Kleiner Teleskop Praxistest Celestron Travelscope 50/360 Refraktor | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Kleiner Teleskop Praxistest Celestron Travelscope 50/360 Refraktor

Alt+F4

Mitglied
Entgegen meiner Rechercheergebnisse wollte ich mich persönlich von einem der kleinen Rucksackangebote kurzbrennweitiger Refraktoren überzeugen. Und soviel vorab, eine Warnung aussprechen an alle die mit ähnlichen Gedanken spielen.

Es wurde dann für wenige Euro ein Celestron Travelscope 50/360 (gebraucht 15€ ).

Inhalt des Rucksacks:
- Leichtes Alustativ mit üblicher Fotoschraube und Neiger mit Feststellfunktion
- Refraktor 50/360
- Sucherrohr (angeblich 2x 20)
- 20mm und 8mm Okulare
- sowie 3x Barlow und 45° Amiciprisma. Desweiteren CD und Anleitung

Alles fix zusammen gebaut fiel sofort das wacklige Stativ auf. Das Sucherrohr bekam ich leider nicht exakt ausgerichtet, so dass es sich als nutzlos erwies.

Praxistest:
Bei Nacht, in Gegenwart einer dichten Wolkendecke, erfolgte an einer rund 100m+ entfernten Balkonlichterkette.

- Mit dem 20mm Okular (18x Vergrößerung) ließ sich das Teleskop in beiden Achsen sicher bewegen. Auch der Okularauszug lief meinem empfinden nach geschmeidig genug und das Objekt ließ sich einfach Scharfstellen.

- Dann erfolgte der Wechsel auf das 8mm Okular (45x), Die Lichterkette war nicht mehr gut im Gesichtfeld und ließ sich nur schwer wieder einstellen. Bei der 45x Vergrößerung ließ sich der Neiger nicht mehr fein genug bewegen. Ebenso war es die reine Zitterpartie und auch nach eingestelltem Objekt ein Glücksspiel es zu fokussieren. Bei geringester Berührung zitterte das Bild hin und her.

- Ich habe noch ein 10mm Scopos Okular, was deutlich schwerer als die beiden beigepackten Scherben ist. Mit dem Scopos war die „Montierung“ restlos überfordert. Das Einstellen mit dem Neiger war praktisch nicht mehr möglich, da nun ein zu hohes Ungleichgewicht herrschte.

- Heute testete ich es ebenso bei Tageslicht an einem knapp 2km entfernten Hochaus. Ebenso die gleichen Probleme.

Fazit:
Nun habe ich an den eigenen Auge erfahren, wie frustrierend der Umgang mit schlechtem Equipment sein kann. Es hat absolut keinen Spaß gemacht und hinterher hatte ich leichte Kopfschmerzen und Schwindel, dank der Zitterpartie.
Einzig für Mondbeobachtung könnte es taugen, aber hierfür 70, 80€ Neupreis zahlen?
Ehrlich gesagt müsste es ein weltweites Verbot geben, solche Gerätschaften zu produzieren. Eigentliche reine Rohstoffverschwendung. Gut das es kein Lithium oder sonstige seltene Erden zur Herstellung braucht.

Ich bin im Entschluss gestärkt, mich vorab gründlichst über eine adäquate Montierung für mein zukünftiges Teleskop zu informieren und notfalls auch 2,3 Monate länger zu sparen. Die Montierung muss satt, knackig und möglichst schwingungsarm laufen.

Für mich hat sich der Kauf dennoch gelohnt, denn den Rucksack samt leichtem Alustativ werde ich als Fotorucksack zweckentfremden und das zierliche Sucherrohr als sehr leichtes„Monokular“ benutzen.

Ein weiterer Test wird bei Interesse folgen, wenn ich die Möglichkeit habe das Teleskop auf einer vernünftigen Montierung einzusetzen.

Grüße Sven
 

mettling

Mitglied
Hallo Sven,

Ich habe mir mit dem gleichen Gedanken den etwas größeren Bruder Deines Travelscopes geleistet, das 60/360.
Zunächst einmal kann ich all Deine Befunde bestätigen. Out of the box ist das Teleskop unbrauchbar.
Das "Stativ" ist so instabil, da würde ich nicht mal eine Digiknipse rauf tun. Der OAZ wackelt und der Tubus und das Auszugsrohr bestehen innen aus spiegelglattem Kunststoff. Dadurch ist das Teleskop komplett tagblind. Das Objektiv ist nicht vergütet, was zusätzlich Streulicht wirft.

ABER!
Wenn man einen Nachmittag Arbeit rein steckt, ist das Ergebnis gar nicht schlecht.
Tubus, OAZ-Rohr und Taukappe mit schwarzem Velours auskleiden. OAZ optimieren durch Einbringen von zwei Gleitbelägen in 120° Abstand. OAZ und Objektiv mit einem Laser halbwegs aufeinander einrichten. Sucher weg und Rotpunktpeiler drauf. Das Amiciprisma weg und einen vernünftigen Zenitspiegel rein. Das ganze auf ein angemessenes Stativ setzen, da reicht schon ein leichtes, gutes Fotostativ. Und als Krönung des ganzen: ein 24mm Panoptic rein stecken.
Und dann bei 15x und einer AP von 4mm die Sommermilchstraße genießen, bei einem Gesichtsfeld von rund 4,5°. Das bringt richtig Spaß.
Und der Rucksack ist gar nicht schlecht, da passen Teleskop, mein Stativ und drei Okulare samt Karkoschka rein. ;)

Für mich ein tolles, kleines Richfieldteleskop. Aber wie gekauft völlig unbrauchbar und ein sicheres Teleskop um einem Einsteiger jegliche Freude an der Astronomie zu verderben. Mir ist unbegreiflich, wie so etwas auf den Markt kommen kann. Und die Bastelarbeit, die ich da rein gesteckt habe, kann ein Einsteiger ohne große Erfahrung gar nicht leisten. Das 60/360 hat ursprünglich rund 100,-€ gekostet. Viel zu teuer! Ich habe gebraucht ein Bruchteil davon gezahlt, aber selbst das wäre ohne Modifikationen noch zu teuer gewesen.

Bis dann:
Marcus
 

Alt+F4

Mitglied
Fortsetzung des Tests bei Nachthimmel mitten in Hamburg. Der Test richtet sich an absolute Einsteiger und ist als Warnung zu verstehen.

Montiert habe ich es nun auf einem einfachen, aber deutlich robusteren Fotostativ. Bei dem Stativ handelt es sich um ein älteres Modell von Hama, welches über einen halbwegs vernünftigen Kugelkopf verfügt und ein vielfaches stabiler ist, als die mitgelieferte Montierung des Travelscopes.

Das kleine Celestron ließ sich jetzt halbwegs akkurat bewegen und das Einstellen, sowie fokussieren einzelner Sterne gelang mit beilegten 20mm Okular nun problemlos. Es gab nur minimales Nachschwingen. So war ich zunächst positiv gestimmt, vermochte es doch mein bisher schönstes Astroerlebnis zu werden.

