klein, leicht, transportabel für den Einstieg

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tonabnehmer

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Liebe Community,

Mein Name ist Marcus und möchte mir in absehbarer Zeit ein eigenes Teleskop zulegen. Zunächst mal die Anforderungen:

1) Größe und Gewicht
Ich habe kein Auto und das wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Ich will das Teleskop auf einem kleinen Balkon ca. 2x1,5m nutzen aber auch zu Fuß oder mit dem Rad auf eine dunkle Wiese am Stadtrand transportieren. Ein 8" Dobson fällt hier schonmal weg.

2) Preis
Ich lege mich nicht fest, aber ein teurer APO wird es wohl nicht werden. Wohl eher so 300-400 Euro.

3) Was will ich sehen?
3.1) Planeten
Jupiter: mit vier Monden und den beiden Bändern. Der große rote Fleck und die Monde vor dem Jupiter. Im Idealfall Mondschatten auf dem Jupiter.
Saturn: den Ring mit Cassini-Teilung und im Idealfall einen Mond.
Mars: die Polkappen
Venus: die Phasen
Erdmond: brauche ich nichts zu sagen
Sonne: Flecken, evtl. Protuberanzen

3.2) Deep Sky
Nunja, hier habe ich durch ein Teleskop bisher nicht viel sehen können und auch im Netz sieht man eher Aufnahmen, die mit größeren Teleskopen geschossen wurden. Ich möchte so gut es geht Struktur sehen und nicht nur milchige Flecke. Also Andromeda als Galaxie erkennbar, den Orionnebel als solchen, Kugelsternhaufen wenigstens am Rande aufgelöst.

4) Fotografie (optional, kein Muss)
Sowohl Planeten und Deep Sky möchte ich fotografieren. Die Qualität muss nicht besonders gut sein, ich möchte mich nur damit beschäftigen und wenn ich den Jupiter mit den beiden Bändern und vier Monden ablichten kann, freue ich mich schon. Es geht dabei mehr ums Lernen und das Festhalten der Bilder, die auch meine Auge gesehen hat und nicht um perfekte Ergebnisse.



Nun komme ich zum Punkt wie passen diese Anforderungen zusammen: leicht und transportabel, geringer Preis, Planeten und Deep Sky. Da 150/1200 Newtons (auch als Dobson) ausscheiden, bleiben aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten offen:

a) kleiner Newton als Allrounder
114/450, 114/900, 130/650, 150/750

oder

b) zwei kleine Teleskop
80/400 oder 102/500 Refraktor für Deepsky und
90/1250 oder 102/1300 Mak für die Planeten

Bei Variante a) bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich gute Allrounder sind, ob die Transportabilität gewährleistet ist und ob ich bei den schnellen nicht Probleme mit preiswerten Okularen bekomme.

Bei Variante b) würde mich insbesondere interessieren, ob meine o.g. Vorstellungen von dem was ich an Planeten und Deepsky sehe auch erfüllt werden. Weiterhin interessiert mich, ob der händische Transport beider Teleskope nicht so so schwer wird wie der eines kurzen Newtons.


Ich bedanke mich herzlich für Eure Ratschläge und lasse mich gern korrigieren, wenn ich mit meinen Gedanken gar auf dem Holzweg bin.

Viele Grüße,
Marcus
 
Lieber Marcus,

deine Gedanken sind prinzipiell nicht falsch. Nur: Dur kommst mit dem Geld nicht hin.

Für Deep Sky würde ich nicht unter 10 cm Öffnung gehen, lieber 12. Da bist du für den optischen Tubus (ich denke an eine FH) schon mal 200 Euro los.

Auch beim Mak darfst du die Öffnung nicht zu klein wählen, wegen des Auflösungsvermögens. Die 13-cm-Maks sind nicht schlecht, kosten aber noch mal 300 Euro. Selbst ein 10er kostet über 200.

Eine Montierung ist noch nicht dabei, Okulare nur ein paar, keine Filter. Eine EQ3 würde ich mindestens nehmen, die kostet 150 Eu, wobei da noch kein Motor dran ist.

