Takahashi TSA-120: Setup-Check für rein visuelle Nutzung

asani69151

Mitglied
Servus miteinander!

nach wirklich vielen Jahren Abstinenz habe ich mich vor kurzem dazu entschieden, den Wiedereinstieg zu wagen.
Als Einstieg habe ich mir einen gebrauchten Takahashi FS-60CB gekauft (den ich definitiv behalten werde). Zuvor hatte ich nur ein älteres Bresser 102/1000.

Mein Ziel war ein Setup für schnelles und auch spontanes Beobachten – und der kleine Tak macht unglaublich Spaß.
Jetzt hat es mich wieder voll erwischt und ich plane den nächsten Schritt: einen Takahashi TSA-120.

Da ich mein Setup möglichst durchdacht zusammenstellen möchte, würde ich mich sehr über eure Einschätzung freuen.

---

Meine Beobachtungssituation

• Fokus: rein visuell (Mond, Planeten, Doppelsterne, Deep Sky)
• Anspruch: ruhige, plastische Darstellung und hoher Kontrast
• Beobachtungsort: meist im Wald oder spontan vom Balkon
• Astrofotografie: aktuell kein Thema

---

Vorhandenes Zubehör

• Zenitspiegel: Baader 2" ClickLock (99 % Dielektrisch)

---

Aktueller Okularbestand

• Explore Scientific 18 mm / 82°
• Baader Morpheus 9 mm / 76°
• Baader Morpheus 6,5 mm / 76°
• Explore Scientific 2× Focal Extender (2")

---

Geplante Ergänzungen

Übersicht:

• Explore Scientific 30 mm / 82°
oder
• APM 30 mm Ultra Flat Field

Planeten:

• TeleVue Delos 4,5 mm

---

Meine Fragen

1. Händler-Pakete (z. B. Lacerta)
Ich habe gesehen, dass Händler wie Teleskop-Austria den TSA-120 auch als „Lacerta Komplettpaket“ anbieten.

Hat jemand Erfahrung mit diesen Paketen im Vergleich zum Standard-Takahashi-Setup?

---

2. Neukauf vs. Gebraucht

Wie ist eure Erfahrung mit dem Gebrauchtmarkt beim TSA-120?

• tauchen regelmäßig gute Geräte auf?
• oder lohnt sich eher der Neukauf? Ich habe bei einem Händler zufällig gesehen, dass dieser Ende 2026 10% auf alles von Takahashi angeboten hat - wie sieht es mit Rabatten im Allgemeinen aus?

---

3. Rohrschellen & Balance

Der TSA-120 wird häufig mit der originalen Takahashi-Muschelschelle ausgeliefert.

Bei schwerem 2"-Zubehör frage ich mich:

• bleibt die Balance damit gut?
• oder nutzt ihr andere Lösungen (z. B. Doppel-Rohrschellen von PrimaLuce oder aus dem Lacerta-Paket)?

---

4. Die 30-mm-Frage

Am meisten schwanke ich aktuell zwischen:

• Explore Scientific 30 mm / 82°
• APM 30 mm UFF

Ist das ES-Okular am TSA-120 quasi ein „Muss“ oder würdet ihr eher zum APM greifen?
Der Gewichtsunterschied ist ja recht deutlich.

---

5. Vergrößerungsbereich

Welche realistischen Vergrößerungen nutzt ihr am TSA-120 bei gutem Seeing?

Sind etwa 200× (Delos 4,5 mm) ein guter Sweet Spot für Planeten?

---

Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und Tipps!

CS
Chris

IMG_7576.jpeg
 
Moin Chris,

mit dem FS-60 hast du ja schon mal ein richtig tolles kleines Teleskop.
Da kann ich verstehen, dass man Lust auf mehr hat.
Mein FS-60 macht mir auch viel Spaß!


Hat jemand Erfahrung mit diesen Paketen im Vergleich zum Standard-Takahashi-Setup?
Es sind halt direkt Schellen, eine Schiene und ein normaler Sucherhalter dabei.
Daran gibt es nichts auszusetzen.
Ganz normales Zubehör :D
Prima Luce Lab ist zB teurer.
Besser machen tun die aber auch nichts.


Wie ist eure Erfahrung mit dem Gebrauchtmarkt beim TSA-120?

