Probleme mit Star Adventurer und MGEN - Einnorden/Scheinern/Polar Alignment

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Hallo Norbert,
ich habe mir eben beim Baden Gedanken gemacht.
Selbst habe ich noch keine Montierung mit Polsucher, aber ist da nicht was das der dann Spiegelverkehrt anzeigt und auch so eingerichtet wird? Also wenn man Polaris auf 11 Uhr sieht denn auf 5 Uhr einstellt in der Markierung.
Und dann der MGEN dagegen steuert.
Das würde evtl. die Strichspuren erklären und gegebenenfalls auch warum der Polarstern immer noch auf der Markierung sitzt.
Bin mal gespannt was es ist.
Mein Vater sagte immer, " Bestimmt habe ich beim PC wieder vergessen ein Häkchen zu setzen.".
Also lass dich net unterkriegen .
Gehe am besten das Setup noch mal ganz von vorne durch.
Gruß Wolfgang.
 
Warum gibt es so ein YouTube-Tutorial nicht für den MGEN in Verbindung mit dem SA?
Hallo Norbert,
Alle warten darauf, dass Du das Problem löst, und dann eben ein Video darüber drehst :)

Ich hoffe (für Dich) daß das bald passiert, Lösungsansätze und Ideen gibt
ja in dem neuen Thread schon mal eine ganze Menge.
Bin sehr gespannt, was sich letztendlich als Ursache herausstellen wird.

CS

Dietmar


PS
Gab es schon eine Reaktion aus Wien?
 
Hallo Wolfgang,
Danke für Deine Motivation und Dein Mitgefühl.
Es gibt nicht nur am SA sondern auch im MGEN mehrere Möglichkeiten der Spiegelung - was die Sache nicht einfacher macht. Dann würde das Ergebnis aber (nach meiner Vermutung) deutlich anders aussehen. Denn prinzipiell arbeitet das Setup ja richtig - wie man sieht - nur nicht genau genug. Es geht also nach meiner Einschätzung eher um die korrekte Feinjustierung. Die Spiegelmöglichkeiten bin ich natürlich testweise durchgegangen - ebenso wie x mal die Einstellungen des gesamten Setups.
Gleichwohl schließe ich mich Deinem Vater an - die Frage ist nur, wie finde ich das falsch gesetzte Häckchen, oder was auch immer?
Ideal wäre wie gesagt, ein erfahrener Anwender mit genau dem gleichen Setup, der das Schritt für Schritt live mir mir praktisch unter Realbedingungen durchgeht.
Ich hoffe und nehme an, dass das Problem dann relativ schnell in den Griff zu bekommen ist.
Beste Grüße und CS
Norbert
 
Hallo Dietmar,

ja, der Stellvertreter von Tommy mit Namen Marcus hat kurz reagiert und auf das bereits vorhandene Tutorial-PDF für große Montierungen verwiesen. Meine direkte Antwort, dass ich Schwierigkeiten habe dies auf den SA umzusetzen, blieb bisher unbeantwortet. Inzwischen habe ich Lacerta ebenfalls über deren Facebook-Gruppe kontaktiert. Bei Facebook anmelden | Facebook
Tommy scheint momentan keine Zeit zu haben.

Wie angeboten, helfe ich ja gerne (im Rahmen meiner Möglichkeiten) um so eine Video zu produzieren, aber dafür müsste es erstmal eine entsprechende Reaktion geben. Entweder von Lacerta direkt oder von einem erfahrenen Spezi aus der Region, der darauf auch Bock hat. Ich warte ebenfalls ;-)

Lösungsansätze und Vorschläge gab es in der Tat viele und dafür möchte ich mich auch noch einmal herzlich bedanken! Allerdings der richtige Durchbruch für mein Problem war noch nicht dabei, oder ich habe ihn bisher nicht erkannt. Daher glaube ich ja inzwischen, dass das nur noch praktisch am lebenden Modell was wird.

Also freiwillige vor!

Beste Grüße und CS
Norbert
 
Hallo Norbert,

Ich finde es nach wie vor erstaunlich, dass es anscheinend keine Anleitung für das Scheinern mit dem MGEN für den SA gibt. Da offensichtlich ja doch „einige“ mit dieser Kombi arbeiten.

