Kleiner Refraktor (</= 80mm) zum Schnellgucken mit Bino

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lukeflo

Aktives Mitglied
Moin,

nach einem kurzen (erneuten) Versuch mit einem MaK bin ich abschließend zu dem Ergebnis gekommen, dass ich einen kleinen Refraktor vorziehe -- auch auf Kosten des Öffnungsverlusts. Immer dieses schlimme Hin-und-Her bei astronomischen Geräten... :D

Daher wollte ich mal unverbindlich in die Runde fragen, was ihr für kleine ED-Geräte unter bis allermaximal 80mm Öffnung (dann aber kurze Transportlänge) zum visuellen Beobachten empfehlen könnt.
Ich habe ein Maxbright I mit recht kurzbauendem Spiegel und 1,7 Baader GWK. Das sollte auf jeden Fall nutzbar sein, zumindest mit dem GWK, denn monokular beobachten ist mir auf Dauer einfach zu anstrengend.
Beobachtungsziel ist alles, was sich am Stadtrand von Köln vor die Linse kriegen lässt. Aufgrund der Lichtverschmutzung fallen dunklere Deep Sky Objekte definitiv raus. Zudem sollte das Gerät auch für Tagbeobachtungen sowie perspektivisch Sonne einigermaßen taugen.

Grundsätzlich ist mein Budget recht knapp, aber das soll erst mal für Tipps/Erfahrungen usw. nicht stören.

Merci und Gruß
Florian
 
Hi!

Ich habe den klassischen ED80/600 (von Celestron), wenn auch mit Baader SteelTrack Okularauszug (der erste, noch ohno Diamond). Da klappt das mit dem (vom Verein ausgeliehene) Großfeldbino mit T-2-Prisma, 1,7xGWK und Hyperion 36mm. Müsste also auch mit dem modernen Exemplar gehen, dem Skywatcher EVOSTAR ED80 (hier bei TS). Der originale Okularauszug hatte ein anderes 2"/1,25"-Reduzierstück benötigt – wie der Backfokus des aktuellen SkyWatcher ED80/600 ist, weiß ich nicht. Vielleicht kennt TS den Backfokus.

Wenn das MaxBright II mal lieferbar ist, bin ich dann auch binokular unterwegs, aktuell noch monokular und mit allem Zubehör in einem Koffer:
Koffer-ED80-P1260488.jpg
Sonne geht wunderbar (mit Herschelkeil und SunDancer II H-alpha, letzteren hatte ich auch schon erfolgreich binokular probiert, den Herschelkeil noch nicht).

Für mich ist das der perfekte Allrounder (in den Grenzen, die 80mm hat bei Deep-Sky setzen).

Beste Grüße,
Alex
 
Hi Alex und Niki,

danke schon mal. Den klassischen Volksapo 80/600 habe ich auch auf dem Schirm. Allerdings ist er mir fast etwas zu klobig, v.a. ohne einziehbare Taukappe wie die Evostar Variante. Zudem habe ich auch über die Fokuswegknappheit bzgl. Binonutzung usw. gelesen (ähnliches gilt für den Evostar 72).
Den Lacerta kenne ich nicht. Ist er vergleichbar mit ähnlichen 72ern von TS oder Artesky etc.? Und hat da eventuell wer Erfahrung bzgl. Bino?

Skywatcher hat ja jüngst auch die neue Evolux Serie mit einem 82er rausgebracht, der trotzdem recht kompakt wirkt. Dazu finde ich bisher allerdings leider wenig.

Grundsätzlich würde ich auf jeden Fall einen 72er einem 80/82er vorziehen.

Gruß
Florian
 
Hi!

Falls es hilft: Ich hatte wegen der Fokuslage – bevor ich den kompletten Okularauszug getauscht hatte – die Okularklemme Four-in-One M56 / M60 / M68 / 2,7" # 2458190 montiert – bessere und deutlich kürzere Klemmung als die originale von SkyWatcher. Heute ist sie an einem ED80 von unserem Verein, nachdem ich den Okularauszug getauscht hatte.

