Satellitenbahn im "Zick-Zack" ?

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Hallo Rainer, das ist natürlich sehr ärgerlich. Hoffentlich kannst Du dem Fehler auf die Spur kommen.
Meine Abschätzung der Frequenz war übrigens nur sehr grob, sodass ich hier auch definitiv in Richtung der 50Hz Netzfrequenz suchen würde. Hast Du eine Möglichkeit, die Montierung mal mit einer Batterie / einem Powertank zu versorgen?
Dennoch verstehe ich nicht, warum die Schwingung immer wieder abklingt. Zumindest meine ich das in Deinen Bildern erkennen zu können.

Unter den neuen Umständen wette ich für Dein Problem, Wolfi, nun doch wieder auf Spiegelschlag.. :)

Viele Grüße
Christoph
 
Hallo Niki,

Schwingung in RA-Richtung macht Sinn, aber was das mit Fehleinnordung zu tun hat, habe ich mich gefragt. Da wäre übrigens hauptsächlich die DEC-Achse gefragt.
Die unterschiedlichen Amplituden der Spuren können einfach damit zusammenhängen, daß sie zu unterscheidlichen Zeiten durch die Aufnahme liefen, als der Ausschlag unterschiedlich groß war.
Wenn man die Schwingungen zählt und 0,4 Sekunden Durchflugzeit ansetzt kommt man übrigens auf ca. 100 Hz. Trotzdem könnte man wie von Christoph vorgeschlagen die Montierung mal aus einer Batterie betreiben um zu schauen, ob sich damit was ändert. Haben Wechselstromgleichrichter nicht ihre erste Oberwelle bei 100 Hz?

Gruß

*entfernt*
 
Hi Christph,
in Oberbayern könnte es heute wettermäßig aufreißen. Dann werde ich mal den Spiegelschlag überprüfen.
Dann wäre das Rätsel #1 gelöst;).

Grüße
Wolfi
 
Danke für dieses Rätsel!
Also, ob Flugzeug oder doch eher Satellit, etwas in der Größenordnung um die 0,4 s Durchflugzeit oder noch kürzer während einer abklingenden Schwingung des Geräts würden erklären, warum die Sterne davon nicht betroffen sind.

Das Objekt selbst dürfte nicht für die Schwingung verantwortlich sein, wie kommt es sonst, dass es nur Positionsänderungen gibt und keinerlei Breiten- oder Helligkeitsvariationen der Lichtquelle, und das mit dieser hohen Frequenz? Gemeinsam mit der schnurgeraden Bahn scheiden m.E. Pendelbewegungen von dahinschwebenden Lichtern und ähnliches völlig aus.

Die sich verändernde Wellenform mit Anfangs einigen Oberwellen, die schneller abklingen als der Grundsinus, könnte verschiedenen Schwingungsmoden des "Instruments" (Teleskop + Kamera) zuzuordnen sein, dass durch einen kurzen Anstoß - Spiegelschlag??- in Vibration versetzt wurde. Effekte der Nachführung wären wohl langsamer und auch andersartig. Bewerkenswert ist der ganz kurze, völlig gerade Strich am Anfang der Spur, der der winzigen Zeitspanne zwischen Lichteintritt und Auftreffen des Spiegels entsprechen könnte.

Vielleicht ist es ja auch eine ganz gewöhnliche Raum-Zeit Anomalie, aber am wahrscheinlichsten wohl ein verspätetes UFO :alien:vom 1. April, die fliegen ja bekanntlich gerne Zick-Zack.
CS, Nik
 
Als derjenige, der die Idee mit dem Ballon zuerst laut ausschrieb, glaube ich nun langsam auch, dass wir
diese Vermutung zu Grabe tragen können. Allein die schiere Anzahl an Beispielen von Wellenlinienfotos
lässt das rausfallen. Anderes wurde bereits auch geschrieben.
Ich denke auch: Satellit oder Flugzeug, je nach Fall. Immer in Verbindung mit Gerätevibration, woher auch immer.
Ich beobachte visuell, Spiegelschlag stelle ich mir deshalb als was ganz Schreckliches vor.

CS,
Henning
 
Hallo,

wenn das erste Bild eine Satellitenspur mit Spiegelschlag zeigt, dann war der Satellit beim Auslösen genau mitten im Bild und ist innerhalb von weniger als 0,5 Sekunden rausgedriftet . Und das in einem 80 Sekunden-Einzelbild. Das ist schon ein Riesenzufall. Aber so etwas gibt es ja.