• tauchen regelmäßig gute Geräte auf?
• oder lohnt sich eher der Neukauf? Ich habe bei einem Händler zufällig gesehen, dass dieser Ende 2026 10% auf alles von Takahashi angeboten hat - wie sieht es mit Rabatten im Allgemeinen aus?
Die TSAs sieht man sehr selten.
Bei einem Neukauf weißt du auf jeden Fall, dass alles in Ordnung ist und falls es doch Probleme gibt hast du einen Händler an der Hand.
Das wäre mir viel wert.

Rabatte auf Takahashi gibt es selten.
Ob es dieses Jahr wieder eine Rabattaktion kann man nicht mit Bestimmtheit sagen.
Ich meine auch, dass die Aktion im letzten Jahr die Erste seit langem war in einem so großen Ausmaß.


Der TSA-120 wird häufig mit der originalen Takahashi-Muschelschelle ausgeliefert.

Bei schwerem 2"-Zubehör frage ich mich:

• bleibt die Balance damit gut?
• oder nutzt ihr andere Lösungen (z. B. Doppel-Rohrschellen von PrimaLuce oder aus dem Lacerta-Paket)?
Die Schellen sind sehr massiv und funktionieren einwandfrei.
Ich persönlich würde aber zu „normalen“ Schellen greifen wie den Lacerta oder PLL.
Wenn man Zubehör befestigen will geht es bei denen doch etwas einfacher.


Am meisten schwanke ich aktuell zwischen:

• Explore Scientific 30 mm / 82°
• APM 30 mm UFF

Ist das ES-Okular am TSA-120 quasi ein „Muss“ oder würdet ihr eher zum APM greifen?
Der Gewichtsunterschied ist ja recht deutlich.
Ich selber habe das ES.
Ich konnte es gegen ein 31mm TeleVue Nagler testen. Der Unterschied war so gering, dass ich das TV nicht gekauft habe obwohl der Preis schon sehr gut war.
Ich kann es dir also stark ans Herz legen.
Von dem APM hört man auch nicht so viel wie von dem ES.
Die ES sind auch öfters mal bei Amazon im Angebot ;)
Hab meins dort für deutlich unter 300€ bekommen.


Noch ein Hinweis:
Das TSA-120 ist echt ein tolles Teleskop.
Wenn dir allerdings das FS-60 gut gefällt schau dir mal das 100DZ von Tak an.
Es ist ein Zweilinser, wie das FS-60, und bietet eine extrem gute Abbildung. Wohl aktuell der beste Zweilinser am Markt.
Das TSA mag von der reinen Abbildungen einen kleinen Ticken (ob man das überhaupt merkt?) besser sein, dafür ist das 100DZ deutlich leichter und viel schneller einsatzbereit (Auskühlung).
Außerdem ist es etwas günstiger.

Ich selber habe das 100DZ vor kurzem gekauft da ich von meinem FS-60 so begeistert war.
Ich habe auch noch ein Lzos 115/805, also vergleichbar mit dem Tsa.
Wenn ich mich entscheiden müsste würde ich ehr das 100DZ behalten. Es ist einfach das bessere Gesamtpaket.
Das merke ich jedes Mal beim aufbauen ;)

Viele Grüße
Brian
 
Also wenn der TAK 100DZ ein Thema wird, würde ich auch ein Auge auf den TS 102/11 SD werfen. Das ist ein wunderbarer Zweilinser und insbesondere für visuelle Beobachtung wie oben erwähnt, ein Genuss. Nun, das Teleskop baut recht lang auf Grund der langen Brennweite, auskühltechnisch aber sicherlich mit dem DZ vergleichbar. Preislich ist der TS im Vergleich zum DZ auch noch um einiges günstiger. Und optisch nehmen sich die beiden Teleskope praktisch nichts.

LG Walter
 
Hallo Chris.

Zum 120mm TAK kann ich wenig, besser gar nichts beitragen. Die 3kg mehr vom 120er gg. dem DZ wird deine Montierung sicher tragen?
Ein Betrag an mehr Brennweite aus dem Vorschlag zum Beispiel des o.a. TS ist für Planetenbeobachtung ist von Vorteil (AP Okulare). Wenn Planeten im Fokus stehen, kann darüber nachgedacht werden. Die 20mm an mehr an Öffnung vom TAK 120 vs. 100 werden sichtbar sein.

