eVscope getestet

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Hallo Heiko,

Hallo Gerd (Düring),

vielleicht sollte eher der andere Gerd (Walozek) was vom eVscope erzählen. Der hat das wenigstens und redet nicht nur darüber, ohne es sich je wirklich selber anschauen und kaufen zu wollen wie Du. Ich verstehe nicht warum Du die Deutungshoheit über dieses Thema immer an Dich reißen mußt, ohne selber auch nur die geringste eigene Erfahrung und Anschauung weder über "EAA" noch übers eVscope zu haben.
Der Thread ist damit für mich sinnlos geworden.

Viele Grüße

Heiko

so oder so ähnlich hast du dich nun schon sehr oft geäußert.
Ich habe nicht mitgezählt aber schätzungsweise so 10 bis 20 mal werden es schon gewesen sein.
Immer wenn dir sachliche Argumente ausgehen kommst du mit Persönlichen Angriffen.
Das ist doch nur der sehr leicht zu durchhauende Versuch meine Meinungsäußerung zu diskreditieren
Zu einem sehr großen Teil geht es Diskussionen wie dieser hier ja eher um Grundsatzfragen bezüglich Smart Teleskopen und dazu kann man durchaus auch eine Meinung haben wenn man keines selber besitz.
Meine Meinungsäußerung hier hat auch nichts mit Deutungshoheit zu tun wie du mir dreister Weise unterstellst.
Was ich hier schreibe ist eine Meinungsäußerung, nicht mehr und nicht weniger und diese sollte man respektieren auch wenn sie einem nicht passt.
Denn um Meinungen auszutauschen ist ein Forum ja da.
Ich halte daher deine Persönlichen Angriffe mir gegenüber und das diskreditieren meiner Meinung daher nicht mit den Forenregeln hier vereinbar.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,
@alle: Neben dem eVscope besitze ich noch vier "normale" Teleskope, dazu die Atik Infinity-Kamera. Insofern habe ich in alle drei Bereiche "visuelles Beobachten", "EAA" und "eVscope" "hineingerochen", ohne mich dabei als "Experten" zu sehen, viel eher als einen "ewigen Anfänger".
Soweit ist es also jetzt schon gekommen, dass wir uns vor unseren Hobby„kollegen“ dafür rechtfertigen müssen, wofür wir unser Amateurbudget ausgeben.
Berichte bitte weiter vom Deinem eVscope!

Viele Grüße
Maximilian
 
@maximilian: Du hast völlig recht! Rechtzufertigen braucht man sich wirklich nicht. Ein Hobby ist eine "durch und durch private" Angelegenheit! Im Zweifelsfall hält man einfach den Schnabel...
Viele Grüße, Gerd
 
Rechtfertigen muss sich hier keiner, das hat aber glaub ich auch niemand jemals verlangt.

Schnabel halten find ich nicht gut, denn das hier ist ein Forum.
Ich find das eVscope doof. Ich find aber auch andere Sachen doof.
Ist das Geschreibe hier wirklich so ernst zu nehmen, dass sich andere in ihren Grundfesten erschüttert fühlen?

Es ist wie mit der Kunst, wer was präsentiert muss damit rechnen, dass es Leuten nicht gefällt.
 
Hallo Achim,

Seti: Unistellar ruft für den 21.2.21 auf, den Kleinplanten Apophis (15.6m am 21.2.) mit dem eVscope zu beobachten Help Defend the Planet by Detecting Infamous Asteroid Apophis! - Unistellar . Na denn viel Spaß bei 114mm Öffnung und Anfängererfahrung (wo sind die genauen Aufsuchkarten zum Identifizieren?) .

durch das Live Stacking kann ein Teleskop wie das eVscope eine wesentlich höhere Grenzgröße erreichen als man visuell mit 114mm Öffnung erreichen würde und daher können mit dem eVscope auch lichtschwache punktförmige Objekte bis etwa 16. Größenklasse also auch noch Apophis problemlos beobachtet werden.
Mithilfe des im eVscope integrierten Plate Solving lassen sich die Kleinplaneten auch sehr leicht identifizieren so das man keine Aufsuchkarten benötigt.

