Neue Celestron-Montierung CGEM

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So erste kleinere Erfolgsmeldungen.

Der Himmel war wirklich nicht prächtig, aber was macht man nicht alles ^^ - also um 22 Uhr nach feierabend ins Auto gesetzt und zum Test-Beobachtungsplatz gefahren. Nachdem ich mir WIRKLICH Mühe mit dem Stativ in die Waage bringen gegeben habe setzte ich die Montierung oben drauf und habe sie anschließend über Polsucher feinfühlig eingenordet. Alles wirklich sehr präzise und "überordentlich".

Gegen halb 12 klarte es dann so richtig auf, und schnell war die Monti fertig eingestellt. Das Polar Alignment habe ich mal absichtlich NICHT gemacht, sondern dem Polsucher vertraut. Leitrohr war ebenfalls NICHT in Betrieb, sondern der große 8er wurde ohne weitere Kameras als Leitrohr funktioniert und so konnte der Test beginnen.

Ein willkürlicher Stern war das Opfer und so war schnell die ALCCD5 fokusiert und in PHP Kalibriert. Auffallend war das die Kallibrierung sehr gut verlaufen ist. es gab so gut wie keinen Backlash Ausgleich und so ging es dann auch sofort ins Guiden über.

Etwa 2 Minuten lang hat es ganz gut geklappt, dann ist mir (mal wieder) die DEC Achse abgehauen. Beim wackeln am Kabel hab ich ([zensiert]) dann wohl etwas zu fest gedrückt und die Cam "in den Tubus gedrückt" - also den Fokus verhauen. War der OAZ wohl nicht festgeklemmt. Meine Schuld. Im selben Augenblick zog es aber wieder zu, so das am Stern keine weitere Versuche gefahren werden konnten.

Macht aber nichts -> Monti aus und wieder an, Klemmen gelöst und auf ein Fenster in etwa 800 Metern gehalten was noch erleuchtet war (nein ich bin kein Spanner ;) ). Durch den Spannungsausfall war die Montierung NICHT im Nachführbetrieb und so konnte ich Erdgebundene Beobachtung machen. In PHD die Manuelle Guiding Variante gewählt, das Fadenkreuz aktiviert und alle Kanäle mal durchprobiert. Mit erfolg. Alle Kanäle haben reagiert.

Fazit:
-Ordentliches Einnorden lohnt sich! - ist zwar keine wirklich neue lehre, aber naja ^^
- Alle Kanäle scheinen ordentlich zu laufen
-OAZ immer festklemmen.....

Ich denke das der Guider die DEC Achse wieder eingefangen hätte.... werde das nächste mal aber trotzdem die DEC Guiding-geschwindigkeit auf 99% stellen... einfach um zu sehen das die DEC Achse korrigiert. Auch werde ich ohne "echte" Kamera und Leitrohr erstmal weiter experimentieren. Das sah alles sehr erfolgsversprechend aus. Wenn ich das Hauptrohr mal 20 Minuten geguidet habe so daß ich zufrieden bin kann ich ja immernoch die Doppelschiene auspacken und das Leitrohr montieren. Aber so habe ich erstmal weniger mögliche Fehlerquellen....

Das ist eben der Nachteil wenn man "auf einmal" eine ganze neue Anlage bekommt... Monti.... Guidecam.... jede Menge Kabel ... eine neue Optik.... Doppelschiene (war vorher Huckepack unterwegs)
Sind für den Anfang erstmal zu viele Fehlerquellen.... und so kann ich ausschließen woran es NICHT leigt....

Aber noch ein oder zwei gute Abende dann hab ich die Ausrüstung soweit das sie brauchbare Fotos produziert.

Frühliches Frösteln weiterhin, sowie uns allen CS

Kai
 
Hallo Kai,
hallo Pascal,

gestern hatte ich auch Zeit für ein paar Tests. Habe mein Equipment auf der Terrasse aufgestellt. Brr. da vielen mir fast die Hände ab. Auf der Abdeckkappe meines Teleskops waren ruckizucki ein paar Eiskristalle. Aber einen echten Spechtler hält das nicht von der Arbeit ab.

Nach der Pleite mit meiner Libelle stelle ich das Stativ immer nach Wasserwaage auf. Manuelles Guiding mit einem 300mm Tele + Crop-Faktor läuft dann mit Polsuchereinnordung bis zu 5 Minuten.

