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GoTo? Wichtig und Nützlich für Anfänger?

AstroPZ

Mitglied
Hi Johanes
Als Benutzer von großen Dobsons (zunächst 8" ohne goto, dann 18" mit goto und seit 10 Jahren 25" mit goto) unterstütze ich Ewalds Eingangsstatement voll und ganz. Meines Erachtens ist goto die beste Erfindung, seit es große Dobsons gibt.
was für ein GoTo System benutzt du bei deinen grossen Dobsons (25", das ist echt groß)?

Um Nikis Vergleich mit der Pizza aufzugreifen: Es ist eigentlich nicht so, daß manche Pizza mögen und andere nicht. Alle wollen Pizza essen, und alle wissen, in welcher Pizzeria es die beste Pizza gibt. Manche benutzen ein Navi, um zu dieser Pizzeria zu kommen, andere fragen sich durch. Die erste Möglichkeit halte ich jedenfalls für besser. Einige meinen zwar, das Finden der Pizzeria durch Rumfragen sei selbst schon so schön, daß sie dann gar keine Pizza mehr essen wollen, wenn sie dort sind. Das kann ich aber nicht nachvollziehen.
Könnte es sein, dass der Vergleich etwas hinkt? ;)

Gruß
Peter
 

Horst66

Mitglied
Vergleich Navi: super hilfreich in Gegenden in denen man sich nicht auskennt, aber manchmal fast man sich an den Kopf, warum man Umwege fahren soll, wenn man es aus Ortskenntnis besser weiß....

Goto kann also durchaus sinnvoll und hilfreich sein, das empfindet man sehr persönlich,wie auch z.B. das Beispiel mit der Brille zeigt.

Beim Einsteigerequipment, dessen Budgetgrenze meist im 3.stelligen Bereich gesetzt wird, wird sich aber meiner Meinung nach ein Gotosystem schwer tun, denn das geht dann unweigerlich auf Kosten der noch bezahlbaren Öffnung.

Und auch wenn 3,4 oder 5" schon einiges zeigen können, wenn ich ohne Goto aber die Öffnung verdoppeln kann, ist das ein sehr gutes Argument auf Goto erstmal zu verzichten.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch Johannes ins Überlegen käme, böte man ihm im Tausch mit seinen 25" mit Goto ein qualitativ und in Sachen Gewicht/Handling vergleichbares 50" Gerät nur ohne Goto zum Tausch an.

Gruß Horst
 
Hallo Forum!

ich freue mich, dass mein Beitrag so viele interessante Antworten gebracht hat. Vielen Dank Euch allen die sich hier beteiligt haben und noch weiter mitdiskutieren.

Interessant fand ich, dass offensichtlich anders als ich gedacht hatte viele bereits auf GoTo Techniken setzen und auch verwenden. Was ich in meinem Beitrag nicht erwähnt habe, da hat Peter darauf aufmerksam gemacht ...
Betonen solltest Du noch, dass der StarSense nur bei einer Alt/Az Montierung in der beschriebenen Weise funktioniert.
... ja das ist richtig, ich habe eine Azimutale Montierung und bis jetzt nur damit Erfahrung. In der Tat weiß ich nur von der Celestron Seite wie die Starsense Option mit parallaktischen Montierungen arbeitet. Die Celestron Seite ist etwas ungeschickt aufgebaut, man muss oben erst eine Auswahl für die gewünschte Starsense Ausführung (Celestron/Skywatcher) einstellen und erst danach wird die ausführliche Info zur Starsense Option inklusive einer Liste der kompatiblen Montierungen unten eingeblendet.

Auf der Celestron Seite steht dann für parallaktische Montierungen ...

... StarSense an parallaktischen Teleskopen​

Auch an parallaktisch montierten Teleskopen (wie Celestron Advanced VX (Bild links), CGEM, CGEM DX, CGE Pro oder SkyWatcher SynScan Montierungen wie EQ6, EQ8, AZ-EQ5, AZ-EQ6) lässt sich das StarSense-Modul betreiben. Bei fest aufgestellten Montierungen haben Sie dann den selben Luxus wie bei den azimutalen Montierungen. Wenn Sie die Montierung aber mobil betreiben, müssen Sie sie weiterhin einnorden – schließlich muss die Nachführ-Achse parallel zur Erdachse stehen. Aber auch dabei hilft Ihnen das StarSense-Modul: ...

