Immer teurer und teurer...

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Weit gefehlt. Ich habe den Kapitalismus seit jeher nicht als etwas Positives verstanden, ich halte es da mit Marx und seiner Analyse der Konsequenzen. Die großteils eingetroffen sind.

Was Kapitalismus kann, ist die Gier, Lust und Wunsch nach Mehr im Menschen zu wecken, und ihm zu erklären, er erreicht alles, wenn er nur genug dafür tut. Der Rest steht in den Geschichtsbüchern. Ich weiß, wie die Obdachlosen in Paris "wohnen", die in Hauseingängen ihre Karton-"Hütten" haben, ich sehe die Nachfahren der Mayas in Mexiko am Rand des Molochs in den Slums...
Aber hälst Du Dich selbst für glaubwürdig? Du hast ja nicht nur eine Sammling von teuren Teleskopen, sondern bist auch stolz auf Deine teuren Musikinstrumente und Deine teuren Motorräder. Für Dich ist nur das Beste gut genug! Und das teilst Du anderen auch gerne mit.

Hast Du auch in der DDR so gelebt? Oder hast Du Dir erst nach der Wende alles genommen, was Du konsumieren konntest? Du hast doch profitiert vom Kapitalismus und bist stolz, dass Du wohlhabender bist als die meisten anderen Menschen. Du bist kein sparsamer Minimalist, sondern ein großzügiger Konsument.
 
Hallo Christian,

der Niki ist doch ein Ösi, wenn ich das richtig verstehe. Da is dann nicht viel mit DDR...

CS Jochen
 
Ja aber Niki,
ein Ossi? Du kommst mir vor, wie einer der Wasser predigt und Wein s*? Oder machst du das mit Ehrenämtern wieder wett? Früher nannte man das Ablaßhandel. Bist du erfolgreicher Unternehmer im gelobten Land geworden?
VG Frank
 
Aber hälst Du Dich selbst für glaubwürdig? Du hast ja nicht nur eine Sammling von teuren Teleskopen, sondern bist auch stolz auf Deine teuren Musikinstrumente und Deine teuren Motorräder. Für Dich ist nur das Beste gut genug! Und das teilst Du anderen auch gerne mit.
Kaufste Billig kaufste entsprechend öfter und gibst am Ende mehr aus.
Warum nicht stolz sein auf das, was man sich erarbeitet hat?
Warum nicbt mit anderen teilen, was einen selbst erfreut?
Hast Du auch in der DDR so gelebt? Oder hast Du Dir erst nach der Wende alles genommen, was Du konsumieren konntest? Du hast doch profitiert vom Kapitalismus und bist stolz, dass Du wohlhabender bist als die meisten anderen Menschen. Du bist kein sparsamer Minimalist, sondern ein großzügiger Konsument.
Das kann doch jetzt echt nicht dein Ernst sein, dass du die DDR als Bewertungsmaßstab anlegst?

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast ja nicht nur eine Sammling von teuren Teleskopen, sondern bist auch stolz auf Deine teuren Musikinstrumente und Deine teuren Motorräder.
Sammlung ist wohl ein wenig übertrieben, ich habe die Teleskope ja auch im Einsatz. Wenn Du es genau wissen willst, ich schaue darauf, dass das, was ich habe, auch bei Führungen auf Sternwarten zur Verfügung steht. Ich finde, dass ein teures Teleskop mehr als nur einen Nutzer verdient. Dein Bild von mir ist ein recht kleiner Puzzlestein, Du kennst mich ja überhaupt nicht.

...von denen ich wohl tausende besitze? Ich habe hervorragende Preamps und A/D Wandler, das ist alles. Das haben andere auch, die Musik machen, die haben das auch nicht gekauft, um stolz darauf zu sein, sondern weil das Zeug eben richtig gut klingt. Das sollte ja auch nicht Dein Problem sein, wer welchen Vorverstärker hat, oder?

Ich hab im Moment nur eines, eine Honda, die Harley war mal. Wird Dich aber nicht beruhigen fürchte ich.

Für Dich ist nur das Beste gut genug! Und das teilst Du anderen auch gerne mit.
Ah, das meinst Du also. Niki, der Protz. Auch eine Sichtweise. Aber glaube mir, lieber Christian, gegen so manchen hier bin ich echt schwach aufgestellt, ich habe keinen 16" Newton oder einen großen Zeiss-Spiegel, keine Kuppel auf dem Dach, kein Einfamilienhaus, keinen Garten, keine Millionen auf der Bank... da muss ich Dich enttäuschen.