Heute war aber wieder die ALCCD5 dran. Wie gewohnt hatte ich wieder über Polsucher eingenordet. Danach das 2-Star-Alignment durchgeführt. Und jetzt wollte ich es Wissen, also noch ein Polar-Alignment auf Capella. Ich musste nach der der Polsuchereinnordung ganz schön schrauben??? Ist da vielleicht ein Bug in der Software oder bin ich zu blöd?

Als nächstes hatte ich PHD-Guiding gestartet. Die ALCCD5 hing mit schellen an meinem 400mm Leitrohr. Ein Leitstern war schnell gefunden. Bei der Kalibrierung viel auf das der Dec-Backlash korrigiert wurde. Als optische Hilfe hatte ich die Grafik aktiviert. Im Gegensatz zu meinen letzten Tests im Oktober machte die RA-Achse schöne Sinuskurven, je kürzer die Belichtungszeit desto flacher die Kurve. Ich dachte SUPER jetzt läuft es…

Aber oh weh, diesmal ging die Dec-Achse in den Keller und blieb auch dort. Durch Änderung verschiedener Parameter in PHD-Guiding konnte ich die Drift nicht eingefangen. Vielleicht hatte ich ja einen Fehler gemacht. Geduldig habe ich das 2-Star-Alignment und das Polar-Alignment nochmals durchgeführt. Das Ergebnis war verheerend. Jetzt gingen beide Kurven aus dem Ruder. Die RA-Achse verabschidete sich nach oben auf nimmer Wiedersehen, die Dec-Achse nach unten.

Mein Fazit
Ich werde wohl weiter nach dem Fehler suchen müssen.

Irgendwann habe ich dann aufgegeben. Brrrr…alles war eingefroren.

Werde im nächsten Test, vielleicht klappt es ja Donnerstag NUR das 2-Star-Alignment und NUR die POLSUCHER-Einnordung durchführen.

Viele Grüße

Wolfgang
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Miachael,

kannst Du das mit dem Polar-Alignment und "kein Stern im Osten oder Westen" näher erklären.

Hab zwar keine CGEM aber bei der CAM ist das ja dasselbe. Habe zuletzt auch immer an Capella (oder andere im Osten) das Polaralignment gemacht.

Und, obwohl ich meine Montierung dann nur auf die Gartensäule stellen muss, musste ich jedesmal auch ganz "schön schrauben".

Da ich keinen Blick auf Polaris habe, sollte ich mich auf das Polar-Alignment verlassen können.

Gruss und CS
Uli
 
Hallo Uli,

ich zitiere dann 'mal aus dem Handbuch: "Für die besten Ergebnisse wählen Sie einen Stern der hoch am Himmel und in der Nähe des Meridians steht. Vermeiden Sie Sterne, die nah am West/Ost-Horizont, direkt über Ihnen oder zu nahe am Pol sind." [Freie Übersetzung aus dem CGEM-Manual, S. 38] :biggrin:

Bei mir war das so, dass immer wenn ich einen Stern, der am West/Osthimmel stand, gewählt habe, eine ähnlich lautende, kurze Warnmeldung auf dem Handcontroller erschien. Wenn ich einen Stern halbhoch im Süden gewählt habe, kam die Meldung nicht. Man kann trotz der Meldung das Polar-Alignment durchführen, aber dann war meine Erfahrung, dass wenn man das ganze noch einmal am gleichen Stern macht, man wieder verstellen mußte. Wenn die Meldung nicht kommt und man das Polar-Alignmrnt macht, dann brauchte ich bei einem zweiten (Kontroll-)Polar-Alignment nichts mehr verstellen.

Vielleicht bilde ich mir das ja auch nur ein, aber seit dem achte ich darauf, welchen Stern ich wähle.

Dass die Polsuchermethode nicht genau funktioniert, kann eigentlich nur an einer Schiefstellung der Montierung oder an einer Nichtjustage des Polsuchers liegen. Aber mit dem Polar-Alignment braucht man den eigentlich sowieso nicht mehr.

Gruß,

Michael


P.S.

Achja. Das ganze habe ich übrigens an der CAM rausgefunden. Bei der CGEM habe ich das nie anders probiert.
 
