Gitterrohr vs. Volltubus

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Ja Günther, der Tubus war aus Holz, also mächtig schwer hatte da die Staku-Montierung nach Stauß zu schleppen und schon beim Scharfstellen hat alles gezittert. Trotzdem waren die 1 Sekunden Fotos vom Mars auf Kodak Technical Pan für damalige Verhältnisse ausgezeichnet.
Angelaufen ist der Hauptspiegel nie um wieder zum Thema zu kommen.

CS Mike
 

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Hallo Jan.

Solche Bedingungen kann man andererseits nicht wirklich als "realistisch" betrachten, denn, wenn ich richtig verstehe, bist Du bei diesen Gegelegnheiten wegen Nebels gar nicht wirklich zum Beobachten gekommen.

Solche Bedingungen sollte man kaum in dieses Thema mit einfließen lassen, da sie schon zu extrem waren, da ist ein sinnvolles beobachten nicht mehr möglich.

Bin gespannt auf Deine Ergebnisse mit Hygrometern.
Dazu braucht es nur noch klaren Himmel...

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo.

Bin gespannt auf Deine Ergebnisse mit Hygrometern.

Viel ist noch nicht zusammengekommen, aber zumindest ein paar Nächte hatte ich schon.

Beobachtungen mit meinem Schiefspiegler:

Hier konnte ich an zwei Nächten Mond und Jupiter beobachten.

In der ersten Nacht hatte ich eine Temperatur von -16°C bei einer Relativen Luftfeuchte von 68% und einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,1 km/h.
Die zweite Nacht war ähnlich, -16°C, 53% Rel. Feuchte bei 4,9 km/h.
Am Tubus vom Schiefspiegler hatte ich einen leichten Überzug aus Eis, die Optik blieb während der jeweils zwei Stunden Beobachtungszeit frei von Tau.

Völlig anders war die Nacht vom 22. Februar 2012 an der Villacher Alpenstraße, hier beobachtete ich sechs Stunden mit meinem 300/1200mm Newton.

Die Nacht hatte eine Temperatur im Bereich von -6°C bei einer Rel. Feuchte von 88%. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 5,4 km/h.
Mein Auto war völlig mit einer Eisschicht überzogen. Der Tubus vom Teleskop hatte nur eine leichte Eisschicht. Die Optik, Haupt- und Fangspiegel und die offen liegenden Filter im Filterschieber blieben völlig frei von Tau.

Hier geht es zum Beobachtungsbericht von dieser Nacht.

Soweit meine ersten Ergebnisse, es wird weitere geben.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

vielen Dank für Deine interessanten Beobachtungsberichte mit Hygrometer! - Der 300er ist ja mit seiner offenen Bauweise in erfreulicher Weise niederschlagsresistent. Das hätte ich auch erwartet. Beim Kutter wäre ich da nicht so sicher. Deine dortige Beobachtung lief ja unter etwas geringerer Luftfeuchtigkeit ab, so dass ein unmittelbarer Vergleich noch nicht gegeben ist.

Wie sieht es denn mit Tubus-Seeing beim Kutter aus, wenn die Oberseite leicht vereist ist? Ich kenne einen 10"-Kutter hier aus der Gegend, der oftmals ein relativ unruhiges Bild zeigt. Der Besitzer schreibt das allerdings eher dem kurzen Tubus am Hauptspiegel zu. Hast Du diesbezüglich schon klarere Erkenntnisse gewinnen können?

Gruß, Jan
 
Hallo Jan.

Ich habe den Eindruck, das es beim Kutter kaum Tubus-Seeing gibt. Der kurze Tubus ist so schnell ausgekühlt, das hier Luftturbulenz eine untergeordnete Rolle spielt.

Wenn dann gibt es ein Beobachter-Seeing, wenn man nicht aufpasst und hinterm Hauptspiegel beobachtet.
Ich stelle bei mir den Zenitspiegel immer so, das er vom Hauptspiegel wegsieht und ich beim beobachten möglichst weit weg vom Hauptspiegel bin.

Hallo "antaresxt"

Mein Serverbetreiber meldete für heute Vormittag eine massive Störung. Jetzt sollte wieder alles funktionieren.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo

Ich handhabe es auch so und kann das Gesagte zum Tubus- und Beobachterseeing für meinen Kutter ebenfalls bestätigen.
Eine interessante Beobachtung konnte ich aber machen. Und zwar ließ ich da meinen Kutter in einer sehr kalten Winternacht zugedeckt (sprich: alle Deckel oben sowie mit einem Tuch zugedeckt) ein paar Stunden draußen stehen. Als ich später dann Mars beobachten wollte, hatten sich trotzdem auf Haupt- und Fangspiegel ein paar vereinzelte Eiskristalle gebildet.

