was ich hier noch an Spielraum gehabt hätte.

Aber selbst so war ich einfach hin und weg. Im 36mm ashäric wäre ich fast vorbeigerauscht - und nun verstehe ich das AP Problem ... Wie immer, alles doch viel komplizierter als ich erst gedacht hätte ;)

Also: Das 36mm geb ich nimmer mehr her!!!! Und der Himmel hier ist im Moment eben so wie er ist. Ich denke mit Neumond und einer kurzen Tour im Auto wird mir dieses Okular noch so manche Träne ins Auge zaubern. Ist einfach ein Traum - und jedes Okular hat eben auch seinen Himmel.

Ihr habt natürlich Recht: 2" Barlow und dann noch eine kurze sind sehr teuer. Und nur wegen dem 2" Asperic ... hmmm ... ok.

Also ich werde weiterhin den 2" zu 1,25" Adapter am kurzbr. 1,25" Okular gesteckt lassen. So schlimm ist es ja wirklich nicht. Eure Ortho-Barlow Kombinations-Erfahrung klingt natürlich super. NUR: ich zeichne eben - und etwas mehr Gesichtsfeld wäre da sicher stressfreier. Ich möchte eben soweit möglich auf eine parall.Montierung verzichten und mit meiner azi-Wippe flexibel bleiben.

Ich muss jetzt eure ganzen Tipps erstmal in Ruhe verarbeiten. Werde sicher nicht wieder so überstürzt loskaufen :) Auch habe ich hier und da die Möglichkeit mal eines beim Mitspechtler zu probieren. Auch das 36mm war ja kein Spontankauf sondern eine Erlebniskauf nach dem Test des Widescans. Ich habe bis jetzt keinen Euro davon bereut.

Zumindest finde ich es toll, dass ihr mir die 2" Okulare ausredet. Die Auswahl ist nämlich im 2" Bereich tatsächlich sehr begrenzt - wie ich schon bemerkt habe. Naja, jetzt weiß ich ja auch warum. Klar, wenn die Naglers und Speers mit 1,25" auskommen, dann habe ich mir schon gedacht, dass das mit der Feldblende dicke reichen wird. Nur ging es mir halt einfach um die Bequemlichkeit mit den ganzen Adaptern.

Was ich jetzt sehr intensiv angehen werde, ist die Frage nach dem Gesichtsfeld. Ich verstehe eure Pro's und Kontra's ... nun muss ich mich entscheiden was ich will -> bequem Zeichnen oder maximales Detail.
Und ja, WAS will ich zeichnen.

Tendenziell zieht es mich zum UWA oder SWA da ist es einfacher mit dem Zeichnen. Aber ein 14er bis 17er UWA macht wenig Sinn mit einer Barlow wie ihr sagt.

Wie schlagen sich den die Orthos ohne Barlow??
Ich könnte ja noch ein 24er oder 21er Ortho nehmen. Dann mit Barlow hätte ich was für die Details unter dem 17er UWA.

Sagen wir also:

Mein 36mm Wanderer
+ 20mm (Ortho),
+ 14mm (SWA/UWA),
+ 10mm (Dank Barlow)

Für den Notfall hätte ich ja 7mm dank SWA + Barlow. Den Bereich fülle ich später einfach, wenn ich mehr Erfahrung habe. Den Bereich 20-36mm kann ich schwer beurteilen.

Ohje, Ohje .. das ist ja wirklich eine Wissenschaft ... die Wissen schafft.

Liebe Grüße und vielen, vielen Dank nochmals dass ihr euch da in meinen Kopf reindenkt

Janice

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Janice,

unter diesen Umständen ist die grundsätzliche Ausrichtung auf möglichst große Eigengesichtsfelder der Okularre richtig.
Ein 20 mm Ortho ist da m.E. fehl am Platze.
Orthos sind aber fast unverzichtbar, wenn man z.B. am Planeten oder am Mond doch Mal nach feinsten möglichen Details Ausschau halten möchte und mit einer guten Barlow kombiniert ist halt auch der Augenabstand erträglich.
Bei Deiner Jagd nach dem feinsten sichtbaren Sternchen würde ich aber selbst die Barlow weglassen.
Du bist neugierig auf Okulare?
http://www.brayebrookobservatory.org/BrayObsWebSite/BOOKS/EVOLUTIONofEYEPIECES.pdf

Gruß und CS
*entfernt*
 
Danke für den Link, Günther. Da habe ich jetzt erstmal einiges zu lesen. Was ich auch tun werde. Habe beim Überfliegen gleich Feuer gefangen.

