Komet C/2013 US10 Catalina

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Moin zusammen!

Die letzten Postings waren etwas verwirrend (wir sind schon wieder bei der Bildanalyse!). Die Schweifrichtungen sind (nach Foto): Gas 290°, Staub 170°.

> Leider sind die Zeichnungen ohne Nordrichtungsangaben...

Ja, da ist man immer am Rätseln... ?)
Im Anhang ein SkyMap-Kärtchen, was die Orientierung der Zeichnungen von Christian und Mike zeigt. Es ist tatsächlich so, daß sich Foto und Zeichnung deutlich unterscheiden. Da merkt man mal wieder, daß eine Fotografie nur ein verfälschtes Abbild der Realität ist. ;)

Ich hab' den Kometen immer noch nicht gesehen, verd*mmt! ;(
 

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Hier noch zur besseren Orientierung eine Skymapdarstellung meiner Skizze vom 13.12.2015 mit der Position am Sternenhimmel wie von mir gezeichnet um 5h40 MEZ.
Der lange Staubschweif und der kurze Gasschweif(visuell, nicht fotografisch) hab ich Gelb markiert Die Helligkeitsangabe ist nur ein vom Skymap errechneter wie üblich nicht richtiger Wert.
Link zur Grafik: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/smus10qm924zdxrt.jpg

Ich werde in Zukunft zur besseren Übersicht immer eine Kompassrose einzeichnen, wie es auch Uwe macht.

CS Mike
 
Heute Mogen erlebte ich meine erste Catalinabeobachtung am mondfreien Himmel. Und ich muss sagen: Es war ein Erlebnis!

Die Helligkeit bestimmte ich im 7x50-Fernglas, der Komet war ein leichtes Objekt: m1=6m2, d=10', DC=7, bei einem SQM-Wert von 20,5. Eine 5-mag-Stern war mäßig einfach zu erkennen, die visuelle Grenzgröße wüde ich bei 5m5 ansiedeln. Deshalb scheiterte auch mein Versuch, den Kometen direkt zu sehen.

Am 12-Zöller beobachtete ich mit mehreren Okular-Brennweiten. Bei 96x ließen sich die Details der Koma besonders schön sehen. Ein Kometenfilter hob die Koma und den Ansatz des Gasschweifs hervor. Die Koma zeigt zahlreiche Binnen-Deatils, die ich in eienr Zeichnung darstellen werde.
Das war noch gar nichts gegen den Anblick bei 48x: Der Schweif war 150-160° weit, die Schweifbegrenzungen nach außen bogenförmig aufgeweitet. Ich konnte den Schweiffächer in der ganzen Ausdehnung ein Grad weit verfolgen. Ich sah den Gasschweif bei ca. 330° und deutliche Syndynen bei 180° und 265°. Ergänzt wurde das ganze durch eine kurze, aber breite Syndyne im Bereich 290-330°, also an den Gasschweif anschließend und diesen zum Teil überdeckend. Gewaltiger Anblick! Das hat man nicht oft. Zeichnung folgt heute oder morgen.

Ich kann euch nur raten: Fahrt raus ins Dunkle und seht euch das an! Bis zum Heilig-Morgen stört der Mond nicht, es sind also noch ein paar Tage. Der Schweif war hell genug, es braucht kein 12-Zöller zu sein, ein 8er reicht gewiss. Aber ein dunkler Himmel ist nötig.
Auch mit 4-6 Zoll wird sich das meiste erkennen lassen und vielleicht (bei etwas geringerer Vergrößerung) sogar noch mehr: U.U. lässt sich der Ionenschweif und dei 10-µm-Syndyne weiter als das ein Grad verfolgen, die Kontrastsituation ist dafür besser.
 
Ich gratuliere!!
Kein Problem mit Nebel? Habe für kommende Nacht gute Voraussagen. Wolken 0/0/0 bzw. 0/0/1 laut meteoblue. Aber der Nebel... Bin schon gespannt.

