Immer gleiche Fragen zur Öffnung oder Belastbarkeit

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Planetary Okulare waren lange Zeit mit 60° und 6 Linsen in 4 Gruppen angegeben, aufgeschraubt waren es 5 Linsen in 3 Gruppen, und andere 60° Okus hatten irgendwie mehr SGF. Mittlerweile sind sie mit 58° gelabelt, aber ich glaube die 6 Linsen auch heute noch gelesen zu haben.

Es kann gut sein das es für unterschiedliche Brennweiten einen unterschiedlichen Aufbau gibt.
Auch wäre ein Designwechsel denkbar.
Und der Händler schreibt letztlich auch immer nur das rein was der Hersteller angibt.
Aber letztlich zählt ja eh immer nur das was das Okular leistet. Ob das nun mit 6 Linsen in 4 Gruppen erreicht wird oder ob man gleiches mit cleverem Design das dann vielleicht auch eine Asphäre beinhaltet auch schon mit 5 Linsen in 3 Gruppen hinbekommt ist mir da eigentlich egal, ich bin kein Linsenzähler sondern für mich ist die Leistung des Designs entscheidend und nicht die Anzahl der Linsen.

Grüße Gerd
 
Hi,

Wie schon gesagt, find das schon witzig wenn man ältere Dokumentation vergleicht zur heutiger, und dazu noch mal Spaßeshalber die Schieblehre anlegt, und die Teleskope kommen alle aus der selben Schmiede und sind fast baugleich, was mindestens die Spiegel anbetrifft.
Ältere Dokumentationen von Orion:
8100EA69-E344-4D57-AE42-74A57DAB18BC.png


Wenigstens ist die Sache korrekt angegeben bei meinen beiden Refraktoren.
Übrigens so wie ich das mitgekriegt habe, hat das RC auch diese Probleme von falsch dimensionierten Blendensystem, hauptsächlich am SP.

Mit einem Gruß,
Martin
 
Beim CC8 ist nicht das Blendensystem der beschneidende Faktor. GSO hat bereits vorhandene Hardware neu kombiniert, beim CC8 der 8"F3 Parabolspiegel von den Ultraschnellen Newtons, Loch rein, und den Hyperbolischen FS vom 6"RC rein, der mit 67mm allerdings zu klein ist, um bei korrektem Abstand den ganzen HS einzufangen. 67/200 sind fürs marketing schöne 33%. mit 90mm könnte man ihn nicht als Klassischen Cassegrain für Planetenbeobachtung bewerben, denn niemand der visuell beobachtet würde etwas kaufen, wo 45% dransteht. In diesem Falle hat GSO einfach ein neues Produkt auf den Markt bringen können, ohne die Investition neuer Produktionsstraßen tätigen zu müssen, wir als Kunde profitieren dann durch den dadurch möglichen sehr attraktiven Preis. Im Falle des CC8 bekommt man auch ein super abbildendes Teleskop dafür, soweit also eigentlich alles OK. Man hätte aber dranschreiben können, dass es ein 7 3/8" Teleskop ist.
Den Abstand einfach zu vergrößern ließe das Scope zwar bei voller Apertur arbeiten, aber die Kombination aus Parabel und Hyperbel reagiert extrem empfindlich in der Korrektur auf Abstandsänderung, deswegen haben die ja extra KEINE HS-Fokussierung.
 
Beim CC8 ist nicht das Blendensystem der beschneidende Faktor. GSO hat bereits vorhandene Hardware neu kombiniert, beim CC8 der 8"F3 Parabolspiegel von den Ultraschnellen Newtons, Loch rein, und den Hyperbolischen FS vom 6"RC rein, der mit 67mm allerdings zu klein ist, um bei korrektem Abstand den ganzen HS einzufangen

Ich denke das kann man für den SP ausschließen.
Der SP vom 6“ RC würde weder vom Krümmungsradius noch von der cc her für den 8“ klassischen Cassegrain passen.

67/200 sind fürs marketing schöne 33%. mit 90mm könnte man ihn nicht als Klassischen Cassegrain für Planetenbeobachtung bewerben, denn niemand der visuell beobachtet würde etwas kaufen, wo 45% dransteht.