Es gibt schon tolle 1,25er UWAs ... das 2" Hybrid-Konzept könnte aber wirklich etwas verbreiteter sein. Das 13.4er Speers macht einen tollen Eindruck. Ich fürchte nur, dass es nach dem Wechsel vom Asperic mein Teleskop aus der Balance bringt. Naja, da kann man ja mit klitzekleinen Gewichten nachhelfen. Meine Intes 2" auf 1,25" Steckhülse ist sehr massiv und oben am Rand recht breit -> das würde ich da ungern am 1,25" dauerhaft dran lassen. Also brauch ich noch eine kleine - leichte Hülse.

Ich muss nicht 82° haben .... Aus Lichtökonmischen Gründen würden mir 68° reichen. Und da sind sie wieder -> die Hybrid Hyperions :)

Und der Preis ist mit 98 Euro auch ganz nett. Nur 13er oder 17er ... Das ist hier die Frage. Es nützt nichts - ich muss in der Praxis vergleichen. Es eilt ja nicht.



Janice

 
Hallo Janice,

platt gesagt, kommst Du für 80° Feld heute kaum noch um einen großen Linsenstapel im Okular herum, auch wenn Du beim kleinen langbrennweitigen Refraktor nicht darauf angewiesen bist. Die japanischen "Wide-Scans" sind kaum noch zu kriegen und ob die "Clone" (Dein 30er ist so ein Teil/es gibt da auch ein 15er und 11er Okular) für Dich taugen, weiß ich nicht.

Wenn Du mit 60/67° zufrieden bist, gibt es aber Okulare mit ähnlich spartanischem Aufbau wie die Wide-Scans, die an langsamen Teleskopen ebenfalls mit guter Rand- und Achsschärfe funktionieren und eventuell sogar bessere Transmissionswerte erreichen.
Es müssen nicht zwingend LVW, Pentaxe, Hyperions sein, denn
da wird die komfortable Möglichkeit, auf 2" zu klemmen mit zu hohem konstruktiven und/oder finanziellem Aufwand bezahlt und Du verlierst qualitätsabhängig sogar deutlich oder ein wenig Licht/Grenzfröße/Schärfe.

Das könnte also der "falsche" Denkansatz sein, zumal meine Praxis zeigt, dass Hyperion/LVW und Co. zwar eine oder zwei Linsen weniger im Design haben als Speers oder Nagler, trotzdem aber keine bessere Transmission pp. Auffällig gut sind hier die Pentax, z.B. XW. Hohe Fertigungsqualität und beste Vergütung kosten eben Geld.
Meine Speers-Festbrennweiten wiegen mit 2" Adaption um 400 Gramm, das 36er Hyperion wiegt 500 Gramm. Gewicht ist allso kein Argument. Das Zoom ist natürlich etwas schwerer.
WW-Okulare mit einfacherem Aufbau sind deutlich leichter, auch wenn man sie auf 2" adaptiert.

Du solltest natürlich auch daran denken, ob und wann eventuell doch ein größeres Teleskop ins Haus steht und was das sein wird. Linsenteleskope und Newtons bis F/10 oder auch noch F/8 harmonieren gut mit einfachen Okulardesigns, als Grenze der "Zumutbarkeit" wird von vielen "Praktikern" F/6 angesehen. Da kommt es selbstverständlich auch auf die eigenen Ansprüche an.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Janice,

Zitat von Janice:
M11 steht leider bei mir hier sehr ungünstig - bzw. extrem ungünstig, da hinter der Scheue. Ich werde ihn mir nächste Woche Zuhause anschauen.
Zitat von Janice:
Ich habe alles in Bewegung gesetzt und auf dem Balkon einen Blick auf den Adler erhaschen können.

was mich ein bischen verwundert ist, dass du mit deinem kleinen Schwarzen irgend wie so unmobil zu sein scheinst. Der sollte sich doch wirklich leicht in ein Rucksäckchen auf den Rücken schnallen lassen, womit man ihn ruckizucki in etwas ungestörtere und dunklere Gefilde ausserhalb der nachbarlichen Beleuchtungsorgien und ausser Sicht der Scheunen schaffen könnte?

