eVscope von Unistellar - Wie ist eure Meinung

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Hallo.

Ganz so drastisch wie im Märchen von des Kaisers Kleidern würde ich es nicht sehen, es wird ja niemandem etwas vorgegaukelt, was in Wirklichkeit nicht da ist. Aber den Verdacht, dass die es sich vielleicht entwicklungstechnisch einfacher machen, als es den Anschein haben soll, und gar nicht so viel mehr tun, als längst erhältliche Einzelteile gemeinsam hübsch verpackt anzubieten, werde ich auch nicht ganz los..

Der IMX 224 ist durchaus noch zeitgemäss, aber auch kein state of the art, so dass ich davon ausging, der Schwerpunkt des Konzepts läge auf der Bildverarbeitung. Wenn ich mir die verlinkten Ergebnisse anschaue habe ich aber nicht den Eindruck, dass man hierbei sehr viel weiter gekommen ist. Der Vorteil wäre ja, dass das Teleskop das Objekt kennt, auf dass es zeigt und die Bildverarbeitung dann individuell darauf abgestimmte Kombinationen von Parametern nutzen kann um jedes Objekt bestmöglich wiederzugeben um auf diese Weise den Dynamikumfang zu steigern.

In diesem entscheidenden Punkt ist das Auge immer noch unübertroffen gut, weshalb ich auch die kritischen visuellen Zweifler durchaus verstehen kann, denen reiner Grenzgrössengewinn noch nicht so sehr imponiert, wenn dafür hellere Bilddetails in überstrahlten und aufgeblähten Bereichen verschwinden was man gut an den irgendwie unnatürlich wirkenden Kugelsternhaufen sieht. Der Dynamikumfang scheint mir aber leider doch nicht so viel anders zu sein, als bisher, hier hatte ich mehr erhofft. Und dass das Bild im elektronischen Okular so fein aufgelöst erscheinen wird, wie in manchen Kamerasuchern und wie es das Auge mag glaube ich auch nicht, das dürfte dieser Sensor nicht hergeben. Das Neue läge dann eher in der leichten Bedienbarkeit für Einsteiger, die keine Lust auf Kabelsalat und Softwarebedienung haben und im "teleskopgemässen" Okulareinblick ohne das störende Umfeld eines Monitors.
Aber warten wir's ab...

Ich denke auch, dass die Zukunft in den immer besseren Routinen der Bildverarbeitung liegt, die dann fest in spezielle Hardwarebausteine gepackt werden und eines Tages das, was heute noch mühevoll und durchaus kunstvoll von Hand geleistet werden muss vollautomatisch erledigen werden. Bis dahin ist es noch ein gutes Stück, und solange werden PixInsight-Virtuosen wie T.Nawratil noch viele Seminare halten :-)

CS Nevi
 
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Hallo Haiko,

aus Werbebildern und Youtube-Videos kann man sich kein reales Bild über die Qualität eines Produkts machen. Da sollte man einen richtigen Test abwarten.

wie ich ja auch schon schrieb wäre mir ein Video vom eVscope auch lieber und natürlich bin ich auf einen Test gespannt wenn es dann auf dem Markt verfügbar ist.

Tatsache ist nur, dass der gleiche Chip wie im eVscope auch in Kameras wie der ASI224MC verbaut ist. Ob es hier noch Unterschiede gibt weiss ich nicht. Die Vermutung liegt aber nahe, dass der Dynamikumfang und damit die mögliche Bildqualität ähnlich sein muss.

Das muss nicht sein.
Es gibt Verfahren zur Steigerung des Dynamikumfangs und die sind nicht im Sensor implementiert sondern Sache des Bildprozessors bzw. dessen Firmware oder eben der Software die auf dem Rechner läuft.
Bei Video heißt das WDR= Wide Dynamic Range
Man findet das zb. bei Überwachungskameras und diese Funktion lässt sich da auch deaktivieren.
Bei Foto spricht man ja eher von HRD.
Das sollte die Live-Stacking Software eben auch können.
Es wäre vorstellbar das die Bereiche des Bildes die bereits eine hohe Sättigung erreicht haben nicht weiter aufaddiert werden sondern dann nur noch die mit noch schwacher Sättigung so das eben eine erhebliche Steigerung des Dynamikumfangs erreicht wird. Ob man das nun WDR oder HDR nennt sei mal dahingestellt aber wer mal HDR Fotos gesehen hat der weiß welch hoher Dynamikumfang da erreicht werden kann.

http://www.hdbilder.eu/p/get_photo/426483/1920/1080

Auf einem „normalen“ Foto wäre entweder der Vollmond völlig überbelichtet oder die Stadt total unterbelichtet und praktisch nicht mehr zu erkennen wenn der Mond korrekt belichtet wäre.

@tommy

Jupiter mit seinen Monden ist ja auch ein schönes Beispiel wo man die Überlegenheit der Menschlichen Netzhaut beim Dynamikumfang gegenüber einem Bildsensor sehen kann.
Die Netzhaut kann sowohl Jupiter als auch die Monde in korrekter "Belichtung" zeigen das kann ein Sensor nicht so einfach aber die HDR Technologie macht es dann doch möglich.
Was wäre also wenn dieser Unterschied nicht bestünde und das Bild in einem elektronischem Okular den gleichen Dynamikumfang wie die Netzhaut erreicht und das Bild flüssig ohne rauschen rüberkommt und auch vom elektronischen Okular bzw. dessen OLED so natürlich dargestellt wird wie auch der Anblick im klassischen Okular ist.
Wenn du Jupiter in einer Doppelblindstudie beobachten sollst und es dir unmöglich ist zu sagen welches der Blick in ein klassisches Okular und welches der Blick in ein elektronisches Okular ist.
Was wäre dann das Betrachten Jupiters durch ein elektronisches Okular für dich?
Immer noch kein Beobachten nur rein aus Prinzip obwohl du keinerlei Unterschied zum klassischen Okular feststellen kannst?

Wie du schon schreibst die Technik und die EAA macht gewaltige Fortschritte und es wird die Zeit kommen wo selbst DS Objekte von einem elektronischem Okular in Echtzeit ohne merkliche Integrationszeit und ohne erkennbares Rauschen mit hohem Dynamikumfang brillant dargestellt werden.

Grüße Gerd
 
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Hallo Gerd,

dieses "was wäre wenn" ist als Gedanke sehr interessant

Zitat von Gerd_Duering:
.......
@Tommy

Jupiter mit seinen Monden ist ja auch ein schönes Beispiel wo man die Überlegenheit der Menschlichen Netzhaut beim Dynamikumfang gegenüber einem Bildsensor sehen kann.
Die Netzhaut kann sowohl Jupiter als auch die Monde in korrekter "Belichtung" zeigen das kann ein Sensor nicht so einfach aber die HDR Technologie macht es dann doch möglich.
Was wäre also wenn dieser Unterschied nicht bestünde und das Bild in einem elektronischem Okular den gleichen Dynamikumfang wie die Netzhaut erreicht und das Bild flüssig ohne rauschen rüberkommt und auch vom elektronischen Okular bzw. dessen OLED so natürlich dargestellt wird wie auch der Anblick im klassischen Okular ist.
Wenn du Jupiter in einer Doppelblindstudie beobachten sollst und es dir unmöglich ist zu sagen welches der Blick in ein klassisches Okular und welches der Blick in ein elektronisches Okular ist.
Was wäre dann das Betrachten Jupiters durch ein elektronisches Okular für dich?
Immer noch kein Beobachten nur rein aus Prinzip obwohl du keinerlei Unterschied zum klassischen Okular feststellen kannst?

......

und hat eine sachliche Betrachtung aus Sicht eines visuellen Beobachters verdient, ich hoffe du erkennst das auch und bleibst auch mir gegenüber sachlich. Bitte!

Bei den Deepsky Aufnahmen ist die Videoastronomie inzwischen so weit, dass sie uns Farben zeigt, die wir in der Form visuell auch mit riesigen Teleskopen und unter besten Bedingungen nicht sehen. Das sage ich und ich sehe an M42 ab 8" Öffnung mehr als nur einen grünblauen Schimmer.
Man übertrifft also bereits z.B. in diesem speziellen Punkt mit dieser Technik die Leistung des menschlichen Visus, wenn man in Leistungskategorien denkt.

