Takahashi erweitert die TOE-Familie...

Ich habe vor ein paar Wochen einen kleinen Vergleichstest Nikon NAV SW 5mm, Pentax XL 5.2mm, Baader Genuine Ortho (BGO) 5mm und Televue Radian 4mm gemacht.
An Mond, Saturn M56, M71 und Doppelstern mu Cygni. Mit meiner absoluten Referenz-Optik "Wolfgang Rohr" ;) (s. u.).
Bei allen o. g. Objekten zeigte das Nikon beste(n) Schärfe, Transmission, Farbtreue und Kontrast.
Etwas dahinter kam das Pentax; danach dann das Radian und weiter abgeschlagen das BGO, wobei das Radian auch den bekannten leichten Gelbstich zeigte.
Nun ist das XL 5.2mm kein XW 5mm, und ein Unterschied/Test Nikon NAV 5mm vs. Pentax XW 5mm wäre interessant.
Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele, auch erstklassige Okulare ganz unterschiedlich an verschiedenen Primäroptiken performen (so zeigen z. B. die BGOs an unseren Triplet Apos 107, 115 und 130 sehr viel Streulicht und Bildhelligkeit)...

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;)
 
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Bei allen o. g. Objekten zeigte das Nikon beste(n) Schärfe, Transmission, Farbtreue und Kontrast.
Etwas dahinter kam das Pentax; danach dann das Radian und weiter abgeschlagen das BGO, wobei das Radian auch den bekannten leichten Gelbstich zeigte.

Danke für den interessanten Vergleich zwischen dem Nikon NAV 5 mm und dem Pentax XL 5,2 mm. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich deine Einschätzung beim Pentax XW 5 mm nicht ändern würde - immerhin bescheinigen viele Testberichte dem Nikon eine hervorragende Leistung. Ich hatte bereits geschrieben, dass ich das Pentax im Vergleich zu Nikon vorne sehe, aber das ist nur meine Beobachtung an meiner Optik. Insofern bin ich, um nochmal auf die TOE zurückzukommen, auch auf andere Vergleichsberichte der neuen Okulare von anderen Nutzern gespannt. ;)

Noch einmal kurz zum Nikon NAV. Es ist keine Schwarz-Weiß-Entscheidung zwischen den Okularen. Es gibt einige Dinge, die mir beim Nikon besser gefallen. Letztendlich ist aber wie immer die Optik entscheidend. Die Vorteile des Nikon sind:
- Das Okular ist deutlich kleiner.
- die Seitenlichtblende deckt sich hervorragend mit meiner Physiognomie und schirmt Streulicht sehr gut ab.
- Das Einblickverhalten ist auch ohne angepasste Augenmuschel gut. Deshalb kann ich die Augenmuschel nach der Nutzung einfahren, was die Kompaktheit erhöht, und bei Bedarf schnell wieder ausfahren. Beim Pentax XW 5 mm habe ich die Augenmuschel einmal genau eingestellt und dann nicht wieder geändert. Das macht das Okular allerdings größer.

Freundliche Grüße
Alexander
 
Auf Cloudy Nights gibt es inzwischen einen längeren Thread zu den neuen TOEs, den ich aus Interesse mitverfolgt habe. Dort wurde kürzlich ein ausführlicher Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, dass das TOE 5,5 mm am Mond starke Aufhellungen bzw. Lichtglanz zeigt. Da ich vermutlich keinen längeren Ausschnitt daraus wiedergeben kann, verlinke ich einfach den entsprechenden Bericht.

Das dort aufgeführte Bild hat mich daran erinnert, dass mir beim ersten Durchleuchten des Okulars aus Richtung Steckhülse ebenfalls ein heller Lichtring aufgefallen ist, der vermutlich von einer Linsenkante stammt. Deshalb habe ich gestern, am 1. Oktober, das TOE 5,5 mm noch einmal im 10-Zoll-Dobson auf den tief über Köln stehenden, zunehmenden Halbmond gerichtet und gezielt nach Lichtglanz und Reflexen im Bild gesucht. Zwar hat das Seeing nicht ganz mitgespielt, aber im Endeffekt bleibe ich dabei: An meinem Teleskop kann ich solche Probleme nicht feststellen. Eine perfekte Schärfe gab es seeingbedingt nicht, aber Reflexe und Aufhellungen sind beim Mond im Gesichtsfeld nicht festzustellen. Wenn ich den Mond knapp aus dem Bildfeld herausstelle, dann sehe ich natürlich eine Aufhellung, die sich jedoch nicht von der Aufhellung beim Pentax XW 5 mm unterscheidet, das auch kurz zum Einsatz kam.

Die Beobachtung auf Cloudy Nights möchte ich nicht infrage stellen, halte sie aber auch nicht für allgemeingültig. Insofern gilt wohl wieder einmal: selber testen. Wenn man das Okular neu erwirbt, sollte man das Kaufdatum vielleicht von der Mondsichtbarkeit abhängig machen, um es ggf. schnell testen zu können. ;-)
 
Man müsste den verrückten Panda mal fragen wo, wann, wie, genau er Reflexe im TOE beobachtet hat?
Direkt bei der Beobachtung scheint er ja nichts gesehen zu haben, wenn ich das richtig gelesen habe?
Leuchtet man allerdings mit einer hellen Taschenlampe durch das Okular wird man nicht nur im TOE solche Reflexe zu sehen bekommen.
Vielleicht ist der Fall auf das altbekannte Problem von "ansehen" statt "durchsehen" zurück zu führen?
Oft besteht darin der Unterschied.
LG
 
Mit dem Teleskop hat CrazyPanda den Mond schon beobachtet. Ich habe die Diskussion so verstanden, dass ein Teleskop mit hoher Brennweite eine so starke Vergrößerung erzielen kann, dass der Mond größtenteils nicht mehr im Gesichtsfeld zu sehen ist. Der außerhalb des Gesichtsfelds liegende Teil des Mondes erzeugt dann die Lichterscheinungen im Gesichtsfeld. Am stärksten ist dieser Effekt im TOE 5.5 mm, weil dieses von den drei neuen Okularen die höchste Vergrößerung erzeugt.

In meinem 10-Zoll-Dobson-Teleskop f5 habe ich mit dem TOE 5.5 eine 227-fache Vergrößerung. Das Gesichtsfeld liegt dann bei knapp 0,25 Grad und ist somit deutlich kleiner als der Mond (0,5 Grad). Insofern müsste ich dann auch betroffen sein, was ich aber nicht sehe. Allerdings habe ich den Mond nicht bei Vollmond betrachtet, sodass vielleicht gar nicht so viel vom sichtbaren Mond abgeschnitten wurde. Egal, den Vollmond beobachte ich eher selten.

Freundliche Grüße
Alexander
 
Inzwischen habe ich etwas mehr Erfahrung mit dem TOE 5,5 mm, insbesondere bei der Beobachtung des Jupiters. Gleichzeitig habe ich mir kürzlich auch ein schon länger in der Community etabliertes TOE 4 mm zugelegt. Auf Cloudy Nights gibt es einzelne Kommentare, in denen die "alten TOEs" den "neuen TOEs" optisch vorgezogen werden. Ich war auch auf den Vergleich gespannt und möchte nun ein paar wie immer subjektive Eindrücke teilen.