Die Rohrschellen von Takahashi sind gut und positionieren den Tubus dort, wo er hin gehört - so meine Feststellung für die visuelle Beobachtung.
Was ich angesichts des Preises bei den Takahashi Teleskopen nicht vollumfänglich für gut erachte ist der Zahnstangentrieb. Er funktioniert, keine Frage aber sein Einstellverhalten für feinfühliges Fokussieren darf ich beanstanden. Daher würde ich dir vorschlagen, sich früher oder später an geeigneter Stelle einmal einen Starlight Microfokus anzusehen - ob für den 120 oder 100er TAK, egal (wird bei dem 120mm TAK auch gleich mit angeboten). Den DZ gibt es z.Zt. für minus 12,4%, den 120 für -12,1%, lohnt sich sicher für beide Tuben.

Je nach Montierungstyp und Kupplung von Tubus und Montierungskopf rate ich dir einen Griff für die Montage des Tubus an. Die sind im Lieferumfang nicht enthalten und müssen bei der Wahl zugunsten der TAK Rohrschelle ggf. selbst ausgelegt, "gebastelt" werden. Bei "Standardrohrschellen" reicht bereits hier eine Schiene für weiteres Zubehör obenauf, welche dann als Griff für sichere Montage fungieren kann.

Okulare ist ein Thema für sich und da hat jeder von uns seine eigenen sehr unterschiedlichen Präferenzen.
 
Hallo Chris

Sorry erstmal was der Kauf vom FS60CB bei dir ausgelöst hat. Naja besser als das Geld für Alkohol, Nutten und Koks zu verbrennen:ROFLMAO:

Du hast dir ja mein FC100DZ und TOA130 und noch paar andere Teleskope angeschaut.

Der FC100DZ auf einer kleinen AM3 oder ähnlich ist eine schöne leichte Kombi.

Grüße Dirk
 
Hallo Chris,

wie schon erwähnt, der 120mm zeigen mehr als 100mm. Der TSA braucht allerdings auch einen stabilen Unterbau. Sicher sieht man mit 100mm mehr als mit 60mm. Es wird aber schnell der Wunsch nach mehr Öffnung aufkommen. Deshalb lieber gleich 120mm (oder mehr).

CS Jochen
 
Hallo zusammen,

da Chris hier ja recht exakt nach dem 120TSA fragt und auch schon über vor Erfahrung verfügt, ist der „Tipp“ auf den 100DZ ja etwas fehl am Platz. Der Leistungsgewinn zwischen dem 100DZ und dem TSA 120 ist enorm, insbesondere an Mond und Planeten. Und so verstand ich das, sind Mond und Planeten die hauptsächlichen Ziele. Ein Gerät zum schnellen Gucken hat er ja mit dem FS60. 100mm Öffnung, egal wie gut, werden nicht an die Auflösung des auf gleichem Niveau befindlichen TSA herankommen… Und der Unterschied einen 4“ oder 5“ zu handhaben ist jetzt nicht wirklich gravierend.
 
moin zusammen!

schon mal vielen Dank für die vielen Antworten!

@AstroFritz

merci für die Tipps! Ich habe beim 30 ES nur Bedenken wegen des Gewichts gehabt. Das APM ist deutlich leichter, nur deshalb habe ich es in Betracht gezogen, denn mein 18 mm ES finde ich schon spitze! Die Idee mit dem 100DZ hatte ich tatsächlich auch, allerdings ist meine Vermutung, dass der Abstand zum 60 zu gering ist. wie war das für dich? Ich erhoffe mir von den 20 mm mehr einfach mehr Auflösung bei Beispielsweise dem Orionnebel.

@VierZollLinse

Mit der Montierung hast du völlig recht, die aktuelle wäre eine reine Notlösung. Da muss eine neue her. was die Preise betrifft, hatte ich von der Dezember Aktion gelesen. Hier gab es 10 % auf Alles. Nun weiß ich natürlich nicht, ob es diese 10 % noch on top auf die aktuellen Angebote gab. Ich habe jetzt einfach mal zwei Händler angeschrieben und um individuelle Angebote gebeten.

@onkeldirk

ja danke auch :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
meine Frau ist so dermaßen angefixt, die geht mir schon auf den Keks 😅
Die zwei Raketen bei dir auf dem Balkon waren schon spitze! Ich habe schon überlegt, ob ich dich anschreibe, aber habe in Erinnerung, dass du die Taks visuell gar nicht genutzt hast. Obwohl natürlich der 130 aufgrund des Gewichts definitiv keine Option ist. Aber ein Wahnsinns Setup hast du da stehen!

@flamsteed_19

absolut! ich hatte die Tage die Möglichkeit durch einen 152mm Astro Physics zu schauen. Das war unfassbar beeindruckend.