Gruß

*entfernt*
 
Haben Wechselstromgleichrichter nicht ihre erste Oberwelle bei 100 Hz?
Also eine 10micron darf um die Kohle, die sie kostet, keinen Elektronikmurks aufführen. :eek:

Vielleicht hätte ich in Elektrotechnik besser aufpassen sollen... Oberwellen gibts genug. Aber ein Gleichrichter ist keine Gitarrensaite. Außerdem... die Elektroniik einer 10M ist sicher recht kompliziert bis zur Ansteuerung der Motoren und Einbeziehung der Encoderdaten. Für mich tritt die Schwingung vor allem in der senkrechten Richtung am Bild mit einem Maximum auf. Sagt mein Bauch. ;) Dieselbe Schwingung, so sie von der 10M stammt, muss ja im ganzen Bild gültig sein, ergo denke ich das der Winkel da etwas darüber aussagt, wie stark die Amplitude ist.

Wie sich die aber auf die Sterne auswirkt, ist mir nicht so klar, mein kleiner Cutout zeigt keine elongierten Sterne in Richtung der Transversale. Die sehen für mich eher normal aus, aber man muss ich natürlich alle im Bild ansehen. Wenn die aber nur rudimentär genordet ist, tut sich auf jeden Fall was in der Korrektur. Ob RA oder DEC - ich bin leider keine 10M, die sollte man mal fragen, was die gemacht hat... _affeaugen:

lg
Niki
 
Hallo zusammen,
die 50 Hz Netzfrequenz werden nach dem Gleichrichter zu 100 Hz.
Wenn das Netzteil keine besonders gute oder defekte Siebung hat, brummt die Spannung.
Gruß
Andreas
 
wenn das erste Bild eine Satellitenspur mit Spiegelschlag zeigt, dann war der Satellit beim Auslösen genau mitten im Bild und ist innerhalb von weniger als 0,5 Sekunden rausgedriftet . Und das in einem 80 Sekunden-Einzelbild. Das ist schon ein Riesenzufall. Aber so etwas gibt es ja.
Jou, genau so! Und das erklärt auch sehr gut, warum nur die Strichspur davon betroffen ist und nicht die Sterne, die dann grob 160mal länger belichtet wurden und damit jenseits von dominant sind ggü den 0,5s BZ der Spur. Für den Spiegelschlag spricht auch der Decay.

Btw. ich arbeite immer mit 2s Spiegelvorauslösung, womöglich hab ich deswegen sowas noch nie beobachtet - und ich hab viele Strichspuraufnahmen von "Bildparasiten" und auch nur eine (gut eingestellte) AZEQ6GT - keine 10M... ;)

LG Okke
 
PS: bei längerer Beelichtungszeit ist das wesentlich klarer, siehe:
Hallo Niki,

in dem von Dir zitierten Beitrag geht es um den Schneckenfehler. Das ist wieder etwas anderes als eine Schwingung und hat auch nichts mit dem Polfehler zu tun.
Spiegelschlag kommt mir jetzt auch immer wahrscheinlicher vor im ersten Fall. Bei meiner Canon habe ich das so auch noch nicht beobachtet. Aber mir ist auch noch kein Satellit gerade im Moment des Auslösens durchs Bild geflutscht. An den Sternen sieht man auch nichts.
Jetzt bleibt nur noch herauszufinden, welcher Satellit das war. Der muß ja ziemlich hell gewesen sein, wenn er in nur 0,5 Sekunden so eine helle Spur zieht. Oder man schaut, ob das eher ein "halber" Flieger war, wie von Okke vermutet.

Gruß

*entfernt*
 
in dem von Dir zitierten Beitrag geht es um den Schneckenfehler.
Ja, das war schon klar, Heiko. Das mit dem Spiegelschlag ist eine Möglichkeit, interessante Frequenz... außerdem stimmt das mit einer einheitlichen Schwingungsrichtung überein, die bei den zwei verschiedenen Spuren zu verschiedenen Amplituden und Winkelauslenkungen führt. Ich hätte aber erwartet, dass der Spiegelschlag so schwingt, wie in manchen Graphen dargestellt, also mit einer starken ersten Amplitude, nicht mit einer dermaßen gleichmäßigen und fast gleichbleibenden Schwingung.

