Gitterrohr vs. Volltubus

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Hallo Jan,

ohne jetzt zu lesen, was in den Folgebeiträgen steht: Diese Baucheinschätzung ist nicht Dein Ernst!
Hast Du das nie gemacht? Du baust einen Newton ohne Tubus und hast nie mal probiert, an einem Gitterrohrdobson das Blendschild gegenüber dem OAZ abzunehmen? In einer Mondlosen Nacht bei 5m5? Das ist eine Erleuchtung im negativen Sinne es mal zu tun! Am besten mit einem Kamerad, der das Schild mal hinhält und mal weg nimmt.

Bitte schau Dir das einfach mal an, bevor Du in dieser Richtung weiter Stimmung machst!

Clear Skies
Sven
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Auch wenn Du adaptiert bist stört noch der Himmelhintergrund ohne Blendrohr/Tubus/etc.
Hallo Sven,

Das diffus gestreute Licht des Himmelshintergrunds kann doch im Okular nicht heller erscheinen als bei direktem Anblick, und in der Diskussion ging es ja genau um die Frage, inwieweit Streulicht zur Aufhellung der Fokalebene führt.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

schau durch, mach auch mal einen Test der vorgeschlagen wird.
Das kann nicht schaden.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Jan,

na, ob in der Fokalebene oder auf der Netzhaut: Stets hängt es davon ab, was heller ist, das Objekt oder das Streulicht - und das diffuse Streulicht kann sich nun einmal auch aufsummieren. Flächenhelligkeit sagt ja nichts über Gesamthelligkeit.
Ich bin sicher, dass Dreck auf der Optik mehr Streulicht ins Bild lenkt, als Microrauigkeit. Und ich bin wieder sicher, dass ungestört einfallender Himmelshintergrund wiederum mehr Helligkeit ins Bild bringt, als Dreck auf dem Spiegel.

Denk zur Helligkeit mal so: Das diffuse Licht vom Himmelshintergrund wird nicht gebündelt. Ein Stern würde furchtbar unscharf und seine Helligkeit würde auf eine riesige Fläche verteilt unerheblich sein. Aber ein gesamter Himmelshintergrund bedeutet, dass eine große Fläche unscharf abgebildet wird und deren Helligkeit ändert sich dann nicht, wenn jedenfalls die Fläche größer als der Zerstreuungskreis ist.

Nimmt man einem normalen Newton mit Gitterrohrtubus das Schild gegenüber des OAZ weg, bemerkt man eine deutliche Aufhellung selbst unter recht gutem Himmel. Natürlich wird das mit besserem Himmel stets geringer, aber da der Himmel ja auch nie völlig dunkel wird (weil Sterne drin sind), wird der Effekt nie völlig weg sein. Vielleicht ab einer gewissen Standortqualität vernachlässigbar.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von *entfernt*GMS:
... mach auch mal einen Test der vorgeschlagen wird.
Hallo Günther,

Leider besitze ich keinen klassischen Newton, habe nur einen okularseitig geschlossenen Newton-Ansatz für meinen offenen Spiegel - siehe hier (zweites Bild von oben). Da konnte ich bislang visuell keine Aufhellung des Gesichtsfelds feststellen. Glaubt Ihr denn wirklich, dass das Gesichtsfeld im Okular heller wird als der Himmelshintergrund, wenn der Himmel die einzige Beleuchtungsquelle ist. Das war doch die von Sven selbst vorgegebene Bedingung.

Gruß, Jan
 
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Hallo Jan,

Dein interessantes Gerät schaut ja mit der Kamera zu Boden und der ist meist nun deutlich dunkler als der Himmel - allerdings wie hell weißer Boden aussieht sagt auch schon wieder einiges über die Leuchtkraft des Himmels.
Bei einer Kamera stört die Sache auch nicht so sehr wegen des linearen Sensors. Wenn man bei Serienbildern das Histogramm der Einzelbilder normiert, merkt man nur nah am Sättigungsbereich etwas, und den versucht man ja logischerweise zu vermeiden.
Bei Deinem Gerät müsste man eigentlich mal als Test ein kalottenförmiges Blendrohr anbringen, welches den Strahlengang nicht beschneidet, aber eben der Kamera die Sicht auf Bereiche außerhalb des Hauptspiegels nimmt. Dann das Gerät Waagerecht (damit es Himmel sieht und nicht Boden) und einfach mal schauen zwischen Kalotte rauf und runter wie der Hintergrund so ist - bei gleicher Belichtung.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jan,

dann wird es Zeit, dass Du mal fremdguckst.
Ich kenne Dein Gerät (von Bildern und wir haben schon darüber an anderer Stelle im Forum gefachsimpelt) und finde Deine fotografischen Ergebnisse damit wirklich spektakulär.
Das Ding ist aber kein Newton und beim Blick in einen Okularauszug gibt es ganz andere Dinge zu beachten als bei einer senkrecht auf den HS gerichteten Kamera.

