Parameter klassischer Cassegrain 6“ und 8“ von GSO.

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Es geht hier nicht um eine Aufweitung in der Schmidtplatte.
Es geht um die Tatsache das die Apertur bei der Schmidtplatte liegt und nicht beim HS.
Darum muss der HS größer als die Schmidtplatte sein wenn mehr als die Achse zu 100% ausgeleuchtet werden soll.

Grüße Gerd
In der Platte sowieso nicht, die ist 4 oder 5 mm dick. Aber sie lenkt die Strahlen kaum merkbar ab und hat eine Öffnung von 203 mm, so dass ich nicht sehe, wo da das Lichtbündel verengt wird. Man sieht auch, von der Ferne betrachtet, dass nicht der volle HS ausgeleuchtet wird.
 
Hallo Reinhiold,

das müßte man am Ende wohl ausprobieren. Es wundert mich nur, daß alle versuchen ihre Teleskope möglichst zu isolieren um Tubusseeing zu unterdrücken und Du machst genau das Gegenteil. Ich dachte, Ziel ist es die Temperatur möglichst zu vergleichmäßigen, also eine möglichst hohe thermische Trägheit zu erzielen und nicht das Teleskop nur so weit wie möglich abzukühlen.

Gruß

*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Reinhold,
Das Kürzen oder Auswechseln der Fangspiegelblende braucht nur handwerkliches Geschick, wenn es hinterher ordentlich aussehen soll. Das ist bei mir etwas das Problem, schon nur spurlos was davon abzusägen. Und dann bringt es ja nicht so viel.
Klar kann man die Dinger auch so genießen - wie ein Mewlon - einfach angucken. Nein, auch beim Durchgucken..
Aber im Vergleich zum Mak5 und 2080 ist das Gerät kritischer mit Seeing, das hab ich jetzt oft gemerkt. Und bei mir war es so, dass es ohne Isolierung einfach meistens viel schlechteres Seeing hatte als die beiden anderen, oft so schlecht, das nichts schön zu sehen war. Den Grund kenne ich nun. Es ist dann insgesamt so, dass es doch wenig Spaß macht.
Dein Entlacken ist schön. Aber ich glaube nicht dass das beim Bodenstück viel bringt, weil das ja sowieso nach unten guckt und im Austausch mit dem Boden steht. Aber in Kombi mit Bodenlüfter und Isolierung/Abschattung des Tubus wird ein Gerät rauskommen, dass schon richtig Spaß machen kann.
Blankes Alu macht übrigens graue Finger. Ich würde das dann noch klar lackieren.
 
Hallo Reinhiold,

das müßte man am Ende wohl ausprobieren. Es wundert mich nur, daß alle versuchen ihre Teleskope möglichts zu isolieren um Tubusseeing zu unterdrücken und Du machst genau das Gegenteil. Ich dachte, Ziel ist es die Temperatur möglichst zu vergleichmäßigen, also eine möglichts hohe thermische Trägheit zu erzielen und nicht das Teleskop nur so weit wie möglich abzukühlen.

Gruß

Heiko
Zur Nutzen von Isolierung und Akklimatisierung gibt es etwas verschiedene Ansichten.
Mir scheint jetzt klar: Geschlossene Alutuben (vor allem Maks) funzen gut mit Isolierung. Mit guter Isolierung braucht es wahrscheinlich keine Lüftung. Jedenfalls kann ich durchs SCT sofort was sehen.
Bei offenen Blechtuben ist das nicht so ganz klar. Da nutzt wahrscheinlich die Lüftung mehr, sehr wahrscheinlich nützt aber auch eine Strahlungsisolierung auf der Oberseite, vielleicht sogar auch eine thermische Isolierung um den Tubus.
 
Hallo in die Runde,


Wie ist das beim GSO-CC10? Schattet da der Blendschutzzylinder die Hauptspiegelöffnung ab?
ich bin einer der wenigen Besitzer diesen Gerätes und habe es selbstverständlich mal vermessen da die kleineren in der kritik stehen bezüglich dem nutzen der vorhanden Öffnung.

der 10" ist in seiner Konstruktion Perfekt abgestimmt, hier sitzen alle Teile in passender Größe an richtiger stelle, er nutzt 254mm.
Vermessen habe ich am ∞ Schärfepunkt für Visuell mit einem Kurzbrennweitigem Okular mit kleiner feldblende, darauf eine helle Taschenlampe.

