Interstellarum wird eingestellt?

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Zitat von Ollibolli:
Irgendwie fehlt mir die Option eines Abos ohne Sonderhefte...

Hallo,

ich glaube kaum, dass es diese Option geben wird. Denn gerade das jährliche Sonderheft "Teleskope" ist im Prinzip ja nichts anderes als eine riesige Werbebroschüre und ich nehme an, dass die Händler ganz gut dafür zahlen, dass ihre Teleskope darin erwähnt werden.

Wenn es dieses Heft nicht als Zwang im Abo gäbe, wäre die Verbreitung und damit wahrscheinlich auch die Erlöse pro Anzeige wesentlich geringer.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo!

Zitat von AstroCarsten:
Wenn es dieses Heft nicht als Zwang im Abo gäbe, wäre die Verbreitung und damit wahrscheinlich auch die Erlöse pro Anzeige wesentlich geringer.

Genau so wird es sein.
Wer kann, sollte diese Sonderhefte vielleicht als kostenloen Bonus zu ihrem Abo ansehen. Wer so gar nicht damit leben kann, dass diese Hefte nun einmal notwendig für den Fortbestand der Zeitschrift sind, kann eben nicht helfen.
Ich habe aber den Eindruck, dass die Mehrheit hier das durchaus begreift und akzeptiert.

Gruß
Sebastian
 
Hallo,

ich bin immer dafür, die Leute nach ihrer Meinung und ihren Wünschen zu fragen.
Zitat von interstellarum:
Unser Versprechen ist: Wenn es weitergeht, werden wir in einer groß angelegten Umfrage gezielt Rückmeldungen einholen und das Heft danach ausrichten.
Allerdings sehe ich da einige Probleme.

Wie viele Abonennten/Nichtabonennten erreicht man mit der Umfrage und wieviele werden sich beteiligen?

Wie interpretiert man die Ergebisse? Lautet z.B. eine Frage: "wollen Sie mehr Astrofotografie?" und 55% sagen ja, 45% nein, ist das erst mal eine eindeutige Aussage. Wenn dann aber von den 45% Neinsagern die Hälfte sagt " dann interessiert mich das Heft erst recht nicht mehr" , was dann?

Man will Leute wie mich, den gelegentlichen Kioskkäufer, als Abonnent haben und ich soll die Katze im Sack kaufen.

@An alle App und Tablet Fans.

Die letzte Ausgabe ist ja kostenfrei im Internet zu haben, was einigen von Euch sauer aufgestoßen ist. Ich habe die Gelegenheit genutzt und angefangen, zu lesen. Einige Artikel interessieren mich. Da sowohl mit meinem Labtop noch mit meinem 24" Monitor von einem Lese"vergnügen" die Rede sein kann, habe ich mir das Heft gekauft.

Gruß Uwe
 
Hallo Leute,
es gab doch immer mal wieder Leserumfragen von Interstellarum. Und richtig, wie soll man diese denn nun deuten? Mehr Fotografie, visuellen Deep Sky, Stadtastronomie... da hat doch jeder andere Vorlieben. Ein extrem niveauvolles Heft im Sinne von Spezialisierung war das is schon einmal, nämlich zu Beginn. Auch ich liebe diese alten Hefte, die sind wirklich immer wieder Fundgruben für eigene Beobachtungen. Aber ich bin in erster Linie visueller DS-Beobachter. Und Astrofotografie betreibe ich ÜBERHAUPT nicht. Doch will ich lieber ein Heft, in dem auch so etwas vorkommt - oder letztendlich gar keines?

Auch ein zukünftiges is wird nicht allen gleichermaßen gefallen, selbst nach konkretester Befragung wird einer mehr, ein anderer weniger zufrieden sein.

Für mich selbst habe ich eine Antwort gefunden, damit umzugehen: Hin und wieder selbst einen Artikel zu schreiben. Genau wie das die anderen is-Mitarbeiter und -kolumnisten machen, die allesamt wirklich langjährig aktive (Amateur)astronomen sind mit einem teilweise gigantischen Wissen und Erfahrungsschatz. Und die Honorare sind so, dass das Ganze wirklich aus Liebe zum Hobby betrieben wird von uns und nicht, um sich eine goldene Nase zu verdienen. Dass es aber einige Hauptamtliche geben muss, die auch davon leben können, ist ja ebenso klar. Und darum geht es ja bei der ganzen Aktion...
 
Hi Zusammen,

ich glaube IS ja auch, dass die Sonderhefte am Kiosk besonders gut gingen. Dass jeder Abonnent hingegen eines abgenommen hat, war ja sozusagen "gedeckelt". Ich fürchte nur, dass IS da eine Fehleinschätzung macht und das Interesse der Abonnenten überbewertet. Der Kiosk-Kunde ist womöglich noch in einer ganz anderen Phase des Hobbys und hat daher einen anderen Informationsbedarf, als es der Abonnent hat, der mit seinem Abo ja auch langfristiges Interesse am Hobby bekundet.

Mich beschleicht bei der Sache ein ganz blödes Gefühl. Die Plattform IS finde ich gut, am liebsten in Print und nicht digital. Es wäre schade, sie zu verlieren. Im Einzelfall betrachtet, kann man die ganze Geschichte aber von vorn bis hinten totkritisieren. Und das wiederum lässt mich grübeln, ob ich nun der Machart IS nachtrauere, oder der großen Zeitschrift für praktische Astronomie (die ja auch anders heißen und gemacht sein kann). Außerdem das blöde Gefühl, dass viele Leser nun 6 Monate Zeit haben, sich mit dem Zustand zu arrangieren. Und wenn das nun besser klappt, als viele denken...

Clear Skies
Sven
 
Zitat von Radfahrer:
Hallo,


Die letzte Ausgabe ist ja kostenfrei im Internet zu haben, was einigen von Euch sauer aufgestoßen ist. Ich habe die Gelegenheit genutzt und angefangen, zu lesen. Einige Artikel interessieren mich. Da sowohl mit meinem Labtop noch mit meinem 24" Monitor von einem Lese"vergnügen" die Rede sein kann, habe ich mir das Heft gekauft.

Gruß Uwe

Zustimmung, ich hatte mit der digitalen Version auf einem IPad Mini leichte Probleme, irgendwo wurde immer was abgeschnitten, trotz verschiedener Einstellungen.

Ist auch egal, kein Mensch will für digitalen Content etwas zahlen, ich auch nicht. Ab und zu kaufe ich mir mal gezielt einen Testbericht bei der Stiftung Warentest, aber das wars auch schon. Lieber ab und an mal am Kiosk ein Heft aus diesem oder jenem Themenkreis.

Das Abo als Allheilmittel der IS finde ich falsch und auch etwas altbacken. Vielleicht macht man nur vier Hefte im Jahr ohne feste Angestellte, bewirbt diese im Internet und stellt eine Art Direktvertrieb auf die Beine. Oder man sucht sich einen Partner; früher (ganz früher, 70er meine ich) erschienen z.B. die VDS Nachrichten in der SuW als Einlage, ich glaube in andersfarbigem Papier aber fest eingeklammert.

