Neuheit : APM SuperED Apo Astrograph 107/700mm

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Re: Photo vs visuell

Hallo Karsten

das hast du richtig erkannt.

Der FSQ ist nun mal ein Astrograph und wird erst mit der optional zu kaufenden Zusatzoptik Q-Extender zum visuellen Gerät dann aber aufgrund der kleinen Q-Extender Linsen nur für kleine Gesichtsfelder.
Dieser Q-extender korregiert die vorhandene sphäärische Aberration im FSQ und die vorhandene chromatische Aberration.
Ein FSQ ohne Q-Extender ist wie ein APQ das ohne Glasweg benutzt wird.
Um den Einstiegspreis beim FSQ niedrig zu halten, wird der Q-extender nur den Kunden empfohlen die auch visuell kucken wollen.

Im Gegensatz zu dir habe ich mit diesen Geräten ziemlich viel Erfahrung und weiss wovon ich rede
 
Re: Photo vs visuell

Zitat von MLudes:
Dieser Q-extender korregiert die vorhandene sphäärische Aberration im FSQ und die vorhandene chromatische Aberration.
Hallo Markus,

muss ja ein echt übles Teil sein, was Takahashi da baut. Als du mir meinen FSQ verkauft hast, klang das irgendwie noch ganz anders. :/

Für mich zählen aber letztlich nur Egebnisse und nicht verkaufsförderndes Gerede. Daß ein FSQ rattenscharf abbildet und daß die Sterne auch noch bei 36x36mm Chips bis in die Ecken rund sind, kann man allenthalben im Netz sehen. Mein CCD-Chip ist zwar nicht so groß, aber die Abbildung des FSQ begeistert mich trotzdem immer wieder. Genauso die Tatsache, daß ich trotz kleiner Pixel (6,45µ) die Farbkanäle nicht einzeln fokussieren muss. Und Verkippungengen wegen zu schwerem Equipment (wie hier gesehen) muss ich bei dem 4" Fokussierer auch nicht befürchten.

Bitte Ergebnisse zeigen und weniger labern. Letzteres glaubt dir eh keiner mehr, dazu hast du einfach zu oft deine Meinung der Marktlage angepasst.

mfg
Torsten
 
Re: Photo vs visuell

Hallo Tortsen,

Daß ein FSQ rattenscharf abbildet und daß die Sterne auch noch bei 36x36mm Chips bis in die Ecken rund sind, kann man allenthalben im Netz sehen. Mein CCD-Chip ist zwar nicht so groß, aber die Abbildung des FSQ begeistert mich trotzdem immer wieder. Genauso die Tatsache, daß ich trotz kleiner Pixel (6,45µ) die Farbkanäle nicht einzeln fokussieren muss.

daß die Sterne bis in die Ecken rund bleiben spricht für das gut
geebnete Bildfeld des FSQ.
Daß du trotz kleiner Pixel die Farben nicht einzeln fokussieren
must spricht für den extrem geringen Farblängsfehler des FSQ.

Denn anders als es MLudes oben behauptet:
Zitat von MLudes:
Dieser Q-extender korregiert die vorhandene sphäärische Aberration im FSQ und die vorhandene chromatische Aberration.

zeigen die Sphärochromasiekurven des FSQ daß der
1) keinen Farblängsfehler der noch zu korrigieren wäre
2) keine sphärische Aberration die man korrigiern müßte

Die Behauptung von MLudes
Zitat von MLudes:
Ein FSQ ohne Q-Extender ist wie ein APQ das ohne Glasweg benutzt wird.
ist schlicht und ergreifend falsch.

Zitat von TorstenK:
Bitte Ergebnisse zeigen und weniger labern. Letzteres glaubt dir eh keiner mehr, dazu hast du einfach zu oft deine Meinung der Marktlage angepasst.

Das hast du schön gesagt :super:

CS,Karsten
 
Re: Photo vs visuell

Karsten, auch dein theoretisches Schönreden ändert nichts an den Tasatchen, denen du ins Augen sehen kannst wenn dir mal einer vors Auge Gerät.


 
Re: Photo vs visuell

Hallo Torsten

wie ist denn bei dieser Brennweite und deiner Kamera die maximale Fokusdifferenz bei den verschiedenen Wellenlängen ?