die Obstruktion ist übrigens sehr genau 33%

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
In der Platte sowieso nicht, die ist 4 oder 5 mm dick. Aber sie lenkt die Strahlen kaum merkbar ab und hat eine Öffnung von 203 mm, so dass ich nicht sehe, wo da das Lichtbündel verengt wird. Man sieht auch, von der Ferne betrachtet, dass nicht der volle HS ausgeleuchtet wird.
Noch mal es geht nicht um die Achse sondern um das Feld!
Wie viel größer der HS sein muss wird vom Feldwinkel bestimmt.
Licht das unter einem Feldwinkel einfällt wird auch nach der Schmidtplatte in dem Winkel weiter laufen und trifft den HS entsprechend versetzt, da muss die Schmidplatte Garnichts ablenken.

SCT.jpg


Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

einen Gedanken ergänzt, im Außenbereich wirkt die Schmidt-Platte nahezu wie eine planparallele Scheibe. Das entscheidende Kriterium scheint mir der Innendurchmesser der Fassung zu sein.

Im CC6 tritt nahezu an diese Stelle die vorderste Lamelle.

Es wäre mal interessant zu erfahren, welchen Durchmesser die Lamelle im CC6 hat. Stephan?

Im CC8 sind es 205mm.

So wie die Schmidt-Platte die Bildgebung beeinflußt, so vermute ich bei Tubus-Topfkonstruktionen ein Seeing-Thema eher in der Grenzschicht zwischen Tubusluft - die da ohne Unterstützung eher nicht so gerne rauskommt - und der Umgebungsluft.

Gruß, *entfernt*
 
Gerd 2, mit der Achse und dem Feld verstehe ich gerad nicht, aber egal.
Reinhold: Die Lamellen sind wie bei dir größer, so ungefähr 160mm Durchmesser. Und es liegt an keiner Grenzschicht, sondern die Temperaturschichtung im Tubus, die immer auftritt, wenn man nix dagegen tut. Bei offenen Tuben ist das ein Flackern.
Gerd-K(ohler?) an anderer Stelle hast du mal geschrieben, dass die Obstruktion 34,6% beträgt. Also kaum der Rede wert zu 33%
Gruß
Stephan
 
PS: Ähh Niki, hat übrigens schon mal jemand anderes durch Deinen Mewlon geschaut? :ROFLMAO:
Tja, ich denke, einmal war das...
in einer schönen Nacht...
wo wir so eine Führung hatten... :unsure:

IMG_0442.JPG

Wenn die es also nicht schaffen, den Spiegel über den vollen Durchmesser gut zu schleifen, machen sie ihn vielleicht einfach größer,
Jeder Spiegel hat eine gebrochene Kante, die sind ja nicht scharfkantig... ergo: ;) eben - den Rand abblenden macht schon auch Sinn.

lg
Niki
 
Hallo,

Gerd-K(ohler?) an anderer Stelle hast du mal geschrieben, dass die Obstruktion 34,6% beträgt.

Die Abschattung durch den Fangspiegel beträgt somit, bezogen auf 252mm Öffnung, 34,5% lineare Abschattung.
Quelle: 254/3048mm Cassegrain - corcaroli.de

Die Abschattung durch den Fangspiegel beträgt somit, bezogen auf 252mm Öffnung, 34,5% lineare Abschattung.
Quelle: Der 10"/f12 TS Cassegrain - der Astrotreff

Viele Grüße
Gerd
 
Wobei diese Messung meines Erachtens fehlerbehaftet ist,

auf den Bildern ist klar ersichtlich, dass das Scope alles andere als auf Unendlich fokussiert ist, und auf dieser Tapete mit all den Unebenheiten ist wohl kaum eine millimetergenaue Messung möglich.
Aber ich zähle schon wieder Erbsen
 
Tja, ich denke, einmal war das...
in einer schönen Nacht...
wo wir so eine Führung hatten... :unsure:

Den Anhang 233434 betrachten

Jeder Spiegel hat eine gebrochene Kante, die sind ja nicht scharfkantig... ergo: ;) eben - den Rand abblenden macht schon auch Sinn.

lg
Niki
ich meine aber nicht die mm Fase, die ist immer dran, sonst würde man sich ja schneiden, sondern den cm abgesunkene oder steile Kante, die wohl oft vorkommt und wo die Abbildung besser wird, wenn man sie abblendet.

Aber CC6, 8 und 10, mit steigendem Durchmesser werden die nicht nur größer :-) sondern wohl auch besser, bei gleicher Oberflächengenauigkeit der Spiegel. Und teurer und schwerer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

welche Probleme man auch immer der Tubuswandung zuordnen möchte, CC6 und CC8 lassen sich aufwandsarm ohne Tubusrohr betreiben.