Die Alternative ist ein 13cm f/5 Newton, auch auf einer EQ3. Ein klein wenig wackelig vielleicht, aber Stativ und Montierung lassen sich vielleicht etwas versteifen. Das wird so als Paket selten angeboten, meist ist eine EQ2 drunter (das ist sinnlos). Auf jeden Fall kommts du so für 250€ zu einer vernünftigen Grundausrüstung und es bleibt noch Geld für zwei Okulare und vielleicht einen UHC-Filter. Nachteile sind:
- Du musst justieren lernen. Nicht gleich, aber bald.
- F/5 ist okularkritisch. Das sieht man bei Detailbeobachtungen an Planeten und Mond wirklich. Und es hat keinen Sinn, ein Instrument preisgünstig zu kaufen und dann für ein Okular soviel zu bezahlen, wie für das ganze Fernrohr. Du kannst aber mit Barlow-Linsen experimentieren. Wenn du diese Experimente nicht sehr geschickt machts, stehen paar Fehlkäufe ins Haus.

Wenn du absiehst, dass du meist Planeten anschaust und den Mond, dann kannst du vielleicht auch den 13cm-Mak auf einer EQ3 nehmen und ein vernünftiges Fernglas für Deep Sky. Am Mak arbeiten selbst einfache Okulare gut, extrem kurze Okularbrennweiten brauchst du nicht. So was findest du mit etwas Glück in der Wühlkiste auf einem Teleskoptreffen für 15 Eu. Ein Universalinstrument ist das nicht, das hats du schon erkannt.
Ein Fernglas mit 5...8 cm Öffnung zeigt unter dunklem Himmel eine Menge. Filterbeobachtungen sind dann schwierig. Und dein Budget wirst du etwas überziehen.
 
Hoi!

In vielen Angeboten ist eine
"EQ-3-2"
enthalten.

Ich habe nebenan einen änhlichen Thread gestartet. So ein Mak wäre eventuell was für mich. Was ist zu o.g. Montierung zu sagen? Ist die zwischen EQ-2 und EQ-3 angesiedelt oder nur ein Marketingtrick?

Kommt ein "Mak" mit einer weniger stabilen Montierung aus als ein Netwon?

Grüße
 
hallo Marcus ,

hast Du auch schon mal an das Celestron C6 XLT gedacht ,
ich verwende es als hochtransportable Kombination azimutal oder mal parallaktisch - die SC`s haben meiner Meinung nach zu Unrecht einen schlechten Ruf ...höchst vielseitig, ausbaufähig ,vom Fokus her kaum Begrenzung usw.
-schau Dir mal folgenden Link an :http://www.cloudynights.com/item.php?item_id=1533
-also ich bin hoch zufrieden mit der Super transportablen Kombination egal ob azimutal oder parallaktisch montiert..
es steht alles offen ! übrigens bietet Wolfi(TS) gerade
da etwas an
sternfreundlicher Gruß Hajo
 
Hi Marcus,

für dich dürfte eine kleiner ED-Refraktor 80 bis 100mm f/6 also mit der 6 fachen Brennweite (480mm bis 600mm) in Frage kommen. Der ist klein und lässt sich sogar auf Reisen mitnehmen. Damit kannst du schon viel sehen, auch Deep Sky (unter dunklem Himmel).
Manko ist allerdings das du eine stabile Montierung + Stativ benötigt und es muss ja auch noch Geld für 3 Okulare übrig bleiben.
Fazit mit ~400€ kommst du nicht hin. Du wirst wohl das mindestens das doppelte berappen müssen.

Gruß
Lots
 
Hallo Markus,

klasse, dass du deine Erwartungen an ein Gerät so detailliert formuliert hast. Du möchtes alles sehen, von DS bis Planeten.

Das verlangt einen Allrounder, z.B. einen 114/900 Newton. Der hat Öffnung für DeepSky und kann auch mal vergrößern, um auf die Planeten zu gucken. Er ist unkritisch hinsichtlich der Okulare. Aber der ist inklusive einer EQ-Montierung nicht mehr transportabel.

Wenn es transportabel sein soll, dann fallen viele Newtons weg - der 114/500 wäre machbar, ist aber als f/4.4 eine Diva hinsichtlich der Okularanforderungen und der Justierung.