Es scheint auf Grund der unterschiedlichen Technik für azimutale und parallaktische Montierungen gibt es quasi zwei GoTo-Technik Welten. Der von mir beschriebene und vollautomatische Ablauf gibt es offensichtlich nur mit azimutale Montierung wie z.B. von Celestron die NexStar SLT, NexStar SE Serie, NexStar Evolution. So gesehen legt man mit der Auswahl des Montierungs Typs von Beginn an sich auf die mögliche GoTo Technik:
  • vollautomatisch
  • mit nötiger anfänglicher Einnordung
fest.

Ein gerade für Astrofotografie wichtiger Umstand bei azimutalen Montierungen ist die "Feldrotation". Ich kenne dies von meiner EAA Anwendung dass sich am oberen und unteren Rand mit der Länge der "Stacking-Zeit" ein schwarzer Rand bildet. Hier mal eine wenig gelungene Aufnahme von M101 die dies gut zeigt.

M101-1500-Stack_31frames_372s.jpg


Mich stört dies bei EAA überhaupt nicht, selbst wenn ich Aufnahmen 60 Minuten und länger stacke. Die Größe des Randes hängt von der Position des Objekts am Himmel ab. Bei Verwendung eines "Wedge" / "Polhöhenwiege" - das ist ein mechanischer, keilartiger Unterbau zwischen Stativ und der azimutalen Montierung wird die Feldrotation aber verhindert. Damit wird aus der azimutalen Montierung eine parallaktische Montierung. Ob mit einer Wedge dann ein vollautomatischer GoTo ohne Einnordung möglich ist, weiß ich nicht. Es wäre interessant, falls wer damit Erfahrung hat bzw. von Celestron sich hier dazu melden würde.

Einige Sternfreunde haben auch auf das "software-mäßige" Goto per Platesolving verwiesen. Ich bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen dies mit Shaprcap selbst auszuprobieren. Vom Ablauf her ist es mir schon klar wie es arbeitet. Sharpcap macht ja laufende Fotos die man auch zur Orientierung und Nachregelung/Nachführung verwenden kann/könnte. Bei Sharpcap werden dazu externe Software Module verwendet. Aber es stellt sich mir die Frage, wenn ich wie beschrieben die (azimutale-) Montierung irgendwie in den Garten stelle, gleicht ja das per Autoalign erzeugte Rechenmodell des Starsense beim Nachführen zum Beispiel aus, wenn ein Fuß der Montierung kürzer/schräger steht, als die beiden anderen Stativfüße. So habe ich schon Aufnahmen mit Sharpcap von gut 70 Minuten gestackt ohne dass mir das Objekt davon gelaufen ist. Hier ein Stack von M106 (leider mit Satelitten-Spur).

M106_1500_Rand_Stack_530frames_4240s_WithDisplayStretch.jpg

Falls ich kein Alignement mit der Starsense Option zuvor gemacht hätte, sondern lediglich grob in die Richtung von M106 gefahren wäre, dann per Platesolving mir M106 mittig in den Kamera Sensor geholt hätte, wer macht dann die Nachführung in den folgenden 70 Minuten und korrigiert dabei? Die azimutale Montierung, da ja kein Positionsmodell zuvor berechnet wurde, könnte ja besten falls automatisch wie Eieruhr die Position nachführen aber keinerlei Ausgleich zu einer Fehlstellung der Montierung/Stativ machen?

Bei einer parallaktischen Montierung, die ja eingenordet ist und werden muss ist die Nachführung bei Platesolving kein Problem, da würde dann die "Eier-Uhr" Technologie ausreichen um ausreichend nachzuführen. So gesehen wäre der "Software-mäßige" Platesolving Ablauf kein Ersatz bei azimutalen aber bei parallaktischen Montierungen! Oder muss man bei einer azimutalen Montierung und Plate-Solving halt laufend in einem Zeitintervall immer wieder neu "plate-solven" und dann neu mittig positionieren? Und kommt dann zum gleichen Ergebnis?

Vielleicht kann jemand etwas Licht in mein schwarzes Loch des Platesolving bringen?