Hallo,

dass das Polar Alignment am Ost-/Westhimmel nicht gut funktioniert, leuchtet mir schon ein, denn dort ist ja der Fluchtpunkt der Achse, um die man bei der Polhöheneinstellung ja dreht. Ist der Stern jetzt nahe bei dieser Achse, dann ist jeder minimale Fehler bei der Messung/Einstellung ja in Bezug auf den Winkel zur Achse gesehen relativ groß. Am Meridian ist bei gleichem absoluten Fehler der relative Fehler ziemlich klein -> erreichte Genauigkeit am höchsten.

Hoffe nicht verwirrt zu haben
Michael
 
Hallo Michael(s),

danke für die Antworten.

Leuchtet ein.

Werde das einfach das nächste mal so machen.
Gibt ja auch im Süden schöne Sterne...

Die Warnmeldung hatte ich übrigends auch schon mal, allerdings nicht bei Capella bei über 40 Grad im Osten.



CS
Uli
 
Hallo Wolfgang,

ich kann dein Problem mit dem Abfall der DEC Kurve bestätigen, ich hatte gestern Nacht Stundenlang damit zu kämpfen. Das Problem mit der RA Achse ist gelöst, aber das anfängliche Problem, das die DEC Achse abstürzt habe ich auch.
Ich habe bereits TS ein paar Mal geschrieben und die haben es weiter an Celestron geschickt, wäre vielleicht hilfreich wenn auch du Wolfi dein Problem schildern würdest.

Was mir noch aufgefallen ist, der Fehler entsteht bei mir nur so extrem wenn das Teleskop Westseitig ist, ist das Teleskop auf der Ostseite und nimmt von dort auf ist das Problem NICHT vorhanden. Es gibt nur teils kleine Ausreisser die aber gegenkorrigiert werden können.
Und übrings, du kannst das Ausreissen der DEC Achse lindern. Wenn du in Guidermaster siehst das die Achse ausbricht, dann klicke bei Guidemaster bei den Pfeilen links im Bild kurz auf den Pfeil der versucht das ausreissen zu verhindern.
Du kannst mitten im Guiding einmal draufdrücken, dann reagiert die Achse wieder und schubst den Stern zurück.
Woran es liegt...keine Ahnung.
Schreib am besten Celestron oder deinen Händler an, es scheint ja kein Einzelfall zu sein.

Gruß, Pascal
 
So liebe Kollegen, ich komme grade vom eisigem Felde zurück....

Heute hat es endlich wieder mal geklappt: um 23 Uhr Feierabend, morgen frei und sternenklar. zwar etwas suppig, aber für Guidingversuche allemal ausreichend.

Zu allererst: Ich habe eine ERFOLGSMELDUNG!!!! Hat prinzipiell geklappt, aber nun der Reihe nach.

Gegen halb / dreiviertel 12 AUf dem Platz gewesen - Minus 20 Grad. Das Teleskop schnell aufgebaut, dabei besonderen wert auf das nivellieren gegeben. Montierung aufgesetzt und per Polsucher eingenordet. Dann der erste Fehlschlag: Das Akkupack hat es wohl hinter sich. Sobald die Kalte Monti dran hing - ging nichts mehr. Also an den Zigarettenanzünder des Autos und weiter im Programm. two-star Alligment gemacht - OHNE Callib Star. Goto war mir Hupe - und Polar Aligment wollte ich NICHT machen. Auf M42 gehalten - der sogar erstaunlich gut drinne war - die ALCCD5 ins Oku geschraubt (des Hauptrohres - Leitrohr sowie Fotoausrüstung waren nicht daei -> reiner Guidingversuch)

Also PHD Guiding angeschmissen... und wieder das alte Proplem: RA ist WUNDERBAR - so wie es sein soll.... DEC haut sofort nach Oben ab. Nach etwa 40 Sekunden dann bricht das Guiden ab.

Also MAL WIEDER die Steuerung durchforstet: Änderung eins: Die Real Time Clock (RTC) eingeschaltet. AHA - die Zeit läuft mit..... Änderung 2: DEC Rate Autoguiding auf 99% gesetzt.

Immer noch kein wirklicher erfolg.