Thomas
 
> Kein Problem mit Nebel?

Ich habe einen halbwegs nebelgeschützten ländlichen Beobachtungsplatz. Den habe ich (glücklicherweise) aufgesucht.

Flußniederungen meiden!

Anbei noch die Zeichnung von heute morgen. Man beachte auch die längliche zentrale Kondensation.
 

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Hallo,
da kann man ja richtig neidisch werden. Hier im hohen Norden sind grau und trübe die vorherrschenden Bedingungen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gruss,
Wolfgang.
 
Hallo alle,

@ Uwe: Gewaltige Zeichnung :super: der Staubschweif beginnt seine wahre Pracht zu zeigen, Catalina scheint wie auch Lovejoy ein ganz besonderer Komet zu werden. Freue mich schon auf Sonntag früh, da hab ich endlich wieder Zeit zum Beobachten.

@ Burkhard: So hoch reicht der Nebel gar nicht, bei mir daheim in Knittelfeld liegt er zwar so dicht wie in einem Krimi mit Sherlock Homes in London, aber ich hab grade die Webcam vom Gaberl gechecked: Da war den ganzen Tag Sonnenschein pur, und so dürfte es auch in der Nacht oben recht optimal werden.

CS Mike
 
Guten Morgen Leute,

nach Sichtung von Borrelly 19P und Nichtsichtung von G2 MASTER
wurde es langsam Zeit(5h30MEZ Gaberl/Plankogel) um nach einer Woche Pause endlich wieder einmal den interessanten Catalina in Augenschein zu nehmen.
Der Anblick hat sich innerhalb einer Woche sehr stark verändert!
Der Gasschweif ist nun viel auffälliger und mit 20 Bogenminuten viel ausgedehnter zu sehen. Der Staubschweif erscheint deutlich gekrümmt und scheint im Comabereich zunächst auf die andere Seite zu gehen, bevor er sich dann zurückkrümmt. Die Coma ist vom Durchmesser her größer geworden. Aber am meisten beeindruckt hat mich die Farbe: Der Komet sieht bei größer Öffnung nun aus wie ein hellblauer Vogel! Das Grün der Coma von letzter Woche ist nun ein deutliches zartes hellblau geworden, sogar die Schweife zeigen etwas Farbe, sehr schön.
Von der gewaltigen Ausdehnung des Schweiffächers sowie von Syndynamen wie in Uwes Zeichnung konnte ich allerdings nichts erkennen.Die Grenzgröße im Bereich des Kometen betrug 5.0mag, der an sich klare Himmel war leider mit Nebeltröpfchen und oder Eiskristallen durchsetzt, was der Beobachtung nicht zuträglich war.
Die Helligkeit des Kometen bestimmte ich diesmal mit dem 8x50 Sucher zu 6.3mag, das wird wohl nix mit der Freisichtigkeit.
Kondensation DC=7
Comadurchmesser innerer Bereich d=3´, Richtung zwischen den Schweifen aber deutlich mehr etwa 6´
Der Komet ist nun so groß, dass er nicht mehr ins 50 Bogenmintuen große Gesichtsfeld meines 26mm Naglers.

Hier eine Skizze vom "Blauen Vogel"
Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/011cata7ypm0vol1e.jpg

Kurz vor Beginn der wundervollen Morgendämmerung am Berg versuchte ich mich an einer Bestimmung der Helligkeit des Staubschweifes. Dazu verglich ich die Flächenhelligkeit des Staubschweifes mit dem absichtlich unscharf eingestellten Stern TYC 320-103-1. Ich mußte den 9.9m hellen Stern auf ca. 3 Bogenminuten Durchmesser aufblasen um eine Übereinstimmung der Helligkeit zu erreichen. Das ergibt eine Fläche von ca. 7 Quadratbogenminuten auf die das Licht des 9.9m hellen Sternen verteilt ist um gleich hell zu erscheinen.

