Schmidt-Cassegrain und Alternative ?

#1
hallo,
wir kennen ja alle die kompakten guten SC Teleskope mit all ihren Vor-und Nachteilen.Nun hab ich irgendwo gelesen, das es als Alternative für diesen Teleskoptyp doch die Mak-Cass von Intes Micro gibt.
Diese Fernrohre haben ähnliche Obstuktionen und kosten dafür aber ganz erheblich mehr Geld.
lohnt sich denn die Mehrausgabe ?
Hat denn jemand ein solches Fernrohr und mag mal was zu der Bildgüte schreiben,wenn man da durchschaut-im direkten Vergleich zum SC...


bin gespannt!
danke
...
 
#3
SC und Mak nehmen sich von der optischen Güte kaum etwas, wenn sie ordentlich gefertigt sind. Maks lassen sich ein wenig einfacher herstellen, da alle Oberflächen Sphären sind. Bei großen Öffnungen verstärkt sich das Auskühlproblem, da die Korrekturplatte dann mehrere Zentimeter dick ist. SC-Platten sind dünn.

Instrumente, die in Fernost für den Massenmrkt hergestellt werden, haben Qualitätsgrenzen. Das hat aber mit der optischen Konstruktion nichts zu tun.
 
#4
Hallo Uwe

beim Mak hat die Korrekturlinse überhaupt nichts mit Auskühlproblemen zu tun, denn diese bestehen aus BK 7 und kühlen schneller aus als jedes andere optische oder mechanische Teil am Mak.
Maks sind Konstruktiv stabiler und schwerer gebaut und kühlen deswegen aber nicht länger als ein SC sondern sogar schneller, denn es gibt wohl kaum ein Serien SC das überhaupt auskühlt, denn dort läuft irgentein Teil immer davon. Dazu gabs es bereits Untersuchungen die auch nachgewiesen wurden.
 

**DONOTDELETE**

#5
Hallo Leute,

Zitat von MLudes:
beim Mak hat die Korrekturlinse überhaupt nichts mit Auskühlproblemen zu tun, denn diese bestehen aus BK 7 und kühlen schneller aus als jedes andere optische oder mechanische Teil am Mak.
Maks sind Konstruktiv stabiler und schwerer gebaut und kühlen deswegen aber nicht länger als ein SC sondern sogar schneller, denn es gibt wohl kaum ein Serien SC das überhaupt auskühlt, denn dort läuft irgentein Teil immer davon. Dazu gabs es bereits Untersuchungen die auch nachgewiesen wurden.
was MLudes hier erzählt ist unzutreffend.
Selbstverständlich hat die Korrekturplatte etwas mit den Auskühlproblemen
des Mak zu tun. Und zwar in zweierlei Hinsicht:

1) schließt die Korrekturplatte den Tubus vorne ab und verhindert so
schnelles Auskühlen des Tubus. Dieses Problem teilen sich Mak und SC.
Bei beiden speichern die Hauptspiegel eine große Wärmemenge. und
An der Oberfläche geben die Spiegel Wärme über Strahlung und Konvektion ab.
Da Glas ein sehr schlechter Wärmeleiter ist geben sie wie jedes Glas
die Wärme nur langsam ab, der Kern des Glasblockes liefert noch lange Zeit Wärme nach.
Die Luft wird an der Spiegeloberfläche erwärmt, steigt Aufgrund
ihrer geringeren Dichte gagenüber der kühleren Luft auf
und wird dann an der Schmidtplatte oder am Maksutov-Korrektor gestoppt.
Bei schrägstehendem Tubus bildet sich ein Warmluftkeil aus.
Außerdem sinkt an der gegenüberliegenden Seite kühlere Luft ab,
es bildet sich eine schön rotierende Luftmasse im Tubus aus.
Dichteunterschiede führen zu Laufzeitunterschieden der Wellenfront,
was die Abbildungsgüte ja nach Ausmaß ganz erheblich herabsetzen kann.
Licht läuft im dichteren Medium langsamer als in einem weniger dichtem Medium.