Zitat von Janice:
Unmöglich die Sterne im Haufen zu zeichnen ... es sind einfach zu viele ... überwältigend.
[...]
Der Haufen ist mit Abstand der schönste, den ich bis jetzt im Telementor gesehen habe.
Da kann ich dir nur zustimmen, er ist für mich (bei meiner bisherigen Ausstattung) das schönste und reizvollste Teleskopobjekt des Sommerhimmels. Vor dem Zeichnen bin ich allerdings - ob seinem Strukturreichtums - immer zurückgeschreckt. Bisher habe ich mir immer wieder nur von Nacht zu Nacht seine Gestalt eingeprägt und jeweils das aktuelle Aussehen mit der Erinnerung verglichen.

Zitat von Janice:
Aber im Prinzip hatte ich einen Kugelsternhaufen wie im Bilderbuch.
Ups, da bist du gleich in ein Wildentenschmalztöpfchen getappst. M11 ist, auch wenn er sehr sternenreich daherkommt, dennoch als offener Sternenhaufen klassifiziert.

Bei besseren Bedingungen solltest du da aber auch noch ein gutes Stückchen Steigerungspotenzial haben. Meinen visuellen Eindruck finde ich am ehesten in dieser Zeichnung und diesem Foto repräsentiert. Zu dieser Jahreszeit steht M11 aber meist schon recht tief wenn ich zum Beobachten rauskomme. Er versinkt dann im Lichtsumpf der Rheinebene.

Es ist schön zu sehen, dass er dir trotz den widrigen Umständen so viel Freude bereitet hat. Auch hat es mich gefreut, dass du mal ein bischen größeres Bild deiner eigenen Zeichnung hier beigefügt hast. Bisher waren die ja neben den bereinigten Versionen eher briefmarkenmäßig und so abgedunkelt, dass man leider nicht viel erkennen konnte. Deine Hilfslinien finde ich nämlich durchaus interessant. Sie erinnern mich etwas an den Dunhuang Sternatlas (siehe auch APOD).

So, jetzt noch ein klein wenig bescheidenen Beobachtungsbericht meinerseits. Am frühen Sonntag morgen (so kurz nach 01:00) hatte ich vom Balkon aus gesehen, dass es doch entgegen meiner Erwartung erstaunlich klar geworden war. So entschloss ich mich kurzfristig noch mal meinen (10km-) Beobachtungsplatz anzufahren in der Hoffnung , dass auch noch ein bischen Deepsky möglich ist. Dort angekommen war der Mond zwar schon deutlich aufgegangen, aber die Luft war so klar, dass man die Milchstraße im Zenit sofort erkennen konnte. Nach einem kurzen Abstecher zu ε-Lyrae (Seeing war eher mittelmäßig) also mal ab zur Eule und zu h & χ. NGC 869 (h Per) kommt mir bei hoher Vergrößerung immer wie ein kleines Männchen mit einer Mütze vor. Anschließend hatte ich mir noch M52 angeschaut; viele kleine Sternchen, die sich in deinem Telementor bestimmt auch ganz nett machen sollten.
Da der Himmel wirklich ziemlich klar aussah, hatte ich mich gefragt, ob sich da wohl trotz Mond der M33 (eigentlich ein Kandidat für tiefe Dunbklelheit) finden läßt. Zu meinem Erstaunen war er schon im 50mm Sucher noch knapp erkennbar. Im Teleskop bei 4mm AP war aber auch nicht mehr als eine leichte Aufhellung im Himmelsgrau zu erkennen. Bei näherem Hinsehen war allerdings auch M31 sogar ganz schwach freisichtig zu sehen, was bei dem Mondlicht schon für eine sehr gute Transparenz spricht. Dafür war die Temperatur allerdings auch schon auf 3.5°C runter was schon für den Einsatz der Handschuhe sprach.
Da der Mond mittlerweile die Bäume, in deren Schatten ich mich vor ihm geflüchtet hatte, überwand, war er nun auch reif und hoch genug, um ihm selbst einen Besuch abzustatten.