Deine Antwort ins Diagram eingearbeitet zeigt dir dann welche Längsaberrationen zulässig sind und mit diesen wirst du visuell Farbfehler sehen
 
Re: Photo vs visuell

Herr Ludes*,

auch ihr schlechtreden eines Konkurrenzproduktes ändert nichts
an der Tatsache, daß der Takahashi FSQ einen extrem geringen Farblängsfehler
und eine extrem gute Korrektur der sphärischen Aberration über
einen weiten Wellenlängenbereich aufweist.
Die von ihnen im Anfangsposting verlinkten Sphärochromasiekurven
zum 107mm f/6,5 Dreilinsers ihres unbekannten Kontaktmannes
zeigen,
daß dieses Teleskop nicht einmal bei der Hauptwellenlänge 546nm*
frei von sphärischer Aberration ist.

CS,Karsten

* Tippfehler auf Userwunsch geändert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Photo vs visuell

Hallo Markus,

Zitat von MLudes:
wie ist denn bei dieser Brennweite und deiner Kamera die maximale Fokusdifferenz bei den verschiedenen Wellenlängen ?
Die Frage kann ich dir nicht beantworten, denn zum einen decken die zum Fotografieren verwendeten LRGB-Filter ja jeweils einen breiten Wellenlängenbereich ab (die RGB-Filter teilweise sogar überlappend) und zum anderen kann ich den Einfluß der verwendeten Filter nicht quantifizieren. Ich hatte z.B. mal Astronomik-Filter, die waren weder am FSQ noch am TMB parfokal. Mit den von mir jetzt eingesetzten IDAS-Filtern kann ich bei automatischer Fokussierung mit Focusmax im Rahmen meiner Meßmöglichkeiten KEINE Fokusdifferenz mehr feststellen und verzichte demzufolge auf die separate Fokussierung der Kanäle (Fokusierung erfolgt nur mit L-Filter). Soweit die Praxis - der FSQ funktioniert einfach. :biggrin:

Zitat von MLudes:
Deine Antwort ins Diagram eingearbeitet zeigt dir dann welche Längsaberrationen zulässig sind und mit diesen wirst du visuell Farbfehler sehen
Mal ehrlich, wer einen FSQ visuell einsetzt, der hat den Sinn dieses Teleskops nicht verstanden. Ich weiß zwar, daß man das im Prinzip mit dem Extender machen kann und die Ergebnisse recht ordentlich sein sollen, aber selber kam ich noch nie auf die Idee, die Kamera wieder abzubauen - das Ding funktioniert einfach zu gut mit Kamera. Und das, obwohl der Extender bei mir rumliegt, war damals bei den von dir angebotenen FSQs inklusive (soviel zum Thema Einstiegspreis niedrig halten).

Ich kann ja nachvollziehen, daß du dein neues Teleskop marketingtechnisch gerne mit dem FSQ auf eine Stufe stellen würdest. Und einen FSQ-Killer zum halben Preis - wer wünschte sich das nicht. Aber es bleibt, selbst wenn alles perfekt funktioniert (der Nachweis ist natürlich noch zu erbringen), ein Äpfel-und-Birnen-Vergleich. Ein FSQ hat f/5 und eine eingebaute Bildfeldebnung, dazu gibts sogar noch mal einen perfekt zum Gerät passenden Reducer sowie Extender. Und nicht zu vergessen die massive Mechanik - an den OAZ des FSQ kann man auch die schwersten Kameras samt sämtlichem denkbaren Zubehör dranhängen ohne daß da etwas verkippt. Außer der Öffnung sehe ich nicht viele Überschneidungen mit dem hier vorgestellen Teleskop. Also bitte realistisch bleiben.

mfg
Torsten
 
Wenn Herrn Ludes mal wer sachlich kommt...

dann ist die Standardrüpelei unseres Händler-Kantensteins schlicht "keine Beobachtungserfahrung", in Varianten kann noch "schlechte Augen" nachgelegt werden.

ER hat alles gesehen. ER hat die Connections und schaut bei der Herstellung aller Fremdfabrikate zu. SOLANGE er sie nicht auf Lager hat.

WAS er auf LAGER hat - da kennt er den Hersteller SELBST NICHT, da kommt das Gerät aus dem CHINESISCHEM NEBEL, könnte aber zufällig bei Ohara statt in einen Frachtcontainer aus Versehen in eine Schleifmaschine gefallen sein.

