Planetenrunde letzte Nacht

Danke für eure Antworten !
meines Erachtens fehlt etwas die Schärfe im Bild, das krieg ich so leider auch nicht hin mit meinen Mitteln.
Meinst Du, ich lag nicht exakt im Fokus ? Das kann schon sein.
Filme mal Jupiter mit f15 mit 800x600 und 5ms
Ok, aber da müsste ich ja eine 5x Barlow haben dazu oder ?
kannst es auch mal mit deiner DSLR versuchen.
Mit der Canon 50D ? Die ist ja von 2008 noch. Bei DeepSky ist die jetzt nicht die allerbeste Spiegelreflexkamera, auch bei Aufnahmen am Skytracker, wobei das liegt ja am Objektiv, dass die Sterne bei offener Blende am Rand verzogen sind. Beim Teleskop kann man das ja theoretisch mit Flattener korrigieren.
Der Kern funktioniert mit der 120 super, die äußeren Filamente wirst du mit dem Dobson nicht abbilden können. In beiden Fällen wird aber auch die 662 damit ihre Probleme haben. Ich denke so bei mittleren Flächenhelligkeiten wie bei M51 wird die 662 ihre Stärken maximal ausspielen können. Da wirst du mit der 120 um ein Mehrfaches länger belichten müssen um auf das gleiche Ergebnis zu kommen.
Ich hatte mit der 120 nur einmal zu Beginn das Trapez versucht und das war schon nix. Aber ohne meine EQ-Plattform, da die 2020 noch nicht existierte.
Verwendet habe ich Registax, Siril und Gimp. Dein Detaillevel ist schon das was drin steckt. Vielleicht schon bisschen über den Punkt. Aber halt nur in der Mitte. Der Rand wirkt verschwommen.
Also auch bei den 6 Zoll Aufnahmen (ohne EQ vor allem) ist der Rand etwas verschwommen, obwohl es f/8 ist, da kann es ja nicht an der Justierung liegen, weil f/8 kann sich nicht von selbst grob dejustieren. Also liegt es wsl auch beim 10 Zöller hauptsächlich daran, dass er nicht auf der EQ stand ? Und gut, jedes Mal hab ich den nicht justiert den f/5...

Peter und Joachim: wie habt ihr da jetzt mehr aus dem Bild rausholen können noch ? Joachim, Du hast ja Registax und Siril verwendet. Ist Siril nicht für DeepSky bzw Kometen da ?
CS Tobias
 
Ich hatte mit der 120 nur einmal zu Beginn das Trapez versucht und das war schon nix. Aber ohne meine EQ-Plattform, da die 2020 noch nicht existierte.
Meiner Meinung geht das bei der Brennweite nur mit Nachführung. So 1-2s muss man da schon belichten.
Peter und Joachim: wie habt ihr da jetzt mehr aus dem Bild rausholen können noch ? Joachim, Du hast ja Registax und Siril verwendet. Ist Siril nicht für DeepSky bzw Kometen da ?
Was die Schärfe angeht, haben wir meiner Meinung nicht mehr rausgeholt. Der Kontrast ist nur stärker und die Bearbeitung ausgewogener.

Siril ist kein reines Deepsky Tool. Das kann z.B. auch Planeten Stacken. Ich glaube es hat sogar ein Wavelet Tool. Wie gut es dabei ist, kann ich aber nicht sagen. Ich verwende es gerne für die RGB Ausrichtung, zum Skalieren, Strecken, Sättigen. Da ist es einfach moderner als z.B. Fitswork und die Tools sind spezifischer auf Astro ausgelegt als bei Gimp. Außerdem wird das gespeicherte Format in sämtlichen alten Bearbeitungsprogrammen akzeptiert.

Mittlerweile gibt es auch eine Schnittstelle für Python Skripte und da ist einiges nützliches dabei. Wenn man egal welche Art von Astrofotos mit Freeware erzeugen oder bearbeiten will, führt meiner Meinung derzeit kein Weg mehr an Siril vorbei. Das kann man mögen oder nicht mögen, aber als Freeware gibt es derzeit nichts vergleichbares.

Fürs Schärfen habe ich ehrlich gesagt noch nichts besseres gefunden mit dem ich genauso einfach und schnell auf ein vergleichbares Ergebnis komme wie mit Registax. ImPPG finde ich noch ganz interessant.
 
