Takahashi Epsilon 130D

So, nachdem ich durch das schlechte Wetter genug Zeit hatte vom neuen (aber gebrauchten) E130 die Spiegel zu reinigen, justieren und Tilt möglicht weit zu beseitigen konnte ich endlich 4 Stunden raus zum first light, wenn auch bei Vollmond. Ich hate das E-130D immer auf der Liste aufgrund der kurzen (für mich idealen) Brennweite und gleichzeitig schnellem Öffnungsverhältnis und bin super froh dass ich es endlich bekommen habe. Abgeschreckt hatten mich etwas die Beiträge bzgl. Problemen mit der Justage, Backfocus, Tilt etc. Aber ich finde, das bekommt man zumindest bei APS-C gut in den Griff. Wenn man nicht auf's letzte Pixel schaut sondern es einfach genießt mit dem Scope draußen unter den Sternen zu sein hat man seinen Spaß und auch noch schöne tiefe Aufnahemen in vergleichsweise kurzer Zeit. :D

Den Anhang 434111 betrachten

Von mir auch, Gratulation zum Tak & Bild, sehr schönes Ergebnis:y::y::y::y::y::y::y:
CS Martin
 
ja, habe den internen Rotator verwendet. Ich kann bei gesteckten Takahashi Tools während des drehens des Rotators sehen das die Justage verloren geht. Ich habe aber auch das Gefühl, dass sich die Auswirkungen bei APS-C in Grenzen halten. In der unbearbeiteten 100% Ansicht kann man es bestimmt nicht verleugnen, habe es mir aber auch nicht so genau angesehen und will es lieber gar nicht so genau wissen solange ich insgesamt mit den Bildern zufrieden bin. Was sich meiner Meinung nach sehr viel Stärker bemerkbar macht ist der Tilt durch die Adapter, Filterrad und Kamera. Habe eine Nacht für den Backfocus und Beseitung des Tilts verwended und das lohnt sich auf jeden Fall. Die Anschaffung des Tilt Adapters von Gerd Neumann habe ich defenitiv nicht bereut. ;)

Gruß
Dominik
Kann ich so bestätigen für APS-C. Bei der Rotation stimmt die Kollimation nicht mehr 100%, die Auswirkungen sind aber überschaubar. Allerdings halte ich den Epsilon in Sachen Backfokus für relativ entspannt. Da macht er kaum mehr Ärger als mein f/5 Newton. Verkippung ist eine andere Geschichte. Da habe ich lt. ASTAP aber auch nur wenig, so dass ich da nicht anfangen, dran rumzudoktern. Am Ende wird das ganze nur verschlimmbessert.
 
Habe eine Nacht für den Backfocus und Beseitung des Tilts verwended und das lohnt sich auf jeden Fall. Die Anschaffung des Tilt Adapters von Gerd Neumann habe ich defenitiv nicht bereut. ;)

Hi Dominik,
ein super Ergebnis hast Du da erzielt! Hast Du auch das spreadsheet vom NINA Discord verwendet um den Tilt auf die 3 Schrauben der CTU zu überrtragen? Bei mir waren die berechneten Werte aber anscheinend zu groß, obwohl ich schon den doppelten Hub der Schrauben eingetragen hatte. Vielleicht habe ich mich bei den Fokussersteps vertan, ich verwende den Pegasus FocusCube und war auf 4 micron per Step gekommen, das Ergebnis hatte ich aber auch als ich noch den ZWO EAF dran hatte. Welche Werte hast Du da verwendet?
Leider habe ich auch zu wenig Abstand und vermute dass der AI dehalb auch nicht optimal funktioniert - obwohl er nämlich schließlich so gut wie keinen Tilt mehr berechnet hat, waren ASTAP und PI da eindeutig anderer Meinung.
Würde mich interessierem welchen curvature radius der AI bei Dir jetzt ausgibt...
Viele Grüße,
Stephan
 