Leider war der Himmel nicht komplett klar. Jedoch waren die Plejaden erkennbar und auch den Orionnebel konnte man schon schemenhaft mit bloßem Auge wahrnehmen.

Der Blick durch das Teleskop (20mm 18x) zeigte ihn nun, wenn auch dunkel und klein, deutlich wahrnehmbar.

Nun den Orionnebel mittig eingestellt und voller Vorfreude auf das beigelegte 8mm Okular gewechselt. Es gelang mir nicht den Nebel und umliegende Sterne zu fokussieren.

Ich wechselte auf das „schwere“ 10mm Scopos (36x). Auch hiermit gelang mir das Scharfstellen nicht 100%. Der Orionnebel war nun zwar annähernd doppelt so groß sichtbar, jedoch noch dunkler, fast schon wieder schemenhaft.

Zum Vergleich griff ich zum Abschluß zum einfachen Olympus 10x50 Fernglas. Hier stellte sich der Nebel natürlich wieder halb so groß da, jedoch deutlich knackig sichtbar.

Von weiteren Tests werde ich wohl absehen, einzig der Mond wäre noch interessant.

Mir erschließt sich nun noch weniger weshalb solche Teleskope überhaupt hergestellt werden. Gegenüber einem eher einfachen Fernglas haben Sie aus meiner Sicht absolut keinen Mehrwert. Bei der geringen Öffnung von 50mm kommen wir bei nur 36x Vergrößerung schon auf eine Austrittspupille von 1,39mm. Welche unter den Sichtbedingungen für Objekte wie den Orionnebel als nicht nutzbar erschien.

Am Galileoscope (ebenfalls 50mm Öffnung) erschien der Orionnebel mekrwürdigerweise minimal heller.

Der Test soll als kleine Entscheidungshilfe für diejenigen dienen, welche ebenfalls mit dem Gedanken spielen solch ein kleines Gerät anzuschaffen.

Fazit: ohne ,wie oben von Marcus beschrieben, massive Bastelarbeiten ist das Gerät absolut untauglich. Das Geld sollte gespart oder wenn noch nicht vorhanden in Fernglas investiert werden.
 

VisuSCor

Mitglied
Ich frag mich halt immer warum ein Anbieter wie Celestron sich mit sowas das Image versaut. Auf der einen Seite bauen die mit den CPC-Systemen ultrastabile Teleskope, die langlebig und zuverlässig sind. Und dann bieten sie so einen Mist an.

Interessant auch welche Online-Shops da mitmachen und welche nicht... ich hab grad mal so rumgeschaut. Aber schaut Euch das selbst an.

Danke für die Berichte - aber das Geld hätte ich nicht rausgeschmissen... nur um das zu beweisen was eh klar war.

CS. Oli
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hi Zusammen,

doch, ich möchte wirklich dazu ermutigen, dass wer Lust hat, im Sinne der Community auf solche Gebraucht-Angebote eingeht, um die konkreten Schwachpunkte dieser Geräte nüchtern darzustellen. Ich meine immer, dass es wenig kompetent seitens erfahrener Sternfreunde ist, die Geräte immer nur anhand des Bildes "abzuwerten". Natürlich gibt es auch noch weitere gute Wege, um an Praxiserfahrungen mit Equipment zu kommen.

Ich habe solche Aktionen schon mit etlichen Dingen, nicht allein aus dem Billigsegment gemacht. Dabei zahlt man auch mal drauf (mein 26mm LER 62° hat immer noch keinen Abnehmer, während das Angeleyes 27mm an jemanden ging, der Explizit diese Erfahrung nochmal machen wollte). Ich nehme dafür aber für mich in Anspruch, dass ich dann einfach auch um konkrete Schwachstellen von Produkten aus eigener Erfahrung weiss. Und wenn das günstig gebraucht geht, dann umso besser. Dabei kann man auch auf Produkte stoßen, die man zuvor unterschätzt hat.

Clear Skies
Sven
 

Brunobaer

Mitglied
An dieser Stelle empfehle ich den 80/400 Skywatcher Achromat. Hab ich neuwertig um 44,- inklusive Versand gekauft. Ist erstaunlich leicht und wenn man schon ein paar Plössl und ein Fotostativ hat gut zu verwenden. Ich selber nehm ihn meist mit dem 14er ES 82°
 

Alt+F4

Mitglied
Auch wenn ich die entsprechenden Seiten, sowie ein bisschen was an analoger Literatur gelesen habe, reizt es mich doch immer eigene Erfahrungen zu sammeln.
Im Stillen ging ich schon davon aus, dass es frustrierend werden würde. Der Okularauszug, sowie das mitgelieferte Amiciprisma hat dementsprechend zum Okularauszug hin nur einen Durchmesser von knapp unter einem 1". Beim Galileoscope kommen wir knapp auf die 1,25", daher auch das minimal hellere Bild, also gar nicht merkwürdig.

Z.B. früher bei der allgemeinen Fotografie ( nicht Astro ) hat mich dieses Vorgehen (eigene Erfahrung sammeln, auch im Low Budget Bereich), jedoch vor hohen unnötigen Ausgaben bewahrt, da ich dann genau wußte, für welchen Zweck ich was brauche oder brauchen werde.

Ebenso sollte der Thread, aus Sicht eines fast unbefleckten Einsteiger/Anfängers untermauern, dass vermutlich mit den meisten dieser günstigen Rucksack-Angebote ungetunt wohl nicht viel anzufangen ist.

Die knapp 15€ Investition kann ich jedoch verschmerzen und bin nun wieder einen Schritt weiter auf meiner Wegfindung.

Eine vernünftige Beratung, sowie wenn möglich auch ein Treffen mit lokalen Astronomiebegeisterten scheint defintiv sinnvoll.

Grüße und CS
Sven
 

Brunobaer

Mitglied
Ich find's toll. Gerade aus der Sicht eines Einsteigers sind solche Tests "Gold" wert.
Und dann noch mit 'richtiger Überschrift'.
Chapeau.
Cs und Gruß
Bruno
 

Gerd_Duering

Mitglied
Hallo Sven,

du bist Einsteiger und kennst dich daher natürlich noch nicht so gut aus.
Du musst auch noch dein theoretisches Wissen erweitern.
Einige Dinge die du geschrieben hast sind nicht richtig bzw. du hast da was falsch verstanden.
Es ist aber wichtig für die Interpretation der gemachten Erfahrungen auch von theoretischer Seite die Dinge richtig zu verstehen.

Im Stillen ging ich schon davon aus, dass es frustrierend werden würde. Der Okularauszug, sowie das mitgelieferte Amiciprisma hat dementsprechend zum Okularauszug hin nur einen Durchmesser von knapp unter einem 1". Beim Galileoscope kommen wir knapp auf die 1,25", daher auch das minimal hellere Bild, also gar nicht merkwürdig.
Der freie Durchlass des Amicprismas hat keinerlei Einfluss auf die Helligkeit des Bildes sondern nur auf das Feld das man erreichen kann.
Dein Vergleich des freie Durchlass des Amicprismas mit dem Galilei Teleskop bringt daher einen völlig falschen Zusammenhang.
Ich nehme an du beziehst dich beim Galilei Teleskop auf dessen Objektiv Öffnung und das ist etwas vollkommen anderes als der freie Durchlass eines Prismas.
Das Celestron Travelscope 50/360 hat 50mm Öffnung und das ist rund doppelt so viel wie das erste Teleskop von Galilei und die 50mm Öffnung sammeln 4 mal so viel Licht wie 25mm und immerhin 51 mal so viel Licht wie man mit bloßem Auge sammeln kann.