Die beiden Prsimenschienen sind glücklicherweise am rückseitigen Flansch und am Fangspiegelring befestigt. Sie können ohne Rohr den Fangspiegelring tragen. Wer Angst vor Verkippen hat kann zwei Leisten an den 90 Grad versetzten Laschen anbringen. Fertig, das wars. Handwerkliches Geschick ist nicht erforderlich.

Stört Streulicht? Bodenthermik? Schwarze Hose drüberziehen …

Der ist dann noch offener als der 10er.

Gruß, *entfernt*
 
… hier am CC8, noch ohne Spiegel und ohne Cassegrain-Spiegel, nur um zu zeigen, dass das unaufgeregt für den CC6 mit ein wenig schrauben flott zu erledigen ist … kein Tubus, kein Tubusseeing.

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Gerd 2, mit der Achse und dem Feld verstehe ich gerad nicht, aber egal.

Die Zeichnung macht das doch deutlich.
Aber gut zum Vergleich noch mal das klassische Cassegrain

CC8.jpg

SCT
SCT.jpg

Und nun die Frage, was ist anders?
Wer den Unterschied erkennt sieht auch warum das SCT einen HS benötigt der größer als die Apertur ist wenn auch noch etwas Feld zu 100% ausgeleuchtet werden soll.

Grüße Gerd
 
Wobei diese Messung meines Erachtens fehlerbehaftet ist,


auf den Bildern ist klar ersichtlich, dass das Scope alles andere als auf Unendlich fokussiert ist, und auf dieser Tapete mit all den Unebenheiten ist wohl kaum eine millimetergenaue Messung möglich.
Aber ich zähle schon wieder Erbsen

Und woran siehst du das denn so klar?
Außerdem, angenommen es es ist nicht auf unendlich fokussiert.
Dann kann man zwar nicht exakt sagen wie groß die Öffnung ist aber wie groß die Obstruktion in % lässt sich in jedem Fall ganz genau bestimm.
Einfach die 86mm der Abschattung an der Wand durch die 252mm des hellen Flecks und fertig.
Das Verhältnis bleibt immer gleich, ganz egal ob auf unendlich fokussiert wurde oder nicht.
Und ob die Wand nun bucklig ist oder nicht ist völlig Wurst.
Hautsche das Lineal bzw. die Schmiege ist gerade. Darauf ist die Abschattung bzw. der Lichtfleck ja schließlich auch zu erkennen.

Grüße Gerd
 
[…] Es wundert mich nur, daß alle versuchen ihre Teleskope möglichst zu isolieren um Tubusseeing zu unterdrücken und Du machst genau das Gegenteil. […]
Hallo Heiko,

keineswegs „alle“, das sind nur ganz wenige. Und worauf der gelegentliche Erfolg der Maßnahme zurückzuführen ist, bleibt aus wissenschaftlicher Sicht praktisch im Dunkeln, bedient eher eine gewisse Vorstellungswelt von wabernden Luftmassen, die sich an der Tubuswand entlangschlängeln mögen und denen man nur andere Temperaturen präsentieren müsste. Ich habe den Verdacht, es liegt eher nicht an der Wärmeisolation, sondern an der oftmals verwendeten Alukaschierung, die als Strahlenschutzschirm wirken kann, und ein Temperaturgefälle in Einzelfällen und bestimmten Beobachtungssituationen mindern kann. Und zudem, was an geschlossenen Tuben funktionieren kann, muß nicht zwingend an vorne offenen Teleskopen funktionieren oder sinnvoll sein. Ich bezeichne diesen Teleskoptyp als Topfkonstruktion, besonders wenn die Spiegelseite richtig luftdicht ist, wie etwa beim Takahashi Mewlon.

Es würde mich wundern, wenn Takahashi da etwas versäumt hätte …

Gruß, *entfernt*
 
… interessant ist auch, was Takahashi dazu in einer Anleitung erläutert


Takahashi hat das Thema „Tubusseeing“ erkannt und beschrieben, wenn auch nicht unter der Bezeichnung. Der Tubus ist nicht isoliert. Nach dem Lüften für die Temperierphase des Hauptspiegels wird der Tubus rückseitig geschlossen, die Luftströmung gestoppt, und das Beobachten darf beginnen. Ich traue Takahashi durchaus zu, dass die vordere Innenwölbung des Tubus nicht nur designerische Aspekte hat, sondern auch strömungstechnische.

