Jupiter+GRF+Io+Kallisto vom 18.02.2013 mit 8"

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Soll ich mal ein anderes ungedizzeltes nicht rotiertes 40sek-Summenbild hochladen?
Ich hatte ja bis 21Uhr etwas unter f24 und bin danach ab 21.16Uhr auf ca. f24 gegangen - siehe Planetendurchmesser der Aufnahmen um 19.54Uhr und 21.16Uhr.
Deshalb geht die Animation auch nur bis 21.10Uhr, weil ich sonst die anderen Aufnahmen hätte skalieren und drehen müssen etc.
 
Hallo Peter,

ich fänds interessant, hab sowieso schon seit einer halben Ewigkeit keine eigenen Daten mehr produzieren können...

Jan - interessanter Punkt, jedoch achte ich zB darauf, möglichst keine Details "herauszuarbeiten" - also verschwinden zu lassen. Ich habe meine Bearbeitung noch einmal ein wenig modifiziert und möchte es noch einmal vorstellen (ausgehend vom letzten geposteten). Zusätzlich ein etwas "aggressiveres" Bearbeiten.

Ich denke dass man da immer noch ein ähnliches Bild herausholen könnte (erst weichzeichnen, dann mit wieder Schärfen) wie das von Jan, und dass es so vllt doch das ein oder andere Detail ein wenig feiner darstellt, auch wenn man vllt länger danach "suchen" müsste..
Oder was denkt ihr? (Bin auch noch auf der Suche nach dem "optimalen" Ergebnis)

Link zur Grafik: http://img24.imageshack.us/img24/4173/gegenueberstellung.jpg

Ich habe mal überall die PS "Auto-Farbe" drüber laufen lassen und auf etwa den gleichen Winkel rotiert, zur besseren Vergleichbarkeit.

Christian: Respekt, nur mit Fitswork ist mit Sicherheit für einige hier interessant, toll! Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Gruß, Alexander
 
Ok, ich lade heute abend nochmal eine andere Version hoch.
Auto-Farbe oder Auto-Kontrast lässt meist die hellen Bereiche ausbrennen.
Evtl. ist das durch maskieren zu handhaben aber meist finde ich das Ergebnis schlecht.
Die beste kostenlose Schärfung finde ich derzeit bei Registax6.

 
Hallo Alexander,

vielen Dank für diese recht instruktive Gegenüberstellung! Mit Deiner neuen Ausarbeitung weist Du mich auf ein besonderes Merkmal hin, welches vermutlich in nicht unerheblichem Maße zur Bildästhetik beiträgt, man könnte auch sagen zur "Gefälligkeit" der Bildwahrnehmung. Das Merkmal sehe ich darin, dass bestimmte Bidinhalte, insbesonderen die "weichen" Verläufe etwas stärker zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig charakteristische Konturen ein wenig akzentuiert werden. Die weichen Verläufe findet man vorzugsweise in Form von zusammenhängenden Schleierformationen innerhalb des äquatorialen Bandes, während z.B. die Region um den GRF sowie auch die langgestreckte, dunkle Wolkenfahne südlich des GRF durch vergeichsweise klar gezeichnete Konturen in ihrer Wirkung hervorgehoben werden. In beiden Punkten wirkt meine Ausarbeitung vergleichsweise nüchtern bis langweilig.

Andererseits verblassen aber in anderen Regionen Deiner Ausarbeitung gewisse Bildinhalte weitgehend, insbesondere die Fleckenstrukturen abseits des Zentrums. Die werden dort z.T. durch feine granulatartige Strukturen überdeckt. Vielleicht erscheint mir Deine Ausarbeitung spontan so attraktiv, weil sie bestimmte charakteristische und als "angenehm" empfundene Merkmale der Planetenoberfläche in besonderer Weise vermittelt, und andere eher als störend empfundene Bilddetails dezent in den Hintergrund treten lässt.

Vielleicht gelingt es ja, die Vorzüge Deiner Ausarbeitung in geschickter Weise weiter zu entwickeln, so dass auch die feineren Strukturen noch zur Geltung kommen ohne als störend empfunden zu werden.