Peter und Joachim: wie habt ihr da jetzt mehr aus dem Bild rausholen können noch ? Joachim, Du hast ja Registax und Siril verwendet. Ist Siril nicht für DeepSky bzw Kometen da ?
CS Tobias
Hallo Tobyas,

ich habe mich gar nicht weiter damit beschäftigt, weil meine Standardprozedur bei Deinem Bild fehlgeschlagen ist. Aber ich glaube, Joachim hat das beste herausgeholt, was machbar war. Vielleicht hätte man mit dem AVI noch was anfangen können; möglich aber nicht sicher.

Der wesentliche Punkt ist erst mal das Scharfstellen des Planeten. Und das mache ich nicht am Planeten selbst, sondern mit der Bhatinov-Maske an einem Stern in der Nähe. Das ist natürlich mit einem GoTo-System, wie ich es habe, einfacher zu bewerkstelligen, als mit einem Dobson (habe aber noch nie damit beobachtet, geschweige denn fotografiert). Denn wenn der Planet unscharf eingestellt ist, kann man auch mit Software nichts mehr machen. Jedenfalls nicht, wenn auch noch Seeing eine Rolle spielt.

Ich habe heute Morgen den Jupiter aufgenommen. Da kannst Du meine Kameraeinstellung für Jupiter (daunter auch für Saturn) sehen. Aber das hängt natürlich immer auch von den persönlichen Erfahrungswerten mit seinen Geräten und dem typischen Seeing vor Ort ab.

Gruß,
Peter
 
Richtig, Scharfstellen ist mit das wichtigste. Man kann auch versuchen an einem Jupitermond zu fokussieren. Firecapture hat ja auch eine brauchbare Fokussierhilfe, die ich selber aber noch nie verwendet habe aus Gewohnheit.
DIe Übung kommt mit der Praxis, wird schon.
 
Hallo,

also ich fokussiere direkt am Planeten und bei guten Bedingungen ist dieser auch deutlich zu erkennen und der Planet zeigt ein scharfes detailreiches Livebild.
Und wenn das nicht einfach zu sehen ist sind die Bedingungen zu schlecht und richtig gute Aufnahmen sind dann eh nicht möglich.

Gruß,
Holger
 
Hallo alle miteinander,
Was die Schärfe angeht, haben wir meiner Meinung nicht mehr rausgeholt. Der Kontrast ist nur stärker und die Bearbeitung ausgewogener.
(...)
Fürs Schärfen habe ich ehrlich gesagt noch nichts besseres gefunden mit dem ich genauso einfach und schnell auf ein vergleichbares Ergebnis komme wie mit Registax.
Würdest Du Registax besser wie Fitswork empfinden ?


Der wesentliche Punkt ist erst mal das Scharfstellen des Planeten. Und das mache ich nicht am Planeten selbst, sondern mit der Bhatinov-Maske an einem Stern in der Nähe.
Ok, ich habe es immer so gemacht wie @komposer direkt am Planeten scharfgestellt. Zumindest bei Venus, Mars und Jupiter. Wenn das nicht einigermaßen hinhaut, weil z. B. das Seeing nicht mitspielt, filme ich meistens gar nicht erst (außer es wäre ein "Event" wie doppelter Schattenwurf oder so). Bei Saturn und Uranus hab ich am Polarstern scharfgestellt immer bei sehr niedriger Belichtungszeit, weil so eine Bhanitovmaske hab ich nicht.

Inwiefern auch das auskühlen zu kurz war (stand etwa 10-15 Min draußen, bevors ans filmen ging), kann ich jetzt nicht mehr beurteilen. So 15 Grad wärmer wars dort wo das Teleskop davor stand als draußen. Dann hätte man zusätzlich durch Thermik Tubusseeing. Wäre bei der recht großen Temperaturdifferenz auch möglich...

Dann hätten wir: zu wenig Frames, nicht exakt justierter 10 Zöller (da f/5 - den 6 Zöller mit f/8 muss man ja nicht justieren soweit ich verstanden hab) dann evtl nicht perfekten Fokus und Tubusseeing durch zu wenig Auskühlzeit und Seeing generell war ja auch nicht optimalst...

CS Tobias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tobias,

du machst dir schon fast zu viele Gedanken. Ob jetzt Fitswork, Registax oder was auch immer, da hat jeder so seine Vorliebe. Ist auch in Ordnung, je nachdem mit welchem Programm man am besten zurecht kommt. Die Ergebnisse werden aber wahrscheinlich recht ähnlich ausfallen.

