GSO 150/900

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sega

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Hallo an alle!

Gibts eigentlich noch keine (ins Forum gestellte) Erfahrungsberichte zum lange Zeit heiss begehrten "hier entwickelten" 6" f/6 vom Wolfi, oder war ich zu blöd, die Suchfunktion richtig zu verwenden?

Liebe Grüße & ds (dry skies)
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

erste Erfahrungsberichte werden sicher kommen aber das braucht halt Zeit, das Fernrohr ist erst seit wenigen Wochen in Auslieferung.

Alles, was jetzt käme, wären Schnellschüsse und damit nicht wirklich brauchbar. Bestenfalls erste Eindrücke kann man in der kurzen Zeit erwarten.

Viele Grüße

Wolfi
 
Moin Wolfi,

Du soltest nochmal über den Angebotstext drüberschaun.

Im Teil Astrofotografie schreibst Du: kein Koma-Korrektor nötig

Im Teil 2" Auszug: Es lassen sich Koma Korrektoren adaptieren, nur so wird scharfe Randabbildung möglich :help:
 
Hallo,

ich bin gerade dabei einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Leider war wetterbedingt erst 1 1/2 Nächte mit dem Gerät zu nutzen :)

Wenn du Fragen vorab hast dann melde dich via PN.

Bisher hab ich ihn primär visuell getestet, der fotografische Test fiel weitgehend ins Wasser weil mein T2 Adapter ein hochbauender eines Refraktors ist, wenn ich Glück habe finde ich einen Fotografen der mir seinen mal leiht... Das einzige was ich veruscht habe waren unscharfe Aufnahmen die ich dann stark bearbeitet habe um eventuelle Vignettierungen mit dem 50mm Fangspiegel festzustellen - konnte ich nicht, es gab keine, aber ich bin kein Fotograf und weiss von daher nicht ob das aussagekräftig ist.

Ansonsten bin ich schon von dem Gerät überzeugt, die Verarbeitung ist wie ich es von anderen GSOs kenne gut und den Spiegel konnten wir an einem Abend sogar mit einem Ronchiokular begutacheten, er hat sich sehr gut geschlagen ;) Auch die leider noch wenigen Objekte die ich damit beobahten konnte zeigten sich klasse.

Viele Grüße Benny
 
Hallo Sebastian,

ich nenne das Teil seit 3 Wochen mein eigen. Kann aber bis jetz auch nur 1 Abend Beobachtung - bei guten äußeren Bedingungen (fst, Seeing, Transparenz) - damit vorweisen. Da waren die Standartkerzen dran (M 27, M57, NGC 7000, Cirrus, epsilon Lyrae, Jupiter). Die optische Leistung überzeugte dabei! Allerdings hätte der Kontrast am Planeten besser sein

Aber warum muss das Ding einen 50mm FS haben? Vermutlich, damit man bei der Fertigung beim Offset rumschludern kann -sprich ihn nicht an der Spinne oder beim Befestigen des FS auf dem Halter berücksichtigen muss- und trotzdem volle Ausleuchtung (auf Kosten des Konrastes) hat.
Oder damit den viel bekundeten Fotoambitionen der Anfänger Rechnung getragen wird. Aber wer knipst schon mit f/6, wenn man die gleiche Öffnung mit f/5 bekommt!? Ob man beim f/6-Newton wirklich ohne Koma-Korrektor hinkommt kann ich nicht beurteilen; ich knipse nicht.

Wegen der "fototauglichkeit" ist für den visuellen Beobachter auch eine 35mm Verlängerungshülse im Lieferumfang enthalten um mit lt. Produktbeschreibung "Okularen mit tiefer Feldebene" in den Fokus zu kommen. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass ein Skywatcher Super-Plössl 32mm, ein Vixen LVW 22mm, ein Meade SWA(4000) 13,8mm, eine Goldkante 9mm und ein HR Planetary 5mm Okulare mit tiefer Feldebene sind. ?)

