Würde es Dir helfen, die RAWS und/oder FITS direkt auf einen PC zu transferien, ohne den SD Chip in den PC zu stecken?
Das holen der Daten ist kein Thema: Der
Astroberry liegt in der Ablage der Montierung und ist dort mit 2 USB-Kabeln
* zur
HBX der Montierung
* und zum
USB Port der DSLR
verbunden. Der
Astroberry (eig. "Raspberry") hat eine
microSDXC Karte mit 128 GB, auf der sich das gebootete
Astroberry befindet. Da die DSLR per USB von
Ekos/INDI gesteuert wird, kann deren Speicherkarte nicht gleichzeitig per USB in
Astroberry als "Laufwerk" gemountet werden – ich komme also "von innen" nicht an die SD-Karte der Kamera.
Die FITS landen, wie in
Ekos konfiguriert, in den Light / Dark Ordnern unter
/home/astroberry ... alles gut.
Auf dem
Astroberry läuft auch ein
SSH Server. Über den hole ich problemlos Dateien oder ganze Ordner via
rsync ... ich mach das alles auf der Shell, mit Linux-Bordmitteln. Durch mein winziges
rsync Skript wird immer nur das geholt, was
hier noch nicht vorhanden, oder
dort neuer als
hier ist und unterbrochene Transfers werden fortgesetzt (und nicht von Neuem gestartet).
Mein Arbeitsplatz[*] – auch beruflich – dient in dieser Testphase einfach nur als
Client. Das gilt, solange ich hier auf dem winzigen Balkon mit sehr begrenztem Himmel bin. Ziel ist, dass ich bei passendem Wetter wieder raus und rauf in die Berge gehe – da wird sich am Aufbau wohl nichts ändern:
*
Astroberry als
Hotspot in der Wildnis
* Tablet oder Handy (naja) als
VNC Client am
Astroberry
Es ändert sich also nur der
VNC Client bzw. das Gerät, auf dem dieser läuft. Der
Astroberry läuft problemlos mit einer kleinen Powerbank durch die Nacht. Da muss nichts bewegt werden und der hat auch kein Display.
Nur für die Montierung brauche ich noch "richtigen" Strom, also irgendwas mit 12V – wsl. läuft's auf so einen kleinen (1-2kg)
LiFePO4 Akku raus.
Insbesondere im Hinblick auf den echten / netzfreien Outdoor-Einsatz komme ich also erst an die Daten auf der
CF oder
SD Karte der Kamera, wenn ich diese zuhause aus der Kamera nehme und in den Desktop-Rechner füttere. Zu diesem Zeitpunkt müss(t)en im gut verlaufenen Normalfall alle
Lights und
Darks auf dem
Astroberry liegen, sodass ich sie im schnellen Heimnetz mit einem ganz kurzen Shell-Kommando komplett und ordnerweise runter laden kann ... während ich in die Dusche gehe ... oder schlafen ...
Weil also der Rechner vergleichsweise mühsam die vielen RAWs von der Karte (oder:
den Karten!) holen muss – obwohl die FITS ja schon alle "nebenbei" eingetroffen sind – beschäftigt mich der Gedanke, auf RAWs zu verzichten. Und da komme ich wieder auf die Ausgangsfrage zurück:
Wenn es irgendwas gäbe, wo man schnell und einfach – auch nach Jahren des Vergessens und "nochmal gucken" – durch unzählige Ordner mit FITS Daten "brausen" (browsen) könnte, so wie es jeder "normale" Bildbetrachter mit allen "normalen" Bilddateien macht, dann könnte ich mir die RAWs und deren nicht unerheblichen Speicherbedarf (sowie deren Organisation, Verwaltung, ext. Sicherung und Zeitaufwand für Konvertierung) einfach sparen!
Alternativ kannst Du DIr auf dem Astroberry und Deinem PC z.B. "Syncthing" installieren. Das läßt sich dann so konfigurieren, dass die Dateien sofort nach dem speichern im Astroberry zum PC transferiert und dort angeschaut, ggf. sogar parallel Live gestackt werden können (z. Zeitvertrieb während der Seission...). Ansonsten, sobald sich beide Geräte im gleichen Netzwerk befinden, werden die Dateien runtergeladen. Muß also nicht parallel zur Foto-Session erfolgen.
Das stimmt alles und das klappt auch alles gut, mit meinen Bordmitteln – solange ich den
Astroberry über
WLAN (LAN) erreichen kann. Das klappt draußen natürlich nicht ...
Danke für dein Mitdenken und die guten Anregungen,
viele Grüße aus den Alpen,
Frank
[*] Ich bin seit Anfang 1993
"Linux only"