Wenn dann später der Dynamikumfang dieser Technik so weit gesteigert weden kann, dass er auch an Jupiter und seinen Monden die Leistungen des menschlichen Auges erreicht, sicher auch irgendwann übertrifft, wird man dabei nicht versäumen, z.B durch sehr schnelle Abtast-/Rechenfolgen das Seeing sogar auch im bewegten Bild zu eliminieren bzw einzufrieren. Das wird quasi ein Abfallprodukt der Entwicklung was aber nicht bedeutet, dass man es nicht nutzt um besser zu sein.

Das Ziel der Videoagrafie ist also m.E. in keinem Fall, visuell mögliche Eindrücke zu kopieren oder herzustellen.
Es mag so aussehen, aber das Ziel ist in logischer Konsequenz menschlichen Denkens und Handelns immer die Verbesserung, der Vorstoß in neue, bisher unerreichte Dimensionen mittels neuer und verfeinerter Technik. Von daher ist Gleichstand, wenn er erreicht ist, ein flüchtiger Augenblick.

Natürlich kann man jetzt schon die Technik so weit zurückfahren, dass individuell angepasste, ausgebleichte Farben und etwas Weichzeichnung hier, etwas Schärfung da auch mich veranlassen können zu sagen, so in etwa sehe ich das visuell mit Teleskop X.
Das ist aber nicht das Ziel der Technik.
Es ist für mich immer sehr spannend, Rohbilder, Einsteigerbilder und überhaupt wenig bearbeitete Deepsky-Fotografien mit meinen visuellen Ergebnissen zu vergleichen.
Das ist aber nicht das Ziel meiner Beobachtungen.

Möglich, ja wahrscheinlich, dass man, wenn man irgendwann mal so weit ist, auch den Blindtest am Planeten für Tommy mit künstlichem Seeingeinfluß anreichern kann um ihm visuelles Live-Erlebnis zu suggerieren.
Das ist aber nicht das Ziel der Technik.
Hier ist es auch für mich sehr spannend, sehr gute Planetenfotos und Viedeos von absoluten Könnern mit meinen visuellen Ergebnissen zu vergleichen. Das ist aber nicht das Ziel meiner Beobachtungern.
Sich die Standbilder visuell und partiell aus dem Seeing zu holen ist die visuelle Herausforderung.

Man wird also die technische Aufbereitung, um zu den letzten beiden aufgeworfenen Fragen zu kommen, immer und auch völlig ohne Prinzipienreiterei erkennen.
Es sei denn, die Technik wird gezielt dem visuell möglichen Ergebnis angeglichen, zur Täuschung benutzt und die Täuschung gelingt (in diesem Satz liegt keine generell gültige Wertung).

Gruß
*entfernt*

 
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Hallo,

schön daß es wieder sachlich wird. Da macht es wieder Spaß sich am Thread zu beteiligen.
Alle sind sich, soweit ich sehe, einig, daß die technische Entwicklung weitergehen wird und muß. Und es gibt meinem Verständnis nach eigentlich nur zwei Hauptströmungen, wie hier Hobbyastronomie betrieben wird - das rein visuelle Beobachten ohne elektronische Unterstützung und EAA/Astrofotografie.

EAA und Astrofotografie sind für mich dasselbe, da im Wesentlichen die gleiche Ausrüstung eingesetzt wird und man, sowohl bei dem einen wie bei dem anderen, von den gleichen technische Verbesserungen profitiert. Ziel der EAA ist es ein Bild möglichst schnell in akzeptabler Qualität am Bildschirm/Digiokular zu bekommen, während man bei der Astrofotografie auf längere Belichtungen und Nachbearbeitungsverfahren setzt, um auch noch das letzte an möglicher Bildqualität zu erreichen. Was man astrofotografisch nicht zeigen kann, wird prinzipiell sicher auch nicht durch EAA möglich sein. Von daher kann man dann schon aus Astrofotografien auf Livestackingbilder schließen. Ein Livestackingbild wird nicht besser sein können (muß aber auch nicht zwingend schlechter sein) als eine Astrofotografie bei ähnlicher Ausrüstung, Aufnahmeparametern und Softwareprozeduren. Zwei Minuten Livestacking werden nicht besser aussehen als zwei Minuten Astrofotografie - auch in Zukunft, da wird sich halt nur beides verbessern. Man kann sich ja anschauen wie das beim gewünschten Himmelsobjekt momentan aussieht.

Das eVscope ist EAA/Astrofotografie, ob man nun einen Okularsimulator ans Teleskop packt oder nicht und egal wie gut der ist. Das kann man drehen und wenden wie man will. Das ist ja auch erst mal nichts schlechtes und man kann es so machen (am besten ohne Hype und zu einem vernünftigen Preis).

Was man in Zukunft auch in anderen Produkten und Software erwarten kann - meiner Meinung nach - ist AR (assisted reality). Bei der EAA/Astrofotografie ist das gar kein Problem, da das Bild vom Sensor sowieso digital vorliegt. Das kann man auswerten und Informationen über Position, Objekt, optimale Aufnahmeparameter etc. einblenden. Die Möglichkeiten sind mit einer mobilen Datenverbindung dann gigantisch. Ob das alles Sinn macht und für jeden etwas ist sei dahingestellt.
Und selbst beim rein visuellen Beobachten könnte man sich vorstellen, daß ein Teil des Lichts in der Art eines OA-Guiders ausgekoppelt und auf einem Sensor registriert wird, das ausgewertet wird und daraus Zusatzinformationen generiert werden, die wieder ins immer noch visuelle Bild nach Art eines Overheaddisplays eingeblendet werden. Kann man, muß man aber nicht mitmachen.
Die Zukunft bleibt spannend in der schönen neuen Welt.

Viele Grüße

*entfernt*
 
Hallo Günther,

na das klinkt doch ganz vernünftig, darauf kann man eine sachliche Diskussion aufbauen.

Das Ziel der Videoagrafie ist also m.E. in keinem Fall, visuell mögliche Eindrücke zu kopieren oder herzustellen.
Es mag so aussehen, aber das Ziel ist in logischer Konsequenz menschlichen Denkens und Handelns immer die Verbesserung, der Vorstoß in neue, bisher unerreichte Dimensionen mittels neuer und verfeinerter Technik. Von daher ist Gleichstand, wenn er erreicht ist, ein flüchtiger Augenblick.

Na ja ein "natürlicher" Anblick muss selbstverständlich nicht das Ziel sein ab er kann es.
Das ist ja bei klassischem irdischen Foto oder Film/Video zb. so das man da in der Regel die Dinge so darstellen möchte wie man sie auch mit dem Auge sieht.
Was natürlich nicht heißen soll das man nicht auch mal „falschfarben“ Aufnahmen machen kann oder ähnliches.
Auch Infrarotaufnahmen haben ihren eigenen Reiz.

Was Astro und hier speziell DS anbelangt wäre es wenig sinnvoll sich auf den klassischen "visuellen" Anblick zu beschränken.
Nur weil bei klassischer visuelle Beobachtung ein Objekt in einem Teleskop als unscheinbares Nebelfleckchen erscheint werde ich natürlich bei der Video Astronomie nicht versuchen diesen Anblick zu kopieren und versuchen ebenfalls ein unscheinbares Nebelfleckchen darzustellen sondern da erwarte ich etwas mehr, sonst macht das ja auch kleinen Sinn und ich könnte gleich bei klassischer visueller Beobachtung bleiben.
Von daher werde ich selbstverständlich auch immer bemerken ob ich da durch ein klassisches Okular blicke denn da gibt’s das Nebelfleckchen oder durch ein elektronisches denn da gibt’s im gleichen Teleskop die Galaxie mit Spiralarmen.

Es ging mir bei der Blindstudie für Tommy auch nur darum deutlich zum machen das der Blick in ein elektronisches Okular genauso authentisch sein kann wie der Blick in ein klassisches Okular.

Aber nun speziell zum eVscope.
Auch mir gefällt das Marketing nicht und ich finde den Preis doch sehr hoch.
Das ist die eine Seite wo man sich hier denke ich auch durchaus einig werden kann.
Die andere Seite ist aber auch das so ein kleines Ding durchaus ein ernstzunehmendes richtiges Teleskop ist mit dem man auch richtig und echt beobachten kann und kein Spielzeug und irgendeine virtuelle Geschichte die uns lediglich vorgaukelt das wir damit etwas beobachten.