JEtzt in PHD die max Dec Zeit auf über 300 gesetzt. Siehe da: Jetzt lief es!

Mit ein wenig Spielerei hatte ich nach weiteren 20 Minuten das Guiding einigermaßen im Griff. Ich habe jetzt in der Montierung die Auto Guider Rates auf RA 35 und Dec auf 55 stehen gehabt. In PHD die max DEC Pulse auf 290ms. RA Agro auf 70%.

Mit diesen Werten konnte ich über eine Stunde am Stück guiden ohne das der Leitstern aus dem Feld gekommen ist. - der Osz. Index lag etwa bei 0,5. Noch sind die Blaue und Rote Linie sehr stark um die 0 Achse am ausschlagen, aber ich bin Froh das beide Achsen jetzt überhaupt im Graphen bleiben.

Jedenfalls werde ich das nächste mal die ALCCD am Leitrohr testen. Dann zwar nur 70mm - statt wie eben 200..... aber dann hab ich die Option die Kamera an den OAZ zu hängen.

Soviel für den AUgenblick.... Danke fürs zuhören / lesen und die ganzen Ratschläge

Liebe GRüße

Kai
 
Hallo Kai,
und auch allen Anderen, die fleißig an diesem Thread mitwirken, wünsche ich ein frohes Fest und hoffe, dass es auch bei mir bald weitergeht.

Kai, ich werde Deine Erfahrungen in meinen weiteren Testversuchen berücksichtigen. Hört sich alles recht positiv an. Dafür vielen Dank!!!

Gruß Wolfgang
 
Freue mich für dich, dass es langsam wird.
Ich verfolge diesen Thread schon seit Beginn, aber kann leider nix beitragen, da ich eine solche Monti nicht habe.
Du hast jedenfalls mein Mitleid. Schon ärgerlich, die Zeit die du verloren hast. Und noch immer kein Produkt, welches so funktioniert wie im Prospekt geschrieben. Schon ärgerlich bei dem Preis.

Schön, dass es voran geht.

Chris
 
Hallo Kai,

Zitat von Skolgi:
Jetzt in PHD die max Dec Zeit auf über 300 gesetzt. Siehe da: Jetzt lief es!

wenn du max. Duration >300ms setzt und PHD immer noch
Schwierigkeiten hat nachzukommen, hat das meiner Meinung
nach 2 mögliche Gründe:
- die Korrekturgeschwindigkeit ist zu gering gewählt um die
Korrekturen innerhalb eines kurzen Impules zu korrigieren
Mögliche Abhilfe: Korrekturgeschwindigkeit erhöhen, min. 1x siderisch
- die Montierung hat in DEC erhebliches Backlash
Abhilfe: Backlashkompensation und/oder Nachjustierung der Achse

Ich hoffe du hast in PHD das Logging aktiviert. Dort kannst du
mal nachchauen, wie lange die Duration in DEC tatsächlich war
oder ob gar mehrfach 300ms in eine Richtung korrigiert wurde.
Wenn das der Fall ist, hast du definitiv ein Backlashproblem.

Gruß
Peter
 
Hi

Das ich die neue Anlage nicht auf einmal perfekt beherrsche ist für mich klar. Ich bin Anfänger, noch nicht mal ein ganzen Jahr dabei, und habe auf einen Schlag das komplette System gewechselt. Dabei ist dann natürlich eine Menge potential für Fehler. Und wenn man nicht gleich sagen kann woran es liegt ist das natürlich nicht so einfach.

Die CGEM ist kein Anfängergerät - und setzt natürlich schon Praxis voraus. Wer denkt ohne Ausgibige Erfahrung so eine Montierung nach dem dritten mal schon perfekt zu beherrschen und gleich wunderbare Fotos zu produzieren ist leider falsch gewickelt. - und ich denke das ist bei jeder Montierung so die im ambitionierten Amateurbereich liegt. Ohne Grundlegende Kenntniss von Einnordung, Guidingsoftware und lapidaren Sachen wir Teleskop ausbalancieren ist es nunmal nicht möglich. Wäre ja auch langweilig wenn man direkt nach dem Auspacken Langzeitbelichtungen von 30 Minuten hinbekommen würde mit perfekt runden Sternen...