@Dahlmann

ich muss gestehen, ich habe tatsächlich kaum Ahnung, jedenfalls in der Praxis. Schlau lesen kann sich jeder, aber nichts ersetzt die Praxis bzw die Erfahrung Anderer. Den kleinen Tak habe ich nur aufgrund von KI gekauft. Zum Glück hat mich die Empfehlung nicht in Stich gelassen. :sneaky:
 
Zuletzt bearbeitet:
merci für die Tipps! Ich habe beim 30 ES nur Bedenken wegen des Gewichts gehabt. Das APM ist deutlich leichter, nur deshalb habe ich es in Betracht gezogen, denn mein 18 mm ES finde ich schon spitze! Die Idee mit dem 100DZ hatte ich tatsächlich auch, allerdings ist meine Vermutung, dass der Abstand zum 60 zu gering ist. wie war das für dich? Ich erhoffe mir von den 20 mm mehr einfach mehr Auflösung bei Beispielsweise dem Orionnebel.
Da hast du natürlich recht.
Das ES ist recht schwer. An meinem FS-60 habe ich es bisher nicht benutzt, ob der OAZ das verkraftet?
An meinem 100DZ (auch mit Tak OAZ) funktioniert es wunderbar und ich habe damit schon viel Spaß gehabt.
Ein Okular zu empfehlen ist immer schwer. Da hat jeder am Ende eigene Vorlieben.
Da heißt es meist, auch wenn teuer: Ausprobieren!

Zu dem 100DZ:
Der Grund warum ich das 100DZ lieber benutze als mein 115mm LZOS ist der, dass es leichter ist.
Bei meinem LZOS habe ich mich immer wieder erwischt, dass ich oft doch nicht ausgegangen bin weil es halt schwerer ist.
Das 100DZ könnte ich samt Montierung zusammen raustragen.
Mein LZOS wiegt mit Schellen und Schiene 7kg. Das 100DZ etwas unter 5kg.

Die 20mm werden einen Unterschied machen wenn du das 100er und das 120er vergleichst.
Allerdings ist der Sprung von dem FS-60 zum 100DZ viel größer als vom 100DZ zum TSA.
Dazu ist das 100DZ leichter, kühlt schneller aus und bietet eine Abbildung ähnlich zum FS-60, allerdings noch etwas besser.
Das TSA bildet auch gut ab, vermutlich besser, aber die FL Apos von Tak haben einen ganz eigenen Charm vom Bild her.
Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll :D

Ich würde es so machen (meine Meinung):
Wenn ich überlege ob 100DZ oder TSA-120: Ganz klar das 100DZ.
Das ist ein Grab n Go Teleskop wie das FS-60, nur größer:D
Wenn ich lieber mehr Öffnung haben will würde ich ehr über ein noch größeres Teleskop nachdenken wie zB ein TOA-130.
Die TOA Serie hat mit die Beste Abbildung die du am Markt bei Apos findest. Das sowohl visuell und auch falls du doch mal fotografieren willst.
Dazu hast du nochmal 10mm mehr Öffnung.
Ein Nachteil ist das Gewicht, dafür hat man das Beste was es in der Region gibt.
Das TSA-120 ist ein Zwischenschritt den ich mir sparen würde.

Gebraucht bekommt man ein TOA-130 schon für ca. 4000€.
Also das was ein TSA neu kostet.
Dann kommt halt die Frage auf ob die Montierung das kann.


Grüße
Brian
 
Hallo Chris.

Bevor Du in ein Delos 4.5mm für monokulare Planetenbeobachtung investierst ein Tipp:

Mit Bino + 1.7x GWK + zwei 9mm Okularen hättest Du mit dem TSA 120mm 170x Vergrößerung bei einer AP von 0.7mm.
Damit würdest Du imo den TSA 120mm maximal ausreizen.

Da Du schon ein 9mm Morpheus besitzt, bietet sich hier die Anschaffung eines zweiten Morpheus 9mm geradezu an.


Gruß Harald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Chris,

erstmal noch zu Deinem kleinen Tak.
Wenn Du den FS vornehmlich visuell benutzt wäre das CQ-Modul 1,7x eine sinnvolle Ergänzung, beseitigt die Bildfeldwölbung und die restlichen CA, Du hättest dann defacto ein f/10 System, gerade bei Mond und Planeten wäre das eine lohnende Erweiterung, mein Eindruck ist auch dass die optische Performance insgesamt nochmal leicht verbessert wird.

