GSO 150/900

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Hi zusammen,

früher hatten Newtons doch oft mehrere Anschraubpositionen am Tubus für die Spiegelzelle. Z.B. die alten 600er und 800er Meade Newtons der späten 70er / frühen 80er.

Also einfach 2 oder 3 Lochreihen im Tubus für die HS-Zelle. Da kann jeder Nutzer den Fokus hinlegen wo er will. Macht das heute auch noch irgend ein Hersteller? Ewig nicht mehr sowas gesehen.

Flexibilität und Kundennutzen (fast) zum Nulltarif.

cs
Martin
 
Hallo Martin,

klingt nach einer genial einfachen Lösung.
Aber bei dem GSO und auch so ziemlich allen anderen mir bekannten billig Newtons ist ja heutzutage die HS – Zelle unten als Abschluss größer als der Tubus so das ein verschieben ja überhaupt nicht möglich ist.
Sonst hätte ich gehofft das da der Wolfi mit einem Längeren Tubus und dieser genialen Lösung für die nächste Serie da mal nachbessert.
Da wären dann alle gut bedient und Er kann auch die Fotografen wunschlos glücklich machen wenn ihm so viel daran liegt.

Obwohl ich nicht verstehe das ein Einsteigergerät jetzt zwingend ohne Modifikation Fototauglich sein muss.
Hat ja eigentlich auch niemals jemand in dem Monstertrade zu dem 150 f/6 gefordert, es sollte doch ein visuelles Instrument werden, die Fotografen sind doch mit dem 150 f/5 bestens bedient und auch der Einsteiger mit Fotoambitionen ist mit dem f/5 gut bedient.
Ich finds schon schade das jetzt dieses eigentlich sehr schöne Visuelle Universalgerät krampfhaft auf Fotogetrimmt unter seinen Möglichkeiten bleiben muss.
Ja es ist schon fast ein Schildbürgerstreich bei einem Newton wo man ja normalerweise bestrebt ist den Fokus knapp zu halten vielleicht sogar extra deswegen in einen kurtzbauenden OAZ investiert diesen derart weit raus zu legen das eine Verlängerungshülse nötig ist um mit einem normalen Okular überhaupt in den Fokus zu kommen.

Gruße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

also zunächst Mal war ich auch etwas verärgert über den riesigen FS. Dann habe ich aber (siehe Bericht) durchgeschaut und mich doch ganz merklich entspannt. Das Gerät ist visuell gut, so viel steht für mich fest.
Visuell wäre es sicher unnötig gewesen, einen 50 mm FS einzuplanen, aber es hat sich im damaligen Monterthread durchaus abgezeichnet, dass auch der Einstieg in die Fotografie ermöglicht werden soll.
Nun ist es für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum da ein Newton mit F/6 völlig daneben liegen soll und unbedingt F/5 oder besser noch F/4 für den Einsteiger(!) gefordert wird, denn bei entsprechenden Linsenteleskopen wird F/6, F/7, ja sogar F/9 für sehr tauglich gehalten.
Der Newton ist leichter, montierungsfreundlicher und nicht zuletzt ganz erheblich günstiger in der Anschaffung. Das war ja eine Hauptzielsetzung bei der damaligen Diskussion.

Ich sage es gerne nochmal, bevor man über FS-Austausch und Tubusverlängerung, einen anderen OAZ und solche Dinge überhaupt nachdenkt, sollte man das Gerät erst Mal so wie es ist nutzen und danach die gängigen Standardtunings (Velour, Lüftung, Taukappe pp) durchführen. Erst nach diesen Tunings ist gegebenenfalls der FS an der Reihe, aber das geht dan schon in Richtung visuelle Spezialisierung.

Ich habe durchgesehen und der Newton hat mich positiv überrascht. Natürlich werde ich die Beobachtungen intensivieren und vor allen Dingen meinen getuneten 8" F/6, den Einsteigerdobs schlechthin, mit einbeziehen.
Dabei wird sich schnell herausstellen, ob wir hier den geforderten Allrounder eine Montierungs- und Gewichtsklasse unterhalb des 8" F/6 vorliegen haben oder nicht. Die Chancen stehen nach meinem Eindruck vom Firstlight nicht schlecht, Benny und Andere haben auch schon kurz aber phositiv berichtet.
Das Gerät hat seine Berechtigung und die Attraktivität wird sich mit dem Angebot einer günstigen RB und von mir aus auch mit einer optitionalen Tubusverlängerung und FS-Upgrade für vorwiegend visuelle Nutzung steigern lassen.
(Ich glaube, es ist nicht ganz klar geworden, wie simpel das zu bewerkstelligen ist und es muss auch keineswegs hässlich aussehen.)
Der Kleine steht neben meinem 8" F/6 Dob und sieht geradezu zierlich aus neben diesem "Riesen". Er lässt sich mit RB mühelos in einer Hand tragen und passt mit RB mühelos in jeden mittlemäßigen Autokofferraum.
Was er braucht, ist eine Kiste, ein Tisch, irgendetwas, um ihn auf Höhe zu bringen, damit man bequem sitzend beobachten kann. Nun gut, auch da bietet sich doch eine nutzbringende Lösung an. Ein Unterbau als Zubehörbox mit Schublade.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

das freut mich, dass du nun auch endlich den Blick durch werfen konntest :super: Deine Beschreibung des kurzen Firstlights klingt genau nach dem was ich gesehen und was mir gefallen hat. Ich betrachte das als Praktiker in erster Linie so ob mir der Anblick durchs Okular zusagt - und das tat er! :) Nichtsdestotrotz werden in jedem Fall die üblichen Tuningmaßnahmen kommen und dann wird sicher noch mehr drin sein - wie bei jedem anderen Gerät auch ;)