Es gibt (wie gesagt) einige Anleitungen und YouTube-Videos zu dem Thema aber leider nichts,
was sich speziell auf den SA bezieht und genau da fangen meine Schwierigkeiten an.
Selbstredend sind Gewichte und Balance wichtig - keine Frage, aber ich bleibe mit diesem Setup deutlich unter der Belastungsgrenze des SA und vermute, das der Fehler woanders liegt.

Was ist denn am SA so "speziell" anderst als an einer größeren Äquatorialen Montierung? Wenn Du den SA zusammen mit seiner Polhöhenwiege verwendest, hast doch auch die Verstellknöpfe für Azimut (links/rechts) und Elevation (rauf/runter). Wozu soll man da ein extra Video machen?

der Bodenbelag meines Betonbalkons ist wirklich nicht über jeden Zweifel erhaben, da er so eine Art Holzimmitation aus Kunststoff ist, die beim rüberlaufen etwas nachgibt. Also die hatte und habe ich auch schon im Verdacht.

Wenn die "spürbar" nachgiebt (1 mm oder mehr), haben wir doch bereits die Ursache. Durch Dein Gewicht dicht am Stativ während des Einnordens verbiegt sich der Untergrund, auf dem das Stativ steht. Bist weg, schaut der SA weiß der Gaier wo hin, blos nimmer auf Polaris. :eek: :poop:


Während der Auslösungen darf ich den Balkon, der 1,30 breit und ca. 15m lang ist, nirgends betreten. Anderseits steht das Sachtlerstativ sehr breitbeinig und niedrig sehr stabil. Insofern ist es schon sehr unwahrscheinlich, dass der dafür verantwortlich ist.

Nö, diese Erfahrung von Dir beschreibt sehr schön, daß Dein Untergrund überhaupt nicht gut ist. :eek:

Ich kann auf meinem Balkon direkt neben meinem Stativ rumlaufen, den Stuhl am Tisch verrutschen, während ich draufsitz, mit der Hand auf die Tischplatte hauen, das alles "juckt" die Montierung während den Belichtungen überhaupt net. Denn Mein Balkon hat ne Betonplatte mit Klinkern drauf und keinen Untergrund, der nachgiebt.

Je tiefer das Stativ steht, desto stabiler, aber dafür mußt mit Deinem Körpergewicht ja "an" oder gar "zwischen" die Stativbeine. Und damit senkt sich der Boden. -> Einnordung für die Katz, sobald Dein Gewicht weg ist. :mad: :unsure: :poop:

Abhilfe:
meß doch bitte mal den Abstand zwischen "Nordbein" und der Verbindungslinie "Ostbein" und "Westbein" Deines Statives. Rechne noch 10 cm dazu. Dann besorg Dir aus dem Baumarkt 2 stabile, dicke rechteckige Bretter so lang wie Du zum Aufstellen des Stativs brauchst und so breit wie Dein Balkon. Das eine legst da hin, wo Du den SA aufstellst. Stativ aufs Brett. 3 x 10 l Wassereimer voll mit Wasser direkt neben die Stativbeine auf´s Brett stellen. Und das zweite Brett südlich davon mit ca. 5-10 cm Abstand hinlegen als Untergrund für Dich zum Einnorden. Auch wenns so etwas unbequemer ist. Durch die große Auflagenfläche der beiden Bretter, dem Gewicht der vollen Wassereimer und dem Abstand zwischen beiden Brettern sollte sich das Verbiegen vom Untergrund halbwegs entkoppeln lassen...
 
Hallo Fee,

erneuten Dank für Deine Hinweise.

- Balkon
Wie gesagt, sobald das Wetter wieder passt, werde ich erneut testen und diesmal nicht vom Balkon. Damit auch diese mögliche Fehlerquelle ausgeschlossen werden kann.