Andreas
 
Hallo Astrokollegen,

ich bedauere es sehr, dass ein Printerzeugnis wie Interstellarum eingestellt werden soll. Ich habe mich auch schon auf Ausgabe 100 gefreut. Abo, Themenhefte, Newsletter und die Sternstunde - all das hat mein Astronomenleben sehr bereicht. Auch die Werbung empfand ich als sehr informativ. Wenn das Heft im Briefkasten lag - erstmal schnell durchblättern und schaun, was es neues gibt - auch bei den Händlern. Der Werbeanteil lag meist unter 10% der Gesamtseiten - andere Zeitungen haben da wesentlich mehr. Heft 97 habe ich nach der Lektüre der Beiträge in diesem Thread kritisch durchgeschaut und finde viele Kritikpunkte nicht nachvollziehbar.

Und jetzt mal ehrlich - wir geben für unser Hobby und unsere Ausrüstung oft hunderte oder auch tausende Euros aus - und dann ist nicht mal ein Abo für Interstellarum drin? Klar ist man nicht immer zu 100% mit dem Inhalt eines Heftes zufrieden - aber dass sind Spiegel- oder Sternleser auch nicht. Und die Themenhefte kann man ja verschenken, wenn die stören....

Ich hoffe jedenfalls, das die Redaktion die Kurve kriegt und diese Zeitschrift erhalten bleibt.

Gruß Stefan

 
Zitat von R_Andreas:
Ist auch egal, kein Mensch will für digitalen Content etwas zahlen, ich auch nicht.
Einspruch. Ich bin zwar auch ein Freund vom gedruckten Werk, mache aber mit EBooks mehr Umsatz als mit gedruckten Büchern, obwohl eins meiner Bücher komplett und frei zugänglich als Webseite online steht. Der Markt ist da - digital zu ignorieren macht keinen Sinn mehr, auch wenn über die Art diskutiert werden kann.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,

E-books okay, die funktionieren. Das ist aber eher statischer Inhalt. Ich kenne eigentlich niemanden, der z.B. eine Tageszeitung oder eine Zeitschrift digital aboniert hat.

Habe selber schon überlegt, meine Tageszeitung zu kündigen, aber wenn ich ab und an mal mit dem Tablet am Frühstückstisch Zeitung lesen muss, weil etwa der Zeitungsbote nicht gekommen ist, dann ist das doch recht ungemütlich und auch unübersichtlich.

Grüße
Andreas
 
Hi Sven,

ich hau mal in die gleiche Kerbe (hoffe ich interpretiere Dich richtig):

Die Frage ist jetzt ja nicht ob die IS demnächst ein wenig so oder ein wenig anders erscheint, sondern ob sie überhaupt noch erscheint. Ich denke, der Verlag hat schon oft klargestellt und nun wirklich gut genug begründet, was die möglichen (oder vielmehr die einzigen) Optionen sind.

Ich denke jeder der - sagen wir - recht kleine persönliche Wünsche zum Maß der Dinge macht oder sich über Selbstverständlichkeiten aufregt (Stichwort Werbung - man Leute, das ist einfach _nötig_ ) sollte sich über die möglichen Folgen klar sein.

Vielleicht gilt hier ja auch der Spruch den man vom Spiegelschleifen kennt, wenns nicht so recht voran geht: weniger jammern und mehr tun.

Glücklicherweise haben wir den Vorteil, dass sehr genau bekannt ist was zu tun ist (kostet um die 70EUR und tut den allermeisten Besitzern von astronomischen Equipment _sicher_ nicht weh ;) ).

Dass alle Vorschläge ausgewertet und soweit möglich berücksichtigt werden wurde ja auch schon oft genug versichert.


CS

Klaus
 
Hallo Andreas,

Tageszeitungen sind was anderes, d'accord. Viele kurze Artikel sinnvoll aufbereiten - keine Ahnung, ob es da eine schöne Lösung für gibt. Da langt die Webseite auf dem Laptop/Tablet.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen,

ich habe mir wieder zwei Fragen herausgegriffen:

1. Ist das Themenheft Teleskope eine von den Herstellern finanzierte "Werbebroschüre"?
Zunächst einmal: Solche Unterstellungen sind gut geeignet den Ruf zu ruinieren. Denn natürlich ist das nicht der Fall: Die Anzeigenkunden zahlen für ihre Anzeigen. Sonst für nichts.
Bei vielen Medien ist das tatsächlich so: Inhalte können gegen entsprechende Zahlungen erkauft werden. Auch in der Astro-Branche hätte das vielen Händlern sicher gefallen. interstellarum hat sich jedoch immer mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Ganz im Gegenteil hatten wir sogar das Problam, dass Händler ihre Anzeigen gekündigt haben, weil wir ungenehme Berichte gebracht haben. Nur haben wir das nicht an die große Glocke gehängt...
Das Themenheft Teleskope ist das genaue Gegenteil einer Werbebroschüre. Dort wird mit großem Aufwand von der Redaktion der Versuch unternommen, alle Neuheiten des Jahrs vorzustellen. Natürlich sind wir dazu auf die Informationen der Händler angewiesen, aber diese werden keineswegs unkritisch übernommen, sondern mühevoll einzeln recherchiert und geprüft. Außerdem versuchen wir mit riesigem Aufwand mit den "Praxis-Checks" Tests im großen Maßstab dagegen zu setzen - das letzte Themenheft Teleskope enthielt 14 davon - welche andere Astrozeitschrift weltweit bietet das?

2. Warum kein Abo ohne Themenhefte?
Ohne die Themenhefte hätten wir das Problem, das wir jetzt mit der Finanzierung haben, schon früher erfahren: das professionelle Zeitschriftenmachen in der von uns angestrebten Qualität erfordert eine Menge Manpower. Dieses Personal könnten wir allein mit den regulären Heften nicht finanzieren. Die Themenhefte waren daher eine der Antworten darauf, die Zukunft der Zeitschrift zu sichern - sonst würde heute ein wesentlich größerer Fehlbetrag zubuche stehen bzw. die nun vorhandene Problematik hätte uns früher eingeholt.

Wie ich auch schon im anderen Forum geschrieben habe: Ich möchte all den Zweiflern und Kritikern zurufen: Helft bitte mit, dieses Medium so einzigartig zu erhalten: mit hohem redaktionellen und gestalterischen Aufwand bei gleichzeitiger Fokussierung auf uns Hobby-Astronomen.