(Siehe Cloudy Nights: "I got the impression that the new TOE-58s are a little less contrasty and sharp than the old TOE-52s. However, they still look a little better in the center of the field of view than the Pentax XW … . I believe that the old TOE-52s are on the same level as the 4-lens orthoscopes, while the new TOE-58s are between the XW and the orthoscopes.")

Motivation für das TOE 4 mm
Wie in einem anderen Thread erwähnt, habe ich mir kürzlich die Astrothingy-Nachführung für meinen 10-Zoll-Galaxy-Dobson (1250 mm, f/5) zugelegt. Dadurch ist auch bei hoher Vergrößerung eine entspannte Beobachtung möglich. Deshalb kam mir die Idee, die bisherigen Brennweiten bis maximal 5 mm um eine höhere Vergrößerung zu ergänzen. Zur Auswahl standen das TOE 4 mm, da ich bereits positive Erfahrungen mit dem TOE 5,5 mm gemacht habe, und das Pentax XW 3,5 mm, da ich die XW-Reihe ebenfalls sehr gerne nutze. Am Ende hat sich das TOE 4 mm aufgrund seiner Kompaktheit durchgesetzt, weniger aufgrund einer potenziellen optischen Überlegenheit. Das Pentax XW 3,5 mm ist noch länger als die 5-mm-Brennweite und hätte keinen Platz mehr im bisherigen Okularkoffer gefunden. Wegen eines Okulars will ich keinen neuen Okularkoffer kaufen.

Haptikvergleich TOE 4 mm und 5,5 mm
Im direkten Vergleich wurde mir klar, woher die unterschiedlichen Kommentare auf Cloudy Nights stammen könnten. Nebeneinanderliegend sind deutliche Unterschiede zu erkennen, und zwar nicht nur in der Farbe der Beschriftung (weiß gegenüber bronzefarben). Auch die Schriftart ist erkennbar anders: Beim 5,5-mm-Okular ist sie teilweise kursiv. Deutlich erkennbar sind auch die Unterschiede in der Okularhöhe und in der Breite der Riffelung (siehe Bilder). Vielleicht ist „TOE” hier eher aufgrund der internen Ähnlichkeit beim Linsenaufbau angebracht. Von außen betrachtet könnten es auch zwei unterschiedliche Okularreihen sein.

Weitere kleine Unterschiede sind:
- Das TOE 4 mm passt aufgrund seiner geringen Höhe in ein 45 mm Drehpack 60 mm–80 mm. Aufgrund seiner Höhe passt das TOE 5,5 mm nicht mehr hinein. Leider gibt es das 45-mm-Drehpack kaum in der Höhe 80–120 mm. Deshalb muss das TOE 5,5 mm nun in einem 50-mm-Drehpack aufbewahrt werden.
- Die Augenlinse des 5,5-mm-Modells ist deutlich größer als die des 4-mm-Modells. Interessanterweise ist die Farbe der Lichtreflexe unterschiedlich. Beim TOE 5,5 mm sind alle Reflexe grün, beim TOE 4 mm gibt es grüne und gelb-braune Reflexe.
- Die Steckhülse des 5,5-mm-Modells glänzt matt. Im Gegensatz dazu ist die Steckhülse des 4-mm-Modells normal glänzend, wie man es typischerweise auch von den Okularen anderer Marken kennt. Die Steckhülse des 4-mm-Modells ist innen vollständig geschwärzt. Beim 5,5-mm-Modell erfolgt die Schwärzung erst nach einigen Millimetern.

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Optische Anmerkungen
Ich möchte den Begriff "Vergleich" hier bewusst vermeiden, da sich die Brennweiten 5,5 mm und 4 mm, die bei mir am Teleskop 227-fach bzw. 312-fach vergrößern, stark voneinander unterscheiden. Deshalb hier nur einige Anmerkungen:

- Die Unterschiede im scheinbaren Gesichtsfeld (52° bei 4 mm, 58° bei 5,5 mm) sind zwar sichtbar, aber für mich kaum auffällig. Beide Okulare bieten ein gutes Plössl-Gesichtsfeld. Dagegen ist mir der Unterschied im Augenabstand (10 mm bei 4 mm und 15 mm bei 5,5 mm) direkt aufgefallen, auch ohne Angabe im Datenblatt. Ich beobachte zwar stets ohne Brille, finde den Augenabstand beim 5,5-mm-Okular aber deutlich entspannter. Er erreicht aber natürlich nicht den Augenabstand meines Pentax XW 5 mm.
- Beim Hauptbeobachtungsobjekt Jupiter sehe ich mit dem 4-mm-Okular keinerlei Reflexe. Bisher hatte ich immer gedacht, dass das Pentax XW 5 mm keine Reflexe zeigt. Beim hellen Jupiter musste ich jedoch feststellen, dass ein schwacher Reflex im Gesichtsfeld vorhanden ist, der allerdings deutlich geringer ausfällt als beim Nikon NAV 5 mm. Das 5,5-mm-Okular liegt irgendwo dazwischen, d. h., mit Mühe ist ein schwacher Reflex sichtbar. Das kann natürlich auch an der Austrittspupille liegen, da Jupiter im 4-mm-Okular dunkler ist. Trotzdem ist im 4 mm noch genug Licht vorhanden, um Jupiter mit einem leichten Blaufilter (Baader Hellblau Wratten 80 A) beobachten zu können.
- Auch wenn Jupiter im 4 mm gut kommt, muss ich sagen, dass ich bei meinen bisherigen, nicht perfekten Beobachtungsnächten im 4 mm nicht wirklich mehr sehe als im TOE 5,5 mm. Natürlich ist Jupiter größer, aber die Details in den Wolkenbändern werden nicht besser. Vermutlich braucht man eine perfekte Nacht, um im TOE 4 mm wirklich mehr zu sehen. Ähnlich verhält es sich im Übrigen auch beim Vergleich des Pentax XW 5 mm mit dem TOE 5,5 mm. Ich hatte bei der Beobachtung von Jupiter bisher eine Nacht, in der ich dem TOE einen erkennbaren Mehrwert gegenüber dem Pentax bescheinigen würde. An normalen Abenden liegen die beiden Okulare gleichauf, wobei das Pentax XW mit dem besseren Einblick und dem größeren Gesichtsfeld glänzen kann.

Fazit
Auch wenn das in den letzten Kommentaren nicht so wirkt, bin ich mit dem TOE 4 mm sehr zufrieden. Ich schätze insbesondere die Kompaktheit des Okulars ohne Einbußen bei der optischen Leistung (ich mag auch meine kompakten Nagler 16 mm T5 und 11 mm T6). Trotzdem sehe ich die TOE-Reihe als Spezialisten für Planeten und klare Nächte. Im Normalfall nutze ich bei gleicher Brennweite eher das Pentax XW. Da sich die großen Pentax XW und die kleinen TOEs aber problemlos in einen Okularkoffer unterbringen lassen, werden wohl beide Reihen bei mir bleiben.
 
Hallo,
wg. div. Okus hier eine kleine Anmerkung: APM hatte letztes Jahr kurzfristig ein 1,6mm Okular für "einen halben Tausender" im Angebot. Auf meine Frage ATT in Essen, antwortete er mir persönlich: habe es schnell wieder verkauft. Es gibt Leute, die wollen so etwas haben, sind reine Sammler, und denken nicht an den prakt. Einsatz. Auch eine Hobbyeinstellung, unsere Interessen auf diesem Gebiet schweifen zu lassen. Ein 2-4fach Zoom Nagler ist ja auch schon was...., das mal so noch kurz erwähnt.