LG Michael
 
Hall Jan,
der Sekundaerspiegel sitzt ja oben im Rohr.Von daher gibt es keine Waermespeicher im Strahlengang.Das Tubusseeing im langen Tubus ist also mit einem Refraktor vergleichbar.
Bei meinem (Ex) Schief hatte ich nie Probleme mit Tau.Auch nicht als bei dem ein oder anderen Newton der FS bereits zugetaut war.

Grüße Rainer
 
Hallo Rainer,

danke für die Infos!

Zitat von RaBaeh:
der Sekundaerspiegel sitzt ja oben im Rohr.
Klar, dort ist er gegen den Himmel abgeschirmt und nach unten offen, da hatte ich auch nichts erwartet.

Zitat von RaBaeh:
Das Tubusseeing im langen Tubus ist also mit einem Refraktor vergleichbar.
Gibt es denn beim geschlossenen Refraktor kein Tubus-Seeing, wenn er an der Oberseite des Tubus vereist?

Gruß, Jan
 
Hallo Jan, liebe Mitleser,

... Klar, dort ist er gegen den Himmel abgeschirmt und nach unten offen, da hatte ich auch nichts erwartet.

mein thermisch bester Newton ist ein 210/1500. Die Optik sitzt in einem Iso- Rohr mit 280 mm Innendurchmesser und mit Zwangsbelüftung. Das Rohr ist hinten offen und vorne mit 220 mm abgeblendet. Es wurde ursprünglich für einen 10" f/6 Spiegel genutzt. Der Witz mit dem kleineren Spiegel ist, dass die Zwangsbelüftung nach ca. 1/2 h Anpassungszeit nur noch stört und deshalb abgeschaltet wird.

Nach meiner Einschätzung sind die Luftschlieren nahe der Innenseite des Tubus besonders ausgeprägt. Wenn aber die Wandung weit genug weg ist vom Strahlengang dann können die Schlieren nicht mehr stören. Nebenbei bemerkt wird damit auch die Streulichtbelastung bei streifendem Lichteinfall reduziert.

... Gibt es denn beim geschlossenen Refraktor kein Tubus-Seeing, wenn er an der Oberseite des Tubus vereist?

Hier ist im Gegensat zu einem Spiegelteleskop die Wirkung halbiert, weil das Strahlenbündel das Tubusseeing nur einmal durcheilt. Außerdem mindern die Blenden und der geringere Durchmesser des Tubus die Ausbildung von interner Luftturbulenz. Man bekommt dann trotz Temperatursdifferenz oben-unten an der Wandung eher eine laminare, stationäre Temperaturschichtung der Luft im Strahlengang, die praktisch nicht stört.

Gruß Kurt
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo.

Hier ist im Gegensat zu einem Spiegelteleskop die Wirkung halbiert, weil das Strahlenbündel das Tubusseeing nur einmal durcheilt. Außerdem mindern die Blenden und der geringere Durchmesser des Tubus die Ausbildung von interner Luftturbulenz.

Das sollte dann auch für dem Fangspiegeltubus vom Schiefspiegler gelten, da auch hier das Strahlenbündel den Tubus nur einmal durchläuft.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

...Das sollte dann auch für dem Fangspiegeltubus vom Schiefspiegler gelten, da auch hier das Strahlenbündel den Tubus nur einmal durchläuft.

Viele Grüße
Gerd
das stimmt zwar. Aber beim Schiefspiegler kann es sein dass der FS- Tubus annähernd vertikal über dem Strahlengang vor dem HS liegt. Dann rauscht die am FS außen abkühlende Luft turbulent wie ein Wasserfall durch den Strahlengang vor dem HS.

Ich hab das mal ein meinem 12" Cassi studieren können als dieser versuchsweise mit offenem Gitterrohrtubus gebaut war. Da war es dann das zerntrale Bblendschutzrohr welches den besagtenb Wasserfalleffekt verursacht hatte. Deshalb liegt bei meinem Kutter das FS- Rohr horizontal neben dem HS, wenn das Teleskop in der günstigsten Beobachtungsposition für Planeten steht, also Planet in Kulmination.