Die Justage würde ich aber zumindest einmal nach Prinzip Filmdose überprüfen, auch beim F8 Teleskop.
Da reicht ja auch eine milchige Kappe mit mittigem Loch. Ich hatte so eine bei einer alten Barlow und habe ein mittiges Loch hineingestochen.
Hat lange gut funktioniert obwohl ich inzwischen auf einen Concenter gewechselt bin.
Aber das Prinzip ist geblieben.

So könntest du zumindest nachsehen, ob die HS-Mittenmarkierung auch genau mittig in der Einblickzentrierhilfe zu sehen ist, für mich der wichtigste Schritt bei der Justage.

Gruß,
Holger
 
Würdest Du Registax besser wie Fitswork empfinden ?
Nicht direkt. Mit registax bin ich in der Regel in einer Minute fertig. Da weiß ich genau welchen Regler bei welchem Bild wie einstellen und bis wohin ziehen kann.

Wie Holger sagt würde ich zumindest bei beiden Teleskopen die justage überprüfen. Beim Versand kann immer was passieren, selbst wenn du so ein stabiles Modell hast wie Holger. Ich hatte bisher nie das Glück, das die Teile justiert ankamen. Und ehrlich gesagt hatte ich auch noch nie einen Newton den ich nicht regelmäßig justieren musste.

Ein schlecht justiertes Teleskop verhält sich ähnlich wie ein mit schlechter Optik. Es ist empfindlicher gegen Seeing und auch Auskühlungsprozesse.

10-15min ist für einen Volltubus eigentlich zu wenig. 30-45min passen eher. Ich schreibe eigentlich weil es davon abhängt, wie dein Teleskop konstruiert ist. Früher dachte ich immer, dass eher das Spiegelmaterial relevant ist. Aus Erfahrung weiß ich aber heute, dass es mehr vom Tubus abhängt.

Ich habe z.B. einen Spiegel aus Sital, das praktisch gar keine thermische Ausdehnung zeigt und einen aus chinesischem Fensterglas. Der Sitalspiegel hat in einem Volltubus immer ewig gebraucht, bis er ein richtig gutes Bild geliefert hat, jetzt im Gitterdobson braucht er wegen der großen Spiegelbox immer noch so 30min. Am Spiegel kann das nicht liegen. Vom Fensterglasspiegel sauge ich über eine provisorische Lamelle vom Rand her die Luft ab. Und der verhält sich trotz Fensterglas praktisch wie mein Apo. Er liefert mehr oder weniger direkt nach dem Aufbau schon ein akzeptables Bild.

Das Problem sind Warmluftpolster auf der Spiegeloberfläche und Tubusströmungen. Je geschlossener dein Tubus und je größer die Temperaturdifferenz desto länger dauert das Auskühlen. Ein geschlossener, massiver Tubus wie bei z.B. bei einem der älteren russischen Maksutovs braucht 60-90min zum Auskühlen. Wenn der temperaturgradient groß ist, kann es sein, dass er nie auf den Punkt kommt. Beim Refraktor mit den Linsen relativ offen hast du praktisch direkt nach dem Aufbauen schon ein relativ gutes Bild. Das ist meiner Meinung mit ein Grund für den guten Ruf von Refraktoren und den eher mäßigen Ruf von Cassegrain Systemen.

Wenn du die Kombination aus einer dejustierten Optik und schlechter Auskühlung am besten noch in Kombination mit einem eher mäßigen Spiegel hast, dann kann da eigentlich nichts gutes bei raus kommen. Die Probleme addieren sich. Deshalb liefert eine gute Optik, die sauber justiert ist, auch bei schlechtem Seeing noch ein überraschend gutes Bild im Vergleich. Deshalb sind guten Apos auch trotz dem Preis so beliebt. Die setzt du drauf und hast deinen Spaß.
 