Mit 50mm Öffnung kann man also schon einiges anfangen.
Mein erstes Teleskop hatte auch 50mm Öffnung und war etliche Jahre mein Hauptinstrument das mir sehr viel Freude bereitet hatte.
Es hatte allerdings eine Öffnungszahl von F10,8 also 540mm Brennweite so das wegen der besseren Farbkorrektur auch höhere Vergrößerungen als 45fach möglich waren.
Dafür ist das mögliche Feld deutlich kleiner gewesen als es bei den 360mm Brennweite mit 1,25“ Okularen drin ist. Meines hatte den 24mm Steckanschluss aber selbst damit ware bei den 540mm Brennweite mit dem mitgelieferten 25mm Okular schon ein Feld möglich das Übersichtsbeobachtungen ermöglicht.
Das von dir angesprochene 50/360 bietet dir zusammen mit dem größeren 1,25“ Okularauszug exzellente Großfeld Möglichkeiten zu unschlagbar günstigem Preis.
Nur das mitgelieferte Zubehör ist nicht so toll und schränkt die Möglichketen die eigentlich in diesem Teleskop stecken deutlich ein.
Die sehr einfachen Huygens Okulare bringen nur kleine scheinbare Gesichtsfelder und damit auch kleine wahre Felder und sie sind für F7,2 auch nicht mehr so gut geeignet und das Amicprisma mit weniger als 1“ freiem Durchlass schränkt das Feld auch ein gegenüber den etwa 28 bis 29mm freien Durchlass die ein 1,25“ Anschluss bieten kann.
Dafür bietet es ein aufrechtes Seitenrichtiges Bild was zumindest Terrestrisch von großem Vorteil ist.
Für Astro ist aber ein Zenitspiegel die bessere Wahl und er bietet auch den maximalen freien Durchlass.
Du solltest also das Zubehör tauschen und dann sieht die Welt schon ganz anders aus.
Die Sonst oft im Zubehör zu findenden 10 und 25mm Reversed Kellner sind für den Preis sogar richtig gut und sie bieten auch ein vernünftiges scheinbares Gesichtsfeld so das man keinen Tunnelblick hat wie bei anderen einfachen Okularen.

https://www.teleskop-express.de/sho...nd-25-mm-1-25--Reversed-Kellner-Eyepiece.html

Ihr Bild ist aufgrund ihrer guten Transmission auch sehr hell.
Wenn du von einem dunklem Bild berichtest dann liegt das nicht am Teleskop sondern an der Transmission von Okularen und Amicprisma das möglicherweise nicht vergütet ist.
Das 25mm Reversed Kellner das ich dir empfehklen möchte nutzt mit seiner großen Feldblende die Möglichkeiten bezüglich wahrem Feld die ein 1,25“ Anschluss bietet auch fast voll aus
Damit und mit brauchbarem Zenitspiegel dürfte es richtig Spaß machen mit dem 50/360 zu beobachten. Bei 14,4 facher Vergrößerung und damit einer AP von rund 3,5mm hast du auch fast so ein helles Bild wie du es in einem 10x40 Fernglas also bei einer AP von 4mm hast. Nur mit deutlich höherer Vergrößerung so das du auch mehr erkennen kannst als mit dem Fernglas.
Wichtig ist es aber unbedingt die volle Dunkeladaption abzuwarten, das dauert etwa 30min. Nur dann kannst du das volle Potential das dir das Celestron Travelscope 50/360 bietet auch nutzen.
Ich denke das war auch dein Fehler der dich Eingangs geschilderte Erfahrungen hat machen lassen.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung mit mein 50mm Teleskop versichern das damit faszinierende Beobachtungen am Orionnebel möglich sind die von der Detailfüller den Anblick in einem 10x50 Fernglas übertreffen.
Aber wie gesagt, volle Dunkeladaption und auch etwas Beobachtungserfahrung ist dafür schon nötig um die feinen Details die dir so eine Optik zu zeigen im Stande ist auch wahrnehmen zu können. Ein flüchtiger Blick ohne volle Dunkeladaption kann da kein vernünftiges Testergebnis hervorbringen.

Ein Schwachpunkt des Celestron Travelscope 50/360 ist natürlich die Montierung bzw. das Simple Fotostativ auf dem es ja im Grunde sitzt mit dem billigen Neiger. Der ist sehr rucklig und man hat auch keinerlei Feinverstellung.
Das macht es sehr unkomfortabel aber mit etwas Geschick sind selbst damit faszinierende Beobachtungen möglich.
Natürlich darf man keine allzu fetten Okulare reinstecken und muss Teleskop und Fotostativ während der Beobachtung natürlich loslassen. Darf also nicht versuchen permanent nachzuführen sondern muss das Objekt durch das Gesichtsfeld laufen lassen und nur gelegentlich nachtstellen.
Falls das Teleskop nicht im Gleichgewicht ist muss dieses natürlich erst hergestellt werden.
Ein kleiner Magnet an der richtigen Stelle an den Tubus geheftet und da Teleskop ist wieder im Gleichgewicht.

Beherzigt man die von mir gegebenen Hinweise sind auch mit Celestron Travelscope 50/360 sehr wohl sehr schöne Großfeld Beobachtungen möglich.
Das nötige Geschick beim Nachführen, volle Dunkleladaption und der Wille auch etwas Beobachtungserfahrung damit zu sammeln ohne die Flinte gleich nach erstem flüchtigem Blick in ein ungeeignetes Okular mit schlechter Transmission ins Korn zu werfen sind natürlich Voraussetzung.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:

Alt+F4

Mitglied
Hi Gerd, ich danke dir für die Kritik, ich habe tatsächlich ein bisschen was durcheinander geworfen.

Ich dachte, dass zusätzlich durch den unnötig kleinen Okularauszug, sowie dem dementsprechend vom Durchmesser kleinem beigelegten Amiciprisma nicht nur das Gesichtsfeld, sondern auch die Helligkeit gemindert wird.

Vielen Dank für deine detaillierten Ausführungen.
Beim Galileoscope beträgt der Innendurchmesser des Auszugs zumindest knapp unter 1,25", daher meine Annahme mit der geminderten Helligkeit.
Dass die Helligkeit auch stark durch die Okulare und Qualität des Prismas ansich beeinflusst wird habe ich nicht bedacht.