Bei jedem Cassegrain System mit ordnungsgemäß konstruiertem Streulicht bzw. Direktlichtschutz ist die Obstruktion immer deutlich höher als der nutzbare Durchmesser des SP.
Ich hab das hier mal am MAK gezeigt.

Blendrohr2.jpg


Es ist aber natürlich beim klassischen Cassegrain nicht anders.
Du darfst also nicht glauben das bei 67mm nutzbarem SP eine Obstruktion von lediglich 33% möglich wäre.

Den Abstand einfach zu vergrößern ließe das Scope zwar bei voller Apertur arbeiten, aber die Kombination aus Parabel und Hyperbel reagiert extrem empfindlich in der Korrektur auf Abstandsänderung, deswegen haben die ja extra KEINE HS-Fokussierung.

Sie ist nicht prinzipiell empfindlicher wie bei Katadioptrischen Systemen die gerne mit HS Fokussierung geliefert werden.
Es ist nur so das eine kleine Änderung des Abstands HS – SP bereits eine sehr große Änderung der Fokuslage bewirkt.
Man muss daher bei HS Fokussierung den Abstands HS – SP nur wenige mm ändern um die Fokuslage in einem recht weitem Bereich zu variieren.
Und diese geringe Änderung um nur wenige mm hat weder bei Katadioptrischen Systemen einen großen Einfluss auf die SA noch beim klassischen Cassegrain.
Aber nur wenige mm mehr bringen beim hier diskutierten Problem mit dem zu kleinem SP leider auch nicht besonders viel.
Und natürlich hätte eine größere Änderung die dann nennenswert was bringt auch deutlichen Einfluss auf die SA. Das wäre aber gar nicht das Hauptproblem denn der Fokus würde Richtung Blendrohr wandern und man würde gar nicht mehr in den Fokus kommen.
Man muss da auch gar nicht spekulieren sondern kann das exakt zb. mit Olso berechnen.

Grüße Gerd
 
Hallo zusammen,

ich hab mir den 6“ von TS bzw. GSO noch mal vorgenommen und anhand dieser Zeichnung das Design berechnet.


Es kommt dann folgendes raus.

Ist_Zustand.jpg


Für die Achse müsste der SP 24,65mm Radius also 49,3mm im Durchmesser haben.
Der Vorschraubring der den nutzbaren Durchmesser des SP begrenzt soll 48,5mm freie Öffnung haben
Es fehlen also lediglich 0,8mm auf den Durchmesser.
Das ist problemlos über den Abstand HS- SP zu kompensieren (322,4 auf 325mm)

Auf_SP_48,5mm_angepasst.jpg

Der Strehl würde von 1,0 auf 0,978 sinken, das ist noch vernachlässigbar.
Der Fokus würde aber um satte 39mm nach innen wanden.
Da wird es zumindest mit 2“ ZS sicherlich knapp mit 1,25“ dürfte man auch weiterhin problemlos in den Fokus kommen.

Man könnte also relativ einfach die vollen 150mm Öffnung erreichen.
Das Hauptproblem stellt damit der Becher um den SP dar.
Der müsste noch entsprechend eingekürzt werden.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Vielen Dank für diese Lehrreiche und Korrigierende Info zu diesen Teleskopen!
Da sieht man wieder mal Pro ist Pro, und ich lag daneben, mindestens mal bei der Effizienz bei den Systemen.
Dann muss ich ihnen wirklich recht geben das die mm am Rand Erbsenzählen sind wenn die Sache so ist.
Was ich jetzt machen werde nochmals mit meinem kleinen RC ist den SP ein bisschen weiterweg vom Hauptspiegel zuschrauben. ich glaube das ich mir das locker leisten kann bei 3.76μm Pixeln.
Das Teleskop hat sowieso nur den Einsatz für Foto und brauche wirklich nicht die ganzen Ringe hinten dran.
Hatte das zwar schon mal gemacht, aber gab mir heftigen Astigmatismus im OAG, da waren nur Dreiecke zu sehen zusammen mit dem FR 0.8x, und kann es mir nicht erlauben noch zusätzlich gescheit ein Guidescope anzubringen.
Werde auch mal nachsehen ob ich den SP ein bischen anheben kann mit ein par Ringen drunter, da der SP in einem Becher liegt, sollte da genug Gewinde sein sollte da was zu machen sein am RC wie beim CC.
Werde ich mal seriös nachgehen, wenn ich nicht schon wieder in den Fettnapf voll trete.
Am Ende mit dem RC hab ich mir echt ne lange Baustelle eingefangen.