- Tutorial
Ich habe ja auch nicht gesagt, dass generell die vorhandene Tutorial-PDF nichts taugt, sondern, dass ich mangels Erfahrungen Schwierigkeiten habe, diese auf den SA umzusetzen. Denn wenn dort beispielsweise steht, fahren sie einen bestimmten Stern im Osten oder Westen mit dem Handcontroller motorisch an, frage ich mich natürlich, wie das mit einem SA gehen soll. Für jemand mit ausreichender Erfahrung ist das vielleicht verständlich und leicht umzusetzen, weil er weiß warum es geht, aber ich muss das alles erst noch lernen und da sind solche Fallstricke hinderlich. Für Anfänger wie mich, sind solche Video-Tutorials die genau auf das Setup passen ein Segen!
Zeig es mir einfach praktisch und schon ist das Thema im Handumdrehen durch ;-)

Beste Grüße und CS
Norbert
 
Hallo Norbert,
ich habe auch kein GoTo, mein Teleskop hat eine azimut Montierung die ich mittels einer Stange die unten eingeschraubt wird damit ich auf die Polhöhe komme.
Und dann muss ich manuell einscheinern.
Wenn das soweit gelungen ist kann ich den Nachführmotor anwerfen.
Allerdings kann ich nicht Guiden da das System das ich habe dazu nicht ausgerüstet ist.
Also das was du mit dem Handkontroller anfahren sollst kannst Du auch händisch machen.
Gruß Wolfgang.
 
Hallo Norbert,

da erwartest Du vom MGEN zu viel.

Der ersetzt Dir nicht das manuelle Auffinden und Anfahren der Referenzsterne, die Du Dir auch selbst entsprechend suchen mußt. Mit Motor geht da nix, das kann nur eine 2-achsige Montierung. Beim MGEN heißt das Klemmung lösen und von Hand bedienen, beim Einrichten der Nord-Richtung und Höhe mit den Schrauben an der Neigeeinrichtung.

Der MGEN macht nur die Driftanalyse. Vom Komfort her ist das ganz normales klassisches Scheinern von Hand, nur das Ablesen des Fadenkreuzokulars wird Dir erspart.

Wenn man mehr will brauchts eine Goto-Montierung, z.B. eine EQ3-2, die das kann und die ich daher auch gerne als die bessere, da 2-achsige und Goto-fähige Version eines Trackers bezeichne. Zudem gehen natürlich auch so nette Sachen wie Alignment mit Platesolving (APT Goto+) usw..

CS
Jörg
 
Hallo Wolfgang,
soweit versteh ich das "halbwegs" - Danke.
Jedoch ist der kleine, wacklige SA mit Beladung so empfindlich, dass wenn ich irgendetwas am gesamten Setup auch nur feinfühlig berühre, sich gleich alles mögliche verstellt. Das macht die Sache wirklich nicht einfacher.

GoTo ist für mich noch Zukunftsmusik und bei meinem derzeitigen Wissen ist es ganz gut, dass ich kein GoTo habe. So lerne ich nebenbei mich einigermaßen vernünftig zu orientieren.

Hallo Jörg,
das ich zu viel vom MGEN erwarte, habe ich inzwischen auch schon mehrfach gehört. Aber selbst pessimistische, erfahrene Zeitgenossen bestätigen, dass ich (mit dem SA) wenigstens mit einer Verbesserung bei der Belichtungszeit von 30% rechnen darf. Das wurde bisher aber bei mir noch nicht erreicht (siehe Testfotos).
Und wenn ich sehe mit welchen Brennweiten und Belichtungszeiten andere Kollegen "mit dem gleichen Setup" unterwegs sind, gibt es offensichtlich bei mir noch eine Menge Platz nach oben. Also entweder ist was bei mir nicht in Ordnung (was ich weniger glaube), oder ich mache Bedienungsfehler (was wahrscheinlicher ist).

Bevor ich mir eine größere Montierung zulege, möchte ich aus dem SA mit MGEN das maximale rausholen, denn den werde ich für Reisen sicher behalten und weiter nutzen.