Ich werde wohl aber erstmal kein weiteres Geld in das Celestron versenken, außer ich käme preisgünstig an Zubehör, was auch mit evtl. größeren Teleskopen Verwendung finden könnte. Allem voran eine sinnvolle Montierung, dann evtl. die empfohlenen reversed Kellner.
Die Anschaffung eines guten Zenitspiegels, auch wenn er ansich sinnvoll wäre, halte ich für das kleine Celestron, da ich dann einen mit dem kleineren Steckmaß kaufen müsste, oder einen 1,25" Spiegel adaptieren müsste, nur für bedingt sinnvoll.

Voll Dunkeladaptiert war ich zu Anfang sicherlich nicht. Ich fing mit dem Fernglas an zu beobachten und schwenkte dann auf das Teleskop um. Im Verlauf mit dem Teleskop habe ich die 30 Minuten insgesamt jedoch locker überschritten. Es erfolgte auch keine Blendung oder sonstige störende Lichtquelle die während der Beobachtung auf mich einwirkte.

Grüße Sven
 

Gerd_Duering

Mitglied
Hallo Sven,

Ich dachte, dass zusätzlich durch den unnötig kleinen Okularauszug, sowie dem dementsprechend vom Durchmesser kleinem beigelegten Amiciprisma nicht nur das Gesichtsfeld, sondern auch die Helligkeit gemindert wird.
ich will das noch mal mit einer Grafik anschaulich machen.

50_360.jpg


Betrachten wir erst einmal nur die Achse (Abbildung oben)
Wir haben hier einen Lichtkegel mit dem Verhältnis 1:7,2.
Das heißt der Durchmesser des Lichtkegels ist immer um Faktor 7,2 kleiner als die Länge des Lichtkegels.
Wir können also ganz einfach über dieses Verhältnis bei gegebener Länge auch den zugehörigen Durchmesser bestimmen.
Gehen wir vom Fokus aus wo wir nur einen Punkt haben und betrachten hier zb. mal einen Abstand von 100mm so hat der Lichtkegel hier also einen Durchmesser von 100:7,2 = 13,89mm.
So groß muss der freie Durchlass also im Abstand von 100mm mindestens sein damit das gesamte Licht welches das 50mm Objektiv sammelt auch den Fokus erreicht.

Beim Amiciprisma weiß ich es nicht genau aber ein 1,25“ Zenitspiegel benötigt etwa 75mm Weg. Es würden hier also rund 10mm freier Durchlass genügen. Da du aber etwas mehr als das Doppelte hast kannst du auch noch mehr als 10mm Feld ohne Vignettierung beobachten das ist bei 360mm Brennweite ein Winkel von 1,6° (etwas mehr als 3 mal so groß wie der Mond)
Du siehst die Situation mit 1° Felddurchmesser in der 2. Grafik.
Bei größeren Feldern als 1,6° kommt es dann am Feldrand zu einer Vignettierung (Lichtabfall) die aber in gewissen Grenzen visuell nicht störend wirkt.
Die Prismen eines Fernglases haben auch keinen größeren freien Durchlass und da konntest du dich ja schon davon überzeugen das das absolut ausreichend ist.
Du siehst also der freie Durchlass des Amiciprismas ist nicht das Problem und schneidet dir da auch kein Licht ab.

Was allerdings sein kann ist das Blenden oder das Auszugsrohr an ihrer Position zu eng bemessen sein können. Es kommt bei billigen Teleskopen schon mal vor das dann tatsächlich der Lichtkegel auch auf der Achse nicht mehr vollständig durchpasst und dann tatsächlich die Öffnung beschneidet also Licht kostet.
Um das zu überprüfen benötigst du den freien Durchlass und den Abstand vom Fokus.
Über das Öffnungsverhältnis kannst du nun so wie im Beispiel mit den 100mm Abstand vorgemacht überprüfen ob der Lichtkegel an der betreffenden Position noch vollständig durchpasst oder ob Licht angeschnitten wird.

Dass die Helligkeit auch stark durch die Okulare und Qualität des Prismas ansich beeinflusst wird habe ich nicht bedacht.
Die Transmissions oder Reflexionsverluste wenn ein Spiegel etwa der ZS im Spiel ist sind allerdings nicht der einzige Aspekt.
Hier will ich auch noch mal auf die Rolle der Austrittspupille hinweisen.
Sie errechnet sich aus Öffnung/ Vergrößerung.
Je kleiner sie ist also je höher man vergrößert umso dunkler wird das Bild.
Es verwundert also nicht wenn ein 10X50 Fernglas mit einer AP von 5mm ein helleres Bild zeigt als ein 18X50 Teleskop (20mm Okular) mit AP 2,78mm
Dafür ist dann aber die Abbildung deutlich größer und man kann Details sofern sie hell genug sind besser erkennen.
Und die Hintergrundhelligkeit wird auch gemindert so das man deutlich schwächere Sternen erkennen kann als bei größerer AP.
Welche AP optimal ist, also ob man lieber das 10X50 Fernglas oder doch lieber das 18X50 oder gar das 45X50 Teleskop wählt hängt vom jeweiligen Objekt und der Lichtverschmutzung vor Ort ab.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:

Gerd_Duering

Mitglied
Hallo,

ach ja was ich auch noch mal erwähnen möchte ist das das Celestron Travelscope 50/360 ganz allgemein für Naturbeobachtungen gedacht ist und nicht nur speziell für Astro.
Es ist mit seine kleinen Abmessungen und dem Amiciprisma auch als Spektiv nutzbar um Terrestrisch zu beobachten.
Vögel, entfernte Berge, eventuelle Türme darauf usw. sind lohnende Einsatzgebiete bei denen so ein kleines Teleskop mit den höheren Vergrößerungen deutlich mehr zeigt als ein Fernglas.
Auch diese Einsatzgebiete sollte man berücksichtigen wenn man sich ein Urteil über dieses Teleskop bildet.

Grüße Gerd
 

klawipo

Mitglied
Hallo Sven,

ich habe vor Urzeiten auch mit 50mm angefangen. Unter damals noch brauchbarem Münsteraner Vorstadthimmel gingen damit:

- Phasen von Venus und sogar Merkur
- Hauptbänder und natürlich galileische Monde Jupiters ohne große Details
- Saturn mit Ring
- Ringnebel zenitnah schon erstaunlich detailliert
- Etliche Sternhaufen, in Erinnerung ist mir ein schöner M41 geblieben.

Mit dem f/10 Gerät konnte ich allerdings problemlos auf 100x gehen, einen Farbfehler konnte ich nur erahnen. Jedenfalls ist auch so ein kleines Gerät gar nicht mal so schnell leergeguckt. Selbst Galaxien kann man probieren, zB sind mir M81/M82 schonmal im 8x50 Sucher als schönes Paar aufgefallen.

Das Amici ist wahrscheinlich nix, das würde ich für den Nachthimmel durch ein Zenitprisma mit vollen ca. 28mm Durchlass ersetzen. Wobei ich deine Auslassungen dazu nicht ganz verstanden habe. Das Gerät hat doch 1,25 Zoll Anschluss, oder nicht? Jedenfalls steht das in der Produktbeschreibung eines Astrohändlers.

