Skywatcher Virtuoso Heritage Newton 114/500

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Hallo Leute,

gestern kam das kleine Teleskop nun wohlbehalten bei mir an.

Unnötig zu erwähnen, dass ich leider den relativ klaren Himmel der vergangenen Nacht nicht nutzen konnte und nun sind erst mal ein paar Tage Regenwetter angesagt.

So konnte leider noch kein Sterntest stattfinden, der eventuell schon eine Aussage zur Spiegelqualität zugelassen hätte.
Auch Beobachtungen im IST-Zustand würde ich gerne machen, um eine Einschätzuung zu bekommen, was die zu treffenden Maßnahmen in der Praxis an Verbesserung bringen.

Maßnahmen werden auf jeden Fall getroffen und sie sind absolut erforderlich.

Der Justagezustand ist schlecht. Das zeigen Concenter und (als Gegenprobe) Cheshire. Es fällt auch beim zentrierten Eonblick ib deb OAZ schon auf.
Zwar wird der FS relativ mittig vom OAZ genommen, auch die HS Hbbildung darin ist nur etwas außermittig, aber Spinnen- und Fangspiegelelabbild sind dann recht deutlich nach unten links verschoben, sodass die HS Mittenmarkierung darin deutlich außermittig sichtbar ist.

Ganz unabhängig von der Spiegelqualität an sich kann man sich also vorstellen, dass eine bessere Justage helfen sollte.
Die Bilder von Winni ( #1167805 - 07/19/15 07:20 PM ) zeigen zeigen deutlich, dass dem enge Grenzen gesetzt sind. Was da justiert werden muss, geht nur über die einzig vorhandenen FS-Justierschrauben nicht.

Vorbehaltlich genauerer Inaugenscheinnahme nach Funktions-/Abbildungstests im derzeitigen Zustand wäre folgendes zu überlegen.
Ich müsste/könnte Möglichkeiten schaffen über:

1. Langlöcher in der Verschraubung des Abschlussdeckels, auf den der HS offensichtlich aufgeklebt ist und dabei auch die zentrische Klebung des HS prüfen

2. OAZ-Ausrichtung auf die optische Achse. Wenn ich die OAZ Basis kräftig anfasse und den Tubus biege, komme ich annähernd in die richtige Richtung. Er hängt derzeit ein wenig nach unten, als wenn das leichte Ding bereits der Schwerkraft folgen würde und das würde z.B. bei schwerer Zuladung noch verstärkt.
Dem müsste entgegengewirkt werden, Unterlegen, Ausrichten und Versteifen wäre anzudenkende das Maßnahmenpaket.

3. zum Tubusabschlussring mit integrierter Spinne fällt mir nichts ein.

Gruß
*entfernt*


 
Hallo Günther,

Vielen Dank für dein Feedback, hab mir das schon gedacht, das irgendwas nicht stimmt... Hatte mir aus einer Filmdose ein Justageokular gebaut, wusste aber nicht wie sehr ich dem Ding trauen kann.
Da ich mich leider mit der Technik der Newtons nicht so gut auskenne, vertrauen wir da voll auf deine Fähigkeiten!
Kann es sein, dass der OAZ verzogen ist weil wir da ne 650D draufgeladen haben?
 
Hallo Dani,

klar hat sich der Tubus mit dem OAZ drauf etwas verbogen, als die 650D im OAZ hing, das hat sich aber dann ohne die Last auch wieder zurückgebogen.
Genau das sollte und will ich versuchen, zu stabilisieren, allerdings klappt das mit so schweren Zuladungen wie einer fetten Kamera bei diesem OAZ nicht.
Bis hier hin sprechen wir nur vom OAZ-Gehäuse und darin hat das Auszugsrohr nochmal Spiel und auch das hat, der Schwerkraft folgend, in seinen Lagern (na...Lagerchen) heftig nachgegeben.
Das alles passierte dabei immer in die selbe Richtung und das ist zufällig genau die Richtung in der der OAZ ohnehin schief sitzt. Mit einer Kamera im OAZ ist die Justage völlig daneben.