Hallo Stefan,
nein, dieses Spreadsheet keine ich leider nicht. Klingt aber interessant und ich würde es mal ausprobieren. Ich habe das eher nach Gefühl gemacht und dann einen neuen HocusFocus run gemacht und geschaut ob es besser geworden ist. Hat allerdings auch mehrere Stunden gedauert und ich habe die CTU zweimal wieder zurückgesetzt und von vorne angefangen. Wenn du einen Link zu dem Spreadsheet hast würde ich es bei Gelegenheit mal probieren.
Gruß
Dominik
 
Hallo Stefan,
nein, dieses Spreadsheet keine ich leider nicht. Klingt aber interessant und ich würde es mal ausprobieren. Ich habe das eher nach Gefühl gemacht und dann einen neuen HocusFocus run gemacht und geschaut ob es besser geworden ist. Hat allerdings auch mehrere Stunden gedauert und ich habe die CTU zweimal wieder zurückgesetzt und von vorne angefangen. Wenn du einen Link zu dem Spreadsheet hast würde ich es bei Gelegenheit mal probieren.
Gruß
Dominik
Hallo Dominik,
finde es weiterhin beachtlich, dass Du es so gut hinbekommen hast! Und ja, mehrmals von vorne anfangen und Stunden benötigen kommt mir auch sehr bekannt vor ;)
Ich versuche mal den Link hier zu posten, ansonsten einfach im NINA Discord in den hocus-focus channel (unter PLUGINS) und dort die angepinnten Nachrichten ansehen. Es macht auch Sinn die Kommunikation rund um das Spreadsheet zu lesen, da nicht alles offensichtlich ist, zB wie man den Winkel der Schraube A an der CTU für das eigene Setup bestimmt.

Viele Grüße
Stephan
 
Hallo Dominik!

Danke für den ausführlichen Bericht.

Ich habe letztens den Rotator vor einer Session bewegt (ca. 90 Grad) um das Framing anzupassen und dadurch wurde die Abbildung (am Vollformat) erheblich schlechter. Auch die Sterne in der Bildmitte waren nicht mehr perfekt...

Hast du zufällig ein Foto von deiner "Justageüberprüfung" mit den TAK Tools? Ich habe die kleinen Helferlein auch und würde das Verhalten des Rotators an meinem Epsilon gerne testen :)

CS Gernot

Hallo Gernot,

wie versprochen, hier die Bilder mit den TAK Tools und das Verhalten wenn der Rotator um jeweils 90° gedreht wird:


photo-output.jpg
 
Genau, das Rohr mit dem Nylon-Fadenkreuz von unten in den Adapter schrauben, der Korrektor fliegt raus und das zusammengesetzte TAK-Tool wird stattdessen eingeschraubt.
photo-output.jpg
 
Also ich finde es irgendwie merkwürdig, so einen eklatanten Aufwand, wie im Thread geschildert, zu betreiben, um die optische Performance eines Teleskopes der Spitzenklasse , wie es der TAK 130 ja wohl ist bzw. sein soll, nachträglich zu verbessern, um astrofotografische Spitzenergebnisse erreichen zu wollen. Kann man natürlich machen, ist auch jedermanns persönliche Sache und damit legitim, aber bei dem hohen Preis des Teleskops "out of the box" ? Mir wäre das eindeutig zu aufwendig und frimelig sowie zu teuer.
CS
Stefan
 
Hallo Stefan,

was die mechanische Auslegung des OAZ anbelangt - Zustimmung.
Aber sonst ist das Teil halt ein f3.3-Newton mit allen Konsequenzen.
Und auch out of Box funktionierende Refraktor-Astrographen sind rar gesäät.
Und wenn ich mir so was wie die RH200-Astrographen anschaue, dann ist der Epsi relativ harmlos.
Ich nutze einen 160er, welcher im Lieferzustand am 571mono eigentlich perfekt performt - solange der OAZ nicht rotiert wird - wobei ich wieder bei meiner ersten Aussage lande ;)