Da ich aber von der Optik meines Tubusses und der Leistungsfähigkeit einer 6" f/6 Newton-Konstruktion grundsätzlich überzeugt bin, finde ich das Gerät echt gut.
Optisch und mechanisch (einfach, aber solide) ist das Gerät bestimmt am oberen Limit was man aus dem Preis für das Gerät rausholen kann.
Wer mehr aus der guten Optik rausholen will muss Basteln. Wie immer bei einem Gerät von der Stange.

Ich betreibe das Teil übrigens auf einer Vixen New Polaris auf orig. Holzstativ, die das Gerät und knapp 8,5 kg Gegengwichte recht zufriedenstellend trägt! Ein weiterer Pluspunkt für das Gerät (und auch die Montierung ;) )

Mein Ersteindruck also: Ein Gerät mit gutem Preis-Leistungsverhältnis, doch die Zugeständnisse an die Fototauglichkeit schmälern das Leistungspotential der guten Optik (am Planeten) leicht.

Viele Grüße

Werner
 
Hallo Werner,

wenn das Gerät am Planeten wirklich ein Kontrastproblem hat, dann ist das schon kritisch. Wo kann das Kontrastproblem herkommen? Streulicht wohl eher nicht, sonst wäre das Problem auch bei den anderen Objekten aufgetreten.

Wie war denn die Trennung von Epsilon Lyrae? Waren die Komponenten gut getrennt, oder noch miteinander verbunden?

Viele Grüße
Andreas
 
hallöchen,

einen 50mm FS nimmt man wenn man fotografisch volle Ausleuchtung haben will. Bei meinem planetenoptimierten 150/900 von Orion ist gradein 31mm FS und ein kurzbauender OAZ drin. Den OAZ samt FS und Spinne habe ich 60mm nach vorn gesetzt.

Was mich am GSO interessiert: Wie ist denn die Optik so? Hat jemand einen Sterntest gemacht und kann etwas über die sphärische Korrektur etc sagen?

danke und lg und cs auch! Tommy
 
Hallo Andreas,

die Trennung von epsilon Lyrae war kein Problem. Die Beugungsscheibchen waren bei beiden 2-fach-Systemen voneinander getrennt, die Beugungsringe berührten einander.

Von einem kritischen Kontrastverhalten möchte ich nicht sprechen. Aber mit einem kleineren Fangspiegel (wie z.B. von Tommy beschrieben) wäre dem guten HS sicher besser gedient.
Streulicht schließe ich mal aus, da ich den Tubus schon mit Velours versehen habe. Klar gibt es noch das ein oder andere glatte Kleinteil im Tubus, aber die sind nicht wirklich streulichtrelevant.

Viele Grüße

Werner
 
hallo Werner,

miss mal den Abstand HS-FS. Was dann auf die Brennweite fehlt, ist der Abstand des Brennpunktes zur optischen Achse.
Dieser Wert, geteilt durch das Öffnungsverhältnis 6, ergibt die minimale Grösse des FS um ein ausgeleuchtetes Bildfeld zu erzeugen.

Wenn man zB so 7mm ausgeleuchtetes Bildfeld für visuell als ausreichend ansieht, diese 7mm dazuaddieren, dann kommt der FS-Durchmesser raus den man nehmen kann ohne das ganze System zu ändern, also den OAZ und FS weiter vor setzen, wie ich es getan habe.

lg Tommy
 
Hallo Leute,

ich habe auch so ein Teil hier, die Priorität liegt aber zunächst Mal bei der Entwicklung und dem Bau einer funktionellen und günstigen Rockerbox.
Firstlight hatte er noch nicht, zuerst die Box.

Mit den grob gemessenen Daten des Newtons gefüttert akzeptiert My Newton bei voller Ausleuchtung (12 mm) einen 40 mm FS, bei kompromissbereiter Auslegung bezüglich der Ausleuchtung (8 mm) auch einen 36er ohne Änderungen an der Tubuslänge und am OAZ. Man kommt dann von 33% auf 26% bzw. 23% Obstruktion runter und spätestens der letzte Wert müsste auch dem anspruchsvollen visuellen Beobachter genügen. Es dürfte dann der Mehrzahl von uns schon schwer fallen, obstruktionsbedingte Kontrastverluste dingfest zu machen.

