Suche "Gelegenheitsteleskop"

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Hallo Volker,

du hast Recht, das Posting hatte ich tatsächlich schon wieder vergessen.

Wenn es stimmt was Kerste schreibt, daß der Threadstarter
das Anforderungsprofil in Richtung Mond und Planeten korrigiert hat,
dann spricht das umso mehr für einen gebrauchten 80mm ED.
(Wenn man den ursprünglichen Zweck "schnellspechteln und
Landschaftsbeobachtung" nicht aus den Augen verlieren will.
Wenn Mond und Planeten der Hauptzweck wären würde ich wegen
des geringen Auflösungsvermögens keinesfalls eine nur 80mm
messende Kleinscherbe wählen)
Der ED punktet mit seinem gegenüber dem 80/910mm FH farbreineren Bild.
Ein FH der dem nahekommt wäre ein 80/1200er, der aber wiederum
sperriger ist und eine steifere Montierung und ein entsprechend
steifes Stativ verlangt.

Es ist schon so daß man verschiedene sich zum Teil auch
widersprechende Parameter abwägen muß. Alles ist ein Kompromiß.

MfG,Karsten
 
Günther,
bitte korrigier mich falls ich da was falsch verstehe, aber im in der Produktbeschreibung zum 80/900 steht folgendes:

Anschlüsse Okularausz.: 60mm, 42mm-T2-Gewinde,
50,8mm Steckanschluss, 31,7mm Steckanschluss

Das hört sich für mich wie 2" Auslegung an, oder?

Und wie gesagt, der Schwerpunkt wurde deutlich Richtung Mond/Planeten verschoben, was die Gesichtsfelde relativiert bzw. wo die Brennweite wieder punktet.
Bleibt einzig die Farbe. :)

CS
Volker
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Hi Leute,

alles recht und gut, was ihr hier verfasst, aber bitte bedenkt, daß Bernhard ein LAIE ist und nicht so viel Ahnung von der Materie hat (Bernhard, entschuldige..). Also die "Beschreibungen" möglichst einfach und versändlich halten, daß einjeder den Inhalt verstehen kann und kein fachchinesisch...

Er möchte ein ganz bestimmtes Gerät, nicht für sich, sondern für seine Eltern.
Vielleicht bin ich da zu alt oder zu konservativ: aber ich würde meinen Eltern doch nichts Gebrauchtes schenken. Vielleicht sollte man das auch berücksichtigen und die Wahl danach ausrichten.

CS
Winfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Volker,

das liest sich in der Tat so als sei auch 2" Zubehör möglich, die mir bekannte Beschreibung sagt nichts darüber aus und das Foto sah nicht nach 2" OAZ aus, was aber täuschen kann.
Im "Normalfall" wird ja bei kleineren Refraktoren Ganz GROß hwerausgestellt, wenn ein 2" OAZ verbaut ist.

Wenn es denn so ist, dann sorry für die Fehleinschätzung, ansonsten bringt Karsten es aber noch Mal auf den Punkt.
Die Verschiebung der Schwerpunkte macht den ED noch viel interessanter als er vorher schon war.
Was nutzt die etwas längere Brennweite, wenn die etwas leichter(?) erreichte hohe Vergrößerung nichts mehr bringt, weil der Achromat die Farben nicht mehr zusammen in den Fokus bringt?

CS
*entfernt*
 
Hi!

Der Vergleich mag hinken (ich hab die Bezeichnung nicht genau im Kopf, nur Öffnung und Brennweite), aber ich kenne einen zwölf Jahre alten 90/1000 Refraktor von Vixen (f/11,1 - evtl ein 90M?). Das Gerät liefert am Planeten schönere Bilder als 15-Zentimeter-Zeiss-Refraktor, der daneben steht (auch wenn ein Planetenfan vielleicht mehr Details im großen Teleskop erkennt - aber ästhetischer ist der Anblick im Vixen, und mit dem gesuchten Teleskop soll ja kein violett clearing o.ä. auf Mars entdeckt werden, sondern bei Lust und Laune mal in den Himmel geschaut werden).
In den 90ern hat Vixen meines Wissens nach noch keine Neo-Achromaten gebaut (im Tubus unseres Exemplars sind auch keine Neo-typischen Linsen), und einen Apo (mit f/11?) konnten wir uns damals im Verein auch kaum leisten. Da der 80er Vixen ein ähnliches Öffnungsverhältnis wie unser alter 90er hat, dürfte der Farbfehler nicht wesentlich größer sein und den Einsteiger kaum stören.
Und ein bequemer Einblick ist bei einem Einsteigerteleskop auch nicht zu verachten.

Übrigens gibt Vixen selbst an, dass ein Zenitspiegel dabei ist, die Klappspiegeleinheit bei Fernrohrland statt dem Zenitspiegel halte ich für einen Tippfehler (entspricht auch eher der Abbildung) - müßte man aber im Zweifelsfall nachfragen. Wobei ja eh gewünscht ist, das Zenitprisma durch ein Amiciprisma zu tauschen.