Link zur Grafik: http://cosmicdiary.org/fmarchis/files/2017/09/IMG_0507.jpg
Das Identifizieren übernimmt das eVscope

Grüße Gerd
 
So oder so ein spannender Bericht - und es werden so oder so noch mehrere folgen. Ich persönlich kann mich als frischgebackener Dobsonaut noch nicht für so ein Gerät erwärmen, aber der Ansatz ist definitiv das Innovativste, was im Hobbyastronomiebereich (und nur davon reden wir hier ja) in den letzten Jahren auf den Markt gekommen ist. Alles andere waren eben nur ein paar Strehl hier oder ein paar Grad Seheld dort, ein Bogensekündchen weniger Periodischer Fehler usf.
Um 2003/2004 gab es bei Vixen in Japan auch schon ähnliche Pläne, die sind aber an den damals verfügbaren Kameras und internen Befindlichkeiten gescheitert. Gerade auf der Kameraseite ist nun so viel passiert, dass es neben weiteren eVscope-Derivaten sicher auch andere Wettbewerber geben wird. Und womöglich überlegen sich traditionelle Teleskophersteller dann auch etwas, um auf den Zug aufzuspringen? Oder Elon Musk?
Ich find die Diskussion jedenfalls erfrischend - und vielleicht komme ich in zehn Jahren ja doch auf den Trichter, meinen Dob mit einem Upgrade-Kit zu tunen...

Bleibt gesund und beobachtet,
Stefan
 
Vielleicht sollte ich als eVscope-Besitzer einmal schreiben, was mich daran (zur Zeit) am meisten nervt/stört (App-Version 1.1, erst einmal kurz ausprobiert)!

1) Seit es möglich ist, Fotos im rechteckigen Sensorformat abzuspeichern, fehlt mir die Mäglichkeit, die Aufnahmedaten zu speichern, wie es mit dem runden Overlay möglich ist (obwohl es noch ein paar mehr sein könnten...). Die Daten könnten als recheckiges Feld und dem Bild, als EXIF-Daten oder als zusätzliche Textdatei abgespeichert werden. Bisherige Anfragen an Unistellar haben nichts bewirkt...

2) Anfangs hatte Unistellar wohl die Vorstellung, alle würden durch das Okular beobachten, um ein möglichst ähnliches Erlebnis wie bei einem visuellen Teleskop zu erhalten. Da wäre das WLAN kein Thema! Die meisten Benutzer scheinen aber das Smartphone zum Beobachten zu verwenden und hätten wohl nichts dagegen, das eVscope im Winter von drinnen zu steuern. Wie wiederholt berichtet wird und ich ich voll bestätigen kann, ist das WLAN-Netz des eVscopes zu schwach, insbesondere für Beobachtungen drinnen. Sobald ich in unserer Küche bin, bricht das Netz zusammen, und ich muss zurück auf die Terrasse, um es wiederherzustellen. Oft hilft nur ein Neustart der App. Dabei wurde ich auch oft vom "Betreiber" zum "Beobachter" "degradiert", was weitere Probleme mit sich brachte. Ob dies bei App-Version 1.1 auch so ist, kann ich noch nicht sagen.

3) Wenn ich eVscope-Fotos von M 42 mit denen vergleiche, die ich mit der Atik Infinity (ähnliche Auflösung) aufgenommen habe, so wirken die eVscope-Fotos viel "matschiger", sprich unschärfer und ärmer an Details. Dieses Muster kann man auch bei Fotos von anderen Nebels wiederfinden. Für meinen Geschmack "bügelt" die eVscope-Software die Bilder zu "glatt", vermutlich, um das Rauschen stärker zu unterdrücken. Für mich deutlich zu viel, schade um die Fotos!