Nachdem ich am Mond noch ein paar (für mich) neue Rillen (Rima Hesiodus I und Hippaius II & III, Mondkarte LAC 94) entdeckt hatte, habe ich mir am Orionnebel den Spass gemacht, das vom Mondlicht verbrutzelte Auge mit dem noch ordentlich dunkel Adaptierten zweiten Auge zu vergleichen. Das ist wie Tag und Nacht :cool:

Danach hatte ich weiter etwas am Mond geschaut, bis das Bild deutlich flauer im Kontrast wurde. Der Blick zum Himmer zeigte, dass da zwar Wolken in der Nähe aber nicht vor'm Mond waren. Das Okular war auch nicht beschlagen aber oh Schreck: Der Hauptspiegel war dicht! Mittlerweile war eine Warmluft herein gezogen (ca. 5°C) und die brachte von Westen her Wolken in den Zenit und am Boden wohl auch noch etwas zusätzliche Feuchtigkeit. Durch abstellen des Lüfters und beheizen des Haptspiegels mit einem Wärmekissen habe ich den zwar wieder frei gekriegt, aber danach war natürlich die Auflösung nicht mehr so gut wie vorher (Spiegel verpannt oder Termik im Rohr). Genau das wollte ich dabei aber ausprobieren, wie sehr die Abildungsleistung unter so einer Aktion leidet.


Viele Grüße
Stephan


PS: Der andere Stefan (stefand) schreipt sisch mid "f" ;)
 
Also erstmal in Stichpunkten kurz relativiert - ich fang unten bei dir Stephan an und komme dann wie gewohnt zu den Okularen Günther.... ich habe leider ein gewaltiges Schlafdefizit ... bitte seht mir das nach, wenn ihr euch in meinen Satzkonstruktonen verzettelt!

Also ... Stephan:
- Ich bin natürlich mobil mit dem Teleskop. Nur diese Woche eher weniger. Ich bin hier im "Tierpflegedienst" Urlaubsvertretung und wenn ich allein bin, kann ich nicht weit weg. Daher auch die Scheune :) Aber nächste Woche wird alles anders. Daher musste ich auch etwas umräumen um auf einem "Balkon" beobachten zu können.
- Oh ... natürlich ist M11 ein offener Haufen. Das passiert mir leider immer wieder. Ist einfach beim Schreiben durchgekommen ... da waren im übrigen auch keine 1000 Sterne zu seh'n - ich hab' also nicht wirklich gezählt :)
- Dein erster Link zum Sterneatlas geht leider nicht. Aber ich weiß was du meinst. Das mit den Strichen hat aber kein patentfähiges System bei mir - ist einfach nur intuitiv einfacher, wenn ich einfache geom. Formen und Linien verwenden kann. Ich tue mich da immer schwer mit mit den Winkeln zwischen zwei Sternen - naja, du weißt was ich meine. Also schaue ich was auf einer Linie liegt - oder über ein Trapez, Dreieck usw. abzuarbeiten ist.
- Die Rohzeichnungen sind mir eher peinlich. Ich habe sie nicht nachgezeichnet und es sind die Skizzen, die am Teleskop entstanden sind. Also mit Lampe zwischen den Zähnen und auf einem Block auf den Beinen. Also - ziemliches Gekritzel. Auch habe ich hier keinen Scanner - daher auch die dunklen Bilder. Ich hänge dir aber Ausnahmsweise mal noch ein Bild an, ok?! Besser geht es leider im Moment nicht :(
- M11 war natürlich eine Herausforderung am Stift .Da steht ja auch in der Skizze: "Zu viele Sterne zum Zeichnen". Daher habe ich einfach die hellsten skizziert und den Rest getupft. Der Haufen war aber durchaus sehr schön aufgelöst. Nur waren die Bedingungen eben sehr "eilig". Ich würde es dir gern zeigen ... Mist . Ein Dilemma ohne Fotos .. wie immer :) Aber die Auflösung deiner beiden Zeichnungen/Bilder hatte ich aber in keinem Fall. Schwer zu beschreiben :(
- H/CHi, eps Lyrae und die Eule besuche ich ja nun auch fast jedes Mal, klar ... nun werde ich zudem dein M52 ansteuern. Lasse mich da überraschen und hole mir bis auf die Position erstmal keine Infos. Ich hatte an dem M11-Abend auch noch M2 und M15 per Zufall gefunden. War "nett" aber nicht so berauschend wie die Ente und die Eule. Da muss ich vielleicht auch bei akzeptablem Seeing nochmal hin.