Gruß Günther
 
Auch wenn das in den letzten Kommentaren nicht so wirkt, bin ich mit dem TOE 4 mm sehr zufrieden. Ich schätze insbesondere die Kompaktheit des Okulars ohne Einbußen bei der optischen Leistung (ich mag auch meine kompakten Nagler 16 mm T5 und 11 mm T6). Trotzdem sehe ich die TOE-Reihe als Spezialisten für Planeten und klare Nächte. Im Normalfall nutze ich bei gleicher Brennweite eher das Pentax XW. Da sich die großen Pentax XW und die kleinen TOEs aber problemlos in einen Okularkoffer unterbringen lassen, werden wohl beide Reihen bei mir bleiben.
Hallo zusammen,

@Alexander21 Etwas verspätet möchte ich mich für Deinen Bericht hier bedanken – er hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen.

Ich war auf der Suche nach einem 4 mm Okular für meinen Takahashi FS-102 und konnte mich lange nicht zwischen dem TeleVue DeLite 4 mm und dem Takahashi TOE 4 mm entscheiden. Mit 4 mm Brennweite erreiche ich an meinem Refraktor eine 205-fache Vergrößerung und eine Austrittspupille von 0,5 mm. Es ist also eine Beobachtung im Grenzbereich und eher etwas für Nächte die so eine Vergrößerung auch zulassen. Letztendlich habe ich mich dann für das TOE entschieden – unter anderem, weil gerade auch eine Rabattaktion bei Takahashi läuft :)

Zum 5 mm XW: Ich habe kürzlich an meinem FS-102 am Mond ein Pentax XW 5 mm (72°), ein Takahashi LE 5 mm (52°) und ein Fujiyama 5 mm Ortho (44°) miteinander verglichen. Das sind konstruktionsbedingt und Preislich natürlich sehr unterschiedliche Okulare. Alle drei waren hervorragend, ich bin aber zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mit orthoskopischen Okularen aufgrund des anspruchsvolleren Einblickverhaltens nicht mehr so gut zurecht komme. Besonders wenn man ermüdungsfrei über längere Zeit beobachten möchte.

Das LE zeigte im Vergleich ein etwas dunkleres und leicht „gelbliches“ Bild. Interessanterweise sind mir mit diesem Okular feinste Details zunächst schneller aufgefallen. Diese Details waren anschließend aber auch mit den beiden anderen Okularen sichtbar. Wahrscheinlich ist das etwas dunklere Bild am Mond etwas günstiger beim Erkennen von feinsten Details, da das Auge vom Mond nicht so stark geblendet wird.

Der Star des Abends war aber das Pentax: ein helles, neutrales und kontrastreiches Bild und bei einem Gesichtsfeld von 72° über das gesamte Feld hinweg bis zum Rand knackscharf. Man konnte bei dem großen Gesichtsfeld richtig mit dem Auge "auf Wanderschaft über den Mond gehen" und war von den Details fast erschlagen. Sehr angenehmes und ermüdungsfreies Einblickverhalten. Der einzige Nachteil dieses Okulars ist die Größe und das relativ hohe Gewicht – mein kleiner Tak musste nach einem Okularwechsel auf der Montierung immer neu ausbalanciert werden. Das Pentax XW 5 wird dauerhaft in meinem Bestand bleiben!

Ich werde das neue TOE 4 mm bei Gelegenheit einmal am FS-102 gegen ein ZAO-I 4 mm und ein ZAO-II 4 mm antreten lassen, vorzugsweise am Jupiter und Saturn, wenn die Sichtbarkeit wieder besser ist. Die ZAO's sind für mich am Planeten Referenzklasse, ich bin mal gespannt wie sich das TOE im Vergleich schlagen wird...

CS, Frank
 
Hallo Frank,
danke für deine Eindrücke. Ich schätze nach wie vor die Takahashi TOE, insbesondere das 4-mm-Okular, das zwischenzeitlich in einer hervorragenden Nacht sein Können unter Beweis gestellt hat. Bei hoher Vergrößerung nutze ich aber weiterhin am häufigsten meine Pentax XW. Insofern ist es gut, dass das TOE 4 mm klein und kompakt ist, da mein Okularkoffer sonst schnell voll wäre.

Vielleicht ist noch ein weiterer Aspekt interessant, der gerade auf Cloudy Nights diskutiert wird. Takahashi wird die "alten" TOE mit den Brennweiten 2,5 mm, 3,3 mm und 4,0 mm einstellen: TOE-2.5mm・TOE-3.3mm・TOE-4.0mmアイピース生産終了のお知らせ | 天体望遠鏡のタカハシ-㈱高橋製作所

Die Vermutung ist, dass die "neuen" TOE-Okulare mit den Brennweiten 5,5 mm, 7,5 mm und 10 mm jetzt für die kleineren Brennweiten fortgesetzt werden. Wenn das der Fall wäre, sähe ich das nicht in allen Punkten positiv. Zwar haben die neuen TOE mit 58° das größere scheinbare Gesichtsfeld und auch deutlich mehr Augenabstand, dafür sind sie aber auch ein Stück größer. Gleichzeitig habe ich inzwischen auch das Gefühl, dass die "alten" TOE bei Kontrast und Schärfe noch einen Hauch besser sind. Das größere Gesichtsfeld brauche ich dagegen nicht unbedingt, da ich bereits die Pentax XW besitze. Natürlich will nicht jeder zwei Okularreihen betreiben. Mal schauen, wie die in der Takahashi-Meldung angedeuteten Nachfolger wirklich aussehen werden.

Freundliche Grüße
Alexander
 
Hallo Alexander,

besten Dank für die Info, das war neu für mich! Dann ist mein geplanter Vergleich mit den ZAO auch nicht mehr so relevant – schade. Ich habe bei Takahashi anscheinend so ein Händchen dafür: Nahezu alles, was ich bisher von Takahashi gekauft habe, wurde kurze Zeit später eingestellt :)

Wenn es „nur“ um ein größeres Gesichtsfeld geht, dann wäre eine Umstellung nach dem Vorbild der neuen TOE-Okulare für mich auch nicht so relevant. Ich finde, alles unter 5 mm Brennweite sind schon Spezialisten für die Planetenbeobachtung oder Doppelsterne etc., und da brauche ich auch kein großes Gesichtsfeld mehr.

CS, Frank

Ps.: Etwas OT: Habe mir gerade mal die News dort durchgelesen, ein neuer FCT-114D Triplet Fluorite Apochromat wird angekündigt. Die wissen schon was man machen muss, um die Kundschaft bei Laune zu halten :)
 
Hallo Frank,
ich wäre sehr an einem Vergleich der Takahashi TOE mit den ZAO I und II interessiert. Tatsächlich habe ich mich schon öfter gefragt, ob die TOE, von denen zumindest aktuell alle noch erhältlich sind, an die Qualität der legendären (nicht mehr neu erhältlichen) Okulare wie ZAO oder TMB Mono heranreichen oder die Legenden sogar noch ein wenig besser sind.

Freundliche Grüße
Alexander
 
Hallo Alexander,

besten Dank auch von meiner Seite für Deinen informativen und ausführlichen Beitrag!

