Takahashi erweitert die TOE-Familie...

Ich habe vor ein paar Wochen einen kleinen Vergleichstest Nikon NAV SW 5mm, Pentax XL 5.2mm, Baader Genuine Ortho (BGO) 5mm und Televue Radian 4mm gemacht.
An Mond, Saturn M56, M71 und Doppelstern mu Cygni. Mit meiner absoluten Referenz-Optik "Wolfgang Rohr" ;) (s. u.).
Bei allen o. g. Objekten zeigte das Nikon beste(n) Schärfe, Transmission, Farbtreue und Kontrast.
Etwas dahinter kam das Pentax; danach dann das Radian und weiter abgeschlagen das BGO, wobei das Radian auch den bekannten leichten Gelbstich zeigte.
Nun ist das XL 5.2mm kein XW 5mm, und ein Unterschied/Test Nikon NAV 5mm vs. Pentax XW 5mm wäre interessant.
Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele, auch erstklassige Okulare ganz unterschiedlich an verschiedenen Primäroptiken performen (so zeigen z. B. die BGOs an unseren Triplet Apos 107, 115 und 130 sehr viel Streulicht und Bildhelligkeit)...

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;)
 
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Bei allen o. g. Objekten zeigte das Nikon beste(n) Schärfe, Transmission, Farbtreue und Kontrast.
Etwas dahinter kam das Pentax; danach dann das Radian und weiter abgeschlagen das BGO, wobei das Radian auch den bekannten leichten Gelbstich zeigte.

Danke für den interessanten Vergleich zwischen dem Nikon NAV 5 mm und dem Pentax XL 5,2 mm. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich deine Einschätzung beim Pentax XW 5 mm nicht ändern würde - immerhin bescheinigen viele Testberichte dem Nikon eine hervorragende Leistung. Ich hatte bereits geschrieben, dass ich das Pentax im Vergleich zu Nikon vorne sehe, aber das ist nur meine Beobachtung an meiner Optik. Insofern bin ich, um nochmal auf die TOE zurückzukommen, auch auf andere Vergleichsberichte der neuen Okulare von anderen Nutzern gespannt. ;)

Noch einmal kurz zum Nikon NAV. Es ist keine Schwarz-Weiß-Entscheidung zwischen den Okularen. Es gibt einige Dinge, die mir beim Nikon besser gefallen. Letztendlich ist aber wie immer die Optik entscheidend. Die Vorteile des Nikon sind:
- Das Okular ist deutlich kleiner.
- die Seitenlichtblende deckt sich hervorragend mit meiner Physiognomie und schirmt Streulicht sehr gut ab.
- Das Einblickverhalten ist auch ohne angepasste Augenmuschel gut. Deshalb kann ich die Augenmuschel nach der Nutzung einfahren, was die Kompaktheit erhöht, und bei Bedarf schnell wieder ausfahren. Beim Pentax XW 5 mm habe ich die Augenmuschel einmal genau eingestellt und dann nicht wieder geändert. Das macht das Okular allerdings größer.

Freundliche Grüße
Alexander
 
Auf Cloudy Nights gibt es inzwischen einen längeren Thread zu den neuen TOEs, den ich aus Interesse mitverfolgt habe. Dort wurde kürzlich ein ausführlicher Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, dass das TOE 5,5 mm am Mond starke Aufhellungen bzw. Lichtglanz zeigt. Da ich vermutlich keinen längeren Ausschnitt daraus wiedergeben kann, verlinke ich einfach den entsprechenden Bericht.

Das dort aufgeführte Bild hat mich daran erinnert, dass mir beim ersten Durchleuchten des Okulars aus Richtung Steckhülse ebenfalls ein heller Lichtring aufgefallen ist, der vermutlich von einer Linsenkante stammt. Deshalb habe ich gestern, am 1. Oktober, das TOE 5,5 mm noch einmal im 10-Zoll-Dobson auf den tief über Köln stehenden, zunehmenden Halbmond gerichtet und gezielt nach Lichtglanz und Reflexen im Bild gesucht. Zwar hat das Seeing nicht ganz mitgespielt, aber im Endeffekt bleibe ich dabei: An meinem Teleskop kann ich solche Probleme nicht feststellen. Eine perfekte Schärfe gab es seeingbedingt nicht, aber Reflexe und Aufhellungen sind beim Mond im Gesichtsfeld nicht festzustellen. Wenn ich den Mond knapp aus dem Bildfeld herausstelle, dann sehe ich natürlich eine Aufhellung, die sich jedoch nicht von der Aufhellung beim Pentax XW 5 mm unterscheidet, das auch kurz zum Einsatz kam.