Immerhin kann das alles schon für sich eine hinreichende Erklärung für Eure nicht eben tollen Ergebnisse sein und das bringt doch etwas Hoffnung.
Über den Spiegel erfahren wir mehr, wenn ich einen Sterntest machen kann, andere/messtechnische Möglichkeiten habe ich halt nicht.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leute,

kleines Update:

Unter etwas schwierigen Bedingungen mit durchziehenden Wolken habe ich heute mal ein wenig sterngetestet.
Dabei habe ich bezüglich der deutlichen Dejustage noch nichts unternommen, sondern mir nur den rundesten, besten Anblick im Feld gesucht, das war dann deutlich abseits der Mitte.
Dort war dann eine recht punktförmige Abbildung des Sterns, auch bei 200fach zu erzielen, dessen gleichmäßige Entwicklung bei intra- wie extrafokaler Fokussierung zeigt, dass es sich um einen Parabolspiegel handelt. auch Asti scheint kein großes Problem des Spiegels zu sein, er präsentierte sich recht rund, also auch ohne das typische Umspringen beim Wechsel von intra- auf extrafokal.
Bei 200fach war das Bild recht "stumpf" und verwaschen, was aber auch an der verwendeten Kombi aus 6 mm Planetary plus zusätzlicher 2,5er Barlow liegen kann.
Das Planetary mit der eigenen Barlow auf 4 mm gezoomt ergab bei 125fach ein deutlich kontrastreicheres und schärferes Bild, bei dem auch die Interferrenzringe des Sternscheibchens scharf und ohne Auffälligkeiten zu sehen waren.

In der Summe der bisherigen Betrachtungen erwarte ich, dass man dem Spiegelchen 150fache Vergrößerung erfolgreich zumuten kann, wenn die Justage in den Griff zu bekommen ist.
Es ist wirklich eine Schande, das ein solcher Spiegel in so ein miserabel zusammengeschustertes Teleskop verbaut wird.
Da wird viel Leistung verbrannt.

Mag sein, dass auch die Beipackokulare zur mäßigen Leistung beigetragen haben, mit meinen Okularen geht schon in dem derzeitigen Zustand was, wobei ich nur leichte Okulare in den OAZ bringe.
Die Kamera war ganz sichr für den OAZ zu viel, da konnte kein brauchbares Ergebnis rumkommen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Dani,

die Entscheidungen sind gefallen.

Euer Teleskop bebekam
-ein Versteifungsblech unter dem OAZ, bis zum Sucherhalter um den Durchbiegungen etwas entgegen zu wirken
-eine Veloursauskleidung um das Blech zu kaschieren und den Tubus wesentlich dunkler zu machen was einen besseren Kontrast in der Abbildung bewirkt
- Langlöcher zu den Befestigungsschrauben des hinteren Abschlussdeckels, in dem der Hauptspiegel verklebt ist, um den Hauptspiegel justieren zu können

Der Spiegel hat die Maßnahmen verdient, denn es handelt sich definitiv um einen brauchbaren Parabolspiegel der leider etwas Asti zeigt, sonst wäre er sogar richtig gut.
Dieser Asti kann natürlich durch die Klebung des Spiegels auf dem Plastikdeckel verursacht werden, da gehe ich aber nicht dran. Das wird zu aufwendig und liefe auf die Konstruktion einer Hauptspiegelhalterung hinaus. Mir wäre wegen des Auskühlverhaltens zwar lieber, der Hauptspiegel bekäme von hinten Luft, aber so dramatisch sind die Auswirlungen bei den kleinen Spiegeln nicht und so richtig höchstvergrößerungsfähig, also 180/200fach, wird er auch mit solchen Maßnahmen nicht werden.

Ziel ist tadellose Abbildung bis 150fach bei ausreichender Stabilität für nicht allzu schweres Zubehör. Mit einer gewichtigen Kamera wurd das nach wie vor nicht gut ausgehen.

Zu dem hinteren Plastikabschlussdeckel, der nun die justierbare Spiegelzelle ersetzt, muss ich noch ein paar Worte verlieren:
Da hat man tatsächlich ein komplett neues Teil entworfen, also mit mit neuer Zeichnung, neuer Herstellungs-/Spritzform (Kunststoffspritzguss) und allen Schikanen. Das kostet also richtig Geld, auch in Fernost und es muss sich durch hohe Stückzahlen bezahlt machen.
In dieses schöne neue Teil wird dann in einen runden, erhabenen und sehr engen Ring der Hauptspiegel ohne jedes Spiel eingeklebt. Wenn das so gemacht wird, wie bei gefassten Fangspiegeln, kann man von umlaufender Klebung am Rand bis zu vollflächiger (Tauch)Klebung der Rückseite alles erwarten.
Wenn es nur drei Blobs wären (!?) ginge es eventuell gerade noch so, aber der wahrnehmbare Asti (im Sommer...was wird erst im Winter, bei extremen Temperaturunterscheiden? ) könnte schon auf die Klebung oder Quetschung durch die Plastikfassung hindeuten, muss also nicht mal der kleinen, netten Scherbe anzulasten sein. Die Verhinderung jeglicher Luftzirkulation ist da nur noch ein trauriges Nebenprodukt.
Hier wurde also ein recht großer Aufwand getrieben um nicht nur die Justierung unmöglich zu machen, sondern auch noch dem Hauptspiegel die bestimmungsgemäße Arbeit im Rahmen der ihm gegebenen und in dem Fall durchsaus brauchbaren Möglichkeiten zu erschweren.