Da Linsenfernrohre teuer sind (ein Achromat 100mm mit f/7 kostet 300€ ohne Montierung - ein ED mit 80mm ebenfalls) und keine Montierung dabei ist, heißt es aus meiner Sicht mit dem vorhandenen Budget Kompromisse zu finden.

Also hinsichtlich der Parameter:
- Planeten, Mond
- DeepSky
- Transport

Wenn es der Transport ist, dann kann ich einen 114/900 Newton empfehlen. Wenn es Planeten sind, dass einen 102/500. Wenn es DeepSky ist, dann einen MAK.

CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

du sagst:
>>Wenn es Planeten sind, dann einen 102/500. Wenn es DeepSky ist, dann einen MAK.

Hoppla, das war sicher umgekehrt gemeint:
* 102/500 - grosses Gesichtsfeld, DeepSky
* MAK - grosse Vergrösserung, Planeten.

Ich hoffe, das ist in deinem Sinn. Mit Gruss,
Joachim
 
Hallo Joachim,

da habe ich mich sehr schlecht ausgrdückt. Wollte sagen, wenn Kompromisse bei Planeten, dann 102/500, etc.
So eine negierte Darstellung führt zu missverständnissen.

Also nochmals:

Wenn Transport und DS wichtiger, dann z.B. 102/500 Achromat
Wenn Transport und Planeten wichtiger, dann MAK/ED
Wenn DS und Planeten wichtiger, dann Newton 114/900 oder 130/650.

Jetzt sollte es passen, aber es handelt sich um Beispiele.

CS,
Stefan
 
Hallo zusammen,

vielen Dank zunächst für die Antworten. Für mich kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es zwar zu einem 114/900 oder Newton oder eben zwei Teleskope (Mak + kurzer FH) zwar gute und bessere Alternative gibt: APO/ED, SC 6", kurze Newtons mit großer Öffnung, diese meist für mich zu teuer oder zu schwer sind.

Ich möchte daher mehr ins Detail gehen und konkret einzelne Teleskope nachfragen. Meine Anforderungen an das was ich sehen will, hatte ich am Anfang ausführlich beschrieben (Jupiter mit Bändern, Monden, großer Fleck; Cassini-Teilung Saturn; Mond; M42 als Nebel klar erkennbar mit ein bischen Struktur; Andromeda mit Struktur, Kugelsternhaufen wenigstens am Rand aufgelöst. Welche der Erwartungen sind denn realistisch erfüllbar bei den folgenden Teleskopen und wie schneiden sie im direkten Vergleich ab - also Planeten Mak versus Newton und DS FH versus Newton:

- 114/900 Newton als allround
- 114/450 Newton als allround???
- 130/650 Newton als allround???
- Mak 90/1250 für Planeten
- Mak 102/1300 für Planeten
- FH 80/400 für DS
- FH 102/500 für DS

Gibt es bei einem der Geräte etwas spezielles zu beachten? Speziell extrem teure Okulare beim 114/450 oder 130/650 Newton oder sonstige teure "Überraschungen"?

Herzlichen Dank schonmal und viele Grüße,
Marcus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

ich würde auch den 130/650 Newton nehmen.

Schau, dass Du den Tubus gebraucht bekommst. Dazu ne gebrauchte eq3 und 3 Superplössl oder Goldkanten.

Maks haben ein kleines Gesichtsfeld und zu wenig AP - dann wird Andromeda mit Bändern schwierig bis unmöglich.

Alle kleinen Refraktorlösungen haben zu wenig Öffnung. Selbst unter nem Lapalma-Himmel ist die Anzahl der Objekte schon recht begrenzt. Die Objekte die funktionieren aber dafür super, aber Du willst ja nen Allrounder.

Den F5-Newton kann ich mir für nen Transport auf dem Rad mit entprechenden Satteltaschen auch noch halbwegs vorstellen. In dieser Hinsicht wäre ein C5 oder C6 sehr gut - vielleicht gibts sowas ja irgendwo günstig. Hat aber auch wieder kleinere Gesichtsfelder und für große Aps brauchts nen Reducer der auch was kostet.