Ich bin aber ein Befürworten von Leuten, die sich bemühen ordentliche Dinge zu entwickeln und zu fertigen. Und ich hoffe, dass ein gutes Gerät auch gebraucht noch etwas wert ist. That's it. Es macht Freude beim Ansehen und Durchsehen.

Aber damit Du mich nicht falsch verstehst: ich muss und will mich gar nicht rechtfertigen, es ist mir auch egal, was Du über mich denkst, es ist nur schade, dass Du so eine krasse Antipathie entwickelst und alles, was Du so mitbekommen hast, in die Schublade "reicher Fettsack" steckst. Ich wäre vorsichtig, wenn ich die Schattenseiten und Mühsal im Leben anderer nicht kenne. Hier ist auch nicht der Ort alles abseits unseres Hobbys zu besprechen.

Ich will Dir nur sagen: auch ich nehme andere hier wahr, diejenigen, die gerade mal mit 600 Euro einsteigen können, und glaube mir, ich kenne solche Zeiten. Ich achte und schätze jeden, der Freude mit den Sternen hat. Und der irgendwie anfängt.

Nein, ich bin Wiener, Christian. Aber ich habe Verwandte in der ehemaligen DDR, ich kenne auch die Erzählungen von damals sehr gut. Auch ein Mitarbeiter von ZEISS ist dabei...

Oder hast Du Dir erst nach der Wende alles genommen, was Du konsumieren konntest?
Ich konnte über weite Strecken gar nichts konsumieren, weil ich einfach kaum Geld hatte.

Du hast doch profitiert vom Kapitalismus und bist stolz, dass Du wohlhabender bist als die meisten anderen Menschen.
"Profitiert vom Kapitalismus" verstehe ich eher als Annahme, man hätte Aktien und Firmen und zockt an der Börse, macht Geschäfte und "lässt sein Geld arbeiten." Das ist das tödlichste Prinzip, dieses "sein Geld arbeiten zu lassen".

Ich habe kein Geld, das für mich arbeitet, und ich wollte das auch nicht. Wer zum Teufel hat das Recht, einfach nur reich zu sein, und andere für sich täglich Geld dazuverdienen zu lassen? DAS verstehe ich unter "profitiert", wenn jemand PROFIT macht. Jemand, der sich Taks kauft, verliert sein Geld an die Händler, nur, falls ich Dich erinnern darf...

Ich bin übrigens jemand, der "Stolz" nicht aussehen kann. DARAUF bin ich als einziges stolz. ;)

Du bist kein sparsamer Minimalist, sondern ein großzügiger Konsument.
Ich möchte tatsächlich nicht hundert halbe Sachen, sondern lieber 10 gute. Ich verreise nicht dauernd, ich gehe nicht ins Casino und unterstütze Caritas & Co. So, jetzt habe ich genug erzählt, es ist mir wirklich gleich, ob mich jemand mag oder nicht, es ist jedoch günstig, wenn man im Forum wohlwollend miteinander umgeht. Wenn mich jemand nicht leiden kann, dann soll er das mit Inbrunst tun, er muss es mir aber nicht minütlich mitteilen.

Ein Forum ist - wie gesagt - ein seltsamer Ort, wo man einander nicht wirklich kennt, und meist wollen die anderen auch nicht alles über sich hier ausbreiten. Das macht auch keinen Sinn und ist auch nicht ratsam. Mit vielen hier meine ich mich gut zu verstehen, wie im Leben draußen eben auch, mit manchen kann man nicht, und das darf auch so sein. Meist kann man sich ja zurückhalten, bevor man auszuckt.

Und nein, wir müssen hier keine Freunde werden, Christian_S2, auch nicht Feinde, jeder sollte nur seinen Beitrag für eine erträgliche Atmosphäre hier leisten. Auch alle Mitleser werden es danken... :coffee:

lg
Niki
 
Nein, ich bin Wiener, Christian. Aber ich habe Verwandte in der ehemaligen DDR, ich kenne auch die Erzählungen von damals sehr gut. Auch ein Mitarbeiter von ZEISS ist dabei...
Dann habe ich das verwechselt mit jemand anderem. Aber es ändert auch nichts daran, dass Dein Lebensstil nicht zu einer Planwirtschaft passt. Auch wenn Du diese nicht erlebt hast (was ich dachte). Du kannst ruhig weiter vom Wohlstand in Deiner Planwirtschaft träumen. Ich hoffe nur, dass diese Träume nicht für alle wahr werden.
 