Beste Grüße und CS
Norbert
 
Wie gesagt, sobald das Wetter wieder passt, werde ich erneut testen und diesmal nicht vom Balkon. Damit auch diese mögliche Fehlerquelle ausgeschlossen werden kann.
Hallo Norbert,
darauf könnte man schon Wetten abschließen.
Die Fee hat ja deutlich noch einmal ein Thema aufgegriffen,
auf das ich Dich in Deinem anderen Thread hingewiesen habe: Der Boden.
Sie trifft den Punkt, wenn sie sagt, daß Dein ganzes Einnorden wertlos ist,
solange Du Dich auf nachgiebigem Boden bewegst.
Du kannst ultraperfekt Einnorden, doch wenn das Resultat des Einnordens
nur dann Bestand hat, wenn Du mit Deinem Gewicht die Position hältst,
dann darfst Du Dich eben nicht wegbewegen.
Interessant wäre -unter Deinen Balkonbedingungen- wie die Belichtungen aussehen,
wenn Du perfekt einnordest, und sofort belichtest. Und vor Allem dabei
genau da sitzen oder stehen bleibst, wo auch beim Einnorden warst. (Ohne Zappeln)

Noch immer deuten alle Symptome auf einen Fehler der Polausrichtung hin.

Hast Du eine Aufnahme, die lang genug war, um den Mittelpunkt der Kreisbögen
zu bestimmen, kannst Du auch auf dem Bild die tatsächliche Ausrichtung
Deiner Polachse überprüfen. (Vielleicht)

Viel Glück beim Probieren. Ich glaube, Du näherst Dich der Lösung.

CS

Dietmar
 
Jedoch ist der kleine, wacklige SA mit Beladung so empfindlich, dass wenn ich irgendetwas am gesamten Setup auch nur feinfühlig berühre, sich gleich alles mögliche verstellt. Das macht die Sache wirklich nicht einfacher.

Nun, das stimmt. Deine Kombination klingt easy, aber sie ist es nicht. Der kleine Tracker und ein subpixelgenauer MGEN wollen beherrscht werden. Zur Beruhigung: Tommy macht mit dieser Kombi im Dschungel oder zu Hause tadellose Aufnahmen, nur hat der jahrzehntelange Erfahrung mit allen Geräten, die es gibt.

Ich habe ihn gestern kurz gesprochen wegen Deines Anliegens (weil ich bei TA war) und er hat leider im Moment kaum Zeit, weil er 10 Optiken vermessen und Sachen für Teleskoptreffen/Messen vorbereiten muss und dazwischen hat er das normale Tagesgeschäft. Markus ist ein Netter, aber kein Spezialist für Deine Kombi mit dem SA (er verwendet Epsilons zum Fotografieren, und die sitzen nicht wirklich auf einem SA), hat aber physikalisch und theoretisch eine Menge drauf.

However. Jedes Deiner Geräte hat Tücken und Du bist trotz der Kleinheit (oder gerade deshalb) im Bereich "High-End", was Technologie und Elektronik und Anspruch an Erfahrung betrifft. Tommy meinte auf die Schnelle: peinlich genau einnorden und noch peinlich genauer ausbalancieren. Und dann nicht mehr ankommen und nicht Husten. ;)

Es wird.
Und keiner hat Dich vergessen.
Aber wir werden das Problem finden.

lg
Niki
 
Norbert,
noch eins, aber auch das wirst Du wissen: Eingenordet wird mit allem Equipment drauf, da die Polhöhenwiege und der Rest des SA wieder die Polausrichtung verliert, sobald Du auf den eingenordeten SA Deine Kamera usw. setzt....
CS
Stefan

Edit: mechanische Modifikation
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dietmar,
genau das mit dem Wetten wollte ich vorhin auch fast schreiben ;-)
Das mein Balkonbelag alles andere als optimal ist für die Test, ist mir natürlich weder neu noch unbekannt.
Daher habe ich im Vorfeld schon sehr darauf geachtet, aber ausschließen will und kann ich natürlich nichts.
Da der Beobachtungshorizont von meinem Balkon wegen Bäumen, Dach, Gebäude usw. eher eingeschränkt ist, habe ich bisher auf eine wirklich stabile Konstruktion verzichtet denn zum Fotografieren gehe ich eh immer raus.
Ich werde die Tests auf jeden Fall beim nächsten CS ohne Balkon und optimalem Untergrund wiederholen.

Vor einiger Zeit habe ich zum Spaß mal eine Nacht lang Startrails gemacht, genau von der Teststelle auf dem Balkon, aber natürlich statisch ohne SA. Die zentrale Pol-Ausrichtung geht schon deshalb vom Balkon aus schlecht, weil Polaris da sehr dicht an der Dachkante liegt (siehe Anhang).