Am Ende gibt der Erfolg oder Misserfolg der jeweiligen Maßnahme dem jeweiligen Konstrukteur „recht“ oder „nicht recht“. Und ob das kausal war oder Zufall, das bleibt dann eine eigene Untersuchung wert.

Und wenn die Schnittzeichnung einigermaßen realistisch ist, dann ist die Apertur kleiner als der Hauptspiegel.


Auf mich macht das Mewlon optisch und seeingtechnisch einen durchkomponierten Eindruck.

Gruß, *entfernt*

Was den CC6 betrifft: Wer nicht umbauen will, müsste mit fünf oder zehn Minuten Handventilator das Instrument ebenso wie Takahashi mit natürlicher Konvektion in Einsatzbereitschaft bringen. Und wie schreibt Takahashi, es gibt klare Nächte, die sind für alles gut, nur nicht fürs Sterne schauen … das liegt dann nicht am Teleskop.
 
… und beim 250er/300er Mewlon, der keine aktive Belüftung mit Ventilatoren hat, ging Takahashi den Weg und öffnete die Rückseite großzügig:


Das ist auch mein Credo: Lüften, Lüften, Lüften und nochmals Lüften …

Das Bild ist ja uralt.
Die Großen Mewlon haben 3 aktive Lüfter.

Mewlon250-K | Mewlon-250CRS Tubus Komplettpaket (250/2500 Dall Kirkham)

Automatische Lüfter-Steuerung

In der Rückwand sind drei vibrationsfreie Lüfter zum schnelleren Auskühlen des Hauptspiegels verbaut. Auch sie können über den Computer angesteuert werden, somit ist das M-250CRS ein voll fernsteuerbares Teleskop! Es sind insgesamt drei Temperatur-Sensoren verbaut, einer am Hauptspiegel, einer im Tubus, sowie einer an der Außenseite. Die Steuerung der Lüfter erfolgt automatisch, wenn sich die Temperatur des Hauptspiegels an die Umgebungstemperatur angeglichen hat, schalten sie sich aus.

Man muss aber auch sehen das die großen massereichen Spiegel der großen Mewlon deutlich mehr Wärme speichern und so viel länger brauchen um auszukühlen. Daher hier das Konzept mit den Lüftern.
Bei den kleineren Mewlon kann man auf Lüfter verzichten.

Auch interessant.
Bei den großen sitzt ein Korrektor im Blendrohr.
Kleiner Kniff dabei, er reduziert auch die Systembrennweite auf F10.

ch traue Takahashi durchaus zu, dass die vordere Innenwölbung des Tubus nicht nur designerische Aspekte hat, sondern auch strömungstechnische.

Diese Innenwölbung hat keine strömungstechnischen Gründe sondern optische.
Es ist eine Blende.
Die Idee ist nicht neu aber hier besonders schön umgesetzt.
Andere machen das zb.an der Taukappe vom APO genauso.


Und wenn die Schnittzeichnung einigermaßen realistisch ist, dann ist die Apertur kleiner als der Hauptspiegel.

Wie schon geschrieben hat der Mewlon 210 einen HS mit 220mm.
Das kann man nachlesen, man muss das aus keiner Zeichnung schätzen.



Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

was ist jetzt deine Botschaft? Hat Takahashi - modellbezogen - alles richtig gemacht? Oder fast alles?

Was wäre die Konsequenz(en) für den CC6? Was würdest du konkret für den CC6 vorschlagen?

Unreine Gedanken:
Lamellen entfernen und eine Apertur vorne anbringen?
Tubusrohr entfernen und offen betreiben?
Lassen wie es ist?

Unterscheidest du zwischen Temperierphase und Beobachtungsphase?
Wenn ja, welche konstruktiven Konsequenzen ziehst du für den CC6 daraus?