Viele Grüße Benny
 
Hallo Günther,

sicher wird das Gerät auch mit großem Fs eine gute Leistung bringen nur ist nun der Unterschied zum f/5 geringer geworden da ja beide den 50mm Fs haben.
Es bleibt noch eine bessere Okularverträglichkeit und die etwas unkritischere Justage.
Der f/5 ist ja auch visuell ganz ok und er wird mir ordentlich justiert und mit dem richtigen Okular auch am Planeten das gleiche zeigen wie der f/6 mit 50mm Fs.
Des halb wäre eben ein kleinerer Fs bei dem f/6 dann noch mal ein wesentlicher Punkt gewesen wo er sich vom f/5 abgehoben hätte.
So aber sind sich beide Geräte schon fast zu ähnlich so das ein Böswilliger sagen könnte eines von beiden ist überflüssig.

Nun ist es für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum da ein Newton mit F/6 völlig daneben liegen soll und unbedingt F/5 oder besser noch F/4 für den Einsteiger(!) gefordert wird, denn bei entsprechenden Linsenteleskopen wird F/6, F/7, ja sogar F/9 für sehr tauglich gehalten.

Das sehe ich was das Öffnungsverhältnis anbelangt ganz genau so.
Allerdings spielt für mich noch die Brennweite eine Rolle und da sin die 900 mm bei dem f/6 für den Einsteiger schon sehr Anspruchsvoll, so das ich dem Einsteiger der nun unbedingt auch Foto will deswegen zu dem f/5 raten würde.
Der ist deswegen ja auch ein gutes visuelles Gerät.
Für den Fortgeschrittenen Fotografen gibt es dann ne Menge anderer Alternativen, so das ich wirklich keinen Grund sehe das der f/6 Fototauglich sein muss.

Der Kleine steht neben meinem 8" F/6 Dob und sieht geradezu zierlich aus neben diesem "Riesen". Er lässt sich mit RB mühelos in einer Hand tragen und passt mit RB mühelos in jeden mittlemäßigen Autokofferraum.

Genau das begeistert mich ja auch an so einem relativ kleinen (einschließlich RB) aber sehr leistungsfähigen Gerät.

Grüße Gerd

 
Hallo,

sehe ich das auf dem Produktfoto richtig, dass der Spinnenkörper fast so dick ist wie der 50er Fangspiegel??? :mauer:

Martin
 
Hallo Martin,

das siehst du falsch. Der Spinnenköper ist "dicker" als der Fangspiegel,
weil der Fangspiegel nach typischer GSO Art in Plastik gefaßt ist.

Wenn ich mir den damailgen Thread ins Gedächtnis zurückrufe,
dann frage ich mich ernsthaft warum man ein neues Teleskop baut,
die mannigfachen Anregungen der User aber weutgehend unbeachtet läßt.

Billiger hätte man eine Produktentwicklung doch gar nicht haben können.
Aber das Einzige was ich umgesetzt sehe ist das f/6 Öffnungsverhältnis.

Warum wurde ein solch hoher Auszug verbaut? Ein Newton kann
nicht gleichzeitig photographisch und visuell ausgelegt sein.
Photographisch ist f/6 eh nicht der Bringer, also warum den Newton
dann nicht konsequent visuell aulegen?
Man kann dann einen niedrigen Auszug verwenden, was einen deutlich
kleineren Fangspiegel ermöglichen würde.

Der Tubus ist wie bei allen anderen Taiwan- oder auch China-Newton
sehr kurz. Das bringt Streulichtprobleme. einfach 10cm länger
als unbedingt notwendig machen, und schon ist das Problem keines mehr.

Warum den Tubus so eng machen? O.K., hier sehe ich den Grund darin,
daß man die Tubusendstücke der anderen 6" Newtons verwenden kann.
Ansonsten würde ich den Tubus einfach mit 1cm mehr Radius ausführen,
was das Tubusseeing reduzieren hilft.

Meiner Ansicht nach hat man wie so oft eine Chance vertan
es bei einem neuen Teleskop deutlich besser zu machen :krank:

CS,Karsten
 
Hallo Karsten,

wahrscheinlich war nur dieser hohe Standard-Auszug im Kostenrahmen machbar. So wie Standard-Spinne und Standard-Endstücke.

Ich hatte den Geburts-Thread auch so in Erinnerung dass man sich mit dem 6" f6 deutlich abheben wollte von den Wischi-Waschi Röhren, die alles wollen aber im Endeffekt nichts richtig können.


Die Kaufberatungen sind ja schon absehbar, wo man richtigerweise Abstriche am Planeten thematisieren wird, analog anderen Systemen mit OB > 25%. Das halte ich angesichts der Planeten-Neugierde der meisten Einsteiger doch für gravierender also eine Foto-Option. Gerade da ja auch der Dobson-Gedanke im Vordergrund stand.

Aber wir müssen wohl auch einsehen dass wirtschafliche Aspekte beim Hersteller gerade in diesem Preissegment nicht ignoriert werden können. Ein kleinerer FS hätte aber wohl ein paar cm mehr Tubuslänge aufgewogen.

cs
Martin
 
Hallo,

nun allein am Auszug ist ja gar nicht mal so viel zu kritisieren der hat meines Wissens 71mm min. Bauhöhe.
Gut ein Kurtzbauender könnte noch mal ca. 20mm einsparen aber den Kompromiss bin ich aus Kostengründen durchaus bereit mitzugehen nur die Verlängerungshülse von 35mm die noch mal zu den 71 mm dazukommen hätte man wirklich weglassen können.
Dann würde man nämlich auch mit dem Standartauszug bei visuell ausreichender Ausleuchtung mit einem 40mm FS hinkommen.
Das wäre dann in meinen Augen ein vernünftiger Kompromiss gewesen auch wenn man bei entsprechendem Aufwand den Fs noch auf 35mm hätte drücken können.