Mehr als 80mm sind budgetmäßig kaum drin, wenn's noch halbwegs stabil stehen soll. Spiegel ist ja keiner gewünscht, ebenso wenig wie ein allzu ernsthafter Einstieg ins Hobby Astronomie.

Und dass bei einem Geschenk für die Eltern ein Neu-Teleskop mehr hermacht als ein Gebrauchtes (vielleicht besseres), ist auch von meiner Seite nachvollziehbar.

Falls Vixen in den letzten zwölf Jahren also nicht angefangen, deutlich schlechtere Teleskope zu bauen, bleib ich bei der Empfehlung und gehe davon aus, dass seine Eltern mit dem A80Mf auf Porta glücklich werden können. Nötige Ergänzungen: Übersichtsokular, Amici-Prisma und vielleicht noch ein leichter Graufilter (mit dem die Deep-Sky-Brothers in ihrem Test von dem Gerät auch den Restfarbfehler bei hellen Objekten beseitigen - ich hab mir grad den Mond im 80/600 angeschaut, ist schon hell). Mit Blick auf diesen Thread scheint der Farbfehler auch weiterhin nicht zu stören. Kein Grund also, auf Gebrauchtgeräte zurückzugreifen.

Schöne Grüße,

Alex Kerste
 
Moin,

hab hier grad Netz, also konnte ich reinschauen...

Also erstmal bin ich froh darüber und wäre auch in Zukunft dankbar dafür, daß der kleine Streit beigelegt ist bzw. hier nicht mehr auftaucht. Ich kenne es aus anderen (nichtastronomischen) Foren, es ist eigentlich ein typisches Forenphänomen und souveräne User machen das per PN.

Zitat von Berberich:
Hi Leute,

Er möchte ein ganz bestimmtes Gerät, nicht für sich, sondern für seine Eltern.
Vielleicht bin ich da zu alt oder zu konservativ: aber ich würde meinen Eltern doch nichts Gebrauchtes schenken. Vielleicht sollte man das auch berücksichtigen und die Wahl danach ausrichten.

CS
Winfried


Vielen Dank, das obige bringt es auf den Punkt. Wär es für mich, würde ich mir jederzeit was Gebrauchtes kaufen, wenn ichs besser fänd. Aber es ist eben ein Geschenk, das soll keine Abnutzungs- bzw. Gebrauchsspuren haben. Allein schon deshalb scheidet ein Gebrauchtgerät für diesen Fall aus.
Und mit mühsam meinte ich nicht die Suche im Netz nach einem Gebrauchtgerät, sondern die Beurteilung des Zustands des Gerätes, weil ich eben ein kompletter Laie bin und das nicht beurteilen kann.

Und die Preisgrenze habe ich festgelegt, damit man eine ungefähre Vorstellung davon hat, was angemessen ist. Ich könnte auch einen Tausender ausgeben, darum geht es nicht. Aber das wäre einfach "überkandidelt", wenn Ihr versteht was ich meine, weil 1. meine Eltern das Potential eines solchen Gerätes niemals auskosten würden, es sie 2. eher überfordern als erfreuen würde und es 3. bei uns unüblich ist, mit 1000€-Geschenken um sich zu schmeissen, schließlich geht es Weihnachten auch noch um andere Dinge. Ich will ihnen einfach eine Freude machen, es darf schon was kosten, aber es soll eben in einem vernünftigen Rahmen bleiben.

Die meisten werden ja nun auch gemerkt haben, daß ich beim Preis durchaus tolerant bin, wenn ich darin einen Sinn sehe. Den Sinn in diesem Fall sehe ich darin, keinen billigen Chinakram, sondern wertige japanische Optik zu kaufen, die preiswert (d.h. ihren Preis wert) ist.

Das ich nun mit Zubehör bei 500-600€ liegen werde, ist mir klar, aber wenn sich das lohnt, und davon geh ich aus, ist es ok.

Und bitte den Farbfehler nicht überbewerten. Klar ist er da, aber nach allem, was ich bisher gelesen und an Beispielfotos gesehen habe, ist er bei f/11,25 für meine Eltern und den Anspruch eines Anfängers vernachlässigbar.


Nochmal zum 80/900 Porta: Bei Fernrohrland haben sie wohl per Copy/Paste die Beschreibung des A80M (der teurere, besser ausgestattete) einfach in die des A80Mf (die günstigere Variante) eingefügt, der Mf hat Zenitspiegel und 6x30-Sucher, der M hat Klappspiegel und Leuchtpunkt.
Hab den Mf aber woanders auch schon günstiger gefunden (danke Winfried). Werde heut Nachmittag mal mit dem Händler telefonieren, überlege ob ich das Teleskop dann mit dem Telrad aufrüste, da so ein Sucher ja offenbar nich so doll ist.

Und wo wir grad beim Zubehör sind: kann ich denn durch ein Amici genausogut die Himmelsobjekte betrachten, oder hab ich da mit optischen Verlusten zu rechnen? Da ja eh schon ein 90er Zenitspiegel dabei ist, hätte ich den behalten für Himmelsbeobachtung und für Erdbeobachtung ein 45er Amici (wegen des bequemeren Blickwinkels) dazubesorgt...

