Okular mit viel Weitwinkel für 16" Dobson

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Dane Vetter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe letztens ein 16" Dobson hier im Forum ergattert, und konnte es gestern Abend zum ersten mal unter klarem Himmel testen. Ich habe es mit vorhandenen TS-Optics Planetary HR Okularen in 2,5mm, 6mm, 15mm, 25mm ausprobiert. Ich würde mir zum Teil etwas mehr Blickfeld wünschen, um die Objekte schneller zu finden. Ich frage mich nun, ob solche Weitwinkel Okulare eine gute Bereicherung wären. Als Beispiel so etwas wie das hier:


Kann man so einem einen grösseren Bereich im Himmel betrachten, und den Vorteil einer grossen Öffnung nutzen, so das man Deep Sky Objekte noch erkennen kann?

Da ich bisher keine anderen Okulare wie die TS-Optics Planetary HR kenne, sind diese denn auch einem 16" sinnvoll? Oder würde es sich hier lohnen in teurere zu Okulare investieren? Ich habe leider keinen Vergleich. Ist die Helligkeit der Objektive neben der Adaption der Augen auch von den Okularen abhängig? Erscheinen z.B. Kugelsternhaufen mit einer höherwertigen Okular etwas heller?

20210606_123416_1x1.jpg
 
Hallo zusammen,

ich habe letztens ein 16" Dobson hier im Forum ergattert, und konnte es gestern Abend zum ersten mal unter klarem Himmel testen. Ich habe es mit vorhandenen TS-Optics Planetary HR Okularen in 2,5mm, 6mm, 15mm, 25mm ausprobiert. Ich würde mir zum Teil etwas mehr Blickfeld wünschen, um die Objekte schneller zu finden. Ich frage mich nun, ob solche Weitwinkel Okulare eine gute Bereicherung wären. Als Beispiel so etwas wie das hier:

Klar, so ein Dobson schreit förmlich nach XWA Okularen.
Die XWAs sind ja alle ziemlich baugleich, aber kamen nicht die von APM ein bisschen besser weg?

Kann man so einem einen grösseren Bereich im Himmel betrachten, und den Vorteil einer grossen Öffnung nutzen, so das man Deep Sky Objekte noch erkennen kann?
Der Bereich, das wahre Gesichtsfeld, das man sieht, hängt von der Vergrösserung und dem Sehwinkel des Okulars ab.
Grösserer Sehwinkel => grösseres wahres Gesichtsfeld
Höhere Vergrösserung => kleineres wahres Gesichtsfeld
Dieser Zusammenhang ist aber unabhängig von der Öffnung.

Die grössere Öffnung bewirkt "nur" eine höhere Lichtsammel-Leistung, mehr Photonen (~ Fläche ~ D^2).

Da ich bisher keine anderen Okulare wie die TS-Optics Planetary HR kenne, sind diese denn auch einem 16" sinnvoll? Oder würde es sich hier lohnen in teurere zu Okulare investieren? Ich habe leider keinen Vergleich. Ist die Helligkeit der Objektive neben der Adaption der Augen auch von den Okularen abhängig? Erscheinen z.B. Kugelsternhaufen mit einer höherwertigen Okular etwas heller?
Andere Okulare kannst du selbstverständlich benutzen. Sind alle irgendwie sinnvoll.
Einfach ausprobieren. Ich bin allerdings absoluter Fan der Extra Weitwinkel Okulare.

Helligkeit von Objekten ist von der Grösse der Öffnung und der Vergrösserung abhängig.
Grössere Öffnung => mehr Helligkeit
weniger Vergrösserung => mehr Helligkeit

Wichtig zur Sicht/Erkennbarkeit bei flächigen Objekten ist aber eigentlich der Kontrastunterschied zum Himmelshintergrund.

Deswegen empfehle ich immer das freie Eye&Telescope, das das einzige Programm ist, das diesen Kontrast (CAT genannt) für eine beliebige Kombination aus Teleskop/Öffnung, Okular/Vergrösserung und Qualität des Himmels/sichtbare Grenzgrösse berechnet.

Gratulation, super Gerät.
Und gleich noch eine EQ-Plattform!