Mit einem Gruß,
Martin
 
Hallo zusammen,


zwei Maße kann ich noch beitragen: die Blende am Sekundärspiegel des 6"CC war bei meinem Exemplar etwa 19mm zu lang (nicht 22mm wie ich an anderer Stelle gepostet habe). Ob der Schraubring des Sekundärspiegels da auch noch stört bin ich mir nicht ganz sicher das werde ich am Wochenende noch mal genauer prüfen.

Und: der Innendurchmesser des Schraubringes der den Sekundärspiegel beim 8"CC hält beträgt 58mm, der Außendurchmesser beträgt 64mm x Feingewinde und die Höhe beträgt 6mm.

Beim 8" ist das selbe zentrale Blendrohr verbaut wie beim 6", die grölßere HS-Bohrung wird über ein Reduzierstück ausgeglichen...Länge vor dem HS: ca. 145mm, Innendurchmesser vorderes Ende 36,5mm. Das scheint auch noch Öffnung zu kosten...?


Viele Grüße Felix
 
Hallo,

Entschuldigung mal so nebenbei!
Ich weiß nicht mehr wo ich das aufgefangen habe, habe leider keine Bookmark gemacht, oder die ist tief vergraben, wo ich die Info gefunden habe mit dem RC6 das es da auch was zu machen gab, bezüglich den Blenden.
Wäre es möglich wenn jemand so eine Detailzeichnung hätte mit ein par Massen von dem RC6?
Ich wäre wirklich sehr Dankbar!
Ich würde sehr gerne an meinem was weiterarbeiten.

Mit einem Gruß,
Martin
 
Danke, Gerd, super Einsichten.
Dass GSO bereits vorhandene Hardware neu kombinierte, wurde mir von jemanden mit “direktem Kontakt“ zugetragen. So gut war die Info ja dann wohl nicht.
Aber Interessant, dass der Löwenanteil der Aperturreduzierung wiedereinmal am Blendensystem liegt.
Mein Bruder hat ebenfalls den 6“ CC, und ich denke, mit deiner Rechnung können wir da ein wenig dran drehen.
Abstand HS-FS wird sich problemlos über die Justagemöglichkeit um 2,5mm ändern lassen.
Welche Blende schneidete zu weit hinein? Das Blendrohr am HS oder der Kragen am FS?
 
Hab im Netz auch schon behauptungen gesehen, GSO hätte das bewusst so gemacht, um abgesunkene Kanten der HS zu verbergen. DAS kann ich mir ehrlich gesagt aber nicht vorstellen. Ein Unternehmen, welches Aualitativ brauchbare Hyperbolische Spiegel fertigt, sollte damit ja nun keine Probleme haben. Zumal die turned edge dann zwar auf der Achse ausgeblendet wäre, aber die Sternabbildung im Feld nach wie vor in den Keller ziehen würde.
Grüße, Olli
 