CS

Klaus
 
Hallo Markus,

grob gesagt sind die langen Newtons (ab F/6...immer Brennweite durch Öffnung teilen....900 durch 114 gibt 7,9 gleich ~F/8) und auch ein MAK okularunkritisch, es ist also gute Abbildung bis zu Rand des Gesichtsfelde auch von günstigen Okularen zu erwarten.
Ganz kritisch, egal ob Newton oder FH ist F/4, kritisch F/5 aber man wird auch nicht blind, wenn man an F/5 ein günstiges Plössl einsetzt. Fragt sich halt, ob man das muss!

Alle Deine Vorschläge sind als Komplettsets recht günstig zu haben und da tut man gut daran, mindestens eine Stativ und Montierungsklasse höher zu wählen, weil die Teile bei zu schwacher Auslegung zwar nicht gleich zusammenbrechen, aber ganz erheblich schwingen und zittern. Spätestens ab mittleren Vergrößerungen ist das wahrlich kein Vergnügen, wenn man denn überhapt noch angemessen fokussieren kann.

Solche Montierungen und Stative gehen dann auch gut ins Packmaß und ins Gewicht, da überschschätzt man schon genre mal seine Lasteselqualitäten und unterschätzt auch auf Dauer den inneren Schweinehund.
So ein 114er Newton oder 102er (zu kurz) FH macht dann mit dem ganzen Gerödel eventuell durchaus genau so viel Mühe wie ein 150/900er Dobson, auch wenn die Einzelmaße und Massen kleiner sind.
Die Rockerbox für den 150/900er als Dobson gibt es noch(!) nicht aber sie kommt. Das ist transportabel, wenn auch sicher an der Obergrenze, aber es ist die größte mögliche Öffnung. Geht auch mit 150/750, wenn F/5 akzeptabel ist.

Etwas ganz Anderes und auch viel Leichteres für den Transport wäre es allerdings, sich für einen 114/900er oder einen 130/650er so eine Rockerbox selbst zu bauen, Anleitungen gibt es im Netz zur Genüge, Beispiel
http://www.taunus-astronomie.de/atm_114500.html
So etwas geht sogar, als Tischrockerbox für einen kurzen FH oder Mak, da könnte sich sogar der 114/500er Parabol(!), F/4 (!??) anbieten.
Vorteil ist die gesparte Monti und das Stativ. Weniger Gerödel, weniger Gewackel denn solche Holzkisten sind erstaunlich stabil. Das gesparte Geld kann in etwas mehr Öffnung, mehr und besseres Zugbehör fließen.
Schlußendlich ist so eine Dobsonkiste keine Einbahnstraße. hat man Gefallen am Hobby gefunden und weiß was man tut, eventuell sogar Mobilität gewonnen, kann man die parallaktischen Monti mit Stativ drunter setzen, Fotoambitionen andenken und so weiter une so weiter.....!

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hallo Markus,

ich würde auch zum 130/650 Dobson greifen, scheint der beste Kompromiss. Ich hab manchmal meinen 102/500 FH Refraktor am Fahrrad, mit AZ3, aber der ist nur für geringe Vergrößerungen geeignet. Der Dobson dürfte zusammengeschoben noch deutlich kleiner sein, und mechanisch mit leichten Okularen so einigermaßen funktionieren.

Vor dem kurzen Skywatcher Newton 114/450 (Aufdruck 500, Parbolspiegel) würde ich die Finger lassen: ich hab ihn, als Sucher für einen großen Dobson. Ich war überrascht, wie schlecht meine billigen Okulare (Goldkante, aber auch Hyperion 21) bei diesem f4 Newton aussehen, im Vergleich zu einem f5 Refraktor oder f5 Newton. Mit einer guten Barlow zeigt er Einiges, aber mit den Speer Waler Okularen (13.4mm und Zoom) komme ich nicht in den Fokus und für den Start sind die halt auch zu teuer. Und die Montierung ist leider auch zu vergessen, aber er war nicht als OTA oder Dobson zu haben.

CS
Arnold
 
Hallo Arnold,

ich habe einen 112mm f/4 Newton (er hat nicht 500mm Brennweite,
auch wenn das draufsteht, und die Öffnung liegt eher bei 112mm
als bei 114mm) als OTA bei Lajos gekauft.