-> bin totmüde! Also die Rechtschreibung wird noch schlimmer ;) <-


Hast du den Mond schonmal am Tag beobachtet Stephan? Den Tipp hatte ich bekommen, nachdem ich schon mehrfach dachte, dass dies nicht lohne. Aber, es lohnt sehr wohl. Auch glaube ich nun, dass hier ein kleineres Teleskop sogar von Vorteil sein kann. *tja* Ich habe mir jetzt auch noch die Mondkarte auf mein iPhone geladen. Hat zwar keinen Nachtmodus wie mein Stellarium - aber bei dem hellen Mond ist das ja auch egal.

Also .... ich werde jetzt M52 suchen, Stephan! Ich gebe mir auch mehr Mühe beim Zeichnen und zeige dir die unkorrigierte Version ... wenn du nicht lachst, versteht sich ;) ich gelobe auch, dass ich mal versuche eines per Stift zu korrigieren. Aber ich fürchte dazu brauche ich etwas mehr Nuancen als mein Bleistiftdunkelhelljenachdruckgrau darstellen will. Und selbst mit einem Pack an Stiften wird's noch lang' kein echter Astronomy Sketch of the day ;)

Liebe Grüße

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Und jetzt noch kurz zu de Okularen Günther.

Du, das Hyperion 36mm, das ich besitze, ist ja nicht gerade preiswert. Es ist zwar kein PanO oder Nagler - aber ich denke es passt ganz gute in die Mittelklasse. Wie ich schon schrieb: Es gleicht die 82° des 30mm WideScans allein mit den +6mm mehr an Brennweite aus. Nein Quatsch, aber es ist für mich ein richtig tolles Feeling. Ob ich noch mehr Augen rollen mag? -> Weiß ich gar nicht. Am Himmel liefern beide aber tatsächlich in etwa das gleiche Feld (habe ich irgendwie mal ausgerechnet ... irgendwo ... irgendwann ...)

Du hast zwar geschrieben, dass die Transmission bei hohen Linsenstappeln im Niedrigpreissegment nicht mit teuren zu vergleichen ist - aber ich denke doch mal, dass sich ja der Preis eines XW oder Naglers auch rechtfertigen muss .... aber ich habe neulich gelesen, dass mehr Feld als 68° auch in anderer -nichtlinsenbedingter- Form eine Lichtverschwendung ist. Das Auge kann demnach ohne zu rollen sowieso nur 68° aufnehmen. Also ... hmmm ... bedeutet "Rollen" dann auch irgendwo immer, dass der Bereich den ich im Blick habe etwas weniger Licht bekommt, als ohne den Überollbereich.

Wäre ein TV Ethos bei theoretisch gleicher Bauweise einem Nagler quasi unterlegen, oder? Jaaap, natürlich geht das nicht in der Praxis!

Aber nochmal zum Preis: Du hast Recht, ich sollte an die Zukunft denken. Und ich möchte auch gern bei den Refraktoren bleiben. Jajaja ... ich weiß, ich weiß. Aber das ist irgendwie ... naja, keine Ahnung ... Linsenliebe?? Nun, was wird es werden? Definitiv ein kurzer APO. Ich weiß das ist eine Doppelmoral, aber wenigsten so handlich wie möglich. Carbon in den pre-selektierten Tuben gibt es nicht über 100mm -und selbstbauen mag ich da in keinem Fall. Um ehrlich zu sein: Ich habe mir doch schon längst einen ausgeguckt ;) Also einen, denn ich IRGENDWANN haben wollen wöllte würde. Ihr wisst schon.