Beste Grüße,
Alex
 
APM bietet einen Tak FC76 fluorite gebraucht an. Das ist ein richtiger Oldtimer mit Wertsteigerung und bester optischer Leistung.
Hätte ich gern als Finder/Leitrohr, aber auch als Reiserohr auf einer Az. Mal sehen, was der Haushalt 2022 noch hergibt...:).
(Jedenfalls ein klassischer Apo, wenn man bedenkt, welche Chinagurken heutzutage als "Apo" bezeichnet werden...:censored:).
Weiterhin, hier im Forum wird derzeit ein 80er TMB/LOMO-Triplet mit sehr hohem Strehl angeboten...auch sehr lecker...für mich aber zu wenig Öffnung für eine Primär-Optik...
 
Zuletzt bearbeitet:
Der hat aber die harte Vergütung mit einem roten "F" auf der Linsenfassung. Ganz selten, Preis kann bei Ludes immer noch gedrückt werden...

Frohe Ostern vorerst...(ich mach jetzt noch ein paar Doppelsterne bei abnehmendem Vollmond im Weltklasse 5"-Triplet...)
 
Moin,

APM bietet einen Tak FC76 fluorite gebraucht an.

ein 80er TMB/LOMO-Triplet mit sehr hohem Strehl

Beides sicherlich Klasse Optiken, wenn auch einen kleinen Gebrauchtwagen über meinem Budget.

Da stellt sich mir allerdings die Frage, inwiefern gerade solch kleine Optiken, die nicht auf dauerhafte Höchstvergrößerung ausgelegt sind, visuell heutige "China-Apos" ausstechen?
Bezüglich des Lacertas 72 habe ich z.B. gelesen, dass die Glaskombi aus FPL-53 und NM-irgendwas fast die bestmögliche Farbkorrektur für solch ein kleines (zweilinsiges) ED Objektiv bietet. Visuell soll da kein Farbfehler sichtbar sein. Durch einen Tak oder ähnliches habe ich noch nie geschaut. Ist der Mehrpreis denn da, abgesehen von sonstiger Fertigung und dem Namensbonus sowie in o.g. Fall dem Oldtimer-Zuschuss, gerechtfertigt?

Gruß
Florian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Florian,

Ich bin vor knapp 10 Jahren von einem 5" Maksutov auf einen 80 mm F/6 Triplet Apo umgestiegen. Nutze das Gerät immer noch sehr gerne und häufig. Kann ich sehr empfehlen. Aufrüsten mit geeigneten Filtern/Herschelkeil zur Sonnenbeobachtung kann man es auch sehr gut.

VG
Hermann
 
Hallo,

danke für deinen Tipp. 80mm f/6 wäre auf jeden Fall interessanter als klassisch 80 f/7,5. Einfach aufgrund der Transportlänge.
Leider scheinen solche Geräte seltener bzw. deutlich teurer zu sein.

Gruß
Florian
 
Visuell soll da kein Farbfehler sichtbar sein.
Ich seh eigentlich keinen... bei moderaten Vergrößerungen werden die meisten in dieser Klasse völlig ok sein, denke ich. Im Zweifelsfall sollte man vor einem Kauf wie immer mal selbst durchgucken.

Durch einen Tak oder ähnliches habe ich noch nie geschaut. Ist der Mehrpreis denn da, abgesehen von sonstiger Fertigung und dem Namensbonus sowie in o.g. Fall dem Oldtimer-Zuschuss, gerechtfertigt?
Generell: Ich denke, nein. Ich mag die Marke, weil sie bemüht ist, Qualität herzustellen und darin Tradition hat, sie auch zu liefern. Da spielen aber so viele Faktoren mit, dass man das nicht kurz beantworten kann. Ob Spotdiagramme, Farblängsfehler, Vergütung, mechanische Qualität... gute Linsen können auch die Chinesen machen, der Wiederverkaufswert ist bei Tak in der Regel höher.

Einen Oldtimer würde ich heute nicht kaufen, wenn es das gleiche in "modern" gibt.