Apropos: die A80M und Mf haben beide einen 31,7mm Steckanschluß am OAZ, also doch 2", oder? Vielleicht haben es die Japaner nicht so nötig wie die Chinesen, das zu betonen ;)

Und nochmal M und Mf: Ist irgendjemandem ein Unterschied außer dem Klappspiegel und dem LED-Peilsucher aufgefallen? Mir nämlich nicht, und nur dafür ein Aufpreis von 250€?! Das kann doch nicht sein.


Abschließend nochmal: bitte kein Spiegel und kein Gebrauchtgerät! Wäre es für mich, beides gerne. Aber nicht für meine Eltern zu Weihnachten, ich hoffe das ist verständlich.

Vielen Dank nochmal an alle Beteiligten, (fast) jeder Beitrag hat mir sehr geholfen.


Viele Grüße,
Bernhard
 
Sorry,

ich korrigiere mich selbst: 31,7mm sind natürlich 1,1/4", hatte vorhin irgendwie einen Denkfehler.

Habe übrigens nochmal den Test des Vixen 80M bei den Deepsky-Brothers gelesen, dort heißt es:


"Der 80M hatte meinen LIDL ersetzt, da er hinsichtlich der optischen Leistung deutlich besser ist. Auch gegen vergleichbare Chinarefraktoren konnte dieser Refraktor punkten. Kontrast als auch Sternabbildung waren einfach schöner. Sofern der Farbfehler objektbezogen ohne Relevanz ist, ist der 80M kaum schwächer als die chinesischen 80mm EDs, die derzeit am Markt sind.

Der 80M hat einen 1,25" Auszug und kommt mit einem guten 6x30 Sucher in vernünftiger Vixenhalterung - nicht zu vergleichen mit Syntavariante daher. Die neueren Versionen warten mit einem kompartiblen Sucherschuh auf, den mein älteres Modell noch nicht hatte.

Der Fraunhofer hat trotz f/11,4 Öffnungsverhältnis einen erkennbaren Restfarbfehler, der allerdings wirklich nur an ganz hellen Objekten stört. )Mond, Mars und Jupiter ). Schon am Saturn war davon kaum noch was zu bemerken. Das Gerät hat eine gute Innenschwärzung und ist solide gefertigt. Bastelbedarf vermittelt dieses Gerät nicht, wenngleich der Okularauszug als Zahntrieb-Auszug etwas Tuning forderte. Er geht recht schwer, dafür ist er klemmbar im Gegensatz zu einigen Chinageräten.

Dem Farbfehler begegnete ich im Bedarfsfall mit dem Einsatz des hellsten Graufilters, den ich habe."


Die Jungs haben eine tolle Seite und ich bin dazu geneigt, ihren Ausführungen glauben zu schenken. Insofern bin ich davon überzeugt, daß der Frabfehler nicht relevant ist, wird er doch als kaum größer als bei den China-EDs eingestuft - und dazu gehört der hier empfohlene Skywatcher ED.

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Alex,

auch für den Threadstarter (trotz der gefallenen und durchaus nachvollziehbaren Entscheidung) und Mitleser noch eventuell von Interesse.

Ich bezweifele keineswegs die Beobachtung, allerdings ist die implizierte Schlußfolgerung falsch.
Jede Optik wird grundsätzlich durch Beugungserscheinungen an ihrem Rand in Auflösung und Abblidungsleistung begrenzt und die Größer der Öffnung (netto) ist der theoretisch bestimmende Faktor.
Zeigt also eine größere Öffnung eine schlechtere Abbildungsleistung als eine kleine Öffnung so erreicht die größere Optik ihre "Beugungsgrenze" nicht während die Kleinere sie eben erreicht.
Die Gründe dafür sind vielfältig, in Technik, Bauart, Optikgüte und -häufig unterschätzt- in Fehlern des Anwenders zu suchen.
Namen spielen hier keine Rolle, die Umstände eines solchen Vergleichs schon eher.
Wenn ich mir z.B. den Mond mit kleinem Gerät bei angenehmer Helligkeit (AP) betrachte und dann das verwendete Okular in ein Gerät doppelter Öffnung stecke, brenne ich mir unter Umständen so viel Licht aufs Auge, dass keine Dtailwahrnehmung mehr gelingt.
Entweder muss ich das Licht dämpfen oder ein Okular wählen, welches mir die gleiche AP und damit die optimale Helligkeit liefert. Dann erst setzte ich die höhere Detailauflösung und die höhere Vergrößerung auch in mehr Wahrnehmung um.

Ähnliches gilt für einen Vergleich Achromat/ED gleicher Öffnung. Der Vorteil des ED liegt schlicht darin begründet, dass er die Farben im Fokus näher zusammenrücken kann und damit der theoretischen öffnungsbedingten "Beugungsgrenze" näher rückt, was sich besonders im Hochvergrößerungsbereich auch in sichtbarer Mehrleistung äußert.

So weit, so gut.
CS
*entfernt*


 
Hallo Bernhard,

danke für das deutliche Statement.
Wollte auch schon schreiben, dass die Fakten wohl auf dem Tisch sind und die Entscheidung ob gebraucht oder neu nun ganz allein bei Dir liegt, bzw. eine Diskussion darüber eigentlich nichts bringt.

