Pläne für Rückkehr zum Mond der NASA enthüllt

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Hi Udo,

ich sagte ja, die Schätzungen gehen gewaltig auseinander je nach Plan...

Ironischer Weise kostet eine Mission die sich mit - Gigantisches Raumfahrzeug im Orbit zusammenbauen - Fahne aufstellen - Gruppenfoto - 2 Tage Proben sammeln - Heimflug erschöpft weit aus mehr als eine schlanke Mission die mehr wissenschaftliche Nutzzeit erlaubt.

(der Missionplan der im Link gennant wird ist eine Abwandlung des Direct Plans, da wird seit den 90ern zwischen den zwei möglichen Szenarien hin und her geschwenkt)

Aber wer die bemannte Raumfahrt mit Kosten-Nutzen-Rechnung zu Leibe rückt hat derern Sinn noch nicht richtig erfasst, da liegt nämlich der wissenschaftliche Nutzen nicht primär an Stelle Eins.

Gruß Benny
 
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Manchmal frage ich mich, ob die Beführworter einer bemannten Marsmisson rechnen / mit Geld umgehen gelernt habe.

Eine bemannte Marsmission kostet definitiv mehr als 20 Milliarden $US. Man nehme die aktuellen Ausgaben für die geplante Mondmission der Amerikaner, und setzt dann Kosten für Entwicklung und Durchführung eines deutlich größeren Raumschiffs drauf. Dann setzt man die Kosten drauf für all die Technologien die noch entwickelt werden müssen, Mondtechnologien reichen nicht aus...

Bemannte Raumfahrt ist eine prestige Sache. Manche halten das Gewinnen der Fusball WM für wichtig, andere finden es wichtig, dass Menschen im All sind. Man sollte nur nicht übermütig dabei werden.

Und wenn man nun 1000 Milliarden ( 1 000 000 000 000 ) für eine Marsmission ausgegeben hat, wie viel kostet dann der 2te Versuch?

Ich finde wir sollten erst mal im Erdorbit bleiben, gegen eine Mondmission habe ich auch nichts einzuwenden, weil sie eben in die typischen Raumfahrt Budgets reinpasst. Aber die Marsmission sollte man eher an das Ende diese Jahrhunderts schieben.
 
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Hallo,

Bemannte Raumfahrt ist eine prestige Sache. Manche halten das Gewinnen der Fusball WM für wichtig, andere finden es wichtig, dass Menschen im All sind. Man sollte nur nicht übermütig dabei werden.

Da stimme ich dir zum Teil zu, zumindest was die Übermütigkeit angeht. Fussball WM.... mmh ich hab nicht viel damit am Hut aber in gewisser Weise ist das sogar vergleichbar! Denn ausser das Prestige für die Nation die bemannte Raumfahrt betreibt geht's m.E. vor allem um eins, ein "Wir"Gefühl entwickeln, das anders kaum zu erreichen ist und die Situation hier unten weitaus stärker zum positiven beeinflussen kann als wissenschaftliche Daten die 99% der Weltbevölkerung nicht interessieren und die durch unbemannte Missionen viel systematischer und billiger gewonnen werden können.

Grüße Benny
 
Apollo V. 2.0

Jetzt soll das Ding aus Gewichtsgründen sogar wie Apollo V. 1.0 im Meer landen.

Toller Fortschritt.

G. Möbius
 
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Abgesehen von dem etwas fragwürdigen heutigen Datum, welches am Wahrheitsgehalt diverser Meldungen zweifeln lässt, wundere ich mich, dass hier in einem Astronomieforum noch keiner ernsthafte Zweifel erhoben hat, dass überhaupt schon mal irgendwer auf dem Mond war.

Ich gehöre ausdrücklich nicht zu der Mondverleugnungsfraktion, aber normalerweise sind die Verschwörer in einem Astroforum nicht wegzudenken.

Soviel zum 1. April :-)
 
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Hm, du solltest mal ordentlich suchen.
Es gibt / gab hier schon jede Menge
mehr oder weniger lustige Diskussionen
zu dem Thema.

@ Möbius: Na soo schlecht ist die Orion-Kapsel
dann auch wieder nicht. Im Gegensatz zu Apollo
kann sie 4 bis 6 Astronauten transportieren,
hat zweieinhalbmal soviel Wohnvolumen, und
kann 6 Monate im All bleiben, dies auch
unbewohnt in einer Mondumlaufbahn.
Ich vermute, dass man damit sogar
zum L2 fliegen könnte, z.B. um
das JWST zu warten.
Also schon ein bissle Fortschritt.