Bedenke ich all das, so bin ich von dem was nun, nach den einfachen und im Prinzip kostenneutralen Maßnahmen, mit dem Teleskop bei ersten Tests möglich ist, sehr positiv überrascht.
Im ersten Fazit sehe ich das Problem, dass solche Newtons für Einsteiger völlig ungeeignet sind und dem fortgeschrittenen Nutzer einfach zu wenig bieten.
Wenn ich das Ding wirklich richtig auf Vordermann bringen will muss eine justierbare Zelle er und die fette FS-Spinne raus, was im Prinzip den kompletten Neuaufbau bedeutet.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,


Zitat von *entfernt*GMS:
Zu dem hinteren Plastikabschlussdeckel, der nun die justierbare Spiegelzelle ersetzt, muss ich noch ein paar Worte verlieren:
Da hat man tatsächlich ein komplett neues Teil entworfen, also mit mit neuer Zeichnung, neuer Herstellungs-/Spritzform (Kunststoffspritzguss) und allen Schikanen. Das kostet also richtig Geld, auch in Fernost und es muss sich durch hohe Stückzahlen bezahlt machen.


Ich wette das Plastilteil macht sich sehr schnell bezahlt! Skywatcher beliefert den ganzen Planeten mit den Einsteigerröhren, unter verschiedensten Labels werden die Dinger verkauft. Stückzahl sollte bei den billigen Geräten nicht das Thema sein wenn ich bedenke wie viele davon bei ebay oder auf Flohmärkten für kleines Geld zu haben sind.

Die ursprüngliche Spiegelzelle aus Aluguss war ungleich aufwändiger: ein hinterer Tubusabschlussring, die eigentliche Halteplatte des HS, drei Gummipuffer, drei kleine Blechlaschen, sechs Schrauben für den HS und drei Justageschrauben plus Federn - das wird alles durch EIN billiges Plastikteil ersetzt. Die "Montage" ist auch ungleich schneller erledigt, einen Spiegel in eine Aussparung zu kleben schafft sogar jemand der keinen Schraubendreher bedienen kann.


Da kann man nur sagen: billiger und schlechter als der derzeitige Auslieferungszustand geht es nicht mehr.

Zitat von *entfernt*GMS:
Im ersten Fazit sehe ich das Problem, dass solche Newtons für Einsteiger völlig ungeeignet sind und dem fortgeschrittenen Nutzer einfach zu wenig bieten.
Wenn ich das Ding wirklich richtig auf Vordermann bringen will muss eine justierbare Zelle er und die fette FS-Spinne raus, was im Prinzip den kompletten Neuaufbau bedeutet.

Das Öffnungsverhältnis schreit nach Naglern oder Ethos die größtenteils nicht in den 11/4" OAZ passen oder der bricht ab... ansonsten kann ich Deinem Fazit nix hinzufügen.


Viele Grüße Felix
 
Ja Felix,

da geb ich dir Recht. Die 76/300 f/3,94. Fein verpackt unter Namen wie Zoomion. Und ja bei dem Öffnungsverhältniss sind Okulare weit teurer als das Teleskop selbst. Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Und auch das nur wenn ich nicht noch obendrauf eine Gurke erwische.
 
ich weiß.

Die Dinger werden ja von allen betrieben. Nach etlichen Jahren wieder mal mit Teleskopen beschäfftigt. Egal wo die 76/300 sind immer da. Egal unter welchem Label. Als direkt schlecht tue ich die auch nicht ab. Hatte ja selbst eins gehabt und war nicht unzufrieden. Nur egal wo du hinsiehst die Dinger hüpfen direkt ins Augenfeld.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nunja Freunde,

ich sehe hier ganz klar ein nicht mehr justierfähiges Newtonteleskop 114/500 oder auch 114/450 für das vergleichbare Preise wie für den voll funktionsfähigen Vorgänger aufgerufen werden.
Dazu zumindest teilweise relativ teure motorisierte Montierungen, die ganz klar auf diese Teile ausgelegt sind, also bessere, größere, andere Teleskope kaum tragen, bzw aufnehmen können.