VG Klaus
 

Alt+F4

Mitglied
Wobei ich deine Auslassungen dazu nicht ganz verstanden habe. Das Gerät hat doch 1,25 Zoll Anschluss, oder nicht? Jedenfalls steht das in der Produktbeschreibung eines Astrohändlers.
Der 1,25 Zoll Anschluss besteht Okularseitig an dem mitgelieferten Amiciprisma.

Anbei ein direktes Bild des Okularauszugs freihändig. Metermaß sicherlich nicht 100% ausgerichtet, aber es ist deutlich, dass der Auszug unter 1,25 Zoll Durchmesser hat.
Grüße Sven
 

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Sven_Wienstein

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Hallo Gerd,

das ein 1,25" Amici mit 45° mit 92mm optischen Weg angegeben ist, könntest Du eigentlich mal nachgooglen, bei dem ganzen Aufwand, den Du betreibst, um ein wenig erfolgversprechendes Konzept mit Blutkonserven vollzupumpen. Ich finde Svens Entscheidung richtig, speziell in dieses Gerät kein Geld mehr zu stecken. Manchmal (seltenst) erleben solche Geräte ein Revival mit Zubehör, was man später für auch qualitativ bessere Teleskope beschafft hat.

Klar sollte sein: Das Amici allein mit 24mm Durchlass und 12,5mm Strahlaufweitung lässt nur 11,5mm Durchmesser für unvignettiertes Feld. Das beschneidet die Widefield-Fähigkeiten durchaus, auch wenn ein visueller Beobachter den subtilen Lichtverlust zum Rand hin selten richtig wahrnimmt und erst beim Verlust von mehr als 60% der Öffnung dann wirklich spürt, wo das Bild "zu Ende ist, bevor der Rand des Okulars kommt". Daher und wegen des Lichtverlust speziell im billigen Amici ist Widefield mit diesem Prisma wohl kaum eine wirklich gute Idee.
Du schreibst ja nun selbst von 1,6° und solltest Dich fragen, wo da der Widefield-Enthusiasmus aus Deinem Threadeinstieg "Das Teleskop ist gut, nur Du hast alles falsch gemacht" geblieben ist.
Das Gerät mag soweit funktionieren, dass 4° Feld gut betrachtet werden können, aber mit öffnungsbedingt extrem flauen Sternen. Die Allround-Fähigkeiten halten sich dann auch sehr in Grenzen. Das ist alles durchaus kein Ding angesichts des Preises und des noch günstigeren Gebrauchtkaufs. Bitte auch mal mit dem Preis eines erheblich leistungsfähigeren 80/400 vergleichen - wobei ich gleich darauf hinweisen möchte, dass ein f/5 Achromat ein Spezialteleskop für Widefield ist und kein Einsteiger-Allrounder!

Ein weiterer Knackpunkt an dem Gerät ist: Warum sollte man damit einäugig Widefield machen, wenn man das mit einem 50mm Feldstecher zweiäugig viel schöner tun kann? Und 50mm Öffnung sind eigentlich viel zu wenig, um hier von einem sinnvollen Einsteiger-Teleskop zu sprechen. Das tut Celestron ja selber nicht, siehe Benamung.

Ich würde diesen Teppich nicht kaufen, bitte. Als ultrakompaktes Setup für unterwegs würde ich einen 90mm Mak kombiniert mit einem vermutlich ohnehin mitgenommenen Feldstecher sehen. Da steckt wesentlich mehr optische Performance drin.

Abschließend wiederhole ich nochmal: Wenn ein Gerät ersteinmal da ist, sollte man immer erforschen, was sich damit anfangen lässt, und es wird sicher auch Spaß machen, in das Gerät mal feine Okulare zu stöpseln, die man vielleicht für eine spätere Optik mal beschafft hat.

@Klaus: Normalerweise reicht ein günstiger Zenitspiegel und wenn man etwas schaut, bekommt man einen 99% Zenitspiegel in 1,25" gebraucht für das Geld eines Billig-Prismas neu. Zumindest würde ich in dieser Kategorie nicht auf einem Prisma bestehen. Der Spiegel ist dann ja auch leichter.

Clear Skies
Sven
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Sven,

au backe! Ich habe die 1,25" auch bei Händlern gefunden. Aber das ist 24,5mm (auch genannt 1", wenn es auch nicht stimmt). Das macht es schwer, halbwegs brauchbare Okulare zu finden, schränkt Widefield weiter ein... so lassen wie es ist. Da kann man nix machen. Naja, wenn der Backfokus für ein Amici reicht: Es gibt Adapter, die auf den 24,5mm Anschluss einen 1,25" Becher mit Klemmschraube setzen. Davon wird das Feld nicht größer, aber es passen normale Okulare. Nur muss man eben den OAZ ein gutes Stück weiter nach innen kurbeln.

Lässt sich feststellen, wie aktuell das Ding ist? Kaufdatum vor 10 Jahren oder neuer?

Clear Skies
Sven
 

klawipo

Mitglied
Hallo Sven,

ich habe doch gar nicht auf ein Prisma bestanden. Das Celestron Star Diagonal ist übrigens ein Prisma das neu unter 40 EUR kostet und das ich für 20 EUR gebraucht bekommen habe. Noch günstigere Exemplare haben dann gerne auch keinen vollen Durchlass und/oder bestehen nur aus Plastik. Einerlei, passt ja eh nicht.

VG
Klaus
 

Gerd_Duering

Mitglied
Hallo Sven W,

ich denke es kann da Jeder selber googeln, ich muss nicht immer die ganze Arbeit machen.
Wäre ein 1,25“ OAZ verbaut so wie ich angenommen hatte wäre das Konzept durchaus Erfolgversprechend und muss da auch nicht mit Blutkonserven am Leben gehalten werden.
Der Freie Durchlass des Amiciprismas erlaubt entgegen deiner Behauptung sehr wohl Weinfeld.
Die 1,6° die ich angegeben hatte beziehen sich auf das zu 100% ausgeleuchtete Feld und wie du ja selber schreibst kann man visuell mit etwa 60% Ausleuchtung am Feldrand sehr gut leben und das bleibt noch unauffällig.
Wären die 60% Ausleuchtung am Feldrand ein Problem dann wäre jeder visuell ausgelegte Newton mit den hier üblichen 10mm zu 100% Ausgeleuchtetem Feld bei den dort anzutreffenden wesentlich größeren Brennweiten nur für extrem bescheidenen Felder zu gebrauchen.

Es sind mit diesem Amiciprisma an dem kleinen Refraktor stolze 4° ausreichend ausgeleuchtetes Feld was das kleine Amiciprisma bei 360mm Brennweite liefern kann auch wenn wir 92mm Fokusabstand annehmen.
Das ist sehr wohl Weitfeld und ist sogar mehr wie bei mach anderem Teleskop das als Weitfeld deklariert wird.
So kommt zb. ein 150 F5 Weitfeld Newton mit 2“ OAZ lediglich auf maximal 3,5°

Natürlich ist es schade das nun doch kein 1,25“ OAZ verbaut ist und es gibt Alternativen die kaum teurer sind.
Das Celestron TravelScope 70/400 zb.
https://www.amazon.de/dp/B0027I1H4G/ref=twister_B07VJRW4KY?_encoding=UTF8&psc=1

Hier ist in jedem Fall ein 1,25“ OAZ verbaut und das Auszugsrohr dürfte so wie es ja auch sinnvoll ist noch etwas größer sein.
Wenn man aber das 50mm schon mal hat dann kann man sich auch damit mal befassen und es wäre mit 1,25“ OAZ auch sinnvoll gewesen dafür neues Zubehör zu beschaffen so wie von mir vorgeschlagen.
Klar mit 24mm OAZ sieht das nun anders aus da es kein 24mm Zubehör mehr gibt und es auch in Hinblick auf spätere Verwendung an anderen Teleskopen mit 1,25 oder 2“ Anschluss nicht sinnvoll ist in 24mm Zubehör zu investieren.