2) Mit zunehmender Öffnung wird der Maksutov-Korrektor immer dicker.
Seine Masse und damit seine Wärmekapazität wird dadurch erheblich größer.
Die Schmidtplatte muß hingegen mit steigender Öffnung deutlich weniger an Masse zulegen,
ihre Wärmekapazität steigt dadurch deutlich geringer.

Ein SC ist in Bezug auf das Auskühlverhalten trotzdem fast so schlecht wie ein Maksutov-Cassegrain.

Besseres Auskühlverhalten zeigen offene Systeme wie klassischer Cassegrain
oder "sub-aperture"-Maksutovs nach Klevtsov oder Field.
Solche Typen findet man bei Tal oder Vixen.

Karsten
 
#6
Hallo Uwe, moment!
das ist sicher alles richtig,
aber der Mak ist doch belüftet und der Lüfter saugt die Luft von vorne durch die vielen kleinen Löcher um die Meniskuslinse an und verringert insgesamt das Tubusseeing-was bei den Standard SCs nicht der Fall ist.Die haben keinen aktiven Tubusseeinglüfter.
So ist doch die Auskühlphase für die visuelle Beobachtung nur kurz und das Ergebnis sind schöne stabile Bilder-ohne die so störenden -sich immer beewgenden Tubusluftmassen ,die sich immer tanzend -ohne Ende- auf und nieder bewegen.
Wärme ist immer ein Problem bei großen Spiegeloptiken, doch ich finde, mit einem entsprechenden starken Luftaustausch im Tubus zeigt die Optik schon was sie zu leisten im Stande ist, oder sehe ich das falsch?
 
#7
> Die haben keinen aktiven Tubusseeinglüfter.

Ich sprach über das Design und nicht über konkrete Ausführungsformen. Es gibt kein Hindernis, auch einen SC mit einem Lüfter auszustatten.
 
#8
Zitat von MLudes:
beim Mak hat die Korrekturlinse überhaupt nichts mit Auskühlproblemen zu tun, denn diese bestehen aus BK 7 und kühlen schneller aus als jedes andere optische oder mechanische Teil am Mak.
Hallo Markus, da würde ich auch Zweifel anmelden. Vermutlich hast Du dabei die Wärmeleitfähigkeit im Sinn, die für BK7 mit 1.11 W/(m*K) ähnlich hoch wie die von Duran/Pyrex mit 1.16 W/(m*K) ist. Die etwas bessere Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu typischen anderen optischen Gläsern ist aber nur ein Gesichtspunkt beim Auskühlverhalten. Ein ebenso wichtiger Parameter ist die spezifische Wärme des Materials, mit anderen Worten: wie viel thermische Energie speichert diese Glasmasse. Und genau in dieser Hinsicht ist BK7 eher berüchtigt, es hat nämlich mit 860 J/(kg*K) die größte Wärmekapazität von allen optischen Gläsern in der Schott Tabelle:

Schott TIE-32: Thermal Loads on Optical Glass

Hier ist mal ein Extrakt aus der Schott-Tabelle:

Thermal loads material data

material ................................................ SK2 .... BK7 ... BAK4 .... F2 .... SF6 .... Duran .... Zerodur

coeff. of thermal expansion α [10^-6/K] ..... 6.0 ..... 7.1 ..... 7.0 ..... 8.2 .... 9.0 .... 3.25 ....... 0.05

thermal conductivity λ [W/(m*K)] ............. 0.78 ... 1.11 ... 0.88 ... 0.78 ... 0.96 ... 1.16 ....... 1.46

heat capacity c_p [J/(kg*K)] ..................... 600 .... 860 .... 680 .... 560 .... 690 .... 830 ........ 800


Allgemein variiert zwar die thermische Leitfähigkeit von (nichtkeramischen) optischen Gläsern in einem Bereich von 0.5 - 1.3 W/(m*K). Die Wärmekapazität variiert aber ebenfalls zwischen 300 und 900 J/(kg*K), und zwar so, dass eine bessere Wärmeleitung mit einer höheren Wärmespeicherung korreliert.