Ich denke um diesen doch recht eigentümliche Kometen optimal zu sehen ist ein richtig dunkler Himmel und eine kontrastreiche Optik die beste Wahl. Wer also kann, sollte raus aus der Stadt und ins wirklich Finstere fahren, lohnt sich.

CS Mike

PS: Süden ist oben, der Staubschweif auch :/


 
Das war heute eine Premiere: Bin zum ersten Mal zum Beobachten heraus gefahren! Hier herrschte nämlich um 5 Uhr dicker Nebel und mein Beobachtungshügel liegt nicht hoch genug. 100m weiter oben wurde es dann klar aber noch diesig. Ich nahm mir dann ein Herz und fahr auf schmalem asphaltierten Forstweg unseren Hausberg, den Hohen Bogen, hoch. Einen einigermaßen guten Aussichtspunkt gab es aber erst ganz am Ende der Straße, auf dem Bergkamm beim "Berghaus" auf etwa 1000m.

Die Fahrt hatte sich aber gelohnt. :super: Gegen 6 Uhr beobachtete ich dann den Kometen mit dem 10x50 Fernglas. Er war extrem leicht zu finden: Venus anpeilen und senkrecht auf mittlere Höhe hochschwenken. Im Vergleich zu meiner letzten Beobachtung (4.12.) ist der Nebelfleck um einiges größer geworden. Catalina ist z.Z. 1,14 AE entfernt. Am 4.12. waren es noch 1,48 AU. Das verringert sich bis Mitte Januar noch auf 0,73 AU.

Oberhalb von Catalina standen zwei Vergleichssterne. Habe heute Mal den Trick mit dem Unscharfstellen ausprobiert. Funktioniert sehr gut. Demnach war der Komet etwas heller als der obere Vergleichstern mit 6m.4. Weiter rechts der (auch nach Unscharfstellen) mit 5m.0 wesentlich hellere CU Virginis. Die Helligkeit von Catalina schätze ich also mit aller Vorsicht etwa auf Mag 6.

Anhand der 14 Bogenminuten entfernten oberen Vergleichssterne schätze ich den Durchmesser des Kometenwölkchens etwa auf 6 Bogenminuten. Was mir aber auch auffiel war, dass die Scheibe nicht ganz rund sondern unten leicht "ausgebeult" war - vllt. war das der Ansatz des Staubschweifs? Freihändig und nur ans Auto angelehnt konnte ich aber nicht mehr herausholen.

Thomas

 
Hallo,

ich konnte den Kometen heute auch zum ersten Mal sehen. Ich habe gegen 6:35 Uhr vom Stadtrand aus mit einem 8x40 Fernglas beobachtet. Der Komet war leicht von Arktur aus zu finden. Er erschien etwas kleiner und schwächer als M 13, der weiter östlich auf ähnlicher Höhe stand. Da die Helligkeit von M 13 mit ca. 5.8mag angegeben wird, schätze ich den Kometen auf 6.3-6.5mag.

Viele Grüße
Mark
 
Thomas, es war mir ein Vergnügen deinen Beobachtungsbericht zu lesen. Ich finde du machst das genau richtig. Du nutzt immer besser das ganze Potential deiner Optik aus.
Auch dass du dir die Mühe gemacht hast, extra weiter rauf zu fahren(Willkommen in Klub) spricht für dich.
Deine Schätzungen sind gut und auch deine Vermutung, der unrunde Hubbel nach unten könnte der Schweif sein wird stimmen.
(Zweite Möglichkeit wäre ein heller Stern in der Nähe des Kometen, das ist aber nicht der Fall, siehe meine Skizze)
Bitte weiter so und mehr davon.

CS Mike
PS Irgendwann wird wahrscheinlich in dir der Wunsch nach einer etwas größeren Optik aufkeimen. Mein Tipp: Werde doch Dobsonaut!
 