Ein weiterer Knackpunkt an dem Gerät ist: Warum sollte man damit einäugig Widefield machen, wenn man das mit einem 50mm Feldstecher zweiäugig viel schöner tun kann?
Ganz einfach weil man auch mal etwas mehr Vergrößerung haben möchte.
Den Ringnebel wirst du zb. im 50mm Fernglas gar nicht als solchen erkennen sondern nur als Punkt. Nur bei entsprechender Vergrößerung kann ihn dir auch eine 50mm Optik als flächiges Objekt zeigen.
Was meinst du warum es zb. von Zeiss Ansätze für Ferngläser gibt mit denen man die Vergrößerung steigern kann.

https://shop.zeiss.de/product/4047006201204

Sowas brächte man ja nicht wenn es doch wie du behauptest so viel schöner ist das Fernglas so zu verwenden.
Auch für Astro macht es Sinn da mit zunehmender Vergrößerung die Hintergrundhelligkeit abnimmt und man dadurch deutlich Lichtschwächere Sterne die sonst im Hintergrund absaufen noch sehen kann.
Ein kleiner 50mm Refraktor mit höherer Vergrößerung als das Fernglas zeigt daher auch ganz klar Lichtschwächere Sterne als das 50mm Fernglas!

Das Gerät mag soweit funktionieren, dass 4° Feld gut betrachtet werden können, aber mit öffnungsbedingt extrem flauen Sternen.
Wie bitte, Öffnungsbedingt flaue Sterne?
Sag mal was hast dich denn geritten.
Eine kleine Öffnung bedingt keine flauen Sterne, die sind mit 50mm Öffnung genauso knackig wie mit 500mm Öffnung
Natürlich gibt es einen Unterschied in der Grenzgröße aber das sollte man nicht mit flauen Sternen verwechseln.

Grüße Gerd
 

winnie

Mitglied
Moin Leute!

AFAIK gibt es bei einem großen süddt. Händler auch einen sogen. "Hybrid"-Spiegel, d.h. Zenitspiegel fernrohrseitig 0,965", okularseitig 1,25".
Aber auch ich frage, wie man sich heute noch mit so einem kleinen Gerätchen (im Grunde ein halbwegs brauchbarer Sucher) und einem alten Steckmaß abquälen muß. Ja, auch ich habe 20 Jahre mit einem 50-mm-Teleskop (50/600 mm) und besch...eidenen Okularen herumgemacht. Einziger Vorteil: so lernt man Geduld und das Beobachten. Mein größter Erfolg war die Sichtung der Gr. Syrte auf Mars. An Dutzenden Doppelsternen habe ich mich damals auch abgearbeitet. Objektiv gesehen war das eher ein Krampf, subjektiv gesehen möchte ich diese Zeit aber auch nicht missen.

Also: mit dem 50-mm-Röhrchen braucht sich niemand mehr abzuquälen. Ich habe mir aus der Bucht einen 70/400er INTEY-Kleinrefraktor für einen Zwanziger geschossen: komplett mit 1,25"-OAZ und Fotostativbefestigung. Dazu wurde ein brauchbarer Zenitspiegel (35 EUR) angeschafft, und schon konnte es losgehen.
Na, nicht ganz: Die Blenden in Tubus und Auszugsrohr flogen raus, und ich habe letzteres auch auf das absolute Mindestmaß gekürzt, um Obstunktion zu vermeiden. Dann ales schön mit Berger-Farbe ausgepinselt und gut is'...

Das ist jetzt ein richtig schön kleines, handliches und leichtes Richfield-Teleskop mit einem doch gutem Bild.
 

Ehemaliger Benutzer (6068)

Hallo Sven,

Deine Enttäuschung ist nachvollziehbar und Winnie bringt es auf den Punkt

.....Also: mit dem 50-mm-Röhrchen braucht sich niemand mehr abzuquälen.......
auch wenn man sich, wie zuver geschrieben, daran "abarbeiten" kann.

Ich bin immer noch im Besitz eines alten SW 70/350er Achromaten mit 1 1/4 Zoll Steck der auch mit passenden, leichten Okularen (Plössl/Orthos)versorgt ist, aber selbst damit komme ich vom erreichbaren Feld und von der Minimalvergrößerung bei passender APher, mit 12-15 fach nicht genügend weit von einem simplen 10x50 Fernglas weg. Dabei muss noch bedacht werden, dass die gefühlte Vergrößerung bei Beidäugiem Sehen um Faktor 1,3 bis 1,4 höher liegt als einäugig und schon ist erklärt dass ich, wie viele andere praktische Beobacher auch, hier eindeutig und zweifelsfrei das 50 mmFernglas dem 70 mm Teleskop vorziehe.
Höhere Vergrößerungen wären da spannender nur hat eben so ein f/5 Achromat auch bei dieser Öffnung schon griundsätzlich seine Einschränkungen durch Farbfehler, also wäre bei 70 mm Öffnung in Richtung 700 mm Brennweite und mehr, also Richtung f/10 zu denken, und/oder eben in Richtung ED oder APO und das alles geht ins Geld. Das geht eben doch schon bei geringen Vergrößerungen los und wer es nicht glauben will, der darf auch Versuche dazu selbst machen oder hier im Forum eindeutige Aussagen aus der Praxis finden, z.B. hier


Ergebnis in Post #10 des verlinkten Threads:
Ich habe gestern den direkten Vergleich zwischen meinem 80/400 Achromaten und dem TS 80/480 Triplet APO eines Astrofreundes gemacht. Nun kann ich meine Frage selbst beantworten: JA!!

Testobjekt Sigma Orionis:
In meinem Achromaten sah ich einen gelblichen Hauptstern und zwei Begleiter mit nur schwer erkennbarer Farbe, beide wirkten bräunlich.
Im APO sah ich einen weißen Hauptstern. Ein Begleiter wirkte eher bläulich, der andere eher rötlich. Außerdem sah ich ganz schwach einen dritten Begleiter!
Der Unterschied ist bemerkenswert.........


Die Grenzen solcher kleinen Achromate liegen nun mal, selbst bei zeitgemäßer Ausstattung und entsprechenden Zubehörmöglichkeiten physikalisch fest und sind zu akzeptieren. Wenn dann noch unnötige aber im Preissegment keineswegs ungewöhnliche weitere Schwierigkeiten (wie flaue Sterne und kaum noch erhältliche Steckmaße für Zubehör) hinzu kommen.........!