Gruß
*entfernt*
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Bei einer Kamera stört die Sache auch nicht so sehr ...
Zitat von *entfernt*GMS:
... und beim Blick in einen Okularauszug gibt es ganz andere Dinge zu beachten als bei einer senkrecht auf den HS gerichteten Kamera.
Hallo Günther und Sven,

Bitte etwas genauer hinschauen, meine Herren: In meiner letzten Antwort beziehe ich mich auf einen Newtonansatz mit visuellem Einblick UND auf meine Beobachtung mit diesem Teil! Außerdem habe ich eine Frage gestellt bezüglich der Aufhellung des Gesichtsfelds im Okular für den Fall, dass der Himmelshintergrund die einzige Störlichtquelle darstellt.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

dann kannst Du ja auch den vorgeschlagenen Test machen.
Bis dahin ist für mich jetzt Schluss.
Es geht nicht immer nur um Dich und was Du gerade willst.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von *entfernt*GMS:
dann kannst Du ja auch den vorgeschlagenen Test machen. Bis dahin ist für mich jetzt Schluss. Es geht nicht immer nur um Dich und was Du gerade willst.
Eure Bitte um einen Test hatte ich bereits beantwortet - s.o. - und bin damit dem gefolgt, "was IHR wolltet". Nun würde ich mich über eine Antwort von Euch auf meine Frage freuen.

Gruß, Jan
 
Noch eine Frage an die erfahrenen Gitterrohrdobsonauten:
Wie viel % eurer Beobachtungsnächte auf dem Acker (also nocht vom Balkon aus) hattet ihr Probleme mit einen beschlagenen Fang- oder Hauptspiegel?

LG
Franz
 
Guten Morgen Sven,

ich zitiere mich mal selbst, aus meiner Antwort an Günther:
"Ich zeige mit einem Bild, dass ein Spiegel nicht seitlich streut und schwärzer als Samt wirkt - nützt nichts!
Auf dieser Basis möchte ich nicht weitermachen."

Du schreibst jetzt an Jan:
Ich bin sicher, dass Dreck auf der Optik mehr Streulicht ins Bild lenkt, als Microrauigkeit.
Danke, dass Du Dich endlich einmal irgendwie festlegst und Dir selbst einen aussagekräftigen Satz in den Mund legst.
Und weiter:
Und ich bin wieder sicher, dass ungestört einfallender Himmelshintergrund wiederum mehr Helligkeit ins Bild bringt, als Dreck auf dem Spiegel.
Keine weiteren Fragen Euer Ehren!

Jetzt nehmen wir einen Lappen und entfernen den gröbsten Dreck von Spiegel. Oder warten auf Kurt, bis er den staubigen Streulichtanteil messtechnisch fixiert.

Bleibt also das Streulicht, was direkt und ohne Umwege ins Okular kommt. Und der kleine Rest, der den Umweg über schwarze Farbe an den Tubusteilen genommen hat. Siehe meine Antwort an Matthias_Becker:
Problem Nr. 1:
Wenn Du ohne Okular durch den OAZ schaust, darf nur der HS oder "schwarze Farbe" zu sehen sein.
Kein Himmel, kein Boden, keine hellen Fangspiegel-Ränder, keine Metallteile!

Soviel Eintracht zum Sonntag! Genial:knuddel:

Viele Grüße
Kai


 
Hallo Franz.

Ich habe mein Gitterrohr parallaktisch montiert.
Probleme mit dem Hauptspiegel und Fangspiegel gibt es nur in sehr feuchten Nächten, wenn das beobachten schon keinen Sinn mehr macht.

In Nächten mit geringer Luftfeuchtigkeit und hoher Transparenz habe ich keine Probleme mit den Spiegeln.