Gruß Kurt
 
Zitat von Kurt:
Wenn aber die Wandung weit genug weg ist vom Strahlengang dann können die Schlieren nicht mehr stören.
Hallo Kurt,

Deine Vermutung kommt mir recht plausibel vor. Zwar hast Du den Newton-Tubus gut isoliert, aber man sollte prinzipiell erwarten, dass gerade in den Randzonen eines Spiegels, die ja entscheidend für seine Leistung sind, Luftschlieren besonders stören. Weiter innen im Tubus sind die Schlieren dann möglicherweise schon teilweise verlaufen und bewegen sich in Zonen, die für das Auflösungsvermögen des Spiegels ohnehin von geringerer Bedeutung sind als die Randzonen.

Damit hätten wir auch gleich eine weitere Erklärung für die relative Ruhe im Refraktor bzw. im Fangspiegel-Tubus des Kutters. Dort verjüngt sich ja das schlierenenpfindliche Strahlenbündel in Richtung Okularauszug und gewinnt auf diese Weise seinerseits Abstand von der Innenwand des Tubus.

Dank und Gruß, Jan
 
Hallo Kurt.

Aber beim Schiefspiegler kann es sein dass der FS- Tubus annähernd vertikal über dem Strahlengang vor dem HS liegt. Dann rauscht die am FS außen abkühlende Luft turbulent wie ein Wasserfall durch den Strahlengang vor dem HS.

Vielen Dank für diesen Hinweis.

Den Benutzern des klassischen kleinen 110mm Schiefspieglers möchte ich empfehlen, die dem Beobachter zugewendete Öffnung der Hauptspiegelzelle nach dem Temperieren zu verschließen.

Ich habe vor Jahren bei meinem Instrument, als es noch offen gebaut war, bemerkt, wie vom Kopf aufsteigende Warmluft über die HS-Zelle in den Strahlengang geriet und sich dementsprechend auswirkte.

Gruß,

Guntram
 
Hallo.

Ich hatte wieder Gelegenheiten zum beobachten, und habe auch die Temperatur und Feuchte gemessen.
(http://www.gerd-kohler.eu/Berichte/2012/2012_04.html)

Auch in diesen Nächten, mit teilweise um die 90% rel. Feuchte blieben Haupt- und Fangspiegel frei von Beschlag.

In der letzten Nacht ist mir gegen Ende der Nacht nach 5 Stunden Beobachtungszeit nur das Okular vom Sucher angelaufen.

Ich denke/vermute, solange der Glasklotz vom Hauptspiegel der fallenden Nachttemperatur hinterläuft, beschlägt der auch nicht, erst wenn die Temperatur wieder steigt, und damit der Spiegel kühler als die Umgebung ist, neigt er zum beschlagen.

Kann das jemand bestätigen, oder liege ich da völlig falsch?

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hi,

letzten Samstag war ich mit meinem 16" Martini-Dobson (Classic) östlich von Isen (Bayern). Von 20:30 bis 00:30, dann hat's wieder zugezogen. Am Ende hatte es 3°C. Meine abgelegte Brille, der Okularkoffer und das Display des laufenden(!) Netbooks haben beschlagen, die Spiegel aber nicht (der HS ist saugend zwangsbelüftet, der FS ist unbeheizt). In der nahen Umgebung hatte es zuvor heftig geregnet, teils gehagelt, am Standort aber war es trocken. Luftfeuchte habe ich keine gemessen. In der Umgebung war Dunst zu erkennen.
Hatte schon feuchtere Nächte, in denen das offene Auto auch innen naß war. Bei den Teleskopen (Mak und Refraktor) gab's erst ganz zum Schluß Probleme.
Ich gucke aber nicht bis in den Morgengrauen.

Gruß,
Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von *entfernt*:
... erst wenn die Temperatur wieder steigt, und damit der Spiegel kühler als die Umgebung ist, neigt er zum beschlagen. Kann das jemand bestätigen, oder liege ich da völlig falsch?
Hallo Gerd,

was verstehst Du unter "neigt er zum Beschlagen"? Hattest Du denn in einer solchen Situation tatsächlich Niederschlag auf dem Spiegel, oder hattest Du das nur befürchtet?

Wenn die Temperatur steigt, kann die Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen, und die Tauneigung sinkt. Nur wenn gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit steigt, kann der Taupunkt überschritten werden.