4) Die Regler für die "manuelle Belichtungssteuerung" im Enhanced Vision-Modus springen hin und her und sind für mich schwierig zu bedienen. Am besten, man wartet ein paar Sekunden (eine Aufnahme dauert 4 Sekunden), bis die Regler an die richtige Position gesprungen sind. Ich hätte mir auch lieber "normale" Histgrammregler gewünscht, wie sie in anderen Programmen (und Bildbearbeitungsprogrammen) angeboten werden. Zur Zeit gibt es Regler für "Belichtung" und "Hintergrund".

Insgesamt war die App bisher recht instabil, aber man konnte nach einem Neustart meistens einfach weitermachen. Nur in seltenen Fällen war auch die eVscope-Software selbst "abgeschmiert". Zu Version 1.1. der App kann ich wegen des schlechten Wetters bisher noch nichts berichten.

Sicher gibt es noch etliche andere Probleme, aber das sind wohl erst einmal die wichtigsten "Nervpunkte" für mich...

Viele Grüße, Gerd
 
...
2) Anfangs hatte Unistellar wohl die Vorstellung, alle würden durch das Okular beobachten, um ein möglichst ähnliches Erlebnis wie bei einem visuellen Teleskop zu erhalten. Da wäre das WLAN kein Thema! Die meisten Benutzer scheinen aber das Smartphone zum Beobachten zu verwenden und hätten wohl nichts dagegen, das eVscope im Winter von drinnen zu steuern. ....
...
Viele Grüße, Gerd
Hi Gerd,

das digitale Okular fand ich eigentlich am interessantesten, weil der Rest ist ja auch durch DIY (preiswerter, bessere Optik, bessere Kamera, bessere SW) machbar.
Aber ich denke jetzt auch, dass das bei mir auch nicht funktionieren würde.
Es ist einfach ein (sehr) kleiner Bildschirm in einem Rohr. Das macht wenig Sinn wenn man eigentlich viel bessere Bildschirme hat.

Aber trotzdem hätte ich eine andere neue Idee:
Man kombiniert in einem Okular-Gehäuse (2 Zoll oder besser 3 Zoll) Kamera und diesen kleinen, runden Bildschirm, so dass diese Einheit an jedem Teleskop sozusagen wie die früheren Restlicht-Verstärkerröhren nutzbar wäre. Es braucht natürlich noch einen externen Rechner an dem das dann zB über USB angeschlossen wird.
Das wäre sogar ein DIY Projekt. Es ist ja alles vorhanden.

Gruß
Peter
 
Hallo!
Man kombiniert in einem Okular-Gehäuse (2 Zoll oder besser 3 Zoll) Kamera und diesen kleinen, runden Bildschirm, ...
Das Problem ist momentan, dass die kleinen runden Bildschirme (die hauptsächlich für Smartwatches hergestellt werden) zu wenig Pixel haben, als dass man sie durch ein Okular betrachten könnte. Bei 400x400 ist nach meiner schnellen Recherche Schluß. Dann doch lieber mit dem Retina-Display meines Smartphones.

Grüße
Maximilian
 
Hallo!
Jetzt bin ich außen vor, das ist für mich keine Astronomie mehr. Dann kann ich mir gleich ein fertiges Bild im Internet laden.
Und die ganzen registrierten und gestackten und gedrizzelten und geditherthen und gefilterten und kompositierten Bilder, die man sonst so zu sehen bekommt, sind Astronomie? (Die Hubble Bilder aus dem Internet sind übrigens auch ausgiebigst bearbeitet...)

Grüße
Maximilian
 
Hallo,

also OLED gibts ja in vielen Größen. Es muss ja nicht gleich rund sein.... Die Idee ist aber gut, wenn auch schwierig umzusetzen der Größe wegen.
Wenn man aber einen kleinen Kasten drum bauen darf, nicht einmal so unrealistisch. Hat eigentlich schon mal jemand die Live Stacking Funktion in Stellar Mate ernsthaft benutzt ?