Ausserdem sollte man nie vergessen,
dass Raumfahrerei grundsätzlich eine
gefährliche Aktivität ist, das heisst,
man ist gut beraten, Erfahrungen aus
früheren Projekten zu berücksichtigen.
Und die sind, dass Kapseln nun mal
recht robust sind, und dass es Sinn macht,
Fracht und Personal getrennt zu transportieren.

Mal ne Gegenfrage:
Welche Art von "Fortschritt" hättest du dir
denn gewünscht?

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
Die mittlerweile GÄHNEND LANGWEILIGE Frage wurde schon 100te Male hier aufgeworfen und ist zur absoluten Gänze geklärt worden.

Kein auch nur halbwegs ernstzunehmender Mensch zweifelt daran.

Möbius
 
Hi,

hast natürlich Recht. Intern ist da schon Fortschritt. Aber das Konzept ist nun mal zur Gänze dasselbe wie vor 40 Jahren, als ich als kleiner Pimpf staunend den Start und den Flug von Apollo 7,8,9,10,11,12,13,14,15,16,17 verfolgt habe. Ich halte es irgendwie für eine Kompromissgeburt.

Was ich mir vorgestellt habe? Nun, sicherlich auch die Weiterführung eines bewährten Konzepts. Nämlich des Konzepts des Space Shuttles.

Günstiger, weniger Kompromisse in der Konstruktion und Wiederverwendbar. Wie z.B. das Sänger-Konzept.

Nun wird das der privaten Initiative überlassen.

Grüße
Mäöbius
 
Ich hab ja schon früher gesagt, dass ich das Shuttle-Prinzip als Paradebeispiel für ein gescheitertes Konzept halte. Aber ich sehe ein, dass das Ansichtssache ist.

Aber mir ist es ein Rätsel, wie man das Orion-Konzept für eine Kompromissgeburt ansehen kann. Für mich ist das eine konsequente Planung des am wahrscheinlichsten gangbaren Weges. Personen mit dem einen. Fracht mit dem anderen. Einfachstmögliches Wiedereintrittsprinzip. Bestmöglichstes Rettungssystem. Klare Zielvorgabe. Kein Kompromiss, den ich erkennen kann. Dass man ein altes, bewährtes Prinzip einem moderneren vorzieht, qualifiziert es für mich noch nicht automatisch als Kompromiss.

Im Gegensatz zum Shuttle, der Ariane 5 und anderen Systemen kann ich hier (noch) keinen Kompromiss erkennen.
Aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Die meisten guten Entwürfe sind zu Kompromissen verkommen, wenn nur lang genug an ihnen rumgepfuscht wurde.

PS: Ist schon irgendwas bekannt geworden, was weitere Finanzierungen in dieser Hinsicht angeht?
 
Es gibt mal wieder was Neues. Wer hätte es gedacht, finanzielle und technische Schwierigkeiten könnten die bemannte Mondmission extrem verzögern. Intern rechnen einige NASA Leute erst mit einer Landung 2028 oder gar 2035. Wohl gemerkt auf dem Mond. Was mit der bemannten Mars-Mission wird, steht da gar nicht mehr zur Debatte. Könnte sich bis Mitte des Jahrhunderts verschieben, falls bei den Mondflügen was schief geht, noch weiter.
Oder aber die Chinesen geben Gas und stellen selbst was auf die Beine. Da die neuen Ares Raketen wohl auch erst Ende des nächsten Jahrzehnts einsatzbereit sind, wird nun sogar erwogen, die Shuttles länger fliegen zu lassen. Fände ich nicht am schlechtesten.
Hier der ganze Artikel: http://www.skyandtelescope.com/news/wires?id=133555555&c=y
 
Naja, so pessimistisch würde ich es (noch?) nicht sehen.
Da wurden auf einer öffentlichen Sitzung Zwischenergebnisse
präsentiert von dem Augustine Review Panel, und die
vorläufige Aussage ist ganz eindeutig schon in dem Titel
von einem Spaceflight Now Bericht enthalten:

Augustine: future of human spaceflight hinges on funding

Also auf gut deutsch:
Die Zukunft der bemannten Raumfahrt hängt an der Finanzierung.

Eigentlich eine Binsenweisheit, wird aber dennoch
oft und gerne vergessen.

Irgendwo habe ich gelesen, dass das Panel insgesamt
fünf Szenarien vorschlagen will...
Hier!
Besser gesagt, das Subpanel "Exploration Beyond LEO"
schlägt diese 5 Szenarien vor:
"The subcommittee’s five initial scenarios are labeled
as Lunar Base, Lunar Global, Moon to Mars, Mars First
and Flexible Path."