BK7 leitet die Wärme zwar um etwa 40% besser als SK2, dafür speichert BK7 aber auch etwa 40% mehr Wärme, die abgeführt werden müssen. Das Auskühlverhalten sollte also für diese Gläser sehr ähnlich sein.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
#10
lieber Besserwisser Karsten ,


1, Was hat der Hauptspiegel als Wärmespeicher mit meiner Antwort zu tun ? Gar nichts , absolut null koma null.

2, Das Hauptspiegel Wärme abgeben ist bekannt , dazu gibt es schlieslich Lüfter , nicht nur auf der Rückseite sondern auch an der Tubusseite mit Luftschlitzen 180° gegenüber die jene Wärmeabstrahlung des Hauptspiegels absaugen.

3, Die BK7 Linse gibt Ihre Wärme sehr schnell nach Oben ab, da wo das Teleskop hinschaut zum Himmel und nicht nach unten in den Tubus.


4, das Auskühlproblem liegt am Hauptspiegel und thermischen Problemen der Mechanik, aber nicht an der Meniskuslinse !!!

 
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#11
Hallo Harry

dein Daumen zu Peters Text ist ok, aber zum Diskussionsthema genau fehl am Platz wie Peters erklärung.

Es geht um das Auskühlproblem das durch Uwe auf die Meniskuslinse zurück geführt wurde, was aber Falsch ist.

Das Auskühlproblem dieser geschlossenen Tuben rührt weder von Schmidt Platte noch von Meniskuslinse, es kommt von der Wärmeabstrahlung des Hauptspiegels die in den Tubus reingeht und durch Tubusmaterialien wie dicke Blendrohre ( siehe Luftbeam beim Auskühlen der durchs Blendrohr erzeugt wird ).

Die Wärme der Vorderlinse geht nach vorne weg nicht nach hinten, weswegen diese SC Platten bzw. Linsen nichts damit zu tun haben, ausser das Sie den Tubus vorne abschliesen und somit ein schnelles abfliesen der Wärme des hauptspiegels und Tubusinnern verhindern.

Die Linse selbst als Wärmeabstrahler hat gegenüber den anderen Faktoren keinen Einfluss auf die Schnelle der Abkühlung

zum Lesen
http://www.astromart.com/forums/viewpost.asp?forum_post_id=503924&poll_id=&news_id=&page=


http://www.astromart.com/forums/viewpost.asp?forum_post_id=499684&poll_id=&news_id=&page=


und diese bitte langsam lesen

http://www.astromart.com/forums/viewpost.asp?forum_post_id=500039&poll_id=&news_id=&page=
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
#12
Mann Markus, Deine Argumentation eiert aber ganz schön durch die Gegend.

Erst versuchst Du uns weißzumachen, dass Meniskuslinsen aus BK7 besonders schnell auskühlen, was ich bezweifelt habe, und dann machst Du eine Kehrtwende und tönst in das Horn von RC, der nun wieder schreibt, die Eigenschaften der Meniskuslinse seien völlig egal, der Übeltäter beim Auskühlverhalten sei einzig und allein der Hauptspiegel. Und weiterhin sagst Du, die Meniskuslinse strahlt ihre thermischen Photonen nicht in den Tubus, sondern nach außen zum Himmel ab. Wobei dann allerdings die Frage gestattet sein muss, wie man der Meniskuslinse diesen bemerkenswerten Richtungssinn beibringt.

Das hört sich für mich jetzt eher nach Woodoo als nach einer nachvollziehbaren Erklärung an. Aber vielleicht kannst Du das ja noch besser erklären.

Gruß, Peter


 
#13
Hallo Peter

ich eiere überhaupt nicht rum

Beantworte mir folgende Frage : wohin geht warme Luft : nach unten oder nach oben ?