Die typische Situation tritt ein, wenn man den kalten Spiegel ins Haus bringt. Dort ist aber nicht nur die Temperatur höher als draußen, sondern i.a. auch der Wasserdampfgehalt der Luft, und der Spiegel ist in dem Moment erheblich kälter. Dann kann der Taupunkt unmittelbar an der Spiegeloberfläche unterschritten werden, und es tritt Kondensation ein.

Im Freien wird aber die Spiegeltemperatur nach längerer Zeit immer sehr dicht an der Lufttemperatur bleiben, da dürfte sich bei langsam ansteigender Lufttemperatur m.E. kein Tau bilden.

Gruß, Jan
 
Hallo Leute,

ich grabe das Ding nochmal aus, um den versprochenen Test nachzuliefern.
Es hat sich ergeben, dass ich das offene Teleskop nicht selbst bauen musste und auf dieses Teil
http://weisenfeld.net/index.php/de/astronomie-allgemein/selbstbau/15-drum-scope
eine Woche lang ständig zugreifen konnte.
Das Teil ist offen genug.
Beobachtungsort war eine dunkle Wiese unter + 6mag Himmel, allerdings mit Störlichteinfluss eines kleinen Dorfes mit mehreren Straßenlampen und Hoflichtern in 500 m und mehr Entfernung, im Tal unterhalb der Wiese.
Diese Beleuchtung wurde allerdings immer im Laufe der Nacht größtenteils abgeschaltet.
Rolf hat sich über die Woche intensiv mit dem Teil beschäftigt, um es nach den Tests endgültig fertigstellen zu können, mir haben einige kleine Testbeobachtungen gereicht.

Es war letzte Woche teilweise recht feucht ud kalt auf der Wiese, streckenweise spielte und sogar der Bodennebel um die Füße während der Himmel sehr gut war.

Der Hauptspiegel taute nie zu, der Fangspiegel jedoch gegen Morgen immer.

Bei der Beobachtung kostete Stör-/Streulichteinfluss auf die HS und FS/OAZ Ebene sofort und deutlich Kontrast, das Bildfeld hellte sich merklich auf. Die Annäherung einer Rotlichtlampe von der Seite wurde sofort bemerkbar (rötlicher Schein) auch wenn noch lange nicht direkter Lichtkegel auf den HS oder den FS fiel.

Eine Erhöhung der Obstruktion durch eine FS-Röhre kommt nicht in Frage und löst auch nur das halbe Problem, ebenso sieht es mit einem Störlichtschild aus.
Das Teleskop wird von Rolf eine alsolut lichtdichte Stoffsocke und eine komplette Tau-/Sörlichtkappe erhalten. Ob ein Lüfter benötigt wird, muss sich zeigen.

Mein Fazit:
Total offene Bauweise kommt unter unseren landläufig erreichbaren Bedingungen ohne "Socke" für mich nicht in Frage, der Leistungs-/Kontrastverlust durch Stör-/Streulicht ist überdeutlich sichtbar.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,
super Idee mit der Trommel!

Aber wie kommt man auf die Idee, einen Gitterrohrtubus aus 5 parallelen(!) Stangen aufzubauen?
Ich empfehle dringend die Lektüre von Kriege/Berry!

Dass der Hut so verblendet sein muss, dass durch den OAZ alles schwarz aussieht, ist eigentlich auch schon lange Allgemeinwissen und kein Argument für oder wider offene/geschlossene Bauweise.

Nix für ungut, es kann jeder bauen was er will. Nur als Beweis taugt es kaum.

cs Kai
 
Hallo Günther,

Es sei Dir gegönnt, wenn Du gerne mit Socke beobachtest. Deine Versuchsbeschreibung und Deine Schlussfolgerungen halte ich allerdings für reichlich unklar bzw. unbegründet.

Gruß, Jan
 
Hallo ihr Zwei,

das Ding ist nicht mir und nicht meine Idee, es funktioniert aber wider Erwarten, was Justagestabilität pp angeht.
Ihr kött das Teleskop so lange ihr wollt kritisieren, ich kritisiere nur das, was nicht funktioniert und mit Taukappe und Socke wird es funktioneren, basta.