Ansonsten geht es darum, wie die Lücke zwischen Shuttle
und dem näxten bemannten Raumschiff möglichst kurz gehalten
werden kann, es ist sehr wahrscheinlich, dass der Shuttle
noch mindestens bis März 2011 fliegt.

Auch stellt sich die Frage, in wie weit private
Firmen stärker involviert werden sollen.

Ausserdem wollen die letztlich auch herausfinden,
warum man überhaupt bemannt ins All fliegen sollte.

All das wird dann Ende August dem Präsidenten präsentiert,
der dann zu entscheiden hat, ob alles minimalistisch
bleibt oder ob's (erheblich??) mehr Geld gibt.

Man darf also gespannt sein,
was der Augustine Ende August
zu sagen hat.

Meine Meinung ist, dass die Amis nicht aus der
bemannten Raumfahrt aussteigen werden. Die Blöße
geben sie sich sicher nicht. Wie stark sie sich aber
dann wirklich engagieren, bleibt abzuwarten.
Vielleicht setzen sie ja tatsächlich mehr auf den
privaten Transport?

Auf zum Mond! Mit "Space-Hansa"! ;)

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
Moin!

Zitat von MiMeDo:

Wirklich interessant erst in drei Wochen, wenn sie sich zu irgendwelchen Beschlüssen durchgerungen haben...

Doch was den Mond angeht, würde ich unter Aufbietung aller meiner hellseherischen Fähigkeiten mal dieses Statement aus dem Artikel zitieren wollen:

"There's no sense in proposing things that are dead on arrival," said Norman Augustine, the review board's chairman.

Grüße, Maximilian
 
Moin!

Zitat von Comety:
... Wäre schwachsinnig, dieses Programm noch zu stoppen, nachdem jetzt so viel Geld da reingesteckt wurde und sie offenbar bald flugfähig ist.

Da sind schon ganz andere Programme gestoppt worden, die bis dahin eine Menge Geld gekostet hatten. Manchmal ist es eben nicht sinnvoll, dem schlechten Geld noch gutes hinterherzuwerfen. Ausserdem steht hier nur ein Test der ersten Ares-Stufe an, und in die hat man jetzt auch nicht sooooo viel (neues) Entwicklunggeld gesteckt, denn sie ist nichts anderes als eine verlängerte Space-Shuttle Feststoffrakete. Das große Geldausgeben kommt erst noch. Oder eben auch nicht. Eher nicht, würde ich sagen...

Grüße, Maximilian
 
Naja vielleicht kann man dann ja zumindest diese Rakete mit einbeziehen. Irgend ne Rakete wird man ja wohl immer brauchen, auch wenn die sonstigen Pläne nun übern Haufen geworfen werden.

Ich wäre ja eh dafür, die unbemannten Raumsonden zu den Planeten, speziell den Äußeren, wieder mehr zu fördern. Kostet im Vergleich zur bemannten Raumfahrt sehr viel weniger und die Ergebnisse sind sehr vielfältig, siehe aktuell Cassini. Ein Orbiter pro Planet wäre schön. Und billiger als ne Mondlandung allemal...
 
Moin!

Zitat von Comety:
Naja vielleicht kann man dann ja zumindest diese Rakete mit einbeziehen. Irgend ne Rakete wird man ja wohl immer brauchen, auch wenn die sonstigen Pläne nun übern Haufen geworfen werden.

An Raketen herrscht kein Mangel. Auch nicht an solchen mit neuerer Technologie und besserer Effizienz als diesen 35 Jahre alten Shuttleboostern... Wenn ich da nur mal an "unsere" Ariane 5 erinnern darf. Wenn man schon Shuttletechnologie weiterverwenden bzw. wiederbeleben will, dann hätte man meiner Meinung bei den Haupttriebwerken anfangen sollen. Die sind wirklich einzigartig und praktisch nicht mehr verbesserungsfähig.

Zitat von Comety:
Ein Orbiter pro Planet wäre schön. Und billiger als ne Mondlandung allemal...

Ein Orbiter samt Lander für jeden (großen) Mond eine jeden Planeten wäre noch billiger als eine bemannte Mondlandung. Meine Stimme hast Du!

Grüße, Maximilian
 
Hallo,

gestern wurde der erste erfolgreiche Test des Ares I-Boosters durchgeführt. Während der zweiminütigen Brennphase erreichte das Testtriebwerk DM-1 eine Schubkraft von 22 Millionen Pferdestärken und der bis zu 2.500°C heiße Feuerstrahl war doppelt so lang wie die Rakete, 650 Sensoren erfassten die Daten des Tests.