DAS kann ich mir ehrlich gesagt aber nicht vorstellen.
Sogar Takahashi blendet vorne im Tubus 1cm im Radius eines Mewlon 210 ab, um nur den "guten Teil" des Spiegels zu nutzen... abgesunkene Kanten haben wohl viele Spiegel, frag mal Tommy. Man darf nicht vergessen, dass alle nur mit Wasser kochen. Der Rest ist Hype um "Präzision", um Beschichtung, um Strehl, um was-weiß-ich-was, aber da laufen auch nur Maschinen, die Spiegel schleifen, und jeder Spiegel ist nicht 100%ig, das ist völlig normal. TA verkauft auch mit Erfolg Ringblenden für alle HS, und das Bild wird dann bei allen besser, die vorher kleine Probleme hatten... ;)

lg
Niki
 
Mein aktueller Mak 102 (ersetze ein durch unfall verlorenes hervorragendes exemplar) hat im Ronchi eine hochgezogene Kante, dazwischen sind die Linien schnurgerade. Hab im Fokus riesen Halos um die Sterne, beim defokussieren wird der Halo langsam kleiner und verschwindet erst bei 4 Ringen darin. Vllt tut dem auch eine Blende am HS gut, aber der nutzt ja eh schon nur 96mm. Hatte schonmal den Gedanken ob der Meniskus stattdessen vllt zu stark geklemmt ist, hab aber kein geeignetes Werkzeug, um den Ring zu lösen. Dachte eigentlich diese Kantenfehler sind so ein Ding von Parabolspiegeln, während ein MC nur Kugelflächen hat, die sich ja angeblich so easy präzise herstellen lassen.
 
Tja, jeder Spiegel endet mal irgendwo, und zwar an seinem Rand. :D

Und dort wird es auch immer wieder dieselben Schwierigkeiten geben, die Kante "stehenzulassen". Ich plädiere also für unendlich große Spiegel, dann haben wir das Problem gelöst. :p

lg
Niki
 
Jawoll XD
Ich hatte auch mal den Plan bei rinem Selbstschliff bewusst 1“ größer zu schleifen um die kante auszublenden, allerdings kams nie dazu, soviel Zeit hab ich nicht über
 
Welche Blende schneidete zu weit hinein? Das Blendrohr am HS oder der Kragen am FS?

Es ist die Blende am sekundär Spiegel.

Beim 8" ist das selbe zentrale Blendrohr verbaut wie beim 6", die grölßere HS-Bohrung wird über ein Reduzierstück ausgeglichen...Länge vor dem HS: ca. 145mm, Innendurchmesser vorderes Ende 36,5mm. Das scheint auch noch Öffnung zu kosten...?

Da wir ja die Fokuslage hinter HS wissen die laut der oben verlinkten Zeichnung 285mm beträgt und du nun die Länge vor dem HS mit 145mm angibst lässt sich das ja sehr leicht ausrechnen.
Die Vorderkante des Blendrohres ist also 285mm +145mm = 430mm vom Fokus entfernt.
Die Systeme haben alle F12 also brauchen wir bei 430mm Länge 430 / 12 = 35,8mm Innendurchmesser für das Blendrohr.
Wenn es also wie du schreibst 36,5mm hat passt das also.

Es ist anzunehmen das auch beim 8“ die Fokuslage hinter HS 285mm beträgt.
Denn die ist nicht von der Öffnung sondern von der Baulänge des OAZ und den gewünschtem Backfokus abhängig.
Da beide den gleichen OAZ nutzen und an beiden ein 2“ ZS genutzt werden soll ergibt sich für beide auch die gleiche benötigte Fokuslage hinter HS.
Das Design wird dann natürlich auch beim 8“ für diese Fokuslage gerechnet.

Daher kann also auch das Blendrohr vom 6“ für den 8“ genutzt werden ohne das die Öffnung beschnitten wird.
Allerdings ist beim 8“ dann der Schutz vor Licht das direkt von vorn bis zur Bildebene gelangt nicht mehr optimal.
Das Blendrohr müsste eigentlich beim 8“ dazu 8/6 = 1,33 mal länger also 193mm lang sein.
Das ergäbe inklusive der 285mm Fokus hinter HS dann also 478mm und damit 478/12= 39,8mm benötigter Innendurchmesser für das Blendrohr.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Beworben wird der CC8 mit 45mm ausgeleuchtetem Bildfeld, ist das Blendrohr tatsächlich nur 36mm?
 