Tja welchen größeren Refraktor jetzt, ich habe den kleineren TSA 102/816mm., m.E. ist die Optik kaum zu schlagen, ein nahezu perfekter Refraktor, mein älterer und immer noch sehr gute Vixen FL 102/900mm. kommt da einfach nicht dran.

Andererseits benötigt der TSA bei größeren Temperaturunterschieden und aufgrund seiner massiven Linsenzelle jede Menge Auskühlzeit, also nicht gerade die Schnellspechtelröhre, beim FL kann ich nach 10-15 min. schon locker Vergrößerungen fahren die deutlich jenseits der 100x sind, da brodelt der TSA noch vor sich hin.

Letztlich musst Du Dir halt selber die Fragen stellen wie hoch Dein "perfektionistischer" Anspruch ist, ich bin auch überrascht wie gut manche China-ED mittlerweile sind, der TS 125 f7/8 z.B liefert schon ein echt klasse Bild, hier hättest du einen 5 Zöller für Verhältnis wenig Geld, wenn Du aber optische Perfektion suchst wäre der TSA natürlich nochmal merklich besser.

Übrigens, den Unterschied zwischen 4 und 5 Zoll finde ich schon signifikant und wenn Dir 5 Zoll keine Probleme bereiten würde ich eher zu diesem Format greifen.

Was die Vergrößerungsmöglichkeiten anbelangt ist das meistens eine subjektive Einschätzung, ich bin aber ziemlich überzeugt das der TSA 120 auch bei 300x nicht einbrechen wird.

Andreas
 
Haha Chris,
dachte ich mir doch fast, dass Du mit einem Tak weitermachen willst. Ich wollte schon in dem anderen Thread darauf antworten, hab mich aber dann doch zusammengerissen ;-)

Ich habe den TSA-120 schon 12 Jahre und kann ihn nur rundherum empfehlen. Der TSA-120 ist übrigens der einzige Tak, den es auch mit einem Feathertouch-Auszug gibt. Ich hab den, ich würde nicht tauschen wollen. Das sind einfach Sahnestücke, diese FTs.

Ob neu oder gebraucht - Geschmacksache. Ich habe hier im Forum immer gute Erfahrungen gemacht. Andererseits sind die Taks verdammt werthaltig, und aktuell kriegst Du z.B. bei ICS auf die meisten 10%.

Die orginale Schelle von Takahashi finde ich übrigens sehr gelungen. Man kann die Schraube leicht lockern und ohne Risiko das Teleskop hin- und herschieben.

Wo ich allerdings etwas Sorge hätte ist die AZ-Montierung. Der TSA-120 ist lang und inkl. allem Geraffel schnell 8kg schwer. Hält das die Montierung wirklich? Und wackelt da nicht alles beim Schwenken? Das müssen andere beantworten - Du weißt, ich war ja einer der Skeptiker in deinem anderen Thread.

VG Wolfgang
 
Hallo zusammen,
Sehr spannende Diskussion. Ich habe das „Problem“ für mich vor einem halben Jahr durch die Anschaffung eines TSA-120 gelöst :cool:.
Der unterschied zu meinem Sky 90 ist wirklich beeindruckend. Ich würde dir auf jeden Fall zum TSA 120 raten. Das ist ein ganz tolles Teleskop und von Gewicht und Größe noch sehr einfach zu handhaben. Allerdings setze ich es in erster Linie fotografisch und weniger visuell ein.
Hier mal ein kleiner Eindruck.
Viele Grüße, Ulli

IMG_1009.jpegM97 2026-03-04 M97 TSA120 f7.5 DSP2600c none GD.jpegM97 Detail 2026-03-04 M97 TSA120 f7.5 DSP2600c none GD.jpegM108 Detail 2026-03-04 M97 TSA120 f7.5 DSP2600c none GD.jpegIMG_0456.jpeg
 
Ich besitze auch einen TSA 120 seit vielen Jahren. Auch andere Teleskope benutze und benutzte ich zwischendurch. Den TSA 120 würde ich als einziges Teleskop behalten, wenn ich mich für eines entscheiden müßte. Viele Jahre war ich nur visuell unterwegs und dieses Teleskop lieferte mir stets traumhafte erlebnsse. Jetzt bin ich seit einem Jahr auf EAA umgestiegen und auch da bin ich von der Leistung dieses Teleskops voll überzeugt.