Viele Grüße Ronald
 
Ich würde den Epsilon immer wieder kaufen. Der OAZ wird zu recht immer bemängelt. Jedoch muss ich auch sagen, das Fokusieren selbst klappt sehr gut. Die einzige Schwachstelle ist der Rotator. Da die meisten vergleichbaren Teleskope, wie z.B. der Sharpstar 130 ohne Rotator kommen würde ich das auch nicht überbewerten. Wer mag benutzt ihn, wer nicht macht es wie alle anderen mit ihren Newtons und rotiert den Tubus oder verzichtet komplett auf die Rotation. ;)
 
Hallo Stefan,

den Epsilon kann man hervorragend out of the box betreiben. Er kommt sehr gut justiert und ist auch Justage-stabil. Wenn doch mal nachjustiert werden muss geht das am Tag in wenigen Minuten von der Hand und die Justage sitzt dann auch auf dem Punkt genau (solange man nicht den Rotator verstellt).
Wie du richtig gesagt hast, ist das Teleskop vergleichsweise teuer. Dementsprechend sind natürlich auch die Erwartungen sehr hoch und man möchte noch das letzte Bisschen rauskitzeln. Das Einstellen des Backfokus und die Beseitigung der Verkippung trifft ja auf alle Systeme gleichermaßen zu.
Ansonsten sehe ich es wie du, einmal richtig einstellen und dann rausgehen, den Sternenhimmel genießen und Aufnahmen machen. ;)

Gruß
Dominik
 
Hallo Stefan,

Ansonsten sehe ich es wie du, einmal richtig einstellen und dann rausgehen, den Sternenhimmel genießen und Aufnahmen machen. ;)

Gruß
Dominik

Hallo Dominik,

ja, so sollte es sein, ohne aufwendige Zusatzhandlungen, erst recht bei einer so teuren Optik, wobei man erwarten dürfte, dass auch der Rotator einwandfrei funktioniert ohne die erwähnten "Auffälligkeiten".

CS
Stefan
 
Ich würde den Epsilon immer wieder kaufen. Der OAZ wird zu recht immer bemängelt. Jedoch muss ich auch sagen, das Fokusieren selbst klappt sehr gut. Die einzige Schwachstelle ist der Rotator. Da die meisten vergleichbaren Teleskope, wie z.B. der Sharpstar 130 ohne Rotator kommen würde ich das auch nicht überbewerten. Wer mag benutzt ihn, wer nicht macht es wie alle anderen mit ihren Newtons und rotiert den Tubus oder verzichtet komplett auf die Rotation. ;)
Wenn du den 130 2.8HNT meinst dann muss ich dich korrigieren. Der hat sehrwohl einen rotierbaren OAZ der sogar recht präzise funktioniert. Hatte bisher damit keine Probleme. Aber auch der OAZ meines Epsi160 ist fehlerfrei, zumindest mit APS-C. Vermutlich bin ich da einer der wenigen Glücklichen. Dafür hat sich bei der HS verspannt und zeigt außerhalb des Fokuspunkt einen schönen Asti. Da muss ich wohl demnächst ran.

CS,
Franz
 
Hallo Dominik,

ja, so sollte es sein, ohne aufwendige Zusatzhandlungen, erst recht bei einer so teuren Optik.

CS
Stefan
Hallo Stefan,
Wenn du einen schnelles System willst kommst du, selbst bei hochpreisigen Teleskopen an einer Justage nicht vorbei. Ganz häufig liegt das nicht einmal am Teleskop selber sondern an den am Image Train montierten Komponenten. Kameras ganz ohne Tilt, Hülsen und Filterräder die fehlerfrei sitzen sind eher die Ausnahme. Und spätestens wenn es an putzen der Optik geht ist dann eine Komplettjustage fällig, egal ob günstig oder teuer.
Und das weiß man vorher. Ansonsten gibts ja noch Redraktoren.