MünchenBeiNacht - Ewald
 

AstroPZ

Mitglied
....
Einige Sternfreunde haben auch auf das "software-mäßige" Goto per Platesolving verwiesen. Ich bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen dies mit Shaprcap selbst auszuprobieren. Vom Ablauf her ist es mir schon klar wie es arbeitet. Sharpcap macht ja laufende Fotos die man auch zur Orientierung und Nachregelung/Nachführung verwenden kann/könnte. Bei Sharpcap werden dazu externe Software Module verwendet. Aber es stellt sich mir die Frage, wenn ich wie beschrieben die (azimutale-) Montierung irgendwie in den Garten stelle, gleicht ja das per Autoalign erzeugte Rechenmodell des Starsense beim Nachführen zum Beispiel aus, wenn ein Fuß der Montierung kürzer/schräger steht, als die beiden anderen Stativfüße. So habe ich schon Aufnahmen mit Sharpcap von gut 70 Minuten gestackt ohne dass mir das Objekt davon gelaufen ist. Hier ein Stack von M106 (leider mit Satelitten-Spur).

Den Anhang 199686 betrachten
Falls ich kein Alignement mit der Starsense Option zuvor gemacht hätte, sondern lediglich grob in die Richtung von M106 gefahren wäre, dann per Platesolving mir M106 mittig in den Kamera Sensor geholt hätte, wer macht dann die Nachführung in den folgenden 70 Minuten und korrigiert dabei? Die azimutale Montierung, da ja kein Positionsmodell zuvor berechnet wurde, könnte ja besten falls automatisch wie Eieruhr die Position nachführen aber keinerlei Ausgleich zu einer Fehlstellung der Montierung/Stativ machen?

Bei einer parallaktischen Montierung, die ja eingenordet ist und werden muss ist die Nachführung bei Platesolving kein Problem, da würde dann die "Eier-Uhr" Technologie ausreichen um ausreichend nachzuführen. So gesehen wäre der "Software-mäßige" Platesolving Ablauf kein Ersatz bei azimutalen aber bei parallaktischen Montierungen! Oder muss man bei einer azimutalen Montierung und Plate-Solving halt laufend in einem Zeitintervall immer wieder neu "plate-solven" und dann neu mittig positionieren? Und kommt dann zum gleichen Ergebnis?

Vielleicht kann jemand etwas Licht in mein schwarzes Loch des Platesolving bringen?

MünchenBeiNacht - Ewald
Hi Ewald,

das Plate-Solving ist für mich kein GoTo, es stellt nur fest wohin das Teleskop aktuell zeigt, egal auf welcher Montierung/Technik.

Ich benutze für meine Dobsons bei EAA eine EQ-Plattform. Die führt parallaktisch (!) nach.
Es gibt dabei kein Auto-Guiding. Das reicht aber für einige Minuten Aufnahmezeit.

Das Plate-Solving benutze ich um das Objekt manuell anzufahren. Das geht so:
Teleskop grob positionieren. Position grob auf Sternkarte einstellen.
PS machen, Position wird synchronisiert und auf Karte angezeigt.
Teleskop in Richtung des Objekts verschieben, wieder PS machen, bis das Objekt zentriert ist.
Geht mit Erfahrung mit ca. 2-3 Iterationen.

Ich könnte auch mit meiner anderen Kamera am Sucher/Guide-Scope laufend PS machen, praktisch wie Starsense.
ZB so: zusätzliche SharpCap Instanz starten, Skript benutzen, das laufend PS in diesem SharpCap macht.
Ist mir aber im Moment zu aufwändig.
Damit könnte man eventuell auch ein Guiding mit der EQ-Plattform realisieren. (Zukunfts-Ideen)

EQ-Plattform übrigens deswegen weil ich die grossen Dobsons (12", 20") benutzen will.
Sieht dann mit dem 12" nach 300s Stacking zB so aus (M51):
2021-06-02T06.30.41.png

Meine EBV Fähigkeiten sind noch bescheiden wie man sieht (ich hab' auch keine Lust da Stunden rein zu stecken). ;)

Gruß
Peter
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo Ewald,

ich hab etwas gezögert, mich an der Diskussion zu beteiligen... aber scheinbar bleibt es friedlich und ohne Fingerzeige, was mich freut.