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dane,
mit dem 9mm 100° gewinnst Du nicht viel. Du bleibst bei heftiger Vergrößerung, das Auffinden wird damit nicht leichter.
Du wünscht Dir, größere Felder zu überblicken. Dafür brauchst Du Okulare, die vor Allem mehr Brennweite haben. 30mm oder 40mm.
Solche nehmen wir an unseren 16-Zöllern gern zum Auffinden, aber auch ebenso gern zum Beobachten.

Spiel doch mal mit dem Field of View Calculator von astronomytools. Da siehst Du sofort, wie sich verschiedene Okularbrennweiten und scheinbare Gesichtsfelder an Deinen Objekten der Begierde in Deinem Dobson auswirken. Schau auch ruhig mal nach 2" Okularen.



CS

Dietmar
 
Hallo Peter,

danke für deinen Input. Ich muss hier überall noch Erfahrungen sammeln, auch was die Okulare angeht. Aber das hört sich schon gut an, das so ein Extreme Weitwinkelokular sinnvoll wäre. Die scheinen wohl alle 100 Grad zu haben, aber auch verschiedene Angaben an Millimeter wie die herkömmlichen okulare. Was ist hier sinnvoll?
 
Hi,

einfach so einen FOV Calculator benutzen, wie von Dietmar @MeisterDee oben verlinkt oder noch visueller einfach Stellarium benutzen.

In Stellarium gibt es eine Okularansicht. Da kann man die Objekte mit einer eingegebenen Kombination von Okular und Teleskop betrachten und sieht dabei das wahre Gesichtsfeld.

Die XWAs unterscheiden sich nicht von anderen Okularen. Ihre Brennweite ergibt genauso die Vergrösserung (= f Teleskop / f Okular).

Gruß
Peter

PS:
Ganz vergessen, das Eye&Telescope hat auch eine Okularansicht. Ganz wichtig da wird auch der Kontrastunterschied, die Sichtbarkeit visualisiert. Das macht Stellarium leider nicht. Sollten die Entwickler endlich mal nachrüsten!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke euch. Ich habe mal Planetary HR 25mm Okular mit 58° mit dem 20mm 100 Extreme Okular vergleichen. Da gibt es nicht wirklich grosse Unterschiede.

Also muss es wohl eher ein okular mit z.B. 40mm werden. Aber ich finde bis jetzt mal nichts in der Höhe. Aber ich bin noch am suchen.

EDIT: Ach, es gibt doch einige. Und z.B. 55mm kommt schon eher dran. Der violette Ring.

Aber wieso nenne sich die anderen Extreme Weitwinkel Okulare, obwohl das nicht so ist?

Das wäre wohl was, das ich suche: TeleVue Plössl Okular 55mm 2"
 

Anhänge

  • astronomy_tools_fov (2).png
    astronomy_tools_fov (2).png
    466,2 KB · Aufrufe: 268
Hi Dane

zur Okularsuche habe ich hier dieser Tage was geschrieben. Okulare für Orion Skyquest XT8
Mehr dazu findest Du auf meiner HP im Einteigerbereich.

Das vorgestellte XWA ist für solche Geräte sehr gut und bringt deutlich mehr wahres Feld am Himmel.
Das erleichtert auch die Nahführung ist aber in erster Linie im Anblick eine andere Nummer.

Heller werden die Objekte mit geringerer Vergrößerung und mehr Kontrast - sicher aber auch eine bisschen durch wertigere Okulare mit besserer Transmission und Vergütungen. Die volle Öffnung nutzen hat mit nichts zu tun.
Für die DS Beobachtung gilt es die passende Vergrößerung für das Objekt zu finden. Die variiert sehr stark, je nach Objekt.
Und viel am Gesamtergebnis macht dein Himmel und das Umgebungslicht aus.
CS
 
Hi!

Ja das Umgebungslicht ist beim mir hier ein grosses Problem im Garten. Eine Strassenlaterne weiter unten im Garten sorgt dafür, das die Augen sich nie an die Dunkelheit gewöhnen.
 