Dieses f/4 Teleskop ist zickig. Eine präzise Justage ist hier
die Grundvoraussetzung um gute Abildung zu bekommen.
Die andere Voraussetzung sind geeignete Okulare.
Von meiner Pentax XL/WX Serie funktionieren lediglich die kurz-
brennweitigen Okulare mit 5,2mm, 7mm und 10,5mm recht gut,
während die 14mm und vor allem das 21mm in Punkto Randschärfe
zu sehr abfallen.
An dieser Stelle wäre das 22mm LVW wesentlich geeigneter.

Es gibt aber eine relativ preiswerte Lösung:
Die Klee Barlows.

Sie kompensieren die off-axis Koma des Newtons und sie tragen
durch die "Entschärfung des Strahlenbündels" wie andere Barlows
auch dazu bei daß Okularastigmatismus der bei f/4 an fast allen Okularen
sehr störend wird nicht auftritt. Es gibt zu beiden Barlows
noch einiges zu sagen. Etwa daß die 2,2x leider werksseitig
unter Streulicht leidet weil eine äußere Linsenfläche nicht
geschwärzt wurde. Nachdem das nachträglich erledigt wurde
ist diese Barlow nun erstklassig.

Oder daß die 2,8x nur mit Okularen von etwa 15mm Brennweite
abwärts gut funktioniert, weil die Auswärtsverlagerung der
Austrittspupille bei langbrennweitigen Okularen zu groß wird.

Bezüglich abbildung und Streulichtunterdrückung ist die 2,8x Klee
aber vorbildlich.

Vorgestern habe ich mit dem kleinen Newton im Garten beobachtet
und habe die 2,8x Klle zusammen mit 18mm und 12,5m Orthos verwendet.
Die Sterne (h + chi per) waren dabei über das gesamte Gesichtsfeld
bis zur Feldblende hin punktförmig.

aber für einen Anfänger würde ich keinen f/4 Newton empfehlen,
zu groß ist meiner Ansicht nach die Warscheinlichkeit,
daß er den Newton nicht in den Griff bekommen könnte.

Ein f/5 oder besser f/6 Newton wäre da wohl geeigneter.
Der gute alte 114/900mm "Anfängernewton" ist auch Heute noch
eine gute Wahl wenn es preiswert und okularverträglich sein soll.

MfG,Karsten
 
Hallo,

Danke für die weiteren Antworten.

Ist das so richtig?: Ein 130/650 Newton zeigt mir an Planeten und Deepsky mehr als ein 114/900 und für beide wäre eine EQ3 ausreichend wenn es kein Dobson sein soll? Beide sind mit der EQ3 in etwa gleich schwer?

Danke und Grüße,
Marcus
 
Hallo Marcus,

Eine EQ3 sollte für die genannten Teleskope ausreichen.
Wenn es besonders transportabel sein soll würde ich aber auch mal überlegen eine Azimutale Montierung zu nehmen, zb. eine Vixen Porta.
Was die Leistungsfähigkeit angeht ist prinzipiell erst mal immer die größere Öffnung im Vorteil.
Allerdings spielt auch Spiegelqualität Justage Obstruktion und die Okularverträglichkeit eine Rolle so das eine pauschale Aussage zugunsten eines 130 f/5 auch nicht so einfach gemacht werden kann.

Mein Vorschlag wäre aber auch ein kleiner Dobson, wobei mir der erwähnte Skywatscher da doch etwas windig aussieht.
Da hat ORION einen sehr schönen 150 f/5 als Komplettlösung im Programm, oder der 150 f/6 von TS, der ist halt noch etwas Okularverträglicher wobei da ja momentan noch keine Komplettlösung zu haben ist.

Grüße Gerd
 
Hallo,

ich habe mir mal die Montage des Celestron 130/650 angesehen: http://www.youtube.com/watch?v=zkuV21d9ucg.