Wohin zeigt ein Teleskop : nach unten oder nach oben ?

wo sitzt die Meniskuslinse : Unten oder oben ?

wenn du 3 mal richtig antwortest, sagst du 3 x mal nach oben

somit beantwortest du die Fragen selbst warum die Meniskuslinse als Glas nichts mit mit Abkühleinfluss zu tun hat, ausser das es das Abweichen der Luft des Spiegels und Tubusmateriales nach Oben verlangsamt, da diese Linse eine Blockade bildet wie ne SC Platte ebenfalls

 
#15
Hallo zusammen,

Mann Leute, jetzt seid doch nicht immer so bissig zueinander! Man kann doch auch sachlich und neutral bleiben ohne diese "Seitenhiebe".

Ich denke, beim "Auskühlverhalten" des gesamten Teleskops gibt es verschiedene Faktoren, welche zusammenwirken. Die physikalischen Gegebenheiten sind nun mal vorhanden. Die kann man nicht wegdiskutieren. Viel wichtiger erscheint mir aber, wie gewisse Unzulänglichkeiten konstruktiv umgangen werden können. Darin besteht die Kunst! Das führt dann zu Teleskopen, welche in der Summe ein besseres oder schlechteres Auskühlverhalten besitzen. Das wurde hier ja auch schon angedeutet.

Viele Grüße
Werner
 
#16
Hallo Markus,

dann kläre mich bitte mal auf:

Alle deine Frage würde ich mit "oben" beantworten. Die Wärme des HS steigt ebenfalls nach oben. Und oben ist auch die Meniskuslinse. Also muss die Wärme (einen Lüfter lassen wir mal weg) des HS, welche nach oben steigt, DURCH die Meniskuslinse, um aus dem Tubus zu kommen. Wenn die Meniskuslinse nun aber tendenziell dicker ist als die Schmidt-Platte und wir unterstellen, dass beide gleich gut bzw. gleich schlecht Wärme transportieren können, dann MUSS die Abkühlung des Mak-Tubus einfach länger dauern.

Gruß, Robert
 
#17
Hallo Werner,

lachen ist gesund und ich wollte nicht beißen.
Lies mal die drei Beiträge von Markus im Fluss und dann nur z.B. Robert direkt über mir.
Dann lacht man lieber oder man muss wirklich beißen.

Die andere Möglichkeit ist, die sachbezogenen Ausführungen von Karsten und Peter zu lesen, dann hat man die Info und braucht den Rest nicht.

Irgendwie lebt ein Forum aber von der Mischung. :)

Gruß
Günther
 
#18
Hallo Guenther,

ich finde, man sollte sachbezogene Ausführungen von ALLEN zum Thema berücksichtigen. Ein Forum, bestehend aus der Meinung von nur 2 oder 3 Personen wäre eine höchst einseitige und langweilige Geschichte...

Deine Signatur unter deinem Beitrag interpretiere ich eher als "Auslachen". Ob das nun der geeignete Stil zur Sache selbst ist, bezweifle ich. Aber das kann jeder sehen und halten wie er will. Ich jedenfalls finde das nicht sehr respektvoll.

Gruß
Werner
 
#19
Zitat von MLudes:
Das Auskühlproblem dieser geschlossenen Tuben rührt weder von Schmidt Platte noch von Meniskuslinse, es kommt von der Wärmeabstrahlung des Hauptspiegels die in den Tubus reingeht ...
Hallo Markus,

die Wärmeabstrahlung des Hauptspiegels ins Innere des Tubus ist aufgrund der Verspiegelung sehr gering und jedenfalls zu vernachlässigen gegenüber der Konvektionskühlung.

Zitat von MLudes:
Die Linse selbst als Wärmeabstrahler hat gegenüber den anderen Faktoren keinen Einfluss auf die Schnelle der Abkühlung
Wegen der Wärmeabstrahlung in den kalten Himmel (bis unter - 50°C in klaren Nächten) wird die Frontlinse kälter als der Hauptspiegel. Sie treibt daher - selbst wenn alle Komponenten längst "ausgekühlt" sind - im Inneren des Tubus eine stetige Luftzirkulation an mit entsprechendem Tubus-Seeing.