341 Personen haben uns schon unterstützt, 20% der Summe sind schon erreicht! Wenn auch nur ein Teil der Leser dieses Threads uns aktiv unterstützt, können wir Ihnen dieses Medium zum Hobby weiterhin anbieten! Helfen Sie mit und unterstützen Sie interstellarum: www.startnext.de/interstellarum

clear skies,
Ronald
 
Hallo Ronald,

ich habe etwas den Überblick verloren, bei den vielen Beiträgen, die ja zeigen, dass das Thema die Leute beschäftigt. Vielleicht hat das ja jemand in ähnlicher Form bereits geschrieben:

Ihr macht einen 2-wöchentlichen Newsletter, der immer sehr aktuell ist und über viele wesentliche Aspekte der Astronomie informiert. Auch über aktuelle Ereignisse, wie neue Kometen, Supernovae, etc. finde ich hier Informationen die mich interessieren, ohne dass ich irgendwo danach suchen muss. Mindestens 26 Mal im Jahr. Alles kostenlos, obwohl der Aufwand hierfür sicher immens ist.

Warum ist der Newsletter kostenlos? Bevor ich 8 € auf mein Abo drauflege, um das Ganze auch digital zu bekommen, würde ich lieber 20 € drauflegen. Nur für den Newsletter.

CS, und viel ERFOLG!

Olaf

 
hallo ,

ich bin auch dabei ,dann zu unterstützen
-möchte aber sehr gern Olaf bestätigen ,
es gibt kaum einen So Kompakt Informativen Hervorragenden Newsletter ,
bin auch dieser Meinung , darauf habe ich mich immer sehr gefreut ,
und fände es SEHR schade wenn der wegfallen würde !
egal zu welcher Lösung man dann kommt , dafür würde ich auch
drauflegen , für den Newsletter
wünsche auch viel ERFOLG Hans

 
Hi,

ich hab zwar aktiv aufgehört, aber schaue trotzdem regelemäßig hier rein.
Ich hatte IS ab Ausgabe 2 oder 3 abbonniert. Vor gut anderthalb Jahren hatte ich den Kaffee jedoch endgültig auf.
Eigentlich, um Herrn Stoyans Post aufzugreifen, waren der wichtigste Grund meinerseits das Abo zu kündigen die Sonderhefte. Ich hab es nicht mehr genau im Kopf. Aus meiner Sicht waren die ersten paar richtig gut, das Beste war mit großem Abstand das SH über PN's. Als dann die, und ich sage es mit Absicht und sehe es nach wie vor so obwohl es anders gesehen wird, Sonderhefte zu Katalogen für Astronomischens Zubehör wurden, hatte ich echt die Nase voll. Und es gab damals schon massenhaft Diskussionen darüber. Auch auf a.de. Viele Kollegen waren genau so sauer darüber.

Hier hat es Herr Stoyan auch versäumt bei a.de mal mit zu lesen und die Reaktionen seiner Leser zur Kenntnis zu nehmen, zu bedenken udn was zu ändern.

Was auch hier schon reichlich zu lesen war, die Beiträge und Themen wurden immer langweiliger. Wie das Bilderforum hier mittlerweile.
Winter: M42 bis zum Abwinken
Frühling: die 08/15 Standardgalaxien, Obwohl da noch reichlich Auswahl da ist und es ist nicht immer der eintönige Brei gleicher Motive
Sommer: Pelikan und Nordamerika, grauslig
Herbst: NGC281, NGC7331 und ein paar Nebelchen

Wenn nicht die paar Kollegen mit Phantasie, Einsatz und Objektrecherche, viel Ehrgeiz bei der Image Aquise immer wieder neue Objekte, und unser Universum bietet endlos davon, zeigen würden, würde auch da keiner mehr rein gucken.
Man kann die Uhr danach stellen.

Die letzten Ausgaben habe ich meist gar nicht mehr richtig in die Hand genommen. Sonne, Reisen, Planeten, Sonne, Bildbearbeitung die 1000ste. Immer des Selbe. Gut ich hab fotografiert, sogar ganz gut, aber war immer daran interessiert auch über dne Tellerrand zu schauen. Es muss nicht sein das bei einer SoFi das ganze Heft nur damit gefüllt ist. Alle die das nciht interessiert werden damit übergangen. Das ist nicht der Anspruch ein Magazin für Alle zu sein. Es fehlte die Ausgewogenheit. Eine Reisebericht ist o.k. Ein ganzes SH darüber ziemlich daneben. Jeder der ein wenig Hirn und Zeit hat kann im Netz endlos rechercheiren wo er hin reisen könnte.

Nun bekam ich vor einiger Zeit eine Mail doch auch 0zu unterstützen das IS nicht untergeht.
Warum sollte ich das tun. Aus Mitleid für die Mitarbeiter oder die Unternehmensführung ?

Jahrelang wurde viel diskutiert und es hat sich nix getan. Immer mehr Einheitsbrei. Es gab genug Kritik und Hinweise das es irgendwann so nicht mehr funktionieren wird. Das wurde, mein persönlicher Eindruck, von der Unternehmensleitung feste ignoriert, nun brennt die Hütte und andere sollen helfen.
Warum soll man die jahrelange Ignoranz der Unternehmensleitung unterstützen. Ich kann es durchaus verstehen das man Hilfe benötigt. Hilfe gibt es aber nur wenn man einsieht das man selbst die Karre in den Dreck gefahren hat.
Ich wünsche IS auch alles gute und auch das es klappt, aber leider denke ich dass das nicht von Dauer sein wird/kann wenn sich nichts ändert und alles fröhlich wie bisher weiter laufen kann. Auch ist mir durchaus bewußt das Herr Stoyan selbst dadurch in große Schwierigkeiten laufen kann und natürlich versuchen muss das Unternehmen auf gesunde Beine zu stellen. Das funktioniert aber leider nur wenn sich auch was ändert.

Sicherlich kann man es nicht jedem recht machen. Aber man suche mal hier in den Archiven wieviele Leute sich alleine hier bei a.de über die Themenhefte aufgeregt haben. Wenn ich so einen kleinen Kundekreis habe, dann muss muss muss mir das etwas bedeuten. Was kam den hier im Forum mal von IS als Stellungnahmen dazu ? Nix.
Gerade diese Kataloge sind sicher der Renner am Bahnofskiosk gewesen wenn Vatern mal nach Frankfurt mußte, was zu lesen brauchte und schon immer ein Teleskop haben wollte. Aber wenn ich wirklich ein Okular hätte kaufen wollen dann hätte ich persönlich nur auf die Kollegen hier in den Foren vertraut. Dort gibt es, in einer Ausführlichkeit und Ehrlichkeit die ein Printmedium gar nicht leisten kann, Beratung und Hinwiese.

Kameras und Fotografiezubehör. Hier im Forum steckt das geballte Wissen der aktiven, hochkarätigen Astrofotografen. Da kann ein Katalog niemals nicht mit.