Ich kann mich der Zufriedenheit damit absolut nicht anschließen und wage die Prognose, dass damit zumindest ausgelotet wird, wie weit man gehen kann.
Es wird so durchaus denkbar, dass die relativ günstigen vollwertigen Newtons bis zur 150 mm Klasse schon bald komplett durch diese billiger zu produzierende Produktlinie verdrängt werden soll.
Der Schrott wird noch schrottiger und hält den Preis, Brauchbares wird deutlich teuerer oder verschwindet in der Nische, wie schon bei den günstigen Linsenfernrohrbauarten durchexerziert.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo ihr beiden,


nicht daß Ihr mich falsch versteht: ich will nicht die schlechte Ausführung des Heritage beschönigen sondern nur den Eindruck allgemeinen China-Teleskop-Bashings vermeiden. Dabei bezog ich mich auf den verlinkten Fred in der Lagune. Die Röhren sind ja nicht alle Müll auch wenn sich bei den kleinen Öffnungen eine Tendenz in diese Richtung immer wieder abzeichnet - ich erinnere da an die ich glaube von Stathis gemessene öhm..."Spiegelqualität" einer Heritage Serie.

Man sollte auch der Tatsache ins Auge sehen daß die billigsten Geräte einer Öffnungsklasse nicht immer die besten sind, wenn dann noch viel "Spielkram" wie Nachführung etc im Paket ist leidet zwangsläufig die restliche Qualität. Was sich als marktfähig erweist hängt auch vom Käuferverhalten ab und was sich verkaufen läßt wird produziert.


Viele Grüße Felix
 
Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo Felix,
Hallo Günther,

ich denke die Verdrängung brauchbarer(er) Geräte ist in dieser Produktklasse ein Riesen-Problem. Hier wiederholen sich auch Entwicklungen, die es vor einigen Jahren schon bezüglich anderer Geräte gegeben hat. Die günstigsten Geräte werden mehr und mehr zu Spielzeugteleskopen mit erheblichen Mängeln bis hin zu einem Niveau, bei dem das Wort "unbrauchbar" auch unter rein sachlichen Gesichtspunkten einen Platz in der Diskussion einnimmt. Dabei wird der Öffnungsbereich gar nicht erst auf bis zu 150mm ausgedehnt. Ich möchte an die massiven Probleme mit 150/1400 Cat-Newtons erinnern (die wenigstens der Bauart nach hätten funktionieren können), und dann als Krönung bezüglich der Öffnung die immer wieder auftauchenden 200/800 Kugelspiegel-Newtons (die dem Laien wie normale Parabolnewtons beschrieben und beworben werden).

Der Markt macht da eigentlich eine konsequente Entwicklung durch. Manche Schritte auf dem Weg sind deutlich, auch in ihren Auswirkungen, manche sind subtil. Allen gemeinsam ist, dass sehr viele Käufer dies nicht einschätzen können. Es ist logisch, dass dann Preis und Äußeres den Markt bestimmen. Dadurch finden die halbwegs brauchbaren Geräte keine Abnehmer mehr und verschwinden. Übrig bleiben dann eben die absoluten Billigheimer, die wirklich der Einstieg in den Ausstieg sind, und vergleichsweise teure Geräte für erfahrene Sternfreunde mit teils speziellen Anforderungen (Fotografie, etc.), die für den Einsteiger preislich völlig unattraktiv erscheinen (müssen).

Da kann man nur Informieren, auch wettern - ändern tut man das nicht. Ändern kann sich nur die Mentalität der Kunden, denn Information kann nur vor dem Kauf Wirkung zeigen. Und dieser Thread handelt ja eben... von dem Problem nach dem Kauf! Eigentlich auch geil für den Händler. Vollschrott verkauft, und die Gemeinschaft bessert im Selbstbau nach. Schrott als "Community Edition"...

Clear Skies
Sven
 
Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo Sven,

das ist ja alles klar und bekannt.
Es war schon immer so, dass "billig" irgendwo einen Niederschlag in mangelnder Qualität der mechanischen und/oder optischen Ausführung funktional erforderlicher Teile fand.

Ich sehe eine neue Entwicklung darin, dass funktional erforderliche Teile weggelassen werden.

Das begann mit den Heritages die keinen eigentlichen OAZ mehr aufwiesen, sondern nur noch diesen Stutzen. Hier haben wir nun einen labberigen, nachgiebigen, schlecht gelagerten Plastik-OAZ, aber das Drama findet nun seine Fortsetzung im Weglassen der justierbaren Spiegelzelle und der nicht einstell-/spannbaren FS-Spinne, was nicht nur die FS-Justage annähernd unmöglich macht. Die Spannung der Metallspinne half auch den Dünnblechtubus in Form zu halten, wenn mal mehr als 150 Gramm am OAZ hängen.