Gruß, *entfernt*
 
Und woran siehst du das denn so klar?
Außerdem, angenommen es es ist nicht auf unendlich fokussiert.
Dann kann man zwar nicht exakt sagen wie groß die Öffnung ist aber wie groß die Obstruktion in %
Mein Bruder hat das Gerät, ohne Zenithspiegel kommt man nicht in den Fokus. Wenn es nicht auf Unendlich fokussiert ist würd ich nicht davon ausgehen dass bei diesem Cassi die Verhältnisse so bleiben, da beim Fokus auf Unendlich die HS Öffnung gerade eben so hinten ankommt, Blendrohreingang und FS-Becherrand berühren gerade den Strahlenkegel, kann also sein dass die bei anderer Position beschneiden. Außerdem sind bei Fokus Unendlich der Becher, die HS Befestigung und das reinragende Blendrohr genau Deckungsgleich, wenn man intrafokal reinschaut statt auf unnendlich ist das nicht mehr so, deswegen bin ich der Meinung, dass das Ergebnis dadurch verfälscht wird. Wenn das benutzte Okukar dann noch einen großen Feldblendendurchmesser hat, werden die Ränder wegen der dann vorhandenen Feldausleuchtung sehr verwaschen (sieht jedenfalls auf den Bildern danach aus) da korrekte Werte zu messen ist quasi unmöglich.
Aber wie gesagt, das ist an der Stelle schon sehr erbsenzählerei, 33% oder 34,6% ist nun wahrlich kein bedeutender Unterschied. Anders als beim Skymax 180, der 32% statt 25% hat.
 
Aber wie gesagt, das ist an der Stelle schon sehr erbsenzählerei, 33% oder 34,6% ist nun wahrlich kein bedeutender Unterschied. Anders als beim Skymax 180, der 32% statt 25% hat.
Wenn man ein Teleskop bereits besitzt, mag es für einen selbst keinen Unterschied machen, ob jetzt 33% oder 34,6%. Man darf vermuten, dass 1,6% Unterschied sich in der konkreten Beobachtung nicht zuordnen lassen.

Wenn es allerdings um das Veröffentlichen von Meßergebnissen geht, und das ist hier der Fall, dann ist natürlich gut, wenn die Meßergebnisse den Sachverhalt treffen und ordentlich zustande gekommen sind. Dein Nachhaken ist also wertvoll.

Ein Parameter „Obstruktion“ ist einer der vielen Parameter, die Käufer vor einer Kaufentscheidung berücksichtigen. Im Quervergleich mit anderen Teleskopen können dann bereits geringe prozentuale Unterschiede über Wohl und Wehe entscheiden.

Ich möchte es nicht gewesen sein, der über ein Teleskop etwas Falsches sagt, von dessen Verkauf ein anderer lebt.
 
Hallo zusammen,

nur noch kurz, dann ziehe ich mit dem Umbau des CC8 in einen anderen Thread um.

Im Lieferzustand handelt es sich um eine hauptspiegelseitig luftdichte Topfkonstruktion. Ich bringe nun rückseitig drei Lüftungsschlitze ein.

Zum einen möchte ich damit eine weitere Verkürzung der Temperierphase des Hauptspiegels erreichen.
Im Tubus selbst soll der Luftaustausch mit der Umgebungsluft erleichtert werden. Ziel ist die Vermeidung der Ausprägung von Luftschichten unterschiedlicher Brechungsindices während der Beobachtungsphase.

Sollte sich das nicht bewähren, kann ich die Öffnungen wie von Takahashi für deren Topfkonstruktion empohlen, während der Beobachtungsphase abdecken, also schließen.

Da ich keine Fräse nebst Rundtisch habe, bohre und feile ich die Schltze aus. Anbei ein Foto vom Zwischenstand.

CCD9DB52-BAD6-442A-9A72-C5A499676938.jpeg

Grüße, *entfernt*
 
Gerd,
diese Innenwölbung des Tubusrands am Ende, die es aussehen macht wie eine Strahltriebwerk aus den 60igern und allemal ein Hingucker ist, welchen optischen Vorteil hat die? Ich hab bei mir ganz vorn ja noch ne zusätzliche Blende reingemacht, weil da noch Platz war ohne an einen konkreten Nutzen zu glauben außer dass sie vielleicht etwas Feuchtigkeit abhält.

Zur Lüftung der Mewlons: Die großen haben also Ventilatoren. Aber der dickere Spiegel ist nur ein Grund. Wie aber schon oft geschrieben hat man diese permanente Temperaturschichtung in jedem Tubus, wenn nicht isoliert oder gelüftet wird. Isolieren des schönen Mewlon ist so eine Sache, also Lüftung.
der Mewlon 180 müsste die gleichen Probleme zeigen wie das CC6.