Schaut mal den Beitrag von Olaf oben. Sicherlich kann ich in einem Printmagazin nicht über aktuelles Geschehen am Himmel berichten. Aber wo waren den mal gute Beiträge zu etwas spezielleren Themen wie Olaf die gerade nennt ? SN, Raumfahrt, etc ? Solche Ereignisse am Himmel hätte man auch mal gut recherchiert mit fundiertem Background ala SuW brngen können. Die Beiträge waren sicher nicht schlecht aufbereitet, aber die Lesergemeinde die das liest hat auch einen gewissen Anspruch und auch das Wissen um zu verstehen worum es geht. SuW ist mir oftmals zu anstrengend um tiefer einzusteigen. IS war zu oberflächlich und zu weit weg von den harten Fakten die hinter dem Hobby stecken.
Es ist schade um das Medium und es tut mir für die Mitarbeiter leid.
Aber es war am Ende zu eintönig.
Das VdS Journal ist altbacken, ja, aber da finde ich immer noch persönlich mehr und lese auch fast das gesamte Heft.

Meine persönliche Meinung. Nun los und prügelt mich.

Grüße

Richard
 
Hi Ronald,

ich melde mich jetzt auch mal zu Wort, kenne IS auch von Beginn an, damals war es eine Zeitschrift die ich von A bis Z durchgelesen habe, heute ist es eine Zeitschrift die ich von A-bis Z durchblättere :-(.

Du sagst IS ist einzigartig, behauptet dies nicht jeder Firma von sich ?
Wieviele große einzigartige Firmen mussten nach Jahrzehnten das Handtuch werfen, weil Sie den Zahn der Zeit verpasst haben ?

Sind diese 100.000 einmalig Notwendig für das Fortbestehen ? wenn ja garantierst du diesen den Sponsoren ?

Wie würde die Kundschaft reagieren wenn hier ein Astrohändler der einzigartig beliebt ist in Not geriete und einen solchen Aufruf machen würde ?

Ich habe mir ein Regal gebaut mit 300 Fächern und darin lagere ich Jahrgangsmäßig alle deutschen, schweizer und österreichische Astro-Zeitschriften und kann somit sehr einfach alte mit neuen Ausgaben vergleichen.

IS von damals hat mit IS von heute nicht mehr viel zu tun.

Jeder muss sein Päckchen tragen

Ich wünsche dir und deinem Team dennoch alles erdenklich gute und drücke euch beide Daumen zum Gelingen
 
Hallo Ronald,

ich möchte hier einmal einhaken. Du schreibst, dass die Themenhefte notwendig waren und zwar auch im Abo. Ich übersetze: Die Einnahmen waren nötig. Ich folgere: Das Abo ist verteuert worden, was offenbar notwendig war. Gut soweit, jedoch: Ich kann nicht erkennen, dass Du über den Anklang der Themenhefte bei Deinen Abo-Kunden reflektierst. Ich finde von Dir nur die Aussage, dass es ohne die Themenhefte alles viel schlimmer gewesen wäre. Ich stelle Dir die Frage: Hätten Eure Abokunden eine einfache Preiserhöhung des Abos nicht auch akzeptieren können? Und kannst Du wirklich begründet behaupten, dass die Themenhefte in Ihrer Gesamtheit bei den Abokunden ein Erfolg waren? Oder leitest Du das nur von guten Kiosk-Verkaufszahlen ab?

Ich glaube, dass die Beteiligung in diesem Thread ein wunderbarer Nachweis dafür ist, wie vielen Sternfreunden Interstellarum am Herzen liegt. Dieser Thread ist kein Abgesang. Ich glaube aber nicht, dass dauerndes Abwiegeln das Erscheinungsbild ist, was die im Thread vertenenen Sternfreunde von Interstellarum erwarten. Begeistert uns doch mal mit einem Feuerwerk an Artikel-Projekten, die "wir" bekommen, wenn es weiter geht. Womit wollt Ihr, die Redaktion, alles noch attraktiver machen? Wird man den Newsletter vielleicht gegen Bezahlung auch so erhalten können, dass die Mail schon die News und nicht blos die Teaser enthält?
Um es mal mit einer pathetischen Filmszene auszudrücken: "Ihr Reiter für Interstellarum! Was gibt es Neues in der Mark?"
Im Moment lese ich nur ein "danach schauen wir, wie wir alles besser machen können" und das erinnert mich an den verfilzten König auf dem Thron aus demselben Filmstreifen, an den ich hier Anleihe mache.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

ich sehe den Grund für das vorläufige Ende von Interstellarum nicht in den "bösen" Lesern, die das Heft am Kiosk kaufen sondern in einer Reihe von Fehlentscheidungen seitens der Redaktion. So z.B. der regelmäßige kostenlose Newsletter und andere Onlineangebote, die anscheinend den erhofften Zweck nicht erreicht haben und stattdessen die Geldprobleme verschlimmerten. Das ist bedauerlich und war vorab nicht abzusehen, ist aber nun leider eingetreten. Generell denke ich, dass die kostenlosen Angebote aus dem Internet (Foren, Händlerseiten etc.) in sehr vielen Bereichen den alteingesessenen Zeitschriften das Leben schwer machen und es nicht nur in unserem Hobby diese Probleme geben wird.

Andererseits scheinen die verschiedenen Änderungen, welche die Zeitschrift im Lauf der Jahre durchgemacht hat, einigen treuen Lesern nicht wirklich zugesagt zu haben. Ich selbst habe mein Abo auch vor zwei Jahren gekündigt, weil Interstellarum nicht mehr das ist, was es einmal war.

Das nun um Geld geworben wird, ist zwar ein legitimer Versuch. Ohne grundlegende Änderungen der Zeitschrift und des ganzen Onlineangebots ist dies auf lange Sicht wahrscheinlich aber wenig erfolgversprechend. Sofern man bereit wäre, wieder näher zu den Wurzeln zurückzukehren, wäre ich auch bereit dort eine Unterstützung zu leisten, aber nach dem aktuellen Stand würde ich für etwas bezahlen, was ich in der Vergangenheit bereits nicht wollte.

Sollte es wirklich zur Einstellung kommen, wäre dies ein Verlust für die Hobbyastronomie. Auch ich würde ihn bedauern, aber letztendlich haben die Leser mit den Nichtkäufen darüber abgestimmt. Astronomie Heute und der Star Observer haben dies leider schon länger hinter sich.

Was aus meiner Sicht noch wesentlich schlimmer wäre, ist eine Schließung des Oculum-Verlags mit seinen hochwertigen Büchern.

Ich wünsche Interstellarum trotz allem viel Erfolg bei der Aktion.

Viele Grüße

Carsten

PS: Ich habe mittlerweile SuW, den Sternkiecker und das VDS-Journal probegelesen, aber keines sagt mir momentan wirklich zu, so dass ich aktuell ohne ein Abo einer Astronomiezeitschrift bin.

 
> wieder näher zu den Wurzeln zurückzukehren

Das wurde hier mehrmals angesprochen, aber so einfach ist das nicht. Die "alte" Interstellarum, bis Heft 15, erschien zu einer Zeit, als es das Internet in dem heutigen Sinn noch nicht gab. Außerdem kam die "Dobson-Revolution" gerade eben erst in Deutschland an. Himmelsaufnahmen wurden überwiegend chemisch basiert gewonnen: Das war die Zeit.