Der hat aber die harte Vergütung mit einem roten "F" auf der Linsenfassung. Ganz selten, Preis kann bei Ludes immer noch gedrückt werden...
Das sagt mir leider nichts, der DS ist in Gegensatz zum Vorgänger (FS) ein Steinheil mit der Fluorit-Linse hinter der Frontlinse. Dort ist sie geschützter und das Coating der heutigen Geräte ist hervorragend und sicher nicht schlechter, als bei einem alten Gerät. ;) Ich denke eher, es ist besser. Der Rest ist Verkaufstext.

Siehe auch: Takahashi FC-76D Review

lg
Niki
 
80mm f/6 wäre auf jeden Fall interessanter als klassisch 80 f/7,5. Einfach aufgrund der Transportlänge.
Leider scheinen solche Geräte seltener bzw. deutlich teurer zu sein.
Hi!

den f/7,5 kenne ich – als Neugerät – nur noch in der verlinkten Version, der war mal deutlich häufiger. Das letzte mal, als ich geschaut hatte, waren 80/560 die häufigsten Geräte.

Aber fixier dich bei 80mm vielleicht nicht zu sehr auf die Transportlänge - zur Not kann man die Taukappe immer noch abschrauben und einen anderen Deckel draufsetzen. Bedenke folgendes:
  • Bei f/6 ist das Optikdesign angespannter, und du brauchst bereits ein 3mm-Okular oder eine Barlow, um die Höchstvergrößerung auszureizen
  • Die Baulänge hängt auch vom Okularauszug ab. Der originale von SkyWatcher war länger als der SteelTrack, den ich jetzt dran habe (und das 1,25"-Reduzierstück noch mehr). Der hatte so eine blöde Zwischenlänge, dass mit einem 2"-Zenitspiegel nicht in den Fokus gekommen war, aber geradsichtig auch nicht.
  • Da du Sonne erwähnt hast: Falls du H-alpha planst (gut, passt nicht zur Budgetbegrenzung, ist aber vielleicht trotzdem erwähnenswert), würdest du eine 5x-Telezentrik benötigen, um das Öffnungsverhältnis von f/30 kommen. Die gibt's soweit ich weiß nicht, und wenn du das Öffnungsverhältnis soweit "hochquältst", könnte die Bildqualität ziemlich in den Keller gehen. Aber wie gesagt: Das ist nur ein Argument, wenn du H-alpha planst. (Mit f/7,5 habe mit 3x Telezentrik und f/22,5 ein brauchbares Bild; für f/30 und mehr Kontrast war ein anderer, gebrauchter 80mm Refraktor billiger als eine 4x-Telezentrik)
  • Der Schwerpunkt. Du planst einen Bino-Ansatz; je nach Okularen kommt da einiges an Gewicht zusammen. Bei meinem ES80/600 liegt der Schwerpunkt mit 2"-Zubehör oder Bino ziemlich genau am Okularauszug, wobei ich eine längere Prismenschiene montiert habe, die über die ganze Länge geht. Mit der und der schweren Celestron-Taukappe habe ich schon einiges an objektivseitigem Gegengewicht. Da wollte ich keinen kürzeren Tubus, bei dem ich dann evtl. noch Gegengewichte am Objektiv brauche. Kommt natürlich auch auf die Okulare an – Orthos oder große Weitwinkel. Für mich ist beim Transport das Gesamtgewicht interessanter als die reine Länge; ich weiß nicht, wo bei dir der limitierende Faktor ist. (Flugreisen?)
  • Die Höchstvergrößerung: Bei f/6 brauchst du ein 3mm Okular für 160x, bei f/7,5 langt ein 4mm-Okular. Ich decke das mit einem Zoom ab; je nach Marktlage kann der Augenabstand der verfügbaren Okulare ein Problem sein. (wobei ich da monokular rechne; am Bino ist es dank GWK etwas entspannter). Wobei ich gerade sehe, dass ich sogar nur den 1,25x GWK plane und mir ein Pärchen 5mm Hyperion für die Höchstvergrößerung geholt habe (in dem Fall 150x).
Wenn das alles kein Problem ist, bin ich still – ich will dir f/6 nicht ausreden ;)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