Ich habe die DEC Achse jedenfalls jetzt zum guiden bekommen, weiß ungefähr woran es liegt, und woran ich arbeiten muss. Wenn jetzt mit Leitrohr UND Hauptoptik das Guiden halbwegs läuft muss ich unr noch an der genauigkeit arbeiten.... und das sollte ja machbar sein ;)

Also die nächste ordentliche NAcht gehört mir, und auch wenn M42 zu oft belichtet wurde hab ich mir doch den Orionnebel als "Versuchsobjekt" herausgesucht, grade auch weil er doch recht hell ist und so die Belichtung "nur" 5-8 Minuten pro Bild stehen muss.... Aber ein Meter Brennweite ist doch ne Andere Hausnumer als die 750mm der "alten" 6 Zoll Optik.

Warum schreibe ich meine Probleme und Fehlschläge hier eingentlich rein?!

Ganz einfach: Ich habe mich vor einem Jahr an die Astrofotografie als totaler Blutiger Anfänger rangewagt obwohl der Tenor sagt das man als Anfänger von Fokaler Langzeitbelichtung erstmal die Finger lassen sollte... und habe trotzdem recht schnell erste Erfolge gehabt und war auch ganz stolz auf das eine oder andere Bild.
Und so möchte ich auch allen anderen Anfängern der Astrofotografie mut machen. Wenn man weiß welche Fehler auftreten können und wonach man schauen muss, dann ist das alles viel Leichter - denn alle schreiben immer nur wie toll alles ist, aber keiner Sieht die Arbeit und die Fehlschläge die hinter so manchem Foto stecken... ganz zu schweigen von den Optischen Fehlschlägen die Im Papierkorb landen und die niemand zu Gesicht bekommt.....

Dies Richtet sich natürlich an alle stillen mitleser die mit dem Gedanken spielen sich eine CGEM zu kaufen, sowie andere Fotografieanfänger die ebenso stumm mitlesen.

In diesem Sinne fröhliches Fotografieren

Liebe Grüße und CS

Kai
 
Hallo Kai,

Zitat von Skolgi:
Die CGEM ist kein Anfängergerät - und setzt natürlich schon Praxis voraus.

100%ige Zustimmung. Ich kann nicht sagen, wie zugänglich z.B. so eine ASA-Montierung ist, aber die CGEM ist definitive kein Plug & Play. ABER: Von meiner Warte aus, erfüllt sie alle Erwartungen und hat ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Zitat von Skolgi:
Warum schreibe ich meine Probleme und Fehlschläge hier eingentlich rein?!

Ganz einfach: Ich habe mich vor einem Jahr an die Astrofotografie als totaler Blutiger Anfänger rangewagt obwohl der Tenor sagt das man als Anfänger von Fokaler Langzeitbelichtung erstmal die Finger lassen sollte... und habe trotzdem recht schnell erste Erfolge gehabt und war auch ganz stolz auf das eine oder andere Bild.
Und so möchte ich auch allen anderen Anfängern der Astrofotografie mut machen. Wenn man weiß welche Fehler auftreten können und wonach man schauen muss, dann ist das alles viel Leichter - denn alle schreiben immer nur wie toll alles ist, aber keiner Sieht die Arbeit und die Fehlschläge die hinter so manchem Foto stecken... ganz zu schweigen von den Optischen Fehlschlägen die Im Papierkorb landen und die niemand zu Gesicht bekommt.....

Dies Richtet sich natürlich an alle stillen mitleser die mit dem Gedanken spielen sich eine CGEM zu kaufen, sowie andere Fotografieanfänger die ebenso stumm mitlesen.

In diesem Sinne fröhliches Fotografieren

Liebe Grüße und CS

Kai

Das ist genau mein Credo.

Auch von mir an alle ein frohes Fest und ein gesegnetes 2010.

Gruß,

Michael
 
Servus zusammen,

ich muss auch mal eben wieder was beitragen. Also was mich wundert ist die Tatsache das fast alle Leute Probleme mit der DEC Achse haben. Ich hab gestern mal etwas gegoogelt und auch andere englische Beiträge gefunden wo Leute auch Probleme mit der DEC Achse haben.
Ich konnte letzens schon wieder etwas testen, das Problem der DEC Achse bei mir lässt sich nicht beheben.
Ich hab gestern eine Mail an Celestron verfasst. Mal schaun ob die Rat wissen, aber ich bezweifel es.
Also auch wenn die CGEM sicher keine Anfängermontierung ist, sie läuft mit den Problemen definitiv schlechter als meine LXD-75 und habe damit mehr Ausschuss als vorher. An 10 Minuten Frames mit 760mm Brennweite trau ich mich schon gar nicht mehr ran.
Mittlerweile bin ich davon überzeugt das es eine modifizierte EQ6 skyscan für mich besser getan hätte.