Machen wir uns nichts vor, dieser Newton ist ein günstiges Kompromiss-/Einstiegsgerät für (noch unentschlossene) fotovisuelle Anwender und wer sich rein visuell betätigt findet neben den üblichen Tuningmaßnahmen an der Fangspiegeleinheit sehr viel Potenzial.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

die Verlängerungshülse kann der visuelle Beobachter beruhigt dauerhaft im OAZ lassen, selbst das intrafokal kritischste Okular - das 14mm Speers Waler - kommt sonst nicht in den Fokus. Ein Kontrastproblem habe ich noch nicht festgestellt, allerdings ist der Tubus schon auskleidungswürdig! Wir haben ein noch ungelöstes Phänomen was nur bei einem 10mm Speers Waler und dem 13mm Nagler auftrat, nicht aber aber bei den anderen an diesem Abend getesteten Okularen (5mm Nagler, 4,9mm Speerswaler, 7mm UWAN, 14mm Speers, 22mm LVW, 30mm UWA, 32mm Plössl) - die Feldblende zeigte sich unscharf und aufgehellt, wir nehmen an es liegt an der Fokallage der beiden die wohl nah beieinander liegen, dass da irgendwas strahlt, genau werde ich das erst wissen wenn er velourisiert ist... Es liegt definitiv nicht am OAZ Rohr, denn das reicht ja beim 14mm Speers weiter rein gibt aber keine Aufhellung.

Die Optik haben wir uns auch angeschaut, sowohl im Sterntest als auch im Ronchiokular sah die ausgesprochen unauffällig aus, Linien waren gerade udn parallel als Vergleich stand ein "verbrieft" sehr guter 10"er Selbstbau daneben.

Viele Grüße Benny
 
Hallo Günther,

ich habe das Gerät schon genau vermessen. Die Brennweite habe ich von der GSO-Produktseite . Hab die Daten auch in MyNewton gehackt (siehe Screenshot). Aber wenn ich mit der Feldausleuchtung und FS-Durchmesser rumspiele -ohne Änderung der restlichen Geometrie, komme ich für 12mm voll ausgeleuchtetes Feld auf 47mm FS-Durchmesser und bei wirklich kompromissbereiten 8 mm Vollausleuchtung auf 44 mm.
Einen Eingabefehler habe ich soweit ich erkennen kann nicht gemacht, oder!?

Wie kommst du auf deine Werte?


Viele Grüße

Werner

P.S.: Die Geometrie des OAZ ist nicht ganz korrekt auf dem Screenshot. Die Lage der Brenneben über optischen Achse jedoch!
 

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Hallo Werner,

ich hatte bewusst "grob gemessen" geschrieben. Ich hatte den Tubus nur kurz zur Verfügung.
Soweit ich Deine Daten entziffern kann, haben wir da einige Abweichungen die das erklären, z.B. habe ich einen größeren Abstand zw. OAZ und HS eingetragen.
Ich kenne mich auch nicht so besonder gut mit dem Programm aus. Dein OAZ ist allerdings ein recht hoher Turm!?

Ich jedenfall muss da noch Mal genauer ran. Dennoch denke ich, dass zumindest ein 40 mm FS visuell gut machbar ist.
Es ging ja nur darum, aufzuzeigen, dass man mit dem Teil einen Allrounder bekommt den man durchaus auch über Maßnahmen am FS spezialisieren kann.
allererste Sofortmaßnahmen wären für mich ohnehin Velourierung des Tubus + Tau-/Streulichkappe und eine saugende Lüftung hinter dem FS, also
Minimierung von Streulicht und thermische Beherrschung des Tubus.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