CS
Wolfgang
 
nochmals vielen Dank für das ganze Feedback, mit so viel Resonanz + wertvollen Tippshatte ich gar nicht gerechnet!

@sterne-jaeger

ich wollte eigentlich schon im anderen Thread nachfragen :beobachten:

die Montierung wird, wenn der TSA wirklich einzieht, definitiv gewechselt. für den kleinen Tak ist sie wirklich sehr solide. Die steht Bomben fest da, ohne Spiel.

Ich hatte jetzt an eine Skytee 2 oder Ähnliches gedacht. Da bin ich mir aber tatsächlich noch nicht sicher.

Mit Spannung erwarte ich jetzt die Rückmeldung der Händler, bis dato noch niemand auf all meine Anfrage reagiert

:unsure:
 
ich würde mir nicht anmaßen es als sinnlos zu betiteln, gebe aber folgendes zu bedenken:

Planeten und Mond oder ähnliches, Objekte also, die für die Sichtbarkeit zur Detailerkennbarkeit hohe Vergrößerungen benötigen UND - da hat jeder eine andere Herangehensweise - konzentriert "studiert" werden wollen, benötigen auch eine relativ hohe, oder längere Konzentrationsphase.
Der Beobachter sollte dem Auge auch die Zeit zur Verfügung stellen, die es für das Erkennen feiner Details benötigt. Ruhiges, konzentriertes Beobachten ist also ein Training, das dem Auge aus dem nicht gesehen zum ein Erkennen schult.

Wenn du einen Aufsatz schreibst und ab und an kommt nur die Tinte aus der Feder (Tintenabriss aus dem Tintenleiter), wird der Denkprozess zum ganzen Satz gestört.
Wenn du bei über 200x Vergrößerung beispielsweise immer dem Objekt der Begierde hinter her fahren musst, und die Lage im Okular wird schwanken, nicht also exakt an einem Punkt gehalten, ist das für MICH der Tintenabriss.
ICH bin der Auffassung, so ein 120mm TAK, der die Möglichkeit eines hervorragend detailiertes Bild zu liefern in der Lage ist, sollte auch die Möglichkeit dies zu tun bekommen, damit du aus diesem auch das erkennen kannst, was er im Stande ist dir aufzuzeigen (Wetter,-und Himmelsbedingungen einmal vorausgesetzt).

Es gibt natürlich noch einige, wenn nicht sogar viele andere, praktische Gründe, die für eine motorisierte Nachführung sprechen.

Vielleicht wäre es sinnvoll :), einmal eine Beobachtung an einer nachgeführten Montierung bei 250fach zu testen - und dann schaltest du den Motor aus und trinkst einen Schluck Tee, Kaffee, oder wechselst das Okular............ und dann schaust du einmal was passiert ist..........

ICH würde nie mehr ohne motorisierte Nachführung beobachten, die Vorteile sind da m.E. nicht mehr weg zu denken.
 
Zur Montierung kann man die Vorteile wohl allgemein zusammenfassen:

Alt-Az ohne Nachführung: kostengünstiger, weniger Transportaufwand
Parallaktisch mit Nachführung: deutlich mehr Beobachtungskomfort


Ich empfehle für die Planetenbeobachtung mit einem Apo aus mehreren Gründen ebenfalls eine motorisierte parallaktische Montierung.

Montierungen von Losmandy haben den großen Vorteil (und meines Wissens nach ist das ein Alleinstellungsmerkmal), dass sie über Rutschkupplungen verfügen:
Man kann die Montierung jederzeit händisch zum nächsten Ziel Schwenken, ohne vorher eine Klemmung zu lösen. Am Zielobjekt lässt man einfach los und die Montierung führt nach. Das geht schneller als jedes Goto und ist absolut geräuschlos.
 
Hi,

den TSA kenne ich nicht aus eigener Anschauung aber dazu wurde ja schon einiges geschrieben. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich 5 Zoll den 4 Zoll auch vorziehen, zumal der TSA ja nicht schwer ist. Ein Dreilinser mit Luftspalt braucht sicher seine Zeit um sich zu akklimatisieren, aus Erfahrungen mit LZOS 123,130f9,5 und 152f8 rate ich dringend das nicht zu unterschätzen, ein Zweilinser hat hier mindestens die erste Stunde deutliche Vorteile. Als kostengünstige Alternative werfe ich daher auch mal den TS 125SD mit in den Ring, den Hinweis auf Farbreine 4 Zöller gab es ja schon.