Gruß
*entfernt*
 
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Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Günther,

es ist ja die Qualität der Öffnung zum einen, aber eben auch die Öffnung an sich. Der Farbeindruck der Plejaden genauso wie auch die Helligkeit der Sterne. Durch die abnehmende Beugungsunschärfe mit zunehmender Öffnung nimmt ja die Flächenhelligkeit des Beugungsscheibchens zu, was ja überhaupt der Grund dafür ist, dass man mit größerer Öffnung auch mehr Größenklassen Sterne ausmachen kann. Also das, was oben für naive Leser in Abrede gestellt wird, ähnlich eines Wahrsager-Spruchs, der sich auch immer wieder abstreiten lässt, falls doch jemand den Nagel der Physik in die Sache einschlägt. Und so sind die Plejaden mit 50mm Öffnung vergleichsweise Flau, wenn man mal 110mm Öffnung daneben stehen hatte. Das kann ja auch jeder nachvollziehen, der im Besitz eines 50mm Suchers ist...

Clear Skies
Sven
 

Ehemaliger Benutzer (6068)

Hallo Sven,

da hast Du natürlich recht, man muss natürlich logischer Weise auch die Öffnungsgröße an sich neben der grundsätzlichen Qualität gleichranging einbeziehen.
Ich sah allerdings angesichts der Aussage, dass ein 10x50 Fernglas ein knackigeres Bild lieferte, hier erst mal die mangelnde Qualität des Fernrohrs vordergründig für die "flauen Sterne" verantwortlich, denn es geht auch mit gleicher Öffnung besser. So auch mehrere Aussagen des verlinkten Threads.
Ich habe ja, aus genau diesem Grund, nicht einen der gängigen Beilagen als 8x50 Sucher (die i.d.R. nichts anderes als billigst gefertigte Achromate sind) für meine drei größeren Newton/Dobsons mit dem Rigel-Quickfinder kombiniert, sondern den deutlich teureren Stellarvue 9x50.
Mit f/4 zwar immer noch ein (zu) schneller Achromat, aber eben doch einer mit "vernünftiger", sauberer Sternabbildung, also eben gute Qualität im Rahmen von Öffnung und Bauart.
Nur mit guter Sternabbildung des Suchers in Kombination mit Karten passender Grenzgröße für mich Starhopping zu Objekten am Limit und im Grenzbereich komfortabel und zügig machbar und von Erfolg gekrönt. Es ist auch möglich, den mal nicht nur mit dem Fadenkreuzokular, sondern auch mit einem Ortho bei etwas höherer Vergrößerung zu kombinieren.

Unabhängig davon ist bereits mit dem 70/350er Skywatcher eine feinere Sternabblildung gegenüber dem 50mm Röhrchen erreichbar, aber auch die Grenzgröße steigt, die Länge und das Gewicht, Eigenschaften die bei einem Sucher nicht immer wünschenswert sind.

Als Fernrohr angesehen sind sie beide da wo sie ihre Stärke haben, also bei niedriger Vergrößerung und großem Feld, einem brauchbaren 10x50 Fernglas unterlegen.
Faktor 1,4 bei der Vergrößerung und 2x 50 mm Lichtsammelleistung wirken sich einfach deutlich positiv für den feldstecher aus.

Gruß
*entfernt*
 

Gerd_Duering

Mitglied
Hallo Sven,

was ja überhaupt der Grund dafür ist, dass man mit größerer Öffnung auch mehr Größenklassen Sterne ausmachen kann. Also das, was oben für naive Leser in Abrede gestellt wird, ähnlich eines Wahrsager-Spruchs, der sich auch immer wieder abstreiten lässt, falls doch jemand den Nagel der Physik in die Sache einschlägt
wenn ich dich da korrigieren darf. Ein Zugewinn an Grenzgröße mit der Öffnung wurde von mir nie in Abrede gestellt sondern ausdrücklich erwähnt.

Natürlich gibt es einen Unterschied in der Grenzgröße aber das sollte man nicht mit flauen Sternen verwechseln.
Also das ist schon ein Ding nach dieser glasklaren Aussage von mir einfach zu behauten ich hätte das Gegenteil gesagt.
Du hingegen hattest überhaupt nicht von der Grenzgröße gesprochen sondern von flauen Sternen.

Das Gerät mag soweit funktionieren, dass 4° Feld gut betrachtet werden können, aber mit öffnungsbedingt extrem flauen Sternen.
Und das hatte ich in Abrede gestellt weil es schlicht falsch ist.
Ein flaues Bild bekommt, man wenn man es mit der Vergrößerung übertreibt so das hier die Beugungsunschärfe sichtbar wird oder wenn mangele Qualität der Optik bereits bei größerer AP zu schlechter Bildgüte führt.
Beides hat aber mit der Öffnung absolut nichts zu tun sondern ausschließlich mit der AP die man verwendet und der Qualität der Optik!!!

Gott sei Dank kann sich jeder selber davon überzeugen das eine kleine Öffnung kein flaues Bild bedingt. Einfach mal mit dem bloßen Auge in die Sterne schauen dann sieht man den Beweis.
Nach deiner Theorie müsste es ja Physikalisch bedingt bei den mickrigen 7mm Unserer Pupille extrem flau werden.
Das ist aber nicht der Fall wie Jeder der selber schon mal mit bloßem Auge in den Sternenhimmel geschaut hat aus eigener Anschauung weiß.
Wenn es nach deiner Theorie schon mit 50mm extrem flaue wird wie extrem flau muss es dann nach deiner Theorien erst bei den 7mm unserer Pupille werden.
Nach deiner Theorie müsste ein Blick mit bloßem Auge in den Sternenhimmel absolut nicht lohnenswert sein wenn es schon mit 50mm die immerhin 7 mal größer als unserer Pupille sind und stattliche 51 mal sie viel Licht sammeln wie das bloße Auge extrem fläu wäre.
Und selbst Ferngläser mit 50mm Öffnung müssten natürlich auch völlig unbrauchbar sein wenn es nach deiner Aussage tatsächlich Öffnungsbedingt bei 50mm Öffnung extrem flau wäre.

Grüße Gerd
 
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Sven_Wienstein

Mitglied
Lieber Gerd,

es soll Dir diese eine Antwort werden: Verglichen mit der scheinbaren Helligkeit, die Merope freiäugig auf Deiner Netzhaut erzeugt, solange punktförmig wahrgenommen, ist diese erheblich geringer, als die scheinbare Helligkeit, die Merope mit z.B. dem 51-fachen Lichtsammelvermögen bei 50mm Öffnung auf Deiner Netzhaut erzeugt, solange punktförmig. Sollte das bei Deiner Netzhaut nicht so sein, so tut mir das in Grenzen Leid.