Hallo Holger und Joachim;
Danke für eure Antworten!
Wenn du die Kombination aus einer dejustierten Optik und schlechter Auskühlung am besten noch in Kombination mit einem eher mäßigen Spiegel hast, dann kann da eigentlich nichts gutes bei raus kommen
Aber so schlecht kann meine Ausrüstung auch nicht sein, weil zumindest zu den Jupiteraufnahmen vom 6 Zöller von Anfang 2025 haben mir einige (auch außerhalb des Forums) gesagt, dass eh nicht mehr geht und es vöölig ausgereizt ist...
Wie Holger sagt würde ich zumindest bei beiden Teleskopen die justage überprüfen.
Die Justage würde ich aber zumindest einmal nach Prinzip Filmdose überprüfen, auch beim F8 Teleskop.
Ok, dann schau ich wegen der Justage mal bei beiden Teleskopen nach.
Das Problem sind Warmluftpolster auf der Spiegeloberfläche und Tubusströmungen. Je geschlossener dein Tubus und je größer die Temperaturdifferenz desto länger dauert das Auskühlen. Ein geschlossener, massiver Tubus wie bei z.B. bei einem der älteren russischen Maksutovs braucht 60-90min zum Auskühlen. Wenn der temperaturgradient groß ist, kann es sein, dass er nie auf den Punkt kommt. Beim Refraktor mit den Linsen relativ offen hast du praktisch direkt nach dem Aufbauen schon ein relativ gutes Bild.
Ja Thermodynamik / Wärmeübertragung ist mir nicht ganz fremd:D... Deswgen kam ja noch die Anmerkung hierzu. Mein ganz früheres Linsenteleskop hatte ich nie wirklich großartig auskühlen müssen, um recht gut alles zu sehen hindurch.

CS Tobias
 
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Hallo,
mit der Filmdosen-Methode hab ich zunächst nur den Hauptspiegel wieder justiert. Der Fangspiegel etc geht ja so kaum. Der war gar nicht so stark verstellt, nur leicht. Das heißt auch die Fahnen am Planetenrand, vor allem bei Saturn, blieben, wenn auch schwächer ausgeprägt. Die Ausrüstung hab ich nach wie vor noch gleich gelassen. Hier Saturn vom 20. Dezember kurz bevor der Nebel kam:
2025-12-20-1658_4-U-B-Sat_lapl5_ap30_7.jpg
Gruen_von_2025-12-20-1658_4-U-B-Sat_lapl5_ap30_8.jpg

Dann nochmals der Ringplanet vom 26. Dezember:
2025-12-26-1755_7-U-B-Sat_lapl5_ap23_8.jpg

Und gestern (27. Dezember) Jupiter mit dem GRF und den beiden Monden Io und Ganymed kurz hintereinander um 21:11 Uhr und 21:19 Uhr. die Avis hatten 2000 Frames, wobei ich so 70 % gestakkt hab davon jeweils.
2025-12-27-2011_6-U-G-Jup_lapl5_ap60_11.jpg
2025-12-27-2019_7-U-G-Jup_lapl5_ap50_9.jpg

Mit Registax sah es danach so aus das zweite Bild. Da hat der Planet deutlich weniger Fahne am Rand.
2025-12-27-2019_7-U-G-Jup_lapl5_ap50_6.jpg

Aufgenommen mit: 10"-Dobson Skywatcher, ASI 120 MC, 2,25x QTurett Barlow

CS Tobias
 
Hi warum nimmst du Avis auf und nur 2k frames?
Wenn du in firecapture ser ohne Bayer-Matrix aufnimmst kriegst du mehr frames und brauchst weniger Speicher. Da kannst sowas tagsüber ganz gut an einem Schornstein oder Kirchturm mal testen und vergleichen ob du das optimieren kannst für mehr frames.
 
Hi Peter,

da ich momentan noch nicht (kommt wsl schon noch) vorhabe zu derotieren nehme nie länger als 2 Minuten den Jupiter auf. Das ergibt mit meinen Einstellungen 2k bis 3k Frames im Avi, da der 10" nicht auf der EQ-Plattform steht und ich so den immer "nachschubsen" muss, wenn der planet durchgelaufen ist. Währenddessen pausiert das Avi. Speicherplatz hat der Laptop genug, das ist nicht das Problem. Die Avis lösche ich ja meistens vor der nächsten Beobachtung.