Gruß, Jan
 
#20
ich weiss nicht was ich noch schreiben soll. Alles ist so theoretisch und wird gleich richtig wissenschaftlich!
also:
Das Teleskop zeigt 90 Grad in den Himmel.Die Luft steigt im geschlossenen Tubus nach oben, strömt gegen die Korrekturplatte und kann nicht abfließen.Der Hauptspiegel liefert immer Wärme nach.Ohne Lüfter kühlen beide Systeme in einer Nacht warscheinlich nie aus.Je größer der HS, desto gravierender ist das wohl.
Und mit laufendem Lüfter nach 2-3 Stunden ist das dann bei der Beobachtung ein deutlicher Unterschied? Ist das Bild dann ohne Tubusseeing?
Der Anfänger hat z.b.ein C 8 und kennt die Problematik mit dem Tubusseeing ,möchte aber sein Fernrohr nicht zerlegen und daran rumbasteln,sondern sucht nur die beste Alternative zu diesem Teleskoptyp, welches insgesamt am besten durchdacht ist und
das schärfste ruhigste beste Bild liefert.Wobei es dann durchaus mehr Geld kosten darf.
...

 
#21
Hallo Namensloser,

man tut sich leichter, jemanden mit Namen anzusprechen. Anonyme Statements beantwortet man weniger gerne!

Außer dem Auskühlverhalten des Teleskops ist auch ganz entscheidend die optische Qualität. Was hilft ein thermisch durchdacht konstruiertes Teleskop mit schlechter Optik...?

Gruß
Werner

 
#22
Hallo Ecky,

vermeide, dass Dein Teleskop permanent 90° nach oben zeigt.
Die Beobachtungsposition ist ohnehin eher selten.
Richte es zum Auskühlen oder in Pausen nach Möglichkeit waagrecht aus.
Nutze Lüfter, soweit vorhanden.

Die beste Alternative (im Spiegelbereich) sind offene Systeme, z.B. also Newtons, die einen natürlichen Luftdurchsatz begünstigen (sehr offene Spiegelzellen, großer Tubusdurchmesser, gedämmter Tubus) oder eben zwangsbelüftete Tuben.
Der erste Absatz gilt auch hier.

Gruß
Günther

 
#23
Hi Zusammen,

ich frage mich, wie weit Wärmeleitung und Wärmekapazität wirklich eine große Rolle spielen. Die Erfahrung zeigt doch, dass diese geschlossenen Tuben ohnehin sehr lange Auskühlen müssen. Weiterhin wissen wir doch auch, dass auch die letzten Zehntelgrade noch ihre Warmluftschlieren produzieren und hier wird doch der Temperaturverlauf der Nacht eher relevant sein, als Wärmekapazität.

Meine Erfahrung mit geschlossenen Cassegrain-Varianten ist bislang eigentlich immer gewesen, dass diese mit 5" noch thermisch handhabbar sind, mit 6" brauchen sie ihre Zeit und mit 8" müssen die Bedingungen der Nacht dem Teleskop entgegenkommen. Oder eben man belüftet die Teile und da hat sich herausgestellt, dass die Geräte aus Massenproduktion einfach hinterher hinken oder recht rudimentäre Lüftungen haben.

Clear Skies
Sven
 
#24
Hallo Günther ,
ein geschlossener Tubus mit Zwangslüftung ist also auf jeden Fall besser und wirkt sich positiv auf das Tubusseeing aus.
Bei dem Mak sind ja noch diese vielen Bohrungen vorne angebracht die Turbulenzen von der Korrekturplatte und Hauptspiegel effektiv nach außen saugen.Das ist doch genial, warum gibts das bei den SCs nicht?

offene Systeme-Tak-Mewlon -da rauscht die Luft durch den gesamten Tubus,am Spiegel vorbei von unten nach oben, mag das denn der "Bringer" sein?
ecky
...