Da sind wir nun mal unterschiedlicher Meinung.
Auch wenn die Photonen die das Auge erreichen von einem OLED stammen so sind es originale Photonen die auf den Sensor dieses Teleskops treffen und auf denen das vom OLED gezeigte Bild letztlich basiert.
Ich beobachte damit eben echte Sterne unter echten Himmel.

Grüße Gerd
 
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hallo Gerd,

das ist wie Wandern, Radfahren, Motocross, hispeed Rennfahren... Unterschiedliche Fortbewegungsarten die alle ihre Fans haben. Die technische und elektronische Erweiterung des Wahrnehmungssystems kann aber auch zum Selbstzweck werden. Wir Fotografen arbeiten oft an der Grenze... manche auch jenseits davon :D

Die augmented reality welche man heute nahezu live aus einem Teleskop herauszuzeln kann ist schon faszinierend. Das Auge ist bei H-Alpha kaum noch sensitiv, allein das öffnet eine Welt. Die Nebel in Farbe, und mit erhöhtem Kontrast und Schärfe. Warum nicht auch Falschfarben, auch das erhöht das Seherlebnis. Kometenstrukturen mit Larson-Sekanina Filter. Man muss wie in der klassischen Astrofotografie aufpassen, dass "augmented" nicht "reality" so weit hinter sich lässt dass davon nichts mehr übrig ist. Man stellt sich ja selbst die Regler ein, oder verlässt sich auf eine Automatik. Das lineare ungestreckte Rohbild einer Kamera möchte niemand sehen.

Ein 10er nahe Wien kann heute in ein paar Stunden Sterne bis mag 23 darstellen, mit ein paar Hilfsmitteln, wer hätte das je gedacht? Aber gar nicht leicht nachzuprüfen:
https://www.astrobin.com/302880/D/

Nach so einem Kick ist es mir oft sehr angenehm, einfach durchs Okular zu schauen, die Helligkeitsverteilung in der Andromeda oder M13 mal wirklich live zu erleben im Gegensatz zum Foto/Video wo man sie künstlich einregelt. Ich liebe es auch, die original einfallenden Photonen zu absorbieren, nur mit etwas Glas gebündelt, ohne weiteren Schnickschnack. :biggrin:

Wir Sternfreunde haben heute so viele Möglichkeiten, es ist eine großartige Zeit!

lg Tommy

 
Hallo Tommy,

wenn ich Deinen M 13 sehe, dann weiß ich, dass ich ihn mit so einem Teleskop visuell niemals so sehen werde.
Damit ist für mich die Grenze von rein optisch möglich zu technisch machbar überschritten.
Das wird auch mit einem noch fiktiven "10 Zoll eVscope" für mich so sein und das auch noch ohne am rein visuellen Okularanblick irgendetwas zu vermissen.

Das ich da nichts vermisse mag eventuell auch daran liegen, dass ich mich nie zu einseitig auf immer größere Öffnung konzentriert habe sondern immer auch die kleinen Öffnungen, die ja im hier offensichtlich wichtigen Sinne von mehr Leistung (mehr Auflösung ist besser, bunter ist besser) "unterlegen" sind im Rahmen ihrer Leistung (ein)zu schätzen und einzusetzen wusste.

Wenn jemand erst beim Einsatz von "Falschfarben" diese Grenze für sich überschritten sieht und wenn jemand da gar keine Grenzen mehr sieht, dann ist das seine Sicht der Dinge.

Mir fällt dazu z.B. ein, dass ich (aber längst nicht nur ich) beim "Farbensehen am großen Orionnebel" schon immer nur dann von einem echten Farbeindruck spreche, wenn sich dieser Eindruck ohne O III oder UHC Filter, insbesondere auch ohne Rotfilter einstellt. Diese Einschätzung macht aber eben den Einsatz aller möglichen und visuell hilfreichen Filter für mich nicht fragwürdig.
Ich weiß halt nur, dass ich ohne diese optischen Filter diesen Farbeindruck niemals haben kann, weil der vom Filter kommt.
Wenn ich also mit einer Öffnung, die das visuell nicht hergeben kann, an einer GX Spiralarme sehe, das weiß ich dass Foto-/Videotechnik dies ermöglicht, meine Augen und die Hilfsoptik allein können es ja nicht sein.
Das weiß ich für mich.
Das hemmt und verhindert für mich nichts und für Andere auch nichts.

Nun egal, die Entwicklung schreitet voran und es wird sicher interessant, wie die Videoastronomie mit immer größeren Öffnungen und immer besserer Technik eine rasante Entwicklung nimmt, welche Hürden sie wie meistert und wo es auch mal länger oder dauerhaft hängt.


Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Gerd,

Genau, denn Fakt ist, hier gibt es nun erstmals ein Teleskopsystem, das die Objekte so zeigt wie so oft auf den Verpackungen gedruckt sind!

Das wird, wenn ausreichend verfügbar, dieses Jahr noch durch die Decke gehen und jeder Händler wäre froh es noch schnell präsentieren zu können!

Denn es wird in dem Bereich und Preisklasse bis 8" alles wegdrücken, wenn es die Objekte annähernd so zeigt wie diese Geräte, aber eben noch im Farbe!

Wer als Hersteller nicht bis zum nächsten Weihnachten auch so was präsentieren kann, wird Einbußen hinnehmen müssen!

Da mag uns eingefleischten Visuellen nicht passen, aber alle Die ansprechen, die es genau so sehen wollen und nicht nur erahnen!

Es wird auch völlig neue Beobachterkreise erschließen, es wird nicht nur das Gerät für einen Astroinfizierten sein, es wird für die ganze Familie gekauft werden.
Da durch sein Bedienungskonzept es Jedem das, auch ohne Vorkenntnisse zeigen kann, was sonst nur den "Spezialisten und Fotografen" zugänglich war!

Es passt in die Zeit und stellt genau das bereit was die Junge Handy Generation sich wünscht, etwas in bestmöglich Erscheinungsbild im vorbeigehen anzuschauen!

Das mögen mansche bedauern, ( ich manchmal auch ) aber es wird nix nützen, das wird ein Trend, der verdrängt oder wird parallel alleine weiter entwickelt, da Er auch den Einstig zu farbigen Astrofotos für die erleichtert, denen solche Bilder schon genügen!

Denn eines wird wohl so kommen, kommt ein X - beliebiger Besucher zu 2 aufgestellten Teleskopen, ein normales 8" und ein eVscope um dem M42 anzuschauen.

Schaut beim 8" durch, bekommt erklärt was er da sieht und den Hinweis gleich mach ich noch 1,5 Stunden ein Foto das schick ich Dir morgen aufs Handy!

Kommt dann zum eVscope schaut den M42 direkt mit eigenem Auge in Farbe, weiß nun direkt was dort wirklich ist, unser Auge aber wegen Lichtmangel nicht so zeigen kann und bekommt auch noch das Foto direkt aufs Handy geladen!

Was wird Er zu Hause seinem Lieben berichten, was Er womit am besten, live erstmalig am Himmel genau so wie hier im Handy gezeigt, gesehen hat!

Ich glaube nicht das wir Ihm vorschreiben dürften was nun wirklich live war!

hier auch ein hinkender Vergleich: Fragt mal einen E - Sportler der mit der Videobrille seinen Race Copter mit 80kmh gegen 3 Gegner durch die Tore steuert, ob das für ihn live ist! Die Sind nach 4 Durchläufen auch körperlich total fertig!

Diese Technik ist nun da und wird sich auch als Okulareinsatz von wem auch immer verbreiten, genau so wie andere Hilfsmittel in der Astronomie, und mit Goto SC´s MAk´s und Dobson angeboten und weiterverbreitet genutzt werden! Auch wenn heut noch keiner expliziert auf der Latte hat!


Gruß Günter
 
hallo Günter,

ganz schön euphorisch, so sehe ich es nun auch wieder nicht. Wir haben noch kein zuverlässiges System wo man auf 1 Knopf drückt und es rappelt drin und es richtet sich aus und sagt bitteschön, es ist angerichtet. Da geht oft viel schief und dagegen treten hilft wenig. Besonders im leistbaren Bereich. Der Familienrat müsste derzeit schon noch etwas astronomisch-technisches Wissen einbringen.