Info zum verwendeten Teleskop:
300/1200mm Newton

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Kai,

es wäre ja zu schön, wenn die Welt einfach wäre. So Weltformel und fertig, alle arbeitslos aber glücklich. Jetzt wirst Du vielleicht in einigen Teilproblemen widersprechen wollen und so geht's mir - mit Deinem Beitrag. Auch am Sonntag - Denken abschalten geht nicht.

Aalso: Dreck. Dreck ist ja immer da, und ich verkneife mir jetzt zu postulieren, dass man ohne Socke mehr davon bekommt. Nun fällt es mir schwer zu glauben, dass wirklich jemand allwöchentlich über seinen Spiegel schrubbt - dann wird die Abbildung mies weil der Spiegel blind ist.
Sagen wir mal Dreck ist da. Und bleiben wir mal dabei, dass ich glaube, dass der Dreck mehr streut, als Mikrorauigkeit. Aber... wieviel mehr?
Kurt drückt sich vorsichtig aus und meint, dass das Streulicht verursacht durch das beobachtete Objekt wohl unbemerkbar sei. Ist das eine Bauchvermutung? Warum ist dieser Effekt aber Optikvermessen und Optikrechnern so wichtig, dass darüber informiert wird?
Und wie steht es mit der gesamtfläche des Himmelshintergrundes? Eine Halbkugel voll Hintergrundhelligkeit scheint auf den Spiegel. Wirklich nicht sichtbar?

Ich tue mich sehr schwer "nein" zu sagen. Es bleibt aber zweierlei festzuhalten:
1. Beim Gitterrohrnewton ist die Blende gegenüber dem OAZ sehr wirkungsvoll und eine Socke wirkt ein Stückchen mehr.
2. Was Mikrorauigkeit für einen Anteil daran hat, dass die Socke wirkt, kann uns insofern egal sein, als wir gegen Mikrorauigkeit nichts tun müssen und wegen Drecks viel eher die Socke brauchen.

Abschließend mal die Frage: Was spricht eigentlich gegen eine Socke mit einem ausreichenden Belüftungskonzept?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Franz,

ich habe häufig genug Probleme mit zutauenden Fangspiegeln oder mit zutauenden Hauptspiegeln erlebt, auch dass beide Spiegel zugetaut sind.
Eine Wiese zieht Tau, man geht auch mal nach tagelangem Regen in der ersten klaren Nacht raus, weil dann der Dreck aus der Luft gewaschen und die Transparenz hervorragend ist.
Dann hat man diese Probleme häufig.
Warum taut aber bei dem einen Gitterdobson nur der HS zu, beim anderen nur der FS, beim nächsten beide Spiegel.
Diese Frage ist ebenso interessant wie ungeklärt.

Dem FS kann man leicht mit einer Fangspiegelheizun helfen, Praktisch reicht das, daher kommt da meinerseits ein Haken dran.

Zum Hauptspiegel hat nun Jan mit seinem völlig offen liegenden HS der nie zutaut einen sehr bemerkenswerten Umstand aufgezeigt.
Das ist m.E. für die Praxis von viel höherem Interesse als die nun in Spitzfindigkeiten auslaufende Stör-/Streu-/Fremdlichtdebatte.

Ein völlig offen liegender Hauptspiegel taut nicht zu und manche konventionell gebaute Gitterrohrdobsons mit Spiegelkiste tauen auch nicht oder zumindest nur unter ungünstigsten Umständen zu.
Das müsste man sich genauer ansehen, um seinen eigenen Dobson entsprechend bauen zu können, Stör-/Streulicht hin oder her.

Unter diesem Gesichtspunkt habe ich das HS-Tauproblem bis zu der Veröffentlichung von Jan nie betrachtet.
In meinem belüfteten Iso-Volltubus taut nichts zu, basta.
Wenn ich aber so zurückblicke auf die gesehenen zugetauten Spiegel, dann meine ich schon, dass Tau gerade nicht von möglichst geschlossenen und hohen Spiegelkisten abgehalten wurde, sondern dass es eher die Konstruktionen mit viel Platz und Luft für den Spiegel und mit sehr durchlässigen Spiegelzellen waren, die sich tauresistent zeigten.
Eine relativ geschlossene Kiste, so niedrig sie auch sein mag, hat Tubuseigenschaften und bräuchte demnach m.E. eine funktionierende "Zwangslüftung".
Es wäre also wirklich von hohem praktischem Nutzen hier die Diskussion um praktische Erfahrungen mit dem Problem zu bereichern und die dazugehörigen Teleskope vorzustellen.
Wichtig wäre, bei allem Besitzerstolz, auch Konstruktionen zu zeigen, die zutauen.