Und nochmal M und Mf: Ist irgendjemandem ein Unterschied außer dem Klappspiegel und dem LED-Peilsucher aufgefallen? Mir nämlich nicht, und nur dafür ein Aufpreis von 250€?! Das kann doch nicht sein.

Ich war gerade nochmal bei Vixen Europe und wenn ich das richtig interpretiere ist ein weiterer Unterschied zwischen 80M und 80Mf eben der bei 80M vorhandene 2" OAZ.
Da du aber eh einen Händler kontaktieren willst, wäre es schön, wenn Du da evtl. mal nachfragen könntest (bzw. hier Rückmeldung geben).

Egal welches Gerät, ich wünsche Dir und Deinen Eltern schon mal viel Spaß damit und

always clear skies
Volker
 
Hallo Karsten!

Das dieses System die Zitate so darstellt, so das es aussiejt, als ob ich es Dir unterschieben wollte, war keine Absicht. Dafür kann ich nichts und zum Abschluß:

" Ja ich bin so dumm, wußte jedoch nicht, das Erfahrung am PC ein Hinweis dür INtelligenz ist!"
Wieder sehr nett! :biggrin:

lg Theo
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Hallo Bernhard,

hm, also von mir nur kurz noch soviel: Du hast sicherlich nun festgelegt, welche Punkte für Dich "undiskutierbar fest stehen". Damit ist klar, wo die Kompromisse liegen müssen und mir scheint, dass Du Dir auch schon ein Bild davon gemacht hast, wie die Kompromisse aussehen werden.

Ich kenne den früheren Vixen 80M Achromaten ganz gut, und es ist ein schönes Gerät. Wenn dessen Farbfehler aber dem der günstigen ED-Apos vergleichbar sein soll, komme ich etwas ins schleudern, da meine ich, dass man einerseits besseres von den EDs erwarten sollte und dass ich auch andererseits von solchen EDs auch schon besseres gesehen habe. Dann wäre ja mein 80/1200 farbreiner als ein solcher ED...? Naja.

Streckenweise fühle ich mich beim Studium des Threads wirklich an einen Spruch von mir erinnert, den ich in einer wohl noch verfahreneren Situation angewandt habe: "Kopf - Wand - Schmerz!"

Schraube also die Erwartungen nicht zu hoch. Das was nach diesen ganzen Festlegungen übrig bleibt, scheint also der "machbare Kompromiss" zu sein, und mit dem Wirst Du eben dann leben müssen.
Das soll Dich nicht vor den Kopf stossen, sondern Dich nur ein Wenig darauf einstimmen, dass es eben schwierig ist, alles unter einen Hut zu bekommen, und beruhigend sei nachgeschoben: Jedes Teleskop hat seinen Himmel.

Clear Skies
Sven
 
Moin,

bin nun wieder zurück und hab es in der Zwischenzeit noch nicht unterbringen können, den Händler anzurufen. Wird aber nachher nachgeholt.

In der Tat muß ich einen machbaren Kompromiss realisieren und die Bedingungen stehen mittlerweile schon relativ fest. Aber das Teleskop - und das kann ich nunmehr offenbar nicht oft genug wiederholen - ist nicht für mich. Ich bin zwar der, der es aussucht, aber nicht primär der, der es nutzt. Es entsteht wahrscheinlich der Eindruck, daß ich ein recht ambitioniertes Gerät suche, alleine schon aufgrund der Tatsache, daß ich hier nachforsche und mich mit der Materie beschäftige, anstatt einfach zu Lidl zu gehen.

Ich informiere mich eben gerne vorher und ganz ehrlich, wäre es für mich, würde ich einen Dobson oder einen größeren Mak kaufen. Aber ich bin auch ein Bastler, ich kann mich für Sachen sehr begeistern und scheue auch nicht davor zurück, richtig in die Tiefe des Themas einzutauchen. Aber wie schon gesagt ist das für meine Eltern nichts, vom Handling her einfach zu kompliziert (Justage) und zeitaufwendig (Auskühlen). Es muß ähnlich einfach und schnell gehen, als würde man sich mal mit nem Fernglas hinsetzen und ein bißchen gucken. Also nicht erst justieren und warten, bis alles kühl ist, zumindest nicht so lange...

Hoch sind die Erwartungen eh nicht, zumindest nicht im Sinne eines erfahrenen Astronomen. Ich erwarte schon ein deutlich besseres Ergebnis als das, was man durch die Minimallösung von Lidl sieht. Aber selbst damit sind viele Einsteiger sehr zufrieden - und meine Eltern werden bezüglich der Astronomie ewige Einsteiger bleiben. Meine Mutter nachts auf nem Feld? NEVER :D

Ich verstehe die Argumente für einen ED, auch gehe ich davon aus, das ein ED das bessere weil farbreinere Bild liefert, aber vergesst nicht, daß es Euch deshalb so ins Auge sticht, weil Ihr erfahren seid und als ambitionierte Hobbyastronomen einen gewissen Anspruch habt. Einem völligen Laien wird das meiner Meinung nach gar nicht so auffallen. Zumindest nicht in dem Ausmaß, der den Preisunterschied zwischen dem Vixen und nem China-ED rechtfertigen würde. Für die paar Gelegenheiten, an denen man mal auf dem Balkon steht und sich was ansieht, ist wahrscheinlich selbst der Vixen übertrieben, aber was solls, ich möchte halt wie gesagt etwas mehr als "nur" Lidl.