Zu meiner eigenen GoTo-Erfahrung kann ich sagen, dass ich anfangs ca 1,5 Jahre ohne Goto war. Mein Hauptproblem war immer das Erkennen von den Himmelsobjekten mit der Frage, ob ich denn nun wirklich am richtigen Ort suche. Da habe ich anfangs Stunden mit der Suche nach M31, M51 oder M81/82 verbracht, die ich inzwischen im Schlaf finde. War sicher ein Lerneffekt, aber GoTo macht die Nächte natürlich produktiver. Und vor allem: wenn ich ein zuverlässiges GoTo habe, dann weiß ich zumindest, dass das Objekt im Okular sein muss und kann mich auf das Erkennen und Beobachten konzentrieren.

Allerdings - und das wurde auch schon gesagt - darf das Goto nicht auf Kosten von Öffnung gehen. Diese kleinen Meade Gabelmontierungen mit Goto finde ich zwar ganz putzig, aber mit einem 90 mm Mak drauf sieht man halt ausser Planeten und Mond fast nichts. Da brauche ich das GoTo dann nicht. Und als Anfänger hätte ich persönlich sicher keine 2000 Eur für ein Teleskop mit GoTo ausgegeben, weil ich überhaupt nicht wusste, ob mich die Astronomie langfristig interessiert.

In sofern würde ich sagen: GoTo ist für den Anfänger sinnvoll, aber es schadet auch nichts, wenn man die ersten Erfahrungen ohne GoTo macht und dann aufrüstet, wenn man - trotz einiger Frusterfahrungen - bei der Astronomie bleiben will.

Platesolving ist übrigens auch noch eine meiner Baustellen. Ich hab die Software zwar schon installiert und mit SharpCap gekoppelt, aber der Hänger ist bei mir die Verbindung zwischen PC und dem 12 Jahre alten CPC - USB auf COM-Stecker... das Notebook bekommt keine Verbingung. Der Rest ist - soweit ich es verstanden habe - die Steuerung des Teleskops per Stellarium oder CdC. Sobald das Notebook über Platesolving weiß wo das Teleskop gerade hin zeigt, kann es über Stellarium oder CdC zum Beispiel gesteuert werden. Da klicke ich in Stellarium auf ein Objekt, gebe den Schwenkbebefehl und das Teleskop saust dorthin. So zumindest mein ungeprüfter Wissensstand.

CS.Oli
 

Patrick87

Mitglied
Hallo zusammen,
Ich klinke mich als -so würde ich mich bezeichnen- ambitionierter Anfänger mal ein:

ich habe vor gut 15-17 Jahren mein erstes besseres Teleskop in Form eines 114/900 Kaufhaus- Newtons bekommen- auf einer wunderbaren Montierung mit eingebauter Schwingfunktion (Achtung, Sarkasmus; für mich war das Teil damals „genial“- dachte ich, später stellte sich heraus dass die Montierung einfach nur labberig war)

ich habe z.B. versucht den Orionnebel per Star-hopping zu finden und wenn ich vermeintlich etwas in Okular hatte und versuchte es mit den Beilage-Okularen scharf zu stellen, wabbelte alles.
Also dachte ich : nimm mal etwas einfacheres: Sterne. Also habe ich mir Sterne im Teleskop angeschaut. Ich könnt euch denken dass das für mich nicht wirklich erfüllend war- denn die Sterne sehen ja im Teleskop immer noch wie Sterne aus. Schönere Dinge wie Nebel oder Galaxien habe ich einfach nicht gefunden. Ich hatte zwar etwas in Okular, konnte aber nicht ausmachen, ob es nun mein Zielobjekt war, oder nicht. Es war einfach nur ein verwaschener Brei. Mir fehlte also das richtige „wow-Erlebnis“
Schnell verlor ich damals die Lust am Teleskop- einfach weil ich als Schüler (bzw. Azubi später) nicht die finanziellen Mittel hatte für gute Okulare, die stabile Montierung usw. um etwas hätte verbessern zu können.

Damals habe ich mir gesagt (weil ich von GoTo da wusste) „irgendwann holst du dir mal etwas richtiges.
Kürzlich habe ich mir dann einen 8“ Newton und eine GoTo-Montierung geholt. (Und einige gute Okulare im Preissegment zwischen 100 und 200 Euro- also eben keine günstigen, um nicht an falschen Ende zu sparen) Direkt am ersten Abend habe ich Sternenhaufen gefunden, Nebel, kleinere Galaxien. Ich fühlte mich wie das Kind von damals- nur eben mit Erfolgserlebnis :)