Kurzer Tubus, Großes Objektiv -> Mist! das klingt nach einem Okularschreck.
Ich werde also wirklich darauf achten, dass ich bei zukünftigen Okularen auch für schnellen Öffnungen noch Reserven habe.

Einen Test für das Speers ist geplant. Auch möchte ich gern die Pentax XW mal versuchen. Ethos? Nein, ich weiß nicht. Nagler und Panoptiks gehen ja sowieso immer.

Ich mag mich nicht totsparen. Keine Angst. Ich unterscheide nur zwei Dinge: Es gibt neue Okulare nur für mein Telementor und da bleiben sie auch UND es gibt Okulare, die ich auch guten Gewissens in Kinderhände geben mag. Also fahre ich da zweigleißig.

Ohje, ihr merkt, ich falle gleich von der Couch ...

Verrate mir doch bitte noch, welche Adapter du für die Speers verwendest.

Sooooooo ... ich breche hier ab und wünsche euch eine gute Nacht.

Liebe Grüße
Janice



 

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Hallo Janice,

Du musst ja auch nicht im Schnelldurchlauf alles perfekt machen, wozu viele Andere Jahre brauche.
Wenn hier Mal zwei Wochen Pause ist und Du holst den Thread erst dann wieder hoch, ist das völlig unproblematisch.

Okay, es kommt auch Mal was "schnelles", ob Linse oder Spiegel ist den Okularen (fast) egal.
Ein wenig kann man das berücksichtigen, mehr nicht.
Wenn "schnell" so bis F/6 bedeutet, sind die Pentaxe mehr als nur einen Blick wert, aber teuer sind sie halt auch.
Die Speers ab dem 13,4er sind da auch sehr empfehlenswert.

Was Du da über das "Verschenken von Licht bei großen Gesichtsfeldern" gelesen hast, ist so pauschal ziemlicher Unsinn.
Ich lese von Leuten, die selbst ein 65° Gesichtsfeld nicht überblicken können. Ich kenne aber nur Leute, die mit den 82° eines Nagler oder Speers keine Probleme haben und bei den meisten Menschen setzt ein Ethos vom Genuss her noch einen drauf. Bei mir persönlich sehr deutlich und nein, eich muss das Auge nicht aus der Augenhöhle rollen um auch das die Feldblende scharf zu sehen. Ob man das will ist die Frage, denn das hat mit Genuss nichts mehr zu tun.

Grundsätzlich würde ich bis in den mitterlen Vergößerungsbereich weitwinklig fahren und dann, abhängig von den persönlichen Vorlieben zweigleisig, also ganz langsam mit Ortho und Co auer auch mit WW-Okularen die Ausstattung komplettieren.

Orthos, Plössl und Co werden unter 10 mm Brennweite vom Augenabstand her knapp bis unangenehm.
Sie in längeren Brennweiten (z.B. 12,5 mm) zu Wählen und dann mit einer guten Barlow zu kombinieren ist komfortabel und bringt wenig Verluste. Ge an nebenbei hat das noch den Vorteil, dass sich diese einfachden Designs in Kombination mit einer Barlow auch ganz hervorragend an schnellen Teleskopen einsetzen lassen. Ein Ortho, RKE oder Plössl knickt schon bei F/6 leicht gut erkennbar in der Schärfe etwas ein. mit einer 2fach Barlow "sieht" das Okular aber quasi F/12. Alles wieder im Lot.
Die Sache mit den Speers befindet sich gerade in der Weiterentwicklung, da kommt in Kürze was von mir.
Wie es in etwa funktioniert siehst Du bei Armin auf der HP:
http://www.deepsky-brothers.de/TuningSpeerszoom.htm
Es ist der zweite von den Tunigbeiträgen und
http://www.deepsky-brothers.de/Fokusprobleme.htm

Gruß und CS
*entfernt*
 
Günther, ich habe meine neuen Speers Exorb mit 135° bekommen ... Endlich! Siehe Bild ;)

Nee, sag mal: Kann ich die 2" Hülse genau so lang machen wie die 1,25" am Okular? Bei eurem Example ist die nämlich länger. Auch finde ich, dass der Ring eben sehr breit am Adapter ist. Da würde ich gern reduzieren - aber ich fürchte ihr habt euch was dabei gedacht?!