CS Tobias
 
veruche testweise auch mal .ser dann hast du normalerweise in der gleichen Zeit mehr frames,
Wieso, ist das Ser Format schneller ?
Ich nehme selbst auch immer Avi´s auf, die kann ich besser in anderen Programmen bearbeiten.
Ich hatte auch mal versehentlich im ser Format aufgenommen, dabei aber keine höhere Framerate bemerkt.

da der 10" nicht auf der EQ-Plattform steht und ich so den immer "nachschubsen" muss,
Das wäre der nächste Schritt, der Kauf oder viel günstiger der Selbstbau eine EQ-Plattform.
Du weißt ja, wir sind ziemlich ähnlich unterwegs. Ich habe das früher auch so gemacht.
Die Anleitungen im Internet habe mich aufgrund der Professionalität lange abgeschreckt.
Kein richtiges Werkzeug vorhanden, fehlendes handwerkliches Geschick, ach da waren genügend Zweifel vorhanden.
Aber eine alter Tischplatte im Keller war dann der Auslöser es doch zu versuchen. Ein paar Baumarktartikel (z.B. Möbelrollen) und so hielt sich bei einem Materialeinsatz von unter 10 Euro das Risiko eines Misserfolges in Grenzen.
Du kennst ja meine dürftige Plattform (einfache Kreissegment Plattform) ohne Motor, nur mit Nachführhebel, um die Plattform zur Seite zu ziehen.
Aber das war ein Meilenstein für meine Mond/Planeten Fotografie. Ein bis zwei Minuten durchgehend aufnehmen ohne Unterbrechnung.
Auch die Mondmosaike waren vorher kaum möglich.
Denk mal drüber nach, du bist ja inzwischen schon länger eifrig dabei und wirst es bestimmt auch weiter bleiben.
Da lohnt sich diese Anschaffung auf jeden Fall !
Und falls Selbstbau wirklich keine Option ist und das Budget zu knapp, gibt es ja auch gebraucht manchmal günstige Plattformen.

Gruß,
Holger
 
Ok aber veruche testweise auch mal .ser dann hast du normalerweise in der gleichen Zeit mehr frames, wenn nicht die Belichtungszeit limitiert.
Ok, wie meinst Du das mit der Belichtungszeit ? Vom einzelnen Frame oder von der gesamten Videodauer ?
Das wäre der nächste Schritt, der Kauf oder viel günstiger der Selbstbau eine EQ-Plattform.
Du weißt ja, wir sind ziemlich ähnlich unterwegs. Ich habe das früher auch so gemacht.
Die Anleitungen im Internet habe mich aufgrund der Professionalität lange abgeschreckt.
Kein richtiges Werkzeug vorhanden, fehlendes handwerkliches Geschick, ach da waren genügend Zweifel vorhanden.
Aber eine alter Tischplatte im Keller war dann der Auslöser es doch zu versuchen. Ein paar Baumarktartikel (z.B. Möbelrollen) und so hielt sich bei einem Materialeinsatz von unter 10 Euro das Risiko eines Misserfolges in Grenzen.
Du kennst ja meine dürftige Plattform (einfache Kreissegment Plattform) ohne Motor, nur mit Nachführhebel, um die Plattform zur Seite zu ziehen.
Ich habe ja schon eine selbstgebaute EQ-Plattform, die aber auf den 6 Zöller bemessen ist, deswegen hab ich den großen 10 Zöller noch nicht draufgestellt. Die Plattform selbst müsste das schon aushalten aber beim Antrieb bin ich mir nicht sicher. Der Schwerpunkt vom 10" liegt ja anders. Aber es wird einfach mal aufs ausprobieren hinauslaufen. Meine Plattform ist ja auch nicht Profimäßig, weil ich auch kein Handwerker bin in dem Sinne.

CS Tobias
 
Hallo Tobias,

Aber es wird einfach mal aufs ausprobieren hinauslaufen.
Ja, auf jeden Fall.

Meine Plattform hatte ich für den 8" F6 Dobson gebaut, aber mit dem 12er geht es zum Glück genauso gut.
Allerdings führe ich ja mit dem Hebel nach und da macht der unterschiedliche Schwerpunkt nichts aus.

Wie sich das auf den Motorantrieb auswirkt würde ich auch einfach mal testen.