Blödes Gelaber um mit Händen und Füßen, ausgefahrenen Krallen, irgendwie die Fahne "Ehrlich" noch von unter der Wasserlinie an die Oberfläche der trüben Brühe zu bringen.

CS
Sven
 
Re: Photo vs visuell

Hallo,

als langjähriger Benutzer eines FSQ N wundere ich mich sehr über manche Aussagen. Nun gut, zur Praxis:

Zitat von MLudes:
Der FSQ ist nun mal ein Astrograph und wird erst mit der optional zu kaufenden Zusatzoptik Q-Extender zum visuellen Gerät [...]

Natürlich habe ich meinen FSQ für die Astrofotografie gekauft, wie wahrscheinlich jeder, der dieses Gerät besitzt. Aber visuell ist er sowohl bei f/5 wie auch mit dem Extender Q bei f/8 ein Traum. Und ebenso liefert er auch bei f/8 eine hervorragende Abbildung, die für die Astrofotografie taugt; leider mit einem durch den T2-Durchlass beschränkten Feld. Dennoch hält mich das nicht ab, mit einer STL11000 bei f/8 damit zu fotografieren.

Zitat von MLudes:
Dieser Q-extender korregiert die vorhandene sphäärische Aberration im FSQ und die vorhandene chromatische Aberration.

Ich meine mich zu erinnern, dass dies genauso in der Verkaufsbroschüre zum Extender Q 1.6x stand. Von mir aus. Allerdings habe ich auch bei f/5 keinen Farbfehler oder -saum zum Beispiel am Mond oder bei der Beobachtung von Sternhaufen sehen können. Und die Sterne waren selbst mit einem 35 mm Panoptic relativ sauber abgebildet. Die Abbildungsqualität wird wohl mindestens genauso vom Okular wie vom Objektiv beeinflusst ...

Zitat von MLudes:
Ein FSQ ohne Q-Extender ist wie ein APQ das ohne Glasweg benutzt wird.

Diese Aussage kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Wie kommst Du darauf?

Zitat von MLudes:
Im Gegensatz zu dir habe ich mit diesen Geräten ziemlich viel Erfahrung und weiss wovon ich rede

Mit welchen Geräten hast Du ziemlich viel Erfahrung? Wieviel? Warum vergleichst Du dann einen Astrographen (für Bildfelder im Großformat) mit einem eher Allround-Gerät, dass aber im fotografischen Bereich seine Eignung noch beweisen muss? Mir ist hier eindeutig Polemik auf Kosten der Sachlickkeit im Spiel.

TJ


 
Re: Photo vs visuell

Hallo Markus,

Vorschlag: Du schreibst einfach gar nichts mehr über Takahashi,
das würde Deine Unsinn-Quote drastisch verringern.

Ein FSQ 106 ED bestätigt beim Sterntest zu 100% die Diagramme zur
Sphärochromasie auf der optischen Achse:
Super sphärische Korrektur, keine Farbe.
Er ist kaum vom völlig perfekten TSA zu unterscheiden.

Falls jemand einen Extender-Q verwendet, tut er das für höchste Vergößerungen.
Daß Du in diesem Zusammenhang das kleine Gesichtsfeld (übrigens 44 mm)
monierst ist hanebüchen.

Weiterhin klaren Himmel

Stefan Schuchhardt
Intercon Spacetec
 
Re: Photo vs visuell

Da auf diesem Forum von Anfang an gezielt durch einige Herren versucht wird dieses neue Produkt durch den Schmutz zu ziehen, ohne das einer dieser Herren das Produkt in den Händen hatte und auf Einwände , Argumente nur negativ eingegangen wird, ziehen wir uns aus dem Thread zurück.

Weiterhin viel spaß beim negativ Denken , könnte auch sagen typisch Deutsch

 
Re: Photo vs visuell

öhm,

bedeutet das jetzt, dass es das versprochene Testergebnis auch nicht mehr gibt? Ö.ö

Grüße/CS

Carsten
 
Re: Photo vs visuell

Lieber Herr Ludes!
Bisher habe ich das ganze hier mit Interesse, Erstaunen und gelegentlicher Heiterkeit still verfolgt. Bei B...shit wie "typisch Deutsch" platzt mir aber der Kragen. Damit streuen Sie etwas zu breit. Meine schwebende Kaufentscheidung bei APM ist damit erledigt. Vielleicht klappt's ja bei den Ami's besser (die sind nicht typisch Deutsch und Rechtschreibung ist auch nicht so wichtig)...