Mit Aussagen wie, "meiner taut zu, meiner nicht" Punkt, kommt man nicht weiter.
Gerd zeigt seinen sehr offenen liegenden Spiegel, das ist ein gutes Beispiel.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo.

Der Hauptspiegel wird deshalb nicht so schnell auskühlen und zutauen, da er durch seine Beschichtung nicht in den Weltraum abstrahlen kann.

In einer Diskussion (Face to Face) hatten wir diese Möglichkeit schon einmal besprochen, das die Verspiegelung die Abstrahlung vom Glasblock verhindert und damit auch das zutauen verzögert.

Anders ist die Situation vom Fangspiegel.
Durch seine unverspiegelte und dem Weltraum zugewandte Rückseite kann er auch abstrahlen und damit auch schneller auskühlen, und somit auch zutauen.

Das spiegelt sich auch an meinen Teleskopen wieder.
Zuerst taut der Fangspiegel zu, (in feuchten Nächten - siehe weiter oben), dann, viel später erst der Hauptspiegel.

Das kann ich an beiden Telskopen beobachten, sowohl am Schiefspiegler wie auch am Newton.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

ja die Diskussion ist klar und wir haben ja auch je nach reiner Spiegelmasse noch mit unterschiedlichen Verzögerungen zu rechnen.
Trotzdem meine ich, dass es mehr oder weniger vorteilhafte Bauarten von Spiegelkisten gibt.
Das auszuknobeln wäre m.E. lohnend für die Praxis.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo.

Das auszuknobeln wäre m.E. lohnend für die Praxis

Nur wie will man das "ausknobeln"?
Unser Hobby lässt zumeist nicht viel Praxis zu, es ist kein Hobby, das man täglich in der Praxis ausüben kann.

Die paar Nächte, die zum beobachten passen, nutzt man auch zum beobachten, und "vergeudet" sie kaum zum testen von unterschiedlichen Komponenten.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

mal abgesehen von den persönlichen Sticheleien: Kontroverse Diskussionen haben oft auch ihr Gutes, indem sie nämlich zu neuen Erkenntnissen führen können.

In Sachen Streulicht sehe ich das inzwischen so: Sven und Günther haben wohl Recht mit ihrer Darstellung, dass selbst ohne künstliche Lichtquellen in der unmittelbaren Umgebung, d.h. wenn nur das Restlicht des Himmelshintergrunds selbst stört, ein Blendschutz von Vorteil ist, und dass dies mit der großen Fläche des Himmels etwas zu tun hat.

Dieser Darstellung möchte ich gar nicht widersprechen. Allerdings halte ich es prinzipiell nicht für möglich, dass dies an einer Aufhellung des Okularfelds liegt, sondern denke eher, wie schon weiter oben bemerkt, dass dies ein Problem der Augen ist. Die empfangen nämlich - im Gegensatz zur Fokalebene des Teleskops - aufgrund ihres weiten Empfangswinkels jede Menge Streulicht aus der Umgebnung und werden sozusagen "geblendet", d.h. die Augen kommen nicht zur Dunkeladaption. Sinnvolle Abhilfe schafft hier letztlich nur eine weitestgehend geschlossene Kuppel.

Zitat von *entfernt*:
Der Hauptspiegel wird deshalb nicht so schnell auskühlen und zutauen, da er durch seine Beschichtung nicht in den Weltraum abstrahlen kann. In einer Diskussion (Face to Face) hatten wir diese Möglichkeit schon einmal besprochen, das die Verspiegelung die Abstrahlung vom Glasblock verhindert und damit auch das zutauen verzögert.
Gerd: Zu genau dieser Erkenntnis sind wir ja - mit begleitenden Experimenten an Keksdosendeckeln - auch im Zusammenhang mit meinem offenen Spiegel gekommen. Aus welchem Anlass und mit wem hattest Du denn über dieses Thema diskutiert?