Das jetzt GSO typisch da noch die Plastikfassung für zusätzliche Abschattung sorgt ist natürlich schon blöd.
Da hab ich ja dann sogar mit nem Skywatcher f5 Newton geringfügig weniger Obstruktion und 100 Euro gespart, ok der OAZ ist dort billiger.
Der Spinnenkörper dürfte beim GSO aber doch etwas kleiner sein als der Fs, ich schätze mal das er so 40mm Durchmesser hat, da müsste mal jemand nachmessen.
Und auch was die Plastikfassung nun noch zusätzlich abschattet würde mich mal interessieren.

Grüße Gerd

 
Also ich finde es gut, dass es nun endlich einen 6" f/6 Newton im unteren Preissegment gibt (den von Orion UK gab es ja schon vorher). Seitdem ich hier im Forum angemeldet bin, wurde immer wieder geschrieben, wie universell und für Einsteiger zu empfehlen solch ein Gerät sei. Endlich hat ein Händler den Mut aufgebracht und solch ein Gerät in Serie auflegen lassen.

Wollen wir hoffen, dass ihm auch der Erfolg vergönnt ist. Leider ist der preisliche Unterschied zum 8" f/6 Dobson sehr gering und eine Rockerbox ist ja auch noch nicht dabei, so dass wohl viele dann doch zur größeren Öffnung und dem Komplettdobson als Erstgerät tendieren werden. Trotzdem hoffe ich, dass das Gerät seinen Markt finden wird, denn sonst wird es für Hobbyastronomen wie uns in der Zukunft noch schwieriger, Händler von der Realisierung unserer Wünsche zu überzeugen.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Günther

Der Newton ist leichter, montierungsfreundlicher und nicht zuletzt ganz erheblich günstiger in der Anschaffung.

Also bei den ersten beiden Punkten kann ich mitgehen, aber der letzte Punkt stimmt nur, wenn ich nur den Endpreis ohne Lieferumfang berücksichtige.

Wenn ich den Lieferumfang mal mit dem GSO 8" Gsd680 vergleiche (gerundet)
6" OTA 250 Euro
+ 8x50 Sucher 50 Euro
+ 9mm Plössl und
42mm Erfle 100 Euro

macht zusammen 400 Euro also gerade mal 10 Euro weniger als der 8"er.
Und dann fehlt da noch die RB und die 1/10 Untersetzung.

Ich möchte das Gerät wirklich nicht schlechtreden, aber irgendwie differiert das Gerät für mich momentan noch sehr von dem ursprünglich angedachten Gerät. Und ein wesentlicher Punkt ist dabei der Preis.
Es geht mir aber nicht ums Preis drücken bloß weil der weniger Öffnung hat. Einen Komplettdobson mit ähnlicher Ausstattung zu einem Preis knapp unter des 8"er könnte ich akzeptieren.

BTW: Ich meine mich noch daran zu erinnern, dass Wolfi es ursprünglich in zwei Varianten (mit 40 oder 50mm FS) anbieten wollte oder täuscht mich mein Gedächtnis?

CS
Volker
 
Hallo Volker,

das rausgezogene "Zirat" bezieht sich auf den 6" F/6 Newton als Fotooption gegenüber einem Refraktor, nicht auf den 8" F/6 Newton.

Ja, die beiden Varianten mit 40er und 50er FS waren im Gespräch, genau wie eine günstige RB.
Da ist sicher vieles von der Idee gestorben, bis das Gerät endlich überhaupt gefertigt wurde.
Ich denke, man hat aus Kostengründen die Grundkonfiguration des F/5er einfach übernommen, den Spiegel auf F/6 geschliffen und den Tubus dann genau um das absolut notwendige Minimum verlängert.
Dabei vermute ich weiter, dass Wolfi wenig Einfluss geltend machen konnte. Das ist die Misere in der wir gegenüber diesen Herstellernn stecken. Friss oder stirb, sei froh, dass wir auf Deinen Wunsch nach einem 6" F/6 überhaupt eingehen.

-Gibt es überhaupt einen Seriennewton bei GSO mit 40er FS?
-Wie lange nörgeln wir schon an der Plastikfassung für den FS rum?
-Wie lange bemängeln wir schon die über Kreuz Anordnung von HS Justier- und Feststellschrauben?
-Wie lange schreiben wir, dass ein blasender Lüfter (der dem 6" F/6 dankenswerter Weise fehlt) wenige Millimeter hinter dem HS kontraproduktiv ist?
-Wie gerne hätten wir die Tuben länger und mit etwas größerem Durchmesser?
-...-...-...-...!

Es bleibt doch wieder dabei, dass die gelieferte Teile günstig und brauchbar sind aber eben viel vom möglichen Potenzial verstecken. Um das nutzbar zu machen, müssen wir den Heimwerker auspacken.
Ich sage es ganz ehrlich, das ich die Entscheidung, sich an GSO zu wenden, mit Sorge gesehen habe. Skywatcher z.B. hätte wenigstens einen mit Offset gekleben FS mit noch etwas dünnerer Vierarmspinne geliefert.
Letztlich war ich aber froh, dass überhaupt etwas passiert ist, immerhin stecke in von Anfang an in der Diskussion um dieses Gerät drin.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und man kann auch wirklich gut durchsehen. Man sollte ein wenig aufpassen, dass dieses Gerät nicht "totgeredet" wird, bevor noch ein paar mehr Leute überhaupt durchgesehen haben.
So berechtigt einige Kritikpunkte auch sind, das Teleskop ist immer noch weitaus leistungsfähiger, besser und vielseitiger als vieles, was so als Einsteigergerät angedient wird, durchaus zu vergleichbaren oder gar teureren Preisen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

ok, wenn Du es so meinst ist er natürlich wesentlich günstiger.
Hatte ich anders verstanden.