So, nun werde ich mal den Händler bemühen und sehen, was der so sagt.
Sobald ich mehr weiß, melde ich mich wieder.


Viele Grüße, Bernhard
 
Hallo Bernhard,

nur noch zum Abschluß:
Gratulation. Wenige würden sich um ein Teleskop bemühen, das nicht für sie selbst bestimmt ist, sondern ein Geschenk darstellt, das für andere gedacht ist.

Dafür bist Du hier in unseren Foren "durch die Hölle" der Beratungen gegangen. Ich glaube, wir alle wünschen Dir nun Glück beim Aussuchen des für Deine Eltern besten Geräts!

CS
Winfried
 
Danke! Aber es sind ja schließlich auch meine Eltern :)

Habe nun übrigens den Händler gesprochen:


Zum Unterschied A80 M und A80 Mf:

Der M hat wohl tatsächlich einen 2"-OAZ, ansonsten eben Klappspiegel und Leuchtpunktsucher. Außerdem kommt er aus japanischer Produktion. Dies alles hat einen Aufpreis zum Mf von 250€, was immerhin gut 60% darstellt, da der Mf um die 400€ kostet.
Der Mf hat einen 1,25"-OAZ, ein Zenitprisma und einen 6x30-Sucher. Leider wird er von Vixen in China hergestellt. Allerdings wird er dort natürlich mit japanischem Know-How hergestellt, die Montage ist eben einfach günstiger in China. Es dürfte also trotz Produktion in China ein Qualitätsunterschied zu Synta und Co. zu verzeichen sein.


Zu meiner angestrebten und mit dem Händler besprochenen Konfiguration des Geräts (zumindest als Vorabversion):

- Fernrohr Vixen A80 Mf
- Zenitprisma bleibt das Mitgelieferte
- 45°-Amiciprisma für Horizont-, Mond- und Erdbeobachtung
- kein Barlow
- ein Graufilter für Mondbeobachtung
- Okulare: 6,3mm Plössl (mitgeliefert), außerdem wird das mitgelieferte 20mm Plössl durch ein 15er oder 12er Plössl getauscht und es kommt kommt noch ein 32er Plössl dazu

Würde jemand etwas verändern, ergänzen oder weglassen?

Nur zu mit Vorschlägen, bin ja nun mittlerweile kontroverse Meinungen gewohnt ;)


Nochmals tausend Dank für die ganze Hilfe, auch wenn für manch einen meine bisherige Entscheidung vielleicht etwas unbefriedigend ist. Ich hoffe, man kann es trotzdem nachvollziehen und ich befinde mich nicht auf dem Holzweg...

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

ich denke diese Kombination ist brauchbar. Was die Okulare angeht sehe ich das 32er Plössl als "fix und gut". Bei 15mm ist es auch noch OK, und 12mm gehen auch. Beim 6,3mm Plössl stelle ich ehrlich die Frage, ob man das seinen Eltern antun will, der Augenabstand ist sehr knapp, rechnerisch 5mm. Das ist anstrengend und man könnte überlegen, ob man statt dessen nicht ein Okular mit bequemem Augenabstand nimmt. Vixen hat da nur die LV im Angebot und die sind nicht besonders günstig, die Frage ist aber, was man Dir eventuell für einen Kurs gegen das 6,3mm Plössl macht. Ansonsten wären eben die sogenannten ED-Okulare interessant, die es unter verschiedenen Markennamen gibt. Aus einem anderen Thread war heute zu entnehmen, dass diese EDs wohl um 40 Euro losgehen und dann je nach Marke bis auf 90 Euro kommen. Ich würde da "so billig wie geht" einkaufen. Die Brennweiten passen nicht ganz, 5,2mm und 7,... öhm "7, etwas" liegen am nächsten dran. Ganz problemlos sind die auch nicht: http://www.svenwienstein.de/HTML/eds_in_serie.html
Eine Alternative etwas über 60 Euro sind die TS Planetary HR.
Kommt natürlich immer drauf an, welcher Händler die führt, sonst ist wieder Versand fällig. Man kann auch mit einem 6,3mm Plössl gut klar kommen, aber es ist wirklich gewöhnungsbedürftig und passt in meinen Augen nicht besonders zum "Gelegenheitsteleskop".
Ganz andere Alternative: Eine günstige Barlow als Zusatz zum 12mm Plössl anschaffen, da kommt dann auch ein 6mm bei heraus, der bessere Augenabstand des 12mm bleibt aber mindestens erhalten, wird für gewöhnlich durch die Barlow sogar etwas besser.
Für diese Lösung spricht, dass eine 2x Barlow mit dem 32mm mit 16mm noch einen erwünschten Zwischenschritt gibt. Hier wäre eventuell auch eine solche Barlow interessant, die als 1,5x wirkt, wenn man das Linsenelement abschraubt und direkt ins Filtergewinde des Okulars einschrauben kann. Dann hätte man mit 21mm und 8mm zwei weitere Abstufungen, die durchaus sinnvoll sind.
Nachteil der Barlow-Lösung ist, dass manchem das Schrauben und Stöpseln zuwider ist. Vorteil ist, dass man insgesamt nur Okulare mit bequemem/brauchbarem Einblick hat.

