Re: Planetenteleskop: Auflöung und Kontrast
Hallo Karsten
Vielen Dank für deine Ergenzungen!
Ich bin in sachen Newton ein gebrantes Kind und habe leider schon durch zu viele Gurken gesehen.
Daher kommt meine Neigung zum Refraktor.
Ich bin eigentlich schon der Meinung das man einen Newton nicht so einfach einem Anfänger empfehlen sollte.
Sicher ist der Newton ein billiges und Leistungsstarkes System, ich habe ja selber einen 8" f/8.
Man brauch nur mal im Teleskoppflege und bedienung Forum "justieren" eingeben und man sieht sofort was loß ist.
Es ist eben nicht so einfach, einen Laser in den OZ zu stecken und man hat eine heile Welt, ganz im Gegenteil für viele kommt dan die Ernüchterrung und die Probleme.
Für einen erfahrenen Hobbyastronomen ist es ein leichtes einen Newton zu justieren, doch für einen Anfänger mit vieleicht keinerlei Technischem und Pracktischen Verständnis und Erfahrung, ist das wie wenn ein Baby das Sprechen lernt.
Für mich und für viele Andere mögen solche Tuning Maßnahmen wie Velur einkelben oder Lüfter einbauen eine schöne und angenehme Schlechtwetter beschäftigung sein, doch für Andere ist es ein Albtraum wenn da was nicht passt oder funktioniert.
Deshalb halte ich nichts davon sich eine Baustelle ins Haus zu holen, die einem ganz schön das Hobby schwer machen kann.
Das hat man halt beim Refraktor nicht, es giebt kein pflegeleichteres Instrument wie den Refraktor.
Für Menschen die nur hinstellen und beobachten wollen mag das dass ideal System sein.
Ich konnte selbst mit einem sehr schönen 4"f/8 TMB-Voll-APO beobachten.
Die Optik ist praktisch perfekt.Die Beobachtung macht Spaß,aber es sind
eben nur 4".Im Vergleich zum 8" war M13 im APO ernüchternd unspektakulär.
Bei 160x mit den besten derzeit erhältlichen Planetenokus gegenüber 240x
im Newton mit den gleichen Oku.Der war aber auch bei 160x deutlich überlegen,
die AUFLÖSUNG machts
Einen 4" für Deep-Sky würde ich jetzt nicht nehmen, diesen Vergleich finde ich nicht so gerecht.
Um Deep-Sky gut zu sehen brauche ich Öffnung, aber an Planeten und Mond oder Sonne habe ich ja genügend Licht zur verfügung.
Fakt ist auch das ein 8" mehr auflösen kann als ein 4", doch ob das in der Praxis auch erreicht wird steht auf einem anderen Blatt.
Ein ganz anderer Faktor ist der Kontrast er steht nicht unmittelbar in Verbindung mit der Auflösung.
Und in Sachen Kontrast zeigt sich oft in der Praxis das ein 4" Refraktor ein schöneres und manchmal auch ein höher aufgelöstes Bild liefert als ein 8" Newton.
Es giebt auch schon einige Berichte von Newton besitzern die sich einen Orion ED mit 80mm Öffnung zugelegt haben und jetzt so begeistert sind von der Handlichkeit und Leistung eines so kleinen Instrument, dass sie mehr und lieber damit beobachten wie mit ihren großen Newtons.
Sicher liegt das an den Schwerpunkten die man sich setzt, aber ich denke solche Sternfreunde sin einfach auf den Geschmack gekommen ein schönes und Ästhetische Planetenbild zu geniesen mit einem hohen Kontrast und verzichten dabei lieber auf viele kg zu schleppen zu warten bis das Instrument ausgekühlt ist und ein zwar höher aufgelöstes aber nicht so schönes und blubberndes Bild zu sehen.
Ja es liegt halt im Auge des Betrachters!
Ich persönlich finde beide Instrumente nicht schlecht den 150/1200 oder 1600 und den Refraktor, nur aus meiner Erfahrung und meinen Schwerpunkten würde ich einen 4" f/15 vorziehen wollen.
Was ich noch ins Feld werfen wollte, ich verwende meinen 8" f/8 zum Teil auch auf einer Giro II und kann diese Montierung nur währmstens empfehlen!!!
Diese läuft so Butter weich da könnte sich mancher Dobson was abschneiden davon.
Nachfürung selbst bei 400 fach kein Problem.
Super schnell aufgestellt.
Einblickhöhe Optimal auf dem EQ-6 Stativ.
Und vor allem kann ich noch meine ganzen anderen Teleskope dranhängen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Gruß Uwe