Ich habe deine Webseiten nicht komplett gelesen - aber mache ich jetzt sofort.

Liebe Grüße
Janice
 

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Hallo Janice,

natürlich sind auch Aufdopplungen auf 2" ohne weiter Funktion möglich. Dafür reichen schon die ganz normalen OAZ-Adapter von 2" auf 1 1/4" aus.
Was Du da von mir siehst kann die Fokuslage entschärfen (tieferes Eintauchen der Barlow in den Strahlengang)die Brennweite verändern (Brennweitenreduzierungshülsen), daher die Länge. Auch im Auflagering sitzen Schrauben, daher die Breite (Fleisch für Maden).
Was Du noch nicht siehst ist viel exakter gefertigt und kann noch was. ;)

Gruß und CS
*entfernt*
 
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Hallo Janice,

hab ich das richtig gesehen?? Speers Okulare mit 135° scheinbarem Gesichtsfeld? Nach (kurzem) googeln hab ich nix gefunden, schreib bitte mal genaueres...

Viele Grüße Felix
 
Man beachte das ":-)" in meinem Posting, Felix! Wollte nur einen kleinen Spaß machen, wo ich das Bild gerade vor mir hatte ... naja, so ein ähnliches jedenfalls ;) Sieht man doch, oder?

<IRONIE>

Aber hier die Daten zu den neuen Speers, Walter 135° ULWA:

Walter Speers war schon immer etwas engstirnig und entwarf die neue Ultimate Wide-Angle Serie "Exorb" mit 135° daher auch durchgehend mit dem schmalen 1,25" Anschluss. Der ursprüngliche Name "Expense" wurde nun endgültig geändert und gestern, auf der iAfK (internatiale Ausstellung für Kleingeister) präsentierte er die neuen Okulare in den Brennweiten 30, 29,27,25 und 31mm.

Seine Engstirnigkeit ist in der Szene ja bekannt, und so führte sie ja auch zum Zerwürfnis mit seiner jüngsten Tochter Britanny, die im Zuge dieser Vorfälle ihren Nachnamen komplett ändern lies. Aber das ist eine andere Geschichte!

Das Design ist ein 24 Linsen Stapel. Natürlich mutlivergütet!!!! Lies er sich doch die Optiken komplett von seiner Tochter finanzieren und zweigte noch so manchen Euro für sein anderes Hobby -Briefmarkensammeln- ab! Hier kaufte er unter anderem gerade die legendäre gelbe Mauritius von Murat P. bei ebay. Aber das gehört auch nicht hier her!! Entschuldigt.

Nun, mein erster Eindruck: Klasse! Noch nie habe ich soviel vom Himmel gesehen wie mit dem neuen 30er Exorb! Man sieht zwar keine Sterne mehr (sind einfach zu viele Linsen drin!) aber direkte Sonnenbeobachtung ohne Filter ist natürlich ein Hochgenuß mit dafür geradezu perfekt gerechneten Transmissioneigenschaften! Man sollte allerdings aufpassen: Einige der Sonnenflecken entpuppten sich bei genauerer Betrachtung als Staubkörner. Als gelernter Schreiner hat Walter natürlich alle Okulare noch selbst in seiner kleinen Werkstatt unter dem Sägeabzug zusammengebaut. Aber wer will in Anbetracht dieser heute so seltenen Eigenleistung und dem "Made in Germany" noch über ein paar Staubkörner und Fingerabdrücke auf den Linsen meckern!

Alles in allem: Ein tolles Okular, welches den direkten Vergleich mit den ebenfalls neuen Pentaks XXL (2,3Kg bei 91°)und den berüchtigten Deja-vue Ethnos mit integriertem Facebook Browser und 110° nicht zu scheuen braucht. Hat man sich erstmal an den geringen Augenabstand von -10mm gewöhnt und entsprechend die oberen 2 Linsen ausgebaut, dann wird auch jeder Brillenträger mit den Okularen glücklich. Die Gummikappe ist natürlich klappbar - allerdings nur 1x! Also unbedingt vorher überlegen ob man's braucht. Das Gewicht ist mit 324g eine echte Wohltat. Da da Okular natürlich (bis auf die Kunstofflinsen) komplett aus geklebtem Multiplex und Gummi besteht - war das aber natürlich keine Überraschung.