Clear Skies
Sven
 
Moin Sven,

das klingt sehr gut. Der Händler sagte mir auch, daß das 6,3 Plössl wegen des Augenabstands recht unangenehm bzw. unbequem ist. Da werde ich nochmal nachbessern und fragen, wieviel eines Deiner genannten Okulare im Austausch kosten würde. Allerdings finde ich die Barlow-Lösung aufgrund der größeren Anzahl an Kombinationen reizvoller.

Die 1,5/2x Barlow ist auch interessant, allerdings kann man dann ja im Fall der 1,5fach-Verwendung keinen Filter mehr benutzen, da jetzt die Barlow im Filtergewinde des Okulars steckt, oder sehe ich das falsch? Aber gerade bei diesen mittleren Vergrößerungen wäre doch ein Grau- oder Polarfilter für den Mond sinnvoll, oder nicht?

Eine grundsätzliche Frage noch zum Barlow: büßt man durch die Verwendung einer Barlow viel optische Leistung ein, oder wirkt sich das nicht aus? Sprich: hat man mit 12mm Plössl und 2fach-Barlow noch die gleiche optische Qualität wie mit einer 6,3mm Plössl? Gut, sicher kommt es auf die Qualität der Barlow an. Ich gehe jetzt mal von einem dieser 40-50€ Standard-Barlows aus.


Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

den Filter kann man zwischen Barlow und Okular immer noch einschrauben, das verändert die Verlängerung durch die Barlow nur Minimal, da kommt dann vielleicht 1,6x heraus statt 1,5x - praktisch egal, so genau lässt sich das eh nicht vorhersagen, weil die verschiedenen Okulare intern immer andere Linsenanordnungen haben.

Die Qualität - tja... Also an einer "langsamen" Optik mit f/10 sind die Qualitätsansprüche an eine Barlow nicht mehr so hoch und da es um ein Gelegenheitsteleskop geht, habe ich das als vertretbar einkalkuliert.
Jede Linse im Strahlengang hat ihren Preis. Theoretisch wie praktisch. Fehler summieren sich auf. Für ein Gelegenheitsteleskop spielt das keine Rolle, der ambitionierte Planetenbeobachter würde aber zunächst mal vermeiden wollen, eine Barlow zu brauchen, und wenn er sich dann vor allem an einer schnellen Optik doch zu einer entschließt, dann würde es eben eine hochwertige Barlow sein. Die kann an schnellen Optiken auch das Gesamtergebnis verbessern, weil das Okular mit den Strahlenbündeln hinter der Barlow besser klar kommt. An langsamen Optiken kommen die Okulare aber "auch alleine klar".

Trotzdem, ich denke letztendlich wird deine Idee von der Standard-Barlow genügen. Soll es mehr sein, wirst Du 50 Euro drauflegen müssen, dann aber meines Wissens auf die Kombination 1,5x / 2x auch verzichten müssen. Bei den TeleVue Barlows geht das zum Beispiel nicht, was am Gewinde des Linsenelementes liegt, aber sicher auch daran, dass man diese Barlow halt für 2x (oder 3x je nach Modell) optimiert hat.

Ergo spricht vieles für die "Standard Barlow".

Clear Skies
Sven
 
Hallo Bernhard,

auch ich würde für die "Standard-Barlow" tendieren, schließlich und letztlich schwirrt mir im Kopf immer die "Elternvariante" mit, also das "Gelegenheitsteleskop", wobei auf ein optimiertes Ergebnis sicherlich keinen so großen Wert gelegt wird. Eine teure Barlow wäre da wohl sinnlos ausgegebenes Geld. Bleib dabei, ich denke auch, das wäre richtig für den angepeilten Verwendungszweck.

Da Du den Filter IN DAS OKULAR schraubst und das ganze dann IN DIE BARLOWLINSE steckst, kannst Du Filter immer verwenden!

CS
Winfried
 
Guten Morgen,

der Händler will mir eine Mail mit dem Gesamtangebot schicken, dort werde ich dann also mal das 6,3mm gegen eine 2x-Barlow tauschen.

Ansonsten melde ich mich nochmal, wenn das Angebot da ist.
Vielen Dank nochmal an alle und Grüße,

Bernhard
 
Hallo Bernhard @ all,

wir bekommen am Wochenende Besuch, ich muß mich also bis Montag verabschieden. Viel Spaß weiterhin beim "Vermehren gewonnener Einsichten" (M.Illner/ZDF) und eine rege Diskussion wünscht mit

CS
Winfried
 
Moin,

viel Spaß mit dem Besuch.