Nicht nur deswegen, aber durchaus auch motiviert von Deinen Erfahrungen, habe ich nun beschlossen, das TOE 5,5mm und das Pentx XW 5mm zu besorgen und zu vergleichen.

Bisher fehlt mir noch ein Okular in diesem Brennweitenbereich. Aus der Pentax-Reihe besitze ich bereits das 3,5mm, das 7 mmm und das 30mm Okular.

Ich bin mit allen dreien sehr zufrieden, insbesondere wegen des angenehm weiten, aber nicht zu weiten Gesichtfeldes. Ich persönlich benötige nicht unbedingt ein größeres Gesichtsfeld.

Das 3,5mm ist an meinem Standort zusammen mit meinem Takahashi TSA-120 seeingbedingt nur selten zum Einsatz gekommen. Aber wenn es das Seeing mal hergab, ist es ein besonderer Genuss.

Zwar habe ich noch ein Morpheus 4,5 mm, das auch absolut passabel ist. Aber an die Pentaxe kommt es von der Brillanz und der Schärfeleistung nicht ganz heran, wobei mir bewusst ist, dass man die vorhandenen Okulare nicht direkt vergleichen kann.

Ich bin sehr gespannt, wie sich die bestellten Okulare schlagen werden und welches dann letztlich die erste Wahl wird.

Natürlich kann das TOE schon rein äußerlich durch schmalere Bauform und deutlich geringeres Gewicht gegenüber dem Pentax punkten. Letztlich zählt aber für mich der visuelle Eindruck.

VG
Marco
 
Hallo Marco,
ein weiterer Vergleich des TOE 5,5mm mit dem Pentax XW 5mm würde mich sehr interessieren. Es ist klar, dass es hier nicht um große Unterschiede, sondern eher um individuelle Präferenzen geht. Diese Entscheiden dann, welches Okular am Ende bleibt darf (in meinem Fall also beide Okulare 😉)

Freundliche Grüße
Alexander
 
Das TOE 5.5mm war am LZOS 130/780 diesen Frühling an Jupiter jedenfalls etwas besser als:
- DeLite 5mm
- Nikon NAV SW 5mm
- Pentax XL 5.2mm
- TV Radian 5mm (2. Generation)
(in dieser Abfolge)
Etwas mehr Kontrast, Schärfe und Transmission als das TOE 5.5mm zeigte in diesem setting das Pentax SMC Ortho 5mm (ZAO oder Pentax XW waren leider nicht zugegen...)
 
ich wäre sehr an einem Vergleich der Takahashi TOE mit den ZAO I und II interessiert. Tatsächlich habe ich mich schon öfter gefragt, ob die TOE, von denen zumindest aktuell alle noch erhältlich sind, an die Qualität der legendären (nicht mehr neu erhältlichen) Okulare wie ZAO oder TMB Mono heranreichen oder die Legenden sogar noch ein wenig besser sind.
Hallo Alexander,

bei Gelegenheit könnte ich das TOE 5,5mm. mit dem ZAO I und TMB Supermono (beide 6mm.) mal vergleichen, dass setzt aber einige Nächte mit gutem Seeing voraus, Schnellschüsse möchte ich vermeiden.

Grundsätzlich sind die ZAO und die Supermonos schon extrem gut und dürften nur schwer zu "toppen" sein, wobei ich beide als ziemlich gleichwertig empfinde, je nach Objekt gibt es nuancierte Unterschiede.

Das ZAO ist ein Hauch "wärmer", dass Supermono ist das farbneutralste Okular das ich kenne, die TPL kommen dem sehr nahe.

Meistens hängt "Sehen" oder " Nichtsehen" auch von der Streuung ab, wenn man durch diese beiden Okulare den Rand des Mondes beobachtet gibt es einen klaren Kontrastübergang, sozusagen eine klare Abbruchkante die sich klar und ohne zu "verschmieren" vom Hintergrund abhebt, dieser ist dann wirklich pechschwarz, dass ist schon ein sehr plastisches Seherlebnis.

Ähnliches kann man auch in Nuancen z.B. an Jupiter beobachten, der sich eh als gutes Testobjekt anbietet, feinste Details in den Wolkenbändern kommen mit diesen Okularen etwa besser zum Vorschein, oder werden erst sichtbar, immer gutes Seeing und eine gute Primäroptik vorausgesetzt.

Letztlich sollte man sich aber bewusst sein, Okulare sind eben auch nur ein Glied in einer Kette und mit Sicherheit wirken andere Einflüsse stärker, die Unterschiede bei hochwertigen Okularen sind oft nur Nuancen, besonders was das Achsverhalten betrifft.

Andreas
 
Moin

Ich hab das TOE 2.5mm als Abrundung nach unten meiner Pentax XW Serie.

Mal von den optischen Feinheiten der beiden Okularserien abgesehen, ich habe festgestellt, dass das TOE nicht parfokal ist mit den XWs, im Gegensatz zu den XW untereinander. Beim Wechsel ist entsprechend der Fokus nachzustellen.
Dazu kommt ein spürbarer Gewichtsunterschied, was merklich die Balance beeinflusst und ggf. nach korrigiert werden muss.

Mich persönlich stört das jetzt nicht großartig, da dieses Okular bei mir nur äußerst selten mal bei optimalen Seeing zum Einsatz kommt.
Dafür nimmt es im Koffer nicht viel Platz weg und ist immer dabei.

Da ich keine automatische Nachführung an meiner Montierung habe bevorzuge ich generell ein größeres Sehfeld das bis zum Rand flach und scharf ist, dann brauch ich nicht permanent nachschubsen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um zu den optischen Feinheiten zurück zu kehren: die Unterschiede zwischen den ZAO, den TOE und den Pentax SMC Orthos sind sofort sichtbar und nicht trivial. Diese Unterschiede hängen aber vom Himmelsobjekt und vom Teleskop ab. Es macht keinen Sinn, die eine oder andere Serie als grundsätzlich überlegen zu betrachten.

Ich habe sämtliche ZAO-I, TOE und Pentax SMC Orthos über die letzten zwölf Monate intensiv an einem halben Dutzend grundsätzlich verschiedene Teleskope benutzt und verglichen. Das Ergebnis: ich behalte alle drei Serien und nutze sie je nach Himmelsobjekt und Teleskop differenziert und dankbar.

Grob gesagt: die ZAO für Planeten, die Pentax SMC Orthos für Doppelsterne, die TOE für den Mond und für schnellere Optiken.
Die Pentax XO, die es nur in den Brennweiten 2,58 und 5,1 gibt, benutze ich als Ergänzung der ZAO nach unten, die bei 6 und 4 aufhören.
Die TOE 4 und 3,3 benutze ich nicht mehr da es sich gezeigt hat, dass die TOE 5,5 und 7,5 in Verbindung mit dem Zeiss 2x Barlow diese Mond-Nische besser besetzen (mehr Feld).

Gruß, Christopher
 
@ Christopher: Du hast natürlich recht, dass man hier differenzieren muss z. B. nach Beobachtungsobjekt und Teleskop, aber auch nach Qualität des Himmels etc. (An dieser Stelle von mir übrigens ein großes Dankeschön an die "Freunde der Nacht". Ich finde Euer Projekt großartig und bin dankbar für die Mühe, die Ihr Euch macht!)