Bezüglich der Okulare kann ich das APM UF in 18 bis 30mm durchaus empfehlen, es reiht sich gut in deine vorhandenen Okulare ein. Lediglich die Randschärfe ist keine Stärke des Okulars, in deinem Fall sollten etwa 2 Grad gut abgebildet werden. Das Feathertouch Upgrade zum Okulalarauszug oder noch besser gleich der Feathertouch 3035 sind ihren hohen Preis definitiv wert.
Insbesondere wenn mal ein Binokularansatz als Erweiterung dazu kommt ist ein guter Okularauszug von großer Bedeutung.
Im Bereich 8-13mm Brennweite würde auch ein 100 Grad Okular gut passen und könnte das 9mm perspektivisch ersetzen. Das passt im 5 Zöller gut für Sternhaufenund kleinere Nebel. Mit Brille kann ich das 12mm ES LER 92° empfehlen, ohne Brille auch die APM XWAs. Die Morpheus sind aber auch nicht schlecht, dann am Besten zwei davon gleichzeitig...;)

Wegen der Montierung würde ich die ROWAN AZ100 vorschlagen. Diese ist sehr hochwertig, trägt den Tak bei moderatem Eigengewicht sehr stabil, hat Feintriebe und ist bis zum GOTO aufrüstbar. Auch mit GOTO oder Push to ist die Montierung schnell einsatzbereit und einfach zu bedienen. Ein Gegengewicht wäre hier nicht nötig.

Wenn es eine klassische deutsche Montierung sein soll, habe ich mit der Vixen SX gute Erfahrungen gemacht, diese sind ebenfalls relativ leicht und sehr tragfähig und würde auch vom Finish sehr gut zum Tak passen. Ein ca. 3kg Gegengewicht würde hier für den TSA ausreichen. Die Einrichtung mit GOTO ist hier minimal komplizierter als bei der ROWAN aber nicht tragisch und die gäbe es auch ohne GOTO, die ist mal schnell hingestellt und einsatzbereit. Rutschkupplungen haben die Vixen auch. Das ist aber m.E. auch ehr Standard, bei Losmandy gefällt mir die Verarbeitung und die Gemini Steuerung, weniger gut ist der Kabelsalat, der der schnellen Einsatzbereitschaft auch nicht zuträglich ist.

Wenn es besonders einfach und stromlos bleiben soll wäre auch noch eine Rowan AZ75 oder AOK Swiss Ayo eine Option, dann allerdings mit rein manueller Nachführung. Auch hier braucht es kein Gegengewicht. Und in der gleichen Kategorie aber exotischer ist eine TTS Panther Lite. Die TTS160 wäre m.E. eine Nummer zu groß und komplex für den TSA.

cs Alex
 
Hallo Alex.

Rutschkupplungen haben die Vixen auch. Das ist aber m.E. auch ehr Standard

Interessant, man lernt nie aus. Welche Montierungen wären das?

Aufgrund Deiner Anmerkung habe ich mal eine Recherche mit Google-Gemini gemacht und er wurde tatsächlich fündig, allerdings für Teleskope >= 7kg und mindestens gleicher Funktionalität der Rutschkupplungen nur bei Takahashi (EM200 / EM11).


Gruß Harald
 
welche montierung würde du mir denn für mein mobilen einsatz empfehlen?
oh oh, der Markt für Montierungen ist sehr groß, da mag ich mich nicht so recht festlegen. Was ich aber aus eigener Anschauung sagen kann ist, es gibt hinsichtlich der Verarbeitung und der Machart schon gewisse Unterschiede. ICH mag Montierungen aus japanischer Hand, daher z.B. die VIXEN SXD2, die ich nutze. Für den 120mm TAK würde sicher auch die SX2 reichen. Allerdings gibt es diese m.W. nur noch mit dem Wifi-Modul - da müssten sich die wenn vorhandenen Nutzer in Hinsicht auf die Praxistauglichkeit melden. Ich hatte das Glück die SXD2 mit dem Starbook Ten zu erwerben, für mich großartig. Ich mag die SX.. schon deshalb, weil der Motor der Dekl.-Achse mit als Gegengewicht fungiert und ich die Verarbeitung und deren Finish sehr ansprechend empfinde.
Wird auch gerade von einem User hier im Forum auf KA angeboten.