Außerdem, wie bekommt man den Montierungskopf überhaupt auseinander? Ich hab alle Schrauben gelöst aber irgendwo hängt es trotzdem noch alles fest zusammen.

Gruß, Pascal
 
Hi,

ich war neulich auch mal am Testen meiner CGEM. Hab sie auf einer Betonsäule in meiner Gartensternwarte sitzen, wo vorher die HEQ5 MCU ihren Platz hatte. Nach dem polar alignment versuchte ich dann 120 Sek., 180 Sek. und 280 Sek. ohne guiding mit meinem 200/1000 GSO Newton zu belichten. Solange ich in der Nähe des Sterns geblieben bin, an dem ich das pol. al. durchgeführt habe, ging das noch sehr gut. Sobald ich aber z.b. im Orion bzw. in Cassiopeia fotografieren wollte, waren nach ca. 30 Sek. schon keine runden Sterne mehr zu sichten.
Habe das polar alignment dann nochmals mit anderen Sternen die er mir vorgeschlagen getestet ... mit dem selben Resultat. Ich hoffe ja mal nicht, das evtl. alle CGEMs diese DEC Probleme haben. Werde demnächst mal etwas mit Guidemaster spielen, vielleicht klappt ja das Autoguiding wenigstens.

Herzliche Grüsse und CS

Thomas
 
Hallo Thomas,

eine Montierung dieser Preisklasse ohne Autoguiding wird nie wirklich länger als 30-60 Skunden guiden bei 1000mm Brennweite.
Vor allem nicht bei Objekten die in der Richtung wie Orion stehen.
Da musst du schon sehr viele Tausender auf den Tisch legen damit es 5-10 Minuten ohne Guiding geht.

Der Gedanke das die CGEMs fast alle Probleme mit der DEC Achse glaub ich mittlerweile irgendwie auch.
Meine 400€ LXD-75 billig Montierung hatte es auf jeden Fall nicht..

Gruß, Pascal
 
Hallo zusammen,

noch eine kleine Ergänzung zu meiner Backlash Vermutung:
Diese Seite -> http://www.nexstarsite.com/OddsEndsCGEM.htm
kennt ihr bestimmt alle :/. Insbesondere der Punkt
"Backlash and How to Set Anti-backlash Compensation" dürfte
von Interesse sein.
Übrigens, auch eine nagelneue Montierung muss im Rahmen ihrer
Fertigungstoleranz funktionieren. Das eine CGEM nich so
präzise arbeitet wie eine AP, Tak etc. ist klar. Aber als
Grund für das nicht funktionieren den Anfängerstatus
vorzuschieben halte ich für Blödsinn. Ich bin selber vor
3 Jahren ohne Vorkenntnisse in die Fotografie eingestiegen.
Ich habe mir, mich verlassend auf die Werbung, eine Montierung
auf Ebay gekauft. Über ein Jahr rumgekaspert, gewundert warum
nix geht, um dann feststellen zu müssen, das die DEC Achse
20sec! Backlash hatte. Erfreulicher Weise hatte ich hier
kompetente Unterstützung von 2 Bekannten, ohne deren Hilfe
ich es wohl nicht hinbekommen hätte. DEC wurde eingestellt
und siehe da es ging. Aus eigener Erfahrung kann ich nur
empfehlen, sich in seiner Nähe ansässige Astrofotografen zu
suchen und sich Unterstützung holen. Denn eines dürfte
für jeden Fotografen gelten: in den 30-40 klaren Nächten
im Jahr die ich zur Verfügung habe, will ich mich verdammt
nochmal nicht mit der Technik rumärgern sondern Bilder machen.
In diesem Sinne
Peter

Ps: es gibt Plug&Play Montierungen. Aus eigener Erfahrung gehören
jene mit Temma 2 Steuerung dazu. Aufbauen, anstöpseln, läuft!
 