Die Beobachtung auf Cloudy Nights möchte ich nicht infrage stellen, halte sie aber auch nicht für allgemeingültig. Insofern gilt wohl wieder einmal: selber testen. Wenn man das Okular neu erwirbt, sollte man das Kaufdatum vielleicht von der Mondsichtbarkeit abhängig machen, um es ggf. schnell testen zu können. ;-)
 
Man müsste den verrückten Panda mal fragen wo, wann, wie, genau er Reflexe im TOE beobachtet hat?
Direkt bei der Beobachtung scheint er ja nichts gesehen zu haben, wenn ich das richtig gelesen habe?
Leuchtet man allerdings mit einer hellen Taschenlampe durch das Okular wird man nicht nur im TOE solche Reflexe zu sehen bekommen.
Vielleicht ist der Fall auf das altbekannte Problem von "ansehen" statt "durchsehen" zurück zu führen?
Oft besteht darin der Unterschied.
LG
 
Mit dem Teleskop hat CrazyPanda den Mond schon beobachtet. Ich habe die Diskussion so verstanden, dass ein Teleskop mit hoher Brennweite eine so starke Vergrößerung erzielen kann, dass der Mond größtenteils nicht mehr im Gesichtsfeld zu sehen ist. Der außerhalb des Gesichtsfelds liegende Teil des Mondes erzeugt dann die Lichterscheinungen im Gesichtsfeld. Am stärksten ist dieser Effekt im TOE 5.5 mm, weil dieses von den drei neuen Okularen die höchste Vergrößerung erzeugt.

In meinem 10-Zoll-Dobson-Teleskop f5 habe ich mit dem TOE 5.5 eine 227-fache Vergrößerung. Das Gesichtsfeld liegt dann bei knapp 0,25 Grad und ist somit deutlich kleiner als der Mond (0,5 Grad). Insofern müsste ich dann auch betroffen sein, was ich aber nicht sehe. Allerdings habe ich den Mond nicht bei Vollmond betrachtet, sodass vielleicht gar nicht so viel vom sichtbaren Mond abgeschnitten wurde. Egal, den Vollmond beobachte ich eher selten.

Freundliche Grüße
Alexander
 
Inzwischen habe ich etwas mehr Erfahrung mit dem TOE 5,5 mm, insbesondere bei der Beobachtung des Jupiters. Gleichzeitig habe ich mir kürzlich auch ein schon länger in der Community etabliertes TOE 4 mm zugelegt. Auf Cloudy Nights gibt es einzelne Kommentare, in denen die "alten TOEs" den "neuen TOEs" optisch vorgezogen werden. Ich war auch auf den Vergleich gespannt und möchte nun ein paar wie immer subjektive Eindrücke teilen.

(Siehe Cloudy Nights: "I got the impression that the new TOE-58s are a little less contrasty and sharp than the old TOE-52s. However, they still look a little better in the center of the field of view than the Pentax XW … . I believe that the old TOE-52s are on the same level as the 4-lens orthoscopes, while the new TOE-58s are between the XW and the orthoscopes.")

Motivation für das TOE 4 mm
Wie in einem anderen Thread erwähnt, habe ich mir kürzlich die Astrothingy-Nachführung für meinen 10-Zoll-Galaxy-Dobson (1250 mm, f/5) zugelegt. Dadurch ist auch bei hoher Vergrößerung eine entspannte Beobachtung möglich. Deshalb kam mir die Idee, die bisherigen Brennweiten bis maximal 5 mm um eine höhere Vergrößerung zu ergänzen. Zur Auswahl standen das TOE 4 mm, da ich bereits positive Erfahrungen mit dem TOE 5,5 mm gemacht habe, und das Pentax XW 3,5 mm, da ich die XW-Reihe ebenfalls sehr gerne nutze. Am Ende hat sich das TOE 4 mm aufgrund seiner Kompaktheit durchgesetzt, weniger aufgrund einer potenziellen optischen Überlegenheit. Das Pentax XW 3,5 mm ist noch länger als die 5-mm-Brennweite und hätte keinen Platz mehr im bisherigen Okularkoffer gefunden. Wegen eines Okulars will ich keinen neuen Okularkoffer kaufen.