Zitat von sleepingstar:
... jedoch achte ich zB darauf, möglichst keine Details "herauszuarbeiten" - also verschwinden zu lassen.
Unter "Herausarbeiten" verstehe ich das zum Vorschein bringen, nicht das Unterdrücken von Bilddetails.

Zitat von sleepingstar:
erst weichzeichnen, dann mit wieder Schärfen
Basiert Deine Ausarbeitung auf solch einer Vorgehensweise? Ich arbeite z.Z. ausschließlich mit Schärfungswerkzeugen, werde aber gerne auch mal die Wirkung von zwischengeschalteten Weichzeichnern erkunden.

Gruß, Jan
 
Also hier mal neues ungedizzeltes Futter.
http://www.filedropper.com/jupiter18022013zyklop
Ihr müsst da nur download klicken, ein captcha eingeben und dann sollte der download starten.

Im zip-file sind folgende Daten enthalten:
1. 2000frames, 30%Auswahl, 50 AP size mit AS! gestackt
2. 1100frames, 30%Auswahl, 50 AP size, derotiert mit AS! gestackt
3. 11000frames, 50%Auswahl, derotiert, mit Registax6 gestackt

Ich find die 20sek mit 2000frames fast besser wie die derotierten 2min, aber leider rauscht es zu stark.

Mit den derotierten 11000frame-film habe auch noch folgende AS!-stackings prbiert: 1 frame und multiframe allignment, sowie 30, 50 und 60% frame percentage und 30, 50 und 75 AP size. 30% frame percentage und 50 AP size sah am besten aus.

Hier mal mein Ergebnis mit Nummer 2.
Geschärft mit PS und ausgerichtet mit Fitswork.
Link zur Grafik: http://img341.imageshack.us/img341/628/autostakkert30prozmulti.jpg

Mal sehen was ihr damit anfangt.
 
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Zitat von Zyklop:
jan, bei deiner version muss man sowieso noch die farbkanaele ausrichten.
Stimmt! - Dadurch lässt sich die Farbkonvergenz erkennbar und damit auch die Präsenz noch ein wenig verbessern. Zugegebenermaßen hatte ich daran gar nicht gedacht, weil wir hier doch das Summenbild aus einer Farbkamera vorliegen haben. Da war ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass die Farblayer gegeneinender verschoben sein könnten. Wie soll man das verstehen?

Gruß, Jan
 
Hallo Jan, hallo Peter,

interessant, was du für dich feststellst, ist mir gar nicht so bewusst gewesen. Ich bezeichne herausarbeiten auch gewöhnlich wie du ;). Ich versuche einfach nur, die feinsten Strukturen, die da sind, nicht "wegzuschärfen", wie es meist getan wird. Das ist zugegebenermaßen nicht immer einfach.
Nach langem Ansehen entscheide ich mich immer für die schwächer bearbeiteten Fotos, die "natürlicher" aussehen und weniger stark geschärft, dafür auch nicht überschärft sind. Da kann man, bei längerem hinsehen, genau sehen, was auf den überschärften Fotos (vielleicht sogar sofort) zu sehen ist, jedoch auch noch mehr, feinere Details.

Ich habe nochmal eine erneute Version erstellt - der Vergleich sei dann einem jeden selbst überlassen. Ich habe meine aggressivere Version vom Vergleich oben genommen und mit Maske bearbeitet. Nur den Rand des Planeten. Diesen habe ich für mein Gefühl nun eben überschärft, aber die meisten empfinden dies ja doch als schärfer. Zugegebener Maßen liegt ja auch kaum ein (kein?) Detailunterschied zum Rand des Planeten hin vor.

Link zur Grafik: http://img13.imageshack.us/img13/6940/jupiter2050376registaxw.jpg

Peter: Ich werd mir deine neuen Aufnahmen mal anschauen und eine versuchen ähnlich zu optimieren, wie deine ersten zur Verfügung gestellten Rohdaten :] Danke für die Bereitstellung, noch habe ich jedoch nichts daran gemacht..