Und nein, wir müssen hier keine Freunde werden, Christian_S2, auch nicht Feinde, jeder sollte nur seinen Beitrag für eine erträgliche Atmosphäre hier leisten. Auch alle Mitleser werden es danken...
Dann wäre es schön, wenn Du nicht anderen vorschreibst, wie sie sich zu verhalten haben und was sie schreiben dürfen und was besser nicht. Du hattest neulich etwas an mich gerichtet, dass offenbar eine Selbstbeschreibung von Dir war. Vielleicht könntest Du zukünftig so etwas mit Dir selbst klären.
 
Christian, ich habe sehr viel zu Deinen Anwürfen geschrieben, und alles, was Dir dazu einfällt, ist weiter zu stänkern und weiter trotzig und kindisch herumzuätzen. Nichts Gehaltvolles zum Thema, nur persönliche Anwürfe.

Dieses Niveau entspricht nicht wirklich meinen Vorstellungen von einer sinnvollen Diskussion, und schon gar nicht einem guten Umgangston. Ich halte nicht viel von Deinem Weltbild, ich zweifle auch daran, dass Du meines verstehen willst oder kannst, insofern hat sich mein Versuch, in ein wertschätzendes Gespräch zu kommen, hiermit erledigt. ;)

lg
Niki
 
Heute ein Buch (Ornithologie) aus dem Jahr 1921 gekauft, bei dem mir der letzte Satz des Vorwort auffiel:
"Mögen die Zeiten, welche die Haltung der Vögel ferner Länder auch den Minderbegüterten wieder gestatten, nicht mehr allzu fern sein."
1922 nahm die Hyperinflation Fahrt auf...

Damals gewiss ein Luxus-Hobby, so wie unsere Teleskope aus fernen Ländern auch. Vielleicht trennt der Inhalt unserer Geldbeutel uns in verschiedene Klassen, aber unser gemeinsames Interesse verbindet uns. Sollte jemand noch so abgehoben, reich und arrogant auf andere herabschauen, so schaut er dennoch wie wir alle hinauf zu den Sternen.
Ich komme damit klar dass es Arm und Reich gibt. Nicht so gut komme ich mit mangelnder Wertschätzung klar.
 
Dieses Niveau entspricht nicht wirklich meinen Vorstellungen von einer sinnvollen Diskussion, und schon gar nicht einem guten Umgangston.
Diesr Ton kam vor einigen Tagen von Dir. Ich habe versucht, inhaltlich zu reagieren. Der schlechte Umgangston kam eher von Dir: "Wortschleudereien", "Beleidigender Quatsch" usw. Und das ohne Beleg. Dir hat mein ironischer Beitrag (der NICHT an Dich gerichtet war) nicht gefallen. Und dann kam Dein Rundumschlag.
 
Aber damit Du mich nicht falsch verstehst: ich muss und will mich gar nicht rechtfertigen, es ist mir auch egal, was Du über mich denkst, es ist nur schade, dass Du so eine krasse Antipathie entwickelst und alles, was Du so mitbekommen hast, in die Schublade "reicher Fettsack" steckst. Ich wäre vorsichtig, wenn ich die Schattenseiten und Mühsal im Leben anderer nicht kenne.
Ich habe keine Antipathie gegen Dich persönlich und habe Dich auch nicht in die vor Dir genannte Schublade gesteckt. Ich habe mich aber über Dein Verhalten vor einigen Tagen geärgert. Das halte ich nach wie vor für unangemessen.

Und vielleicht spielt noch etwas eine Rolle: So wie Du die Marktwirtschaft ablehnst, bin ich ein Befürworter. DAS sollte aber kein Grund sein, sich anzufeinden. Auch wenn beides nicht miteinander vereinbar ist. Das ist die Meinungsfreiheit, die wir in einer Demokratie schätzen sollten.

Noch eine kleine Stichelei: Planwirtschaft und Demokratie passen nicht zusammen. ;)
 
Ich war nie für eine Planwirtschaft.
Planwirtschaft hat grandios versagt.
Da hatte ich einen anderen Eindruck. Dann war der falsch.