Gerade in dieser Periode gab es einen allgemeinen Bedarf an Informationen, Beobachtungsvorschlägen: Nämlich die vielen, seinerzeit weitgehend unbekannten Objekte, welche in die Reichweite der großen Teleskope oder der beginnenden elektronischen Bildaufnahme kamen. Kurz hinter Orionnebel und Plejaden war seinerzeit Schluss, Objekte wie IC 443 waren nahezu unbekannt. Es ist das Verdienst der alten is, dies den Astronomen nähergebracht zu haben.

Inzwischen sieht es ganz anders aus: Die Objekte sind seit vielen Jahren erreichbar und sind inzwischen gut dokumentiert. Alles, was sich jemand neu erschließt, wird zuerst im Internet publiziert. Völlig logisch. Hier erreicht man ohne Zeitverzug eine große Leserschaft.

Einer astronomischen Zeitschrift wird es heute nur ganz gelegentlich gelingen, dem Leser etwas Neues, Frappierendes zu präsentieren und so den Drang zu verursachen, möglichst rasch ein Instrument im Dunkeln aufzubauen.

Was man machen kann und gemacht hat, ist eine gut gestaltete Zeitschrift mit Neuigkeiten aus der Wissenschaft, einer Himmelsbesprechung, Beobachtungsvorschlägen, einer Galerie sowie Vorstellung neuer Geräte samt Zubehör. Falls jemand en Konzept aus dem Ärmel ziehen kann, dies zumindest für einen Abschnitt des Heftes ganz anders machen zu können, renn er glaube bei Ronald offen Türen ein, wenn er sich als Autor anbietet.
 
Guten Morgen,

Einer astronomischen Zeitschrift wird es heute nur ganz gelegentlich gelingen, dem Leser etwas Neues, Frappierendes zu präsentieren und so den Drang zu verursachen, möglichst rasch ein Instrument im Dunkeln aufzubauen.

Da gebe ich dir zu 100% Recht, weswegen ich die Daseinsberechtigung einer solchen Zeitschrift auch nicht über unbedingte Aktualität oder bahnbrechende Innovation definieren würde - da spielen meines Erachtens ganz andere Faktoren eine Rolle, allen voran natürlich die Bündelung und Aufbereitung von Wissen, was jedermann auch ohne sie zugänglich wäre, aber eben weniger komfortabel und weniger ansprechend über viele Links und heterogene Seiten verteilt.

Falls jemand en Konzept aus dem Ärmel ziehen kann, dies zumindest für einen Abschnitt des Heftes ganz anders machen zu können, renn er glaube bei Ronald offen Türen ein, wenn er sich als Autor anbietet.

Und da kommt die Kuh aufs Eis: Ich habe die letzten Tage intensiv nachgedacht, was so viele zu Kritik hinreisst (Kopf) obwohl sie im gleichen Atemzug die Zeitschrift durchaus loben und sie nicht untergehen sehen wollen (Herz), auch habe ich mich darüber mit vielen Leuten in meinem Umfeld unterhalten. Unbestreitbar ist unser Hobby ein sehr vielseitiges mit einer fast unüberschaubaren Zahl an Spezialisierungen und Interessengebieten. Vielleicht ist es einfach illusorisch eine Zeitschrift am Markt zu halten, die versucht allen gerecht zu werden. Heraus kommt dann eben eine Zeitschrift die mal in die eine mal in die andere Richtung ihr Gewicht legt (legen muss aufgrund der eingesendeten Artikel). Schaut man mal über den Tellerrand der Amateurastronomie sieht man schnell - in anderen Hobbybereichen gibt es auf dem Zeitschriftenmarkt eine Unzahl an Magazinen zu Spezialthemen, egal ob das jetzt Angeln, Radsport oder Modellbau ist, da gibt es für etliche Zeitungen für Flugzeugmodellbauer, Helibauer, Eisenbahnbrettbauer, Rennradler, Mountainbiker, Radtrekker usw usf...

Mit ist klar, dass das für einen doch eher beschränkten Leserkreis unseres "Nischenhobbys" praktisch nicht umsetzbar ist, es sei denn man würde Spartenzeitschriften mit einem sehr sehr großen Verlag im Hintergrund anbieten, oder aber das ganze (wie die Interstellarum in ihren Anfängen) als Liebhaberprojekt mit Herzblut und ohne Gehalt als Nullsummenspiel betreiben. Die alte Weisheit bleibt wahr: Wenn du dir dein Hobby kaputt machen willst, dann mach es zu deinem Beruf :krank:

Bringt diese Erkenntnis nun etwas im konkreten Fall? Wohl eher nicht, die Katze beisst sich in den Schwanz, aber ich sehe das Problem genau an dieser Stelle. Mit ihren Umfragen im Rücken könnte sich die Zeitschrift nur dazu entschließen sich auf das Themengebiet zu konzentrieren, dass derzeit den höchsten Zuspruch erfährt - es klingt durch, dass dies die Fotografie ist, wenngleich natürlich eine große Zahl an Fotografen "auch mal visuell" unterwegs ist. Aber die Entscheidung zu einem dauerhaften Abonnement fiele bei dieser mutmaßlich großen Gruppe sicher klarer aus würde man sich darauf konzentrieren. Mir selbst wäre die umgekehrte Ausrichtung natürlich lieber, aber da bin ich Realist genug...

Viele Grüße
Benny
 
Hallo!

Bei einer großen Zahl von Kritiken hier geht es um den Verdacht, dass mit den Themenheften im Abo schlicht der Preis angehoben werden sollte. Das dürfte aber so nicht ganz stimmen. Man muss sich wohl von der Vorstellung lösen, dass der Verkaufspreis des Heftes die Produktionskosten deckt. Es geht wohl eher darum, dass die IS den Werbenden sagen kann: "Unsere Sonderhefte werden von 13823874298347 Menschen gelesen. Also kostet eine Anzeigenseite 283479827,-€." Und das finanziert dann das IS-Team mehr als der Verkaufspreis des Heftes insgesamt.

Ähnlich dürfte es beim Newsletter sein. Würde man die Infos direkt in den Newsletter packen, besucht keiner mehr die Seite der IS online. Erzeugt man aber Zugriffe auf die Seite, kann man den Webebannerschaltern sagen, dass man soundsoviele Klicks pro Monat hat und das rechtfertigt dann einen höheren Preis für eine Werbung.
Die Werbekunden sind wohl der Antrieb für eine Zeitung. Und das sollte man in seiner Kritik berücksichtigen.

Auch die Forderung nach einer Annäherung an die frühere Zeitung ist nicht sinnvoll. Die Änderungen werden gemacht, um mehr Leser zu erreichen. Hätte das nicht geklappt, dann wäre die Zeitung heute noch so wie damals. Offenbar hat man aber mehr Abonenten als früher, also waren die Anpassungen ein Erfolg. Im Übrigen ist das, was Uwe schrieb natürlich genau richtig: Früher sah die Sache ganz anders aus.

