Saturn Saisonstart 2025 - 12" F5 Dobson

Habe für die Ringstellung jetzt doch lieber einen seperaten Thread erstellt: Saturn - Ringstellung der letzten Jahre

Vielleicht kannst du dann beide ADC´s direkt hintereinander bei ähnlichen Bedingungen vergleichen.
Ich weiß natürlich auch nicht wie es da mit einer möglichen Serienstreuung aussieht oder ob das wirklich generell so viel schlechter ist.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

das Wetter ist ja zur Zeit sehr bescheiden und da setzt man sich halt nochmal an die vorhandenen Daten heran.
Die Nächte mit guten Bedingungen sind rar gesäht und vom 22.10.25 hatte ich neben 40% auch gleich 60% gestackt.

Die beste Luminanz Aufnahme von 22:44 Uhr mit dem Gelb&IR-Cut Filter habe ich nochmal etwas härter bearbeitet.
Das war beim 60% Stack auch noch möglich.
Diesen Saturn habe ich anschließend in die Mondaufnahme von 22:13 Uhr eingefügt und dort auch die Monde noch ein wenig mehr hervorgehoben.
Hier nun das für mich optimale Endergebnis:
Saturn_221025_221302_L_RGB-Monde-Best.jpg

Da habe ich für meine Verhältnisse recht viele Bänder auf der Planetenkugel erfasst, und das ohne R-RGB.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

gestern der Titan Transit und dann voller Hoffnung um 20 Uhr aufgebaut und das erste Livebild katastrophal.
Unglaublich schlechte Bedingungen aber ich habe alles stehen lassen und es gab später zum Glück doch ein paar bessere Phasen.
Saturn_061125_summenbilder.jpg


Die erste Aufnahme, bei der auch Titan vor dem Saturn zu erkennen ist, ist mir um 21:56 Uhr mit dem Optolong Rotfilter geglückt:
Saturn_061125_215615_R-monde.jpg

Ich habe die Monde heller bearbeitet und so sind links noch Tethys und am Ringende Rhea zu sehen.

Ich bin anschließend wieder zu meiner alten Methode übergegangen, kurze Farbaufnahme und dann mehrere Luminanzaufnahmen mit Asi462mm mit Gelb&IR-Cut Filter.
Gegen 22:09 Uhr ist mir dann die beste Aufnahme geglückt:
Saturn_061125_220925_L.jpg

L-RGB
Saturn_061125_220925_L-RGB.jpg


Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

das sah bei mir gestern ähnlich aus, absolut miese Bedingungen. Es sieht so aus, als hättest Du nicht nur Titan eingefangen, sondern auch den Dione-Schatten unmittelbar daneben. Der Schatten hat sich dann von ca. 22:15 bis 22:25 hinter Titan versteckt. Klasse Aufnahme!

CS Jochen
 
Hallo Holger,

Trotz der schlechten Bedingungen sind es gut Bilder geworden. Meinem Glückwunsch dazu, Titan vor Saturn eingefangen zu haben.

Viele Grüße
Gerd
 
Gratuliere Holger, du hast es hinbekommen!
Ist euch auch schon aufgefallen, das Titan für eine Umdrehung fast genau 16 Sterntage braucht. Das heisst am 22.November wird die Lage zum Nachbarhorizont für mich genauso blockiert sein, wie am 6. November. Grrr.
CS Mike
 
Sehr schöne Aufnahmen! Glückwunsch!
Kleiner Hinweis zum Thema ADC. Wer meint, die einfachen ADCs mit "nur" zwei Prismen taugen nicht gut genug, dem sei dieser Artikel empfohlen ADCs – Additional Information – SkyInspector.co.uk
Für die meisten Aufnahmekonfigurationen (Arbeitsabstand, Prismenwinkel, Blende) und Höhen der Objekte dürften die eingeführten Aberrationen unterhalb der Beugungsgrenze bzw. innerhalb des Beugungsscheibchens liegen. Das soll nicht heißen, dass die ADCs mit vier Prismen nicht besser sind und auf dem Streben nach Perfektion haben diese auch ihre Rechtfertigung, aber in den meisten Fällen dürfte der ADC mit zwei Prismen vollauf genügen.
Bei den ADCs mit vier Prismen sehe ich den größten praktischen Vorteil darin, dass das Objekt nicht aus der Bildmitte wandert.

Grüße,
Burkhard
 
Hallo Burkhard,
aber in den meisten Fällen dürfte der ADC mit zwei Prismen vollauf genügen.
Das beruhigt mich etwas, denn der Artikel auf der Gutekunst Seite hat mich schon verunsichert.

Bei dem Link bin ich aber nachher auch nicht mehr mitgekommen.
Naja, hoch lebe die Praxis und da sehe ich bei fast allen bisherigen Tests ein besseres Endergebnis mit meinem ZWO ADC bei z.B. Jupiter / Saturn.

