Hallo zusammen!
Na, hier tut sich ja was! Schön, dass ihr alle da seid und euere Gedanken und Ideen mit einbringt.
Das mit dem Tuch ist genau die richtige Idee ... da können die Handarbeits-Fähigkeiten von @Himmelsguckerin sofort wd. zum Einsatz kommen
Das wäre ja eine Verwendungsmöglichkeit für die
Sternkarten-Decke (falls sie jemals fertig wird) - sofern man sie nicht grad zum Darin-Einwickeln braucht.
Selbst an meinem 12" Dobson mit ca. 160cm Einblickhöhe, ist es ohne sich kniend unter dem Telrad oder Leuchtpunktsucher positionierend, M57 oder M92 und M97 in Zenitnähe, kaum möglich entspannt zu suchen!
Mit der Kopfverrenkung, stehend oder halb gebückt ist der Ein - und seitliche Vorbeiblick an den Punktsuchern, führt auch nicht bei jedem Anlauf zum Erfolg,
das sehe ich dauernd bei meinen Besuchern, die erfolglos abbrechen weil sich es in dieser Haltung nicht lange genug aushalten können, um entspannt das Objekt zu finden!
Diese Worte sind Balsam für meine unsichere Teleskopguckerinnen-Seele. Manchmal zweifle ich schon an mir selbst, wenn ich wegen der Verrenkerei die zu sehr "zenitigen" Objekte gar nicht mehr anschauen mag. Obwohl die von der Himmelsqualität her ganz dort oben am besten zu sehen sind. Ich dachte schon, dass ich da irgendwas falsch mache, dass "man" das irgendwie anders macht. Aber anscheinend haben damit mehr Leute so ihre Schwierigkeiten.
Meine momentan praktikabelste Lösung ist, dass ich das Teleskop auf den Balkontisch stelle und die Stativbeine gerade so weit ausfahre, dass ich stehend halbwegs tolerabel durch den Leuchtpunktsucher blicken kann. Das funktioniert auch nur bis zu einer gewissen Höhe der Objekte, aber so geht für mich schon recht viel. Kritischer wird die Sache, wenn ich dann schnell man zwischendurch nach einem tiefer stehenden Objekt sehen möchte und keine Lust hab, die Stativbeine kürzer zu stellen oder gleich das ganze Teleskop auf den Boden zu setzen. Da klettere ich dann schon mal auf einen Hocker oder so, um mit dem Auge das Okular im Zenitspiegel erreichen zu können. Manchmal bin ich gar nicht mehr so weit von so einem "Treppchen-Teleskop" entfernt. Und das im zweiten Stock nahe der Balkonbrüstung, natürlich nicht angeschnallt oder sowas. Gleichgewichtsprobleme darf man da nicht bekommen.
Und dass es gut ist, dass mir bei meinen Astro-Experimenten keiner zuschaut, wisst ihr ja bereits...
... gleich vorab: keine Angst, es ist unproblematisch die Dinger aufzuschrauben um hineinzukommen, und man bringt sie auch wieder gut zusammen, ...
Waaaaas??? Teleskop aufschrauben???

Also, das ist total lieb von Dir gemeint, und eine prima ausführliche Anleitung, mit der bestimmt viele Leute, die bei Teleskopbasteleien bessere Nerven haben als ich, eine Menge anfangen können.
Aber vorerst werd ich von solchen Bastelarbeiten doch eher die Finger lassen. Ich hab meine Okulare (geschweige denn die Linse) immer noch nicht geputzt aus lauter Angst, dabei was kaputtzumachen. Den Zenitspiegel nehm ich so gut wie nie heraus aus Angst, ihn nie wieder richtig an seinen Platz zu bekommen. Und weil dann das Innere des Teleskops so ungeschützt und verletzbar ist. Und wenn ich versehentlich an den Leuchtpunktsucher stoße, hab ich Sorge, ihn verstellt zu haben. Teleskop aufschrauben? Ähm, Du verstehst, dass ich (im Moment noch) die Finger davon lassen werde. Trotzdem danke, dass Du diese tolle Anleitung hier herein geschrieben hast!
1. Diagnose: Blick durch den Okularauszug ohne Okular (bei Tag oder im Zimmer) gegen eine helle Fläche (Wand, Zimmerdecke, Himmel, natürlich NICHT in die Sonne). Erstens sollte jetzt die Objektivlinse vollständig sichtbar sein,und zweitens achte auf alle hellen Flächen und Ränder rundum. Meist gibt es da viel zu finden. Diese Lichtquellen überlagern das Bildmit einem diffusen Schleier, wenn sie vom Okular "gesehen" werden!
Das könnte ich mal ausprobieren. Aber ich fürchte, man muss dafür den Zenitspiegel herausnehmen...
Herzliche Grüße an euch alle!
Sabine