Hallo Marcel,
ich verstehe nicht ganz, warum du nicht "Nägel mit Köpfen" machen möchtest...
Falls erhebliche SA vorhanden sein sollte, dann siehst du das doch eindeutig beim Sterntest im Vergleich extra- intrafokales Bild und am Anblick des sogenannten "Fangspiegelschattens" bei gleichem Fokusweg +- des Fokus. Es ist sehr hilfreich, sich einmal damit vertraut zu machen.
Literatur dazu hatte ich genannt. Du kannst das auch im "Aberrator" selbst am PC simulieren.
Aufgrund des Erkennens der Beugungsringe im Fokus allein auf Defekte zu schließen, ist beinahe unmöglich, zumal auch ein theoretisch perfektes Strehl 1,0 Gerät mit entsprechender Obstruktion (und auch ohne) diese Beugungsringe unter Laborbedingungen zeigt. Fehler siehst nur, falls die Ringe stark deformiert sind und evtl. atypische Helligkeitsverteilungen aufweisen.
Allein die Differenz der Helligkeit der Beugungsringe im Verhältnis zum zentralen Beugungsscheibchen sagt etwas aus, wieviel Licht nicht zentral gebündelt werden kann und in die Beugungsringe aufgrund optischer Fehler "verschmiert" wird. Die Größe des Fehlers könntest du nur qualitativ indirekt ermitteln, wenn du ein perfektes Vergleichsgerät hättest.
Deswegen extra- intrafokal testen am Kunststern oder echten Stern bei guten Seeingbedingungen. Sonst bist nur am "rumeiern".
P.S.: Das Ganze wird auch nicht einfacher, sollte das Gerät zudem dejustiert sein...
Viele Grüße
Werner