Aber wieso nenne sich die anderen Extreme Weitwinkel Okulare, obwohl das nicht so ist?
Weil es Weitwinkel Okulare sind. Ich gebe zu, bei Vergleich mit dem FOV-Calkulator sind Missverständnisse möglich. So könnte der Eindruck entstehen, dass wenn die Kringel im FOV-Kalkulator ähnlich groß sind, auch die Okulare ähnlich sein müssen. Vor Allem dann, wenn Okularbrennweiten (mm)und scheinbares Gesichtsfeld (°) gleichzeitig verändert werden. Dann sieht ein 25mm / 58° einem 20mm / 70°sehr ähnlich. Obwohl es das nicht ist..

Die Brennweite (mm) bestimmt die Vergrößerung, also wie groß das Objekt tatsächlich dargestellt wird, das scheinbare Gesichtsfeld (°) bestimmt, wie groß das Bild dabei insgesamt ist. Das wird gern durcheinander geworfen.......

CS

Dietmar
 
Danke für die Erklärung Dietmar. Das ist für mich durchaus etwas verwirrend, besonders auch mit dem visuellen Hilfsmittel des Kalkulators.

Ich weiss jetzt immer noch nicht was nun für mich besser ist.

Ein Okular mit 55mm Brennweite und 50°

Oder ein 20mm 100°
 
Hi,

probier auch mal Stellarium aus. Das macht das mit der Okularansicht ganz gut:
Die Brennweite des Okulars bestimmt in welchem Maßstab/Größe das Objekt dargestellt wird.
Das scheinbare Gesichtsfeld/Sehwinkel des Okulars bestimmt dann wie gross der Kreis in der Darstellung ist.

Man kann damit auch einfach testweise Okulare mit der gleichen Brennweite aber verschiedenen Gesichtsfeldern/Sehwinkeln eingeben.
Dann sieht man sehr schön wie sich das Feld ändert ohne dass sich die Vergrösserung ändert.

MM kann man mit Stellarium auch sehr gut sehen, dass manchmal 2 konkrete Okulare, obwohl sie sich unterscheiden, aufgrund ihrer Kombination aus Brennweite und Gesichtsfeld gar keinen anderen Blick/Feld auf ein Objekt ergeben und damit redundant sind.

Zu den 2 Okularen:

MM nimm das APM. Das TV ist zwar sehr hochwertig aber nur ein Plössel.

Gruß
Peter
 
Hallo,

55mm ergeben bei F4,5 eine AP von 12mm. Das ist viel zu hell für deinen Lichteimer. Sieh dich mal im 30mm Bereich um für möglichst niedrige sinnvolle Vergrößerung und viel Blickfeld.
Ein Nagler 31mm oder ES 30mm wären wohl ideal.

CS,
Florian
 
Achte bei der Okularauswahl auch auf die Austrittspupille (AP) die meiner Meinung nach vom Zahlenwert nicht wirklich über der Sterngrenzgröße , die mit freiem Auge noch zusehen sehen ist, liegen sollte.
Beispiel du hast eine Gremzegröße von 5,5 mag, dann sollte dein Okular mit größter Brennweite eine AP von etwa 5,5 bis 6mm bringen.

Bei einem Teleskop mit f 4,5 wäre das ein Okular von etwa 25-27mm.

Warum diese Empfehlung?
Liegt die Austrittspupille über dem Pupillendurchmesser deines Beobachtungsauges, verschenkts du Kontrast. Der Himmelshintergrund erscheint grau, schwachgraue Details werden nicht mehr wahrgenommen.

Mittlerweile nutze ich am f4,5Dobson aus diesem Grund kaum noch mein 30mm Okular.

Klar kann man auch mit größerer Brennweite beobachten, genauso wie man unter einem aufgehellten Vorstadthimmel durchaus beobachten kann, ohne Not empfehlen würde ich es jedoch nicht, da die Nachteile doch schon groß sind...

Gruß Horst

@AstroPZ :
Früher hatten die TS XWA andere Augenmuscheln als die APM/Lunt XWA, die ansonsten gleich waren. Das hat wohl vielen Nutzern nicht gefallen, sodass TS jetzt auch die Gummiaugenmuscheln einsetzt, wie bei den APM XWA. Somit sind die Okulare meines Wissens nach gänzlich baugleich...