Viel Erfolg noch!
 
Re: Photo vs visuell

Moin Markus,

ich fühle mich mal mit angesprochen, und mal zur Hirnwäsche: Nicht das Gerät wird in den Schmutz gezogen, nur man lässt sich hier im Forum nicht mehr jeden Marketing-Unsinn erzählen, ohne den zu hinterfragen.
Es gibt dann Händler, die argumentieren geschickt, es gibt auch Händler, die lassen sich mal zu ehrlichen Aussagen hinreissen, und es gibt auch APM-Telescopes, bei denen immer das, was gerade verschleudert werden muss oder auf Lager Staub ansetzt die Krönung der Creme de la Creme ist. So lange, bis halt etwas anderes rausgehauen werden muss.

Soll das wirklich eine langfristige Verkaufsstrategie sein? Eigentlich zieht das ja nur beim Gelegenheitsleser, der die ganzen Widersprüche im Verlauf der Jahre nicht überblicken kann.

Tja, man kann eben nicht sagen "typische Händler". Aber typisch APM, das kann man in diesem Thread vom Anfang bis zum Ende festhalten.

MfG
Sven Wienstein
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Moin Zusammen,

Was mich in diesem Zusammenhang mal interessieren würde: was ist eigentlich wirklich schwieriger, ein paar Aluteile (Objektivfassung) auf wenige 1/100tel mm genau zu bearbeiten oder Linsen auf wenige nm...?

Viele Grüße Felix
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Moinsen,

da kann ich ein wenig helfen. Ich hatte mal eine recht interessante Unterhaltung mit einem deutschen Mikroskop-Hersteller, für den wir ein paar Drehteile liefern. Da gings um Prototypen-Bau und das wir die aus Kostengründen meist von Hand drehen/fräsen würden. Seine Aussage dazu: Auch bei einer Losgröße 1 geht alles auf die CNC-Optikschleifmaschinen, da es auf der ganzen Welt keinen Menschen gäbe, der freihand die Genauigkeiten hinschleifen könnte, die sie benötigen.

Von daher ist die Fertigung -wenn man es richtig machen würde- abhängig von den enigesetzten Maschinen.

Warum die Optiklinsen von Hand in China, statt in z. B. in Japan auf CNC-Maschinen geschliffen werden müßten mal die Profis hier erläutern.
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo Stefan,

ich bin kein profi, aber einmal meine ich, dass auch in China Schleifmaschinen für die Linsen genutzt werden, und zum anderen ist bei der Schleiftechnik zu beachten, dass bei richtigen Schleifbewegungen der Rohling "den Wunsch hat", eine sphärische Form anzunehmen. Da nun sehr viele und eben gerade die günstigen Optiken auf rein sphärischen Flächen basieren, ist das also auch auf die nötigen Nanometer genau hinzukriegen.
Der letzte Schliff, sei es ein parabolisieren oder sonstiges asphärisieren oder auch das absichtlich etwas chaotische "Zonen wegschrubben" der Amateurschleifer ist das, was ins Geld geht.

Clear Skies
Sven
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo zusammen,

Was mich in diesem Zusammenhang mal interessieren würde: was ist eigentlich wirklich schwieriger, ein paar Aluteile (Objektivfassung) auf wenige 1/100tel mm genau zu bearbeiten oder Linsen auf wenige nm...?

Ich denke das Problem liegt nicht an der Genauigkeit der Alufassung, sondern den Toleranzen im Linsendurchmesser. Außerdem frisst die Temperaturdehnung des Alu ein paar 1/100 schnell auf, und dann kriegen die Linsen ordentlich Druck.

Auch bei einer Losgröße 1 geht alles auf die CNC-Optikschleifmaschinen, da es auf der ganzen Welt keinen Menschen gäbe, der freihand die Genauigkeiten hinschleifen könnte, die sie benötigen.

Das wird ähnlich sein wie beim Spiegelschleifen von Hand: man kann die gewünschte Brennweite nur ungefähr erreichen, da die Korrektheit der Flächenform Vorrang hat.


Warum die Optiklinsen von Hand in China, statt in z. B. in Japan auf CNC-Maschinen geschliffen werden müßten mal die Profis hier erläutern.