Ich möchte auch keinesfalls ein Gerät schlechtreden, das ich gar nicht kenne. Und sicherlich hast Du recht, dass dieses Gerät die bessere Wahl ist, als viele andere Geräte auf dem Markt.
Und an der Stelle auch nochmal ein Lob an Wolfi, dass er die Idee überhaupt und schon soweit realisiert hat.

Aber momentan hat das Gerät in meinen Augen noch ein paar Kinderkrankheiten, die man zwar nicht überbewerten, aber fairerweise auch nicht einfach ignorieren sollte.
Und da denke ich weniger an die technischen Details als mehr an die passenden Paketangebote.

Im Ursprungsthread wurde nämlich eigentlich von einem 6" visuellen Dobson gesprochen, der sich auch einfach auf eine (günstige) parallaktische Montierung setzen lässt, um damit fotografische Erfahrungen zu sammeln. Mittels zukaufbarer Rohrschellen ist das auch für einen Rookie recht einfach zu bewerkstelligen.
Den Stand den wir jetzt haben, also einen OTA Tubus mit Rohrschellen für den ich mir irgendwie eine RB zusammenbasteln muß, halte ich für ungleich komplizierter.

Aber ich gebe Dir recht, es fehlen einfach noch einige Erfahrungsberichte um das Gerät richtig einschätzen zu können.

CS
Volker

 
Hallo Volker,

Wenn ich den Lieferumfang mal mit dem GSO 8" Gsd680 vergleiche (gerundet)
6" OTA 250 Euro
+ 8x50 Sucher 50 Euro
+ 9mm Plössl und
42mm Erfle 100 Euro

macht zusammen 400 Euro also gerade mal 10 Euro weniger als der 8"er.
Und dann fehlt da noch die RB und die 1/10 Untersetzung.

ich denke so ein Vergleich hinkt doch sehr, da bei dem 150ger andere Punkte im Vordergrund stehen als beim großen 8 Zöller.
Das wäre Äpfel mit Birnen vergleichen.
Der Kleine bietet Vorteile und Möglichkeiten die der Große nun mal so nicht zu bieten hat und wenn mir diese wichtig sind nutzt es mir herzlich wenig wenn der Große vielleicht sogar billiger ist.
Einen Reisedobson zb. vergleichst Du doch auch nicht mit der Billigvariante, dort steht eben die Transportfähigkeit im Vordergrund und das hat nun mal seinen Preis und wem dies wichtig ist der zahlt dann auch gerne das 4 fache oder gar noch mehr was die Billigvariante kostet obwohl sie rein Optisch vielleicht eine vergleichbare Abbildung liefern.
Oder nehmen wir einen kleinen Refraktor, wer sich zb. einen ED 80 kauft zahlt für in Relation zum 8 Zoll Billigdobson geradezu mickrigen 80mm Öffnung das gleiche.
Aber der ED 80 hat eben andere Vorzüge und wer diese zu schätzen weiß der nimmt halt den.
Nicht anders ist es bei dem hier diskutierten 6 Zöller.

Es ist nun mal die größte Öffnung bei einem Newton die sich problemlos Parallaktisch montieren lässt.

Sicher der 8“ f/6 lässt sich auch so montieren und in Beratungen wird bei der Frage zu dieser Möglichkeit dann auch gerne so getan als ob das absolut kein Problem ist, ein Paar Rohrschellen gekauft und fertig aber die üblichen GP Clone tragen dieses Monster nun mal nicht.
Und die nötige EQ6 inklusive Gegengewichte und natürlich noch der 10 kg Tubusgewicht ist dann schon ein solcher Brocken das kaum mehr einer sich den Transport antun wird.

Der 6 Zöller ist mit einer durchdachten RB sehr leicht zu transportieren und kann sogar als Reisedobson bezeichnet werden.

@ Günther
Gibt es eigentlich schon was neues von der RB vielleicht ein Foto des Prototypen oder zumindest eine Zeichnung der Konstrution?

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

ich habe ein "rohes" Muster aus MDF-Platten hier und gewöhne dem Teil gerade die Kinderkrankheiten ab.
Nächste Woche wird dann wohl ein Prototyp ind Multiplex entstehen. Am Montag setzen wir uns in der Werksatt noch Mal zusammen.
Dann muss das Teil kalkuliert werden und Wolfi trifft seine Entscheidung, wenn er alles hat. Da gibt es auch noch Martini und eventuell sogar eine weitere Option.
Bei mir soll als VK-Obergrenze 100 € gehalten, möglichst unterschritten werden. Das wird also simpel, aber wie es ausschaut und sich anfühlt, sehr ordentlich und funktionstüchtig.

Je nach dem wie da entschieden wird, könnte auch ich in Absprache mit Wolfi das Teil in meine Zukunftsplanungen integrieren, da ich unabhängig von dieser Sache inzwischen die (Selbst)Vermarktung einiger meiner eigenen kleinen Ideen plane.