Ich gönne mir nun den Hinweis, dass Das hier
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/745622/all/Einfacher_Planeten_Spiegel
ja wohl nach Jan den Idealzustand eines modernen Spiegelteleskops darstellt und da ist das da
http://weisenfeld.net/index.php/de/astronomie-allgemein/selbstbau/15-drum-scope
nun eben sehr wohl vergleichbar, wenn es um Stör- und Streulichteinflüsse sowie thermisches Verhalten geht.
Wer glaubt ernsthaft, dass das Kostrukt von Jan mit FS und Okular ausgestattet weniger empfindlich auf Stör- und Streulicht reagiert, als das Drumscope von Rolf?
Wer das nicht sehen und erkennen will, der tuts halt nicht. :)

Das ist für mich und für mehrere Mitbeobachter unter gar nicht mal so schlechten Himmelsbedingungen aber eben doch mit Störlichteinflüssen bei der visuellen Beobachtung ganz klar gegenüber einem Volltubus oder auch einem durchdachten Gitterrohrtubus mit Vollsocke im Nachteil.
Das ist verglichen und ausgetestet, basta. :)

Wie man solche offenen Konstrukte eventuell ein wenig unanfälliger machen könnte, ist mir von der baulichen Seite durchaus klar, aber das reicht mir eben so lange nicht, wie ich einen optisch, mechanisch und thermisch beherrschten Volltubus vom Aufwand her für mich vertreten kann.
Meine Grenze dafür liegt bei 12" Öffnung, na, eventuell 14.

Es reicht nicht, etwas unbedingt zu wollen und selbst gut zu finden, um die praktischen Beobachtungen anderer kaputtzuschreiben.
Für das, was ich da festgestellt und hier geschrieben habe, stehe ich ein, mag jeder Leser seins Schlüsse ziehen oder es lassen. ;)

Gruß
*entfernt*


 
Hallo Günther,

"basta" ist mir in der Tat keine hinreichende Begründung. - Vielleicht war mein Kommentar etwas zu allgemein, deshalb hier mal etwas genauer:

Zitat von *entfernt*GMS:
Bei der Beobachtung kostete Stör-/Streulichteinfluss auf die HS und FS/OAZ Ebene sofort und deutlich Kontrast, das Bildfeld hellte sich merklich auf.
Bei welcher Aktion hast Du die merkliche Aufhellung festgestellt?

Zitat von *entfernt*GMS:
Die Annäherung einer Rotlichtlampe von der Seite wurde sofort bemerkbar (rötlicher Schein) auch wenn noch lange nicht direkter Lichtkegel auf den HS oder den FS fiel.
Möglicherweise ist es einfacher, die Rotlichtlampe auszuknipsen als eine Socke aufzuziehen.

Zitat von *entfernt*GMS:
Ich gönne mir nun den Hinweis, dass Das hier
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/745622/all/Einfacher_Planeten_Spiegel
ja wohl nach Jan den Idealzustand eines modernen Spiegelteleskops darstellt ...
Aus meiner Sicht war das eher als ein Vorschlag gedacht, und ich habe einfach meine Erfahrungen damit beschrieben.

Zitat von *entfernt*GMS:
... und da ist das da
http://weisenfeld.net/index.php/de/astronomie-allgemein/selbstbau/15-drum-scope
nun eben sehr wohl vergleichbar, wenn es um Stör- und Streulichteinflüsse sowie thermisches Verhalten geht.
Wer glaubt ernsthaft, dass das Kostrukt von Jan mit FS und Okular ausgestattet weniger empfindlich auf Stör- und Streulicht reagiert, als das Drumscope von Rolf?
1. Mit dem geschlossenen Newton-Ausleger zeigt mein Schüsselteleskop gewiss ein anderes Streulichtverhalten als jede offene Anbringung von Okular und Fangspiegel.
2. Das thermische Verhalten eines von einer Box eingeschlossenen und damit thermisch isolierten Spiegels ist vermutlich anders als das eines völlig frei aufgehängten Spiegels.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kollegen,
vielleicht sollte man einen "side by side" Vergleich machen um dann die Unterschiede zu erkennen.
Ich könnte mir z.B. vorstellen das Jan's Planetenschüssel durch die fehlenden Seitenwände,
wie diese beim Drumscope vorhanden sind, eben weniger Reflexionen ausgesetzt ist.
Aber wie schon gesagt währe dies nur mit einen side by side Vergleich festzustellen.
@Günther
Hatte das Drumscope eigentlich geschwärzten Innenwände, oder waren diese zum Zeitpunkt des Tests wie auf den Bildern zu sehen ?
 