danke erst einmal für die brauchbaren Tipps.
Transportierbarkeit ist halt auf jeden Fall ein zentrales Argument, sonst nutze ich es viel zu selten bei meiner aktuell sehr knappen Freizeit. Ich hatte schon mal einen 80/560 oder 600 (so genau weis ich es nicht mehr) und der war trotz einziehbarer Taukappe etwas zu klobig. Würde gerne alles zusammen in einen nicht zu großen Alukoffer kriegen.
Meine Tendenz geht klar Richtung 72/432 bzw. 70/420. Es sollte auch noch mit dem Bino ausbalancierbar sein. Benutze als Okular Super Plössel und Goldkante, also nix wuchtiges.
Allerdings werden 80er EDs halt auf dem Gebrauchtmarkt deutlich häufiger angeboten als gute 70er. Daher beziehe ich sie in die Überlegung mit ein.
Beim richtigen Angebot würde ich 70 wie 80mm mit f/6 wie f/7 nehmen. Ich kenne die Vor- und Nachteile der beiden Öffnungsverhältnisse einigermaßen und die Unterschiede halten sich für mich in Grenzen. Ob ich jetzt maximal auf 120* oder 150* komme, macht den Kohl auch nicht fett ;)

Der Tip bezüglich Herschelkeil ist interessant, aber wie schon gemerkt, bin ich von dieser Investition noch 2 Beförderungen samt Weihnachtsgeld entfernt :D

Bis jetzt klingt halt die Lacerta Version sowie die ähnlichen TS/Artesky/Technosky usw. Klone interessant. Alle scheinen meist um die 130mm Backfokus zu haben. Das könnte mit dem Bino dann allerdings knapp werden, fürchte ich. Im Netz finde ich zu den kleinen mit Bino auch wenig. Und unser Internet ist in der neuen Wohnung immer noch nicht angeschlossen, sodass ich hier auf die ineffiziente Handy-Suche angewiesen bin...

Gruß
Florian
 
Hallo!
danke schon mal. Den klassischen Volksapo 80/600 habe ich auch auf dem Schirm. Allerdings ist er mir fast etwas zu klobig, v.a. ohne einziehbare Taukappe wie die Evostar Variante. Zudem habe ich auch über die Fokuswegknappheit bzgl. Binonutzung usw. gelesen (ähnliches gilt für den Evostar 72).
Ich habe so einen Skywatcher 80/600 ED. Der nennt sich auch schon „Evostar“, obwohl er sicher schon 10 Jahre alt ist und eine feste Taukappe hat. Er ist wirklich relativ klobig, andere Hersteller bekommen bei gleicher Baulänge und Gewicht 100mm Öffnung unter.

An meinem funktioniert er mit dem Lacerta Binoviewer ohne Glaswegkorrektor oder sonstige Adapter. Man bekommt von den Apfelblüten in 50m Entfernung bis unendlich alles scharfgestellt. Ist halt kein superhelles Bild im Binokularansatz dafür aber bis zum Rand scharf wie bei einem guten Fernglas.

Grüße
Maximilian
 
Hallo Maximilian,

danke für die Info. Das habe ich tatsächlich noch nirgendwo gelesen. Bino mit ZS ohne GWK am 80/600. Oder meinst du mit Bino direkt in den OAZ, quasi als großes Fernglas?

Gruß
 
Ich habe so einen Skywatcher 80/600 ED. Der nennt sich auch schon „Evostar“, obwohl er sicher schon 10 Jahre alt ist und eine feste Taukappe hat. Er ist wirklich relativ klobig, andere Hersteller bekommen bei gleicher Baulänge und Gewicht 100mm Öffnung unter.
Schonmal versucht einfach dran zu ziehen? Die Taukappe vom Evostar ED 80/600 ist nur aufgesteckt.
Der Backfokus ist 125mm im Originalzustand, der Baader Steeltrack ist aber deutlich kürzer, ich komme so sogar mit dem 1,25x GWK zwischen Baader T2 Prisma und Bino in den Fokus. Der Originale OAZ rutscht mit dem Gewicht des Binos übrigens schnell mal durch, den muss man schon etwas strammer einstellen als er im Auslieferungszustand ankommt.
Wenn man H alpha möchte, der ED80 harmoniert perfekt mit dem Daystar Quark.
LG, Olli
 
Hallo!
Oder meinst du mit Bino direkt in den OAZ, quasi als großes Fernglas?
Ja, so. Mit Zenitspiegel und Bino habe ich es noch nie eingesetzt, da ist mir das Bild wirklich nicht hell genug.