Ich kriege diesen Newton nun so langsam in die Richtung, dass man damit beobachten kann, aber wirklich stabil ist weder der unterlegte/versteifte OAZ, noch die Justage über Langlöcher für den Tubusabschlussdeckel.
Für eine solide brauchbare Einsteiger "Community Edition" nähme ich von dem Teil im Normalfall den HS und den FS. Eventuel den Tubus wenn ich dafür steife Metallabschlussringe kriege.
Der Rest ist für die Tonne und da kommts mir eben immer hoch. Auch dafür werden Ressourcen verschwendet.

Gruß
*entfernt*
 
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Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo Günther , Sven,

ich ergere mit auch jedes mal darüber, wenn man mit solchen Geräten bei mir ankommt und fragt kriegst du da eine brauchbare Einstellung hin!

Ich denke aber auc, das die Händler die ja auch auf Verkaufs + Einkaufsmessen treffen, könnten mit geballter Einkaufsmacht schon für Abhilfe sorgen mit dem Hinnweis das bekommen wir so nicht verkauft!
Liefert uns ein Mindestmaß auch an technischer Qualität und da gehöht eine gewisse Festigkeit und Justiermöglichkeit halt dazu!

Denn bei diesem Nachlassen der Fertigungsqualität, geht es um die Verbesserung von Gewinnspannen und nicht in erster Linie um günstigere Kundenpreise!

Ich hoffen ja nicht. dass eben diese Art von optischem "Spielzeug" dann den Verkauf von richtigen Teleskopen im 2. Anlauf puschen soll!

Gruß Günter

 
Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo Günther,

ich denke, dass bei einer hinreichenden Anzahl Händler einfach das Fachwissen fehlt. Bei anderen mag vor der Bestellung nicht ersichtlich sein, was da kommt, und der Rest macht mit, um den Preis zu halten. Wirft kein so gutes Licht auf die Händler - scheint aber allen egal zu sein.

Richtige Teleskope kann das nicht pushen. Es bedient den Markt von Leuten, die ein- bis zweimal aus derselben Kategorie kaufen und damit dann Ebay für 30 Euro bedienen. Die halten das Hobby dann für nicht machbar und fertig ist das Folgegeschäft...

Clear Skies
Sven
 
Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo zusammen,

lese auch ein wenig hier mit. Schon traurig das Ganze!

Man vergrätzt Einsteiger (v.a. die jungen) und nimmt denen im Prinzip durch diesen Schrott^2 die Möglichkeit, sich mit unserem schönen Hobby näher und auf Dauer zu befassen, denn die wissen ja meist nicht, wieviel "echte" Teleskope im Stande sind zu leisten....und bevor man überhaupt festgestellt hat, dass es auch richtig Spaß machen kann/könnte, wenden die sich längst aus Frust wieder ab....

Viele Grße
Werner
 
Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo Leute,

schlimm ist eigentlich, dass das System Newton (wie auch das System zu-kurz-FH...aber das nur am Rande der Vollständigkeit halber) immerhin selbst derart stümperhaft und leistungsvernichtend ausgelegt, noch ein Bild liefert.
Ich hatte das Teil ja in Originalkonfiguration, so wie zugeschickt, unterm Himmel. Bei geringen Vergrößerungen, auch noch bei mittleren Vergrößerungen und dann noch mit unterstellter Ahnungslosigkeit kann man glauben, dass das so sein muss und nicht besser geht.

Im Thread und überhaupt in den Foren liest man ja nicht nur Negatives über diese Teleskope und es wird auch schon mal massiv persönlich Front gegen Kritiker gemacht.
Was ich an entsprechenden Threadverläufen in letzter Zeit so mitbekommen musste, bringt m.E. keinen Hersteller und keinen Händler dazu, zu glauben, man sei mit der völligen Aufgabe der Justierbarkeit und der immer schlechteren mechanischen Stabilität auf einem falschen Weg.

Möglich, dass man bald in echter, gleichgestellter Symbiose diese Tuben und f/4 Kugelspiegel vereint und sich auch dafür noch Wohlwollen sichert.

Gruß
*entfernt*
 
Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Nachtrag,

der Besitzer aht das Ding seit einiger Zeit wieder, seine Begeisterung hält sich offensichtlich in Grenzen.