zum "recht hohen Turm" siehe das P.S. meines letzten Beitrages. (In natura ist der OAZ samt 35mm Hülse doch wirklich ein langer Turm auf dem Tubus.)
Ausschlaggebend ist die Höhe der Fokalebene über der optischen Achse des HS. Und die habe ich gemessen und richtig eingegeben.
Wenn ich mir dann die Ausleuchtungstabelle (s. Abb. u.) eines -visuell wünschenswerten- 40mm FS ansehe, dann weis ich nicht, wie man ohne Vergrößerung des Abstandes HS zu FS damit auskommen soll. 3mm Vollausleuchtung ist auch visuell zu wenig. Eine visuell vertretbare halbe Magnitude Helligkeitsverlust hat man bereits bei 32.5mm Felddurchmesser, d.h. bei einem Okular, das an dem Gerät gut 2° wahres Gesichtsfeld liefert würde der Helligkeitsabfall visuell nicht auffallen, bei größeren Gesichtsfeldern schon. Da lohnt es sich nicht ein 2 Zoll Oku reinzustecken, oder!?

Aber eigentlich will ich auch gar nicht mehr auf dem großen Fangspiegel rumreiten. Er ist nunmal drin, stört nicht wirklich die gute Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems :super: , und wenn er mich irgendwann mal wirklich stört, dann gibt´s ´nen kleineren FS samt längerem und größerem HP-Tubus und ´nem flachbauenden OAZ.

Mit Velours habe ich meinen schon ausgekleidet, und bin grade dabei einen 120mm PC-Lüfter an die Kiste abnehmbar anzubringen.
Bin gespannt was die "thermische Beherrschung" (geiler Begriff übrigens! :biggrin: ) beim Beobachten ausmacht. Eine lange Taukappe solls auch noch geben.

Viele Grüße

Werner
 

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hallo Werner,

wenn du im MyNewton für die Höhe des OAZ 70mm eingibst und unter "Extra Höhe für Zubehör" den richtigen Betrag damit die Höhe der Brennebene über optische Achse stimmt, bekommst du ein maßstäblich richtiges Bild ausgegeben. Für die Fangspiegeldimension aber unerheblich.

Naja, mit 33% linearer Obstruktion und FS-Streben zeichet der GSO ja noch weicher als ein gutes SCT. Da wäre ein kleiner Umbau schon überlegenswert für mich :-)

lg Tommy
 
Hallo Reiner,

also wenn Dein Ergebnis bezüglich der Ausleuchtung so stimmt, ist das gute Stück ja dann wohl doch nicht so der Allrounder der er ja eigentlich einmal werden sollte.
Es gibt dann zwar jede Menge Backfokus so das man da sicher keine Probleme haben wird aber der Preis der dann doch recht hohen Obstruktion ist leider besonders für mich als Planetenbeobachter inakzeptabel.
Wie groß ist denn genau der Abstand Hauptspiegel – Fangspiegel?

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

solange es nur an der Ausleuchtung liegt, kann man doch den Standpunkt vertreten, dass es dem Einsteiger mehr als zumutbar ist, mit solcher Obstruktion zu beobachten. Entwickelt man sich weiter, stellt sich die Frage, ob es nicht ein recht geringer Aufwand ist, einen kleineren Fangspiegel zu beschaffen und aufzublobben. Silikon gibt's im Baumarkt und Streichhölzer wahrscheinlich auch...