Hallo Olli,

jo, gerade noch mal gemessen: das Blendrohr hat 36,5mm Innendurchmesser, meiner Meinung nach gibt es da auch eine Engstelle. Der HS hat eine deutlich größere Bohrung als beim 6" und zwischen Blendrohr und HS-Träger sitzt ein Reduzierstück auf M54 x Feingewinde (oben die 64mm sind ein Tippfehler es sind 54mm)

Der Backfokus ist auch größer als beim 6" ich verwende einen breiten statt einen schmalen Distanzring für etwa gleiche Fokuslage hinter dem OAZ...??

Gerd, bei Deiner Rechnung hast Du nur 100% Ausleuchtung auf einem Punkt wenn ich das richtig sehe da müßte man also für x mm ausgeleuchtetes Feld das Blendrohr entsprechend vergrößern?


Viele Grüße Felix
 
Ich meine in einer Tabelle für den CC6 140mm und für den CC8 160mm BF gelesen zu haben. Der OAZ Travel ist beim 6er auch nur etwa 30mm, während der vom CC8 in einem Review mit 50mm angegeben wird, die zwei sind wohl an ganz merkwürdigen Stellen unterschiedlicher und an den falschen Stellen gleicher al man glaubt. X
Ebenso kommt der kleine in den Reviews eigentlich nie so gut weg, während der 8er in höchsten Tönen gelobt wird. sehr unintuitiv das ganze.
 
Der OAZ Travel ist beim 6er auch nur etwa 30mm,
Man muss nur die gemeine Blockierschraube drei Runden rausdrehen, dann kommt man schon auf 41mm.
Lässt man die Blockierschraube zu tief drin stösst sie an am Ende der eingefrässten Oberfläche an wo die Welle sein tun hat. Dann sind es nur 34mm.

Position Schraube stösst an:
1.jpg

2.jpg



Position Schraube ist genug raus:
3.jpg

4.jpg


Die OAZ´s vom CC 6"sind baugleich mit dem RC6".

Mit einem Gruß,
Martin
 
also doch gleich, hätte mich doch arg gewundert. Das muss ich meinem Bruder mal stecken.
 
Beworben wird der CC8 mit 45mm ausgeleuchtetem Bildfeld, ist das Blendrohr tatsächlich nur 36mm?

Na ja zu 100% ausgeleuchtet ist im besten Fall eh nur die Achse und selbst die ist es offensichtlich nicht mal ganz denn dann müsste er auch 8“ wirksame Öffnung haben.
Die Angabe von TS sollte so verstanden werden das es zumindest visuell keine spürbare Vignettierung bis 45mm Felddurchmesser gibt.
Das ist in der Tat auch beim 8“ bei einer 36,5mm Blende 430mm vor dem Fokus möglich.
Von einer 100% Ausleuchtung kann aber für 45mm Felddurchmesser natürlich keine Rede sein.

Gerd, bei Deiner Rechnung hast Du nur 100% Ausleuchtung auf einem Punkt wenn ich das richtig sehe da müßte man also für x mm ausgeleuchtetes Feld das Blendrohr entsprechend vergrößern?

Ja stimmmt die Rechnung oben gilt nur für die Achse.
Für das zu 100% ausgelautete Feld wird es bei einem Cassegrain System leider etwas komplizierter.
Ich mache das dann der Einfachheit halber lieber mit Oslo.
Die Faustformel die man beim FS für den Newton anwendet funktioniert bei einem Cassegrain System leider nicht da hier der SP einen Verlängerungsfaktor hat.
Konkret beim hier diskutierten 6“ mit den von dir genanntem 145mm Blendrohr ergibt ein um 1mm vergößerter Durchmesser desselben einen Zuwachs des zu 100% ausgeleuchteten Feldes von rund 2,4mm.

Grüße Gerd
 
Hallo Leute,

da scheinen wohl so einige Herstellerangaben durcheinander geraten zu sein so liest man auch gelegentlich BK7 als Spiegelmaterial und manchmal Quarz - ist das ein Übersetzungsfehler und bezog sich auf die Schutzschicht? Spekulationen sind erlaubt...liegt auch evtl daran daß es mehre Label gibt unter denen das Gerät verkauft wird, außer TS noch Altair, Omegon, Orion, Stellalyra gelegentlich GSO.