> Olli: Schonmal versucht einfach dran zu ziehen? Die Taukappe vom Evostar ED 80/600 ist nur aufgesteckt.

Weder mit ziegen noch mit drehen rührt sich da was, ausser das man das Objektiv vom Tubus abschraubt.

Grüße
Maximilian
 
Schau auch mal hier
oder hier:
Da wurde sie sogar schief draufgesteckt.
Da sieht man, wo die Trennung ist, vllt einfach nur an der falschen stelle gezogen?
Bei mir geht das, bei den beiden aus den Links auch, bei dem von meinem Bruder auch, sollte also auch bei dir gehen.
Die sitzt jedenfalls stramm genug, dass, wenn ich an der Taukappe drehen würde, würde ich vmtl auch die Linsenfassung vom Tubus schrauben.
LG, Olli
 
Moin,

Der Backfokus ist 125mm im Originalzustand, der Baader Steeltrack ist aber deutlich kürzer, ich komme so sogar mit dem 1,25x GWK zwischen Baader T2 Prisma und Bino in den Fokus.
Klingt grundsätzlich gut. Aber der Steeltrack hat dann ja auch nochmal seinen Preis. Ging es denn mit Standardauszug mit 1,7 GWK? Sofern du das mal probiert hast.

so. Mit Zenitspiegel und Bino habe ich es noch nie eingesetzt, da ist mir das Bild wirklich nicht hell genug.
OK, aber dann ist es ja gradsichtig inklusive verrenken und das Bild ist auf dem Kopf. Das ist mir zu unkomfortabel ;)

Gruß
Florian
 
Klingt grundsätzlich gut. Aber der Steeltrack hat dann ja auch nochmal seinen Preis. Ging es denn mit Standardauszug mit 1,7 GWK? Sofern du das mal probiert hast.
Hab ich nie probiert, habe den alten OAZ auch nicht mehr um das nachzuholen, der Steeltrack ist jeden Cent wert, das ist ein Wahnsinns Upgrade gegen den Originalen. Das Bino sollte mit dem 1,7x noch etwa 71mm Weg schlucken, das Baader Zeiss T2 nimmt 38,5mm, macht 110mm in der Summe, oder man nimmt das normale T2 Prisma, das ist mit 35mm etwas kürzer.
Mit dem T2 Schnellwechsler wirds nochmal ca 11mm länger, weiß nicht ob du den hast oder benutzen willst.
Als letzter Ausweg, wenn man den 1,7x GWK vor das Prisma setzt statt zwischen Prisma und Bino sollte das auf jeden Fall klappen, aber das erhöht natürlich den Faktor, etwa 2,3x macht das dann.
LG, Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
kenne leider nicht den genauen Weg meines Zenitspiegels (kein Prisma), da ich ihn hier gebraucht erstanden habe und kein Hersteller sichtbar ist. Ähnelt den kurzbauenden von Baader, okularseitig Ringschwalbe, teleskopseitig T2 Innengewinde mit Möglichkeit auf 1,25" Adaption. Müsste ich also wohl im Zweifel mal ausprobieren.
Ob der GWK auch vor den Spiegel passt, muss ich ebenfalls mal testen. Leider ist das T2 Gewinde keine Überwurfmutter, sondern man muss immer den ganzen Spiegel drehen; etwas ungünstig...
Gruß
 
Hallo Freunde

Mit dem 1,8-fach Glasweg-Korrektor von Siebert-Optics kann man den 2"-Zenitspiegel weiter verwenden denn der erreicht einen Ausgleich von ca. 115mm. Das heist man braucht keinen intrafokalen Stellweg mehr. Im Gegenteil, nimmt man das Bino raus und steckt des selbe Okular direkt in den Zenitspiegel so muß man monokular 3-5mm reinwärts Richtung Objektiv fokusieren. Bei einem 1,7-fach Glaswegkorrektor von Baader muß man gegenüber dem Korrektor von Siebert-Optiks volle 80mm weiter rein Richtung Objektiv.
Fokusgewinn bei:
- 1.3-fach Baader ca. 20mm
- 1,7-fach Baader ca. 35mm
- 2,6-fach Baader ca. 65mm
- 1.8-fach Siebert-Optics ca. 115mm, also voller Wegausgleich!