Ich denke, dass bei den handelsüblichen Geräten von der Stange Obstruktion bei den Abbildungsproblemen recht weit hinten rangiert. Tubus-Seeing, Schwärzung, Isolation, Zwangsbelüftung, Tubus-Überstand sind wohl (in unsortierter Reihenfolge) Probleme, die man angehen muss lange bevor man wirklich die Obstruktion als großes Problem sehen kann.
Wer da ein Spezialgerät für Planeten in diesem Format will, der wird letztendlich doch vom Orion bedient. Der ist dann auch so leicht, dass der Alutubus wohl noch ausreicht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ok der Einsteiger und für den ist dieses Instrument ja gedacht kann da sicher mit leben, da hast Du schon recht.
Mein Kritikpunkt ist das eben gerade folgendes

Entwickelt man sich weiter, stellt sich die Frage, ob es nicht ein recht geringer Aufwand ist, einen kleineren Fangspiegel zu beschaffen und aufzublobben. Silikon gibt's im Baumarkt und Streichhölzer wahrscheinlich auch...

nicht so problemlos ist, da der Fangspiegel wenn die Angaben von Reiner korrekt sind relativ nah am Hauptspiegel sitzt.
Das bringt zwar einen riesen Backfokus macht aber eben auch diese für einen Newton doch recht hohe Obstruktion erforderlich, selbst wenn man sich mit einem kleinen ausgeleuchtetem Feld zufrieden gibt.
Für 8mm Feld sollen ja noch 44mm Fangspiegeldurchmesser nötig sein.
Es ist also für einen deutlich kleineren Fangspiegel auch erforderlich den Abstand Hauptspiegel - Fangspiegel zu vergrößern was wohl dann einen neuen Tubus erfordert und das ist eben dann doch schon ein erheblicher Aufwand.

@Michael

sicher so ein 150/1200 Newton ist natürlich ein sehr schönes Planetengerät, den kenn ich und hatte da auch schon mal drüber nachgedacht allerdings sollte es damals ein TAL werden, nur ist der mir schlicht und ergreifend zu lang und unhandlich.
Da schien mir so ein 150/900 ein idealer Kompromiss zu sein.
Nur bei 33% Obstruktion kann ich auch gleich eine Cassegrain Bauart wie zb. den 150 f/12 Bosma MAK nehmen, der ist dann nochmal wesentlich kompakter, leider aber auch deutlich teurer und braucht dann wieder lange zum auskühlen bzw. ich müsste auch entsprechende Umbaumaßnahmen sprich Lüfter vornehmen.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

den Abstand HS-FS kannst du auf dem Screenshot von MyNewton ersehen: Er beträgt 690,5mm.

Aber das Gerät ist doch ein Allrounder. Ich konnte Deep-Sky-Objekte damit sehen und einen Planeten, und Fotos könnte ich damit auch machen :biggrin:.
Ok, Spass beiseite! Zum Allrounder gehört nach heutigem Verständnis glaube ich nur noch, dass ein Gerät deep-sky- und fototauglich ist. Planeten sind für das Gros der Leute -und speziell der Einsteiger- etwas aus der Mode gekommen. Das mag auch daher kommen, dass die Planeten seit einiger Zeit, und noch einige Zeit ungünstig stehen. Das ist allerdings auch nicht mein Verständnis eines Allrounders.

Es ist ein Einsteigergerät mit einer guten Optik und dem Potential alle Bereiche der Amateurastronomie zufriedenstellend einige Jahre abdecken zu können. Wer sich spezialisieren will, muss basteln! Wie üblich bei Geräten von der Stange! Das es bei diesem Gerät gleich der ganze Tubus ist, den man umbauen muss, ist natürlich heftig.

Übrigens Gerd: Ich heiße Werner. Aber keine Angst, ich bin nicht nachtragend ;).

Viele Grüße

Werner
 
Hallo Gerd,

wer einen neuen Fangspiegel blobbt, der schraubt auch einen flachen Helical-Auszug dran. Solche Geräte sind dann Bastel-Baustelle.

Es bringt aber nichts, an ein Gerät, was diese Rundum-Leistung immer haben sollte, Ansprüche wie an ein Spezialgerät zu stellen. Will man einen Planetenspezialisten, wird man nicht f/6 fordern. Kommen Bedingungen hinzu, die f/6 fordern, wird man eh nicht in dieser Preisklasse einkaufen und möglicherweise ohnehin den Selbstbau planen oder aber ein Gerät nach eigenen Vorstellungen bei entsprechenden Teleskopbauern in Auftrag geben.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Werner,

auch Dir sei meine Antwort soeben an Gerd mal in die Gedanken gepflanzt.
Man muss sich verwundern, was für Forderungen an einen Allrounder gestellt werden.
Hier ist doch dem Planetenfreund schon Rechnung getragen, indem man f/6 anstelle des althergebrachten f/6 gewünscht hat.