Einzig richtiger Kritikpunkt sind die mangelhaften Okularschutzdeckel. Hier sollte Walter Speers unbedingt nacharbeiten. Es sind nämlich gar keine dabei! Das Okular kommt in einer durchaus schicken - aber etwas unpraktischen Verpackung aus trendgrauem Butterbrotpapier.

Die Preise: Nun, das für Optiken dieser Kategorie einige Eurönchen über den Schreinertisch gehen werden, dass solltet ihr ja bereits befürchtet haben. Aber ich finde mit 799 Euro hat Walter dennoch vielen Amateurastronomen aus dem Herzen gesprochen und bietet anständige Qualität für einen mehr als angemessenen Preis.

So, dann wünsche ich euch viel Spaß damit!

Eure
Janice von www.okulartestfürechteexpertenundso.de


Nachtrag: Mangels fehlender Sterne, konnte ich natürlich die Randschärfe nicht direkt beurteilen - habe mir aber den Zeigefinger gleich mal richtig tief eingeschnitten. Hier wurde nur sparsam entgratet - was natürlich für eine außerordentliche Randschärfe spricht.

</IRONIE>
 
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Hallo Janice,

jetzt überkommen mich gerade ein paar Zweifel über den Verlauf dieses Postings ...
trotzdem fand ich den Text mit den 135° Okularen amüsant.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Günther,

ich beobachte seit nunmehr einem guten Jahr mit deiner Hülse/Adapter und kann wirklich sagen, ich möcht sie als Speers Fan nicht mehr missen!
Du Planst jetz schon geraume Zeit an deiner Neuerung und spannst uns damit ziemlich auf die Folter :)
Natürlich geh ich davon aus dass du uns noch nichts konkretes verraten wirst, doch eines könntest du uns zumindest mitteilen:
Wann können wir denn mit dem guten Stück rechnen?

Gruß und CS,
Michael
 
Moin zusammen!

> Ja, Schluss damit!

Ja, schaut bitte mal auf das Board-Topic!
Dieser exzessive Okular-Thread ist schon weit OT.
 
Hallo Micha,

ja, manchmal entwickelt sich so ein Thread ganz dynamisch. Dagegen wäre nichts einzuwenden - ist ja sogar erwünscht, wenn man Erfahrungen austauschen möchte. Nur gehört er langsam in ein anderes Board, z.B. das für Zubehör und Okulare.
@Janice: Vorschlag, wenn's mit den Okularen wichtig ist, dann mach' doch dort einen weiteren Thread auf.

CS,
Stefan
 
Ok, mache ich - wird auch beim Beantworten hier -wie ihr bemerkt habt - nicht mehr ganz so einfach.

ALSO:

Ich mache ein neues Thema unter den Okularen auf, sobald ich das PDF übers Okulardesign durch habe und sich mir noch Fragen stellen. Was sicher der Fall sein wird. Ich würde da auch gern meine Testergebnisse im Praxistest besprechen (Bevor ich eine Kaufentscheidung fälle)

Und diesen Ast hier würde ich dann gern weiterführen mit dem Thema "Deep-sky für kleine Öffnungen". Also: Ich fand eure Beobachtungstips ja erste Sahne!!!!! Da mag ich auf keinen Fall abbrechen. Das sollte ja auch weiter hier hineinpassen. Die Ergebnisse am Objekt (ggf. per Zeichnung) diskutieren und bewerten - und neuer Input für die nächste Beobachtung sammeln. Im Moment stelle ich wie besprochen M52 als nächstes Objekt in den Fokus. Sowie bei besserem Seeing noch einmal den offenen Wildentenhaufen.

Wäre das ok?

Liebe Grüße
Janice
 
Hallo Janice,

:blush: :D

Bitte doch einfach einen Moderator den "Okularteil" des Threads zu verschieben, dann finden ihn auch mehr Leser...

Viele Grüße Felix
 
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