Viele Grüße Felix
 
Da gibt's nur eins:
Spiegel ausbauen und von hinten betrachten!
Ich schätze mal bei meinem RC6" das es BK7 ist. Ist noch so ganz leicht gelblich??, wenn ich das noch mehr oder weniger so erinnere.
Ich hatte das dazu gefunden vor was Zeit.

Mit einem Gruß,
Martin
 
Die Angabe von TS sollte so verstanden werden das es zumindest visuell keine spürbare Vignettierung bis 45mm Felddurchmesser gibt.
Das ist in der Tat auch beim 8“ bei einer 36,5mm Blende 430mm vor dem Fokus möglich.
Von einer 100% Ausleuchtung kann aber für 45mm Felddurchmesser natürlich keine Rede sein.
Kann ich am Beispiel des Skymax 102 so bestätigen. Ein SWA 26 mit 32mm Feldblende wird ohne jede (spürbare) vignettierung ausgeleuchtet, obwohl das Blendrohr nur 21mm freien Durchmesser hat, in diesem Falle mit einem T2 Zenithspiegel von Baader mit daran folgendem Clicklock.
 
Ebenso der 8", der im Auslieferungszustand 187mm nutzt und 69mm Obstruktion inkl Blende hat. Wie das jetzt 33% werden sollen....37% sind ja aber noch fast verschmerzbar.

Was meinst du mit „nutzt“? Blendet die Blendrohrkonstruktion auf „effektive“ 187mm ab?

Hallo zusammen,

Orion gibt in der Gebrauchsanleitung für das CC8 an

200mm (7.9")
2400mm
f/12
Durchmesser Cassegrainspiegel 60mm
Durchmesser der Obstruktion 68.5mm (34%, linear)
166mm (from end of 2" focuser collar)

Wenn jemand die Schieblehre beim Messen des Durchmessers des vorderen Blendrohres ordentlich quetscht bis er 66mm ablesen kann, dann kommen engagierte 33% zusammen.

Orion macht hier offenbar glaubwürdige Angaben. Die Angaben sind auch adressatengerecht. Den Durchmesser der zentralen Obstruktion zu messen, ist für jeden Händler und Käufer ein Leichtes. Völlig unverständlich, dass es sich selbst renommierte Händler leisten, in solchen Fällen schlicht falsche Angaben zu machen.

Selbst beim Schmidt und Maksutov lässt sich ohne Geräteeingriff der Durchmesser des obstruierenden vorderen Blendrohres in wenigen Minuten ausmessen und angeben (beim Maksutov mit Glasscheibe und Laser).

Das 8-Inch-Instrument hat jedenfalls Potenzial. Wem es gelingt, durch mechanischen Eingriff die Blendrohrkonstruktion komplett neu zu gestalten, und unter der Annahme, dass die Hauptspiegelbohrung nicht größer als der Fangspiegeldurchmesser ist, kann die zentrale Obstruktion auf 60mm senken und rechnerische Obstruktion auf 30%.

Stets klaren Himmel,

*entfernt*
 
Die Blenden und der minimal zu kleine freie FS Durchmesser beschneiden zusammen die genutzte Öffnung auf 186,5mm, so die Aussage von GSO, diverse Projektionsmessungen bestätigten dies. Somit ist die Obstruktion effektiv 36,7%.
An der Abbildungsleistung die das Gerät gestern noch erbrachte, ändern diese Zahlen natürlich nichts, also nicht ärgern lassen.
Die Blendenkonstruktion würde ich nicht weiter verknappen, sonst kommt zuviel Direktlicht zur Brennebene.
 
Den Durchmesser der zentralen Obstruktion zu messen, ist für jeden Händler und Käufer ein Leichtes.

Genau das ist leider nicht der Fall.
Auch das Blendrohr vom HS kann die Obstruktion über den messbaren Durchmesser des SP bzw. den Durchmesser seiner Kappe vergrößern.
Das kann man aber nicht einfach an seinem Durchmesser sehen sondern hier spielt auch seine Länge eine entscheidende Rolle da an dessen Vorderkante vom HS kommendes Licht ab einem bestimmten Durchmesser nicht mehr zum SP vorbeikommt.