CS
Franz
 
Aber auch der OAZ meines Epsi160 ist fehlerfrei, zumindest mit APS-C.
Franz

Wobei ja gelten soll, dass der EPSI aufgrund seiner optischen Konstruktion gerade für Vollformatsensoren das Teleskop der Wahl ist. Das scheint jedoch in der Praxis mit Unsicherheiten behaftet zu sein. APS-C-Sensorformat ist natürlich immer unkritischer als Vollformat im Hinblick auf die Aufnahmeoptik.
CS
Stefan
 
Wobei ja gelten soll, dass der EPSI aufgrund seiner optischen Konstruktion gerade für Vollformatsensoren das Teleskop der Wahl ist. Das scheint jedoch in der Praxis mit Unsicherheiten behaftet zu sein. APS-C-Sensorformat ist natürlich immer unkritischer als Vollformat im Hinblick auf die Aufnahmeoptik.
CS
Stefan
Das konnte ich leider noch nicht verifizieren mangels einer VF Kamera, die dann auch tiltfrei sein.

CS
Franz
 
Wie kann man das Ergebnis einordnen? Der Kringel in der Mitte irritiert mich ein wenig da er nicht konzentrisch ist!

Erstmal würde ich sicher gehen, dass die Tools nicht irgendwie "lose" sind. Ist mir auch schon mal passiert, dass alles nicht genug geschraubt/geklemmt gewesen ist.
Das ist schon recht weit weg von einer optimalen Kollimation. Die Frage ist aber immer, ob man es dann in den Bildern sieht. So unendlich empfindlich sind die Epsis nicht.

CS
Thomas
 
Wie kann man das Ergebnis einordnen? Der Kringel in der Mitte irritiert mich ein wenig da er nicht konzentrisch ist!

CS Gernot
Hallo Gernot,

ich bin da auch schon ein paar mal durch und es sieht für mich so aus, als wären beide Spiegel falsch ausgerichtet. Die Reihenfolge ist folgende:
Zuerst den Fangspiegel (knifflig) dann den Hauptspiegel (einfach).

Um den Fangspiegel optimal einzustellen muss Du dessen Markierung exakt mittig unter das Fadenkreuz bekommen. Da der Spiegel aber gekippt ist, sieht die kreisförmige Markierung durch das Fadenkreuz eiförmig aus (der 'Football') Also davon das Zentrum abschätzen und durch Drehung bzw. rein-raus bewegen des Fangspiegels das Zentrum unter das Kreuz bekommen und die mittlere Schraube am Fangspiegel dann wieder vorsichtig anziehen. (Vorher musstest Du sie eben lösen und ggf. mit den 3 äußeren Schrauben die Position optimieren) Wie gesagt, das ist knifflig und man braucht etwas Geduld um zu erkennen welche Schraube was bewirkt.

Erst wenn das geschafft ist, schaust Du dir die konzentrischen Kreise an, die in Deinem Bild überhaupt nicht übereinander sind. Durch verändern der 3 Schrauben am Hauptspiegel (vorher alle(!) Madenschrauben lockern, auch die außen an der Spiegelzelle) bekommt man die Ringe relativ leicht konzentrisch angeordnet. Der 'Football' sollte dabei natürlich auch noch in der Mitte bleiben, sonst wieder zurück auf Schritt 1 ...

Zur Fangspiegelpositionierung lege ich den Tubus auf den Tisch, Okularauszug nach oben und Flatpanel vor die Öffnung damit man was sieht.
Für den Hauptspiegel den Tubus in die Montierung und Öffnung senkrecht nach oben, dann hilft die Schwerkraft. Wieder Flatpanel oben drauf. Dann am besten davor setzen, durch das Okular die Ringe betrachten und die Schrauben leicht rein- oder rausdrehen und beobachten wohin der Ring sich verschiebt.
Wenn alles zentriert ist, die Madenschrauben vorsichtig anziehen und die Ringe beobachten, es sollte sich nichts verändern. Sonst wieder nachbessern.