Das nur zur Info.
Mfg.
Peter
 
Moin,
kenne leider nicht den genauen Weg meines Zenitspiegels (kein Prisma), da ich ihn hier gebraucht erstanden habe und kein Hersteller sichtbar ist. Ähnelt den kurzbauenden von Baader, okularseitig Ringschwalbe, teleskopseitig T2 Innengewinde mit Möglichkeit auf 1,25" Adaption. Müsste ich also wohl im Zweifel mal ausprobieren.
Ob der GWK auch vor den Spiegel passt, muss ich ebenfalls mal testen. Leider ist das T2 Gewinde keine Überwurfmutter, sondern man muss immer den ganzen Spiegel drehen; etwas ungünstig...
Gruß
Ich habe einen alten TS 80mm f/6. Den kann ich visuell uneingeschränkt empfehlen. Laut Interferogramm hat er 98% Strehl. Das Teleskop hat ein Vorbesitzer allerdings optimieren lassen. Fotografisch hatte ich nur eines der neueren Modelle mal für ein paar Aufnahmen im Einsatz. Der alte hat etwas Restkoma, d.h. man kriegt den mit dem üblichen Flatteneren nicht ganz korrigiert. Ich vermute, das kommt durch die Optimierung, denn das neue Modell hatte das Problem nicht.

Der Backfokus liegt bei 135mm. Mit dem Zenitspiegel wird das sicher nichts. Mit dem T2 Zenitprisma und dem 1,7x von Baader geht es aber.

Ich selbst habe eine GWK Sonderversion von Baader. Ich glaube das ist der 1,7x mit gedrehten Linsen. Den kann ich auch vor das Prisma schrauben und komme damit auf ca. 2x. Das hebt fast den kompletten Optischen Weg wieder auf. Die Konstruktion hatte ich für meinen Dobson machen lassen. Ich weiß aber nicht, ob es sowas noch gibt.

Grüße,
Joachim
 
Hi!

Klingt nicht sehr nach Sonderversion: Den 1,7x GWK gibt es von Haus aus mit zwei Einbaurichtungen, zum Einschrauben in das Bino (Glaswegkorrektor® 1:1,70 für Baader-Binokulare mit Zeiss-Ringschwalbe (Maxbright® II und Mark V) # 2456316Z) oder zum Einschrauben in das Prisma (Glaswegkorrektor® 1:1,70 für Baader-Binokulare mit T-2 Gewindeanschluss (Maxbright® und Maxbright® II) # 2456316), man kann die Linsen auch selbst umdrehen (wenn man sie aus dem Gehäuse kriegt, sitzen wohl gerne stramm).

Ein paar Infos zur Montage vor dem Prisma hat Baader in dem PDF: https://www.baader-planetarium.com/...9/anmerkungen_zum_baader_astro_t_2_system.pdf , zum Drehen der Linsen hier: https://www.baader-planetarium.com/...glaswegkorrektoren_f_r_binokulare_ans_tze.pdf