Die Maßnahmen brachten KEINE zufriedenstellende Justiermöglichkeit des HS. Mir gelang es zwar eine brauchbare Justage herzustellen, dies wird aber mit wenig Erfahrung nicht zu reproduzieren sein.
Auch eine brauchbare Justage wird durch die Wabbelspinne des FS im verbund mit den Plastikabschlussring des Tubus zunichte gemacht. Auch das Unterlegen des OAZ half da wenig.

Den Asti und die fehlende HS-Zelle bin ich nicht angegangen, zu viel Aufwand.

Das dieses Ding recht neu ist und mit Foto + Technik (Monti) beworben wird, ist m.E. wahrscheinliuch, dass hier der Markt abgeklopft wird, ob das so von Kunden geschluckt wird.
Das dürfte so sein, wenn ich die letzten Entwicklungen auch hier im Forum bedenke und dann könnte sich diese Bauart durchsetzen, denn immerhin hat man ja Entwicklungskosten in die Produktionsumstellungen gesteckt.

Durchaus möglich, dass sich Leute, die noch ein Newtonteleskop mit wenig Öffnung und kein Spielzeug kaufen wollen, sich bald entscheiden müssen.
Einen Run mit sofortiger sprunghafter Verteuerung, wie beim "Akuter" soll und wird diese geäußerte Sorge aber nicht auslösen.

Gruß
*entfernt*
 
Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo Günther,

Unsere Funkstille liegt nicht an der Justage :-)
Wir hatten schlicht keine Zeit und keine geeigneten Wetterbedingungen um mal durch zu schauen.
Was man von außen sehen kann, hast du da viel Arbeit rein gesteckt, nochmal vielen Dank dafür! Wir versuchen seit 3 Tagen schon einen klaren Himmel zu erwischen, hatten jedoch bishher kein Glück. Aber heute Nacht soll es ja klar sein, da wird das gute Stück dann getestet.
Bis zu welcher scheinbaren Größe, können wir damit beobachten?
Meinst du DeepSky ist damit möglich?
Andromeda war ja bevor wir dir das Newton gesendet haben nur ein milchiger schwach Sichtbarer Fleck.

P.S.: in einem bekannten deutschen Astroshop hat dieses Teleskop eine 5 Sterne Bewertung bekommen. Der gleiche Ramsch wird auch nochmals in selber Ausstattung für gut 100€ mehr von einer anderen Marke verkauft.... Ich finde das als Neuling wirklich unfassbar, das man 400€ ausgeben kann und trotzdem noch Ramsch erhält.

Grüße
Krisi und Dani
 
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Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo ihr Beiden,

keine Sorge, so war das gar nicht gemeint, ich weiß dass es noch andere Beschäftigungen gibt. :)
Ich bin es halt gewohnt, so einen Thread von meiner Seite zu einem Ergebnis zu bringen, mehr war das nicht.

Ihr werdet halt im höheren Vergrößerungsbereich nicht den deutlichen Auflösungssprung und Beobachtungsgewinn erzielen können, der bei besserer Justiermöglichkeit und Stabilität durchaus drin gewesen wäre. auch schweres Zubehör und/oder Cameras könnt ihr vergessen.
Bei geringen und mittleren Vergrößerungen visuell könnte sich allein durch das Velours und die geringfügien sonstigen Verbesserungen eine Leistungssteigerung einstellen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hallo *,

ich habe fassungslos den ganzen thread durchgelesen (wie kann man f/4 Newton ohne Justiermöglichkeit konstruiren?), und möchte nun mit einer Erfahrung und zwei mehr oder weniger verrückten Vorschlägen zur Diskussion beitragen.

Ich habe nämlich für kurze Zeit einen Cometron 114/450 in die Hände bekommen, und war erstaunt, was man mit einem kleinem f/4 Newton alles sehen kann - bei perfekter Justierung versteht sich. Am Jupiter konnte ich ausser GRS auch weitere Detail und Wirbel in den Bänden erkennen, Rigel als Doppelstern trennen usw. Die größte Herausforderung war immer die Objekte in unmittelbarer Nähe der Achse zu halten (sonst waren die Details weg), aber das ist ja mit der Heritage Motierung einfach. Als Okulare habe ich diverse Kasai und Baader Orthos genommen, immer gepaart mit einem 2.25x Q-Turret Barlow - kostet auch nicht die Welt.

Da ich von der Beobachtung damals recht angetan war, habe ich jetzt überlegt, wie man einem offensichtlich guten Spiegel zu mehr Leistung verhelfen könnte.