Viel Erfolg!
Stephan
 
Hallo Gernot,

ich bin da auch schon ein paar mal durch und es sieht für mich so aus, als wären beide Spiegel falsch ausgerichtet. Die Reihenfolge ist folgende:
Zuerst den Fangspiegel (knifflig) dann den Hauptspiegel (einfach).

Um den Fangspiegel optimal einzustellen muss Du dessen Markierung exakt mittig unter das Fadenkreuz bekommen. Da der Spiegel aber gekippt ist, sieht die kreisförmige Markierung durch das Fadenkreuz eiförmig aus (der 'Football') Also davon das Zentrum abschätzen und durch Drehung bzw. rein-raus bewegen des Fangspiegels das Zentrum unter das Kreuz bekommen und die mittlere Schraube am Fangspiegel dann wieder vorsichtig anziehen. (Vorher musstest Du sie eben lösen und ggf. mit den 3 äußeren Schrauben die Position optimieren) Wie gesagt, das ist knifflig und man braucht etwas Geduld um zu erkennen welche Schraube was bewirkt.

Erst wenn das geschafft ist, schaust Du dir die konzentrischen Kreise an, die in Deinem Bild überhaupt nicht übereinander sind. Durch verändern der 3 Schrauben am Hauptspiegel (vorher alle(!) Madenschrauben lockern, auch die außen an der Spiegelzelle) bekommt man die Ringe relativ leicht konzentrisch angeordnet. Der 'Football' sollte dabei natürlich auch noch in der Mitte bleiben, sonst wieder zurück auf Schritt 1 ...

Zur Fangspiegelpositionierung lege ich den Tubus auf den Tisch, Okularauszug nach oben und Flatpanel vor die Öffnung damit man was sieht.
Für den Hauptspiegel den Tubus in die Montierung und Öffnung senkrecht nach oben, dann hilft die Schwerkraft. Wieder Flatpanel oben drauf. Dann am besten davor setzen, durch das Okular die Ringe betrachten und die Schrauben leicht rein- oder rausdrehen und beobachten wohin der Ring sich verschiebt.
Wenn alles zentriert ist, die Madenschrauben vorsichtig anziehen und die Ringe beobachten, es sollte sich nichts verändern. Sonst wieder nachbessern.

Viel Erfolg!
Stephan

Danke für die ausführliche Anleitung!

Mich wundert nur mein erstes Testbild am Vollformat:

Beitrag im Thema "Takahashi Epsilon 130D"
https://forum.astronomie.de/threads/takahashi-epsilon-130d.348620/post-1931968

Hier ist die Abbildung noch gut!

Bei meinem letzten Projekt hatte ich den Rotator etwa 100 Grad (weg von der Optimalposition) gedreht und die Sterne waren sogar in der Bildmitte nicht mehr perfekt.

Kann es sein, dass die Bewegung des Rotators die Kollimation nachhaltig, komplett über den Haufen wirft?

CS Gernot
 
Kann es sein, dass die Bewegung des Rotators die Kollimation nachhaltig, komplett über den Haufen wirft?
Tja, das kann wohl sein…. In der Anleitung der Tools steht aber sogar, dass man nach der Justage den Rotator drehen soll und ggfs. nachjustieren. Ich denke man geht davon aus, dass es perfekt möglich ist. Aber irgendwie lassen alle die Finger vom Rotator wenn es einmal passt ?
 
Hallo Gernot,

im Prinzip hat Stephan schon alles perfekt erklärt. Die Justage mit den Tools ist beim ersten mal ein bisschen kniffelig bis man merkt welcher Ring sich wie bewegt. Wenn man es einmal verstanden hat geht es aber ratzi-fatzi in ein paar Minuten.

1. "Football" (Markierung auf dem Fangspiegel) durch drehen des FS in die Mitte des Fadenkreuzes bringen. Das ist eigentlich der kniffeligste Teil an dem die meisten Leute verzweifeln. Wenn du den Fangspiegel noch nie angefasst hast stehen die Chancen wahrscheinlich gut dass das noch passt. Der "Football" lässt sich durch das Cheshire auch nur sehr sehr schwer erkennen.