Es wird also auf jeden Fall eine gute RB kommen, eventuell sogar mehrere zur Auswahl.
Der 6" F/6 Newton hat Jahre gebraucht, eine RB könnte mit etwas Glück nächsten Monat stehen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

natürlich hat dieses Gerät andere Schwerpunkte und Vorteile als der 8"er. Nicht umsonst habe ich geschrieben, dass ich auch einen Preis in Höhe oder knapp unter dem 8"er akzeptieren könnte (Wobei damit eine Hauptforderung des ursprünglich konzeptionierten Gerät verworfen wäre, nämlich die magische Schallmauer von 300 Euro).

Die Vorteile des Gerätes sind ja hinreichend hier im Forum diskutiert worden und wie gesagt, ich find es klasse, dass sich Wolfi der Grundidee angenommen hat und finde es noch besser, dass Günther nun die restlichen Steine die diesem Gerät in den Weg gelegt werden aus demselbigen räumen will :super:.

Wobei ich aber finde dass dein Vergleich auch ein bißchen hinkt, ein Reiseteleskop stellt andere Voraussetzungen.
Der 150/900 ist mit Sicherheit deutlich transportabler als der 8"er und bietet visuell mehr als das ED80. Unter Reiseteleskop stelle ich mir aber eher ein Hofheim oder ähnliches vor und da ist meiner Meinung nach der höhere Preis durchaus gerechtfertigt.

Leider wußte ich von Günthers Vorhaben bzgl. RB bis jetzt noch nichts und deshalb habe ich mal den Finger in den meiner Meinung nach wundesten Punkt gelegt.

Das ganze Gerät wird hauptsächlich als ideales(*) Einsteigergerät gehandelt. Nur ist meine Meinung, dass ein Einsteigergerät als gebrauchsfertiges Paket ankommen sollte und das ist hier momentan eben noch nicht der Fall. Entweder muß ich nochmal mindestens 250 Euronen drauflegen um es gleich parallaktisch zu montieren (und selbst diese Pakete gibt es bei Wolfi bisher noch nicht) oder ich muß den Heimwerker raushängen lassen und mir eine RB schnitzen und das obwohl die wenigsten Einsteiger vorher je eine RB gesehen haben.

Darum ging es mir, dass eben bisher noch einsteigertaugliche (also auspacken, aufbauen, durchschauen) Pakete zum Einsteigergerät fehlen. Und da kam auch meine Rechnung her, denn ich muß erstmal genausoviel Geld wie für den 8"er ausgeben um das Gerät optisch überhaupt betreiben zu können und dann kann ich doch noch nichts mit anfangen, weil die Mechanik fehlt.

Außerdem habe ich die Rechnung auch wegen Günthers Zitat aufgestellt,dass der Newton günstiger wäre. Wobei ja geklärt ist, dass ich das falsch interpretiert hatte.

Aber ich glaube im Grunde sind wir uns doch einig. Es ist ein Gerät, dass seine Vorteile gegenüber anderen Geräten hat und es ist gut, das man nun dieses Gerät überhaupt zur Auswahl hat. Aber man sollte halt das (*) nicht übersehen.


Aber warten wir die weitere Entwicklung ab. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, wie Günthers RB Lösung aussehen wird.

CS
Volker

(*) Ich habe mal ein Sternchen dahinter gemacht, weil ich befürchte, dass mit diesem Gerät das gleiche passieren könnte wie mit dem 8"/f6. Es könnte so lange unreflektiert als das allein seligmachende Einsteigergerät gehandelt werden, bis manche einfach zum Trotz andere Geräte vorschlagen.
Auch dieses Gerät kann das Nachfragen bei der Einsteigerberatung nicht ersetzen. Und auch das bewußte Entscheiden des Fragestellers nicht was will ich, was ist mir wichtig und welche Kompromisse bin ich bereits einzugehen.
 
Hallo Leute,

was ich schon vor ein paar Tagen schreiben wollte, aber vergessen habe:

Tubuslänge:
Sicher würde ich es aus Gründen der Streulichtunterdrückung begrüßen
wenn der Tubus vorne länger wäre. Das geht bei der Bauweise mit
gefalztem Blechtubus und Abschlußringen vorne und hinten nicht gut.
Denn die Spannung der Spinne würde bei größerem Abstand zum Abschlußring
den Tubus verformen. Der User muß also selbst eine Verlängerung
gegen Streulicht und zutauen des Fangspiegels in feuchten Nächten
anbringen. Etwas aus dünner Styroportapate oder so etwas wie
diese flexiblen Taukappen für Schmidt-Cassegrain-Teleskope.

Daß die Brennpunktlage für Photographie ausgelegt wurde schmeckt
mir persönlich nicht besonders. Für die paar Leute die mit
einem f/6 photographieren wollen (un dann sowiso am Auszug
mäkeln werden) hat man das Potential für die visuelle Anwendung
unnötig verkleinert. Aber was solls:
Ich denke daß das TEleskop auch so noch visuell gut brauchbar
sein wird, sofern es gut justiert wurde und die Optik gut ist.

Ich muß mal schauen ob ich mir solch ein Teleskop für einen Test
ausführlicherer Art besorgen kann.

CS,Karsten
 
Hallo zusammen,

jetzt habe ich mir beide Teile nochmals genauer angeschaut und die Modell-Idee gleich dazu.
Es gibt derzeit einige f/5-Newtons in diesem Bereich, auch als Einsteigergerät. Das ist bei f/5 etwas fragwürdig, wenn man die Themen Randschärfe und Justage betrachtet. Ersteres ist durch teure Okulare und letzteres durch gute Kenntnisse bei der Kollimation zu beheben. Beides sind wirklich keine Einsteigerthemen.

Als Anregung kam ein f/6-Gerät heraus, welches bei den obigen Themen unkritischer ist und hinsichtlich der Montierung auch noch die bezahlbare EQ5 ermöglicht. Der Tubus ist transportabel und der Hebel berechenbar.
Die Schärfe und der Kontrast sollten besser sein als bei f/5, was den erfahrenen Amateurastronomen sicherlich auch freut.