Zitat von *entfernt*:
Anders ist die Situation vom Fangspiegel. Durch seine unverspiegelte und dem Weltraum zugewandte Rückseite kann er auch abstrahlen und damit auch schneller auskühlen, und somit auch zutauen.
Das sehe ich auch so. Mein Teleskop hat zwar keinen Fangspiegel, aber dort tauen gelegentlich die Farbfilter am Kamerahalter zu, weil deren Fassung frei liegt und somit durch Abstrahlung in den Himmel unterkühlt wird. Da werde ich vielleicht eine entsprechende Isolation oder sogar eine Heizung anbringen. Die Kamera selbst taut wegen ihrer elektronischen Erwärmung nicht zu. Mit einer Farbkamera ohne zusätzliche Filter gäbe es an dem Teleskop vermutlich überhaupt keine Tauprobleme mehr.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

naja man muss halt beobachten und man kann ja dabei mal ein wenig mehr auf die Bedingungen achten und dann eben kundtun, wann was unter welchen Rahmenbedingungen zutaut. Hat man dann noch eine gute Beschreibung und ein Bild seiner Newton-/Dobsonkonstruktion oder eines vergleichbaren Teils parat lässt das schon Rückschlüsse zu. Je mehr Material man von verschiedenen Leuen sammeln kann, um so aussagefähiger die Rückschlüsse.
Ich halte es für möglich, dass daraus praktisch nutzbare Erkenntnisse für den Bau von Dobsons mit wenig Neigung zur Taubildung am HS zu gewinnen sind bei denen der HS nicht zwingend völlig offen liegen muss.
Ich habe dazu eine Idee, die schlicht darauf setzt, dem Spiegel möglichst viel Platz und Luft von oben wie unten zu geben. Das ist eine Vermutung, nicht mehr.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Jan.

Aus welchem Anlass und mit wem hattest Du denn über dieses Thema diskutiert?

Entweder sind wir mal auf dem DSM auf dieses Thema gekommen, oder draußen beim beobachten, so genau weiß ich es nicht mehr.

Namen gibt es hier keine, zu oft schon wurden dann schon Threads hier verrissen oder Leute durch den Kakao gezogen.
Deshalb: Name = NoGo!

@Günther:

wann was unter welchen Rahmenbedingungen zutaut.
Da müsste ich mir mal ein Thermo/Hygrometer mit hinausnehmen... Mal schauen, vielleicht baue ich mir eine kleine Wetterstation zusammen.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Trotzdem meine ich, dass es mehr oder weniger vorteilhafte Bauarten von Spiegelkisten gibt.
Nach meinem Verständnis sollte man nur dafür sorgen, dass der Wäremestrahlungsaustausch zwischen der Rückseite des Spiegels und dem Boden möglichst wenig behindert wird. Gleichzeitig sollte die Spiegelkiste gegen Unterkühlung gesichert werden, etwa mit an der Außenseite spiegelnd cachiertem Styrodur nach der Bauart des "Spiegeldobbys" von Kurt Schreckling.

Gruß, Jan
 
Zitat von *entfernt*:
Namen gibt es hier keine, zu oft schon wurden dann schon Threads hier verrissen oder Leute durch den Kakao gezogen.
Deshalb: Name = NoGo!
Hallo Gerd,

für Deine Diskretion habe ich volles Verständnis, auch wenn ich überhaupt keine Gefahr sehe, dass jemand mit diesen Erkenntnissen "durch den Kakao gezogen" würde. Ich würde eher eine positive Bewertung erwarten, nachdem wir hier vor einem Jahr - offenbar auf unabhängigem Wege - zu genau derselben Erkenntnis gekommen sind.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan.

Ein Bild von meiner Spiegelzelle habe ich jetzt nicht.
Auf der Seite von Dieter Martini, http://www.dietermartini.de/gittertuben.html, sieht man die Spiegelzelle. Die gleiche habe ich auch, nur ohne Lüfter.

Mir ist nämlich nicht ganz klar, warum der Spiegel in dieser offenen Montierung überhaupt gelegentlich zutaut.

Das waren da schon etwas extreme Bedingungen, mit wirklich hoher Luftfeuchtigkeit, kurz vor Nebelbildung.
Der Beobachtungsbericht dazu ist hier:
http://www.gerd-kohler.eu/Berichte/2011/2011_19.html

Wie weiter oben geschrieben, werde ich mal ein Thermo-/Hygrometer mit hinausnehmen, mich interessiert selbst, ab wann der Spiegel zutaut.