Es könnte natürlich trotzdem sein, dass die Sache von der Redaktion einfach nicht richtig angegangen wird und schlicht nicht gut gewirtschaftet wurde. Dann entsteht mit dem wahrscheinlichen Verschwinden der IS eine Marktlücke, die dann von einem (möglicherweise) besseren Wirtschafter erschlossen werden wird. Das Leben geht jedenfalls weiter.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Benny,

das sehe ich zum Beispiel anders. Deinen Gedanken zu einer Zeitschrift stimme ich zu, aber Foto-Focus sehe ich nicht als Notwendigkeit.
Eine Zeitschrift kann gegenüber dem Internet einiges mehr bieten. Nichts, was man nicht auch per Internet verbreiten könnte (als digitale Ausgabe z.B.).

Beobachtungshinweise:
Für mich eines der IS-Highlights. Beobachtungsempfehlungen, die sauber ausgearbeitet sind mit Aufsuchkarten und auch ggf. mehreren Aufsuchmethoden (um unterschiedlichen Lesern gerecht zu werden), dazu guten Beschreibungen, welche Erwartungen man nach Teleskop und Himmelsqualität haben darf. Dies ist mehr, als einfach nur ein Beobachtungsbericht im Web, der selten mehr ist, als die spezielle Schilderung einer Beobachtung mit Equipment X und Bedingungen Y und einer dementsprechend wagen nachvollziehbarkeit. Hier ist die Schnelligkeit des Webs gar nicht gefragt. Sorgfältig ausgearbeitet, spricht das auch langjährige Beobachter an, wenn nicht in jedem 2. Satz der Kauf eines gewissen (guten) Himmelsatlas suggeriert wird...

Gut aufbereitetes Praxiswissen:
Sorgfältig recherchierte und aufbereitete Artikel, die alle Themen aus der Praxis aufgreifen können. Wann ist eigentlich zuletzt mal ein Artikel gelaufen, wie man einen 120/1000 Achromaten mit Dünnblechtubus, Wackelauszug und Quersch-Taukappe aufmöbelt? Innenschwärzung, Auszugstuning, Moosgummikappe, Taukappenheizung... Da kann man eine ganze Artikelserie draus machen, die 100% praktischer Astronomie gerecht wird.

Inspiration durch Extrem-Astronomie:
Eine Rubrik, unter der man mal schaut, was es an herausragenden Beobachtungsleistungen gibt, jedoch immer mit dem Blick auf Nachahmbarkeit. Natürlich ist ein Bericht über Beobachtung auf 4000m Höhe toll, aber das macht keiner nach. Wohingegen ein Bericht über eine hochgenaue Auswertung einer Sternbedeckung durchaus andere animieren kann, wenn am besten auch nicht vergessen wird, gegenüber dem Top-Notch auch in ein, zwei Absätzen darzustellen, was mit Standard-Equipment auch möglich ist. Inspiration des Lesers ist das Stichwort. Das kann ein Redakteur auch sehr gut moderieren gegenüber dem "Freak". Und das passiert im Internet eben nicht. Da schreibt der Freak selbst.

Equipment:
Hier würde ich einfach mal hinwerfen, dass mehr sachliches Lektorat die Artikel erheblich aufwerten könnte. Es würde ggf. einen gewissen Mut verlangen, zusätzlich zum reinen Artikel auch persönlich geprägte Kommentare von Redakteuren abzudrucken. Eine rein sachliche Darstellung ist das eine, aber gerade im Hobby-Bereich ist doch eine Meinung, auch eine polarisierende Meinung, das Salz in der Suppe. Das muss auch nicht unfair sein. Auch hier kann man moderieren. Wann ist eigentlich ein Equipment-Test zuletzt zu dem Urteil gekommen "das braucht kein Mensch"?

Auf dem Boden bleiben:
In vielen Dingen sollte eine Amateurzeitschrift immer daran denken, dass Amateure nur selten nach dem Motto "das Beste ist uns gut genug, nur solange bis was besseres erscheint" verfahren können. Natürlich ist die neueste, quanteneffizienteste Kamera eine ganz tolle Sache, aber wie ist denn der Abstand zur Alternative für kleines Geld? Was geht denn mit "meiner" alten CCD? Welche Ideen hat IS denn zur unmodifizierten DSLR, ohne gleich Druck auszuüben, dass man da wenn überhaupt nur an eine Marke und genau ein Modell denken könne...? Was geht denn mit Equipment, was jeder in der Tasche hat? Der Astrofoto-Purist wird die Höhe seines Equipment-Levels als Horizont, als Tellerrand haben. Man kann aber auch ein Smartphone ans Okular halten und Mond- oder Sonnenfotos machen. Tja, und das beigelegte 10mm RKE muss ja auch nicht gleich am ersten Tag einem 100° Okular weichen.

In solchen Dingen sehe ich ganz viel Potenzial, mit einer Zeitschrift einer breiten Schicht von Sternfreunden gut aufbereitetes Wissen und interessante, inspirierende Lektüre zu bieten. Das ist aber natürlich meine Sichtweise und ich respektiere sehr wohl, dass nicht ich persönlich Zeit und Geld in so eine Ausrichtung investiere. Was ich aber noch für uns visuelle hinwerfen möchte ist, dass naturgemäß die Ergebnisse nicht so spektakulär dargestellt werden können. Das heißt aber nicht, dass keiner mehr guckt. Warum sollte man glauben, dass mehr Photonen fotografiert als vergeistigt werden?

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen

Ich glaube das es für IS höchstwahrscheinlich unmöglich ist auf die hier geforderten Inhalte einzugehen. Es sind einfach zu viele unterschiedliche Interessensgebiete und dessen Anforderungen der Hobbyastronomen dabei.
Einen Mix aus allem wird den ganzen Inhalt dabei (wieder) verwässern und potentielle Käufer eher wieder abschrecken, da zu wenig für seine Interessen dabei sein wird.

Nehme ich mal mich als Beispiel.

Astrofotografie:
Für mich steht Astrofotografie mit einer DSLR in unseren Breitengraden im Vordergrund. Dabei dürfen dann gerne diese gewonnen Bilder abgedruckt werden. Wenn dabei auch noch identisches (€) Equipment verwendet wird umso besser aber kein MUSS.

CCD-Berichte und Aufnahmen würden mich höchstens wegen der anschliessenden Bildbearbeitung interessieren, sonst eher nicht. (Ich habe keine CCD und werde mir auch wohl keine zulegen)

Was mich gar nicht anspricht und eher abschreckt sind Bilder, seien sie auch noch so toll, wenn diese in 4000m ü.N, ferngesteuert (Remote) aus irgend einem fremden Land oder durch sogenannte (€)-Teams gewonnen werden, die so weit weg von der Hobbyastronomie entfernt sind, dass diese eben den Status der Amateurastronomie nicht mehr verdienen. Da kann ich mir gleich Hubblebilder anschauen. Und wenn schon eine Zeitschrift für Hobbyastronomen gemacht wird, sollte inhaltlich auch Hobbyastronomie drin sein. Wobei ich das Wort Hobby sehr eng mit € verknüpfe. (ist nur mein Standpunkt)

Teleskope, Equipment und Erfahrungsberichte
Ebenfalls + - um das von mir eingesetzte Material. (Aber woher soll IS das wissen?)