Günther,
geh doch mal auf die Fragen ein, die oben gestellt wurden:

War das Teleskop so wie auf den Abbildungen, also mit quasi nicht existentem Streulichschutz am Hut, innen nicht geschwärzt, weder am Hut noch in der Spiegelbox, blanker Fangspiegelrand?

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo Leute,

so langsam wird es etwas seltsam.
Ihr baut hier aus ganz normalen, allseits bekannten und bislang akzwptierten, der Mehrzahl von erfahrenen Hobbyastronomen bekannten Tatsachen, die ich mir erkaubt habe, nochmal zu überprüfen, eine völlig überzogene Beweislast auf.
Ich habe das überprüft, weil Behauptungen im Raum standen, die mit eben diesen Tatsachen nicht im Einklang standen und diese Behauptungen sind auch nicht annähernd so in die Beweislast genommen worden.
Meine Beobachtung steht und wer sie anzweifelt oder meint, dass sie eben nicht aussagekräftig sei, der mag sich einen nackten Newton bauen, das ist wirklich nicht mein Problem.

Es wird immer so sein, dass man an jeder praktischen Beobachtung ein Häckchen zum popeln finden kann und diese Krümelsuche und das Zerreden und Zerpflücken von Beiträgen anderer Leute wird ganz offensichtlich langsam Mode. Wann taucht hier eigentlich die erste Berechnung zur Gegenargumentation auf?

Baut euch so ein Ding, aber meidet den Vergleich mit störlichtoptimierten Geräten, wenn Störlich in der Nähe ist.
Haltet alle Dobsonbesitzer mit Tubus oder Socke für Narren, auch gut.

Gruß
*entfernt*

Nachsatz:
Ich habe mit dem offenen Newton in den verschiedensten Beobachtungspositionen die verschiedensten Objekte beobachtet, mit FS in Richtung entfernter Störlichtquellen, mit dem HS in die Richtung und unter streifendem Sörlichteinfall. Rotlich kam auch aus allen Richtungen und Entfernungen zu Einsatz und es wurde zwecks besserer Sichtbarkeit des Störlichts durch Einfärbung bewusst in Kauf genommen, weil es gerade zum Test passte, als Rolf damit ankam.
Ich bin auch nicht der Einzige, der zu dem obigen Fazit gekommen ist.
So, nun aber endgültig genug, das Thema ist für mich durch.
Mögen andere besser testen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther.

Warum diese Aufregung?

Ich beobachte selbst mit einem offenen System, aber dein benutztes System weisst nicht mal die Standards in der Streulichvermeidung auf:

- Durch den leeren OAZ kann man mit Sicherheit am Hut vorbeisehen.

- Sämtliche Bauteile, wie der Hut oder die Spiegelbox sind nicht geschwärzt.

- Die Stangen sind blank.

- Blanke Schrauben sind innerhalb vom Hut und der Spiegelbox.

Diese Standards solltet du erst einmal einhalten, um dann das Ganze auf Streulicht zu testen.

Und ganz im Ernst, wer leuchtet schon direkt mit einer Rotlichtlampe auf dem Spiegel, während er beobachtet? Selbst in der größten Gruppe ist mir das noch nicht passiert...

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hi,
hier mal ein paar Kommentare vom "Erbauer":

Zitat:
"Aber wie kommt man auf die Idee, einen Gitterrohrtubus aus 5 parallelen(!) Stangen aufzubauen?
Ich empfehle dringend die Lektüre von Kriege/Berry!"

Ganz einfach: Weil es geht!

Die Stangen sind nur ca. 75cm lang, das Gerät ist Verwindungssteif und Justierstabil, wenn es nicht zerlegt wird.
Das Problem besteht aber bei "normalen" Gitterrohr Konstruktionen auch.


Ich empfehle "dringend", einfach mal was selbst aus zu probieren, statt immer nur alt hergebrachtes zu rezitieren.


Hier war im Innerenbereich noch nichts Geschwärzt, da ich erst Testen wollte, ob ich noch etwas umbauen muss bzgl. Justage usw. das Finish kommt jetzt erst.

Trotzdem war es schon ein extremer Unterschied, ob mit oder ohne Socke beobachtet wurde.
Ich denke, dass wird auch so sein, wenn ich eure "Grundlagen" umgesetzt habe.

Viele Grüße,

Rolf


...die Erde ist eine flache Scheibe......
 
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