Damit macht für mich im Falle GSO das f/5 und f/6 Sinn. Das f/5 ist für fotografische Ambitionen ausgelegt und das f/6 für visuelle. D.h. beider Geräte sollten neben dem Öffnungsverhältnis, welches ja nicht soweit auseinander liegt, auch für das gedachte Einsatzgebiet konstruiert sein.
Daher hat das f/5 fotografischen Ansprüchen entgegen zu kommen und das f/6 den visuellen. Es hätte nach meiner Ansicht aber Mut gebraucht diesen Trennstrich zu ziehen.
Sowohl technisch, wie auch von der Produktpolitik her, hätte man es aber klar begründen und vermarkten können. Soetwas hätte ein gutes Licht in der 'Szene' auf GSO geworfen und daraus entwickelt sich, wenn entsprechende GEdanken und Modellreihen ebenso klar definiert wären, ein Marktruf. Sowas will erarbeitet sein.

Für mich kommen jetzt zwei Gerät heraus, welche irgendwie eine sehr große Schnittmenge hinsichtlich ihrer Fähigkeiten haben. Das macht für mich die Konstruktion eines f/6 wieder ein wenig zu nichte - außer bei der Randschärfe und der Justageanfälligkeit. Doch hierfür ist der Unterschied zwischen f/5 und f/6 mir wieder zu gering.

Das macht den Kohl nicht fett und mir stellt sich die Frage, ob nicht aus den vielen Anfragen ein Bedarf erkannt wurde, welche mit geringsten Mitteln gedeckt werden sollte. Der Markt ist da - lass uns ein Gerät konstruieren, welches f/6 hat und die Leute kaufen es. Warum mehr reinstecken, wenn die Kunden es eh' kaufen?

Ich fürchte die Unternehmen denken eher so, denn ein kleinerer Fangspiegel, ein längerer Tubus oder andere Verbesserungen hätten vielleicht mehr Geld in der Entwicklung/Herstellung gekostet. Das hätte wieder mehr Mut verlangt, denn es wäre nicht klar gewesen, ob diese Anpassung auch mehr Kunden angelockt hätte und somit das entsprechende Mehr an Umsatz/Gewinn eingebracht hätte.

Also bleibt es bei einer nach meiner persönlichen Meinung wässrigen und mutlosen f/6-Lösung. Etwas schade, wie ich finde, aber so - Sven schrieb es ja bereits - ist es bei Seriengeräten eben.

Leider hat GSO für mich ein mögliches Potenzial etwas verspielt, was es die Konstruktion und das Angebot unterschiedlicher Newtons anbelangt.

CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

richtig! Ich würde es sowieso nicht von subjektiven Aussagen abhängig machen, ob ein F6 Teleskop fotografisch noch was bringt, sonder nur von so was hier. http://www.ccd-astrofotografie.de/ unter Gallerie DeepSkay
http://www.astro-image.com/images/ic5070.htm
der Aufnahme Kamera und der Geduld des Astronomen dahinter und am Rechner!
Ein fester oder nachträgliech fesgenmachter Tubus ist aber in jedem Fall sicherer!

Gruß Günter
 
Hallo zusammen,

ich muß diesen Thread jetz mal aus der Versenkung holen!
Seit dem Beginn sind nun doch einige Monate ins Land gegangen und ich frage mich ob sich nicht doch der ein oder andere Spechtler den 150/900 zugelegt hat(eventuell sogar mit der Rockerbox von Günther)!?!

Könnt ihr mit eure Erfahrungen mitteilen(visuell)?

Gruß,
Michael
 
Hallo Michael,

*entfernt* hat ihn noch Mal getestet.....jep auch mit der RB von *entfernt*.
Immer noch Originalzustand, also ohne Velours, Tau-/Streulichtkappe, Lüfter und was man sonst so Gutes tun kann und sollte.
Außerdem nicht Mal im Garten, sondern auf dem Balkon, mit den Straßenlampen darunter und dem mäßig beleuchteten Dorf davor. Knapp 5 Mag Himmel (nach 23.00 Uhr etwas besser), aber schlechte Standortbedingungen.

Morgen (naja heute) gehts ins Feld, wenn es gut läuft, 6 mag Himmel und Dunkelheit rundum.

Jupi hat mir heute nicht gefallen, schwammig, unscharf, nicht wirklich vergrößerungsfähig, zwei Bänder und wenig Detail. An was es genau lag, war nicht festzumachen, morgen wird es besser werden, zumindest von den Bedingungen her.

M 33 schon im 38er WA ein netter, heller Fleck, nicht zu übersehen, besser im 28er UWAN, noch besser, mit einem Hauch von zwei Spiralarmen im 22er LVW, mit UHC zwei HII Regionen schemenhaft auszumachen.
M 74 ebenfalls mit allen drei Okularen aufzufinden und gut beobachtbar, die runde GX ist aber ein strukturloser Wattebausch.
M 77 klein, hell, rund und mit NGC 1055 zusammen sieht sie aus wie eine Miniversion von M 51.

M 42 in allen drei Okularen prächtig und sehr gut im 16-11er UWAN, mit dem 6-Zöller sind viele Strukturen erkennbar und alle Filter lohnen (Baader O III, Astronomik O III, Astronomik UHC und Thousant Oaks Hß). Immer neue Ansichtern und Ausdehungen des Nebels werden offenbar, der benachbarte "running man" ist auch präsent, ich weiß aber nicht mehr, welche Kombi da die beste war (könnte LVW + UHC gewesen sein).
M 78 war gut machbar, den "flaming star" meine ich erahnt zu haben, die Nebelbank von IC 434 war mit Hß und großer AP indirekt zu halten, der Pferdekopf nicht auszumachen.