Sternwarten und Führungen:
Tipps für Betreuer (Warum denn mal nicht?)

Reise- und Beobachtungsberichte
Gerne, solange ich diese mit meinen etwa vergleichen kann. Also auch wieder sehr auf meine Wenigkeit bezogen.

Büchermarkt: Was gibt’s neues (must have?)

Aktuelles Geschehen am Himmel und Ereignisse fallen wegen der „Nichtaktuellheit“ weg. Dafür gibt es genügend Programme und eine Zeitschrift mit grösseren Ausgabeabständen kann halt nicht aktuell sein (ist daher auch kein Vorwurf)

Ihr seht, was mich interessiert ist für andere möglicherweise kein Kaufgrund und natürlich umgekehrt. Deshalb scheide ich i.d.R. als Abo-Kunde aus. Ich kaufe mir daher nur ein Heft, wenns inhaltlich zu mir passt. Aber da kann wohl keine Zeitschrift „mitgehen“ und zugegeben, würde ich nicht alle 2 Monate eine Zeitschrift kaufen „nur“ weil etwas mit der DSLR fotografiert und schrittweise erklärt wurde.

Deshalb glaube ich, dass es inhaltlich gar nicht möglich ist, es jedem recht zu machen. Zuviele Bedürfnisse müssten bedient werden. Ich wüsste daher auch gar nicht wie IS es anderst und "Richtig" machen sollte.

So meine Gedanken, die im übrigen auf alle Fachzeitschriften zutreffen.

Grüsse Hans-Peter
 
Hallo Sven,

das sehe ich zum Beispiel anders. Deinen Gedanken zu einer Zeitschrift stimme ich zu, aber Foto-Focus sehe ich nicht als Notwendigkeit.

Nein, da liegen wir viel näher, als du das jetzt bei mir herausgelesen hast, ein gewisser ketzerischer Unterton war bei mir schon dabei - denn bekanntermaßen geht mit sowohl die praktische Fotografie als auch das Anschauen von Astrofotos am Allerwertesten vorbei ;) Aaaber die Quintessenz der Händler und Magazine scheint eben in genau diese Richtung ihre Haupteinnahmequelle zu sehen, zum wiederholten Mal: Das ist völlig okay! Aber ich behalte mir das Recht vor, mich dann gegen unnötiges Papier zu entscheiden - ich weiss: Es finanziert "meinen" Teil der Zeitschrift mit, aber da bin ich einfach stur, auch um den Verlust des Gesamtwerks Willen - Gute Ideen überleben Unternehmen IMMER, Nischen sind dazu da gefüllt zu werden.

Die von die aufgezählten Stärken unterschreibe ich, vor allem die Beobachtungshinweise auf Objekte der "zwoten Reihe", das war mal mit den Vorstellungen von schönen Selbstbauten (im visuellen Bereich) der Hauptgrund für Käufen einzelner Ausgaben (auch nachträglich habe ich teils Jahre alte Ausgaben nachgekauft weil manches Wissen eben nicht so einfach überholt wird sondern auch nach Jahren noch Anregeung geben kann!). Deshalb würde ich mich durchaus freuen wenn die Zeitschrift weiter erscheint und ich mir als "schwarzes Schaf" die für mich passenden Hefte weiter im Einzelkauf zulegen kann. Wenns am Ende an meinem nicht abgechlossenen Abo hing... sicher schade, aber ich werde die passenden Informationen auch in Zukunft finden und im Gegenzug auch selber welche zur Verfügung stellen.

Was ich aber noch für uns visuelle hinwerfen möchte ist, dass naturgemäß die Ergebnisse nicht so spektakulär dargestellt werden können. Das heißt aber nicht, dass keiner mehr guckt. Warum sollte man glauben, dass mehr Photonen fotografiert als vergeistigt werden?

:super: Genau so ist es! Aber wenn ich mir viele (!) fantastische Berichte von Visuellen durchlese: Die können durchaus wunderbar Gefühle und Eindrücke transportieren, ich kann mich auf Anhieb an einige Berichte erinnern, die ich vor Monaten oder sogar Jahren gelesen habe und die mir immer noch voll präsent sind und das Feuer entfachen. Es ist aber wie du schon sagtest schwerer der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und steht und fällt mit dem Schreibstil des Autors.

Viele Grüße Benny
 
Hallo Benny,

jetzt möchte ich mal ketzerisch fragen

Aber wenn ich mir viele (!) fantastische Berichte von Visuellen durchlese: Die können durchaus wunderbar Gefühle und Eindrücke transportieren, ich kann mich auf Anhieb an einige Berichte erinnern, die ich vor Monaten oder sogar Jahren gelesen habe und die mir immer noch voll präsent sind und das Feuer entfachen. Es ist aber wie du schon sagtest schwerer der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und steht und fällt mit dem Schreibstil des Autors.

Warum finden diese fantastischen Berichte denn nicht den Weg in die Interstellarum?
Auch wenn mein Schwerpunkt die Fotografie ist, liebe ich visuellen Berichte in denen man die Emotionen des Autors während der Beobachtung herauslesen kann.

Gerade Ronald als ebenfalls visueller Beobachter würde sich denen sicher nicht verschließen? Zumal man ja auch deutlich aus zahlreichen Beiträgen hier und im Nachbarforum herauslesen kann, dass vielen genau diese Art von Beiträgen zu fehlen scheint.

Ich denke eine Zeitschrift braucht um abwechslungsreich zu sein eine Vielzahl von Autoren, sonst werden solche Rubriken meist schnell langweilig, weil eingefahren.

Ich möchte die von Sven angefangene Wunschliste einfach mal noch ergänzen: Die Beobachtungsempfehlungen würde ich gerne auf foto-/visuell erweitern, sprich auch die Vorstellung von fotografisch interessanten Objekten abseits der Standardkerzen.

@Sven:
Wann ist eigentlich ein Equipment-Test zuletzt zu dem Urteil gekommen "das braucht kein Mensch"?
Wenn ich die Reaktion mancher Händler z.B. hier im Forum auf Tests, die nur annähernd in diese Richtung gingen, betrachte, dann dürftest Du lange darauf warten.

Sorry, ich glaube das Thema "ehrliche" Tests ist ein zu heißes Eisen für eine Zeitschrift, die im hohen Grad auf die Anzeigeneinnahmen angewisen zu sein scheint.

CS
Volker
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo nochmal,

was ich noch loswerden wollte.

Dauernd wird davon geredet, dass Interstellarum fotolastig ist.
Sorry das kann ich so nicht bestätigen, denn dann hätte ich mich sicher nicht mit dem Gedanken rumgetragen, das Abo zu kündigen.

Nehmen wir doch mal das Heft 96 zur Hand (um nicht die besondere "letzte" Ausgabe zu nehmen.

