Hallo zusammen und vor allem Martin, altes Haus

, schön von Dir zu lesen! Warum guckste bei solchen Bedingungen - ab nach Medewitz-City, is doch Wochenende!
So nun auch meinen Senf zur Beobachtung von eben. Ich habe bewußt keinen blick auf die Sternkarte und genaue Position des Kometen genommen, sondern gleich mit bloßem Auge in den Himmel unterhalb des Doppelhaufens geguckt. Zur Orientierung nahm ich mir einen hellen Stern im Perseus, dummerweise ist mir eine Karte abhanden gekommen, wo jetzt die genaue Sternbezeichnung draufsteht. Seis drum, jedenfalls habe ich oberhalb dieses Sterns nach ein paar Wischiwaschi-Fleckchen an der Wahrnehmungsgrenze geschaut. Diese habe ich mir in Ihrer Position eingeprägt und anschließend mit dem 10x50 FG überprüft. Was soll ich sagen, genau die Stelle, die ich zuerst überprüfen wollte - recht markant zwischen zwei 5mag Sternchen entpuppte sich der Fleck als Komet. BINGO!!!
Aber ich muss Uwe Recht geben, so ganz einfach ist das nicht aufgrund der Sternenfülle in der Umgebung. So stand leicht oberhalb des Kometen ein schwaches Sternenpaar, welches ggf. zusammen mit dem Kometen einen großen Fleck gebildet hat.
Die Sichtung mit dem bloßen Auge war gegen 22 Uhr, wo Hartley und dieses Sternpärchen noch etwas näher beieinander waren.
Ich habe die Sichtung ein paar Stunden später nochmals versucht, aber da gelang es mir nur noch am Rande der Einbildung mit der Freisichtigkeit. Insofern müssen Bedenken bezüglich der Freisichtigkeit zur frühen Nacht geäußert werden. Allerdings waren meiner Augen ggf müde geworden mit der Zeit...
Meine Bedingungen (Briesen/Mark) waren gut, aber nicht so gut wie es der STandort sonst hergeben könnte. Ich sage mal 6m6 fst als auf Erfahrung basierendem Schätzwert.
M 33 ging einigermaßen gut mit indirektem Sehen , v.a. gegen Mitternacht. Keinerlei Zirren oder anderweitige Wolken, schwacher Nebel am Boden, aber nur in der Ferne sichtbar (nicht dass ich dringestanden hätte)
M 33 ist überhaupt das Stichwort: langsam kann man wirklich anfangen zu überlegen, welches Objekt heller ist. Ich fand beide in etwa gleich auffällig. Der Komet etwas kleiner aber dafür auch etwas heller. Die Form ist auch nicht unähnlich...
Ich fand Hartley in Helligkeit und Erscheinung im 10x50 zudem etwa so wie M 31 mit freiem Auge.
Den Vergleich von Ralf was die Größe anbelangt wollte ich auch bringen, nun ja, da war jemand schneller

Sehe ich folglich genauso.
Fazit: zu 95% freiäugig gesehen

, spätestens in zwei Tagen ist das Ding bei gutem Landhimmel sicher freiäugig machbar für die meisten von uns.
Nebenbei bemerkt, gabs diese Nacht irgendein Sternschnuppenmaximum aus der Taurusecke? Da hats die ganze Zeit gehuscht, guck ich gleich mal...
Grüße allerseits!
Norman