@Günther: Schau mal, da ist wieder diese Technik mit den Wahrsager-Sprüchen. Erstmal etwas suggerieren, was man dann im Zweifelsfalle mal schnell in Abrede stellen kann, falls man drauf festgenagelt wird. Natürlich geht das in beide Richtungen, also man kann sich ja beim Gegenüber auch auslegbare Aussagen zu Nutze machen. Anstelle des subjektiven, aber für Jedermann nachvollziehbaren Begriffs "flau" hätte ich meinen Beitrag in einer Sprache verfassen müssen, die dem Leser nicht gerecht wird. Lichtsammelvermögen, Grenzgröße,... wenn ich nun geschrieben hätte, die Plejaden seien mit größerer Öffnung "heller", ach ich mag mir den Unsinn gar nicht vorstellen, den eine derart praxisbezogene, aber nachvorstellbare Ausdrucksweise mit sich gebracht hätte. Ich denke wir sollten in Zukunft nur noch in Flux und erg zu Einsteigern sprechen, das macht Sinn. Sowas wie "hell" oder "flau", wie unprofessionell!

Clear Skies
Sven
 

Gerd_Duering

Mitglied
Lieber Sven,

ich kann mir nicht vorstellen das du nicht weißt was flau bedeutet.
Insofern ist es doch sehr verwunderlich das du diesen Begriff der sich auf eine minderwertige Bildgüte bezieht auf die Helligkeit anwendest mit der ein Stern dargestellt wird.
Ja auch auf meiner Netzhaut erscheint ein Stern mit zunehmender Öffnung heller. Diese Binsenweisheit sollte auch dem Einsteiger bekannt sein. Allerdings sollte selbst dem Einsteiger auch bekannt sein das man unter einer flauen Abbildung eine minderwertige Bildgüte versteht.
Das Beides zwei völlig unterschiedliche Dinge sind vielleicht nicht.
Und das versucht du auszunutzen in dem du den Begriff flau falsch verwendest.
Mit dem Zusatz flaue Sterne versuchst du dir ein Hintertürchen offen zu halten falls dich doch jemand auf die korrekte Bedeutung des Begriffs flau festnagelt.
Ich denke das Ganze dient ganz bewusst nur dem Zweck zu suggerieren das eine kleine Öffnungen eine minderwertige Bildgüte hätte.
Das ist aber schlicht und ergreifend falsch wie jeder schon mit bloßem Auge also maximal 7mm Pupille sehen kann.


@Günther: Schau mal, da ist wieder diese Technik mit den Wahrsager-Sprüchen. Erstmal etwas suggerieren, was man dann im Zweifelsfalle mal schnell in Abrede stellen kann, falls man drauf festgenagelt wird. Natürlich geht das in beide Richtungen, also man kann sich ja beim Gegenüber auch auslegbare Aussagen zu Nutze machen.
Sehr nett von dir das du uns hier noch mal deine Vorgehensweise darlegst.

Anstelle des subjektiven, aber für Jedermann nachvollziehbaren Begriffs "flau" hätte ich meinen Beitrag in einer Sprache verfassen müssen, die dem Leser nicht gerecht wird.
Ja da hast du recht, es wäre in der Tat sinnvoll gewesen den Begriff flau den Jedermann mit einer schlechten Bildgüte assoziiert durch dem zu der Aussage passsenden und für jedermann richtig zu verstehenden Begriff Helligkeit zu ersetzen.

wenn ich nun geschrieben hätte, die Plejaden seien mit größerer Öffnung "heller", ach ich mag mir den Unsinn gar nicht vorstellen, den eine derart praxisbezogene, aber nachvorstellbare Ausdrucksweise mit sich gebracht hätte.
Ja wenn du noch das kleine Wörtchen erscheinen vor das heller gesetzt hättest wäre es in der Tat eine vernünftige und für Jedermann verständliche Aussage gewesen. Keinesfalls unsinnig wie du uns hier suggerieren möchtest. Also mal zusammengefasst.
Die Plejaden erscheinen in einem Teleskop mit größerer Öffnung heller wären korrekt.
Die Plejaden erscheinen in kleiner Öffnung extrem flau (minderwertige Bildgüte) ist hingegen vollkommen falsch.

Grüße Gerd
 
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Ehemaliger Benutzer (6068)

Hallo Sven,

der Threadstarter hat einen Bericht über ein in allen Belangen grottenschlechtes Spielzeugteleskop verfasst, um Erwartungen an solche Teile aus seiner praktischen Erfahrung heraus geradezurücken.
Dass er sich dabei bei manchen zurückhaltend geäußerten Schlussvolgerungen auf die Ursachen als nicht ganz theoretisch sattelfest erwies war mir (aber nicht jedem egal) da das ganze Theoriegebäude zu erörtern offensichtlich auch gar nicht sein Ansinnen war.

Es kam aber, was kommen musste.
"Du hast da was nicht verstanden, Du kennst Dich nicht aus, Du musst Dein theoretisches Wissen erweitern, was du schreibst ist nicht richtig...............ich erkläre...es ist wichtig.......ich habe.....ich hatte f/11........und dann schreibst du noch was von "flau".
Man kann wissen was Du meinst, aber man kann dieses Wissen auch verweigern.

Nun wird nicht mehr über das tsatsächlich vorliegende, in allen Teilen mangelhafte Ding gesprochen, sondern es geht um die Vorführung von allen Beteiligten und für alle Beteiligte, dass 50 mm Öffnung im Bestzustand des vorliegenden optischen Konzepts was können.
Das wurde zwar von niemandem bestritten, muss aber jetzt zelebriert werden, zumal man damit anderen Leuten nebenbei, aber bewusst fehlinterpretierend unterjubeln kann, dass sie nichts können.

Das neue Jahr beginnt wie jedes vergangene Jahr verlief.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Günther,

ja, zusammengefasst ist das genau so. Einsteigerbücher haben schon vor Jahren festgestellt (habe zwei Werke aus 1987), dass Einsteiger-Teleskope wenigstens 60mm (Telementor-Anhänger) oder 75mm (anderer Autor) an Öffnung haben sollten.
Diese bereits an den Eckdaten ansetzende Kritik wird eigentlich plattgeredet, und bestimmt kommt gleich noch ein Beitrag, dass die schlechten Eckdaten ja nie in Abrede... Naturbeobachtung... usw... Wahrsager.

Clear Skies
Sven
 

Ehemaliger Benutzer (6068)

Nunja Sven,

ich hätte besser nochmal Korrektur gelesen, denn meiner Schlußvolgerung im letzen Post könnte man jegliche (Folge)Richtigkeit absprechen.
Meine persönliche Schlussfolgerung aus den in solchen Büchern gemachten Angaben in Verbindung meinen praktischen Beobachtungen ist, dass die allerbeste und einzig sinnvolle, freudvolle Form der visuellen Beobachtung mit 50 mm Öffnung sich mit der Öffnung doppelt bei 7 bis 10facher Vergrößerung ergibt, also mit dem klassischen Fernglas.
Für Fernrohre darf es, aus bereits genannten Gründen, für mich ein wenig mehr Öffnung sein.

Für beides (Fernglas wie Fernrohr) in der dem Thread zugrunde liegenden Qualität gilt bei mir, dass ich diese Ressourcenverschwendung für Schrott kritisiere.

Gruß
*entfernt*
 
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