Ich halte es für blankes und absichtliches Zerreden des Gerätes, wenn man sich jetzt die Obstruktion als Schwachstelle aussucht. Sie liegt im Rahmen eines SC, das ist richtig, aber meine Erfahrung mit Obstruktionsphobikern (pun intended!) ist, dass diese meist nur wissen, wie Tubusseeing und Beobachterseeing zusammen mit Dejustage das Bild verschlechtern. Den geringen Einfluss der Obstruktion erfasst man ja erst, wenn man diese Probleme im Griff hat. Da gibt's also erstmal andere Baustellen.

Ansonsten verweise ich eiskalt auf den Kontrastdurchmesser. Für Details mit schwachem Kontrast ist die Optik also immer noch vergleichbar mit obstruktionslosen 117mm Öffnung eines Vollapo. Bei Details mit mittleren und kräftigen Kontrasten tragen die 150mm Öffnung voll. Bei Details nahe der Auflösungsgrenze ist die Optik auch bei schwächeren Kontrasten am Ball, wenn alles andere stimmt.
Somit ist auch für die Planetenbeobachtung nichts verfügbar, was in vergleichbarem Preisrahmen und für diese Montierungsklasse (was ja zum Preisrahmen gehört) eine bessere Leistung bringt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Ich halte es für blankes und absichtliches Zerreden des Gerätes, wenn man sich jetzt die Obstruktion als Schwachstelle aussucht.

Ich finde es keineswegs belanglos, bei einem doch recht kleinen Öffnungsdurchmesser mal eben so 12 - 17mm Kontrastdurchmesser zu verschenken, nur weil man vielleicht ein paar Einsteiger mehr damit ansprechen will ("... vielleicht später auch Foto...")

Der 6" f6 visuell ausgelegt wäre ein ideales kompaktes, preiswertes und leistungsfähiges Gerät für alle Arten der Beobachtung. Das auch für erfahrende Nutzer interessant ist, die wissen was von einem Newton zu erwarten ist, die wissen wie sich Okulare verhalten, und die wissen was sie wann und wohin zu schleppen bereit sind.

Leider wurde dieses potentiell interessante Design offenbar verwässert. Nicht mit dem großen FS, der wäre ja austauschbar, aber bei einem Brennpunkt von 210mm von der Tubusachse entfernt müsste man den Tubus verlängern, um das Gerät visuell zu optimieren. Was sich wohl kaum jemand antun wird. Umgekehrt wäre der Umbau visuell -> Foto sehr viel einfacher gewesen!.

Für Details mit schwachem Kontrast ist die Optik also immer noch vergleichbar mit obstruktionslosen 117mm Öffnung eines Vollapo.

117? Ich komme auf 150mm - 50mm - 2mm(FS-Fase) auf 98mm
(minus Spinnenbeugung und opt. Fehler und Tubusseiing natürlich noch)

Bei Details mit mittleren und kräftigen Kontrasten tragen die 150mm Öffnung voll.
Nö. Außer bei Details nahe der Auflösungsgrenze (wie du ja auch schreibst) kostet die Obstruktion immer Kontrast.


cs
Martin
 
aber bei einem Brennpunkt von 210mm von der Tubusachse entfernt müsste man den Tubus verlängern, um das Gerät visuell zu optimieren. Was sich wohl kaum jemand antun wird.