Hallo Mike -
ich habe ja einen 10"-Dobson. Den benutze ich aber nur stationär zuhause. Leider ist der Komet aber noch nicht hoch genug gestiegen, oder es war schlechtes Wetter, oder Nebel. Bin jetzt ne Woche auf Reisen. Hoffe aber zwischen Weihnachten und Neujahr noch zu beobachten. Dann müsste der Komet über dem Schornstein auftauchen.

Thomas

P.S. sollte aber wieder Nebel dazwischen funken überlege ich stark mit dem Ding auf den Berg zu fahren (mein armer Rücken).
 
Heute 2. Sichtung von US10. Naja, ein graues Fleckchen am richtigen Ort, mehr war im Fernglas aber auch nicht zu sehen. Der Himmel war ausreichend, nicht toll, und nur kurz aufgerissen. Leider noch immer nichts spektakuläres.
 
Moin zusammen!

Also gibt's denn sowas: ich habe ihn endlich auch! <froi> :super:

Leider bei sehr schlechten Sichtbedingungen vor mittelgrauen Himmel. Es ist doch komisch - da schaut man sich die Wetteraussichten an und hätte am Morgen eventuell freie Sicht - und schon zuckt man um 04:50 MEZ ohne Wecker aus dem Schlaf... - Rollo hoch, und was sehe ich: graue Matsche. Ein bißchen höher zum Glück die hellen Sterne. Doll war das aber keineswegs - wenigstens kein Mond, [zensiert] gehabt.
Flugs wurde der Refraktor vor's Fenster gewuchtet, Fensterflügel sperrangelweit auf (das muß reichen) und schon fegte mir der kalte Wind durch die Schlafanzughose... ;) Ich liebe es, morgens aus der Bettwärme heraus sowas zu erleben! <grr> :confused:
So, jetzt aber zum Thema: Mit Starhopping hatte ich den Kometen schnell gefunden. Sehr schön, sehr auffällig bei Aufsuchvergrößerung. Asymmetrische Koma, und tatsächlich konnte ich beide Schweifansätze sehen, wenn auch nicht weit hinein ins umgebende Grau, der südliche auffälliger. Sterne bis +10m5 waren gerade noch im Sichtfeld zu erkennen. Unter besseren Bedingungen und höher am Himmel wäre das hier ein sehr schöner Vertreteer seiner Art, aber heute morgen geht er im Kieler Dauergrau leider unter. Im FG hätte ich kaum eine brauchbare Helligkeitsschätzung erreicht, deshalb habe ich es gelassen. Die Sicht wurde in der halben Stunde der Beobachtung sowieso schlechter (war auch so angekündigt).

102. Kometensichtung! :biggrin:

22.12.2015, 05:00 - 05:30 MEZ,
Kiel, heimische SE-Fensterbank,
Durchmesser 6', DC= 6, zwei Schweifansätze deutlich,
Horizonthöhe ca. 25°,
Refraktor 90/900 mm, Vergr. 35- und 45fach.
 
Wer zu spät aufsteht, kann nur schnell von zu Hause aus beobachten (6:30 Uhr, Stuttgart City). Im 10x70 schnell gefunden, im 80er Refraktor bei 44x den schönsten Anblick, bei 96x ungefähr in RA-Richtung eine Asymmetrie. Keine Helligkeitsschätzung, "gefühlt" gleich hell wie bei der letzten Beobachtung, also um die 6,5 mag. Position am Himmel jetzt natürlich deutlich besser.
 
Hallo,

mit etwas Glück heute die letzte Sichtung bevor der Mond zu stören beginnt...