Genau der Trugschluss man bräuchte nur mal vorn zu messen ist der Grund warum es immer wieder falsche Angaben zur Obstruktion gibt.
Auch Händler machen es sich hier leider so einfach und messen schnell mal vorne und kommen so oft auf zu kleine Werte.

Das 8-Inch-Instrument hat jedenfalls Potenzial. Wem es gelingt, durch mechanischen Eingriff die Blendrohrkonstruktion komplett neu zu gestalten, und unter der Annahme, dass die Hauptspiegelbohrung nicht größer als der Fangspiegeldurchmesser ist, kann die zentrale Obstruktion auf 60mm senken und rechnerische Obstruktion auf 30%.

Wie ich schon geschrieben hatte ergibt sich bei ordnungsgemäß konstruiertem Schutz vor Direktlicht immer eine deutlich größere Obstruktion als der Durchmesser des SP.
Die 30% wären also bei vollem Schutz vor Direktlicht ausgeschlossen.
Du kannst aber natürlich auf den Schutz vor Direktlicht verzichten.
Dann wäre es am Tag unbrauchbar in der Nacht in dunkler Umgebung aber zu gebrachen.
Eine hellere Umgebung würde aber Kontrast kosten.

Grüße Gerd
 
Hallo Olli,

dieses Teleskop ist bei mir in der engeren Wahl für die visuelle Sonnenbeobachtung und könnte ein C8 ersetzen. An der Sonne sind hohe Obstruktionswerte nicht so ganz der Hit. Da in dem System alles gut zugänglich und einfach änderbar ist, liegt es nah, das auch zu tun. Nur, der zentrale Falschlichtschutz ginge verloren. Ein neuer Falschlichtschutz müsste konstruiert werden. Das ist jetzt nicht mehr so einfach.

Grüße, *entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Genau das ist leider nicht der Fall.
Auch das Blendrohr vom HS kann die Obstruktion über den messbaren Durchmesser des SP bzw. den Durchmesser seiner Kappe vergrößern.
Das kann man aber nicht einfach an seinem Durchmesser sehen sondern hier spielt auch seine Länge eine entscheidende Rolle da an dessen Vorderkante vom HS kommendes Licht ab einem bestimmten Durchmesser nicht mehr zum SP vorbeikommt.

Genau der Trugschluss man bräuchte nur mal vorn zu messen ist der Grund warum es immer wieder falsche Angaben zur Obstruktion gibt.
Auch Händler machen es sich hier leider so einfach und messen schnell mal vorne und kommen so oft auf zu kleine Werte.

Wie kommst du drauf, dass ich so messen würde?

Mit Laser und Glasplatte, die eine Skala hat. Instrument auf unendlich fokussieren. Glasplatte auf die Teleskopöffnung. Laser auf der Glasplatte aufsetzen, der Laserstrahl ist Licht aus dem Unendlichen, diagonal über die Öffnung schieben, Skalenwerte notieren, wenn der Laserpunkt im Fokus auftaucht und wieder verschwindet. Skalenwerte notieren und in Relation setzen. Das Ergebnis ist die effektive Obstruktion in Prozent für den Zentralstrahl. Eine Genauigkeit mit Kommastellen braucht es sicher nicht.

Der so ermessene Wert gibt den tatsächlichen Sachverhalt wieder.
 
Du kannst aber natürlich auf den Schutz vor Direktlicht verzichten.

Hallo Gerd,

das würde ich nicht tun wollen. Ein neuer Falschlichtschutz, der nicht zusätzlich obstruiert, ist eine konstruktive Herausforderung, das weiß ich. Daher bin ich auf der Suche nach einer technischen Zeichnung des CC8, um den Aufwand bestimmen zu können. Den Öffnungsverlust von 13,5mm reinholen, wäre nicht das Problem, da tuts bestimmt eine Tubusverlängerung. Aber die 30%, da würde es sehr schwierig werden.

Grüße,

*entfernt*
 
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