Ein paar Fragen zum optischen Zubehör sind aufgekommen, nachdem ich etwas weiter recherchiert habe:

1. Die Okulare:

Aufgrund der langen Brennweite von 910mm kann ich ja offenbar keine zu grosse AP erreichen. Ein 32er-Plössl (Vergr. 28,4) wollte ich ja eh nehmen, macht ein zusätzliches 40er Sinn (Vergr. 22,8)? Wäre was für die Erdbeobachtung, man könnte ja auch ein 40er und ein 25er oder 20er nehmen und das 32er weglassen?

Wie gesagt wollte ich dann ein 15er oder 12er hinzunehmen.

Nun frage ich mich immer noch: lieber Barlow oder lieber ein kurzbrennweitiges Okular, was einen höheren Augenabstand als ein Plössl bietet, vielleicht ein Weitwinkel? Z.B. so etwas hier: http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Okular125/okular125.htm#TSSWBeschreibung
Es geht jetzt nicht um den Händler, nur um dieses oder ein ähnliches Okular, in diesem Fall in 6mm.

Ein günstiges Zoomokular gibt es dort auch, ich nehme aber mal an die Qualität leidet dann stark?


2. Filter

Welche Filter sind für so ein Teleskop sinnvoll? Ich habe bisher einen Graufilter in Betracht gezogen, um das Mondlicht zu dämpfen. Allerdings gibt es ja nun verschiedene Transmissionswerte, was ist für 80/910 denn empfehlenswert?
Und gibt es einen Farbfilter, der wirklich etwas bringt und nützlich ist? Ich habe oft was über hellgelb oder gelb gelesen, was insbesondere bei Saturn und Jupiter den Farbfehler reduzieren soll.
Folgende interessante Variante hab ich wiederum bei TS gefunden: http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Filter/filter.htm#TSCC1
Taugt der was? Oder lieber Einzelfarben und einzelne Grautöne?

Außerdem gab es dort noch folgendes, was ich interessant finde, aber nicht einschätzen kann: http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Filter/filter.htm#TSUCF1
Hört sich gut an, aber Werbung ist Werbung ;)


Ich würd gern mal eine unabhängige Meinung hören, aber bitte vom Händler entkoppelt, der scheint ja nicht unumstritten zu sein... Ich habe einfach nur seine Seite verlinkt, weil ich dort die Sachen am schnellsten finde :)

Ich hoffe, ich nerve mit der ewigen Fragerei nicht zu stark, ich habe eben noch sehr wenig Ahnung von den ganzen optischen Zusammenhängen, gerade was die Okularwahl anbelangt.
Gibt es eigentlich irgendwo eine gute Formelsammlung, bei der sämtliche Berechnungen wie z.B. AP, Vergrößerung etc. dargestellt sind?
Außerdem suche ich einen Artikel, in dem das Thema Gesichtsfeld gut dargestellt wird, da blicke ich noch nicht so dahinter...


Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

bleib mal bei der Barlow, ist vielseitiger. 32mm Plössl reicht aus, das 40mm zeigt wenn nur einen wenig größeren Bildausschnitt aber weniger vergrößert.
Große AP ist bei Planeten- und Mondbeobachtung uninteressant. Wesentlich ist der Bildausschnitt des Aufsuch-Okulars und da ist man mit 32mm gerüstet.

Filter: Meiner Meinung nach definitiv Einzelfilter, als Graufilter würde ich einen 4x oder 8x wählen, der 4x reicht wohl schon. (Falls die Filter mit ND beschriftet sind: ND 0,6=4x und ND 0,9=8x.)
Hellgelb - kann man machen, muss man nicht. Das Bild wird eben auch hellgelb - gut, Saturn ist schon Ocker, dem ist es egal, aber bei Jupiter mag ich trotz Farbrändern lieber die Originalfarben. Daher würde ich den Hellgelb weglassen.

Farbfilter für Planeten: Das ist nichts für Gelegenheitsbeobachter. Ehe man daraus Gewinn zieht, muss man schon einige Beobachtungserfahrung haben. Dann stellen sich viele Fragen ganz anders.

Ich denke Dein Paket ist rund...

Clear Skies
Sven
 
Moin,

vielen Dank für Deine Antwort.

Dann bleibe ich dabei, die mitgelieferten 20mm und 6,3mm tausche ich also gegen 32mm und 12mm und besorge mir dazu eine 1,5/2fach Barlow.

Ich glaub im Angebot ist ein 12x Graufilter von Galaxy, ich frag noch mal nach 4x oder 8x.

Bezüglich Farbfilter: die lasse ich also komplett weg, würde sich denn der gezeigte Kontrastfilter lohnen?

Das angebotene Amici ist aus Kunststoff (zumindest das Gehäuse), lohnt es sich, hier 50% mehr auszugeben und ein Vixen oder TeleVue Amici zu nehmen?


Nochmals vielen Dank, bin fast am Ziel :)

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

einen Mondfilter halte ich für sinnvoll, so wie von Sven gesagt. Dieser unser Mond hat zwar nur die Helligkeit von grauem Asphalt in der Sonne, aber bedingt dadurch, daß außenherum eben alles völlig schwarz ist, brennt er durch den Kontrast ganz schön in den Augen (aber völlig unschädlich).
Tip: wenn "Himmelgucken" angesagt ist, den Mond zu allerletzt, denn die Augenadaption der Nacht ist dann weg für die kommende halbe Stunde.