... je länger ich darüber nachdenke, um so konkreter werden die Ideen mir das selbst anzutun... 2 Ringe aus 1er Alu-Blech, miteinander verklebt, zwischen Tubus und HS-Fassung eingefügt... :gutefrage:

@ Wolfi: Du bietest nicht vielleicht einen kleineren Fangspiegel im Austausch an? :biggrin:

@ Benny / Werner: könntet ihr vielleicht mal messen wie weit der eingefahrene OAZ über den Tubus steht?

cs
Martin
 
Hallo Sven,

also einen Planetenspezialisten erwarte ich ja auch gar nicht aber einen guten Kompromiss der alle Belange gleichermaßen berücksichtig hätte ich mir schon gewünscht.
Es ist in meinen Augen ein Fotografisch optimiertes Gerät herausgekommen was zwar und da will ich es ja auch gar nicht schlecht reden auch visuell eine ordentliche Abbildung liefert aber zu Gunsten der Fotografie trotzdem unnötig Leistung verschenkt.
Der GSO 150 f/5 Fotonewton hat einen 50mm Fangspiegel !
Ein Echter 150 f/6 Allrounder wäre sicher auch mit 40mm sogar für eine großzügige Ausleuchtung ausgekommen, aber offenbar soll ja da noch jede Menge Zubehör (langer OAG und vielleicht noch ein Filterrad) zwischen OAZ und Kamera passen so das man einen sonst völlig unnötig großen Backfokus realisiert hat und das macht es jetzt zum Fotooptimierten Gerät von dem wir ja bereits reichlich mit dem 150 f/5 haben.
Warum haben wir denn überhaupt die f/6 gefordert?
Doch nicht zuletzt wegen der besseren Okularverträglichkeit oder?
Da sollten wir jetzt aber auch etwas mehr auf die Visuelle Leistung achten.

@ Werner
sorry für Reiner :blush:

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leute,

zunächst Mal hat Sven recht. Thermische Beherrschung des Tubus und Streulichtunterdrückung kommen VOR jedem Gedanken an einen kleineren FS, weil das nicht nur Planeten und Hochvergrößerung betrifft, sondern sich von Max. AP bis V.-Max durchzieht.
Dann kann man Mal über ein FS-Upgrade für visuelle Planetanjagd nachdenken.

Ich habe gerade eine nette RB zur Ansicht und für die "Feinheiten" bekommen. Die werde ich dann Mal mit Wolfi besprechen.

Im nächsten Schritt kann man über eine Tubusverlängerung nachdenken, die im Prinzip nur den Fokus weiter reinholt, so dass die Verlängerungshülse überflüssig wird und man mindestens auf einen 40er FS, eventuell sogar kleiner kommen kann.
Ich sags Euch gleich, der Tubus ist arg eng, aber es dürfte gehen, ein wenig Vignettierung könnte aber rumkommen, zumindest wenn man ohne Offset mit schiefer Achse durch den Tubus justiert.
Ich habe das bei meinem 8" F/6 schon gemacht. Walzblechstreifen und Poppnieten aus dem Baumarkt, einen inneren Ring auf Stoß mit dem Originaltubus, einen äußeren Ring mit dem Originaltubus überlappend, ein paar Poppnieten an den Überlappungen und Verbindungen, die Spiegelzelle hinten wieder dran und fertig. Wer das dauerhaft machen will poppt, wer es rückbaubar haben will schraubt.

Auch da könnte ich, bei genügend Interesse, jemanden finden, der das in Kleinserie baut.

Was derzeit hier steht ist ein fotovisueller Allrounder.
Daraus kann man mit wenig Aufwand einen visuellen Allrounder machen.
Der Planetenspezialist dürfte einen Komplettumbau nach sich ziehen, da stellt sich die Kosten-/Nutzenrechnung aber sehr kritisch dar.

Gruß und CS
*entfernt*
 
So Freunde,

es hat mir ja keine Ruhe gelassen, also kurzes, Firstlight, völlig ungetuned, noch nicht Mal eine Tau-/Streulichtkappe und nur grob justiert.
Sterntest, Feinjustierung wegen schlechtem Seeing unmöglich.