Haptikvergleich TOE 4 mm und 5,5 mm
Im direkten Vergleich wurde mir klar, woher die unterschiedlichen Kommentare auf Cloudy Nights stammen könnten. Nebeneinanderliegend sind deutliche Unterschiede zu erkennen, und zwar nicht nur in der Farbe der Beschriftung (weiß gegenüber bronzefarben). Auch die Schriftart ist erkennbar anders: Beim 5,5-mm-Okular ist sie teilweise kursiv. Deutlich erkennbar sind auch die Unterschiede in der Okularhöhe und in der Breite der Riffelung (siehe Bilder). Vielleicht ist „TOE” hier eher aufgrund der internen Ähnlichkeit beim Linsenaufbau angebracht. Von außen betrachtet könnten es auch zwei unterschiedliche Okularreihen sein.

Weitere kleine Unterschiede sind:
- Das TOE 4 mm passt aufgrund seiner geringen Höhe in ein 45 mm Drehpack 60 mm–80 mm. Aufgrund seiner Höhe passt das TOE 5,5 mm nicht mehr hinein. Leider gibt es das 45-mm-Drehpack kaum in der Höhe 80–120 mm. Deshalb muss das TOE 5,5 mm nun in einem 50-mm-Drehpack aufbewahrt werden.
- Die Augenlinse des 5,5-mm-Modells ist deutlich größer als die des 4-mm-Modells. Interessanterweise ist die Farbe der Lichtreflexe unterschiedlich. Beim TOE 5,5 mm sind alle Reflexe grün, beim TOE 4 mm gibt es grüne und gelb-braune Reflexe.
- Die Steckhülse des 5,5-mm-Modells glänzt matt. Im Gegensatz dazu ist die Steckhülse des 4-mm-Modells normal glänzend, wie man es typischerweise auch von den Okularen anderer Marken kennt. Die Steckhülse des 4-mm-Modells ist innen vollständig geschwärzt. Beim 5,5-mm-Modell erfolgt die Schwärzung erst nach einigen Millimetern.

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Optische Anmerkungen
Ich möchte den Begriff "Vergleich" hier bewusst vermeiden, da sich die Brennweiten 5,5 mm und 4 mm, die bei mir am Teleskop 227-fach bzw. 312-fach vergrößern, stark voneinander unterscheiden. Deshalb hier nur einige Anmerkungen:

- Die Unterschiede im scheinbaren Gesichtsfeld (52° bei 4 mm, 58° bei 5,5 mm) sind zwar sichtbar, aber für mich kaum auffällig. Beide Okulare bieten ein gutes Plössl-Gesichtsfeld. Dagegen ist mir der Unterschied im Augenabstand (10 mm bei 4 mm und 15 mm bei 5,5 mm) direkt aufgefallen, auch ohne Angabe im Datenblatt. Ich beobachte zwar stets ohne Brille, finde den Augenabstand beim 5,5-mm-Okular aber deutlich entspannter. Er erreicht aber natürlich nicht den Augenabstand meines Pentax XW 5 mm.
- Beim Hauptbeobachtungsobjekt Jupiter sehe ich mit dem 4-mm-Okular keinerlei Reflexe. Bisher hatte ich immer gedacht, dass das Pentax XW 5 mm keine Reflexe zeigt. Beim hellen Jupiter musste ich jedoch feststellen, dass ein schwacher Reflex im Gesichtsfeld vorhanden ist, der allerdings deutlich geringer ausfällt als beim Nikon NAV 5 mm. Das 5,5-mm-Okular liegt irgendwo dazwischen, d. h., mit Mühe ist ein schwacher Reflex sichtbar. Das kann natürlich auch an der Austrittspupille liegen, da Jupiter im 4-mm-Okular dunkler ist. Trotzdem ist im 4 mm noch genug Licht vorhanden, um Jupiter mit einem leichten Blaufilter (Baader Hellblau Wratten 80 A) beobachten zu können.
- Auch wenn Jupiter im 4 mm gut kommt, muss ich sagen, dass ich bei meinen bisherigen, nicht perfekten Beobachtungsnächten im 4 mm nicht wirklich mehr sehe als im TOE 5,5 mm. Natürlich ist Jupiter größer, aber die Details in den Wolkenbändern werden nicht besser. Vermutlich braucht man eine perfekte Nacht, um im TOE 4 mm wirklich mehr zu sehen. Ähnlich verhält es sich im Übrigen auch beim Vergleich des Pentax XW 5 mm mit dem TOE 5,5 mm. Ich hatte bei der Beobachtung von Jupiter bisher eine Nacht, in der ich dem TOE einen erkennbaren Mehrwert gegenüber dem Pentax bescheinigen würde. An normalen Abenden liegen die beiden Okulare gleichauf, wobei das Pentax XW mit dem besseren Einblick und dem größeren Gesichtsfeld glänzen kann.

