Thema war der Backfokus des omc-140. Wo liegt der eigentlich?
Mann kann ohne jegliche Probleme die Planetencam mit der kurzmöglichsten Verbindung an das OMC anschliessen, nur so schafft man es auf die nominale Brennweite zu kommen von etwas über 2000mm.
Je weiter die Cam rausteht desdo höher ist die Brennweite. Ich hatte da schon öfters 2200mm Brennweite beim Platesolve mit dem Helicalfokussierer.
Das optimum für die Bildqualität liegt zwischen 60-90mm von der 1.25" Adaptation, soweit ich das nachlesen konnte. Das gibt bei mir Brennweiten rund um die 2070mm.
Praktisch gesehen wer möchte kann da alles was das Herz begehrt an Klappspiegeln, Filterrädern, Rotatoren dazwischen machen, Backfokus hat man sehr viel bei diesem Teleskop.
Ich habe es zwar nicht probiert, aber schätze man kommt da locker über die 270mm Backfokus, ob es was bringt was ich nicht, sehe aber an Hand der Construction des Teleskop das solche Bananen nicht gut sein können.
Auch ne Sache die ich bis jetzt nachlesen konnte sind die Toleranzen bei der Kollimation, die sind extrem niedrig und richtig gemein.
Jedes optische Bauteil muss quasi perfekt ausgerichtet sein im Tubus, das macht die Abbildungsqualität bei diesem Typ von Teleskop.
So wie ich die mechanischen Diskrepanzen sehe bei diesem Teleskop bringt es absolut nichts einen 1/4, 1/6 oder gar 1/10lambda HS drin sitzen zu haben.
Essentiel und obligatorisch ist die maximale genaue Ausrichtung der optischen Komponenten, oder man kann das ganze Teil den Hasen geben.
Ich hatte Glück das mir das jemand durchgerechnet hat der sich damit auskennt, bei einer maximalen Abweichung von 1/10 der Wellenlänge des Lichtes bei 500nm(50nm) kommt da um den Dreh raus rechnerisch eine Toleranz von 0.0002mm für die optischen Komponenten.
Stell dir einfach vor das der FS auf dem Korrektor bei mir 2-3mm ab war vom soll, und immer noch bei nem Tick ab liegt.
(Habe noch keine Justierschrauben in die Korrektor Fassung reingeschnitten, aber sehe es noch kommen um flotter voranzukommen, Material ist jetzt schon vorhanden)
Plus HS Shifting, plus Toleranzen in den Gewinden summiert sich da einiges, und dementsprechend ist die Abbildungsqualität. Da hilft auch kein 1/20lambda Spiegel bei so Sachen. Wichtiger ist das alles zentriert ist.
Ich werde mal sehen wie ich das ganze Ding justiert kriege, und da reicht es nicht bei weitem an drei Schrauben zu drehen an der Rückwand....
Werde Versuchen mittels dem Abrollverfahren das beste rauszukriegen, dabei komme ich nicht drum rum das komplete Teleskop zu zerlegen und Stück für Stück es zusammenbauen mit Messuhren, das wird ein echter Witz, mal sehen ob mir das möglich ist bei den Bauteilen. Das wird äußerst schwer werden!
Und dazu noch ein empfindlicher Carbontubus, bei dem man wie Fuchs aufpassen muss.
Ich hab mich da auf so ein Ding eingelassen.
Wird immense Arbeit geben.
Clear skies,
- Martin