Parameter Spiegeldicke CC8: circa 26mm Außenseite.
Hallo Stephan,
über die unterschiedliche Wärmeausdehnung des Stahltubus und der Aluschienen habe ich auch ansatzweise nachgedacht. Wenn alle Schrauben ordentlich festgezogen sind, gerät das Ganze richtig unter Spannung. Wenn man die Schienen vorne einen Ticken lockert, dass die Wärmeausdehung gerutscht werden kann, sollte das kein Thema werden. Bei mir verschwinden die Schienen irgendwann komplett, weil ich das CC8 in eine C8-Gabel setze.
Zum Spiegel, o ja, der ist massiv. Der dürfte seine Zeit zum Temperieren brauchen, also bis er homogen durchtemperiert und fertig zum Beobachten ist.
Ich versuche, wenn irgend möglich ohne elektrische Ventilatoren auszukommen. Daher die drei Schlitze. Ich nähere mich damit gedanklich einem Kamin, wenn das Teleskop in der Temperierphase senkrecht steht. Ob und wieviel „Zug“ da zustande kommt, werde ich sehen. In der Nacht kann die warme Luft, des ehemals warmen Spiegels vorne beschleunigt raus, so der Gedanke.
Was der Spiegel in der Temperierphase macht, stört mich nicht. Wäre natürlich super, wenn er sich nach dem Aufstellen möglichst schnell den Umgebungstemperaturen anpasst. Wichtiger ist mir, den sich verändernden Umgebungstemparaturen (Nacht Sterne warm-kalt-kälter-usw. Tag Sonne kalt-warm-wärmer-kälter-usw.) möglichst verzögerungsfrei folgen zu können. Auf mich kommt noch die Herausforderung dazu, im Weißlicht ohne Frontfilter die Sonne beobachten zu wollen.
Der Spiegel ist seitlich und rückseitig rauh. Er sollte allein schon deswegen einen vernünftigen Emissionsgrad haben und auch für Wärmeleitung (an die Umgebungsluft) gut gerüstet zu sein. Ich denke aktuell über eine rückseitige und seitliche Schwärzung des Spiegels nach. Der rückseitige Aluflansch war ursprümglich innen mattschwarz lackiert und ist jetzt blank in Gussglanz. Wenn man so will, der Spiegel sähe dann zumindest nachts vorne „kaltes“ Weltall und rückseitig „kaltes“ Metall. Das muß aber erst noch komplett durchdringen, bevor ich den Spiegel schwärze. Der Gedanke ist jedenfalls geboren.
Gruß, *entfernt*