M 1 einfach und nett, aber irgendwie für mich keine Nummer eins, M 37, 36, sind da eher was und die kommen schon sehr gut mit dem 6-Zöller. Für mich ist der letzte in der Reihe, M 38, einfach der schönste dieser drei offenen Sternhaufen und auch der benachbarte kleine NGC 1907 war da, mit dem 16er UWAN konnte ich ihm sogar ein paar glitzernde Einzelsternchen entlocken

Wirklich lecker sind auch die Plejaden mit 3° Feld, die man mit dem 38er WA gut erreicht, auch die Refelktionsnebel deuteten sich an, nachdem gegen 23.00 Uhr zwei Drittel der Straßenbeleuchtung erloschen waren, bei Merope sogar recht deutlich.

Wenn es klappt, gibts morgen eine kleine Fortsetzung und Ergänzung unter wesentlich besseren Bedingungen für das Gerät und den Beobachter.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

mit Deinem Bericht zeigst Du noch mal allen, dass es sich um ein durchaus erwachsenes Gerät handelt. Ich bin ja auch mit einem 6" f/6 Dobson unterwegs und weiß es aus eigener Erfahrung.

Für mich ist diese Kombination (6" f/6 + Dobson) der ultimative Einstieg und auch wenn es Portabilität geht ist diese nur schwer zu schlagen. Mit meinem eigenen Dobson lege ich des öfteren ca. 1 km zu Fuß zurück und dabei ist diese unhandlicher als Deine.

Gruß
Lutz

 
Hallo Günther,
ich muss nochmal zurückkommen auf deinen Bericht.
Ich war gestern auch bei M33 und M31.
Als ich das mit dem UHC gelesen habe, habe ich mich an den Kopf gegriffen, na klar !

Als vielen Dank für den Tip.

Gruß
Lutz
 
Hallo Lutz,

Als ich das mit dem UHC gelesen habe, habe ich mich an den Kopf gegriffen, na klar !

ich hatte dieses Aha-Erlebnis beim ATB 2008.
Damals konnte ich mit 8"f/6 Dobson und 40mm bzw 21mm Pentax XL
die Spiralstruktur von M33 besser sehen wenn ich einen UHC verwendete (!)
Der Himmel hatte im Zenitnahen Bereich eine Grenzgröße von etwa
6,5 bis 6,7 mag.

Gruß, Karsten
 
Hallo Leute,

Wolken und hoher Dunst lassen Teil zwei der Beobachtung leider nicht zu.

Lutz>
Der durchaus gültige Spruch, dass diese Filter an GX nichts bringen trifft allgemein durchaus zu. Bei nahen GX mit aktiven HII Regionen eben nicht.
Da geht man auch durchaus mal höher ran mit der Vergrößerung und entsprechend auf kleinere AP.

Jedenfalls steht fest, dass so ein 6-Zöller auch die Anschaffung guter Okulare und Filter in jedem Fall lohnt.
Ich kenne 8, 10 und 12-Zöller sehr gut und habe auch schon 16 und 20" genossen.

Der 6" F/6 kann sehr viel und ich werde es jetzt darauf anlegen, ihm sein ganzes Potenzial zu entlocken.
Dazu gehören für mich von vorne herein Tubusauskleidung, Taukappe und saugende Lüftung.
Ich hatte schon vorher ein paar Gelegenheiten zur Mond- und Planetenbeobachtung.
Dabei fiel auf, dass das Gerät durchaus brauchbar ist und die o.a. Maßnahmen noch eine deutliche Verbesserung erwarten lassen, so wie ich das von meinem 8-Zöller schon kenne.
Weiter fiel aber auch auf, dass der 6" F/6 z.B. gegenüber einem mir bekannten 6" F/8 (Tal-Newton) doch etwas mehr weich zeichnet als nötig. Was am Mond schon auffällt führt am Planeten doch dazu, dass man meint, immer noch nachfokussieren zu müssen, das letzte Quentchen Schärfe fehlt, da wird auch eine bessere Streulichtunterdrückung nicht den entscheidenden Durchbruch bringen. Das liegt nicht an der Spiegelqualität, die ist zwar nicht gemessen, aber durchaus brauchbar, soweit ich das nach zwei Sterntestversuchen unter nicht allzu günstigen Bedingungen beurteilen kann.
33% Obstruktion sind doch etwas viel für einen guten Planetennewton, da hat man m.E. etwas viel Rücksicht auf vorhandene Bauteile genommen und damit jede Menge Backfokus für Fotografen geschaffen, für die so ein F/6 aber sicher kein ultimatives Gerät ist.
Ich werde also das Gerät zusätzlich zum "normalen" Tuning noch visuell optimieren. Ein größerer Tubus, kleinerer FS und flacher bauender OAZ sind die wesentlichen Eckpunkte dieser Maßnahmen.

Ordentliche Kosten "nur" für ein 6" Einsteigerteleskop welches auch im Urzustand schon besser und preisWERTER ist als Vieles was für Einsteiger so beworben wird.
Nun, ich halte einen 6" F/6 Newton nicht nur für ein Einsteigergerät.
Ein 6" F/6 Newton der zeigen darf, was eine solche Optik wirklich zeigen kann ist mehr, sehr viel mehr.
Diesen Beweis gedenke ich anzutreten, wenn ich kann.
Dann habe ich mein transportables Schnellteleskop für alle Fälle.
Ich schätze, ich stehe jetzt bei etwa 75%. Warum man zum gleichen Preis nicht 85-90% erreichen konnte/wollte bleibt der Spekulation überlassen, die Fotooption alleine war es m.E. nicht.