Beste Grüße,
Alex
 
Klingt nicht sehr nach Sonderversion: Den 1,7x GWK gibt es von Haus aus mit zwei Einbaurichtungen, zum Einschrauben in das Bino (Glaswegkorrektor® 1:1,70 für Baader-Binokulare mit Zeiss-Ringschwalbe (Maxbright® II und Mark V) # 2456316Z) oder zum Einschrauben in das Prisma (Glaswegkorrektor® 1:1,70 für Baader-Binokulare mit T-2 Gewindeanschluss (Maxbright® und Maxbright® II) # 2456316), man kann die Linsen auch selbst umdrehen (wenn man sie aus dem Gehäuse kriegt, sitzen wohl gerne stramm).
Das gabs vor >20 Jahren noch nicht. Meine Version wurde mit einer 1,25" Steckhülse mit M28 Gewinde geliefert und vor zwei weitere 1,25" Verlängungen in einen 1,25"/T2 Adapter verschraubt. Meine Version verlängert die Brennweite auch nicht um 1,7x sondern um nachgemessene 2,0x. Der optische Weg wird damit um ca. 100mm reduziert, sodass ich mit der Konstruktion mit Großfeldbino und nur 2,5cm Backfokus am Dobson ohne Probleme mit allen Okularen in den Fokus gekommen bin.

Mittlerweile bietet Baader für sowas ein eigenes Modell an:
 
Moin,

Das klingt zumindest interessant. Ich muss mal schauen, welche Version ich habe. An meinem Bino ist jedenfalls eine Ringschwalbe montiert. In der Beschreibung von Baader steht allerdings, dass in beiden Varianten der optische Weg um ca. 65mm verringert wird, wenn man den GWK am Bino einsetzt. Also kein Unterschied bezüglich des Wegeausgleichs.
Daher ist mir bei dieser Angabe nicht ganz klar, woher sie kommt:

Aktuell habe ich ja noch, wie eingangs beschrieben, einen kleinen Skymax 102. Da macht der Backfokus keinen Stress, mich stört vor allem das Auskühlen und der (selbstverständlich subjektiv) gefühlt etwas geringere Kontrast. Zum Testen des GWKs kann ich ihn aber nochmal auspacken :)

Bei Gelegenheit poste ich auch mal ein Bild meines Zenitspiegels, eventuell eerkennt den ja jemand.

Gruß
Florian
 
einen kleinen Skymax 102. Da macht der Backfokus keinen Stress, mich stört vor allem das Auskühlen und der (selbstverständlich subjektiv) gefühlt etwas geringere Kontrast.
Wenn du einen guten 80mm Apo hast, wirst du dem Teil meiner Meinung keine Träne nachweinen. Ein Refraktor liefert praktisch direkt nach dem Aufbau schon ein gutes Bild.

Es ginge auch noch kompakter mit 60mm:
20210901_160720.jpg


60mm finde ich persönlich allerdings etwas zu wenig. Klar, hat auch seinen Himmel, aber der hat schnell seine Grenzen. Hier ist ein Eindruck, was man visuell so erwarten kann. Jupiter mit GRF bei 20° Höhe.
20210902_094033.jpg
 
Aus der Ära stammt unser Großfeldbino samt GWKs auch, späte 90er, und hatte schon das Infoblatt, dass man 1,25x und 1,7x umdrehen kann, jedoch nicht den 2,6x.

Wenn ich das richtig verstehe, ändert sich der Vergrößerungsfaktor auch mit dem Abstand, weil ein GWK näher an der optischen Konstruktion einer Barlow als an einer Telezentrik ist. Von daher glaube ich dir die nachgemessenen 2,0 gerne. Die 1,25"-Hülsen dürften mehr oder weniger die Baulänge vom Prisma ausgleichen, der dir am Newton ja fehlt.

Der neue Newton-GWK hat ja wohl noch einen Komakorrektor integriert. Vielleicht hast du davon den Prototyp?

=> Florian: Anhand der Linsenkrümmung kannst du die Z- und die Standard-Version unterscheiden. Wobei ich mich schwer tue, die Krümmung zu sehen… Beim Wegausgleich tun die sich praktisch nichts. Der Grund ist nur, dass im Großfeldbino und MaxBright II ein Gewinde vorhanden ist, um sie ins Bino zu schrauben, beim MaxBright I musste der GWK mangels Gewinde immer in das Prisma geschraubt werden. Damit muss auch der Linsenstapel umgedreht werden. Der GWK 2,6x muss immer ins Prisma geschraubt werden, auch an Großfeld-Bino und MB-II.

Beste Grüße,
Alex
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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