Gruß,
Holger
 
Genau so ist es Holger :y:
Ich beschäftige mich gerne mit der Theorie, einfach um die Praxis besser zu verstehen. Aber letzten Endes versuche ich auch immer, die Theorie in der Praxis nachzuvollziehen.
In meinem Fall habe ich mit meinem 12-Zöller und einem PierroAstro MK3 bei etwa 6000mm Brennweite, also Blende 20, ab etwa 25° Höhe beugungsbegrenzte Auflösung, die ich ohne ADC nie hätte. Ich habe das mehrfach mit der QHY462c verprobt.
Nur leider ist das Seeing bei so tief stehenden Objekten so grausam, dass ich gefühlt ewig brauche, bis ich das sicher erkennen kann. Bedeutet, mein Limit ist nicht durch den ADC gegeben, sondern durch das lokale Seeing. In Höhen, bei denen ich den ADC soweit treiben müsste, dass dessen Aberrationen die Korrektur der atmosphärischen Dispersion überschatten und das Bild negativ beeinflussen würde, kann ich standortbedingt ohnehin keine Planeten mehr beobachten. Und vielen dürfte es in unseren Breiten ähnlich gehen. Für mich sehe ich daher keinen Gewinn von einem 4-Prismen-ADC. Und das Mehr an Bequemlichkeit durch das Wegfallen der Bildverschiebung ist mir den finanziellen Aufwand nicht wert.
Bei den Bildern, die ihr hier abliefert, seid ihr teilweise auch innerhalb der Beugungsgrenze. Daher kannst dein Budget getrost weiter schonen und uns mit deinen Aufnahmen begeistern! Das gilt natürlich auch für alle anderen, die das Forum regelmäßig mit beeindruckenden Aufnahmen bereichern!
PS: Wer sich den Premium-ADC leisten möchte, dem sei das auf jeden Fall gegönnt. Manchmal tut es einfach gut, zu wissen, dass man das Beste hat, und das Benutzen kann genau so viel Spaß machen, wie das Beobachten selbst ;)

Gruß,
Burkhard
 
Hallo, ich verwende nun seit 2 Jahren einen günstigen ADC mit 2 Prismen und dazu einen Paracorr und daher macht es nichts aus, wenn das Bild etwas aus der Mitte wandert. Dazu 3x Barlow und Farbkamera bei ca.f/15
Was mir aufgefallen ist: Unter 30° kann ich horizontbedingt meist sowieso nicht fotografieren, im Bereich 35° bis 50° ist die Farbkorrektur perfekt, im Bereich 50° bis 70° nicht mehr ganz perfekt, aber trotzdem gut.
Ich habe kein großes Verlangen nach einem teureren ADC, den viel wichtiger ist besseres Seeing.
CS Mike
 
Kann man gut noch die Scheibe vor Saturn erahnen. Ich hab bislang kein brauchbares Seeing bei Saturn gehabt, ist wohl einfach zu tief. Einen ADC hab ich bislang nicht angeschafft, wenn das Seeing und die Höhe mal 1h konstant bliebe könnte ich bei mir auch mal mit und ohne ADC vergleichen. Ich vermute aber softwareseitig wird das meiste hinterher kompensiert.
 
Hallo Zusammen,

nachdem ich gestern zum 1. Mal den neuen Gutekunst ADC im Einsatz hatte, waren die Ergebnisse trotz des schlechten Seeings für meinen Geschmack gar nicht so schlecht.

Die Frage ist, ob es am ADC liegt oder der Kamera?

Die Planeten habe ich jeweils im Primärfokus des Mewlon 300 aufgenommen, da bei den Bedingungen eine Barlow das Bild eher noch schlechter gemacht hat.

Laut Meteoblue sollten bei diesem Seeing ja keine wirklich brauchbaren Ergebnisse rauskommen.

Gerne Eure Meinungen dazu.

CS
Eike

IMG_7428.png
 
Hallo Eike, die Mewlons sind für hohe Oberflächengenauigkeit bekannt (angeblich Lambda/20 ptv Wellenfront) und daher sowieso recht resistent gegen Luftunruhe.
CS Mike
 
Hallo Torsten,

stimmt, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass bei einem schnellen Jet Stream je nach seeing sehr gute Aufnahmen möglich sind, da die Luftmassen schnell ziehen.

Cs
Eike
 
Interessanter Vergleich Holger.
Aber waren denn die Bedingungen wirklich identisch?
Sieht man das auch visuell?
Ich würde mir ja einen ADC holen, aber ich denke halt auch, wenn's unter 40grad steht, dann ist das Seeing meist zu schlecht, da reißt der ADC dann auch nix mehr oder?
Eike dein Equipment ist halt schon Premium, da bin ich glaub einfach zu geizig für.
Wenn ich allerdings auf den Kanaren oder Namibia wohnen würde, dann würde ich so eine Investition vermutlich tätigen....inkl 20" CDK oder so ;-)
 
Hallo Peter,

ja die Bedingungen waren zeimlich identisch.
wenn's unter 40grad steht, dann ist das Seeing meist zu schlecht, da reißt der ADC dann auch nix mehr oder?
Naja, ist schon seltener aber auch diese Saison konnte ich ja ein paar gute Momente erwischen und da hat sich auch der ADC noch gelohnt.
Besonders bei der Aufnahme mit Farbkamera.
Bei Mono mit RGB Filtern macht es auch noch etwas aus, besonders im Blaukanal.