WENN es auch um eine optisch ansprechende Ausstattung geht, also auch für´s Auge sein soll - wie von @praktikant bereits erwähnt, SX und TAK passen gut zusammen, s. Anlage. Für die Praxis ist das aber nebensächlich.


? meine nicht - oder habe ich etwas übersehen?

Generell aber benötige ich diese auch nicht, mit GoTo oder eben die Klemme lösen - seitens der Handhabung 0 Umstand.
 

Anhänge

  • TAK auf SXD2.jpg
    TAK auf SXD2.jpg
    319,6 KB · Aufrufe: 107
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du visuell arbeiten willst, dann ist meiner Meinung nach eine AYO-II genau das Richtige. Sie trägt spielend die Last (selbst ausprobiert) und läuft butterweich. Mit einem vernünftigen Rotpunktsucher solltest Du auch problemlos ohne Goto bzw. Nachführung auskommen. Klar ist auch die Rowan AZ100 eine sehr schöne Lösung, aber ca. Faktor 4 im Preis. Und die AYO-II ist nach wie vor super handlich.

Und wenn Du dann doch merkst, dass Du eine Nachführung haben willst, dann bist Du eh in einer anderen Preisklasse. Aber auch der Aufwand steigt signifikant (Polausrichtung, Stromversorgung, ...)

Ich bin ja lange Zeit nur photographisch unterwegs gewesen und habe mir erst vor ein paar Jahren ein Dobson zugelegt. Natürlich war es am Anfang nicht trivial, die Objekte zu finden. Aber man lernt es erstaunlich leicht, der ganze elektronische Kram ist eher ein Nice-to-Have - solange wir von der visuellen Nutzung sprechen.

Bin gespannt, was es wird ;-)
 
Hallo Dominique.

Generell aber benötige ich diese auch nicht, mit GoTo oder eben die Klemme lösen - seitens der Handhabung 0 Umstand.

Hängt davon ab, was man machen will.


Bei rein visueller Planeten- / Mondbeobachtung finde ich ideal:
1.) Montierung ungefähr nach Norden ausgerichtet hinstellen.
2.) Teleskop händisch auf Planeten schwenken.
3.) Fertig. Wird automatisch nachgeführt.

Keine Einnordung, keine lauten Motorengeräusche beim Schwenken, keine Klemmhebel lösen / festziehen.

Das ist vom Handling wie Alt-Az, nur mit Nachführung.


Goto finde ich für diesen Anwendungszweck suboptimal, weil Einnordung notwendig und (ohne Absolutencoder) die Objekte immer motorisch angefahren werden müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn Du dann doch merkst, dass Du eine Nachführung haben willst, dann bist Du eh in einer anderen Preisklasse. Aber auch der Aufwand steigt signifikant (Polausrichtung, Stromversorgung, ...)

Polausrichtung ist nicht notwendig bei visueller Beobachtung.
Grob Richtung Norden hinstellen und der Planet bleibt 15-30 Minuten im Gesichtsfeld bei 200x.

Stromversorgung ist ein Punkt.
Allerdings relativiert sich das sehr schnell, wenn man eine Taukappenheizung verwenden will, dann brauchts die sowieso.


Eine Alt-Az macht natürlich weniger Aufwand beim Transport und Aufbau, keine Frage.


Gruß Harald
 
Ich bin die Tage im Biete Bereich über eine Avalon Montierung gestolpert, ich meine die kann man ja auch im Alt AZ Modus nutzen. Ob die mit dem Gewicht und Hebel klar kommt, ich denke schon. Die Farbe muss einem dann halt auch passen 😁
 
...der ganze elektronische Kram ist eher ein Nice-to-Have - solange wir von der visuellen Nutzung sprechen.
Moin,

ich bin da anderer Meinung, gerade wenn es um Detailerkennung Mond/Planeten geht.

Grundsätzlich ist es halt bei solchen Beobachtungen sinnvoll wenn das Objekt mittig bleibt und so wenig wie nötig Augenbewegungen erfordert, mit ein rein händischen Nachführung ist das einfach nicht gewährleistet.
Gerade auch bei kleineren GF. und höheren Vergrößerungen hat man dann beim Okularwechsel schnell das zusätzlich Problem dass das Objekt schon aus dem GF. gedriftet ist was weiteres rumfummeln bedeutet.
Insofern ist eine Nachführung eben sinnvoll das man sich möglichst wenig mit der Monti beschäftigt und sich voll und ganz auf die Beobachtung konzentrieren kann.

Andreas
 
Zurück
Oben