Wir haben 1 Vergrösserung und vielleicht Digitalzoom, ui da werden der Mond und der Mars aber wenig Eindruck machen gegen den 8". Einsteiger wollen zuerst immer Planeten, M42 in seiner Grandezza ist doch schon etwas esoterisch, nicht wahr?

Den ultimativen Kick wie der Race Copter wird es wohl nicht ganz bieten, es sieht zwar beim ersten Mal toll aus aber hey, ist das nicht etwas langweilig ohne Action? Immer dieselben Objekte, dieselben Bilder? Come on!

Wir haben die Kombi Optik+Kamera+Bildschirm schon seit längerem in der Mikroskopie, es sind durchweg Geräte die im Netz tolle saftige Beschreibungen haben, aber in Natura doch etwas von Spielzeugcharakter. Möglichst billig halt. Die Möglichkeiten sind toll in der Theorie, in der Praxis zählt für den Hersteller der point of sale. Der Hype ist da völlig ausgeblieben, wir verkaufen dieses Jahr weniger davon als letztes.

Ich bleib mal lieber am Teppich. :pfeif:

lg Tommy

 
Hallo Günter,

Genau, denn Fakt ist, hier gibt es nun erstmals ein Teleskopsystem, das die Objekte so zeigt wie so oft auf den Verpackungen gedruckt sind!

jain. Manche Objekte werden vermutlich so zu sehen sein wie auf den Verpackungen. Bei der gegebenen Brennweite und der Chipabmessung sind das Objekte zwischen 5 und 30 Bogenminuten.

Detailierte Ansichen von Planeten werden die Käufer also nie zu sehen bekommen. Genausowenig wie großflächige Nebel. Was deutlich kleiner oder größer als Vollmondgröße ist, wird definitiv nicht den Werbedrucken auf der Verpackung entsprechen. Aber eventuell sind die Macher ja so intelligent, die Aufdrucke an die Leistungsfähigkeit des Kamerachips bei gegebener Brennweite anzupassen? ;)

Das wird, wenn ausreichend verfügbar, dieses Jahr noch durch die Decke gehen und jeder Händler wäre froh es noch schnell präsentieren zu können!

Neee. Dieses Jahr wird da noch garnix ausgeliefert. Die ersten Teleskope sollen irgendwann nächstes Jahr ausgeliefert werden können. :D

Denn es wird in dem Bereich und Preisklasse bis 8" alles wegdrücken, wenn es die Objekte annähernd so zeigt wie diese Geräte, aber eben noch im Farbe!

das denke ich nicht. Bei etlichen Käufern entscheidet ja der Geldbeutel. Und da bekommt man einen 4, 6 oder 8" Dobson eben deutlich günstiger als das angepriesene Teleskop. Auch den günstigen Weitfeld-Refraktoren wird das nicht den Garaus machen...

Es werden sich Marktsegmente verschieben. Das war schon immer so und wird auch zukünftig so sein. Angebot, Nachfrage, Finanzierbarkeit...

Wer als Hersteller nicht bis zum nächsten Weihnachten auch so was präsentieren kann, wird Einbußen hinnehmen müssen!

möglich. Das ist freie Marktwirtschaft. Das ist nun wirklich nicht meine erste Sorge.

Es wird auch völlig neue Beobachterkreise erschließen, es wird nicht nur das Gerät für einen Astroinfizierten sein, es wird für die ganze Familie gekauft werden.
Da durch sein Bedienungskonzept es Jedem das, auch ohne Vorkenntnisse zeigen kann, was sonst nur den "Spezialisten und Fotografen" zugänglich war!

Wenn dadurch breitere Bevölkerungsschichten einen Zugang zur Astronomie bekommen, ist das positiv. :)

Wenn es aber zum Livestyle wird, sich "etwas helles, buntes" anzuschauen, ohne daß man auch nur eine Ahnung hat, was man da eigentlich sieht (was ist das, warum hat es diese Form, was bedeuten die Farben, ...), dann ist es eben ein weiteres Konsumprodukt, an dem Hersteller und Handel verdienen und der Käufer verblödet. :(

Es passt in die Zeit und stellt genau das bereit was die Junge Handy Generation sich wünscht, etwas in bestmöglich Erscheinungsbild im vorbeigehen anzuschauen!

ja. Und es verstärkt die Einstellung, daß man keinerlei Grundlagenwissen benötigt. Daß es für jede Lebenslage eine "App" gibt und in der Schule lernen überflüssig ist. Wer mit dieser Einstellung aufwächst, ist irgendwann völlig ungeeignet für jeden Beruf, bei dem das eigene Denken & Grundlagenwissen notwendig ist.

Diese Technik ist nun da und wird sich auch als Okulareinsatz von wem auch immer verbreiten, genau so wie andere Hilfsmittel in der Astronomie, und mit Goto SC´s MAk´s und Dobson angeboten und weiterverbreitet genutzt werden! Auch wenn heut noch keiner expliziert auf der Latte hat!

Wenn ein cleverer Entwickler die Energieversorgung, die Elektronik für den Aufnahmechip und eine funktionierende Software fürs Livestacking tatsächlich in ein Ding einbauen kann, das so groß ist wie ein Okular und dann in jeden 2" Okularauszug eines beliebigen optischen Teleskopes reingesteckt werden kann, dann ziehe ich den Hut vor diesem Tüftler. Dann hat der ne tolle Leistung vollbracht. :)

Für mich persönlich ist es das beworbene Teleskop keine Alternative, weil es meine Kreativität zu sehr einschränken würde. Ich nutze weiterhin meine Okulare und Kameras an meinen diversen Teleskopen/Fotooptiken. Für Planetenbeobachtung mit Videografie, für Deepskyaufnahmen, fürs visuelle Spechteln.
 
Hallo Günter,

jawohl

Zitat von G2_Astro:
.....
Denn es wird in dem Bereich und Preisklasse bis 8" alles wegdrücken, wenn es die Objekte annähernd so zeigt wie diese Geräte, aber eben noch im Farbe!.....

Es wird auch völlig neue Beobachterkreise erschließen, es wird nicht nur das Gerät für einen Astroinfizierten sein, es wird für die ganze Familie gekauft werden.
Da durch sein Bedienungskonzept es Jedem das, auch ohne Vorkenntnisse zeigen kann, was sonst nur den "Spezialisten und Fotografen" zugänglich war!

Es passt in die Zeit und stellt genau das bereit was die Junge Handy Generation sich wünscht, etwas in bestmöglich Erscheinungsbild im vorbeigehen anzuschauen!......

......Denn eines wird wohl so kommen, kommt ein X - beliebiger Besucher zu 2 aufgestellten Teleskopen, ein normales 8" und ein eVscope um dem M42 anzuschauen......

.....Was wird Er zu Hause seinem Lieben berichten, was Er womit am besten, live erstmalig am Himmel genau so wie hier im Handy gezeigt, gesehen hat!

Ich glaube nicht das wir Ihm vorschreiben dürften was nun wirklich live war!


Diese Technik ist nun da und wird sich auch als Okulareinsatz von wem auch immer verbreiten, genau so wie andere Hilfsmittel in der Astronomie, und mit Goto SC´s MAk´s und Dobson angeboten und weiterverbreitet genutzt werden! Auch wenn heut noch keiner expliziert auf der Latte hat!......

has hat was. ;)

Ich glaube allerdings nicht , dass der Volldummi den Du da so ein klein weing nach vorne bringst tatsächlich der Kunde ist, er ist m.E. auch nicht Zielgruppe des Marketings.
Der steht doch am eVsope neben Dir und fragt, warum Du den Kram den Du erzählst auswendig gelernt hast (weil wissen kan das eh kein Mensch) anstatt den Komputer schwatzen zu lassen und außerdem vermisst er im Standbild die Bewegung, denn er hat mal gehört, mit welchen affenartigen Geschwindigkeiten das Zeug da umeinander fliegt. Er würde gerne mal nen Crash sehen und nicht so was müdes.
Den bedienst Du mit diesem Ding nicht. Ich kann das dann schon eher am großen Newton, denn Farbe gibts an Sternfladen und mit Rotfilter gibts auch am M42 gut Farbe. Wer mir wirklich ganz doof kommt kriegt am defokussierten Stern gerne auch ein Schwarzes Loch gezeigt. :/

Also sind es doch immerhin die mehr- oder weniger Interessierten, die wirklich Wissbegierigen, zumidest diejenigen, die wenigsten ein kleines bisschen Wissen haben und es mehren wollen.