Farbfilter: nein, nur für absolute Planetenspezialisten. Lieber lernen, am Planeten überhaupt erst mal Differenzierungen zu erkennen. Ist man dann zum Spezialisten geworden, und das dauert ein bis zwei Jährchen, dann kann man das immer noch recht günstig nachkaufen.

Amici: zumindest mein Händler lehnt die Kunststoffteile ab. Man beobachtet ja (später?) auch mal die Sonne mit entsprechenden Filtern. Und Hitze (ich meine die des Sommers, nicht eine im Tubus entstehende) schadet dem Kunststoff und er wird nach einiger Zeit nicht mehr sauber abbilden. Ich denke, da lohnt es, etwas mehr zu investieren.

CS
Winfried
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Hallo Winfried,

mit einer Kuppel drumrum mag das anders sein, aber normalerweise geht ein Deepsky-Gucker gar nicht erst raus, wenn die Trinkerlampe auch nur einen Fingerbreit über den Horizont lugt!
An den meisten Abenden, bei denen man auf den Mond schaut, hat die Säufersonne zuvor die Deepskysession zwangsweise beendet. Besonders im Sommer macht man oft die Rechnung, wieviele Minuten denn nun zwischen astronomischer Dämmerung und Mondaufgang liegen...

Clear Skies
Sven
 
Völlig richtig,

aber ab und an gehe ich sogar mal bewusst raus, um mir dieses männliche Objekt (einmal im Monat voll, ansonsten meistens benebelt...) zur Gemüte zu führen.
Durch seine Krater, Täler, Risse etc. ist er auch schon mal mehrere Abende wert. Aber da er uns ja meistens nervt und grundsätzlich dann am Himmel steht, wenn
- es ausversehen eine klare Nacht hat
- man an diesem Tage gerade Zeit hat
- man am kommenden Fag nicht früh aufstehen muß,
dann fangen wir halt an, ihn zu hassen!

Und vergessen dabei, wir schön er doch eigentlich ist....

CS
Winfried
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Das eigentliche Problem stellt ja die Anforderung Erd- *und* Himmelsbeobachtung dar.

Erdbeobachtung verlangt m.E. ausschließlich nach einem Spektiv, womit man zwischen 20 und 60fach durchaus brauchbar vergrößern kann.

Wer behauptet, ein Spektiv wäre am Himmel nicht zu gebrauchen, soll einfach mal durch eins durchsehen. Die leichten Farbsäume (ich spreche von einem guten Spektiv und einer Vergrößerung von 60x und mehr) sind der Preis für den Kompromiss. Ansonsten aber genau das Traumgerät für die gestellten Anforderungen. Man könnte ja auch ein Spektiv mit ED Glas nehmen ...

Mond und Planeten habe ich schon zur Kenntnis genommen, aber ich frage mich, wie mit einem langbrennweitigen Teleskop der Bereich "Erdbeobachtung" abgedeckt werden soll.

Ich habe vor einigen Monaten mal Gelegenheit gehabt, ein Pentax Spektiv um 80 mm Öffnung zu testen. Einfach spitze. Mit 400 EUR wird man da wohl nicht hinkommen - aber das Spektiv wird unter Alpenhimmel (!) wirklich begeistern. Und es ist bequem, leicht und absolut unkritisch in bezug auf Wartung etc. Kaufen - durchsehen - glücklich sein ...

Gruß
Adson
 
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Moin Adson,

nix für ungut, aber das Thema ist längst durch. Erdbeobachtung ist absolut zweitrangig und so speziell (kilometerweit entfernter Gipfel etc.), daß es auch mit nem 910er Refraktor geht. Zum Thema Preisrahmen, Spektiv, Spiegel etc. hab ich mich in diesem Thread schon ausgelassen. Inzwischen geht es mehr ums Zubehör...


Vielen Dank, dann weiß ich bezüglich Farbfilter bescheid. Ich konnte nicht einschätzen, ob es sich um Equipment für Fortgeschrittene oder um Grundausstattung handelt.

Zum Kontrastfilter, den ich oben verlinkt habe, hat noch keiner was gesagt, ist sowas empfehlenswert oder sinnloser Schnickschnack?

Zum Amici: Das Angebot hab ich ja von Deinem Händler, Winfried (nicht TS). Es handelt sich um ein Galaxy Amici-Prisma, welches laut deren Katalog aus Kunststoff ist. Daher die Frage.


So nun warte ich erstmal, bis die Tage ein aktualisiertes Angebot eintrifft, man hats dort nicht soo eilig ;)


Viele Grüße,
Bernhard


P.S.: Ich bin übrigens trotzdem noch dankbar für weitere Eingebungen :)
 
LOL, ich meinte natürlich die Brennweite :mauer:
Weil Adson sagte, daß dies mit einem langbrennweitigen Refraktor schwer möglich sei :gutefrage:
 
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