Gruß Horst
 
Hallo Dane

Als Übersichtsokular kommt als einziges nur das ES 30mm/82° in frage. Das gibt es allerdings zur Zeit nur noch gebraucht da hier Lieferschwierigkeiten bestehen, aber wer suchet der findet. Versuche es mal bei E-bay.
Andere Alternativen sind entweder deutlich teurer ( 31er Nagler oder ES 3" 30MM/100°) oder haben nur eine mangelhafte Randabbildung. Längere Okularbrennweiten verbieten sich da erstens der Himmelshintergrund zu stark aufhellt und , zweitens, Du durch die übergroße Austrittspupille an Öffnung verschenkst.
Das 30er-82° ES erfasst einen Bildkreis von 43mm. Den maximalen Bildkreis von 46mm bei 2" erreichst Du erst mit einem 38er Okular bei einem Sehwinkel von 70°. Längere Okularbrennweiten machen immer weniger Sinn. Die Austrittspupille wird nur noch größer und der Sehwinkel immer kleiner. Der erfassbare Bildkreis bleibt aber bei maximal 46mm.
Mir ist kein einziges 38er Okular bekannt welches eine vergleichbar gute Abbildung zum Feldrand hin erreicht wie das 30er ES.
Das maximale Gesichtsfeld erreicht Du erst mit dem 3" 30er/100°-Okular von Es. Es ist "D A S" Übersichtsokular für F4,5 aber dazu müßtest Du Dein Gerät in weiten Bereichen umbauen. Wie so etwas aussieht kannst Du hier nachlesen.
Aber ich denke das wird für Dich nicht in Frage kommen denn der Umbau ist doch schon etwas umfangreich und die ganze Sache wird dann aber richtig teuer....
Über das 25mm/100° von Es habe ich bis heute noch keine "Lobeshymnen" gehört. Es schein wohl nicht ganz so zu performen wie man sich das wünscht und billig ist das Teil auch nicht.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für eure Mühe und die detaillierten Antworten. Ich muss aber ehrlich gestehen, das ich unter den erwähnten Punkten oftmals nichts vorstellen kann. Ich muss solche Dinge oftmals mit eigenen Augen sehen, damit ich mir was darunter vorstellen kann. Zum Beispiel das mit der Austrittspupille und wenn man damit Kontrast verschenkt. Ich glaube ich habe es auch noch nicht so wirklich begriffen wie das Gesichtsfeld und die Brennweite des Okulars zusammenspielt.

Also in dem Fall entweder das was neu in die Runde gekommen ist:

Oder auch weiterhin das APM:

Ich muss hier auch sagen, dass ich hierfür auch nicht zu viel investieren möchte. Mein primäres Zeil ist immer noch die Astrofotografie. Ein professioneller Dobson-Schubser werde ich wohl nie. :-) Das Dobson sollte einfach ein guter Zeitvertreib sein, wenn die anderen Teleskop beim Aufnehmen sind. Wenn es aber eine gute Bereicherung zu meinen oben erwähnten Okularen ist, bin ich gerne bereit meine 200-300 für ein Okular auszugeben, daran sollte es nicht scheitern. Aber Umbauen und noch mehr investieren, wohl eher weniger.
 
Hi,

Okulare sind immer individuell, du wirst durchblicken müssen, gerade wenn du mit/ohne Brille beobachtest.
Wenn es auf Geld nicht drauf ankommt, würde ich zu einem TeleVue Ethos oder ES LER raten. Wobei die Ethos für Brillenträger nur eingeschränkt tauglich sind, da ud damit nicht mehr das gesamte GF überblicken kannst.

also ein Ethos 13mm oder 12mm ES LER

Dann kommt es natürlich noch auf die AP sprich Brennweiten der Okulare an. Für 16" f/4.5 kannst du von 5/6mm über 9mm 12/13mm 20mm bis ca. 30mm gegen. Am Anfang reichen erstmla 3 Okulare aus. Nach und nach die "billig" HR Okulare dutch bessere ersetzen.

cs
Lothar
 
Hallo Dane,

das maximal mögliche Feld ist immer durch das Verhältnis maximale Feldblende zu Brennweite, multipliziert mit 180/Pi begrenzt. Bei den gut 50mm des 2 Zoll Auszugs kann man mit gutem Willen 46mm Feldblende erreichen. Bei 1800mm Brennweite bist du bei etwa 1,4 Grad wahrem Bildfeld, also knapp drei Mondscheiben. Für mehr bräuchtest du einen größeren Okularauszug oder ein Teleskop kürzerer Brennweite. Es gibt zB auch Leute, die schnallen sich einen kleinen Newton als Supersucher auf den großen Dobson.