Das läuft dann so darauf hinaus, dass jeder der nicht dieses 4" Wunderding sondern am Ende gar einen 8" Dobson unter den Himmel schlörrt, eigentlich nur noch zu bedauern ist.
Reden wir mal gar nicht von parallaktisch montierten Newtons oder am Ende noch 6-zölligen Achromaten und die noch kleineren Teile, ach herrje, alles völlig hoffnungslos unterlegen.
Nur dass wir uns richtig verstehen, das trifft auch für einen 4" ED gleicher Preisklasse oder einen 4-7" Vollapo im vier- bis fünfstelligen Preisbereich zu. Das Mißverhältnis zwischen Preis und Leistung könnte ja Apo-Käufer in den Selbstmord treiben.

Denen werde ich, nicht wie gelb markiert, wenn sie überhaupt fragen vorzuschreiben versuchen, was live und visuell ist, aber ich werde ihnen das vermitteln, was ich hier die ganze Zeit schon sage.
Die Bilder des eVscope sind für mich nicht live und nicht visuell, denn solche Bilder können meine Augen weder mit noch ohne optische Hilfsmittel sehen, sondern nur mit zusätzlicher Bilgebungstechnik. Sie haben bei mir die Wahl.


Sähe ich das anders, würde ich sofort, ohne Zeitverzug, meinen 4" f/6 zu-kurz-FH, und meine meine 4,5-12zölligen Newtons/Dobsons verkaufen, auch den größten Teil an Zubehör und eventuell nur noch den 16-Zöller halten.
Das Zeug erzielt ja gebraucht eh keine guten Preise, wie kürzlich der vergebliche Versuch, einen 6" f/8 Refraktor auf EQ-6 für 500 Euro loszueisen lehrt. Wenn aber erst mal diese eVscopes rauskommen kann man das andere nutzlose Zeug nicht mal mehr verschenken.
Einsteigerberatung kann man erst mal auf Eis legen, denn wer will denn angesichts dieser Überlegenheit noch zu etwas anderem raten, wenn er für sich dieses haushoch überlegene visuelle Liveerlebnis des eVscopes über alles stellt und mit harten Bandagen propagiert?
So was wie Teleskopberatung brauchts erst wieder, wen es verschiedene Ausbaustufen in Technik und Öffnung gibt.
Eventuell könnte man für das andere Gerödel noch eine Spielzeug-/Billigramsch-/0-Technikecke irgendwo installieren.


Da ich das alles aber eben ganz anders sehe, werde ich eventuell als altbackener Hardcore-Visueller einen sehr großen Nutzen davon haben, dass so mancher der das anders sieht umsteigt. Auch der Schaden von beratenen Einsteigern, die es ähnlich sehen wie ich sollte diese Entwicklung nicht sein.

Warten wir es ab.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Abend,

ich sag jetzt mal was aus einer anderen Richtung.
Ich habe mir dieses Jahr zum Geburtstag eine Kamera gekauft.
Eine Canon EF Spiegelreflex Bj.1975. 35mm Kleinbild.
Voll mechanisch,voll Metall.Ein von oben nach unten ablaufender
Metallamellenverschluss.Das Gerät löst aus wie Sahne.
Butterweiche Mechanik.Nicht ganz Leica,klar,aber dicht dran!
Warum erzähl ich das?
Der Fotoaparat macht Spaß!Die Bilder sind scharf,wenn ich
den Fokus exakt einstelle.Die Bilder sind super belichtet,wenn ich die Blende,Verschlusszeit usw.
korrekt eingestellt habe.
Es kommt das Bild raus,das ICH kreirt habe.
ICH bin derjenige,der das gemacht hat.
ICH habe die Kontrolle.ICH habe die Verantwortung über mein
Erleben.
Das setzt voraus,daß ich etwas gelernt habe.
Es setzt voraus,daß ich etwas verstanden habe.
Sitze ich nachts an meinem voll analogen 8"f6 Dobson ist es genau das gleiche.
Ich werde nicht zu den Sternen gefahren.
ICH kann selbst dorthin laufen.
Die ganze Nacht,ohne Strom.Unabhängig.SELBST!
Und wenn ich in der Morgendämmerung am Waldrand einen Vogel zwitschern hör...dann seh ich ihn eben aufm Kopf stehend :-)
Klar,meine EOS ist ein super Fotoaparat!Traumhaftes Gerät!
Die Bildqualität schafft man auf Chemie nicht so einfach.
Und all die Helferlein,incl.Bildstabi.
Aber ein Bild das ich mit der alten EF mache...andere Befridigungsliga!
Versteht mich nicht falsch,ich finde so ein eVscope eine coole Sache.
Und ich hoffe,die Entwicklung geht weiter und wird besser.
Aber hey...mein Dobby mal kurz ausm Kofferraum und ne Nacht durchmachen,das wird keine Elektronik für mich machen können :-)

In diesem Sinne,analoge Grüße und CS!

Marc
 
Da hat er Recht der Marc. Man muss ja auch sehen dass man immer noch eines braucht für so ein neuartiges Scope: Strom. Ob Verhedderte Kabel oder unerwartet leere Akkus und Batterien: unter einem schönen Sternenhimmel habe ich auf jegliche Form von Elektro-Ballast einfach keine Lust. Die ganzen Gadgets stehen bei mir für Alltag, Arbeit und Hektik. Damit will ich nix zu tun haben wenn ich im Orionnebel versinke und von fern der Hirsch röhrt. Dieses Empfinden ist sicher nicht bei jedem Visuellen so ausgeprägt wie bei mir, aber doch bei manchen. Schon deshalb wird es Dobsons schon noch ein Weilchen geben.

Beim gelegentlichen Schnellspechteln im Garten sieht die Sache schon wieder anders aus. Da ist die Freude am Naturerlebnis eh nicht so da, und die nächste Steckdose nicht weit.

Sehe ich daher wie schon mal geschrieben: Das eVscope oder ähnliche Bauten werden ihre Nische finden. Aber nicht alles andere platt machen.

CU
Klaus
 
Hallo Herr *entfernt*.

Ich denke alle haben es inzwischen begriffen. Für einige ist ein und dasselbe Phänomen nur dann "live" "echt" "visuell" oder wie auch immer authentisch beobachtet, solange keine Elektronik im Spiel ist. Genauer gesagt Glas ist erlaubt, biologische Digitalelektronik in Gestalt von Aktionspotentialen oder angeregten Molekülzuständen auch, Halbleiter-Elektronik aber nicht. Für andere dagegen macht es in Sachen Live- Beobachtung nicht mal einen grundsätzlichen Unterschied, wenn man sich dieselbe Szene über eine Wärmekamera oder in Falschfarbendarstellung anschaut.

Wozu also zum xten Mal mit dem Fuss aufstampfen und erklären welches Lager man für das richtige hält, wenn es gar kein richtig oder falsch gibt? Man kann die Objekte der Welt auf tausenderlei Weise unterschiedlich abbilden, es bleibt dieselbe Welt, nur offenbart sie uns dabei verschiedene Eigenschaften. Von höherer Warte aus betrachtet ist es sogar reichlich borniert eine dieser Abbildungen als "authentisch" oder die einzig echte herauszuheben.
Das ist genauso kindisch wie immer das letzte Wort behalten zu müssen, bloss weil man glaubt wer seine Position dauernd wiederholt und es schafft sie noch mal zuletzt zu sagen, bis alle anderen gelangweilt schweigen, der hätte am Ende irgendwie "mehr" Recht. Nö, Irrtum. Penetrantes Wiederholen langweilt bloss und ändert in der Sache gar nichts.

CS Nevi
 
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Auch nach der Erfindung des E-bikes, werden noch immer mit Freude und Entusiasmus hochwertige Rennräder, billige Kaufhausräder und Motoräder bewegt. Und ich denke rein prozentual verbringen direkt hinter den Billigrädern die E-Bikes die größte Zeit ungenutzt in der Garage.....