Gruß,
Holger
 
Wieso, ist das Ser Format schneller ?
Ich nehme selbst auch immer Avi´s auf, die kann ich besser in anderen Programmen bearbeiten.
Ich hatte auch mal versehentlich im ser Format aufgenommen, dabei aber keine höhere Framerate bemerkt.
Wieviel die Kamera liefert hängt überhaupt nicht vom Videoformat ab und wieviel du wegspeichern kannst nur unwesentlich. Das hängt davon ab, was dein USB Controller stabil über längere Zeit verarbeiten und deine Festplatte auf Dauer wegspeichern kann. Die Kamera überträgt die Bilder in ihrem Rohformat. Welches Videoformat du wählst ist also auf USB Seite egal. Auf der Festplattenseite ist es eigentlich auch egal, da die Formate ähnliche Größen haben und die CPU bei unkomprimierten Daten kaum was zu tun hat. Da limitiert dich deine SSD bzw. deren Cache. Bei meinem Laptop läuft irgendwann der SLC Cache voll und wenn der voll ist, dann geht die Übertragungsgeschwindigtkeit auf 100MB/s runter, während die Kamera mit 300MB/s nachliefert. Nach einer Weile wird das dann immer langsamer, egal ob ich SER oder AVI mache. Dagegen hilft nur kleineres ROI plus 8bit mit sehr hohen Gains, sodass der Cache nie überläuft.

Es ist aber trotzdem besser SER zu verwenden, weil das für Astrofotografie optimiert ist. Da hast du exakte Zeitstempel, Headerinformationen, exakte Offsets, unverfälschte Farben, keine Tonspur.

Am Ende ist es wie immer...wenn keins dieser Vorteile für deine Art von Aufnahmen eine große Rolle spielen, ist es egal was du nimmst. Das Ergebnis bleibt das gleiche. Am Videoformat scheitert es dann nicht.

In Tobias Fall denke ich immer noch, dass diese Fähnchenbildung auf einer Seite des Planeten die Details auf der Planetenoberfläche aufweicht. Wo auch immer das herkommt. Aber ehrlich gesagt ist das auch eine Frage des Standorts. Es ist nicht überall gleich gut und es ist auch nicht immer gutes Seeing. Ich habe gestern mit meinem 12"er auch mal wieder was aufgenommen. Das sieht auch nicht besser aus. Das hat gewabert ohne Ende. Man konnte überhaupt nicht richtig scharf stellen. Bei der Hälfte der Frames sieht man den Saturnring überhaupt nicht. So optimal justiert war es auch nicht. Ich hab das schon ewig nicht mehr benutzt. Die Plattform lief ungleichmäßig und ich hab das ganze Adapterzeug nicht mehr gefunden. So wie das im Auszug steckt kann das eigentlich nicht mehr auf der Achse sein. Gleichzeitig hat mir wieder eine Spinne den kompletten Spiegel vollgeschissen und generell alles verdreckt. Aber trotzdem habe ich einen definierten Planetenrand. Kein Fähnchen. Das ist alles gleichmäßig. Auch nach dem Schärfen.

Gleichzeitig waren meine Deepsky Aufnahmen gestern aber relativ gut aufgelöst. Wenn es heute Abend nochmal Gelegenheit gibt, justiere ich durch die Barlow. Dann ist es egal wie schief das Zeug da drin steckt, solange nichts nachgibt. Mal sehen, ob das was ausmacht. Aber da Saturn über dem Hausdach steht, wo drinnen 25-30K mehr sind als draußen, wird das wahrscheinlich etwas prinzipielles sein. Mein Deepsky Setup steht dagegen hinter dem Haus. Daher mache ich meine Mond- und Planetenbilder eher, wenn das alles homogener temperiert ist. Zumindest war gestern mein Eindruck, dass die Störungen eher im Nahbereich waren. Die Auflösung war so bei 1,5km auf dem Mond. Überrascht mich immer wieder, dass da überhaupt was bei raus kommt, wenn das auf dem Display so [zensiert] aussieht...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Jupiter Heute Abend mit dem GRF, Ios Schatten und Io links darüber. Ich hab das Bild jeweils in Registax und in Fitswork bearbeitet, wobei ich in Registax noch nicht ganz durchblicke, für was die 6 verschieden Reiter beim Schärfen und entrauschen alle gut sind. Zuerst Fitswork:
2026-01-23-1902_5-U-G-Jup_lapl5_ap56_8.jpg

Und in Registax ist es noch bei weitem nicht optimal, aber muss erst noch durchprobieren
2026-01-23-Registax2.jpg

Jupiter aufgenommen mit: 10"-Dobson Skywatcher, ASI 120 MC, 2,25x QTurett Barlow
Und dann noch Saturn vom 6. Januar mit dem 6 Zöller, da ich da keine Zeit zum Teleskop auskühlen lassen hatte:
2026-01-06-1642_0-U-B-Sat_lapl5_ap28tif.jpg