Was ich sagen will :
Für viele Anfänger ist es, so glaube ich, sehr schwer sich am Himmel zurecht zu finden und das Hobby verschwindet schnell wieder in der Versenkung wenn nicht zeitnah ein Erfolgserlebnis eintritt. Viele machen glaube ich auch den Fehler und verlassen sich hier auf das Marketing und kaufen „für den Anfang erstmal billig“ (ich sage bewusst billig und nickt günstig) weil die schauen wollen, ob ihnen das Hobby Spaß macht. Goto ermöglich es hier etwas „Sicherheit“ zu geben dass man sich zumindest darauf einigermaßen verlassen kann, das gewünschte Objekt zumindest in Okular zu haben. Man muss dann „nur noch“ scharfstellen. Aber da eine Montierung in der Preisklasse mit GoTo nicht so wackelig ist, wabbelt zumindest nichts hin und her und so ist auch das schnell gemeistert.
Ich für mich habe gelernt, ich möchte auf GoTo nicht mehr verzichten.

Also klar, um die Montierung richtig aufzustellen etc. Muss man wissen was man tut und die Materie verstehen- davon möchte ich hier nicht reden- sonst bringt einem auch GoTo nichts, wenn die Montierung irgendwie in die Landschaft gestellt wurde und man denkt „Hab ja GoTo, das macht ja alles für mich“

Gruß
Patrick
 
Hallo Peter,

mit der EQ-Palttform ist es noch mal was anderes. Da stellt sich dann die Frage nicht nach der Nachführung. Die ist dann ja serienmäßig mit eingebaut. Das ist dann wie mit der Autoaligned Azimutal Montierung für meinen kleine Skywatcher. Ich schaue mir in den nächsten Tagen diese EQ Plattform für unseren Rossone an, dann kann ich mich auch mal mit dem 10" Newton und EAA spielen.

Dein Foto braucht nur ein klein wenig "Liebe" - Ich habe mal im Photoshop mit höchstens einer Minute Zeitaufwand ein bisschen was gemacht... aber ist natürlich immer Geschmackssache, was gefällt, vielleicht noch ein wenig sehr blau ...

MaN-2021-06-02T06.30.41.jpg


Viele Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 

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AstroPZ

Mitglied
Hi Ewald,

wow, was man darausholen kann!
Muss ich mir gleich abspeichern. ;)

War mir klar, dass ich kein guter EBVler bin.
Ganz kurz, mit den Farben tu ich mich immer schwer. Bei mir ist immer alles S/W. ;)
Wie hast du die Farben rausgekitzelt?

Gruss
Peter

Jetzt wieder zur Sofi (im 12")!
 

Lloyd69

Mitglied
Hallo Forum!

... ja das ist richtig, ich habe eine Azimutale Montierung und bis jetzt nur damit Erfahrung. In der Tat weiß ich nur von der Celestron Seite wie die Starsense Option mit parallaktischen Montierungen arbeitet. Die Celestron Seite ist etwas ungeschickt aufgebaut, man muss oben erst eine Auswahl für die gewünschte Starsense Ausführung (Celestron/Skywatcher) einstellen und erst danach wird die ausführliche Info zur Starsense Option inklusive einer Liste der kompatiblen Montierungen unten eingeblendet.

MünchenBeiNacht - Ewald
Hallo Ewald
StarSense auf der parallaktischen Montierung (AVX) ist noch einfacher wie auf der Alt/Az Montierung. Datum/Uhrzeit Koordinaten und Kalibrieren der Kamera findet nur zur Installation statt.
Wenn ich meinen Beobachtungsabend starte wird die Montierung nach Norden ausgerichtet (mal grob, mal mache ich mir die Mühe mit Polsucher) und schalte die Montierung ein. Die Handbox fragt welches Align ich möchte und ich wähle StarSense Auto. Danach die Frage ob die Montierung auf den Indexmarkern steht und diese nur noch bestätigen. Dann startet das Aligment. Habe von der Terrasse begrenztes Sichtfeld von NNW-SSW. Da StarSense immer versucht Sterne beidseitig des Meridian zu finden tut er sich manchmal schwer da ein Großteil der westlichen Seite durch das Haus abgedeckt ist aber in 95% klappt das Aligment auch kurz nach Sonnenuntergang am Stadthimmel.
CS
Dietmar
 