Von daher finde ich es tatsächlich hilfreich, dass Du zusammengefasst hast, wo nach Deiner Erfahrung die einzelnen Stärken der Okularserien liegen.

Ich glaube aber nicht, dass es hier um eine grundsätzliche Überlegenheit der einen oder anderen Serie geht, denn letztlich dienen ja aus meiner Sicht gerade die guten Erfahrungsberichte dem Zweck, die von Dir geschilderte Differenzierung zu leisten.

Jedenfalls lese ich solche Berichte immer unter dem Blickwinkel, welche Teleskope verwendet und welche Beobachtungsobjekte gewählt wurden. Dann kann ich als Leser ja meine Bewertung durchführen und versuchen, die für meine Situation wesentlichen Aspekte zu berücksichtigen. Denn leider kann es sich nicht jeder leisten, die vielen am Markt erhältlichen Okulare selbst zu kaufen, zu testen etc. Vom Zeitaufwand mal ganz zu schweigen. Irgendwann will ich ja auch mal beobachten. :)

Und natürlich bleibt dann immer noch die "individuelle Komponente", nämlich letztlich das konkrete Auge des Betrachters, wie sich ein Okular schlussendlich schlägt. Das kann man dann sowieso nur durch einen eigenen Test berücksichtigen.

Ich habe jedenfalls meine auch auf Erfahrungsberichten basierenden Kaufentscheidungen bisher nicht bereut, kenne aber natürlich auch die vermeintlich besseren Alternativen nicht, da ich sie ja nicht gewählt habe. Ich vermisse aber bisher auch nichts. Außer ein Okular im Bereich 5mm ;)

Eines ist auf jeden Fall jetzt schon sicher: Ich bekomme jetzt schon Schweißperlen, wenn ich daran denke, einen hilfreichen Bericht selbst zu schreiben!! :)
 
Hallo Marco (astro77),
danke für die Blumen zur Webpräsenz "Freunde der Nacht" - und für Deine wohlgesetzte Worte.
Wie Du sagst ist der glücklichster Zustand jener, in dem man nichts bereut und nichts vermisst ;)
Beste Grüße, Christopher
 
Ich muss leider meinen Bericht etwas stückeln, aber ich hoffe, die darin enthaltenen Informationen sind dem geneigten Leser dennoch hilfreich.

Alle Okulare habe ich selbst bezahlt, das Morpheus befindet sich bereits in meinem Eigentum. Ich werde mich entweder für das Pentax oder das TOE entscheiden.

In diesem ersten Teil greife ich zunächst nur ein paar ausgewählte konstruktive Details auf und ein offensichtliches optisches Detail. Die Rahmendaten der Okulare sind ja bekannt bzw. leicht abrufbar, von daher wiederhole ich sie hier nicht erneut.

Gegenstand des Vergleichs sind das Pentax smc XW 5, das Takahashi TOE 5,5 sowie das Baader Morpheus 4,5mm. Mir ist bewusst, dass sich nicht alle Parameter 1:1 vergleichen lassen. Dennoch bin ich der Meinung, dass manche Dinge trotzdem vergleichbar sind.

1. Äußerer Eindruck und Größenvergleich:

HIer liegen schon von früheren Berichten Daten vor, ich will nur noch ein anderes Okular-Ensemble zum Vergleich hinzufügen, weil es vielleicht doch auch für den einen oder anderen interessant ist:​
IMG_1307.JPG
Das TOE 5.5 ist wirklich klein und elegant im Vergleich zu den anderen Okularen und sehr leicht. Ich habe es mir u. a. auch bestellt, um abschätzen zu können, ob es vom Format her gut für den Baader MaxBright II Binokularansatz geeignet ist. Das ist es zweifellos, jedenfalls, was meine persönliche Situation betrifft.​
2. Innerer Aufbau /Streulicht:

Ich habe hierzu die Okulare wegen der gleichmäßigen Ausleuchtung auf meine Aurora Flatfield-Leuchtfolie (D=160mm) gestellt und folgendes Resultat erhalten:​
Überblick: rechts oben Morpheus, rechts unten TOE, links Pentax​
IMG_1315.JPG
Man sieht recht deutlich, dass im Morpheus recht markantes Streulicht festzustellen ist. Das Bild gibt die Unterschiede recht gut wieder.​
Hier noch Details:​
Morpheus:​
IMG_1308.JPG
IMG_1309.JPG
Pentax:​
IMG_1313.JPG
IMG_1314.JPG
TOE:​
IMG_1310.JPG
IMG_1311.JPG
Im Ergebnis kann man sagen, dass sowohl das Pentax als auch das TOE eine bessere Abschirmung aufweisen. Dies allein lässt jedoch noch keinen Schluss darauf zu, wie sich die Okulare in der Praxis am Sternhimmel bewähren.​
 
Zuletzt bearbeitet:
3. Blick von oben in die Okulare:
Ich war auch gespannt darauf, welche Unterschiede sich im inneren Aufbau offenbaren.​
Hierzu habe ich mit einer Taschenlampe von schräg oben ins Okular geleuchtet. Folgende Resultate habe ich erhalten:​
Pentax:​
Insgesamt recht gut und gleichmäßig geschwärzt. Man sieht jedoch einen deutlichen Kratzer auf dem oberstern Blendenring auf der linken Seite.​
IMG_1319.JPG
Morpheus:​
Da ich das Morpheus schon seit mehreren Jahren nutze, ist es nicht mehr total staubfrei. Was man aber im Vergleich zu den anderen beiden trotzdem sieht, ist, dass nicht alle Flächen gleichmäßig geschwärzt zu sein scheinen. Es gibt kleine, reflektierende Flächen.​
IMG_1321.JPG
TOE:​
Gleichmäßige Innenschwärzung. Keine Artefakte. Links unten sieht es so aus, als wären da eine Art Kratzer. Das sind jedoch ausschließlich Reflexionen der Lampe. Ich konnte keine zu beanstandenden Merkmale feststellen.​
IMG_1322.JPG
Soweit erst mal zum allerersten Eindruck.
 
4. Einen kleinen optischen Test an terrestrischen Objekten konnte ich durchführen. Da der Himmel ansonsten nicht astrotauglich ist, will ich wenigstens dies präsentieren:

Mir ging es um das Farb-Verhalten am Rand des Sichtfeldes und erzielte dabei folgende Ergebnisse, die aber zugegebenermaßen schwierig zu fotografieren waren.​
Gestestet wurde mit dem Takahashi TSA-120 mit Extender ED 1.5 x. Es wurde eine einigermaßen gleichmäßig beleuchtete Fläche an einem entfernten Gebäude ausgewählt. Fotografiert habe ich mit dem Handy durch die Okulare und die Ergebnisse geben ausschnittsweise gut das wieder, was ich beim Blick durch die Okulare auf den vollen 360 Grad des Gesichtsfeldes festgestellt habe:​

Pentax und TOE:​
Es geht nur um den gekrümmten Bildfeldrand auf der linken Seite. Man sieht praktisch keinen Farbfehler. Der Rand ist messerscharf.​
IMG_20260717_1827401.jpg

Morpheus:​
Man sieht einen deutlichen Farbfehler, der aber von der Ausdehnung her nur minimal ist. Dennoch konnte ich hier einen deutlichen Unterschied zum Pentax und TOE feststellen. Abgrenzung ist nicht ganz so scharf. Wohlgemerkt: Das ist KEIN bloßes Ergebnis der Fotografie, sondern genau das habe ich mit dem Auge auch festgestellt.​
IMG_20260717_1831051.jpg
Sicherlich sind das erst mal nur "oberflächliche" Ergebnisse, die aber eindeutig festzustellen waren.