Ich bin nur kein Freund der ungeregelten Marktwirtschaft.
Ungeregelt geht es nicht. Wie weit aber die MW geregelt werden muss, sieht fast jeder anders. Da ist viel denkbar. Fehler werden immer gemacht. Wichtig ist nur, dass die Fehler rechtzeitig korrigiert werden. Bevor die Demokratie Schaden nimmt oder untergeht.
 
Ich war nie für eine Planwirtschaft.
Planwirtschaft hat grandios versagt.
Ja Niki das ist schon vertrackt,
trotzdem erinnert nun vieles was uns jetzt eingebläut wird, an die Planwirtschaft. Kollektives Energiesparen? Hä? Wenn ich aktuell mit der Bahn fahre denke ich jedesmal an die DDR! Werde ich ankommen, schaffe ich meine Umsteige? Kommt der Flieger? Wo ist mein Gepäck? Huch , schon wieder kein Pril, alle Angebote nicht vorrätig! Kein Sprit an der tanke. Schlangen vorm Bankautomat! Fehlt nur noch die Frage im Laden Hamse? Hamse Ketchup?
Ruhige Nacht in die Runde
Frank
 
He he. Ich glaube du hast das nicht ganz verstanden..

Dazu eine Geschichte:
Fritzchen kann sich heute für € 100,- einen UV/IR cut Filter kaufen und tut es auch. Sein Freund Olaf dagegen belächelt Fritzchen und sagt "nee, ich warte lieber noch ein paar Monate und "kloppe" mein Geld nicht so leichtfertig "auf den Kopf".
Ein halbes Jahr später treffen sich Fritzchen und Olaf auf einer Astronomiemesse. Voller Freude protzt Fritzchen mit seiner neuesten Aufnahme, der Andromeda Galaxie. "Da braucht man nur einen guten UV/IR cut Filter für" sagt Fritzchen.
"Super" antwortet Olaf, nicht jedoch ohne einen Hauch von Neid.
Bereits wieder auf dem Heimweg denkt sich Olaf "dass kann ich noch besser. Muss mir nur noch den blöden Filter besorgen".
Leider kostet der inzwischen € 120,-.

"Na", denkt sich Olaf, "hätte ich das Geld lieber nicht so lange in meinem Portemmonaie behalten"..

-- Leider kein Happy End --
;)
Na da gibt es schon ein Happy End! Hätte Olaf die 100€ so angelegt das der Zins die Inflation übersteigt… Die Moral von der Geschicht: Kapital erwirtschaftet Kapital! Und Lohnarbeit nicht!
 
Leider nicht!
Olaf kann sich nun den verbesserten MarkII Filter für 200 Euro kaufen, der mit der besser Durchlaßkurve! Damit Fritzchen in den Genuß kommt muß er erst seinen alten Filter verkaufen, da er nur 100 Euro aktuell zur Verfügung hat. Leider bekommt er ihn nur für 45 Euro los! Keiner wollte ihn kaufen.
Macht 100+45 Euro. Nun legt er noch 55 Euro dazu um auf die 200 Euro zu kommen. Am Ende hat er auch den neuen Filter, aber 200+100-45= 255 euro bezahlt. Dumm gelaufen. Olaf war cleverer.
 
Ich finde, dass es etwas ganz anderes ist, sich mit dem Gegenstand selbst zu identifizieren, als das Vergnügen, dass dieser Bereitet, mit Anderen zu teilen oder stolz drauf zu sein, sich die Möglichkeit erarbeitet zu haben.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde, dass es ein etwas ganz anderes ist, sich mit dem selbst Gegenstand zu identifizieren, als das Vergnügen, dass dieser Bereitet, mit Anderen zu teilen oder stolz drauf zu sein, sich die Möglichkeit erarbeitet zu haben.
Ich werde das Thema nicht erneut aufwärmen um den Threat nicht zu entern. Nur soviel, du kannst ein Vergnügen dass ein Gegenstand bereitet nicht mit anderen Teilen, ohne dich zuvor mit dem Gegenstand identifiziert zu haben. Die Identifikation stärkt dein "Ich" (die Illusion der Persönlichkeit) und da wir uns für diese Illusion halten, kann nur Schmerz entstehen. So mehr möchte ich hier aber nicht dazu schreiben. Das Thema ist für die meisten zu abstrakt.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Es wird zu Hass, Feindschaft und Gewalt"

Extreme entstehen dann, wenn Politik, Medien und Gesellschaft versagen.
 
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