Foto:
-Artikel über Eigenbewegung von Sternen: Kann man dazuzählen würde ich aber eher in Svens Rubrik "Extrem-Astronomie" zählen.
-360° im Zeitraffer
-Auswirkung: Lichtverschmutzung -> Auswirkung auf Gesamtbelichtungszeit
- Fotowettbewerb
- Leser beobachten/Rückblick

Visuell:
- Sternhimmel: Vorstellung einzelner Objekte für verschiedene Standort
- Mondtour: Im Hochland der Gesundheit
- Wie kann ich die Plejaden zeichnen
- Leser beobachten (richtig, bei beiden Rubriken drin)

Hmmm....Ok... 4,5:4
Rechnerisch zwar ok, aber von einer Dominanz würde ich hier nicht reden.

Worauf ich hinaus will, ich glaube nicht, dass das Grundproblem die Themenauswahl allein ist.

@Sven:
Wann ist eigentlich zuletzt mal ein Artikel gelaufen, wie man einen 120/1000 Achromaten mit Dünnblechtubus, Wackelauszug und Quersch-Taukappe aufmöbelt?
Ich sehe z.B. in Heft 97 den Artikel über die Cuzdi Maske. Der geht meines Erachtens genau in die Richtung "Bestehendes zu verbessern". Ok gehört halt wieder zu den Fotoartikeln.

Unabhängig möchte ich an dieser Stelle dem Redaktionsteam auch mal ein Lob aussprechen, dass Ihr in jüngster Zeit das Thema Zeichnen wieder aufgenommen habt (Auch wenn ich noch nicht den Drang spüre die Kamera gegen einen Bleistift auszutauschen).

Grüße
Volker
 
Hallo Volker

Zitat von AstroRider:
Worauf ich hinaus will, ich glaube nicht, dass das Grundproblem die Themenauswahl allein ist.

Genau so sehe ich das auch. Egal welchen Themenschwerpunkt du in den Vordergrund stellst, wird es auf der einen Seite andere und/oder neue Leute ansprechen, aber gleichzeitig andere wieder davon abhalten, das Heft zu Kaufen.

Es gibt letztendlich immer nur einen Gesamtmarkt von X Käufern, die nur in der Person variieren und nicht an der Anzahl. Mehr Käufer gibt es nicht!

Das Problem ist eigentlich, dass davon eben keine 7 oder 10 Leute hauptberuflich leben können, die man aber wohl benötigt, um das "Produkt" herzustellen und zu vertreiben. Tja, und wenn dem halt so ist, ist dem halt so.

Grüsse

 
Bei aller Kritik möchte ich auch mal eine Lanze für IS brechen, es handelt sich um eine gute Zeitschrift. Das Problem ist, man hat eben heutzutage mehrere Informationsquellen. Vor 20 Jahren hat man sehnsüchtig auf die SuW gewartet und sie dann verschlungen, wenn sie endlich kam. Inhaltlich war das sicher nicht besser, als heute. Diese Zeiten sind einfach vorbei, Astronomie ist so transparent geworden, dass man auf Zeitschriften als Informationsquelle gut verzichten kann, wenn man keine Alleinstellungsmerkmale findet.

Um mal auf die "Konkurrenz" VDS-Journal einzugehen: Selten so eine fotolastige und langweilige Ausgabe gesehen, wie die aktuelle 1V/2014. DAS ist mit Sicherheit nicht der Weg, den IS gehe sollte. ABER: ca. 4000 Sternfreunde haben eben schon eine Astrozeitschrift, nur die Wenigsten werden sich eine zweite leisten wollen. Ganz ehrlich: Ich hatte ernsthaft überlegt der VDS beizutreten, aber wenn DAS das offizielle Organ des Vereins ist, nein danke. Auf der letzten Seite wieder Vereinsquerelen, hat sich nichts geändert seit den 70ern.

Ich habe mir zwecks Urlaubsplanung zwei Wander- bzw. Wandern mit Hund Zeitschriften am Bahnhofskiosk gekauft, letztere sicher eine absolute Nischenzeitschrift. Und was finde ich da drin; einen Autotest in Bezug auf die Hundefreundlichkeit des Fahrzugs, also passt ein Transportkorb hinein, Ladekante, Öffnungswinkel der hinteren Türen, etc. Die Idee finde ich brilliant, weil es erstens interessant ist und zweitens die Tür zu großen Sponsoren öffnet. Diese Beispiel ließe sich 1:1 auf IS übertragen. Auto, Wohnmobil, Campingplätze, normale Reiseziele (abseits Namibia, gähn), Rucksack, Kleidung, Sternwartentechnik, Einbruchmeldeanlagen, Brandmelder, Versicherungsrecht, geeignetes Muskeltraining - die Liste ließe sich fast beliebig verlängern. Das weite Feld der Outdoor- und Techniksponsoren ließe sich beackern.

 
Zitat von R_Andreas:
Vor 20 Jahren hat man sehnsüchtig auf die SuW gewartet und sie dann verschlungen, wenn sie endlich kam. Inhaltlich war das sicher nicht besser, als heute.
...doch, in den ersten Ausgaben meiner Ansicht nach inhaltlich deutlich mehr Musik drin.
Aber vermutlich ist es wie mit jeder bahnbrechenden Serie im Fernsehen. Irgendwann ist jeder Drops gelutscht und jedes Thema verarbeitet. Erschwerend hinzu kommt, dass gute Ideen gerne kopiert werden. Parallelen gibt es also zur Genüge.

Man sollte aufhören, wenn es am Schönsten ist und sich neuen Ideen widmen. Aber das schaffen die wenigsten.

Beste Grüße

Rene
 
Hallo alle,

wenn ich auch treuer Anhänger von Sky and Telescope war, so muß ich schon auch mein Bedauern ausdrücken, wenn es Interstallarum nicht mehr geben würde.
Für unbewegliche Beobachtungsobjekte gibt es mittlerweile ein Menge guter Bücher, für bewegliche ist das Internet die erste Wahl.
Eine Option wäre noch, sich einen interessierten Mäzen zu suchen, der aus Liebhaberei die Sache mitfinanziert.
CS Mike

An den ganz besonders lieben FischAndi:

Jetzt wissen wir warum du die Zeitschrift am Bahnhof gekauft hast :/

Und was finde ich da drin; einen Autotest in Bezug auf die Hundefreundlichkeit des Fahrzugs, also passt ein Transportkorb hinein, Ladekante, Öffnungswinkel der hinteren Türen, etc. Die Idee finde ich brilliant, weil es erstens interessant ist und zweitens die Tür zu großen Sponsoren öffnet. Diese Beispiel ließe sich 1:1 auf IS übertragen.

Du brauchst wohl auch zum Kaugummikauen eine eigene Zeitschrift.
Schau es ist ganz einfach:
Kleines Hundi ins kleine Auto
Großes Röhrl ins große Auto, das ist echt keine Wissenschaft.
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-ae-bac9.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-ad-0041.jpg

 
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