Saubere, unauffällige Sternabbildung bei geringer Vergrößerung und ein sehr großes Feld mit 38er WA und 28er UWA. Ein einfacher Leuchtpunktsucher reicht locker aus, um die Standardobjekte ins Feld zu holen.

Trotz Störung durch den Mond und mieses Seeing, Auflösung von M 13 mit 9 mm Okularbrennweite. Unzählige winzige Einzelsternchen vor/in nebulöser Hauptmasse, ganz klar die Natur des Objekts erkennbar.
Ringnebel bei gleicher Okularbrennweite als Rauchring mit zart hellem Zentrum, prächtig.

Jupiter in der Seeingsuppe mit maximal 14 mm Brennweite ordentlich, zwei Bänder. Blickweise auch mit geringerer Brennweite, die Bänder deutlicher, schemenhaft auch Struktur und weiteres schmales Band im südlichen Bereich.
Da geht mehr bei besserer Luft.
Am Mond ging mehr, saubere Licht-/Schattenübergänge, bis 6 mm Okularbrennweite machbar, sehr saubere Abbildung.
Am Mond und Jupiter für den nicht velourierten und unbelüfteten Tubus und bei schlechten Seeing doch eine positive Überraschung für mich.

Fazit: Die Sache mit dem FS wird nicht so heiß gegessen wie sie gekocht wird. Der Newton ist visuell sehr schön nutzbar, wenn mich auch der lange Rüssel des OAZ mit der Verlängerungshülse etwas stört. Ich beobachte ja hauptsächlich mit den nicht eben kurzen Speers Waler, aber selbst das Zoom wird in Maximallänge für 3,5 mm Brennweite sicher gehalten, auch wenn des wegen des Seeings heute nicht unterhalb 6 mm gewinnbringend einsetzbar war.

Feuertaufe bestanden.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Sven,

auch Dir sei meine Antwort soeben an Gerd mal in die Gedanken gepflanzt.

du brauchst mir nichts einpflanzen! Ist alles schon drin:

Aber eigentlich will ich auch gar nicht mehr auf dem großen Fangspiegel rumreiten. Er ist nunmal drin, stört nicht wirklich die gute Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems :super: , und wenn er mich irgendwann mal wirklich stört, dann gibt´s ´nen kleineren FS samt längerem und größerem HP-Tubus und ´nem flachbauenden OAZ.

und

Es ist ein Einsteigergerät mit einer guten Optik und dem Potential alle Bereiche der Amateurastronomie zufriedenstellend einige Jahre abdecken zu können. Wer sich spezialisieren will, muss basteln! Wie üblich bei Geräten von der Stange! Das es bei diesem Gerät gleich der ganze Tubus ist, den man umbauen muss, ist natürlich heftig.


@ Martin: Nimm doch einfach ´nen Tubus vom Skywatcher 6"f/8, kürz´ den passend und setz den GSO-HS mit FS deiner Wahl rein. Ist doch wahrscheinlich der gleiche Tubusdurchmesser wie GSO, oder!?
Das Teil ist doch nicht mehr so teuer, und die Optik kann man vieleicht noch verscherbeln (also im übertragenen Sinne, meine ich ;) ). Sieht doch besser aus als so ein zusammengeflickter Tubus. :biggrin:

Viele Grüße

Werner
 
Hallo Werner,

ein funktionierendes Gerät zu "schlachten", kann es ja wohl auch nicht sein!?
So eine Tubusverlängerung, sauber gemacht und lackiert, sollte passabel aussehen und günstiger machbar sein, wenn nicht gerade ein überzähliger Tubus passender Länge rumliegt.

Nochmal sei gesagt, dass das nicht die erste Priorität an dem Gerät hat.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

war doch nur´n Spaß! Siehe Smileys!

Ich bin jetzt aber auch raus aus dem Fred hier. Wird mir langsam zu spitzfindig, und außerdem ist jetzt (zumindest von meiner Seite) alles zu dem Thema gesagt. *duck und schnell wech*


Viele Grüße

Werner
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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