Tino
 
Hallo Peter,

als rein elektronisches Okular wäre das echt interessant. dafür bräuchte es nur das OLED, eine RPI HQ-Cam, die sollte eventuell auch in 2 Zoll rein gehen, und einen RPi Zero. Ob der Zero aber eine Stacking-Software unter Linux stemmt, weiss ich nicht.
Was gibt es denn für Live-Stacking Lösungen ausserhalb von Stellarmate/Asiair ?

CS
Erik
 
Hallo!
Ob der Zero aber eine Stacking-Software unter Linux stemmt, weiss ich nicht.
Nein, das tut er leider nicht. Es soll wohl mindestens einen Raspberry Pi 4 für live Stacking brauchen. Es auch grafikoptimierte Microcontrollerboards (z.B. Nvidia Jetson) die sich dafür gut eignen würden, aber da müsste wohl noch einiges an Software geschrieben bzw. angepasst werden.

Grüße
Maximilian
 
Hallo Peter,

Es ist einfach ein (sehr) kleiner Bildschirm in einem Rohr. Das macht wenig Sinn wenn man eigentlich viel bessere Bildschirme hat.

da hast du aber völlig falsche Vorstellungen von einem elektronischem Okular.
Ein elektronisches Okular ist praktisch nichts Anderes wie ein elektronischer Sucher wie man sie schon sehr lange für Video und in letzter Zeit auch für spiegellose Systemkameras benutzt.
Das ist schon etwas mehr als ein Rohr mir kleinem Bildschirm.
Da ist auch noch eine Optik verbaut die durchaus der eines klassischen Okulars nicht unähnlich ist.


Im Grunde genommen hat die Optik im elektronischen Okular auch die gleiche Funktion wie beim klassischen Okular.
Man betrachtet in beiden Fällen ein kleines Bild das durch die Optik dann vergrößert erscheint.
Beim klassischen Okular ist es das Bild welches das Teleskop im Fokus erzeugt, man kann dieses Bild auch ohne Okular betrachten indem man einen Schirm in den Fokus setzt und man kann es natürlich auch mittels Sensor aufnehmen.
Oder man betrachtet es eben durch ein Okular vergrößert.

Beim elektronischen Okular betrachtet man eben das Bild des kleinen Bildschirms mithilfe der darin verbauten Optik und nicht direkt das Bild welches das Teleskop im Fokus erzeugt.
Dieses wird hier durch einen Sensor aufgenommen und an den kleinen Bildschirm übertragen.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Maximilian,

Das Problem ist momentan, dass die kleinen runden Bildschirme (die hauptsächlich für Smartwatches hergestellt werden) zu wenig Pixel haben, als dass man sie durch ein Okular betrachten könnte. Bei 400x400 ist nach meiner schnellen Recherche Schluß. Dann doch lieber mit dem Retina-Display meines Smartphones.

selbstverständlich gibt es mikro OLEDs mit mehr als 400x400 Auflösung.


Unser Auge kann etwa 2400x1800 also 4,3 MP auflösen.
Das Mikro OLED des Zacuto schafft 6,5MP.

Micro-OLED Display
Dimension: 0.71” diagonal
Contrast: 10,000:1
Color depth: 24-bit RBG
6.5 million pixels for a hugely expanded
Pixel Info - 3103 PPI