Fazit
Auch wenn das in den letzten Kommentaren nicht so wirkt, bin ich mit dem TOE 4 mm sehr zufrieden. Ich schätze insbesondere die Kompaktheit des Okulars ohne Einbußen bei der optischen Leistung (ich mag auch meine kompakten Nagler 16 mm T5 und 11 mm T6). Trotzdem sehe ich die TOE-Reihe als Spezialisten für Planeten und klare Nächte. Im Normalfall nutze ich bei gleicher Brennweite eher das Pentax XW. Da sich die großen Pentax XW und die kleinen TOEs aber problemlos in einen Okularkoffer unterbringen lassen, werden wohl beide Reihen bei mir bleiben.
 
Hallo,
wg. div. Okus hier eine kleine Anmerkung: APM hatte letztes Jahr kurzfristig ein 1,6mm Okular für "einen halben Tausender" im Angebot. Auf meine Frage ATT in Essen, antwortete er mir persönlich: habe es schnell wieder verkauft. Es gibt Leute, die wollen so etwas haben, sind reine Sammler, und denken nicht an den prakt. Einsatz. Auch eine Hobbyeinstellung, unsere Interessen auf diesem Gebiet schweifen zu lassen. Ein 2-4fach Zoom Nagler ist ja auch schon was...., das mal so noch kurz erwähnt.

Gruß Günther
 
Auch wenn das in den letzten Kommentaren nicht so wirkt, bin ich mit dem TOE 4 mm sehr zufrieden. Ich schätze insbesondere die Kompaktheit des Okulars ohne Einbußen bei der optischen Leistung (ich mag auch meine kompakten Nagler 16 mm T5 und 11 mm T6). Trotzdem sehe ich die TOE-Reihe als Spezialisten für Planeten und klare Nächte. Im Normalfall nutze ich bei gleicher Brennweite eher das Pentax XW. Da sich die großen Pentax XW und die kleinen TOEs aber problemlos in einen Okularkoffer unterbringen lassen, werden wohl beide Reihen bei mir bleiben.
Hallo zusammen,

@Alexander21 Etwas verspätet möchte ich mich für Deinen Bericht hier bedanken – er hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen.

Ich war auf der Suche nach einem 4 mm Okular für meinen Takahashi FS-102 und konnte mich lange nicht zwischen dem TeleVue DeLite 4 mm und dem Takahashi TOE 4 mm entscheiden. Mit 4 mm Brennweite erreiche ich an meinem Refraktor eine 205-fache Vergrößerung und eine Austrittspupille von 0,5 mm. Es ist also eine Beobachtung im Grenzbereich und eher etwas für Nächte die so eine Vergrößerung auch zulassen. Letztendlich habe ich mich dann für das TOE entschieden – unter anderem, weil gerade auch eine Rabattaktion bei Takahashi läuft :)

Zum 5 mm XW: Ich habe kürzlich an meinem FS-102 am Mond ein Pentax XW 5 mm (72°), ein Takahashi LE 5 mm (52°) und ein Fujiyama 5 mm Ortho (44°) miteinander verglichen. Das sind konstruktionsbedingt und Preislich natürlich sehr unterschiedliche Okulare. Alle drei waren hervorragend, ich bin aber zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mit orthoskopischen Okularen aufgrund des anspruchsvolleren Einblickverhaltens nicht mehr so gut zurecht komme. Besonders wenn man ermüdungsfrei über längere Zeit beobachten möchte.

Das LE zeigte im Vergleich ein etwas dunkleres und leicht „gelbliches“ Bild. Interessanterweise sind mir mit diesem Okular feinste Details zunächst schneller aufgefallen. Diese Details waren anschließend aber auch mit den beiden anderen Okularen sichtbar. Wahrscheinlich ist das etwas dunklere Bild am Mond etwas günstiger beim Erkennen von feinsten Details, da das Auge vom Mond nicht so stark geblendet wird.