Hallo Werner, natürlich sollte die Optik perfekt sein,klar.
Ach und ich heiße Ecky,
sorry
...
 
#25
Hallo Sven, danke, hmmmmmmm.
Das könnte ja sogar bedeuten,das der Besitzer eines C14 seine Sternwarte im Garten mit einer Klimaanlage ausstatten sollte,um die zu erwartenden Temperaturen nachts um 12 anzupassen....(smile)
...
 
#26
Hallo Ecky,

no problem! Ich kenne einige SC's aus eigener Erfahrung. 2 davon langjährig von der Sternwarte wo ich Führungen mache (14" und 8"). Es gibt sehr gute SC's von der optischen Qualität, keine Frage. Aus meiner Erfahrung aber eher selten. Gut ja aber nicht sehr gut kommt häufiger vor, schlechte kenne ich ebenfalls. Bei SC's muss man Lüfter immer nachträglich anbringen. Manche Leute sind da noch extremer und werfen quasi alles bis auf die Optiken weg und bauen sich die Mechanik komplett incl. Lüfter und shiftingfreiem OAZ neu.

Viele Grüße
Werner
 
#27
Hallo Ecky,

eine Kaufentscheidung für den SC liegt eindeutig in der Kompaktheit und dem sehr guten Preis/Leistungs-Verhältnis.

Das sieht bei deinem benannten Intes-Mak natürlich anders aus. Im Mak (Zweispiegelsystem) wird mit der Meniskuslinse die Aberration und anders als bei Schmidt-Cassegrain-System auch die Koma korrigiert. Die nicht korrigierbaren Bildfehler Astigmatismus und Bildfeldwölbung sind beim Mak aber etwa nur halb so groß wie beim Schmidt-Cassegrain. Beim ACF sieht das natürlich etwas anders aus, ich hab's aber nicht vergleichen können.

Das Tubusseeing ist eine Sache für sich und für beide Systeme, Mak oder SC gleichermaßen lästig. Mit größerer Öffnung steigt beim Mak die Dicke der Menuskuslinse, dafür kühlt er tatsächlich schneller aus. Verantwortlich könnten beim Intes evtl. auch die Lüftungsöffnungen sein? Ist aber nur eine Vermutung.

Die "Nachteile" beider Systeme lassen sich nur mit Belüften kompensieren...

Denn wie Markus schon sagte, kommt die Abstrahlung größtenteils vom Hauptspiegel und den resultierenden Temperaturunterschieden im Tubus zur Außenluft+Frontplatte. Das Ergebnis ist Tubusseeing und Beschlagen. Sehr Gut helfen saugende Lüfter im hinteren Tubus und Ansaugöffnungen im vorderen Bereich, unterhalb der Frontlinse bei beiden Systemen.

Ich habe diese Umbauten bei meinem alten SC gemacht und im neuen ACF ebenfalls, sie bewirken mit einer Tubusisollierung wahre Wunder und beseitigen die Seeingprobleme nahezu vollständig. Aber ohne handwerkliches Geschick sollte man da nicht dran gehen!

Link zu Bildern eines SC Umbaus

Meiner Meinung nach sollten Lüfter (wie beim Intes Mak) besonders bei mobilen Teleskopen mit geschlossenem Tubus Stand der Technik sein.

Willst du nicht "basteln" und tiefer in die Tasche greifen ist der Intes eine gute Entscheidung.

LG
Eberhard
 
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#28
Zitat von astro_ebi:
Denn wie Markus schon sagte, kommt die Abstrahlung größtenteils vom Hauptspiegel
Merkwürdig, wie hartnäckig sich solche Fehlbeurteilungen in der Gemeinde halten. Welche "Autorität" hat das denn in die Welt gesetzt? Es gibt ganz klare experimentelle Fakten, die gegen diese Behauptung sprechen - siehe insbesondere hier . Die Theorie dazu: Spiegelnde Flächen sind für Strahlung weitgehend undurchdringlich. Gerade deshalb spiegeln sie ja.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
#29
Hallo Jan

deine Konstruktion in Ehren, was aber nicht bedeutet das du der allwissende Fachmann beim SC oder Mak bist, oder täusche ich mich da ?