Aber auch wenn ich ohne Balkon in freier Wildbahn mal wieder ein Startrail machen sollte und das möglicherweise auch noch auf einem ausgeschalteten SA (was eigentlich sinnlos ist), verstehe ich jetzt auf anhieb noch nicht, wie ich das oder die Fotos mit der Sicht durch den Polsucher vergleichen könnte. Dafür müsste es ja (nach meinem Verständnis) mindestens ein zeitgleiches, perfekt ausgerichtetes Vergleichsfoto durch den Polsucher geben, oder liege ich falsch? Wie zum Teufel soll ich denn so genau ausgerichtet (evtl. mit dem Smartphone) durch den Polsucher fotografieren um die Polachse zu bestimmen?
Ich bitte um Aufklärung ;-)

Hallo Niki,
besonderen Dank dafür, dass Du Tommy auf meine Probleme angesprochen hast.

Ich ahne was Du meinst, aber wenn mein kleines Anfänger-Setup schon High-End sein soll, bekomme ich ja richtig Angst ;-) Selbst in freier Natur mache ich im laufenden Betrieb schon einen "großen Bogen" um das Setup, weil es derartig empfindlich ist, das Husten schon einem Erdbeben gleich kommt. Ich sehe Tommy weiß wovon er spricht.
Wie auch immer - nach meinen bescheidenen Fähigkeiten und Erfahrungen ist das Setup perfekt ausbalanciert und best möglich eingenordet. Ich nehme zwar auch an, dass der Fehler nach wie vor bei der eben doch nicht optimalen Einnordung liegt, was u.a. auch an dem nicht perfekt justierbaren Polsucher liegen könnte, aber dafür sollte das MGEN-Scheinern ja eigentlich helfen. Nur leider bekomme ich das MGEN-Scheinern alleine nicht hin. Da brauche ich wahrscheinlich praktische Hilfe.

Beste Grüße und CS
Norbert
 

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Hallo Stefan,
ja, ist mir (wie Du schon richtig vermutest) vollkommen klar.
Deine Modifikationen sehen interessant aus!
Beste Grüße und CS
Norbert
 
Hallo Norbert,

ich verwende am iPhone die App "Polar Scope Align Pro". Dort kann man verschiedene Polsucherscheiben darstellen lassen und als Hilfe zum Einnorden verwenden. Die App bietet auch die Möglichkeit, einen Offset der Polsucherscheibe zu bestimmen und für die Einnordung zu verwenden. Du könntest ja mal mit der Anleitung aus der App Deinen Polsucher testen und ggf. den Offset einstellen. Schließlich könntest Du so den SA unabhängig vom MGEN einnorden und mit Deinen 200mm Belichtungsreihen aufnehmen.


Viele Grüße
Stephan
 
Hallo Stephan,
ja, diese iPhone-App benutze ich auch. Selbstverständlich richte ich jetzt seit knapp einem Jahr meinen SA ohne MGEN ein (siehe oben bzw. vorne) - alles gut. Es geht in diesem Beitrag in erster Linie um die Verbesserung "mit" einem MGEN! Das bezieht sich auf zwei Unterthemen 1. das MGEN-Guiding und 2. das MGEN-Scheinern mit dem SA.
Du siehst doch (oben, bzw. vorne) schon Fotos, die ich mit 200mm auf SA ohne MGEN aufgenommen habe ;-)
Hier noch eins...
Beste Grüße und CS
Norbert
 

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Moinmoin,

das wird ja immer wilder! :oops:

Wenn ich mir die Bilder aus Post 21 anschaue, sehe ich etwas ganz anderes. Allerdings weist du darauf hin, daß es Ausschnitte sind. Könntest du die Bilder 04 und 05 bitte nochmal, aber in voller Größe einstellen, kein Ausschnitt, eine Auflösung von FullHD ist völlig ausreichend, da werden die Dateien 1,5-2,5MB groß, das paßt hier noch locker ;)

Ich erkenne einen Widerspruch auf diesen Ausschnitten, vor allem im ungeguideten 04: warum sind die Striche nach unten gekrümmt, wenn Polaris oben ist?
Und, bei beiden: warum gibt es für die Striche kein gemeinsames Rotationszentrum? Die Striche in 04 und 05 sind in den Bildecken identisch geneigt. Das spricht gegen eine Rotation! Sondern FÜR eine lineare oder quasilineare Verschiebung! In 04 verlaufen die Strichspuren von likns unten nach rechts oben. In Bild 05 dagegen von links oben nach rechts unten!!