Der Star des Abends war aber das Pentax: ein helles, neutrales und kontrastreiches Bild und bei einem Gesichtsfeld von 72° über das gesamte Feld hinweg bis zum Rand knackscharf. Man konnte bei dem großen Gesichtsfeld richtig mit dem Auge "auf Wanderschaft über den Mond gehen" und war von den Details fast erschlagen. Sehr angenehmes und ermüdungsfreies Einblickverhalten. Der einzige Nachteil dieses Okulars ist die Größe und das relativ hohe Gewicht – mein kleiner Tak musste nach einem Okularwechsel auf der Montierung immer neu ausbalanciert werden. Das Pentax XW 5 wird dauerhaft in meinem Bestand bleiben!

Ich werde das neue TOE 4 mm bei Gelegenheit einmal am FS-102 gegen ein ZAO-I 4 mm und ein ZAO-II 4 mm antreten lassen, vorzugsweise am Jupiter und Saturn, wenn die Sichtbarkeit wieder besser ist. Die ZAO's sind für mich am Planeten Referenzklasse, ich bin mal gespannt wie sich das TOE im Vergleich schlagen wird...

CS, Frank
 
Hallo Frank,
danke für deine Eindrücke. Ich schätze nach wie vor die Takahashi TOE, insbesondere das 4-mm-Okular, das zwischenzeitlich in einer hervorragenden Nacht sein Können unter Beweis gestellt hat. Bei hoher Vergrößerung nutze ich aber weiterhin am häufigsten meine Pentax XW. Insofern ist es gut, dass das TOE 4 mm klein und kompakt ist, da mein Okularkoffer sonst schnell voll wäre.

Vielleicht ist noch ein weiterer Aspekt interessant, der gerade auf Cloudy Nights diskutiert wird. Takahashi wird die "alten" TOE mit den Brennweiten 2,5 mm, 3,3 mm und 4,0 mm einstellen: TOE-2.5mm・TOE-3.3mm・TOE-4.0mmアイピース生産終了のお知らせ | 天体望遠鏡のタカハシ-㈱高橋製作所

Die Vermutung ist, dass die "neuen" TOE-Okulare mit den Brennweiten 5,5 mm, 7,5 mm und 10 mm jetzt für die kleineren Brennweiten fortgesetzt werden. Wenn das der Fall wäre, sähe ich das nicht in allen Punkten positiv. Zwar haben die neuen TOE mit 58° das größere scheinbare Gesichtsfeld und auch deutlich mehr Augenabstand, dafür sind sie aber auch ein Stück größer. Gleichzeitig habe ich inzwischen auch das Gefühl, dass die "alten" TOE bei Kontrast und Schärfe noch einen Hauch besser sind. Das größere Gesichtsfeld brauche ich dagegen nicht unbedingt, da ich bereits die Pentax XW besitze. Natürlich will nicht jeder zwei Okularreihen betreiben. Mal schauen, wie die in der Takahashi-Meldung angedeuteten Nachfolger wirklich aussehen werden.

Freundliche Grüße
Alexander
 
Hallo Alexander,

besten Dank für die Info, das war neu für mich! Dann ist mein geplanter Vergleich mit den ZAO auch nicht mehr so relevant – schade. Ich habe bei Takahashi anscheinend so ein Händchen dafür: Nahezu alles, was ich bisher von Takahashi gekauft habe, wurde kurze Zeit später eingestellt :)

Wenn es „nur“ um ein größeres Gesichtsfeld geht, dann wäre eine Umstellung nach dem Vorbild der neuen TOE-Okulare für mich auch nicht so relevant. Ich finde, alles unter 5 mm Brennweite sind schon Spezialisten für die Planetenbeobachtung oder Doppelsterne etc., und da brauche ich auch kein großes Gesichtsfeld mehr.

CS, Frank

Ps.: Etwas OT: Habe mir gerade mal die News dort durchgelesen, ein neuer FCT-114D Triplet Fluorite Apochromat wird angekündigt. Die wissen schon was man machen muss, um die Kundschaft bei Laune zu halten :)
 
Hallo Frank,
ich wäre sehr an einem Vergleich der Takahashi TOE mit den ZAO I und II interessiert. Tatsächlich habe ich mich schon öfter gefragt, ob die TOE, von denen zumindest aktuell alle noch erhältlich sind, an die Qualität der legendären (nicht mehr neu erhältlichen) Okulare wie ZAO oder TMB Mono heranreichen oder die Legenden sogar noch ein wenig besser sind.

Freundliche Grüße
Alexander
 
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