Ich bin mir nun nicht sicher, ob ich dieses Gerät mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad transportieren möchte bei 10-11 kilo Gewicht. Ebenso will ich mein Teleskop neben Koffer und Tasche mit auf Reisen nehmen. Da trage ich schon am Gepäck meiner besseren Hälfte wie ein Esel ;-)

Daher möchte ich auf meine Frage nach dem "Was sehe ich durch welches Teleskop?" zurück kommen und ganz konkret fragen: Mit wieviel Detail an Jupiter und Saturn kann ich bei einem 90/1250 oder 102/1300 Mak rechnen und wieviel Deepsky sehe ich durch ein 80/400 oder 102/500 FH?

Wie gesagt, der Transport ist ein Problem und das Teleskop soll Fahrrad-tauglich sein. Schleppen wie ein Esel würde ich nur in dem Falle, wenn so ein 130/650 Newton gegenüber den anderen genannten um Längen schlägt.

Danke und beste Grüße,
Marcus
 
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Hallo Marcus,

>>Ist das so richtig?: Ein 130/650 Newton zeigt mir an Planeten und Deepsky mehr als ein 114/900

Nein, das kann man so nicht sagen. Der 114er schafft auf jeden Fall 150-fach (6mm Okular). Bei gutem Himmel auch 180-fach (5mm Okular).
Beim 130er brauchst du für 150-fach ein 4mm Okular. Das muss erst mal fokussiert werden. Dann fragt sich: Hat nach dem Fahrrad-Transport die Justierung gelitten? Beim Mond und den Planeten ist der 114-er wegen seines Öffnungsverhältnisses im Vorteil.

Bei DeepSky.
Nimm ein 32mm Plössl beim 130er. Das gibt nominal 2.5 Grad Blickwinkel. Das ist sehr viel, ist aber auf keinen Fall randscharf. Bei gutem Himmel gibt das ein helles Bild.
25mm Plössl gibt dann 2 Grad Blickwinkel. Das ist gut. Das Bild ist immer noch hell.

Beim 114-er bekommst du beim 32mm Plössl immerhin noch 1.8 Grad. Bei *besserer* Randschärfe! Und das Bild ist immer noch ordentlich hell. Der Unterschied zum 130er ist also nicht dramatisch.

Die EQ3 wird schon passen. Aber mit Fahrrad transportieren? Ich weiss nicht.

Mit Gruss, Joachim
 
Hallo Marcus,

das Video zeigt die parallaktische Variante mit den vielen Teilen. Daran ändert sich auch bei einem FH und einem MAK nicht viel.
Ich verweisen nochmal auf meinen letzten Beitrag.

Da wäre dann beim 130/650er Newton/Dobson, der nun mal das größte Potenzial hat der Tubus mit etwa 150 mm Durchmesser und 600 mm Länge als größtes Einzelteil zu meistern oder man nimmt der Skywatcher Flextube (auch schon Mal verlinkt), der lässt sich noch zusammenschieben.
Ganz knuffig wird das mit einer Tischrockerbox + Mak und/oder mit einem kleinen Linsenteleskop. 80/90 mm Öffnung sind aber halt nicht sehr üppig, hier
http://www.deepsky-brothers.de/M13-6Ansichten.htm
noch mal ein Versuch darzustellen, was maximal mit verschiedenen Öffnungen drin ist.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

wenn ich Dich richtig verstehe, willst Du mir damit sagen durch den 130/650er Newton sehe ich Planeten und Deepsky deutlich schärfer und mit mehr Details als durch die kleinen Mak bzw. FH? Es lohnt sich also wirklich? Dann stelle ich mir allerdings die Frage, ob ich auf die Möglichkeit des Fahradtransportes ganz verzichte, mich auf Mitfahrgelegenheiten verlasse und gleich einen 150/750er nehme und noch mehr sehe.

Danke und Grüße,
Marcus
 
Nochmals hallo Marcus,

>>wieviel Deepsky sehe ich durch ein 80/400 oder 102/500 FH?

Gegenfrage: Hast du schon mal durch ein Fernglas 8x40 oder 10x50 in den Nachthimmel geschaut? Der 80/400 bringt nicht viel mehr, er verhindert aber aber das Zittern in der Hand und die tanzenden Sterne. Er zeigt also auch die schwachen Sterne.