Viele Grüße
*entfernt*

 
Hallo Gerd,

vielen Dank für den Link zu der speziellen Bildergalerie von Dieter Martini. Seine Gitterrohrtuben in Holzbauweise machen wirklich einen sehr soliden und vertrauenserweckenden Eindruck. Die Spiegelzellen und die Spiegel selbst sollten nach unten hin einen guten Wärmestrahlungsaustausch mit dem Boden erlauben.

Wenn die Lufttemperatur sich allerdings - wie in Deinen Beschreibungen - so nah am Taupunkt befindet, dass astronomische Beobachtungen schon durch Nebel gefährdet sind, muss man offenbar selbst bei dieser optimal erscheinenden Spiegellagerung mit Taubefall rechnen. Solche Bedingungen kann man andererseits nicht wirklich als "realistisch" betrachten, denn, wenn ich richtig verstehe, bist Du bei diesen Gegelegnheiten wegen Nebels gar nicht wirklich zum Beobachten gekommen.

Bin gespannt auf Deine Ergebnisse mit Hygrometern. Wenn ich mich richtig erinnere, hat wohl auch Kurt Schreckling schon solche Versuche unternommen. Dann wäre es ggf. auch interessant Vergleiche anzustellen.

Gruß, Jan
 
Hi, Franz



Noch eine Frage an die erfahrenen Gitterrohrdobsonauten:
Wie viel % eurer Beobachtungsnächte auf dem Acker (also nocht vom Balkon aus) hattet ihr Probleme mit einen beschlagenen Fang- oder Hauptspiegel?

Hauptspiegelzelle streng nach dem Buch von Berry/Kriege (also Obsession) nachgebaut, also nach hinten relativ luftig und nach vorne relativ lange Spiegelbox: Hauptspiegel bis jetzt damit überhaupt noch nie angelaufen ( Randdicke 42mm).
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-6j-57ae.jpg

Fangspiegelzelle luftige, sehr stabile Eigenkonstruktion.(Bild zeigt nur den Rohbau in der Experimentierphase) Fangspiegel bis jetzt nur einmal angelaufen( Embergeralm gegen 2h früh)
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-6i-74db.jpg
Sehr wohl aber laufen mir beim Skizzen zeichnen bei sehr kaltem windstillen Wetter relativ leicht die Okulare an, auch wenn sie vorgewärmt sind, da hilft dann ein aufgelegter Hitzepack.

CS Mike

 
Hallo Mike,

hohe Box, aber viel Platz für den HS und hinten absolut offen. Schätze der Quirl läuft nicht oder selten!?

Gruß
*entfernt*
 
Ja Günther, so is es.
Übrigens was vor langer Zeit sehr gut funktioniert hat, war der"Sarg nach Texereau" manche sagten auch Patriot-Abwehrrakete dazu :/

Das war ein viereckiger Tubus, hinten geschlossen,aber seitlich knapp vor dem 8Zoll Spiegel eine Serviceklappe. Diese wurde zum schnelleren Auskühlen vor der Beobachtung geöffnet und bei der Beobachtung geschlossen. Trotz des langen Tubus/f9) war damit Tubusseeing kaum ein Thema.
Hier ein paar Bilder vom ITT am Wöllaner Nock vom weißen Sarg, nach dem Umbau wars dann ein rundes blaues Rohr aus selbstgeplastertem GFK (ganz rechts zu sehen beim ITT auf der Embergeralm)
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-6l-9b04.jpg
CS Mike
 
Hi Mike,

schätze mal der Sarg war aus Holz, also gut gedämmt und der Spiegel hatte Platz. Das Voumen im Quadrat ist größer als in der Röhre und selbst die Röhren waren von erheblich größerem Durchmesser im Bezug auf die Spiegelgröße als heute. Wenn der Spiegel nicht mehr geblubbert hat, wars okay.
Serviceklappe gab oder gibt es noch bei den sehr guten Planetary-Newtons von AOK-Swiss.
Früher gab es gute Ansätze, wie auch schlechte.
So waren vielfach dicken Spiegel noch flächig auf starke Holzplatten geklebt, das war ziemlich übel (aus heutiger Sicht).

Gruß
*entfernt*
 
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