Lloyd69

Mitglied
Hallo Peter, bei der groben Aufstellung die für das einfache Beobachten ausreicht nicht, wenn man eine längere exakte Nachführung möchte dann ist eine genaue Polausrichtung wichtig. Aber das hängt ja dann nicht mehr am StarSense sondern an der Montierung selbst die dann bei ungenauer Polausrichtung langsam aber sicher abdriftet. Das StarSense macht nur das Aligment in Verbindung mit der Montierung, deshalb auch die unterschiedlichen Arten von Aligment zwischen AltAz und parallaktischer Montierung. An meinem AltAz SLT muss ich auch jedesmal Datum Uhrzeit eingeben wie Ewald geschrieben hat. An der AVX ist das ja auch ohne StarSense nicht nötig. Also übernimmt StarSense nur das reine Aligment, der Rest macht die Technik der Montierung. Das jedenfalls meine Erfahrung mit StarSense. Es gibt ja nur 2 verschiedene StarSense Typen, eins für Skywatcher Teleskope und eins für Celestron Teleskope. Wenn es also bei den Celestron Teleskopen bei unterschiedlichen Montierungen und gleichem StarSense unterschiede in der Anwendung gibt kann es nur an der Montierung liegen.
 

casati

Mitglied
Hallo Dietmar,

dann bleibt also wohl nur EKOS, um zu möglichst genauem Polar-Alignment für EAA & Fotografie mit einer EQ-Montierung zu kommen. Fürs Visuelle langt ja ein 2-Sterne Alignment, egal ob Skywatcher Alt/Az- oder EQ-Mode. Ich werde die nächsten Tage mal die EKOS-Methode an meiner EQ5 ausprobieren. NUR Sicht nach Osten +/- 20 Grad in Azimuth.

Gruß,
Peter
 

Lloyd69

Mitglied
Hallo Peter,
ja StarSense hilft dir da nicht, nach erfolgreichem Aligment greift es nicht weiter ein. Prinzipiell kann man sie danach abhängen. Celestron hätte mit dieser Kamera noch wirklich gute Möglichkeiten über Guiding oder sonst was aber Aufgrund der wohl eher bescheidenen Verkaufszahlen gibt es hier kaum oder eher keine Weiterentwicklung. Sieht man ja schon am Handcontroller selbst der nur Englisch kennt. Jede andere Celestron Handcontroller bei mir beherrscht Deutsch und mehrere andere Sprachen. Eigentlich schade!
 

Denebolus

Mitglied
Kurzer Einwurf, ohne einen weiteren Diskussionsstrang zu öffnen: Polaralignment ist die mechanische Ausrichtung der Polachse (auch ohne Sicht zum Pol) - und das wird von der AVX-Controllersoftware unterstützt, und sollte auch im StarSense-Handcontroller auswählbar sein. Dabei wird zunächst Star Alignment gemacht... danach Polausrichtung ... dann nochmal Star Alignment.

Besten Gruß
Micha
 
Hallo Peter
eigentlich nur in einer zweiten Ebene die hellen Töne hervorgehoben und mit Tonwertkurve die dunklen Töne verstärkt!

Hallo Dietmar,

Wenn ich meinen Beobachtungsabend starte wird die Montierung nach Norden ausgerichtet (mal grob, mal mache ich mir die Mühe mit Polsucher) und schalte die Montierung ein. Die Handbox fragt welches Align ich möchte und ich wähle StarSense Auto. Danach die Frage ob die Montierung auf den Indexmarkern steht und diese nur noch bestätigen. Dann startet das Aligment. Habe von der Terrasse begrenztes Sichtfeld von NNW-SSW
so habe ich es mir eigentlich vorgestellt. Nur wenn man es nicht mindestens ein Mal selbst gemacht hat, bleiben oft Fragen. Danke! Ich werde es bei mir mal mit der "Wedge"/Polhöhenwiege ausprobieren. Im Moment sind nur klare Nächts so rar, dass ich wenn es Nachts dann mal klar ist diese nicht mit Gebastel und Ausprobierei vergeuden möchte.