Viele Grüße und viel Erfolg euch noch.

Achja, bevor ichs vergesse - Jan: Ja ich nutze das schonmal, erst schärfen (feine Details, kleiner Radius), dann das Rauschen entfernen (natürlich auch nur sehr dezent), dann etwas (meist minimal) gröber schärfen (gröbere Details, größerer Radius)... Usw. Manchmal bringts was, aber kann man vermutlich auch umgehen, wenn man direkt die goldrichtigen Schärfungswege gefunden hat! (mit sogar besserem Ergebnis womöglich)

Alexander
 
hi zusammen,
ich hoffe schon, dass noch paar ausarbeitungen dazu kommen.
ist halt die frage ob man es so darstellen will wie man es im okular sieht oder so wie man es schoen findet.
da ich auch dso-fotografie betreibe habe ich es lieber bunt mit mehr kontrast als ich es im oku sehe.
jan, keine ahnung warum man da nochmal die kanaele ausrichten muss.
evtl. liegt das an autostakkert. ich meine dass das in registax weniger auffaellig ist. koennt ihr euch ja mal in den summenfotos anschauen. an eine verkippung oder aehliches glaube ich eher nicht und refraktion waere bei fast 60grad auch ziemlich seltsam.
es ist jedenfalls fast immer noetig, egal mit welcher farbcam ich aufgenommen habe. manchmal sehe ich das auch bei anderen planetenaufnahmen mit einer farbkamera.
 
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Hey Peter,

ich vermute es ist die atmosphärische Dispersion.
Kann es sein, dass du ein Bild schon bearbeitet hast, in deinem hochgeladenen zip?
Ich hab mir mal das erste Bild rausgepickt und ein wenig rumprobiert. Habe leider nicht die feinen Strukturen so gut herausarbeiten können, wie beim ersten (vermute es lag am Seeing oder an den 11000frames) - dafür hab ich das Gefühl, es ein wenig "sauberer" bearbeitet zu haben. Oder was schafft ihr damit? Was denkt ihr über die Bearbeitung?

Habe also gewählt, das 30proz-multi50-11000frames-derotiert

Ergebnis:
Link zur Grafik: http://img593.imageshack.us/img593/5227/3img4registax22fftsharp.jpg

Grüße Alexander
 
Hallo Peter,
ich finde diesen Thread sehr interessant,gerade weil Du auch Material zur Bearbeitung zur erfügung stellst.
So kann jeder der sich beteiligt sehr schön das eigene mit den anderen Ergebnissen vergleichen.
Ich habe mich auch für Bild 1 entschieden und ein wenig herum gespielt.Bild 2 scheint aber schon geschärft zu sein.
Hier mein Ergebnis.

VG Cl.-D.
 

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Sorry, stimmt Leute.
Also hier nochmal die 3 Dateien mit dem ungeschärften Summenbild aus 2000frames aus 20sek Film.
http://www.filedropper.com/jupiter18022013zyklop-neu
Im zip-file sind folgende Daten enthalten:
1. 2000frames, 20sekunden Aufnahme, 30%Auswahl, 50 AP size mit AS! gestackt
2. 11000frames, 110 Sekunden Aufnahme, 30%Auswahl, 50 AP size, derotiert mit AS! gestackt
3. 11000frames, 110 Sekunden Aufnahme, 50%Auswahl, derotiert, mit Registax6 gestackt

Schönes glattes Ergebnis Joschi, btw.
 
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Hat er sicher leicht entrauscht mit einem Filter.
Muss man halt aufpassen, dass die Details nicht flöten gehen.
Meine Version ist ja auch nahezu rauschfrei ohne dass ich entrauscht habe.
 
Hi Peter,
habe auch mal mit Fitswork probiert,
hier mein Ergebniss:
 

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Hi Peter,

jetzt mit den neuen gezippten Summenbildern hab ich es auch mal probiert.