CS Tobias
 
Hallo
Jupiter heute mit dem GRF bei passenden Bedingungen für den 6 Zöller. Der Mond rechts müsste Europa sein. Io verschwand kurz vor der Aufnahme hinter Jupiter. Das hab ich visuell verfolgt. Hier mit 700 Frames:
2026-03-02-1905_4-U-G-Jup_lapl5_ap55_9.jpg

Und mit allen 1400 Frames:
2026-03-02-1905_4-U-G-Jup_lapl5_ap55_10.jpg

Der 10 Zöller lieferte interessanterweise schlechtere Ergebnisse heute. Deswegen hab ich durch den 6 Zöller fotografiert. Schlieren waren auch am Himmel und da ist wieso auch immer der 6" besser gewesen. Der ist da wahrscheinlich weniger anfällig für sowas. Beim 10 Zöller war das Bild etwas milchig. Wie der Himmel halt auch.
Ausrüstung war 6"-Dobson Skywatcher, ASI 120 MC, 2,25x QTurett Barlow
CS Tobias
 
Hallo Tobias,

sehr schön und die 6" gut ausgereizt.
Ich habe auch fleißig gesammelt und auch Io noch am Rand erwischt.

War beim 12 Zöller aber schon sehr viel unruhige Luft im Livebild zu sehen.

Gruß,
Holger
 
Danke Holger !
War beim 12 Zöller aber schon sehr viel unruhige Luft im Livebild zu sehen.
Bei mir mit dem 10 Zöller war das Seeing nicht mal so das Problem, sondern eher der fehlende Kontrast. Scharfstellen ging da kaum. Liegt möglicherweise daran, dass der 10 Zöller mit f/5 deutlich heller ist die der 6 Zöller mit f/8 und so bei letzterem so Schlieren kaum was ausmachen. Aber auch anfälliger fürs Seeing ist der 10er. Mal schauen, was die Tage, solange das Wetter stabil ist, noch so geht. Aber heute sind noch mehr Schleierwolken am Himmel momentan.

CS Tobias
 
Aber heute sind noch mehr Schleierwolken am Himmel momentan.
Die haben sich doch noch verzogen und so konnte ich diesmal den 10 Zöller rausholen. Die Fahne war gestern nicht vorhanden, nachdem ich ihn nachmittags nochmal nachjustiert hab. So genau, wie es mit der Filmdose halt geht. Aber hat anscheinend gereicht. Io und seinen Schattenwurf erkennt man.
2026-03-03-1835_8-U-G-Jup_lapl5_ap61_9.jpg

1 AVI mit 1700 Frames, wobei ich etwa 1000 gestakkt hab. Hier unten dann über 80% mal verwendet. Wenn ich 80 - 90% stakke, wird das Bild etwas "matschig", wie am Montag beim 6 Zöller oben auch.
2026-03-03-1835_8-U-G-Jup_lapl5_ap61_9.jpg

Ausrüstung: 10"-Dobson Skywatcher, ASI 120 MC, 2,25x QTurett Barlow
Der Vollmond war übrigens auch ziemlich fotogen, als er in der blauen Stunde (durch den Dunst orange leuchtend) über die abziehenden Schleierwolken stieg:
_MG_8015_5.jpg

CS Tobias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
am gestrigen Gründonnerstag-Abend gab es ein interessantes Ereignis am Jupiter zu sehen. Das Wetter spielte mit, dafür das Seeing nicht. Am Anfang war sogar das scharfstellen quasi unmöglich. Aber man erkennt am rechten Rand Io trotzdem.
2026-04-02-2009_3-U-G-Jup_lapl5_ap50_9.jpg

Danach, als Io aus der Jupiterscheibe hervorkam, wurde es etwas besser. Links stand Ganymed dafür kurz davor, vor Jupiter zu laufen. Ios Schatten war zudem beim GRF:
2026-04-02_11.jpg

Ausrüstung: 10"-Dobson Skywatcher, ASI 120 MC, 2,25x QTurett Barlow
CS Tobias
 
Hallo Tobias,
trotz der beschriebenen Umstände hast du doch noch ein recht gutes Bild gemacht!
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du einen 10-Zöller mit F5*2,25, dh knapp 3m Brennweite.
Ich bin relativ neu in dem Planetenthema, aber ich könnte mir vorstellen, dass etwas mehr Barlow oder etwas kleinere Pixel noch besser sein könnten…
Noch einen schönen Abend und herzliche Grüße
Thomas
 
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