Das heißt: hier überlagern sich mindestens 2 Bewegungen! Bild 04 und 05 sind Balkonbilder, richtig?

Ein weiteres Ding, daß mir völlig quer steht: wie kann der Mgen bei diesem Bild den Leitstern in der Mitte halten? Wenn Kameraobjektiv und Mgen-Objektiv starr miteinander verbunden sind, ist es m.E. UNMÖGLICH, daß der Stern im Mgen noch mittig ist! Der Stern MUSS aus der Mitte laufen! Deswegen eine weitere Bitte: mach mal ein Foto des Bildschirms des Mgen in der Ansicht mit dem Drift-Graph. Ich mag mal den Drift-Graphen anschauen, nachdem der Mgen 10 min geguidet hat. Ich sage auch gleich, was ich erwarte: einen massiven Block in der RA-Achse anstelle eines um die Nulllinie schwankenden Graphen. Wenn beiden an sind, dann sogar in beiden.

Du machst ja Sachen...! :oops:;)
Viele Grüße,
Okke
 
PS: Okke hat recht, manche Guidingkamera war nicht starr genug mit dem Setup verbunden, entweder wackelte die Basis des Sucherhalters minimal, oder die Kamera am Sucher... ;)
 
Hi Okke und Niki,
ahha, ich hoffe wir kommen wir dem Übeltäter näher.
Danke für Eure Hilfe!
Hier zunächst die Testfotos 4 und 5 ohne Beschnitt-sRGB-8.
Bitte glaubt mir, dass die Guidingkamera inkl. Leitrohr fest über einen Kugelkopf mit der SA L-Schiene verbunden war und da nichts gewackelt hat.
Den Drift-Graphen kann ich am Mac leider nicht auslesen - sorry.
Beste Grüße und CS
Norbert
 

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Viel Unterschied sehe ich da nicht, Norbert... :unsure:
Dreieckige Sterne... :alien:

105470
 
Na ja Niki,
10 Min. bei 200mm "unbearbeitet" sind natürlich mehr als grenzwertig für einen SA!
Viel sehe ich auch nicht, aber es gibt eine Veränderung ob mit oder ohne Guiding.
4 Min. fände ich ja schon erstrebenswert. Die Auswirkungen sind natürlich in Richtung Polaris wesentlich geringer als Richtung Süden, aber das muss ich Dir ja nicht sagen ;-)
Und das ein 50MPX-Sensor natürlich wesentlich empfindlicher ist als ein 22 MPX-Sensor ist auch klar.
Die Frage aller Fragen lautet nach wie vor - wie komme ich weiter?
 
Es wird mir wohl für die Astrowelt nichts anderes übrig bleiben, als einem meiner Macs ein Parallels zu gönnen - demnächst.
 
Was mir Deine Bildbeispiele zeigen, ist eigentlich: da ist kein großer Unterschied, eigentlich macht Dein Setup ungeguided schon, was es soll, und geguided ebenso, weil wenn es nicht viel zu verbessern gibt, ist nicht der MGEN schuld. Also stell mal neben den Pol und guck, ob der MGEN arbeitet. Dann muss er nämlich. :)

4 min ist sportlich.
Die Sternabbildungen deute ich auf den letzten beiden Bildern als optisches Phänomen, nicht als Nachführungsfehler. :coffee:
 
Gut Okke,
bei dem nächsten Test werde ich Fotos vom MGEN-Display machen.
Der Leitstern beim letzten Balkontest war vielleicht nicht mehr 100% in der Mitte des MGEN-Displays, aber rausgelaufen ist er nach 20 Min. nicht. Ich habe nämlich zur Sicherheit immer 2 Fotos a 10 Min. für jeden Zustand aufgenommen.
 
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