Wie sich das dann an stellaren oder planetaren Objekten niederschlägt wird dann Gegenstand des zweiten Teils sein.

Klaren Himmel erst mal ;)
 
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Eins noch:

5. Brillentauglichkeit:

Ich selbst bin Brillenträger, wobei die Fehlsichtigkeit nicht besonders stark ist, aber immerhin. In kann generell auch gut ohne Brille beobachten. Mit ihr ist die Schärfe allerdings noch ein ticken besser.​
In meinem Fall bietet das Pentax das beste Einblickverhalten. Überhaupt komme ich mit den XW-Pentaxen sehr gut zurecht. Sie sind halt nicht unbedingt klein und leicht, aber die Beobachtung damit ist ein reiner Genuss für mich. So auch beim XW 5mm.​
Das Morpheus folgt an zweiter Stelle, wenn auch mit leichten Abschlägen, denn ich muss die Brille doch recht deutlich auf die Gummiaugenmuschel drücken,um das volle Gesichtsfeld überblicken zu können. Aber es geht. Zu bedenken ist aber hierbei, dass die Herstellerangaben zwischen Pentax (70 Grad) und Morpheus (76 Grad) leicht abweichend sind.​
Das TOE würde ich nicht als brillenträgertauglich einstufen. Das Blickfeld ist für mich trotz umgestülpter Augenmuschel deutlich zu klein.​
 
Hallo Marco,

danke für den interessanten ersten Eindruck in deinem Testbericht. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das dein erster Testbericht, oder?

Kannst du mir bitte noch einmal erläutern, welches Ziel du anstrebst? Möchtest du das Morpheus 4,5 mm durch das Pentax XW 5 mm oder das TOE 5,5 mm ersetzen, oder soll es eine Ergänzung "nach oben" sein? Wenn du das Morpheus 4,5 mm behalten willst und bereits das Pentax XW 3,5 mm und 7 mm besitzt, wäre das Pentax XW 5 mm vermutlich die naheliegende Wahl.

Interessant finde ich, dass der Farbfehler im Morpheus so deutlich ist. Ich habe das bereits mehrfach so gelesen und auch schon einmal durch das Morpheus geschaut. Im Moment der Beobachtung habe ich aber nicht daran gedacht, weshalb es mir damals nicht direkt aufgefallen ist. Vermutlich hatte ich Augen für andere Dinge. ;-) Interessant ist auch, dass das Morpheus beim Streulichttest eher mittelmäßig abschneidet. Für deinen zukünftigen Vergleich am Teleskop wäre es sicher interessant zu wissen, ob sich das am Mond oder an hellen Planeten bestätigt.

Überhaupt sind Brennweiten von 5 mm und kleiner bei mir primär für die Planetennutzung interessant. Im Vergleich an Jupiter hat mir das Nikon NAV 5 mm damals nicht so gut gefallen, während es im Deep-Sky-Bereich an Kugelsternhaufen (M13, M22) mit dem Pentax XW 5 mm gleichauf lag. Wenn du kannst, schreib gerne bei passender Gelegenheit etwas zum Vergleich am Mond und an Planeten. Mir ist klar, dass die Planeten aktuell eher mau sind. Vermutlich ist Saturn nach Mitternacht aktuell noch die beste Option. Aber es wird ja in ein paar Monaten wieder besser, und ich warte gerne.

Freundliche Grüße
Alexander
 
Hallo Alexander,

Du erinnerst Dich richtig, ist mein erster Testbericht hier.

Das Ziel ist immer mal wieder fluktuierend, aber Hauptmotivation ist, das Morpheus als Planeten- / Doppelsternokular zur monokularen Beonbachtung am Takahashi TSA-120 zu ersetzen. Aber ob ich das Morpheus dann am Ende wirklich abgebe, kann ich jetzt noch nicht definitiv sagen.

Warum spiele ich mit dem Gedanken, es zu ersetzen?
Ich hatte das Morpheus 4,5mm seinerzeit wegen eines attraktiven Angebots erworben, bei dem ich einfach zuschlagen musste. Damals hatte ich noch kein Okular in diesem Brennweitenbereich. Grundsätzlich halte ich es auch nicht für ein unzureichendes Okular. Die Schärfeleistung ist aus meiner Sicht z. B. durchaus gut und zwar fast bis zum Bildfeldrand. Aber ich habe den Eindruck, dass ich mit anderen Okularen einfach noch besser zurecht komme und teilweise bessere Ergebnisse erziele. Der Farbfehler des Morpheus war bisher auch aus meiner Sicht nicht wirklich störend. Ich finde, das Okular ist durchaus ein guter Kompromiss aus Preis und Leistung. Allerdings werden trotzdem als Listenneupreis immerhin 275,- EURO aufgerufen. Das ist auch nicht wenig und jeder muss für sich entscheiden, was er dafür bereit ist in Kauf zu nehmen. Ich habe zwar weniger ausgegeben, möchte aber dennoch jetzt "mehr Leistung" haben.

Was mir nämlich generell immer wichtiger wird: Wenn ich schon einen TSA-120 habe, möchte ich künftig möglichst wenig Kompromisse in der optischen Qualität eingehen, soweit es mein Budget zulässt. Dafür bin ich auch bereit, mein Equipment in überschaubarem Rahmen zu belassen, soweit ich alle Anforderungen erfüllt bekomme. Daher scheiden - trotz guter Kritiken - z. B. die TeleVue-Okulare aus der Ethos-Reihe aus, weil diese außerhalb des Budgets liegen, das ich bereit bin für Okulare zu investieren. Ich glaube auch nicht, dass die sooo gut sind, dass sie die deutlichen Mehrkosten rechtfertigen. Aber das schreibe ich so kühn hier nur, weil ich noch keins zur Beobachtung zur Verfügung hatte ;)

Ich möchte auch nicht ständig alles mögliche vergleichen, denn dazu ist das Angebot zu groß und meine Zeit zu knapp.

Aufgrund meiner Erfahrungen mit den bisherigen Pentaxen erschien mir das Pentax XW 5mm zunächst am naheliegendsten. Allerdings ist es nicht gerade klein und leicht. Das TOE zog ich unter zweierlei Gesichtspunkten in Erwägung: Einerseits wegen der überwiegend guten Kritiken, was die optische Leistung angeht, aber auch unter dem Blickwinkel der Binotauglichkeit, also insbesondere Kompaktheit und geringes Gewicht. Wobei die Binotauglichkeit eher ein positiver Nebenaspekt darstellt. Es ist nicht der Hauptgrund. Grundsätzlich hätte ich auch Interesse am Nikon NAV 5mm gehabt, aber das war nicht zu einem akzeptablen Preis verfügbar.

Das Pentax XW 3,5mm kommt bei mir seeingbedingt nur selten zum Einsatz, weil ich im TSA-120 in der Regel den 1,5x Extender montiert lasse. D.h. Austrittspupille von 0,31 bei Vergrößerung von 385x. Das ist in 99% der Nächte unbrauchbar bzw. bringt keinen Mehrwert und ich möchte aber auch nicht ständig alles auswechseln. Ich wollte das 3,5mm halt da haben, falls ich es mal brauche. Und als ich es mal brauchen konnte, war es wirklich er Hammer.