Zumindest bei mechanischen Teilen weiss ich dass in China sehr viel mit konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen produziert wird, auch für größere Stückzahlen. Wir kennen ja die Fotos wo 100 Drehmaschinen mit den zugehörigen Bedienern in Reih und Glied in einer Halle stehen.
Die haben ja auch kräftig alte Maschinen im Westen eingekauft. Vor gut 10 Jahren hatte ich einen Chinesen an der Uni kennengelernt, der hat sein Physikstudium kurz vor dem Examen aufgegeben, weil er dabei war sich im Gebrauchtmaschinen-Geschäft eine goldene Nase zu verdienen. Der hatte damals bereits hunderte Maschinen nach China vermittelt.

Auch in Japan ist es wie bei uns: eine CNC-Maschinenstunde hat ihre Kosten. Ein angelernter chinesischer Arbeiter an einer konventionellen Maschine hat niedrigere Kosten (da die Arbeitszeit im Vergleich zu uns fast gar nichts kostet). Auch die Verfügbarkeit von entsprechend qualifiziertem Personal dürfte eine Rolle spielen.
Am Ende dreht sich alles um Kosten bzw. Gewinn.


Ich denke dass Linsen in den meisten Fällen noch klassisch geschliffen und poliert werden. Mit diesen typischen Schleif-"Mörsern". Zumindest wird das auch heute noch bei einem deutschen Optik-Sensor-Hersteller so gemacht, wo ich das letztes Jahr in der Fertigung gesehen hatte.

Die manuelle und (traditionelle) maschinelle Herstellung von Linsen ist übrigens sehr ausführlich in Ingalls A.T.M. Band 3 erklärt.

cs
Martin
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo Zusammen,

wenn ich das richtig verstehe muß also jede Linse eines Objektivs im Idealfall eine individuelle Fassungabhängig vom jeweiligen Außendurchmesser bekommen damit Verspannungen soweit möglich ausgeschlossen werden können?

Viele Grüße Felix
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo,
so dramatisch ist das nicht. Auf CNC Maschinen gefertigte Massenteile - auch optische - werden in der Regel autom. vermessen und und in Massgruppen zusammengeführt. Entsprechend den Istmassen werden dann auch die Gegenstücke selektiert und zusammengefügt. So z.B. im Durchmesser untermassige Gläser in
übermassige Fassungen usw.
Das sind Lächerlichkeiten in mod. Fertigungen.
Nur um den Stand der Technik darzustellen, Zeiss fertigt Serienoptiken für die Halbleitertechnik, die aus mehr als 30 optischen Systemen bestehen. Das können auch die Chinesen.
Dagegen sind herkömmliche Apos. - egal welcher Qualität -Grobschmiedearbeiten.
Diese Diskussionen über solche Apos bekommen in Foren eine Wichtigkeit, die so absurd ist, das sie fast noch den Schwachsinn in Audioforen übertrifft.
Also, tiefer hängen.
Nachsatz: Die Chinesen sind mit Sicherheit in der Lage bei solchen Einfachoptiken jede Qualität zu liefern. Man muss das nur bezahlen wollen.
Pikolomini

 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo Pikolomini,

eigentlich hatte ich von den heutigen Fertigungsmethoden eine ähnlich Vorstellung, anders kenne ich es nicht, umso mehr war ich überrascht wie aufwändig das (angeblich???) gehandhabt wird...

Viele grüße Felix
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo Pikolomini,

Auf CNC Maschinen gefertigte Massenteile - auch optische - werden in der Regel autom. vermessen und und in Massgruppen zusammengeführt. Entsprechend den Istmassen werden dann auch die Gegenstücke selektiert und zusammengefügt. So z.B. im Durchmesser untermassige Gläser in
übermassige Fassungen usw.
Das sind Lächerlichkeiten in mod. Fertigungen.

Na auch wenn das in der Tat heutzutage möglich ist, ist es noch lange nicht die Regel sondern ein sehr seltener Sonderfall.
Wenn heute Inprozessmessungen durchgeführt werden dann um die Einhaltung bestimmter kritischer Schlüsselmaße zu garantieren und nicht um nach Maßen zu sotieren.
Werden diese eingehalten ist auch eine Selektion nach Maßen Volkommen überflüssig und logistischer Unsinn.