Um 4 Uhr war es noch ziemlich nebelbedeckt, dann genau richtig ein Fenster mit relativ gutem Himmel, bis es kurz nach 6 Uhr wieder zu machte.
Der Komet ist nun eindrucksvoller, weil die Fläche größer ist und auch die Gesamthelligkeit nimmt leicht zu (gefühlt). Keine Helligkeitsbestimmung, da ein 7.8mag Stern direkt neben dem Kometen stand (im Fernglas nicht zu trennen).
Kometenwolke etwa 8'groß, Schweife konnte ich nicht erkennen (Tento 20x60, FG 8x30; Stadtrandhimmel)

Ein sehr schöner Fernglas-Komet, kratzt an der Freisichtigkeit - es gibt ein paar Berichte dazu, unter dunklem Himmel sollte es ohne weiteres machbar sein (leider kommt jetzt der Mond...)

Gruß
Burkhard
 
Hallo,

mit Glück habe ich heute den Dobson rechtzeitig vor dem Regen retten können, aber ein kurzes Beobachtungsfenster von 6:30 - 6:45 hat dennoch gelohnt. Zum ersten mal bei 70x mit 10"Öffnung: Sehr schön, groß und hell. Der Kern konzentriert und die Koma leicht oval.

Insgesamt fand ich Catalina beeindruckender als Lovejoy, aber nach der Helligkeitsangabe kann das wohl nicht sein.

Grüße und CS, Ansgar
 
Hallo,

heute Morgen war endlich klarer Himmel und gelang auch mir endlich eine Sichtung. Nach meinen zwei nicht berichteten Fehlversuchen von letzter Woche (einmal zu kleines Gerät und zu spät, einmal Wetter) endlich doch Erfolg. Gegenüber letzter Woche steht Catalina deutlich höher und das ist für meinen Beobachtungsort sehr von Vorteil. Beobachtet habe ich direkt aus München vom meinem Balkon aus mit meinem C8. Nachdem ich 10 Minuten gebaucht habe mein AVX mit den Koordinaten zu füttern hatte ich Catalina sofort im Okular. Da war es dann 5:30.
Bei 56-fach war der Kern und Koma leicht zu kennen gleich neben einem hellen Stern (HIP 69723 A laut Stellarium). Von einem Schweif war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Also habe ich der Sache ein paar Minuten geben und ein paar Tricks probiert. Wie immer zuerst das Beobachtungstuch. Das hilft deutlich, auch wenn es um halb sechs auch in der Großstadt deutlich dunkler ist als noch vor Mitternacht. (Und nebenbei hält es im Winter schön den Kopf warm.) Indirektes sehen hat mir dann einige schwächere Sterne in der Umgebung offenbart aber vom Schweif keine Spur. Also den SWAN Band Filter eingesetzt in der Hoffnung einen Schatten zu erahnen. Aber nichts gesehen und so kam der Filter wieder raus. Schliesslich noch den Tip von Mike versucht und etwas Hyperventiliert damit mir der Sauerstoffkick die Augen öffnet. Aber auch das hat nichts gebracht. Mein Himmel ist eben einfach nicht dunkel genug für soetwas. Der Kopf hingegen war die ganz Zeit sehr schön als Nebenfleck sichtbar. Und so habe ich dann noch auf 200-fach vergrößert. Mehr Details gab es damit nicht aber Catalina wirkte damit noch schöner als bei der geringen Vergrößerung. Nach 25 Minuten habe ich dann Catalina abgeschlossen und noch schnell auf Mars und Jupiter geschwenkt bevor ich wieder ins Bett zurück bin.

Das Fazit der Sitzung ist klar. Stadthimmel ist schlecht für Kometen. Ich hatte heute schon Probleme einige Sterne zwischen Mag 4 und 5 zu sehen. Aber Catalina ist sichtbar mit einem C8! Letzte Woche mit dem 80/500er war nichts zu sehen. Also sucht Euch den dunkelsten Himmel, den Ihr erreichen könnt.

Gruss und cs,
Bernd
 
Hallo

OT: "Schliesslich noch den Tip von Mike versucht und etwas Hyperventiliert damit mir der Sauerstoffkick die Augen öffnet".

Stell ich mir grad ziemlich schräg vor...

Hab ich noch nie gehört. Kann das tatsächlich was bringen?

CS, David
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo David,

das Sauerstoffmangel das Sehen verschlechtert ist Fakt. Das im Umkehrschluss das Hyperventilieren das verbessern kann ist jedoch subjektiv und nicht genau messbar. Man kann darüber die schönsten Glaubenskriege führen. Ich experimentiere damit hin und wieder. Es gehört zum Repertoire wie auch das bewust zu atmen um unwilkürliches Luft anhalten zu vermeiden.

Ich habe leider den Thread in den ich ursprünglich anspielte nicht wieder gefunden. Ich habe beim Suchen einfach kein Geschick. Aber dafür hier in diesem Thread in dem so ab der Mitte eine durchaus interessante Diskussion zum Thema Hyperventilieren gibt

Gruss und cs,
Bernd
 
hallo Leute,

spontane 3.te Sichtung:

24.12.15
Mondlicht, leicht vercirrt,
direkt Sterne in der Region bis 5.1mag direkt sichtbar,
indirekt bis 5.3 mag
10x50 , 15x70 Bino

der Komet zeigt einen unregelmäßigen Kernbereich mit zwei Schweifansätzen. Nach längerem Schauen und Lücken in der Schleierbewölkung war ein rund 0.5° langer Schweif sichtbar !

6.2mag, DC4 , Schweif 35` in PA 305° ( 10x50 )

Ein toller Komet,
den ich endlich mal unter dunklem Mondlosen Himmel betrachten möchte ... ;(

Gruß
Christian
 
hallo,
habe Gestern zwischen 6,00 und 6,30 Uhr den Komet gesehen. Mit 8x30 Habicht und 20x80 Steiner. Dachte zuerst, ist ein bekannter Kugelhaufen, da ja in der Nähe von Bootes,war ein rel. heller Stern in der Nähe.
Aufnahmen scheiterten, weil zu spät aufgestanden, und mir die Zeit davonlief.
Heute, selbes Szenario, Komet ohne Stern zu sehen im 20x80. Dann im C8,deutliche Wolke, keinerlei Schweif zu sehen,kein hellerer Stern in der Nähe, Foto mit 200mm Objektiv. Muss den Tp hyp erst entwickeln.
Bedingungen nicht so gut wie Gestern, Zirren bedeckten zeitweise den Komet.
Sorry für die mangelhafte Beschreibung, bin eben kein Profie wie die meisten hier.
Helligkeitsangaben kann ich keine machen, schätze ihn aber ca so hell wie m5-den Kugelhaufen.
Gruß Heinz
 
Hallo,

heute morgen bin ich auch endlich einmal zumindest zum ersten Beobachungs-Versuch gekommen. Hab mir extra den Wecker auf 4:15 Uhr gesellt, um genügend Zeit bis zur Dämmerung zu haben.

Den Reflektor hatte ich schon am gestrigen Abend in die Garage zum temperieren gestellt, dass es morgens nicht so lange dauert.
Der Himmel über dem Vogtland war klar in Richtung Süd-Osten, jedoch sehr vom Mond erhellt und es begannen bereits aus Richtung Nord-West Wolken aufzuziehen.

Und dann begannen meine Versuche, den Kometen zu finden. Ich versuchte es über Sternen-Hopping, hatte aber schon große Probleme, überhaupt weniger leuchtstarke Sterne durch den 10x50 Sucher zu erkennen. Immer von Arcturus ausgehend suchte ich die Fläche darunter ab, aber leider ohne eine Sichtung. Ich bin dann wohl viel zu weit "in die Jungfrau gerutscht" :) .
Tja, und dann wurde es schon hell und es bewölkte sich zusehends. Ich schwenkte nochmal schnell über Mars und Jupiter, bis die Wolken dort dicht machten und gab dann auf.

Nunja, erfolglos, aber frohen Mutes für die nächsten Beobachtungsversuche!

Allen einen schönen Heiligen Abend!
 
Hallo Leute,

nachdem es gestern Abend leidlich aufklarte, bin ich heute morgen gegen 5.30 Uhr auf den Dachboden gestiefelt und habe Ausschau Richtung Süd-Ost gehalten.
Aus Stellarium hatte ich mir mitgenommen, die Linie Spica / Mars und Arktur abzusuchen. Bewaffnet war ich mit einem 10x50er Fernglas, Sterne bis ~5.5 mag sichtbar.
Und als dann noch der Satellit Ariane 40 R/B durchzog, war ich mir sicher im Umfeld des Schnittpunktes seiner Bahn mit obiger Achse, die richtige Gegend abzuklopfen.
Aber Fehlanzeige.
Vielleicht hatte ich den Kometen ja schon vor Augen, ihn aber wegen des Dunstes, der alle Sterne ein bisschen aufblähte, nur nicht als solchen erkannt.
Wenn die Bewölkung es zulässt, werde ich es wieder versuchen.

Ich wünsche allen bei der Beobachtung viel Erfolg und Frohe Weihnachten!

Matthias
 
> Sauerstoffmangel das Sehen verschlechtert ist Fakt. Das im Umkehrschluss das Hyperventilieren das verbessern kann

Hypeventilation bessert nicht das Sauerstoffangebot, die gesunde Lunge führt zu 100% Sättigung. Aber es senkt den Kohlendioxidgehalt des Blutes, was schließlich zur Benommenheit führt.

Atmen von reinem Sauerstoff hingegen kann den Partialdruck erhöhen. Ob das eine physiologische Wirkung hat?

Eßt lieber Heidelbeeren.
 
Hallo,

ich habe den Kometen heute Morgen gegen 6:15 Uhr beobachtet. Im 6x30 Fernglas war er nicht sehr einfach zu sehen, was möglicherweise an den etwas widrigen Bedingungen lag (Mond, aus München heraus beobachtet, Fernglas zu klein). Indirekt war er recht klar erkennbar, direkt nur andeutungsweise. M 13 war deutlich leichter zu sehen. Ich schätze den Kometen daher auf ca. 6.5-6.8 mag.

Viele Grüße
Mark
 
Guten Morgen,

nach einem weiteren erfolglosen Versuch gestern früh, ist mir die Beobachtung heute morgen gelungen.

Gegen 04:00 Uhr stand ich bei klarem, aber mondbeschienenem Himmel parat, und begann erneut die Suche von Arcturus aus in Richtung Jungfrau. Nach ca. 45 Minuten war ich noch immer nicht fündig geworden und schon wieder leicht missmutig. Nach dem erneuten konsultieren der Abbildungen auf den "kometenseiten.de", begann ich nun meine Suche von Mufrid aus nach unten in Richtung Horizont. Und da endeckte ich dann in meinem 25mm-SuperWide-Okular zwischen zwei Sternen einen nebeligen Fleck.
Ich wechselte auf mein Omegon Super Plössl Zoomokular 7-21mm für mehr Details und später verwendete ich auch noch eine 2x Barlow. Jedoch konnte ich den Kometen nicht so klar sehen, dass die Schweife auszumachen gewesen wären.
Gegen 05:45 Uhr, kurz nachdem ich mir schnell noch eine kleine Skizze auf einen Briefumschlag gemacht habe, musste ich leider schon wieder zusammen packen, da die Arbeit rief.
Die Helligkeit einzuschätzen, wage ich mich noch nicht. Dazu fehlt mir im Moment noch die Erfahrung im Vergleich.

Kurze Frage an Euch: Mit welchen Vergrößerungen schaut ihr Euch den Kometen an? Bzw. ab wann könnte man denn theoretisch die Schweife erkennen?
 
Hi Ivo,

als Vergrößerung kannst du alles nehmen. Schweif nur bei dunklem Himmel sichtbar.

Gruß
Lothar
 
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