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

vielleicht noch ein kleiner Tipp für den Selbstbau.
Wer ein elektronisches Okular selber bauen will muss nur das Mikro OLED an die Stelle der Feldblende eines Okulares bringen damit es scharf abgebildet wird.
Die Feldblende muss also zugänglich sein und vor der Optik liegen.
Okulare mit innenliegender Feldblende oder mit vorgeschaltetem Negativelement wie etwa Ethos gehen also leider nicht.
Aber ein schönes Erfle ist zb. sehr gut geeignet und mit 70° SGF ist das ja auch schon etwas für Liebhaber größerer SGF.
Das Mikro OLED sollte im ideal natürlich dem Durchmesser der Feldblende entsprächen.
Es kann natürlich auch eckig sein, dann sollte eine runde Blende im Durchmesser der Feldblende unmittelbar auf dem OLED platziert werden.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd!
...selbstverständlich gibt es mikro OLEDs mit mehr als 400x400 Auflösung.

Da habe ich wohl den Nebensatz „die weniger als ein ganzes eVscope kosten“ vergessen ;) Ich habe nach „nackten“ Displays gesucht, die sich an sowas wie einen Raspberry Pi anschliessen lassen.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo!
Es kann natürlich auch eckig sein, dann sollte eine runde Blende im Durchmesser der Feldblende unmittelbar auf dem OLED platziert werden.
Da frage ich mich: Warum? Der Sensor ist eckig, das Display ist eckig, welchen Grund gibt es, durch eine runde Blende die Ecken abzuschneiden, nur damit es rund aussieht? Vielleicht sollte man sich bei einem elektronischen Okular besser komplett vom gewohnten optischen Okular verabschieden. Einfach ein Display mit einer (vermutlich Zerstreuungs-) Linse drüber wie beim elektronischen Sucher einer Digitalkamera. Oder einer VR Brille. Jetzt wo ich es mir überlege wäre eine VR Brille ohnehin ein ideales Zubehör für ein elektronisches Fernrohr: Das folgt der Blickrichtung des Beobachters und fängt an zu stacken, wenn er innehält, um sich einen Bereich näher anzusehen.

Vele Grüße
Maximilian
 
Hi Maximilian,

VR Brille ist eine super Idee!
Auch für "normale" EAA.
Hat doch bestimmt schon jemand ausprobiert.

Gruß
Peter
 
Hallo Maximilian,

Da frage ich mich: Warum? Der Sensor ist eckig, das Display ist eckig, welchen Grund gibt es, durch eine runde Blende die Ecken abzuschneiden, nur damit es rund aussieht?

aus dem gleichen Grund warum man bei klassischen Okularen eine runde Feldblende verwendet.
Die Feld Korrektur jedes Okulares ist begrenzt und ab einem gewissen Durchmesser wird die Abbildung einfach unbrauchbar.
Asti, Bildfeldwölbung und Verzeichnung sind die Hauptgründe.
Darum blendet man das unbrauchbare Feld mittels Feldblende ab. Und da das maximal nutzbare Feld nun mal rund ist verwendet man üblicherweise auch eine runde Feldblende.
Daran ändert sich prinzipiell auch nichts wenn man ein eckiges Display an die Stelle der Feldblende bringt.

Natürlich könnte man das Display auch so klein wählen das seine Diagonale innerhalb des brauchbaren Feldes liegt.
Aber dann verschenkt man natürlich SGF in Länge und Breite. Man würde das volle SGF welches das Okular bietet nur in der Diagonale nutzen.
Aber gut wer selber bastelt kann es selbstverständlich so machen wie es ihm beliebt.
Auch mit eckiger Feldblende wenn er das möchte. Ich würde jedenfalls aus oben genannten Gründen die Runde bevorzugen so wie es ja auch bei klassischen Okularen üblich ist.

Grüße Gerd
 
Gruß in die Runde ! Hab hier noch ne "ältere" HI 8 VideoCam von Canon rumliegen und hab mir eben mal das Bild
des elektronischen Farbsuchers angesehen. ( Ausklappbares LCD gab es vor 30 Jahren noch nicht ) Finde das Bild echt
klasse für die damalige Zeit. Von 1080p des elektronischen Micro OLED ( s.o. ) weit entfernt, aber trotzdem super.
Definitiv besser als die schwachbrüstigen Klapp-Monitore von späteren Billig-Cams zum Ausklappen. Aber Komfort
geht wohl vor ! Dann lieber ein kontrastschwaches Bild auf einem Klappmonitor, bei dem man bei geringstem
Umgebungslicht nichts mehr erkennt ? Fand diese Technik mit dem elektronischen Sucher schon Ende der 80er sehr
interessant.