Viele Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Peter!
Will aber nicht auch noch ein anderes Tool benutzen
Das verstehe ich gut. Mich kostet es auch jedes Mal Überwindung in ein neues Tool einzusteigen. Wenn man es dann doch tut stellt es sich manchmal hinterher als sinnlos, für den eigentlichen Zweck ungeeignet und damit als Zeitdiebstahl heraus. Minuten, Stunden oder Tage sind einem vor dem Bildschirm verronnen, Zeit in der man vieles andere oder schlicht weg auch gar nichts ( = ausruhen und Seele baumeln lassen) machen hätte können.
Ich verwende übrigens nicht Photoshop im ABO-Modell, sondern wir haben die letztne "käuflichen CS6" Version, vor Jahren teuer gekauft im Einsatz. Diese Version läuft bis jetzt brav unter neuester Windows 10 PRO. Susanne sagt immer sie nimmt Ihre Version mit ins Grab! Ab und zu kann man so eine Lizenz auf ebay kaufen. Wird zwar nicht verschenkt, aber ich finde es lohnt sich. Ich will kein monatliches Abo zu absurden Preisen bezahlen. Dafür schäme ich mich dann fast im umgekehrten Fall nur knapp € 15 im Jahr für Sharpcap PRO als Nutzungslizenz zahlen zu können ...
Solltest Du Dich zu Photoshop oder auch Gimp ( dazu habe ich dann keine Ahnung, soll aber sehr ähnlich sein ) aufraffen und Du hast Fragen, versuche ich gerne zu helfen und kann auch noch meine Photoshop-Fee Susanne :cool: fragen ...

MünchenBeiNacht - Ewald
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Ewald,

danke für deine Tipps.

GIMP habe ich probiert. Kann ich aus meiner Sicht nicht empfehlen, ist für mich ziemlich sperrig.

Eine mM wirklich gute Alternative zu PS ist Affinity Photo. Das hat eine Ebenen Verarbeitung praktisch wie PS und ist sehr günstig (ca. 40€).
Es kann, glaube ich, auch die Macros/Plugins von PS laden. Hab's aber nicht ausprobiert, bin mir deswegen nicht sicher. Man müsste Topaz AI mal ausprobieren.

Und ganz wichtig, unter den AP Entwicklern sind Astrofotografen, deswegen haben sie auch schon einige Astro-Tools direkt eingebaut (Stacking-Modul und Align Layers by Stars, gaaaanz wichtig!!!! ). AP könnte wirklich toll werden.
Und es gibt auch jetzt schon die tollen Astro Macros von James Ritson.

Also PS kommt mir definitiv nicht ins Haus!.
Und PixInsight habe ich noch nicht gekauft, weil SiriL ist eigentlich auch sehr gut (und Affinity Photo).

Gruß
Peter
 

Denebolus

Mitglied
Ihr wisst schon, dass die Diskussion über Bearbeitungssoftware jetzt mal nicht mehr so viel mit dem eigentlichen Thread zu tun hat?
Nur so als Randbemerkung, bevor's zu sehr abdriftet :cool:

Nix für ungut
Micha
 

Chris_EDNC

Mitglied
Für eine äquatoriale Montierung/Nachführung muss die Montierung zuvor "polar aligned" sein.
Nur wenn man nachführen/fotografieren will.
Ansonsten ist es wirklich sehr einfach mit Starsense die Montierung auszurichten. Nachdem sich das Teleskop eingelernt hat, weiss es ganz genau, um wieviel die Polachse verschoben ist und man kann dann ähnlich wie mit Sharpcap die Polachse einnorden. Geht eins fix drei.

Chris
 

jbrachte

Mitglied
Hallo Peter,

ich habe meinen ServoCat vor ca. 17 Jahren gekauft, fertig installiert am 18" Obsession. Als ich mir später den 25" selbst gebaut habe, habe ich den ServoCat vom 18" demontiert und am 25" installiert. Ich habe die Generation I, inzwischen ist man wohl bei Generation III. Damals war der ServoCat so ziemlich das einzige System dieser Art. Inzwischen gibt es auch andere, und billigere Fabrikate. Man muß aber auch darauf schauen, was das System jeweils kann oder nicht kann. Inzwischen lassen manche Dobsonauten das ArgoNavis weg und kombinieren den ServoCat stattdessen mit dem Handy (SkySafari). Beim letzten Deepsky Meeting, das noch in Präsenz stattgefunden hat, haben Andreas W. und ich einen Vortrag gehalten über das System und die verschiedenen Möglichkeiten, es zu betreiben.

Davon, daß der ServoCat nicht mehr erhältlich sein sollte, weiß ich nichts. Obsession bietet seine Dobsons jedenfalls weiterhin mit fertig montierten ServoCats an.