Und nicht zuvergessen das "Drumherum".
Frag mal den Rennradfahrer, den Motoradfahrer, den Kaufhausradfahrer und den Ebiker welche Schaltung er benutzt oder welche Bereifung er bevorzugt....

Und dann erzähl dem Rennradfahrer noch, es wäre genauso befriedigend mit dem Ebike einen Alpenpass hochgefahren zu sein...

Natürlich haben Ebikes eine Berechtigung und auch eine Käuferschicht. Aber muß ein Rennradfahrer davon begeistert sein? Nein, der darf es für sich sogar als [zensiert]e definieren und guten Gewissens sogar ganz aufs Zweirad erzichten, weil vielleicht körperlich nicht mehr an seine Grenzen kann und ein Ebike für ihn nichts halbes und nichts Ganzes ist.

Gruß Becky
 
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Hallo Becky,

das sind eigentlich schlechte Beispiele, denn dem E-Biker geht es mehr darum mit etwas körperlicher Bewegung von A nach B zu kommen und nebenbei eventuell ein wenig frische Luft und Natur zu genießen, während die Mountainbiker oder Straßenfahrer den sportlichen Aspekt absolut vorne haben.
Beide könnten, wenn es dann doch mal schneller und bequemer gehen soll/muss auch noch Motorrad oder Auto fahren und lassen eben einen größeren Teil iher Ambitionen dafür mal sausen.

Die grundsätzlichen Zielsetzungen aller Hobbyastronomen sind für mich viel dichter zusammen, egal ob fotografische/videotechnische oder visuelle Sparte. Diese Sparten waren bislang unstrittig und ich wette, wenn der Klamauk um dieses Ding vorbei ist bleiben sie es auch.

Du bemerkst ja, dass diese eVskope Debatte von Anfang an auf die überlegene Leistung der Videoastronomie gezogen und versucht wurde, verbal und mit Massen an (banalen) Bildern eine geradezu erdrückende Beweisführung aufzubauen.

Die Befürworter entlassen auch niemanden der das nicht einsieht, auch nur Teilen der Argumentation nicht folgt ungeschoren aus der Debatte, noch nicht mal wenn er betont, das nur für sich selbst so sehen zu wollen und auch sagen will, ihnen andererseits den Spass mit dem Ding von Herzen gönnt.
Da wird auch vor mehrfachen falschen Tatsachenbehauptungen über Personen nicht Halt gemacht und schlussendlich hat dann auch noch jemand "die höhere Warte".

Das sind ........ im Frack (such Dir für die Punktreihe selbst was aus).

Eigentlich sollte das was Günter (G2_Astro) da losgetreten hat ein paar Leute zum Nachdenken anregen. Ich habe mir erlaubt, es noch etwas fiktionstechnisch auszuschmücken.

Keine Chance, Schluss mit lustig.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Leute,


streitet Euch doch sinnlos darum ob jeder das als live empfinden muss oder es auch als nicht live empfinden darf, das ist doch letztlich nur für den relevant der es sich kauft oder auch nicht.

Ausschlaggebend ist doch letztlich: was kann das Ding am Himmel wirklich? Daß die Bildbearbeitung es ermöglicht mehr zu sehen als mit dieser Öffnung eigentlich machbar ist klar weswegen auch der Link von Gerd zu Videos wenig dabei hilft einzuschätzen wie sich das gesehene im Okular präsentiert.

Aber dazu gehört immer noch die Hardware die die Daten liefert und da habe ich mal genauer geschaut: als Optik ist ein Spiegel verbaut, 4,5" Durchmesser bei 450mm Brennweite, von parabolisiert steht da nichts und aus der schematischen Abbildung geht nicht hervor ob ein Korrektor vorhanden ist. Sitzt da nur der Chip im Primärfokus? Wie sieht es da mit nicht korrigierten Abbildungsfehlern aus, lässt sich das durch angepasste Pixel ausbügeln? Und wie schaut es mit der Justage des Spiegels aus, wie viel Toleranz ist da gegeben bevor es flau aussieht? Auch die recht dicke dreiarmige Spinne macht Angst ist aber wohl alternativlos da der Chip ja irgendwo angeschlossen werden muss. Gegenüber Teleskopen mit mehr Öffnung wird das eVscope also in erster Linie an (Deepsky-)Objekten punkten können wo es mehr auf Integrationszeit als auf Auflösung ankommt. Gegen etwas mit 6" oder mehr wird es sich an Mond, Planeten, Kugelsternhaufen usw. schwer tun, wie schön Sterne nach drei Minuten noch aussehen bleibt schlicht abzuwarten solange keiner durchgucken konnte.

Ich hatte bisher immer den Eindruck daß es bei diesen angespannten Öffnungsverhältnissen nicht unbedingt mit ein paar Kunststoffteilen getan ist, muss/kann man da jetzt die mechanische Qualität des legendären Questar erwarten? :pfeif:

Bis ernst zu nehmende Erfahrungsberichte kommen erlaube ich mir nach bisherigen Erfahrungen mit ähnlichen Produkten ein wenig skeptisch zu bleiben.


Viele Grüße Felix
 
hallo Felix,

das ist bestimmt der 114/500 Skywatcher, der wahrscheinlich fest verbaut wird. Justagethema abgehakt. Der mini Kamerachip sitzt im Primärfokus und ist so klein dass man von der Koma noch nichts sieht. Der Bildmaßstab ist ja klein, es wird auch nicht vergrössert. Der Adlernebel passt gut ins GF, alles was deutlich kleiner ist ist halt deutlich kleiner. Sternbilder wird man da auch nicht reinbekommen (das fragen manche Einsteiger, ob sie da den großen Wagen sehen können). Planeten, Monddetails - nicht möglich. Das Ding ist also - vermutlich - recht beschränkt in dem was es gut darstellen kann. Hoffentlich macht es das dann wenigstens gut.

lg Tommy
 
Hallo.

Ja, das vermute ich auch, so wie die Montierung an die neue AZ-GTi erinnert. Vielleicht ist noch ein Reducer zur Erhöhung der Lichtstärke im Spiel. Aber irgendetwas austauschen oder optisch anpassen bzw. erweitern zu können scheint da nicht vorgesehen. Die drei festen Vergrösserungsstufen von 50 bis 150 fach dürften wie bei einer elektronischen Sucherlupe erzeugt werden, andernfalls wäre vermutlich ein kontinuierlicher Zoombereich angegeben. Anwendungsbereich und Darstellungsqualität scheinen mir somit doch recht eingeschränkt und leider fest vorgegeben, insofern sind meine Erwartungen nicht allzu hoch.

Ein elektronisches Okular, das man mit verschiedenen Vorsätzen - Filter, Shapley, Barlow etc.- variabel an unterschiedliche Aufgaben anpassen und die verschiedensten Teleskope ansetzen könnte, würde mich eher beeindrucken. Dass sowas in der Pipeline wäre, davon ist nicht die Rede. Vielleicht haben die kritischen Stimmen recht, dass es vor allem darum geht, wer als erster Geld mit einem möglichst simpel zu benutzenden integrierten Komplettpaket macht?

CS Nevi
 
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Hallo Tommy,


an den kleinen Skywatcher Spiegel hatte ich auch gedacht, würde es da bei dieser Anordnung einen großen Unterschied machen ob ein Kugelspiegel oder ein Parabolspiegel verbaut ist?

Im Grunde genommen ist die Idee ja gar nicht schlecht. Ich will auch gar nicht lamentieren daß man etwas besser oder anders hätte machen können, letztlich wird der Markterfolg entscheiden ob diese Idee ausgebaut wird oder nicht.

Die vorgestellte Form des Konzeptes hat vermutlich mehrere Gründe: der kleine HS wiegt wenig und sitzt Schwerpunkt freundlich hinten im Tubus, das ermöglicht vermutlich einen leichteren Gesamtaufbau als bei einem vorne sitzenden Objektiv - wobei sich dann die Frage stellen würde was verbauen, ein ähnlich großes und dann sehr teures ED Objektiv oder ein recht kleines z.B. 70/35o ED oder auch FH oder was noch bunteres...?