- NASA, ATK Unleash Ares Engine in Test Firing (mit Videoclip)

- Test des DM-1 erfolgreich
 
Der Abschlussbericht mit Möglichkeiten zur weiteren Gestaltung der bemannten US-Raumfahrt ist da: http://www.nasa.gov/pdf/384767main_SUMMARY%20REPORT%20-%20FINAL.pdf

Welches Szenario nun gewählt wird, obliegt wohl den Politikern. Immerhin kommen auch die Experten in dem Bericht zu dem Schluss, zu dem ich schon lange gekommen bin, dass es sinnvoll ist, die ISS zumindest bis 2020 weiterzubetreiben. Schließlich wäre es reichlich sinnlos, sie, wie geplant, 2015 aufzugeben, wenn man zuvor 15 Jahre in den Aufbau gesteckt hat um dann nur wenige Jahre zu forschen.
Der bemannte Mondflug rückt weiter in die Ferne...

Eine Zusammenfassung auch bei SuW: http://www.astronomie-heute.de/artikel/1007445&_z=798889
 
Zitat von blue_scape:
bemannte Rückkehr zum Mond erst in den 2030ern stattfinden könnte.

Traurig traurig...
Vom Sputnik Schock bis zu Neil Armstrong auf dem Mond vergingen gerade mal 12 Jahre. Ok, es war Kalter Krieg und Geld spielte keine Rolle, aber irgendwie ging es da eben dadurch alles schneller.
Eine Marslandung wird wohl erst zur Jahrhundertmitte realistisch.
Ich kann außerdem nur hoffen, dass man die ISS nicht wirklich 2015 abstürzen lassen will. Sie ist auch nach über 10 Jahren Bauzeit immer noch nicht ganz fertig, und dann soll sie nur 5 Jahre fliegen? Kann nicht deren Ernst sein...
Es bleibt spannend, aber langatmig...
 
Die ISS ist ein Finanz-Grab, in dem Milliarden versickern, die in einen Marsflug sinnvoller investiert wären. Der wissenschaftliche Nutzen der ISS ist dagwegen sehr begrenzt.
Experimente mit Mäusen in der Schwerelosigkeit reißen keinen mehr vom Hocker und die Teflonpfanne gibt es auch schon lange.

Bemannte Flüge im Erdorbit wurden schon in den 60er Jahren durchgeführt, die bringen heute die Raumfahrt nicht mehr weiter.

Somit scheint mir die Einstellung des ISS-Projekts durchaus sinnvoll, wenn man die Kapazitäten in interessantere Projekte investieren würde.
 
Moin, Orion12,
Zitat von Orion12:
wenn man die Kapazitäten in interessantere Projekte investieren würde.
Was sind denn aus finanzpolitischer Sicht "interessantere Projekte"? Bestimmt keine, die sich im erdfernen Raum abspielen.
Bevor sich im All was tut, müssen Arbeitsplätze und Managerboni gesichert werden. Das ist genauso wie: Bevor wir die Wälder schützen...
Hauptsache, der Umsatz stimmt :neinnein:
 
Zitat von Orion12:
und die Teflonpfanne gibt es auch schon lange.

Bevor du hier weiter Stumpfsinn ablässt, informiere dich erstmal! Die Teflon und auch die Teflon-Beschichtung wurden bereits vor dem 2. Weltkrieg erfunden, es hat nix mit der Raumfahrt zu tun: http://de.wikipedia.org/wiki/Polytetrafluorethylen#Geschichte

Und dass die ISS nicht zum Nulltarif zu haben ist, dürfte klar sein. Ein Marsflug ist zwar spektakulärer, aber bedeutend teurer. M.E. könnte man aber wissenschaftlich auch sehr viel mit der billigeren unbemannten Raumfahrt erreichen.
 
Wer die Wikipedia als Quelle des Wissens angibt, in der bekanntlich jedermann alles hineinschreiben kann, was ihm gerade einfällt, muss sich selbst fragen lassen, wie sinnig seine eigenen Beiträge sind.
Die Wikipedia ist etwa so seriös wie eine gewisse Tageszeitung mit 4 Buchstaben. Wer z. B. solche Medien in wissenschaftlichen Arrbeit als Quelle angibt, darf sich nicht beschweren, wenn die Arbeit abgelehnt wird und deren Autor fortan als einfältig eingestuft wird.

Das die Teflon-Beschichtung ein Produkt der Raumfahrt ist, gehört eigentlich zum erweiterten Allgemeinwissen, selbst wenn in der Wikipedia zufällig etwas anderes steht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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