Spiralarme der Galaxien siehst du nicht. Bestenfalls ein dunkles Band bei M81/M82. Der Orion-Nebel ist ein Sonderfall, der ist immer spektakulär. Spezialitäten sind die Sternfelder und offene Sternhaufen. Bei den Nebeln: nur die hellsten.

Der 90/1250 zeigt immerhin die zwei Bänder des Jupiter, die Monde. Die Cassini-Teilung, wenn sie überhaupt zu sehen ist. Der Mond imerhin bis 140-fach. Der 102-er Mak zeigt nicht so viel mehr, der 127er aber schon.

Aber diese Kleingeräte gehen zusammen mit den Okularen ins Geld. Und montiert müsssen sie auch werden.

Mit Gruss, Joachim


PS.: Ja, der 150/750 ist ein beliebter Reise-Newton und zeigt schon mächtig mehr.
 
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Hallo Markus,

an dem Rädchen kannst Du bis zum 20-Zöller drehen! ;)

Also mal ernsthaft:
Lichtsammelleistung und Auflösungsvermögen hängen in erster Linie an Öffnung. Qualität und alles Andere lassen wir Mal zunächst außen vor.

Bigger ist better!? ?)
Stimmt nicht ganz, denn wenn das "größere" Rohr mangels Lust, Laune und Möglichkeit in der Wohnzimmerecke verstaubt ist es das schlechteste Teleskop das Du kaufen konntest.
Wenn Du von den An- und Einblicken des kleineren Teleskops enttäuscht bist, steht das Ding nach zwei Wochen eventuell auch nur noch als Staubfänger rum.
Dabei kann Dir Keiner helfen. Diese Entscheidung ist erheblich von Selbsteinschätzung anhängig.

Es ist wahrscheinlich sehr sinnvoll, Du schaust mal vor einem Kauf bei einer Sternwarte mit aktiven Hobbybeobachtern oder bei einem Verein oder einer Beobachtergruppe vorbei.
Da wirst Du gehofen und zwar durchweg sehr gerne.
Vereinsregister:
http://www.astronomie.de/gad/
Oder schreib mal eine Kontaktanzeige (seriös versteht sich) im hiesigen Board "Kontakte und Treffen".

Berichtigung: Das Board heißt "Treffpunkt"

Gruß und CS
*entfernt*
 
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Hallo Marcus,

gerade beschleicht mich das Gefühl, dass das Thema Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrad ein wenig außer Acht gelassen wird.

Ich besitze noch einen 114/900, welcher ein Allrounder ist, da er bei niedriger Vergrößerung ein wenig Gesichtsfeld bietet (aber nur 1.8°), bei Bedarf aber auch auf 150fache Vergrößerung gehen kann. Ohne Farbfehler. Das gilt auch für einen 130/650 Newton. Beide können aber mehr, als die kurzen Achromaten, vor allem bei hoher Vergrößerung und an Planeten.
Aber der Transport auf's Feld ist eine Sache für's Auto, wie ich meine. Punkt.

Ich habe auch einen 80/400. Kein Allrounder, sondern bis 50x nutzbar und an Planeten mit Farbsaum gesegnet. Beim Jupiter kann ich die Bänder sehen, doch nicht besondern toll. Kann aber 6,4mm AP und hat dabei 4° Gesichtsfeld. Will als 19mm Weitwinkel aber was teures sehen - lieber Plössl nehmen und ab 15mm und kürzer kann es wieder die Blaukante sein. Der bekommt ein leichtes Fotostativ untergeschnallt. Teleskop und Zubehör im kleinen Tagesrucksack - das Stativ in eine kleinen Tasche. Passt auf's Fahrrad und kann im Bus mitgeführt werden.
Der achromat 102/500 kann DS etwas besser, will aber bestimmt ein Fotostativ haben, welches auch 5kg tragen kann.

Aber nur letztere Linsen würde ich auf's Fahrrad schnallen o.ä.
Das gilt auch für 100/700 Achromat oder 80/600 ED - die aber preislich langsam das Limit sprengen.