Der ServoCat hat in der Tat eine ST 4 Schnittstelle. Die habe ich für das Autoguiding benutzt, als ich seinerzeit mit CCD Langzeitbelichtungen experimentiert habe.

"In Kombination mit einer EQ-Plattform?"
Nein, das macht keinen Sinn. Der ServoCat ist ja gerade die Alternative zur EQ-Plattform.
Man kann den ServoCat für sich alleine betreiben (also ohne ArgoNavis bzw. Handy mit SkySafari). Dann führt er das Teleskop nach, so wie eine Plattform das auch tun würde. Aber der Plattform gegenüber besitzt er mehrere Vorteile:
- leicht und klein (je größer der Dobson, desto größer auch die Plattform, die man eigens verstauen, schleppen, aufbauen und einnorden muß)
- vergrößert nicht die Höhe des Einblicks
- muß nicht zurückgesetzt werden
- erzeugt keine mechanischen Instabilitäten, wie sie durch die Plattform auftreten.

Nimmt man ArgoNavis bzw. Handy hinzu, dann erweitert sich der ServoCat vom bloßen Nachführsystem zum Goto plus Nachführung.

Viele Grüße
Johannes
 

Ralf

Mitglied
Servus,
dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu....
Ich bin ja nun auch schon sehr lange dabei und hatte schon immer Goto obwohl ich
ich mich am Himmel auskenne, LX200, Skysensoren, JMI max. Derzeit am Dobson einen GAT M3 ebenso an der Giro.
Die knappen Beobachtungstage möchte ich nicht mit rumsuchen verbringen, deshalb Goto. Anderen macht halt die sucherei Spass, jeder Jeck ist anders....
Letztenendes muss das jeder für SICH selbst entscheiden.

Gruß
Ralf
 

fizeff

Mitglied
Mein etwas emotionaler Senf zum Thema:
Nach 30 Jahren Pause und Wiedereinstieg vor ca. 1 Jahr: ich würde jedem Anfänger GoTo als absolutes Muss empfehlen, falls er einfach was sehen möchte und schnell ein Erfolgserlebnis haben will. Ich fand es niemals als Bereicherung am Rohr entlang zu peilen, im nassen Gras oder Schnee zu knien, Sucher zu justieren, Starhopping mit A2 grossen eingeschweißten Sternkarten, Sucherkaertchen zeichnen und langsam einzufrieren. Damals in den (70er/80er) hat man die halbe Nacht nur mit Suchen verbracht, gehörte man nicht zur Elite mit einer fest installierten und eingerichteten Montierung.
Ja es war ein Erfolg, wenn man ein schwaches Objekt gefunden hat, aber es gab keine Alternative und man musste da durch. Ziel ist zumindest bei mir das Beobachten und fotografieren, nicht das Suchen. Viele hat gerade dieses Thema am Ende frustriert oder abgeschreckt.
Das Interesse an unserem Hobby ist groß in der Bevölkerung (hab eine süddeutsche Volks Sternwarte mit gegründet, öffentliche (Dia-)Vorträge gehalten) Der schlimmste Interessekiller wenn Freunde, Familie,etc am Teleskop stehen ist…..Suchen! Um so einfacher das Finden der Objekte am Himmel ist umso mehr Menschen können wir für die Astronomie begeistern und wir brauchen die Öffentlichkeit wenn man auf die Probleme wie Starlink etc. hinweisen möchte. Der Nachthimmel hat leider keine wirkliche Lobby.

Als ich wie schon gesagt nach 30 Jahren Pause wieder angefangen habe, war ich absolut begeistert, Stacking, PlateSolving….genial. Das non plus Ultra aber ist für mich Goto (wenn der Controller funktioniert)! Man kann sich auf das Beobachten und die faszinierenden Objekte dort oben konzentrieren. Objekt in der SkySafari App auswählen, goto und mmmm, mmmm,…. steht die Galaxie in der Mitte des Gesichtsfeldes und wenn man Gästen dann noch sagen kann wieviel Mio Lichtjahre die entfernt ist, ist jeder glücklich.

Soll unser Hobby aus dem Elfenbeinturm heraus, dann sind Goto und PlateSolve wichtige Schritte und ein Muss um die Faszination des Nachthimmels in die Öffentlichkeit zu tragen.

Grüße und sorry für das Mehr an Emotion
Markus
 
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