Uwe Schrieb " Bei großen Öffnungen verstärkt sich das Auskühlproblem, da die Korrekturplatte dann mehrere Zentimeter dick ist. SC-Platten sind dünn."

Ich antwortete : "beim Mak hat die Korrekturlinse überhaupt nichts mit Auskühlproblemen zu tun, denn diese bestehen aus BK 7 und kühlen schneller aus als jedes andere optische oder mechanische Teil am Mak.
Maks sind Konstruktiv stabiler und schwerer gebaut und kühlen deswegen aber nicht länger als ein SC sondern sogar schneller, denn es gibt wohl kaum ein Serien SC das überhaupt auskühlt, denn dort läuft irgentein Teil immer davon. Dazu gabs es bereits Untersuchungen die auch nachgewiesen wurden."

Nun lies meine Antwort nochmals ganz langsam durch ....

Der Hauptspiegel aller SC und Mak Cass sind in der Mitte dicker, am Rand dünner, das heisst die dickere Spiegelmitte läuft dem dünneren Rand stehts hinterher !!!! Zangsbelüftung richtig eingesetzt kann dies deutlich reduzieren.

Der Luftschlauch den man am defokusierten Bild von Mitte nach oben zum Rand sieht, kommt durch das Blendrohr, dieser Luftschlauch besteht länger als die Auskühlzeit der Optiken.

Ihr redet in dieser Diskussion leider am Thema vorbei das ich bei Uwe anschnitt "Auskühlproblem".....was Ihr hier Diskutiert sind die thermischen Gesamtprobleme, nicht jedoch ein Auskühlproblem das durch eine dicke Mak Platte verursacht wird.

Die dicke Mak Platte hat nun mal definitiv nichts mit einer längeren Auskühlzeit beim Mak zu tun, und genau das behaupte ich und ist schon sehr oft nachgewiesen worden, zum Bsp. durch die Astro-Physics Maks, durch die Maks von Matthias Wirth oder durch Russen Deluxe versionen.

Währe die dicke Mak Platte sowie Uwe es sagt und ich wiederspreche zuständig, gäbe es keinen funktionierenden Mak, es gibt sie aber und es gibt solche die brachial scharfe Bilder ohne thermische Probleme zeigen und das bis Durchmesser 400 mm, warum ? weil die Problemzonen, nicht die dicke Linse, sondern der rest drumherum richtig gebaut sind.

Ein gut gebauter Mak funktioniert perfekt , das ist Fakt und oft genug bewiesen worden und das obwohl er dicke Linse besitzt.

Also überlegt euch neue Argumente und denkt mal richtig nach warum diese Teleskope eventuel lange Auskühlzeiten haben, der Grund ist jedoch nicht die dicke Mak Platte
 
#30
Zitat von MLudes:
Das Auskühlproblem dieser geschlossenen Tuben rührt weder von Schmidt Platte noch von Meniskuslinse, es kommt von der Wärmeabstrahlung des Hauptspiegels die in den Tubus reingeht ...
Zitat von astro_ebi:
Denn wie Markus schon sagte, kommt die Abstrahlung größtenteils vom Hauptspiegel
Hallo Markus,

Meine Kommentare (s.o.) richten sich doch nur gegen Deine (Eure) Erklärungen zur Wärmestrahlung. Kannst Du uns DAZU etwas sagen?

Ergänzend könnte man noch anmerken, dass die Frontverglasung selbstverständlich den Auskühlvorgang behindert, ähnlich wie - in diesen Fällen mit Absicht - ein geschlossener Kochtopf oder eine Thermoskanne.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

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