CS,
Stefan
 
Hallo Joachim und Günther,

ich tendiere dazu, die Variante zu wählen durch die ich deutlich mehr sehe. Sonst könnte ich nach den Hinweisen von Joachim einfach ein Stativ für mein 10x50 Lidl-Bresser kaufen und würde die Jupitermonde nicht mehr tanzen sehen.

Ich werde mich mit den 114/900, 130/650 und 150/750 Newtons auseinandersetzen und dort eine Kompromiss-Entscheidung hinsichtlich Gewicht/Transportabilität, Preis und den Vor- und Nachteilen von f/5 und f/6 treffen. Ich werde bestimmt noch weiter mit Fragen nerven ;-)

Danke und viele Grüße,
Marcus
 
Hallo Stefan,

auch Dir Danke für Deine Antworten. Eben der Punkt Transport ist bei mir der Knackpunkt. Aber ich tendiere nun zum Newton und denke einen 114/900 oder 130/650 bekomme ich mit einem großen Tracking-Rucksack einigermassen transportiert. Ich lasse mich aber gerne belehren!

Danke und Grüße,
Marcus
 
Ach Stefan, wie macht sich denn Dein 80/400er bei Deepsky? Joachim meint, der ist nicht viel besser als ein 10x50 Fernglas?

Grüße, Marcus
 
Hallo Marcus,

zum Fahrradtransport kann ich folgendes berichten:

Habe vor kurzem meinen kleinen Vixen Refraktor 80/400 auch mit dem Fahrrad (Mountenbike, ohne Taschen, aber mit Beleuchtung :-))zu einem Feld nahe unserer Kleinstadt transportiert.
Der Tubus + die Okulare kamen in einen Rucksack, das Alu Vermessungsstativ wurde umgehängt.
Ging die ca 2 km ganz gut, war gewichtsmäsig und von der Ballance aber auch arg am Limit. Würde ich das öfters machen, würde ich mir ein kleineres und leichteres Stativ kaufen.

Mit einem Fernglas bis zur 20x80 Klasse könnte ich mir das auch noch gut vorstellen.
Mit einem grösseren Instrument, nachts auf einem unebenen Feldweg auf dem Fahrrad, ich weiss nicht recht...

Für Planeten ist beides natürlich nicht optimal. Aber eben eine mobile Alternative zur Balkonbeobachtung.
Wenn dann später mal ein eigenes Auto vorhanden ist, kannst du dann natürlich problemlos ein Instrument wie einen 8" Dobson einladen.
Bei mir jedenfalls ist der Himmel, auch relativ nahe der Stadt auf einem Feld, um einiges besser als in der Siedlung vom Balkon aus.
Grüße, Marius
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Marius,

wie sieht denn Deepsky durch Dein 80/400er aus - besser als durch ein 10x50 Fernglas? Was erkennst Du an Details?

Danke und Grüße,
Marcus
 
Hallo Markus,

ein Trackingrucksack ist eine Alternative. Der TRansport der Montierung will aber auch bewältigt sein. Die alte Astro3 war schon ab 50x schwer zu gebrauchen, denn beim Scharfstellen zitterte es. Die EQ3 wiegt ein paar Kilogramm - meine EQ5 würde ich niemals in einen Rucksack packen.
Das ist aber alles subjektiv.

Der 80/400 ist schwächer, als der 114/900, was es die Öffnung angeht. Aber bei gutem Himmel hat der 80/400 eine 10mag GX gezeigt. Wobei es hier immer um das Erkennen geht - Strukturen sind nicht drin. Kugelsternhaufen werden erkannt - auch schwächere mit 9mag, doch Auflösen am Rand sind bei 80mm grenzwertig. Ich habe nur Okulare bis 8mm und da geht's so gerade erst los mit dem anlösen. Ein M27 (Hantelnebel) oder M76 sind auch drin. Tja und für den Orionnebel holst du dir noch einen UHC-Filter und ein wenigstens 25mm Plössl. Dann geht auch der Nordamerika, Cirrus und andere Nebel. Es handelt sich aber um 80mm Öffnung - der 100er kann's da wohl besser.

Als einziges Gerät ist es aus meiner Sicht nur empfehlenswert, wenn du weißt, dass hohe Vergrößerungen nicht dein Ding sein werden.

CS,
Stefan
 
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