Mal was Allgemeines zur CNC Fertigung.
Die wird ja gerne der Konventionellen als Überlegen dargestellt, was aber so generell nicht richtig ist.
Für einfache Konturen wie Sie zb. in einer Objektivfassung zu finden sind hat eine CNC Drehmaschine keinen Systembedingten Vorteil, das kann auf einer Konventionellen Maschine genauso gut erledigt werden.
Entscheidender ist hier eine Vernünftige Maschine, Werkzeug, Messmittel und Personal.
Lediglich bei komplizierten Konturen mit Radien, Tangentialen Übergängen und usw. ist die CNC Maschine dann deutlich im Vorteil da Sie im Gegensatz zur Konventionellen Maschine in der Lage ist diese Kontur exakt abzufahren.

@Martin

Ich denke das Problem liegt nicht an der Genauigkeit der Alufassung, sondern den Toleranzen im Linsendurchmesser.

Warum ist jetzt eigentlich der Linsendurchmesser das Problem, generell ist doch schleifen das exaktere Verfahren so das da sogar eine höhere Genauigkeit zu erreichen sein müsste wie beim drehen der Fassung.

Außerdem frisst die Temperaturdehnung des Alu ein paar 1/100 schnell auf, und dann kriegen die Linsen ordentlich Druck.

Das dürfte wohl das eigentliche Problem sein, es macht keinen Sinn hier um die Einhaltung von Maßen zu sinnieren die mit der Temperatur weit größer schwanken als die Fertigungstollerranzen.

Hier ist die Konstruktion der Fassung der entscheidende Faktor.
Eine Justierbare Fassung ändert ohnehin die Sichtweise.
Hier ist ja hier nicht das Spiel Linse Fassung entscheidend da ja die Linse von der Justiereinrichtung gehaltenwird.

Grüße Gerd
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo Felix.
Moderne CNC Automaten sind Heute so gut, dass sie selbstverständlich sogar schon den Verschleiss am Automaten wärend der Fertigung jedes einzelnen Teils berücksichtigen können.
Z.B. Wenn etwas zerspant - gedreht wird, nutzt sich das Werkzeug - der Drehstahl - ab, dass wird berücksichtigt.
Natürlich werden auch optische Systeme so gefertigt.
Nur, wenn ich als Händler mit Firmen kooperiere, in denen 30 russ. Madgas erst einen Mund voll ATA Scheuerpulver nehmen und darauf einen Schluck Wasser, um dann die Linsen auf Mass zu lutschen, um das den Amateuren dann als letzten Stand der Fertigung zu verkaufen, darf ich mich nicht wundern, wenn der Eine oder Andere ins Grübeln kommt.
Genau so ein Blödsinn ist das angeblich so schwierige Berechnen eines guten optischen Systems. Das ist wahrhaftig keine Tat mehr.
Man muss das aber aufputschen, sonst wäre da kein Sensationseffekt und die Dinger liessen sich schlechter verkaufen. Jeder muss in den Glauben versetzt werden, dass er ein Produkt in einer Qualität erwirbt, die handwerklich nie wieder zu erreichen ist. Nur dann lassen sich die Dinger völlig überteuert an den Mann bringen. Dabei wird übersehen, dass moderne Fertigungstechniken es gerade erlauben, Geräte billiger und besser zu machen als Alte. Nur das darf nicht problematisiert werden, es wäre den ach so guten Geschäften mit der Dummheit abträglich.
Pikolomini
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hi Pikolomini,

Das sind Lächerlichkeiten in mod. Fertigungen.

Wenn das so ist, warum schaffen die findigen Chinesen es dann immer noch nicht, was z.B. die Japaner seit Jahrzehnten können: eine stabile Fertigungsqualität zu erreichen, wo der Kunde seine kostspielige Kaufentscheidung über die Reputation der Firma absichern kann? Entweder sie können nicht, oder es stehen einfach andere Ziele im Vordergrund.


Aber ich will natürlich nicht ausschließen dass das hier vorgestellte 107/700 der Anfang einer wirklich guten und konsistenten Qualität eines Herstellers aus der Billigregion sein kann.

Da ich gerade in diesem Bereich was Fotografisches und kompakt-visuelles suche, wäre ich durchaus aufgeschlossen meine diesbezügliche Meinung weiterzuentwickeln. Ich warte jedenfalls gespannt auf erste unabhängige Tests.