Die erste Lösung wäre eine neue Spiegelzelle, eventuell zusammen mit einem neuen Tubus. Neukauf oder eigene Herstellung machen in meinen Augen wenig Sinn, aber die meisten Händler bieten in den Schnäppchenecken alles mögliche an - ich würde gezielt nach einem bechädigten oder inkompletten 114/900 Newton fragen oder einem anderen Teleskop mit 114mm Spiegeldurchmesser. So könnten die Kosten tief unter 100 Euro bleiben, nur wäre es halt mit viel Arbeit verbunden...lohnt sich wirklich nur wenn auch der Weg das Ziel ist oder Astrobudget extrem knapp.

Oder aber könnte man einen Cometron auf dem primitiven Originalstativ kaufen, und beide Geräte an den "Montierungen" tauschen. Dafür müsste man beim Cometron die Schiene verschieben, was aber leicht machbar ist. Dann hätte man als Ergebniss ein Justierbares vernünftig konstruiertes Cometron auf Heritage Montierung, wo man Vergrößerungen ziemlich über 100x erreichen kann, mit GoTo und automatischen Nachführung, und es bleibt ein SkyWatcher auf primitiven Stativ übrig, wo beides nur für niedrigere Vergrösserungen geeignet ist. Den könnte man dann mit entsprechenden Hinweisen einem Anfänger verkaufen, einem Kind schenken usw. Der Cometron gibt es zur Zeit bei einem Händler im Angebot für etwa 140 Euro, mit dem Verkauf von "Restgerät" könnte man vielleicht die Hälfte davon wieder einfahren.

Natürlich besteht dann ein kleines Restrisiko, dass der Spiegel von neuen Cometron schlecht seien könnte, aber ich habe gehört, dass es gute parabolische Speigel sind und meine eigene Erfahrung hat es bestätigt.

Und bitte steinigt mich für die schräge Vorschläge nicht - klar ist so etwas nicht jedermans Sache, aber wer Spaß am reparieren/basteln/optimieren/kaufen und verkaufen hat, könnte sich hier austoben.
 
Re: Skywatcher Virtuoso - Community Edition

Hi!

Ein Bresser Pluto/S hat einen HS der 114/500-Klasse und normalerweise eine justierbare Hauptspiegelzelle. Der Gebrauchtpreis orientiert sich an der Qualität der Fehlkonstruktion ...

Grüße

fquadrat
 
Hallo Zusammen,

freut mich, wenn mein Geschreibsel übers Hobby und seine netten(!) Typen Freude macht.
Ansonsten jou, die Rettungsvorschläge, soweit sie kostengünstig sind und/oder bastlerisch umsetzbar, kann man aufgreifen, wenn man im Rahmen der Öffnungsvorgabe mehr will und mit der Monti weitermacht.
Das muss man sich halt überlegen, viel investieren würde ich an der Stelle nicht.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

Wir hatten das mit dem Pluto 114/500 tatsächlich in Erwägung gezogen, die gibts in der Bucht ja massenhaft.
Aber das wäre dann auch nicht zum Fotografieren geeignet...
Der Günther hat sich ja viel Mühe mit dem Teleskop gemacht, weshalb wir beschlossen haben, das nun getunte Heritage erstmal zu behalten und über den Winter ausgiebig zu testen.
Nach und nach möchten wir uns dann unsere Astrofoto-Ausrüstung zusammenkaufen...
Da müssen wir dann ordentlich investieren... und vorher hier im Forum nachfragen ;-)
 
Hi!

Warum wäre das nicht zum Fotografieren geeignet? Das war bisher ungünstig, weil die HS-Zelle nicht viel taugt. Nimmt man die des Pluto/S, hat man eine bessere mit breiten Rändelschrauben. Wichtig ist nur, den Spiegel dann auch wirklich zu tauschen und nicht den des Pluto/S mit einzubauen ...

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

weder Tubus noch OAZ des Pluto/s sind große Stabilitätswunder. Man würde sich dann doch auf sehr leichte Kameras beschränken müssen. Eine DSLR wie gewünscht scheidet somit doch aus. Eine Webcam oder die wenigen astronomischen Kameras, die nicht deutlich schwerer sind, wäre wohl möglich. Nur stellt sich die Frage: Was will man damit ablichten? Für Planetenträume fehlt Brennweite und eine entsprechende Barlow verlängert den Turm und bringt Gewicht ans Ende des Hebelarms (man stelle sich mal die normale Adaption der Gerd Düring Barlow vor, die optisch schonmal eine sehr gute Wahl wäre) und dann ist man mit der Sache gleich wieder am Ende. Deepsky bliebe wohl auf jeden Fall ungekühlt, weil die Kühlung Gewicht mit sich bringt. Will man das aber bei f/4 ohne Komakorrektur? Ein Komakorrektor würde wohl auch schon wieder zuviel Gewicht sein.
Diese Dinger sind von der Stange einfach keine Foto-Optiken. Man kann was draus machen, durch einen stabilen, ordentlich dimensionierten Pertinax-Tubus, quasi also als Total-Umbau. Hoffentlich schleppt den die Virtuoso dann noch. Wenn man dahin kommt, dass die auch auf das letzte Gramm belastet ist, dann Ende im Gelände.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