Gruß in die Diskussion
Sascha
 
Hallo Gerd,
Die Feld Korrektur jedes Okulares ist begrenzt und ab einem gewissen Durchmesser wird die Abbildung einfach unbrauchbar.
Was heisst unbrauchbar? Den Rand des Gesichtsfeldes sieht man sowieso nur mit dem Rand des Auges, und das sieht dort noch viel schlechter als die schlechteste Abbildung im Okular. Trotzdem hat man den subjektiven Eindruck von mehr Weite und Gesichtsfeld, als wenn man durch ein perfekt scharfes, rund abgeblendets Okular hätte. Das ist wie „Ambilight“ bei den Philips Fernsehern (wer einmal einen hatte will nie wieder einen anderen...): Es reicht, dass der Farbeindruck über den Rand des Bildschirms an der Wand fortgesetzt wird, damit auch ein kleinerer Bildschirm subjektiv das ganze Gesichtsfeld füllt.

Grüße
Maximilian
 
@Miquel Prado - and to whom it concerns: Anbei verkleinerte Fotos von heute (17.2.2021) während einer Wolkenlücke. Zwei Fotos aufgehellt, der Rest original. Inzwischen greife ich öfter manuell in die Belichtung ein, so dass es mir möglich ist, auch unbearbeitete Fotos "vorzuzeigen" (was für CloudyNights wichtig wäre...).

eVscope-20210217-184434_750.jpg

M 78

eVscope-20210217-185253_750.jpg

M 42 (Orionnebel) - mit der Atik Infinity wird es viel schöner...

eVscope-20210217-190024_750.jpg

M 50 (da soll ein Herz drin versteckt sein)

eVscope-20210217-191631a_750.jpg

IC 2177 (Mövennebel) - aufgehellt (zu groß für das eVscope)

eVscope-20210217-192448_750.jpg

NGC 1788 (Cosmic Bat Nebula)

eVscope-20210217-194451_750.jpg

NGC 2024 (Flammennebel) - aufgehellt, sehr lange belichtet (gut 20 Minuten)

Bevor ich den Pferdekopfnebel anfahren konnte, war alles in Wolken....

Nachtrag: Nicht ein Absturz mit der neuen App-Version 1.1. Das WLAN bleibt aber "grenzwertig"...

Viele Grüße, Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

@waloszek/Gerd
Das Problem mit dem WLAN liegt am verbauten Raspberry.
Ändert sich aber auch nicht wirklich mit der neueren Version des Pi 4B, den ich habe. An diesen habe ich jetzt einen USB-WLAN-Stick mit Stabantenne angesteckt, mit dem Erfolg, dass die WLAN-Verbindung stabiler ist.

Zu den Bildern, die gefallen :).

Grundsätzlich würde mich aber mal folgendes interessieren:
Wenn ich mich recht entsinne, habe ich bis jetzt nur Berichte/Tests von Anwendern gelesen, die schon länger und mit einiger Erfahrung, sei es nun professionelle Astronomer oder eben Hobbyastronomer, mit dem Beobachten!, Teleskopen, Montierung etc. usw. haben.
Wie sieht es aber mit einem "wirklichen" Einsteiger/Anfänger aus?
Gesetz dem Fall er wäre bereit die Summe zu investieren die solch ein System kostet.
Würde man ihm solch ein Teleskop empfehlen?
Ja, kommt auf die Vorgaben an, die gemacht werden.

Ich hoffe es ist verständlich worauf ich hinaus will.