VG Klaus
 
Hallo zusammen,

danke euch für die Antworten. Ich konnte dieses Wochenende ein gebrauchtes Explore Scientific 82° Ar Okular - 30 mm hier im Forum erwerben, und hoffe, dass es meinen Vorstellungen entspricht.

Parallel suche ich auch schon mal nach einem Okular, welches bei meinem 16" Dobson ideal für Planeten ist. Falls hier jemand von euch auch noch einen guten Tipp hat.
 
Hallo Dane,
die Okularbrennweite sollte man anhand der gewünschten AP (Austrittspupille) auswählen. Für Planeten im Höchstvergrößerungsbereich zwischen 0,7 und 1mm AP
das wären bei dir 3,15 und 4,5 mm Brenneite. Aber das ergäbe eine Vergrößerung von 570 und 400x. Solche Vergrößerungen lassen sich nur sehr selten sinnvoll nutzen, weil die Luftunruhe eine scharfe Abbildung verhindert.
Bi 3,15mm gibt es auch nicht viele Kandidaten für ein konkretes Okular. Mir fällt da spontan die Vixen Hr Reihe ein. Da gibt es eins mit 3,4mm Brennweite.
Für Galaxien sollte man bei etwa 2-3mm AP die besten Ergebnisse haben. Da ist der Himmelhintergrund dunkel genug um auch schwächere Details zu erkennen, aber noch nicht so dunkel, dass eben diese Details verschwinden.
Für die Übersicht sollte man sich an der erreichbaren Grenzgröße orientieren. Aber wenn man Nebel mit entsprechenden Filtern (z.B. OIII) Beobachten will, ist die max AP von 6-7mm wieder sinnvoll.
Das jeweilige Okulardesign ist dann wieder sehr individuell...da hat jeder seine eigenen Vorlieben.
Bevor man jetzt wild draufloskauft, lohnt sich vielleicht der Besuch eines Teleskoptreffen, sollten die in diesem Spätjahr wieder möglich sein...
Da kann man sich nicht nur informativ austauschen, sondern im Idealfall auch Okulare von Sternfreunden mal ins eigene Teleskop stecken und dann direkt vergleichen. So kann man, den für sich passenden Okulartyp ganz einfach herausfinden...
Die Planetarys fand ich z.B. nicht besonders prickelnd, zwar ein angenehmer Einblick, aber im Vergleich zu anderen Okularen ( damals SpeersWaler im Vergleich) sichtbar weniger Brillianz/Klarheit des Bildes...

Grüße Rainer
 
Hallo Dane, APMs XWA Serie bietet doch ebenfalls zu dem bereits von Dir gefundenen 20 mm ein 3,5 mm mit 110° an. Das ist ein wirklich scharfes und wertiges Okular bzw. Serie. Ich nutze die komplette Serie. Bei 4,5 mm würde mir das viel gelobte ES 82° AR 4,5 mm LER einfallen.

CS, Ralf
 
Hallo zusammen,

danke euch! Ein Teleskop treffen wäre sicher mal spannend, aber ob ich es in nächster Zeit zu so einem schaffe, ist fraglich. Aber ja, ich denke für meine Anfänge wäre ausprobieren sicher mal eine prima Sache. Auch um mal das Gefühl zu bekommen, in wie fern sich die Eigenschaften unterscheiden. Ich will jetzt auch nicht blind eine ganze Reihe an Okularen zulegen. Ich wollte vorerst auch nur eines mit einem grossen Sichtfeld haben, und als zweites eines für Planeten. Mehr möchte ich eigentlich vorerst auch nicht, da mein Schwerpunkt auch mehr in der Astrofotografie liegt. Das ES 82° AR 4,5 mm LER behalte ich mal im Hinterkopf. :y:
 