Gruß und CS
*entfernt*
 
hallo Günther,

tröste dich, ich haben den Orion 6" f/6 ebenfalls total umbauen müssen, den OAZ 60mm vorverlegt und einen kurzbauenden OAZ genommen, einen anderen FS eingeklebt, voll isoliert und ausgekleidet und mit Lüfter versehen war er schon. Jetzt hat er am Planeten ein Bild das schon einem 6" Intes sehr nahekommt, und er zeigt soviel wie der 120ED Apo, nur ist er heller...

All diese Tricks habe ich von dir, Karsten, Sven, Kurt und anderen gelernt - du wirst bestimmt ein Suuuperscope daraus machen! Ich habe ihn auf der EQ5 und kann ihn im Ganzen im Garten herumtragen wenn mir ein Baum im Weg ist. Einfach genial ;-)

lg Tommy
 
Hi Tommy,

es geht doch nicht drum, das ich es sehr wahrscheinlich hinkriege.
Es geht drum, dass man das durchaus von Haus aus hätte hinkriegen können und zwar zum derzeitigen Ladenpreis oder unwesentlich drüber.

Hinzu kommt, dass diese Debatte um die kleinen bis mittleren Macken des Geräts dem interessierte Einsteiger irgendwo sagt, dass es für IHN nicht gut ist.
Immerhin geht es um einen zu großen FS, mittig und zu eng gefasst in einem zu engen Tubus angebracht der von einer HS-Fassung abgeschlossen wird die mit unsinnger über Kreuz Anordnung von HS Justier- und Konterschrauben aufwartet.
Neue und uralte Kritikpunkte bunt gemischt.

Dass andere Geräte in der Preisklasse ähnliche Probleme oder Probleme mit ähnlicher Wirkung oder noch viel schwerwiegendere Probleme haben, fällt bei so einer "Fehlerdiskussion" zum speziellen Gerät doch schon kaum noch ins Gewicht.
Ganz ähnlich ist doch die 6" F/6 Orion-Story auch.
Der 6" F/6,6 Skywatcher taucht plötzlich aus der Versenkung auf und kommt mit einem 1 1/4" Auszug. Da ist Chelestron beim 130/650er schon weiter, aber natürlich nur mit Wahnsinns-GOTO.

Das ist in der Quersumme für mich schlicht und ergreifend unverständlich.
Entweder ich versteh nichts von Marketing oder das Marketing versteht mich nicht.
:mauer:
Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi,

warum - und das will in meinen Schädel nicht hinein - muss ein Newton immer billig billig billig sein?

6" Öffnung sind viel, sehr viel. Nach einem anständigen Mak dieser Öffnung lecken sich alle die Finger, die etwas davon verstehen.

Wenn Ihr Händler doch Einfluss auf die Produktion in Fernost habt, warum wird denn kein anständiger Newton aufgelegt, ich verstehe es nicht?!

6" Öffnung - F6 - Fangspiegel für 2" Okulare geeignet - Ausleuchtung visuell optimiert mit möglichst geringer Obstruktion - große Tubusdurchmesser, möglicherweise sogar Blenden - langer Tubus gegen setiliches Streulicht - einigermaßen guter OAZ: Das sind doch alle keine Wunder, sondern rein konstruktive Dinge.

Wenn jemand einen solchen 6" Newton zu einem Preis von 600 Euro anbieten würde, mit Qualitätsgarantie und intelligenter Konstruktion und professionellem Marketing, dann würde das auch ein Erfolg werden. Das Gerät müsste sich aber fundamental vom bestehenden Chinastandard unterscheiden.

In Russland werden ja auch gute Spiegel angeboten, übrigens, nur mal so als Idee. Das klingt in den Ohren der Astrogemeinde schon ganz anders, als die ewig neuen/alten Fernoströhren in neuem Gewand. Siberia hat einen einen guten Namen, das wird wohl unterschätzt, denn die Promotion dieser Spiegel sehe ich nicht, schade!

Viele Grüße!

Andreas
 
hallo Günther,

nee, nicht dass Marketing dich nicht versteht, die Teleskopbauer verstehen ihren Job nicht ganz. Auch nicht die
englischen, um nicht immer bloss auf die chinesischen zu schimpfen. Und sie sind sogar ziemlich beratungsresistent, Wolfi hat ja sicher alles probiert.

Es ist natürlich traurig dass hier kilometerlange Threads ausgefochten werden, und dann kommt halt nicht wirklich raus was so heiss ausgemacht wird.

Aber es werden billige Lösungen gesucht, Kompromisse am falschen Platz gemacht, und manchmal schlicht hartnäckig Unsinn produziert.

Dasselbe mit dem Tuning - es gibt keinen Newton zu kaufen, der voll isoliert, ausgekleidet und mit Taukappe und saugendem Lüfter ausgestattet ist. Und nur so laufen die Dinger zur Hochform auf, wie findige Amateure hier und anderswo herausgefunden haben.

Refraktoren sind auch betroffen - Plastikauszüge wackeln mehr als nötig, Blenden sind falsch gesetzt, letztens habe ich ein ganzes Objektiv das nur mit 1 Schraube am Tubus befestigt war und hin und her wackelte mit Superkleber den zentrierten Frieden gebracht. Linsenabstände sind nicht optimiert, Linsen klappern in der Fassung rum, oder werden in der Kälte gequetscht - also nicht nur bei Newtons.

Eigentlich wirklich genug Platz am Markt für jemanden der leistbar was Vernünftiges macht!

lg Tommy
 
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