Bild 1:
 

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Und nun Bild 2, absolut identisch behandelt:
 

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Hi ,
Mir persoenlich gefaellt das Bild von Joschi am besten .
Seine Farben , Details , und glaetten gefaellt mir gut
Lg
Claude
 
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Hallo,
wie ich das Bild bearbeitet hatte kann ich jetzt auch nicht mehr so genau sagen...hatte vieles probiert. :blush:
Auf jeden Fall ist einiges ,was ich in diesem Thread gelesen habe,mit eingegangen.Dafür schon mal Danke!
Ich glaube auch das es kein Allgemeinrezept für die Bearbeitung solcher Aufnahmen gibt.
Dafür ist die Qualität des Ausgangsmaterials schon entscheidend.
Beim Schärfen hatte ich einige Verfahren,die hier angesprochen wurden ausprobiert,bin aber letzendlich wieder bei Registax gelandet.
Der Rest wurde in Fitswork gemacht.

VG Cl.-D.
 
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Zitat von Joschi:
Hallo,

Ich glaube auch das es kein Allgemeinrezept für die Bearbeitung solcher Aufnahmen gibt.
Dafür ist die Qualität des Ausgangsmaterials schon entscheidend.


Das ist eine ganz entscheidende Feststellung: Selbes Instrument, selbe Kamera, selbe Aufnahmeeinstellungen, aber anderes Seeing bedeuten schon, dass ich meine Aufnahmen ganz anders behandeln muss. Ich habe in Registax mehrere Einstellungen für verschiedene Umstände als "Rezept" gespeichert. Das für bestes Seeing funktioniert logischerweise mit Bildern schlechter Luft gar nicht.
Und der Rest ist – wie man sieht - in weiten Teilen Geschmackssache.
LG
Rudolf
 
Da mich nach wie vor die spezielle Auswirkung der Derotationstechnik interessiert, habe ich hier nochmal die Ergebnisse aus zwei von Peter bereitgestellten Summenbildern gegenübergestellt, und zwar einmal aus dem zuerst geposteten File mit 2.000 nicht derotierten Frames und zweitens aus dem derotierten Registax-Summenbild mit 11.000 Frames.

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Ju130218_Zyklop_wD14002400Gs500itGx5G090B090sat120.png

Dabei habe ich weniger Wert auf die Bildästhetik als vielmehr darauf gelegt, dass beide Bilder nach genau demselben Schema behandelt werden. Ich habe hier ausschließlich mit Fitswork 3.94 gearbeitet und die folgenden Bearbeitungsschritte gewählt:

1. Wavelets mit Detail-Verstärkungsreglern 1 und 2 auf jeweils 4.00
2. Gauß-Schärfung mit Radius 1.01 bei einer Stärke von 500%
3. Iterative Gauß-Schärfung mit Radius 1.50 und 5 Iterationen
4. Farbkorrektur Grün und Blau bei jeweils 90%
5. Farbsättigung 120%

Die erste Bilddatei hatte Peter mit Drizzle um den Faktor 3 vergrößert, die habe ich vor der Bearbeitung auf 33% verkleinert, ansonsten gab es aber keine Unterschiede in der Behandlung.

Die Bilder erscheinen mir hinsichtlich Farbe und Detailzeichnung gleichwertig, so dass ich an dieser Stelle trotz der Verwendung einer erheblich höheren Anzahl von Videoframes im Summenbild (11.000 statt 2.000!) keine vorteilhafte Auswirkung der Derotationstechnik erkennen kann.

Gruß, Jan
 
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Hallo Peter,

hier ist die Gegenüberstellung:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Ju130218_Zyklop_Vergleich-neu.png

Am besten schneidet wieder das Registax-Bild ab. Das 2000er rauscht hier in der Tat deutlich mehr, da musste ich sogar auf die iterative Gaußschärfung verzichten. Aber auch das 11000er AutoStakkert-Bild verträgt nicht das volle Schärfungsprogramm.

Vielen Dank nochmal für die Bereitstellung des Materials, das ermöglicht doch gewisse Vergleiche und Erkenntnisse.

Gruß, Jan
 
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