Hi Pascal,

meine HEQ5 MCU konnte ohne Guiding 120 Sek. belichten bei 1000mm Brennweite. Wobei mir da auch schon viele beim ITV sagten, das ich wohl Glück hatte mit dem Teil =).

Ich will die HEQ fürs Feld nutzen bzw. wenn ich mal wieder nach Frankreich fahre oder in die Schweiz. Deshalb kaufte ich mir die CGEM.

Oh je, hoffe doch das es mit Autoguiding bei meiner gut läuft.

LG und CS

Thomas
 
Zitat von kapege:
Aber im Moment ist meine CGEM eh in Reperatur, da sie von hier auf jetzt beim Einschalten nur noch den RA-Motor mit Vollgas Richtung Westen laufen ließ.
So, die CGEM ist wieder daheim - eigentlich schon seit ein paar Tagen, aber da das Wetter eher bescheiden war, konnte ich eh nichts ausprobieren. Laut des Händlers könne ich gar nichts dafür, das sei einfach ein klassischer China-Defekt: Massenproduktion mit Ausreißern. Ausgetauscht wurden die Hauptplatine und die Handsteuerung. Das schrille Sirren ist jedenfalls verschwunden; die Montierung ist nun beim Einschalten völlig lautlos, die neue Firmware ist schon drauf und die RTC ist wieder ausgeschaltet gewesen. Das mit dem Austausch scheint wohl zu stimmen...
Jetzt muss die Praxis zeigen, wie lange die neue Platine durchhält.
 
Hallo Montierungsgeplagte,

Probleme mit Spiel in der Deklinationsachse sind immer ärgerlich. Mein Tip wäre, bevor man den Autoguider auf das ganze loslässt sich mit einem Fadenkreuzokular zu bewaffnen und sich bei hoher Vergrößerung mal genau anzuschauen was denn eigentlich passiert, wenn man einen Richtungswechsel in Deklination macht. Dazu sollte man die Korrekturgeschwindigkeit wählen, die auch beim Autoguider zum Einsatz kommt. Man bekommt dann ein Gefühl für das Spiel und dafür wie es ggf. zu bekämpfen ist. Man sollte auch darauf achten, was die RA-Achse in dem Moment macht.

Gruß
Andreas

P.S. Sind die Schrauben und Gewinde an der CGEM eigentlich metrisch oder zöllig?

 
Hi Peter,

freut mich echt das Deine Monti wieder bei Dir angekommen ist. Drücke Dir die Daumen das sie jetzt super läuft.

Liebe Grüsse und CS

Thomas
 
@ Michael
Tauschen? *fg*
Kann mir mal einer sagen wie ich den Montierungskopf auseinander geschraubt bekomm?
Hab alle Schrauben gelöst und kann den Kopf dann auch hin und her bewegen aber abnehmen geht nicht.

Gruß, Pascal
 
Zitat von Xanatos:
freut mich echt das Deine Monti wieder bei Dir angekommen ist. Drücke Dir die Daumen das sie jetzt super läuft.
Hallo Thomas,

danke für die guten Wünsche! Laufen tut sie flüsterleise und ohne Pfeifen und Sirren, leider hat gestern der Himmel mal wieder nicht mitgespielt. Pünktlich zur Dämmerung ist hier in München der Föhn zusammengebrochen und Schleierwolken sind aufgezogen. Ganz blass konnte man den Mond erkennen, aber keine Sterne. Also alles wieder zusammengepackt... Grrr.

So sah's aus:
Link zur Grafik: http://www.kapege.de/images/Astro/IMG_0217_k.jpg

 
2x 8 kg + 2x 5 kg = 26 kg :o

Das Mit dem "Fragil" liegt zum Teil aber auch an der Perspektive (von oben mit dem Weitwinkel). Man betrachte die Kanten der Montierungsöffunung und des Spiegels zueinander...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen!

Update!
Für alle geplagten mit den Ausreissern in der DEC Achse. Stellt in der Handbox bei der Guiding Rate den Wert bei DEC auf 99!
Die Fehler sind bei mir nun fast völlig verschwunden und selbst die RA Achse läuft jetzt noch besser!

Gruß, Pascal
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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