Diese Diskussionen über solche Apos bekommen in Foren eine Wichtigkeit, die so absurd ist, das sie fast noch den Schwachsinn in Audioforen übertrifft.


Das finde ich eigentlich nicht. Wenn der "Apo" auf einem Foto blaue Sternhalos serviert, sieht man das ziemlich eindeutig. Wenn der gleichgroße "Edel"Apo des Vereinskollegen regelmäßig mehr am Planeten zeigt, ebenfalls.


Die lächerlichen "Theorien" eines gewissen Teils der Audio-Szene sind dagegen ein ganz anderes Kaliber.
Diesbezüglich scheinen wir aber die gleiche Meinung zu haben ;)

( Hm, man könnte vielleicht mal versuchen, Netzfilter für Teleskopsteuerungen auf dem ansonsten saturierten Markt zu plazieren... das lohnt sich natürlich nur für wirkliche Vollst-Apochromaten, aber dort müsste es im Hochvergrößerungsbereich einen echten Gewinn darstellen, wenn das Teleskop nicht im Rhythmus der Netzoberwellen schwingt! Das mir jetzt aber niemand diese Idee klaut! *bösguck* :neinnein: )


cs
Martin
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo Gerd.
In Serienfertigung wird heute in der Regel mit für den Gebrauchszweck ausreichender Genauigkeit gefertigt. Damit ist aber die höchst erreichbare Genauigkeit in der Regel nicht gefordert und auch nicht erreicht. So wird z.B. in der Automobilindustrie
zu jedem Kurbelwellenlager - welches genau vermessen wird -,
das passende Pleul mit passendem Mass selektiert. Das ist in der Fertigung billiger, als genauer zu fertigen. Das Vermessen ist vollautomatisch, pneumatisch oder optisch und wenig kostenträchtig. Das schliesst natürlich nicht aus, dass man Linsen und Fassungen ohne Probleme so genau fertigen kann, dass sie auch problemlos miteinander verbunden werden können und ihren Zweck erdüllen.

Pikolomini
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo Martin.
Ich bin sicher, die Chinesen können kontinuierlich gute Qualität liefern. Man muss sich nur an gute Firmen wenden.
Die können das. Wenn ich allerdings nur mit Garagentüftlern zusammenarbeite, die das für einen Bruchteil machen weil ich als Händler meinen Gewinn maximieren will, gibt es möglicherweise Exemplarstreuungen.
Aber in der Regel läuft der Deal so: Ich bestelle 100 Stück,
bekomme 140 geliefert und verzichte auf jede Reklamation.
Ich kann auch 100 Stück erster Qualität ordern und bekomme dann teurer genau 100 Stück erster Qualität.
Rate einmal, welchen Weg die Händler wählen?

Pikolomini
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hi,
Ich bin sicher, die Chinesen können kontinuierlich gute Qualität liefern. Man muss sich nur an gute Firmen wenden.
Die können das.
Und von was träumst du Nachts? :D

Mein Arbeitgeber hat eine eigene Fertigung in China aufgebaut- wo nach unseren Qualitätsvorgaben gearbeitet wird- oder sagen wir mal- gearbeitet werden sollte.

Die Leute vor Ort wurden teilweise in Deutschland geschult, teilweise auch von unseren Leuten vor Ort- die Qualität, die geliefert wird, ist nach unserem Verständnis regelmäßig nicht zufriedenstellend.

Wenn unsere Leute mit den Zuständigen über Qualitätsmängel sprechen ernten sie ein freundliches Lächeln- das können die dort sehr gut, mehr aber nicht.

In der Fabrik dort werden keine kleinen Sachen gebastelt wie z.B. so ein Telskop, es geht um Geräte zum Stückpreis Größenordnung 10k€ aufwärts.

Gruß
Stefan
 
Re: Die Krönung der Creme de la Creme

Hallo,

vorsicht, Pikolomini ist so eine Art [zensiert] hier im Forum.
Kein Mensch weiss, ob er je durch ein Fernrrohr den Sternenhimmel betrachtet hat, geschweige denn durch einen Apo ( egal welcher Art).

Wer genauer wissen will, mit wem man es bei Pikolomini zu tun hat, muß sich allerdings durch diese Threads kämpfen:

Pikotroll1

und so weiter:

Pikotroll2

Also, geistreiche Antworten auf Beiträge könnt Ihr von Piko nicht erwarten.

Viele Grüße, Jürgen
 
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