Reinhold,
da machst du dir schön viel Arbeit, richtige Liebhaberei. Kann es jetzt nicht passieren, dass der Spiegel von außen her auskühlt und innen lange wärmer bleibt?
Bei mir ohne den Tubus geht nicht so direkt, da fehlt die Losmandy-Schiene. Hatte mir aber schon ein gebogenes 4 mm Alublech bereitgelegt, nicht um den Tubus zu ersetzen, sondern meine Sorge war, dass die Vixenschiene sich in der Kälte mehr zusammenzieht als der Blechtubus und so das Gerät einseitig aus der Kollimierung ziehen könnte. Grob geschätzt war die Längenausdehnung bei Stahl und Alu auf der Länge bei 30° Abkühlung ungefähr bei 0,1mm. Aber da ich immer am Stern, wenn es kälter ist, die Feineinstellung mache, ist mir der Effekt noch nicht aufgefallen.
Gruß
Stephan
 
Parameter Spiegeldicke CC8: circa 26mm Außenseite.

Hallo Stephan,

über die unterschiedliche Wärmeausdehnung des Stahltubus und der Aluschienen habe ich auch ansatzweise nachgedacht. Wenn alle Schrauben ordentlich festgezogen sind, gerät das Ganze richtig unter Spannung. Wenn man die Schienen vorne einen Ticken lockert, dass die Wärmeausdehung gerutscht werden kann, sollte das kein Thema werden. Bei mir verschwinden die Schienen irgendwann komplett, weil ich das CC8 in eine C8-Gabel setze.

Zum Spiegel, o ja, der ist massiv. Der dürfte seine Zeit zum Temperieren brauchen, also bis er homogen durchtemperiert und fertig zum Beobachten ist.
Ich versuche, wenn irgend möglich ohne elektrische Ventilatoren auszukommen. Daher die drei Schlitze. Ich nähere mich damit gedanklich einem Kamin, wenn das Teleskop in der Temperierphase senkrecht steht. Ob und wieviel „Zug“ da zustande kommt, werde ich sehen. In der Nacht kann die warme Luft, des ehemals warmen Spiegels vorne beschleunigt raus, so der Gedanke.

Was der Spiegel in der Temperierphase macht, stört mich nicht. Wäre natürlich super, wenn er sich nach dem Aufstellen möglichst schnell den Umgebungstemperaturen anpasst. Wichtiger ist mir, den sich verändernden Umgebungstemparaturen (Nacht Sterne warm-kalt-kälter-usw. Tag Sonne kalt-warm-wärmer-kälter-usw.) möglichst verzögerungsfrei folgen zu können. Auf mich kommt noch die Herausforderung dazu, im Weißlicht ohne Frontfilter die Sonne beobachten zu wollen.

Der Spiegel ist seitlich und rückseitig rauh. Er sollte allein schon deswegen einen vernünftigen Emissionsgrad haben und auch für Wärmeleitung (an die Umgebungsluft) gut gerüstet zu sein. Ich denke aktuell über eine rückseitige und seitliche Schwärzung des Spiegels nach. Der rückseitige Aluflansch war ursprümglich innen mattschwarz lackiert und ist jetzt blank in Gussglanz. Wenn man so will, der Spiegel sähe dann zumindest nachts vorne „kaltes“ Weltall und rückseitig „kaltes“ Metall. Das muß aber erst noch komplett durchdringen, bevor ich den Spiegel schwärze. Der Gedanke ist jedenfalls geboren.

Gruß, *entfernt*
 
Hallo Reinhold,
26 mm, das ist ganz schön dick.
Hast du keine Angst, dass die Luft durch die außen liegenden Schlitze einfach am Spiegel vorbei durch den Tubus zieht? Ich kann mir vorstellen, dass Löcher in der Mitte, also direkt neben dem Auszug mehr Wirkung haben. Wenn du willst, dass der Spiegel nach unten gut abstrahlt, ich glaube, die rauhe Seite strahlt genug, aber dann ist konsequent, das gegenüber liegende Bodenteil innen auch wieder zu schwärzen, damit das die Strahlung auch aufnimmt. Macht aber wohl nicht so viel aus, da das Bodenteil im Austausch mit dem Boden steht, nicht mit dem Himmel. Ich glaube, es ist optisch besser, wenn im Tubus alles dunkel ist.
Gruß
Stephan
 

Hallo Gerd,
Hallo Stephan

war es im Nachbarforum, wo ich diesen Cassegrain einblendete? Egal.


Die kleine Öffnung am Hauptspiegelblendrohr hat mir keine Ruhe gelassen. Es handelt sich um ein Design, wo die Brennpunktebene weit vorne liegt und die Brennpunktebene mit einer Relaisoptik beobachtet wird.

Nennt sich wohl Dilworth-Design.


Gruß, *entfernt*
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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