Ich sehe das als ersten Schritt ein kompaktes simpel zu bedienendes Gerät dieser Art zu schaffen. Ob später mal dran gedacht wird einen weiteren Vergrößerungsbereich abzudecken oder Kompatibilität mit gängigen Filtern oder Okularen zu schaffen bleibt abzuwarten. Die jetzige Ausführung scheint an einigen Stellen noch Potential zu verschenken, am meisten wundert mich die relativ eingeschränkte und nur schrittweise einstellbare Vergrößerung - wäre da nicht auch digital ein stufenloser Zoom machbar wie bei einfachen Digitalkameras? Auch eine etwas geringere Anfangsvergrößerung wäre nicht schlecht, da müsste doch gerade digital ein viel größerer Bereich abdeckbar sein? Wo würden da die Kosten am ehesten aus den Fugen geraten?


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

das Display dürfte schon recht kleine Pixel haben, damit das gut wirkt - quasi wie Apples Retina unter die Lupe genommen. Problem dabei ist, dass Zoomstufen, die sich nicht in glatte Pixel teilen lassen (1:1, 1:2, 1:3...) nicht nur Rechenzeit kosten, sondern immer Schmieren, weil halt zeilen- wie spaltenweise Pixel miteinander verschmiert werden. Das sieht dann doof aus, zumal die Schärfe auf den jeweils "ungerade geteilten" Zeilen und Spalten mieser ist, als in dort, wo es gerade wieder genau auf den Pixel passt. Es gibt dafür keine "Glattrechnung", wenn das Auge die einzelnen Pixel auflöst. Wenn sowas mal eine Weile angelaufen ist, können größere Displays mit mehr Pixeln durch ein Okular mit mehr Feld betrachtet werden - was halt teuer ist. Ein Mini-Display hinter einem Oku mit 5mm Feldblende ist einfach etwas anderes. als mit einem 20mm 100° Oku auf ein Display mit APS-C-Größe zu schauen. Das ist technisch dieselbe Herausforderung, die VR-Brillen in guter Auflösung heutzutage teuer macht. Ist dann halt der Punkt, ob man das Okular so auslegt, dass man keine einzelnen Pixel mehr erkennen kann, damit man stufenlos zoomen kann - gegenüber der nativen Display-Auflösung hat man dann 3/4 der Pixel weggeworfen für stufenlosen Zoom. Fragt sich auch, ob das überhaupt so sinnvoll ist, denn vom Chip aufgenommen ist der Kontrast ja nunmal in 1:1 Vergrößerung da und wenn da was verschmiert muss man ohnehin auf 2:1 runter. Da hat man ja nicht mehr das diffizile Abstufen, wie wir das visuell gewohnt sind. Naja, schöne Diaprojektoren, das.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Günther,

Ich glaube allerdings nicht , dass der Volldummi den Du da so ein klein weing nach vorne bringst tatsächlich der Kunde ist, er ist m.E. auch nicht Zielgruppe des Marketings.
Der steht doch am eVsope neben Dir und fragt, warum Du den Kram den Du erzählst auswendig gelernt hast (weil wissen kan das eh kein Mensch) anstatt den Komputer schwatzen zu lassen und außerdem vermisst er im Standbild die Bewegung, denn er hat mal gehört, mit welchen affenartigen Geschwindigkeiten das Zeug da umeinander fliegt. Er würde gerne mal nen Crash sehen und nicht so was müdes.

ja da zeigst du mal wieder dein wahres Gesicht und wie unwahrscheinlich nett und tolerant du doch gegenüber anderen Meinungen sein kannst.
Ich sag nur Zigarette im Mund und eiskalt behaupten Nichtraucher zu sein, dieses Bild trifft es wirklich exakt.
Da zauberst du also einen Zitat „Volldummi“ aus den Worten deines Namensvetters und illustriert uns das dann auch noch schön
Unverschämter geht es ja nun wohl kaum noch.
Also was du hier abziehst ist ja nun wirklich so wie bei des Kaisers neue Kleider.


Das läuft dann so darauf hinaus, dass jeder der nicht dieses 4" Wunderding sondern am Ende gar einen 8" Dobson unter den Himmel schlörrt, eigentlich nur noch zu bedauern ist.

Das ist einzig deine Interpretation und diese Fehleinschätzung ist letztlich der wahre Grund deiner Ablehnung gegenüber Teleskopen wie dem eVscope.
Einige Andere dürfen sich den Schuh ruhig auch anziehen.

Es ist schon lustig wie intensiv hier einige über etwas diskutieren das sie nach eigenem Bekunden gar nicht interessiert.
Warum machen die das wohl?
Allein das Bedürfnis nur ihre Meinung zu dem eVscope zu sagen kann es ja wohl dann doch nicht sein denn das hätte man im Grunde genommen ja mit einem einzigen Beitrag erledigen können.
Einfach schreiben das ist nix für mich und damit wäre im Prinzip doch schon alles gesagt.

Warum der erhebliche Aufwand an Zeit und Energie und das verfassen einer Unmenge von Beiträgen nur um sein Desinteresse an diesem Teleskop zum Ausdruck zu bringen?
Es ist in Wahrheit doch die Befürchtung das ein Teleskop mit Live-Stacking den Markt durcheinanderwirbeln könnte und die schönen Dobson die man ja bei jeder Gelegenheit versucht an den Mann zu bringen in Zukunft vielleicht dann tatsächlich weniger gekauft werden weil einige sich dann eher für andere Teleskope mit Live-Stacking entscheiden.
Um den Vorzubeugen muss sowas schlecht geredet werden.
Dummerweise sind die Bilder die Live-Stacking liefern kann recht überzeugend.
Na ja dann müssen eben andere Gründe her und man landet beim Live Erlebnis das da nicht mehr gegeben sei oder Ähnlichem.

Nur dass wir uns richtig verstehen, das trifft auch für einen 4" ED gleicher Preisklasse oder einen 4-7" Vollapo im vier- bis fünfstelligen Preisbereich zu. Das Mißverhältnis zwischen Preis und Leistung könnte ja Apo-Käufer in den Selbstmord treiben.

Nöö mein lieber Günther den 4“ ED trifft es absolut nicht sondern ganz im Gegenteil, er läuft mit Video Astronomie und Live-Stacking im DS Bereich zu einer Leistung auf die jeden 8“ Dobson in den Schatten stellt.
Der Dobson verliert einen ganz wesentlichen Vorteil den er bisher gegenüber dem 4“ ED hatte
Weisheiten wie DS geht erst bei 8“ los die bisher beharrlich den Leuten eingetrichtert wurden verlieren ihre Gültigkeit wen der kleine 4“ mit Live-Stacking schon Spiralarme zeigt und der 8“ Dobson klassisch lediglich ein unscheinbares Nebelflecken.

Die „digitale“ Astronomie mischt die Karten neu.
Egal ob klassische digitale Fotografie oder Video Astronomie inklusive Live-Stacking.
Bei so einem Optoelektronischem System ist mehr Öffnung eben nicht die einzige Möglichkeit um wirklich mehr Leistungen zu bekommen.
Eine Leistungssteigerung kann hier eben auch über die elektronische Komponente erreicht werden.
Was sich da in den letzten Jahren getan hat ist wirklich beeindruckend.
Man sieht in der "digitalen“ Astronomie jetzt im DS Bereich mit kleinerer Öffnung sogar mehr als mit deutlich größerer Öffnung vor Jahren möglich war
Ein Umstand der unseren rein visuellen Kollegen völlig fremd ist und der ihre Welt total auf den Kopf stellt.
Zumindest unser Günther mag das dann auch absolut nicht verstehen den er predigt ja auch bei der Video Astronomie die alte Leier der großen Öffnung zur Leistungssteigerung und bringt schon mal ein 10“ eVscope ins Spiel.

Das man aber hier auch bei der elektronischen Komponente ansetzen kann versteht er offenbar nicht.
Ich sehe hier als Nachfolger des bisherigen eVscope eher eines gleicher oder ähnlicher Öffnung mit verbesserter elektronischer Komponente als eines mit 10“.