Hallo Dane,
ich habe ebenfalls einen 16" (f/4,5) Dobson.
Meine Okularpalette sieht wie folgt aus:
ES 30mm 82° Übersichtsokular (nehme ich aber aufgrund des Gewicts nur noch selten)
ES 24mm 82° Ist mein leichteres Ersatzaufsuchokular
APM 20mm 100°
ES 14mm 82° Arbeitspferd, kommt recht häufig zum Einsatz
ES 8,8mm 82°
ES 6,7mm 82° Lückenfüller, falls 4,7mm nicht mehr geht und 8,8 noch zu viel ist.
ES 4,7mm 82°
 
Hallo Toni,

bezüglich dem Gewicht habe ich durchaus etwas Sorge in der Handhabung. Ich habe zwar das Dobson zwar ein Gegengewicht, aber es nur für ein Okular einzusetzen... Du hast das ES 30mm 82° und das APM 20mm 100°. Sind die sich nicht recht identisch?
 
Hi Toni,

ich habe das ES 30mm 82° und das APM 20mm 100° nach den ersten Postings hier in Stellarium konfiguriert, mir kam der Unterschied nicht so deutlich vor. Aber ich habe da auch noch nicht so das Gefühl dafür.

Hier wurde ja auch für PLaneten das "EXPLORE SCIENTIFIC 82° LER Okular 4,5mm Ar (1,25")" empfohlen. Durch deine Auflsitung habe ich gesehen, das es noch ein "EXPLORE SCIENTIFIC 82° LER Okular 4,7mm Ar" gibt. Wenn ich das richtig sehe, unterscheiden sich die Okulare nur um 0,2mm. Weißt du zufällig wie es dazu kommt? Oder ist das 4.7er einfach die neuere Version?
 
Es gibt von ES zwei Okulare mit 82°, einmal 4,5 mm mit Argon-Füllung als LER (Long Eye Relief) und eins mit 4,7 mm und Stickstoff-Füllung.
"LER" ist hier Schall und Rauch, 15,9 mm ist so "lala" für Brillenträger.

Unterm Strich werden sich die zwei nicht all zu viel nehmen. Den nächsten Sprung macht dann das TV Ethos mit 100° und 4,7 mm.

Wie immer gilt: Okulare sind Typsache ;)
 
Hallo!

Nur so als kleiner zusätzlicher Input:

Ich habe ebenfalls einen 16'' Dobson und nutze (nach langem Testen) folgende Okulare:

- 31mm TeleVue Nagler (bringt das maximale mögliche Sichtfeld)
- 32mm Denkmeier LOA 3D (2x - eher eine Spielerei)
- 24mm TeleVue Panoptic (2x)
- 13mm TeleVue Nagler (2x)
- 8mm TeleVue Delos (2x)

Dazu dann einen Denkmeier Binoansatz, der mit allen 1,25'' Okularen zum Einsatz kommt und dank seines Powerswitch ( = Barlowschieber mit wahlweise 1,3facher, 2,3facher und 3facher Barlow).

Für mich das ideale Setup.
100° Okulare mag ich persönlich nicht, da meine Augen einen Rand brauchen um sich "festzuhalten", sonst empfinde ich das Beobachten als sehr anstrengend.

Wie du siehst, habe ich nach vielen Test festgestellt, dass mir nur die TeleVue Okulare das zeigen, was ich sehen will. Sie sind, gerade an einem 16'' Dobson, für mich jeden Euro wert.

Grüße, Mario

Aufbau 1-3-2021.jpg
20181010_210655.jpg
 
Hast Recht, mein Fehler. :censored:
 
Danke euch!

Ja das schaut mal nach einem ordentlichen Okularkoffer aus. :-) So ein Binoansatz ist natürlich auch spannend, fällt für mich aber leider flach. Ich leider unter einem verstecken schielen. Ferngläser, Mikroskope u.s.w kann ich dementsprechend leider nicht korrekt nutzen.

Auch gut zu wissen, dass das 4,5LER einen etwas grösseren Augenabstand hat. Könnte für mich als Brillenträger vielleicht nicht ganz unwichtig sein, wobei ich da noch in der Findungsphase bin, ob ich mit oder ohne Brille beobachte. Aber das 4,5LER scheint wohl auch nirgends greifbar zu sein... Das 4.7er aber schon.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben