Welche Lichtsammelleistung (Öffnung) müßte ich als Bino-Version einsetzen, um mit einem gegebenen Großfernglas diesbezüglich gleich zu ziehen?
Für mich war das Ergebnis eindeutig zugunsten der Bino-Version.
Was genau meinst Du jetzt mit Bino-Version, ist gerade etwas verwirrend hier?
BinoTeleskop oder Binoansatz?
Ich hatte damals mit folgenden 2" Okularen (31mm Kasai, 17,, Ethos, 13mm Ethos) verglichen: (Der Einfachkeit halber immer mit Faktor 1.4 gerechnet)
12.5" Portaball mit 2" Siebert Binoansatz. Verlust durch Strahlteiler 50%, Gewinn durch Binokulare Addition Faktor 1,4 ergibt am Ende 222mm oder 8,75" Öffnung
125mm ED Borg Doppelteleskop mit 2" Matsumotos ergibt durch Faktor 1.4 175mm oder 6.9" Öffnung
C8 Doppeltelekop mit 2" Matsumotos ergibt durch Faktor 1.4 285mm oder 11,2" Öffnung
C11 Doppeltelekop mit 2" Matsumotos ergibt durch Faktor 1.4 391mm oder 15,4" Öffnung
Öffnungsverluste durch Fangspiegel mal aussen vor gelassen.
Das C11 Doppelteleskop war brachial, in jeder Hinsicht

Klar zeigte es am Meisten.
Gefolgt vom C8 Bino, das Subjektiv nicht vom Portaball mit Binoansatz zu unterscheiden war.
Gründe sind sicher Verluste durch Fangspiegel und SCT Bauweise.
Das Borg Bino war am dunkelsten, aber wirklich groß war der Abstand zu C8 Bino und Portaball mit Siebert nicht.
Dafür zeigte es mit Abstand (!!!) die ästhetischsten Bilder.
Einzig an Kugelsternhaufen zeigte das C8 Bino spürbar mehr.
Das C11 Bino war für mich nur ein POC, wirklich behalten und damit beobachten war für mich nie eine Option.
Auch wegen der immensen Brennweite, die nicht zu meinen Beobachtungsvorlieben passt.
Damals rechnete ich dann, dass ein 150mm APO Doppelteleskop die Äquivalenzöffnung von 210mm (8,27") hätte und damit an C8 Doppelteleskop und Dobson mit 2" Binoansatz - der noch dazu wirklich unhandlich in der Benutzung war - vorbeiziehen würde weil APO und keine Spiegelverluste.
Daraufhin habe ich alle Telekope verkauft, auf ein 150mm Bino gewartet und wurde nicht enttäuscht.
Im Gegenteil zeigt mir das Gerät mehr als ich erwartet hatte.
Noch dazu ist es sehr universell einsetzbar, von weitesten Feldern bis zu wirklich netter Planetenbeobachtung ist alles drin, und der Mond ist damit eh nur der Hammer.
OK, es könnte etwas kleiner und leichter sein
Grüße Jochen