Grüße Gerd
 
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Hallo Felix,

Die jetzige Ausführung scheint an einigen Stellen noch Potential zu verschenken, am meisten wundert mich die relativ eingeschränkte und nur schrittweise einstellbare Vergrößerung - wäre da nicht auch digital ein stufenloser Zoom machbar wie bei einfachen Digitalkameras?

digital Zoom sollte eigentlich kein Problem sein und das sieht man ja auch schon in einigen Videos auf YouTube in denen ein Mitschnitt einer Live-Stacking Beobachtung gezeigt wird.

Zur optischen Seite des eVscope.
Ja es scheint keinen Komakorrektor zu haben und darum beschränkt man sich auf den relativ kleinen Chip.
Das geht durchaus und die Koma ist noch nicht zu groß.
Durch die relativ geringe Brennweite erreicht man aber auch mit dem kleinen Chip Felder wo man auch im DS Bereich schon etwas mit anfangen kann.

streitet Euch doch sinnlos darum ob jeder das als live empfinden muss oder es auch als nicht live empfinden darf,
Ich denke es ist eher genau anders rum.
Hier soll ja wohl eher den Leuten eingeredet werden das es nicht Live sei.
So das diejenigen die es als Live ansehen schon darum kämpfen müssen das auch sagen zu dürfen denn kaum wagt mal Jemand diese Aussage hagelt es doch gleich wieder jede Menge teilweise recht abwegiger Vergleiche die belegen sollen das es nicht Live sei.

Grüße Gerd
 
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Ach Gerd,

Deine Fehlzündungen sind einfach beispiellos.

Du kapierst einfach nicht, dass meine Antwort auf Günter natürlich auch auf seine Szenarien eingeht.
Das du selbst dir nachweislich heraus nimmst Lügen über real existierende Menschen, zum Beispiel mich zu verbreiten und dich andererseits schützend vor fiktiv entworfene Charaktere wirfst ist bezeichnend.

So ist auch die Irrationalität im deiner Argumentation bezüglich dieses Videoteleskops erklärbar.
Es ist die unabdingbare Innovation für dich und jeder hat gefälligst deiner Argumentation zu folgen , aber natürlich kann man jedes existierende Teleskop mit Leichtigkeit und noch besser zu so einem Teil machen.
Jou, man kann natürlich mit jedem Teleskop Videoastronomie machen.
Warum dann also dieser ganze Schmutz und der hype.

*entfernt*
 
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Hallo Gerd,


noch kann ich kaum glauben daß das eVscope den Teleskopmarkt durcheinanderwirbeln wird:

- die meisten Anfragen im Einsteigerbereich beinhalten ein deutlich geringeres Budget, da fliegt das eVscope gleich aus der Auswahl.

- wer mehr als das mit dem eVscope erreichbare Feld oder mehr Vegrößerung will muss ebenfalls auf was anderes zurückgreifen.

- das eVscope ist mit nichts kompatibel was man schon hat außer evtl. dem Stativ. Zum Equipment ergänzen eignet es sich also auch eher weniger außer man ist bereit das nötige Geld in die Hand zu nehmen um ein von jedem sonstigen Equipment unabhängig einsetzbares Gerät zu haben.


Und dann sollte man auch mal sagen wo das eVscope überlegen ist und wo vermutlich nicht: was ist mit der Sternabildung bei Kugelsternhaufen, sieht man im eVscope M13 oder M92 so schön glitzern wie im 8" Newton oder SC? Oder H&CHI?

Und wie ist es mit Details an Mond oder Planeten, nützt einem da die Videotechnik auch so viel daß eine größere Öffnung nur noch unnütz daneben steht? Da könnte das eVscope auch mal an seine Grenzen stoßen.


Vermutlich sollte man einfach akzeptieren daß das eVscope nicht für die bisherigen Zielgruppen maßgeschneidert wurde sondern mal einen anderen Weg beschreitet. Fee schrieb weiter vorne glaube ich Livestyle-Objekt - vielleicht sind solche modernen Elektronik- bzw. Techniklastigen Spielzeuge auch das und das ist jetzt nicht abwertend gemeint. Das eVscope in seiner jetzigen Form ist ja der erste Versuch eines solchen Komplettgerätes und noch gibt es einfach vieles was es nicht kann - dafür bietet es an anderer Stelle mehr.

Tja, live oder nicht live, das ist hier die Frage... ?)

Ich halte es da lieber pragmatisch wie Tommy und warte einfach ab ob es das wofür es gebaut wird gut kann und da einfach überzeugt.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

Den einen geht es um die Sache und den anderen um Günther.

das eine schließt das Andere nicht aus.
Wenn man jemanden der es allzu bunt treibt und ohne Rücksicht auf Verluste gegen etwas wettert das ihm einfach nicht passt und der damit letztlich den Blick auf die Sache verstellt kann es durchaus der Sache dienen wenn man dieser Person etwas den Wind aus den Segeln nimmt und versucht den Blick auf die Sache wieder herzustellen.

noch kann ich kaum glauben daß das eVscope den Teleskopmarkt durcheinanderwirbeln wird:

- die meisten Anfragen im Einsteigerbereich beinhalten ein deutlich geringeres Budget, da fliegt das eVscope gleich aus der Auswahl.

- wer mehr als das mit dem eVscope erreichbare Feld oder mehr Vegrößerung will muss ebenfalls auf was anderes zurückgreifen.

- das eVscope ist mit nichts kompatibel was man schon hat außer evtl. dem Stativ. Zum Equipment ergänzen eignet es sich also auch eher weniger außer man ist bereit das nötige Geld in die Hand zu nehmen um ein von jedem sonstigen Equipment unabhängig einsetzbares Gerät zu haben.

Schade dass du nicht bemerkt hast das ich mich da ganz allgemein auf

Zitat von Gerd_Duering:
Es ist in Wahrheit doch die Befürchtung das ein Teleskop mit Live-Stacking den Markt durcheinanderwirbeln könnte und die schönen Dobson die man ja bei jeder Gelegenheit versucht an den Mann zu bringen in Zukunft vielleicht dann tatsächlich weniger gekauft werden weil einige sich dann eher für andere Teleskope mit Live-Stacking entscheiden.

ein Teleskop mit Live-Stacking bezog und nicht speziell auf das eVscope.

Das es noch zu teuer ist weiß ich auch und das es seine Einschränkungen hat ebenfalls und stell dir mal vor zumindest letzteres weiß man sogar bei Unistellar.

Das war ganz ähnlich als zb. die ersten digitalen Fotoapparate auf den Markt kamen.
Die hatten auch erst mal nur um die 1,3 MP und waren sehr teuer. Und damals sicherlich noch nichts für die breite Masse
Und jetzt bekommt man schon für sehr kleines Geld einen der deutlich besser ist.
Solche Innovationen als Livestyle-Objekt abzutun ist daher erheblich zu kurz gedacht.

Auch Teleskope wie das eVscope wird es in Zukunft deutlich günstiger geben und sie werden mehr können als ihre Vorgängermodelle und dann werden sie auch einen breiteren Markt erschließen und weit mehr sein als irgendeine Technische Spielerei zum angeben.

Und dann sollte man auch mal sagen wo das eVscope überlegen ist und wo vermutlich nicht: was ist mit der Sternabildung bei Kugelsternhaufen, sieht man im eVscope M13 oder M92 so schön glitzern wie im 8" Newton oder SC? Oder H&CHI?

Na ja ich hab noch nicht durchgeschaut und kann es daher nicht sagen ob M13 im eVscope genauso glitzert aber prinzipiell spricht nichts dagegen denn das elektronische Okular mit dem brillanten und kontraststarken OLED könnte M13 zumindest so zeigen.
Ich bin mir daher sicher das auch wenn es beim jetzigen eVscope nicht so sein sollte das dann aber auf jedem Fall bei einem seiner Nachfolgemodelle M13 im elektronischen Okular genauso glitzern wird.

Und wie ist es mit Details an Mond oder Planeten, nützt einem da die Videotechnik auch so viel daß eine größere Öffnung nur noch unnütz daneben steht? Da könnte das eVscope auch mal an seine Grenzen stoßen.

Das eVscope ist so wie es ist ein Spezialist für DS und keine Eierlegende Wollmilchsau!
Bei einem Fernglas erwartest du doch auch nicht überragende Details an Mond und Planeten.
Dennoch hat jeder eines weil es das für das es gedacht ist eben sehr gut kann.

Grüße Gerd
 
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