Nach wie vor steh ich auf dem Standpunkt, wer sich so ein System leisten will soll es machen und wer nicht, soll es sein lassen.
 
Hallo Allerseits
Ich als sehr erfahrener Dobsonianer und absoluter Computerbanause komme mit der Steruerung über das Smartphone ganz gut klar was im Rückschluss bedeutet das es wirklich einfach zu bedienen ist :LOL:
Aufgrund meiner rund 30 jährigen Beobachterpraxis habe ich schon so ziemlich einiges gesehen und kann locker aus dem Stegreif eine mehrstündige Beobachtungssession improvisieren, ohne den Einsatz einer Sternkarte ect. Meine Astrofreunde nennen mich nicht ohne Grund das wandelnde Goto.
Wäre ich gezwungen meine bisherige Erfahrung mit dem eVscope welche gerade mal eine knappe Woche umfasst in einem Satz zu beschreiben so würde ich es folgendermaßen formulieren. Ich habe jetzt das Gefühl mein eigenes kleines Hubble Teleskop zu besitzen, welches mir endlich alle Objekte die ich schon lange kenne oder nie sehen konnte sekundenschnell und in Farbe präsentiert. Ich bin ganz hin und weg, die Ausgabe von 3000 Euro ist vergessen und ich weis das ich das Finale Gerät gefunden habe. Ich meine ich muss nicht mehr unbedingt mein Auto voll laden, den Berg hinaufdüsen, Dobson aufbauen, Dobson abbauen, heimfahren, ausladen sondern Tasche öffnen Stativ aufstellen (vor der Haustüre) Teleskop draufmachen -- beobachten. Werde ich deshalb mein 18" Dobsonteleskop verkaufen und den Koffer mit all den 100° Okularen, Filtern ect. ? Nein natürlich nicht Die Ansichten mit dem Großen Teleskop sin unübertrefflich und erfurchtgebietend zugleich, jedoch nur mit erheblich größerem Aufwand zu erreichen und viele der Objekte die man mit dem eVscope locker sehen kann bleiben selbst im 18"er defacto unsichtbar.
Wer diese Beobachtungsschallmauer durchbrechen will kann dies nur mit elektronischer Unterstützung bewerkstelligen das sind nun mal die Regeln.
Ich denke für diejenigen die ein Teleskop suchen welches das Versprechen der Farbigen Deepsky Bilder auf den Verpackungen einzuhalten vermag kommt an einem Digitalen System nicht vorbei.
Denjenigen die meine Begeisterung nicht nachvollziehen können und welche sich hier in kleinlichen Streitereien verlieren sei gesagt das das Leben aus meiner Sicht zu kurz ist um dies zu tun und das diese Sichtweise gerade aus meiner Beschäftigung mit den Wundern des Weltalls entstanden ist -- das ist es doch was wir hier alle tun die Grenzen unserer Wahrnehmung erweitern ?!
Gruß und CS Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
VR Brille ist eine super Idee!
Auch für "normale" EAA.
Hat doch bestimmt schon jemand ausprobiert.
ich las mal auf CN den Beitrag eines Benutzer, der auf einem Auge eine Art Heads-Up-Display mit Kopfhalterung hatte. Ähnlich wie bei den Helmen von Hubschrauber-Kampfpiloten, also Projektion mit Halbdurchlässigkeit. Verkabelt dann mit einer Kamera+Bildverstärker welche er auf dem Schoss hielt.
Ob man jetzt sich so etwas mit einer Holo-Lens, oder
Epson oder
nachbaut... ist jedem freigestellt. Muss man sich eben gut vorstellen können ob es einem gefällt was man sehen kann/wird mit dem Equipment, was man in Betracht zieht zu kaufen. Und ob auf lange Sicht Freude daran bleibt, oder es es nur für zwei Nächte einen kleinen Wow-Effekt gibt.
 
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