Der erste Anprall des Spiegels müsste also durch die Vorauslösung schon vorbei sein, DANN allerdings schwingt m.E. der ganze Imagetrain nach, mit seiner spezifischen Frequent . Was meinst Du?

lg
Niki
 
Servus beinand,
ich habe gestern auf Spiegelschlag getestet.
1X Drift in RA. ca.10Sek bel.
IMG_0228.JPG

Vergößerter Ausschnitt
IMG_Ausschnitt_0228.jpg

1XDrift in DEC. Ca 10Sek bel.
IMG_0229.JPG

Vergrößerter Ausschnitt
IMG_Aisschnitt_0229.jpg


Der Spiegelschlag ist zu erkennen. Er ist sehr gering und würde das Schwingen
der Spur nicht verursachen.
Bei einer nachgeführten Belichtung retuschiert das Seeing den Schlag.
Die UrsachenForschung ging weiter.

Grüße
Wolfi
 
Hallo Wolfi,

danke für's Testen. Das beruhigt mich, da ich ebenfalls mit EOS fotografiere und der Spiegelschlag eher minimalistisch ist.
Nun ist die Frage wer rüttelt an deiner Monti?
VG Frank
 
Läuft es am Ende doch auf den besoffenen Klingonenkreuzer hinaus? :D
Jetzt sind die Chancen dafür ja wieder gestiegen.

Gruß

*entfernt*
 
Moment, denn hier hat noch niemand meine Hypothese widerlegt! Also Mikrosingularität vs. Kligonischer Bird of Prey... Das ist dann hier wohl die Frage!!
 
Hallo Wolfi,
an meiner EOS 1000da benutze ich EOS utility zum timern, hab aber noch nicht herausbekommen wie das mit der Spiegelvorauslösung geht. Vielleicht kennst sich da jemand aus und hat einen Tipp?
An der 500d benutze ich Magic Lantern auf SD Karte. Im Menü die SVA auswählen und ein delay von 2 sek einstellen. Das funktioniert hervorragend und läuft ohnePC.
VG Frank
 
Hallo,
ich habe gestern Abend nochmal versucht, die Schwingungen in einer Satellitenspur zu reproduzieren.
Fehlanzeige- auf der einen Seite gut aber auf der anderen Seite auch erstmal unbefriedigend, da der Grund noch nicht klar ist.
Gruß
Rainer

Test starlink Satellit.jpg
 
Ich denke, es bleibt dann doch nur meine Hypothese...
 
Nicht lachen - weil ich soeben zufällig in ein Einzelbild vom Neowise gezoomt habe:

Bildschirmfoto 2021-04-20 um 23.14.08.jpg

FS-60CB auf Star Adventurer mit Fujifilm APS-C... WELLEN. :unsure:

lg
Niki
 
Wow, aussagekräftiges Bild!
Synchrone Wellen konstanter Frequenz, Amplitude variiert synchron, Ende (oder Anfang) der Strichspuren genau zeitgleich: also definitiv nicht der Satellit, sondern gerätebedingt.

Eine Möglichkeit: Das Ding vibriert, vielleicht angeregt durch die Nachführung.

Oder: Jede Regelung - und auch eine Nachführung am Stern/Kometenkern - schwingt, wenn das Nyquist-Kriterium https://de.wikipedia.org/wiki/Stabilitätskriterium_von_Nyquist überschritten wird, sprich zu hohe Systemträgheit bei zu scharf eingestelltem Regler.

Das muss sich wohl auch auf die Sternabbildung auswirken, man erkennt es nur nicht so leicht. Die Scheibchen sind (vor der Bildbearbeitung) eben ein wenig breiter, als sie sein könnten - aber den Vergleich hat man ja nicht.

CS Nik
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Nik und Niki (ihr solltet zusammen auftreten :)),

da würde ich auch sagen, daß die Schwingung von der Montierung kommt. Ein einfacher Spiegelschlag würde abklingen und dann weg sein. Bei der zweiten Spur steigt die Amplitude aber wieder an. Wenn man abschätzt, wie lang die Spuren sind, könnte man was zur Frequenz und sogar zur Amplitude sagen.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,
hat nicht jede Montierung einen Totgang, und ist der nicht (auch) dazu da, um Schwingungen zu unterdrücken, so wie beim Lenkrad? Wenn der aber von der Steuerungs-SW eingerechnet wird, wär das nicht eine Möglichkeit, warum das System unruhig wird?
Was sagen die Maschinenbauer dazu?

Grüße, Nik
PS, wir (Nik und Niki) müssen uns namensmäßig ja irgendwie unterscheiden ... fühle mich im richtigen Leben mit Niki oder Nikolaus eh auch angesprochen.
 
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