2. Den kleinen Kreis durch die drei Rändelschrauben am Fangspiegel mittig im Fadenkreuz zentrieren. Den größeren Ring vom Hauptspiegel dabei nicht beachten.

3. Den größeren Ring des Hauptspiegels durch die Zug- und Druckschrauben an der Spiegelzelle zentrieren.

Fummelig ist das Anziehen der Schrauben am Hauptspiegel ohne die Justage zu verlieren. Aber das Stephan sehr gut beschrieben wie man am besten vorgeht. Wie gesagt, wenn man den Kniff erstmal raushat geht das in ein paar Minuten und in der Regel später nur noch am HS.

Zur verdeutlichung hier dazu ein Bild von Andy aus CloudyNights Forum: (https://www.cloudynights.com/topic/896709-takahashi-epsilon-ed180-imaging-troubleshooting/)

post-139959-0-53727500-1698051198.jpg

Grüße
Dominik
 
Hallo Gernot,

im Prinzip hat Stephan schon alles perfekt erklärt. Die Justage mit den Tools ist beim ersten mal ein bisschen kniffelig bis man merkt welcher Ring sich wie bewegt. Wenn man es einmal verstanden hat geht es aber ratzi-fatzi in ein paar Minuten.

1. "Football" (Markierung auf dem Fangspiegel) durch drehen des FS in die Mitte des Fadenkreuzes bringen. Das ist eigentlich der kniffeligste Teil an dem die meisten Leute verzweifeln. Wenn du den Fangspiegel noch nie angefasst hast stehen die Chancen wahrscheinlich gut dass das noch passt. Der "Football" lässt sich durch das Cheshire auch nur sehr sehr schwer erkennen.

2. Den kleinen Kreis durch die drei Rändelschrauben am Fangspiegel mittig im Fadenkreuz zentrieren. Den größeren Ring vom Hauptspiegel dabei nicht beachten.

3. Den größeren Ring des Hauptspiegels durch die Zug- und Druckschrauben an der Spiegelzelle zentrieren.

Fummelig ist das Anziehen der Schrauben am Hauptspiegel ohne die Justage zu verlieren. Aber das Stephan sehr gut beschrieben wie man am besten vorgeht. Wie gesagt, wenn man den Kniff erstmal raushat geht das in ein paar Minuten und in der Regel später nur noch am HS.

Zur verdeutlichung hier dazu ein Bild von Andy aus CloudyNights Forum: (https://www.cloudynights.com/topic/896709-takahashi-epsilon-ed180-imaging-troubleshooting/)

Den Anhang 434816 betrachten
Grüße
Dominik

Danke Dominik!

Ich habe keine Ahnung (außer durch den Rotator) wie die Kollimation so schlecht geworden ist. Der TAK war immer auf der AM5 montiert und wurde nie transportiert…

Bei mir ist ja der Hauptspiegel das Problem oder?

CS Gernot
 
Hi Gernot,

wie sieht im Moment deine Abbildung am Stern aus? Du hattest im Juli Bilder gepostet, da sah doch alles ganz ordentlich aus. Hat sich das verschlechtert? Falls nicht, dann lass dich nicht von den Kreisen verunsichern. Never change a running System. So lange bei mir die Abbildung halbwegs stimmt, schaue ich da nicht öfter in den Tubus rein als unbedingt notwendig.

Die Kollimation nach Rotation passt nicht mehr ganz und der OAZ sorgt zuverlässig für Verkippung - dem sollte man vielleicht mit einer gewissen Portion Fatalismus begegnen. Mir ist es jedenfalls lieber, BXT auf das Bild loszulassen, anstatt das Foto nicht mehr vernünftig framen zu können, weil ich den Rotator nicht anfassen darf. Und bei APS-C hält sich das wirklich in Grenzen.

CS,

Ulrike
 
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