Ohne Extender funktioniert das 3,5mm meistens hervorragend (AP=0,47, Vergrößerung 257x).

Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich mich im Normalfall im Vergrößerungsbereich bis ca. 260x +- bewegen (AP ca. 0,5).

Leider ist ja die Jupiter-Saison erst mal vorbei, aber man muss die Feste feiern wie sie fallen ;) Ich werde natürlich den Mond und Venus antesten, wenn der Himmel mal wieder den Blick freigibt und bin sehr gespannt auf den direkten Vergleich der drei Okulare und vielleicht gelingt es mir auch mit Saturn und diversen Doppelsternen. Aber der Zeitraum ist begrenzt, weil ich eines der Okulare zurückschicken werde.

Und wenn das alles vorbei ist, stehen irgendwann noch Lösungen für´s Bino an. Bisher hab ich ganz einfach die Baader Classic Orthos 10mm, die wunderbar sind. Die würde ich im Moment auch nicht ersetzen wollen. Aber ich bräuchte dann noch ein Pärchen so um die 5mm und eines so um die 25mm. Im Moment denke ich an die TS Planetary HR-Serie oder Takahashi TPL oder Vixen SLV .... Da möchte ich auch drei verschiedene Serien testen. Aber das wird dann wieder ne andere Geschichte ;)
 
Und wenn das alles vorbei ist, stehen irgendwann noch Lösungen für´s Bino an. Aber ich bräuchte dann noch ein Pärchen so um die 5mm und eines so um die 25mm. Im Moment denke ich an die TS Planetary HR-Serie oder Takahashi TPL oder Vixen SLV .... Da möchte ich auch drei verschiedene Serien testen. Aber das wird dann wieder ne andere Geschichte ;)
Hi,

wenn du schon eine TOE 5,5mm. hast kannst du dir für's Bino doch einfach ein zweites besorgen?!

Die TPL gehen auch nur bis 6mm. runter, außerdem finde ich bei Binobeobachtung ein gutes Einblickverhalten wichtiger als bei Solobeobachtung.

Vielleicht auch einfach mal nach gebrauchten Delite schauen falls die dein Budget nicht zu weit ausreizen.

Andreas
 
Hi,

wenn du schon eine TOE 5,5mm. hast kannst du dir für's Bino doch einfach ein zweites besorgen?!

Hallo Andreas,

ja, da gebe ich Dir grundsätzlich recht. Als Bino-Okular ist es zweifellos hervorragend geeignet. Allein, ich mag jetzt nicht so viel für zwei Okulare davon ausgeben. Ich suche ja im Moment ein gutes Okular für´s einäugige Beobachten. Und im Vergleich zum Pentax wird es da wahrscheinlich eng.


Die TPL gehen auch nur bis 6mm. runter, außerdem finde ich bei Binobeobachtung ein gutes Einblickverhalten wichtiger als bei Solobeobachtung.

Stimmt, TPL geht ja nur bis 6mm. Und volle Zustimmung zum Einblickverhalten. Wenn es nach mir ginge, würde ich 2x Pentax wählen für´s Bino. Aber erstens wäre das gewichtstechnisch schon ne Nummer (wobei mein Setup das grundsätzlich verkraften würde), zweitens ist mein Augenabstand wohl gerade an der Grenze, dass es gerade nicht mehr funktioniert und drittens ist das Pentax wie das TOE etwas oberhalb meines Budgets, das ich bereit bin auszugeben.

Vielleicht auch einfach mal nach gebrauchten Delite schauen falls die dein Budget nicht zu weit ausreizen.

Andreas

Da müsste ich zuvor erst mal ein Delite testen. Von den technischen Werten müsste es passen. Auf gut Glück kaufe ich jedoch ungern gebraucht, zumal die Rückgabe ja oft ausgeschlossen ist.

VG
Marco
 
Heute noch Teil 2 mit meinen Feststellungen speziell zum Thema Sonnenbeobachtung, Streulicht, einmal getestet am Mond und an Venus, und zum Thema Deep-Sky Objekte.

Alle Beobachtungen durchgeführt am Takahashi TSA-120. Etwas umständlich in der praktischen Ausführung war allerdings der Umstand, dass das TOE 5,5mm deutlich leichter ist als das Pentax XW 5mm bzw. das Morpheus 4,5mm. So musste ich das Teleskop beim Okularwechseln ständig neu austarieren ;)

1. Sonnenbeobachtung im Weißlicht
(TSA-120 mit Baader 2" Cool-Ceramic Safety Herschelprisma Mark II mit Solar Continuum Filter)

Schärfeleistung und Kontrast fand ich bei allen drei Okularen gut bis sehr gut, je nach Seeing Zustand. In Momenten mit ruhiger Atmosphäre waren alle drei Okulare gleich auf, würde ich sagen. Trotz der Unterschiede in der Vergrößerung war die Granulation auf der Sonnenoberfläche im gesamten Blickfeld deutlich zu sehen. Beim Baader Mark IV Zoom nimmt die Erkennbarkeit der Granulation mit kleiner werdender Okularbrennweite deutlich ab.

Die Sonnenflecken waren scharf abgegrenzt zur helleren Sonnenoberfläche. Auch die ganz kleinen Flecken waren mit allen dreien einwandfrei zu erkennen. Sonnenscheibe selbst war auch deutlich und scharf zum Hintergrund abgrenzt. Besondere Streulicht-Phänomene sind mir nicht aufgefallen.

Ich würde sogar das Morpheus einen leichten Ticken vor dem Pentax und Tak TOE sehen, was die Schärfe angeht. Aber die Unterschiede waren für mich wirklich minimal und durchweg auf hohem Niveau.


2a. Streulicht am Mond:
Der heutige Mond mit ca. 40% iger Phase bietet sich wunderbar für Vergleichszwecke an. Ich habe hierzu den Terminator in der Bildmitte des jeweiligen Okulars platziert und verglichen, was zu sehen ist.

Um es kurz zu machen, hier mein Ranking von gut zu weniger gut:
  • Platz 1: Tak TOE. Dunkle und helle Seite sind klar voneinander getrennt. Der unbleuchtete Teil des Mondes ist gleichmäßig dunkel, wenn auch nicht schwarz, wegen des aschgrauen Mondlchtes. Der Übergang zwischem aschgrauen Mond und dunklem Himmelshintergrund ist gut zu sehen. Erst ca. eine halbe bis ganze Monddistanz vom Mone entfernt zeigt das Okular nochmal einen Helligkeitsreflex.
  • Platz 2: Pentax. Insgesamt sehr nah beim Tak. Das aschgraue Mondlicht wirkt etwas heller. Das kann aber auch daran liegen, dass das Okuular insgesamt eine bessere Transmission aufzuweisen scheint.
  • Platz 3: Morpheus. Deutliche und fast schon störende Reflexe auf der dunklen Hemisphäre des Mondes und auch etwas im hellen Teil, wo es naturgemäß nicht so deutlich auffällt. Zwar kann man den Übergang vom aschgrauen Mondscheibchen zum Himmelshintergrund dann wieder gut wahrnehmen. Schwenk man das Teleskop aber weiter, tauchen nochmal deutliche Helligkeitsreflexe auf. Insgesamt bestätigt das die schon zuvor mit der Aurora Flatfield Leuchte ermittelten Unterschiede