Mit zunehmender Höhe wird der ADC weniger nötig sein, schließlich habe ich auch früher schon ohne ADC gute Jupiterbilder gemacht.
Das Seeing ist halt der Faktor Nr1.

In wie weit günstige ADC´s durch mehr Glas im Strahlengang auch wieder leichte Fehler einbringen weiß ich nicht.
Bisher hat der ZWO ADC bei meinen Saturn & Jupiter-Aufnahmen für eine Verbesserung gesorgt.

Beim Mond mit RG610 Rotfilter lasse ich ihn weg und auch bei der Venus im engen UV Bereich um die 380-400nm habe ich ihn zuletzt nicht verwendet.

Gruß,
Holger
 
Also für mich macht es erst mit dem premium Equipment richtig Spaß, klar vorher ging auch, aber ich war immer Mega genervt, wenn der Planet beim Einstellen des ADC aus dem Bildfeld gewandert ist, oder die Montierung nicht korrekt nachgeführt hat.. Jetzt stelle ich einmal ein und steuere das Ganze von Innen. Es macht einfach Spaß in Stellarium den nächsten Planeten anzufahren und er ist dann im firecapture direkt im sichtfeld.

Wenn nun noch das fokussieren und der ADC per Remote einstellbar wäre..

Aber nein, ich habe inzwischen das Equipment, von dem ich nichtmal als kleiner Junge damals geträumt hatte als ich die Prospekte und Preislisten vom Kosmos Verlag jeden Abend durchgeblättert hatte.

Zur absoluten Endstufe fehlt jetzt noch eine 10Micron 3000, um neben dem Mewlon 300 noch den TOA150 aufzuschnallen..

Diesen Vergleich würde ich gerne noch machen. Gerade bei nicht so optimalen Bedingungen.

CS
Eike
 
Also die Remote Fokussierung sollte doch relativ einfach machbar sein....da kannst sicher einfach das bisherige Kabel verlängern bis in die Wohnung.
Ich hab bislang keinen Platz wo ich eine Montierung dauerhaft aufstellen kann mit Betonsäule usw da ich auf der Terrasse auch gerne mal mein Auto abstellen will.

Wenn ich mir einen ADC mal leihen könnte würde ich das gerne mal testen.
Ich mache ja auch kein DS mehr, weil ich an meinem Standort einfach zu limitiert bin.
Hauptsache wir haben Spaß bei der Sache.
Der eine ist halt mit einem Ford zufrieden und der andere mit einem Porsche 😉
 
Hallo Peter,

ja die Bedingungen waren zeimlich identisch.

Naja, ist schon seltener aber auch diese Saison konnte ich ja ein paar gute Momente erwischen und da hat sich auch der ADC noch gelohnt.
Besonders bei der Aufnahme mit Farbkamera.
Bei Mono mit RGB Filtern macht es auch noch etwas aus, besonders im Blaukanal.

Mit zunehmender Höhe wird der ADC weniger nötig sein, schließlich habe ich auch früher schon ohne ADC gute Jupiterbilder gemacht.
Das Seeing ist halt der Faktor Nr1.

In wie weit günstige ADC´s durch mehr Glas im Strahlengang auch wieder leichte Fehler einbringen weiß ich nicht.
Bisher hat der ZWO ADC bei meinen Saturn & Jupiter-Aufnahmen für eine Verbesserung gesorgt.

Beim Mond mit RG610 Rotfilter lasse ich ihn weg und auch bei der Venus im engen UV Bereich um die 380-400nm habe ich ihn zuletzt nicht verwendet.

Gruß,
Holger

Hallo Holger,

ich kann mir vorstellen, dass ein ADC Sinn macht beim durchschauen durchs Okular und bei Luminanzaufnahmen. Aber bei einer Farbkamera mit Bayerfilter verstehe ich das nicht. Natürlich haben die Bilder einen Farbrand, aber den kann man doch mit Software wegbekommen. So mache ich das immer. Oder hast Du tatsächlich eine Verbesserung festgestellt bei einer Farbkamera mit Hradware-ADC gegen Software-ADC?

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

meine Erfahrung ist, dass wenn per Hardware ADC nicht die Details deckungsgleich abgebildet werden können, die Software nur über wavelet filter und RGB Lagekorrektur korrigieren kann. Dabei gehen aber für mein empfinden Details verloren.

Das ist für mich auch physikalisch logisch. Alle Details, die nicht physisch abgebildet werden können, fehlen am Ende im Endresultat.

CS
Eike
 
Hallo Eike,

wenn die Stacking-Programme die Seeing-Korrekturen nicht auf die einzelnen Farblayer anwenden, geht das sowieso schief. Ich benutze in PSS nach dem stacken nur die Farbkorrektur. Und das hat bisher gut geklappt. Allerdings mache sich sowieso nie Aufnahme unterhalb von 50° Höhe, das ist die Dispersion noch minimal und kann mit Software korrigiert werden.

Die Hardwarelösung ist immer besser. Eine adaptive Optik schlägt auf jeden Fall PSS und Co.

Gruß,
Peter
 
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