mit
Zitat von Sven_Wienstein:
weder Tubus noch OAZ des Pluto/s sind große Stabilitätswunder.
hast Du Recht, weshalb mein Ratschlag dahin zielte, das Heritageding fast komplett so zu lassen, wie es ist, und nur die bemängelte nicht justierbare HS-Zelle (mit Rückwand) durch eine justierbare aus einem Pluto/S zu ersetzen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

hm, nein, das bringt es auch nicht.

Ich habe hier mal genauer aufgeschrieben, wie mir das Gerät begegnet ist: http://www.svenwienstein.de/HTML/skywatcher_heritage_virtuoso_1.html
Ich habe da auch mal die Bewerbung zum Thema gemacht (mag sein, dass Dir das nicht so gefällt). Jedenfalls sieht man, dass man diesen Tubus auch mit justierbarer Zelle nicht so herrichten kann, dass man z.B. ein Speers Waler (welches bei f/4 einfach mal vernünftig funktioniert) bedenkenlos einsetzen könnte. Das muss nichtmal das schwere Speers Zoom sein. Das ganze Ding ist eigentlich eine einzige Schwachstelle und man fragt sich rein aus Sicht der Produktivität, warum man da hinein einen teuren Parabolspiegel setzt. Das ist wie eine Fünfgangschaltung im Dreirad.

Clear Skies
Sven
 
Hallo alle zusammen,

@Sven: toller Bericht, trifft genau ins schwarze! Lustig mal Fotos von unserem Newton beim "Ausflug" zu sehen...

Also das mit dem Fotografieren durchs Teleskop haben wir erstmal abgehakt... Dazu brauchen wir ein richtiges Newton, eine vernünftige Montierung mit Polsucher, evtl. mit Autoguider, etc. wird alles vorerst mal zu teuer!

Wir möchten jetzt erstmal in gute Okulare investieren, am besten mit T2-Gewinde, wie z.B. Baader Hyperion die können wir dann später an einem guten Teleskop dann wie gewünscht einsetzen.

Das Skywatcher-Teleskop wurde am Wochenende ausgiebig getestet!
M31 kann jetzt als Galaxie erkannt werden, man sieht deutlich ein helles Zentrum und oval drumherum den Rest. Bevor Günther das Teleskop verbessert hat konnte man wirklich nur einen Fleck sehen, wir waren uns damals gar nicht sicher ob das überhaupt was ist... oder vielleicht nur Dunst oder Schmutz.

Der Mond ist sehr gut zu beobachten, wir sind auf unsere maximal möglich Vergrößerung gegangen, das bedeutet 6,5mm Plössl mit 2x Barlow. Mann konnte die Schatten sehen die die Mondkrater werfen.

Die Plejaden haben sich nur als Sterngruppe gezeigt, Nebel war keiner zu erkennen, oder es war so schwach das man es als Anfänger nicht sieht.
Den PacMan-Nebel konnte ich nicht zweifelsfrei identifizieren... Kann also seind, dasich ihn gesehen hab oder auch nicht.

Mir ist jetzt auch klar wie Günther das meinte als er sagte, dass das Newton nach dem Umbau bei kleinen bis mittleren Vergrößerungen durchaus Spaß macht. Das würde ich so unterschreiben, denn das war der Eindruck den auch ich gewonnen hatte, mit dem 25mm oder dem 10er wars doch ganz nett... Bei starker Vergrößerung war es aber "anstrengend"! Dasmag auch an unseren 6,5mm Plössl von Orbinar liegen, die Austrittspupille ist winzig und man presst das Auge schon fast ins Okular, dabei wackelt natürlich alles...

Unser Fokus liegt also erstmal auf guten Okularen und nach dem Winter dann evtl. ein anderes Teleskop, ein gebrauchtes, voll justierbares, mit 200mm Öffnung nach Möglichkeit.

Wie heißt es so schön, wer billig kauft, kauft doppelt... Das trifft hier absolut zu! Naja, aber ich habe durch diesen Fehler viel über Teleskope und deren Zubehör gelernt...
 
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