2b. Streulicht an Venus:
Venus stand aber schon tief, sodass ich nicht alle erdenklichen Variationen durchspielen konnte.Insbesondere is zu beachten, dass es auch noch nicht vollständig dunkel war.
  • Platz 1: Pentax. Keine wahrnehmbaren Streulichreflexe.
  • Platz 2: TOE. interessanterweise muss ich das TOE hier auf Platz 2 setzen, denn wenn sich Venus knapp außerhalb des Zentrums befindet, so im Bereich ca. 10 bis 30% Vom Mittelpunkt des Okular-Gesichtsfeldes entfernt, zeigt sich nahe des Venusscheibchens ein kleiner Lichtpunkt, bei dem es sich um einen internen Reflex handeln muss. Erst dachte ich, mit dem TOE würde ich einen scheinbar nah an Venus befindlichen Stern erspähen, der weder mit dem Pentax noch Morpheus zu sehen war. Aber beim dezenten Anstupsen des Fernrohres war klar, es muss ein Reflex im Okular sein.
  • Platz 3 Morpheus. Deutlicher Helligkeitsreflex als leuchtende "Linie" vom Rand bis zum Zentrum, sobald Venus gerade aus dem Bildfeld rausläuft.

3a. DeepSky-Objekte
(visuelle Beobachtung)

Ich fand es schwierig, überhaupt einigermaßen objektive Unterschiede festzustellen. Trotzdem sei mir erlaubt, folgende Eindrücke zu teilen:

Beim Kugelhaufen M5 M13 war das Pentax für mich relativ klar Sieger: Transparenz und Kontrast am besten, Einzelsterne am deutlichsten wahrnehmbar. Es folgt das Morpheus und dann das Tak TOE. Das Morpheus würde ich näher am Pentax sehen als am TOE.

Bei M106 konnte ich visuell keine nennenswerten Unterschiede feststellen.

Bei M51 würde ich - ähnlich wie bei M5 folgende Reihenfolge festlegen (von gut nach weniger gut): Pentax, Morpheus, TOE

3b. Doppelsterne

Nach meinem Eindruck hat das TOE die deutlichsten Stärken bei Doppelsternen. Ich hatte beim Vergleich spontan das Gefühl, dass die Schärfe beim TOE hier am besten war, wenngleich Pentax und Morpheus (in dieser Reihenfolge) dicht auf den Fersen waren. Das Pentax allerdings etwas näher am TOE als das Morpheus.


Schlussbemerkungen:
Man kann alles natürlich noch viel ausführlicher und unter allen erdenklichen Konstellationen austesten. Tagesform und Zustand der Atmosphäre variieren jedenfalls bei mir bisweilen deutlich und was heute gut ist, kann morgen schon wieder schlecht sein. Dennoch meine ich, dass es für mich nicht sinnvoll ist, für alle Eventualitäten Spezialokulare bereit zu halten, die jeweils nur ganz bestimmte, selektive Beobachtungsbedingungen bestmöglich aufgreifen können. Einzige Ausnahme, die ich mache: Exzellente Seeingbedingungen. Ich meine aber, dass meine Okularauswahl zumindest für meine Augen auch hervorragende Ergebnisse erzielen können.

Dies vorausgeschickt komme ich zu folgendem Ergebnis:

  • Das Tak TOE 5,5 mm ist ein ganz vorzügliches Okular. Es besticht durch seine sehr gute Verarbeitungsqualität, die weitgehend sehr gute Streulichtunterdrückung und das geringe Gewicht. Es ist aus meiner Sicht für alle geeignet, die leichtes Equipment mögen oder das Okular z.B. in einem Okularrevolver benutzen wollen. Das Gesichtsfeld ist sehr angenehm zu überblicken, jedoch hat es aus meiner Sicht Schwächen für Brillenträger. Für mich käme es nur ohne Brille in Frage. Es ist aber leider kein "WOW"-Okular. Da hätte ich mir nach der Lektüre zahlreicher Erfahrungsberichte z. T. mehr erwartet. Aber dies schmälert die zweifellos guten optischen Eigenschaften nicht wirklich. Der Listenpreis ist am höchsten. Aus meiner Sicht ist es ein Ticken zu viel. Aber hätte ich das Geld übrig, würde ich mir durchaus einen Doppelpack für´s Bino zulegen ;)
  • Das Pentax ist aus meiner Sicht trotz des höchsten Gewichts der drei Okulare "Test-Sieger". Es besticht durch exzellente Verarbeitungsqualität, angenehm großes, aber nicht zu großes Gesichtsfeld sowie hervorragende Transparenz und den sehr guten Kontrast. Für mich ist es auch mit Brille gut nutzbar. Trotzdem würde ich ohne beobachten. Es ist ein wahrer Genuss, damit zu beobachten. Es scheint sehr gut mit dem TSA-120 zu harmonieren.
  • Das Morpheus hat mich ehrlich gesagt im direkten Vergleich überrascht. Überrascht deswegen, weil einzelne Parameter das Okulars durchaus in der Liga des Pentax und des TOE mitspielen können bei gleichzeitig deutlich niedrigerem Preis. Richtig ist, dass die Streulichteingenschaft nicht zu diesen Parametern gehören. In punkto Schärfe kann es aber durchaus mithalten. Das Gesichtsfeld ist angenehm weit, aber nicht zu weit. Ich würde es aber nur bedingt als brillentägertauglich einstufen. Das Pentax kann es besser. Aber das Morpheus ist wiederum besser als das TOE. Der Preis ist am niedrigsten von den Dreien. Ich finde, man bekommt damit einen akzeptablen Kompromiss, vorausgesetzt, man kann mit einer leichten chromatischen Aberration und dem z. T. deutlichen weniger stark unterdrückten Streulicht leben.
Ich werde das Pentax behalten, das Morpheus aber erst mal auch :D

VG
Marco
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marco.

Du schreibst zum Morpheus 4,5mm:
2a. Streulicht am Mond:
  • Platz 3: Morpheus. Deutliche und fast schon störende Reflexe auf der dunklen Hemisphäre des Mondes und auch etwas im hellen Teil, wo es naturgemäß nicht so deutlich auffällt. Schwenk man das Teleskop aber weiter, tauchen nochmal deutliche Helligkeitsreflexe auf.

2b. Streulicht an Venus:
  • Platz 3 Morpheus. Deutlicher Helligkeitsreflex als leuchtende "Linie" vom Rand bis zum Zentrum, sobald Venus gerade aus dem Bildfeld rausläuft
Ich habe zwei Morpheus 9mm und kann diese speziellen Reflexe überhaupt nicht bestätigen.

Ich verwende die 9mm Morpheus jedoch am f/7 Apo mit Bino und 1.8x Glaswegkorrektor, was insgesamt f/12.6 ergibt.
Das ist natürlich ein Unterschied zu Deinem Setup mit f/7.5.


Daher eine Frage in die Runde:
Ist bekannt, ob es Unterschiede hinsichtlich Reflexen zwischen dem 4.5mm Morpheus und dem 9mm Morpheus gibt?


Gruß Harald
 
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