TEC Kühlung für DSLR

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NanteAstrophotography_274

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Hi, mal was anderes, da ich jetzt meine neue Astromod DSLR habe, fehlt jetzt die Kühlung. Ich habe schon ein Video gesehen, wo jemand nur TEC Kühler in ein "kasten" der so groß ist wie die Kamera gemacht hat, die Kamera rein, display ausgeschnitten (also den Karton, oder Plastik), das man das display benutzen kann, und ja, die Temperatur sinkte von 25° auf -19.7° was echt schon krass ist. Auch wenn die Temperatur wahrscheinlich trotzdem sich ändern würde, ist das ja egal, deutlich weniger rauschen, für relativ wenig geld.

(Marting Pyott)
Bild_2021-09-08_175551.png



Hier mal ein Dark:

Typisches Rauschen einer DSLR, 10 Minuten, Iso 1600
vorher.PNG


Nach der Installation in der Kühlbox.
-20°C (ob das stimmt weiß man nicht)

10 Minuten, iso 1600

nachher.PNG


starker unterschied meinung, die frage ist, ändert sich trotzdem die Temperatur? wenn man z.b 100 Bilder macht, ist die Temp. ja nicht konstant -20° oder?
oder kann man das am Kühler einstellen, das er die Temperatur auf -20° halten soll?


Liebe grüße!
 
Hallo,
Na ganz so einfach wird das nicht. -45° Temperaturdifferenz ist schon sehr viel und kommt mir unrealistisch vor wenn das Innere der Kiste nicht hermetisch dicht und sehr gut isoliert ist. Auch kommen dann Probleme mit Tau und Raureif hinzu. Die relevante Temperatur ist ja auch die am Sensor, nicht irgendwie ausserhalb der Kamera am kalten Ende der Peltierelemente.

Und natürlich verlierst du mit sowas einige Vorteile der DSLR: klein, leicht, autark, lange Funktion mit ein paar Akkus usw hast du dann alles nicht mehr.
Aber klar kann man sowas konstruieren und auch bauen, da gab es hier im Forum auch schon Threads dazu.

Grüße, Martin
 
Hi, das mit den Akku ist leicht behoben, hab eh ein Netzteil, das mit leicht, gut aber die Box kann man ja immer abbauen,
 
Kann man die Kamera schrotten beim Kühlen? wegen der niedrigen Temperatur?
 
Hallo Nante,
Du hast Dir eine modifizierte DSLR gekauft.
Damit hast Du Dich gegen eine gekühlte Kamera entschieden.
Nun wünscht Du Dir doch eine Kühlung. Jetzt wird’s schwierig.

Die Zwickmühlen beim Kauf von Kameras für Astrofotografie sind wohlbekannt. Der gemeine Astrofotograf wünscht sich für seine Kameras natürlich gern gesehene Eigenschaften wie „großer Sensor“ , H-Alpha-Empfindlichkeit, und Kühlung für lange Belichtungszeiten mit wenig Rauschen.
Eine Kamera, die diese Eigenschaften alle in sich vereint, kostet aber in der Regel viel Geld. Reicht das Budget nicht für alles, muss man auf das Eine oder Andere verzichten. Z.B. auf den großen Sensor, oder eben die Kühlung.

Nachträglich eine Kühlung zu realisieren ist äußerst aufwändig.
Wäre es so einfach, z.B. eine DSLR zu kühlen, dann hätte sich das längst durchgesetzt. Dann hätte das fast jeder hier.
Gelungen ist das bisher nur wenigen Leuten hier, z.B. dem Markus (conehead). Mit viel Aufwand und viel Sachverstand.

Einfach die Kamera in eine -wie auch immer- gekühlte Box zu schaffen, klingt verlockend.
Es verfehlt jedoch ziemlich sicher das Ziel. Denn bei dieser sehr einfachen Kühlung wird lediglich das Kameragehäuse gekühlt.
Die Kühlwirkung am Sensor -und der soll schließlich gekühlt werden- fällt eher bescheiden aus.
So bescheiden, dass es den Aufwand in der Regel nicht lohnt.

Daher wäre es bestimmt keine schlechte Idee, erst mal mit der modifizierten, aber ungekühlten Kamera zu fotografieren.
Konsequentes Anfertigen von Darks, passend zur Temperatur und Belichtungszeit wird Dir sehr wahrscheinlich mehr bringen, als eine selbstgebaute Kühlbox.

CS

Dietmar
 
Hallo Cyyrex,

ich habe mich ja vor einigen Jahren auch mal in so ein Abenteuer gestürzt und eine Box aus GFK-verstärktem Styropor gebaut. Ja es wirkt und gar nicht mal so schlecht. In meinem Fall waren es so um die 28°C unter Umgebungstemperatur die erreicht werden konnten. Im Hochsommer rauscht die DSLR also so viel wie in einer Winternacht.
Aber, das System ist träge und braucht so ca. 2h mit einer KB-DSLR um voll herunterzukühlen, außerdem ist es gewichtsmäßig und von der Verteilung des Gewichtes nicht gerade ein Traum für den Okularauszug und den Gleichlauf einer kleinen Montierung. Ich habe die Box daher eingemottet und werde sie erst verwenden, wenn die schwere Montierung in meiner Sternwarte richtig läuft.
Ich würde übrigens nicht die Box mit einem Sichtfenster ausrüsten, sondern per USB das Diaplay und auch die Kamerabedienung auf ein Tablett auslagern. Tau sollte im Betrieb auch kein großes Problem sein, denn der kühlste Punkt ist immer der innere Kühlkörper. Ich habe ihn übrigens extra hinter das Display der Kamera verbannt, damit er immer etwas tiefer liegt als die Kamera und Tau nicht beim Auftauen auf die Kamera tropft. Allerdings entsteht bei einem geschlossenen System nur sehr wenig Kondenswasser.
Die Kühlbox schluckt übrigens knapp 50W, also nicht gerade der Traum für einen mobilen Fotografen.

Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht und wenn man es macht, dann sollte man besser stationär arbeiten.


MfG

Rainmaker
 
Ja, mobil geht bei mir nichts mehr, bin Stationär :)
 
Es wird mittlerweile keine Box mehr, sonderen den Kühler hinter dem DIsplay.
 
Hi,

als quasi Mitentwickler der DSLR Kühlung hier im Forum melde ich mich mal zu Wort:


Die Box bringt sicherlich oder gerade im Sommer etwas. Aber Du mußt die Box abdichten so das keine Feuchtigkeit da rein kann. Das gilt vor allem für das Bajonett vorne. Ansonsten wird das zwangsläufig beschlagen. Die Idee hatten ja auch schon andere, aber effizient ist das natürlich nicht. Denn der Sensor hat keine Verbindung zum Gehäuse oder auch nur dessen Nähe. Statt dessen ist der Sensor sogar auf Federn gelagert so das Canon bei der Herstellung möglichst einfach das Auflagemaß einstellen kann.

Den Kühler nur hinten auf das Gehäuse machen bringt auch nicht wirklich mehr. Hier siehst Du eine 600D offen:


Wie Du siehst hat der Kollege ein Stück Kupfer zwischen Sensor und Platine eingeschoben und dann um 180° gebogen. Da oben drauf kommt dann das Peltier und der Kühlkörper mit Lüfter. Das wäre der richtige Ansatz. Du siehst aber auf dem Bild auch sehr gut das der Sensor sozusagen frei schwebt.

Gruß Markus
 
so ungefähr würde das bei mir auch aussehen, bloß das die kamera nicht aufgeschraubt wird,

Bild_2021-09-13_213923.png


ob das jetzt soviel bringt wie die kamera aufzumachen, glaub ich nicht. Sollte aber trotzdem ein sichtbaren Unterschied geben.
 
Hallo Nante,

wenn du die Kühlung nur auf das Plastik hinter dem Display klebst, wirst du nicht viel gewinnen. Die Kälte geht dann auf das Plastik und in die Luft dahinter, am Sensor wird wenig davon ankommen.
Somit ist der Effekt relativ gering und ich fürchte auch wenig reproduzierbar. Eine definierte, geringe Temperatur am Sensor bekommst du so nicht und damit stehst du fast wieder vor dem gleichen Problem wie ohne die Kühlung. Ausser du kühlst extrem aber dann wirst du wahrscheinlich mit ganz anderen Probleme zu kämpfen haben. Könnte mir vorstellen das sich Reif an der Innenseite des Gehäuses oder gar den Platinen dahinter bildet.

Just my 2 cent als Elektroniker

Gruß
Andreas
 
Hi, also das ganze ist so aufgebaut: Kupferplatte quasi in diesem Rechteck wo eigentlich das Display wäre, darauf Aluminium, und dann die TEC kühöung und die Peltier kühlung, im Video sieht das eigentlich ganz gut aus, der vorher nachher effekt.
 
Hi,

damit wird sich Eis auf der Innenseite bilden. Versiegle zumindest das Mainboard mit Nagellack und mach auf die Flachbandverbinder etwas vaseline. Das erhöht die Lebensdauer ungemein.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen, ich hoffe man nimmts mir nicht übel, wenn ich mich mal akademisch zu dem Problem äußere: vielleicht hilft es bei den Überlegungen.
Das große Missverständnis beim Thema „kühlen“ kommt da leider sehr oft zum Vorschein, insbesondere weil es kühlen eigentlich gar nicht gibt, niente, nix - jedenfalls nicht in dem Sinne wie man von Erwärmen spricht. Es gibt also physikalisch keine Kälteausbreitung. Was beim Kühlen passiert ist der Transport von Wärme an eine andere Stelle.
Das ist auch ein Grundsatzthema beim TEC Element. Durch das Hinzufügen von Energie wird eine Temperaturdifferenz erzeugt. Es wird Wärme von der einen Seite auf die Andere gepumpt. („Wärmepumpe“) Weil Energie benötigt wird ist die warme Seite zusätzlich belastet.
Das beste ist den TEC immer direkt - ohne Masse die mit-„gekühlt@ werden muss an den Chip zu bringen und die Wärme effektiv in die Umwelt zu bringen - und gleichzeitig dafür zu sorgen (isolieren, dämmen), dass möglichst wenig Wärme nachströmen kann. Mit wenig Masse ist der TEC auch am effektivsten.
Zusätzliche Blöcke aus Alu, Cu usf. bedeuten mehr Verlust und mehr Energiezufuhr.
Wenn ein Metallblock unter die „kalte“ Seite kommt, ist der auch am kältesten. Da Kälte jedoch nicht zum Warmen „fliiesst“ , und Luft ein guter Isolator ist, ist sowas hinten am Plastik sehr sehr ineffizient.
Das Konzept von Conehead mit einem sehr dünnen CU Blech den kürzesten Kontakt zum Chip herzustellen, ist IMHO das Beste, was man machen kann. Cu weil ein sehr guter Wärmeleiter.

Soweit mal ein paar Grundlagen für die weiteren Überlegungen….

Beste Grüße
und CS
Ulrich
 
Hallo! Nach langer zeit bin ich fertig und konnte heute mal testen, normal ohne Külhung war die Sensor Temperatur schnell auf 30 Grad. Mit der Kühlung auf -2 Grad hielt sich das Rauschen in "grenzen" und die Sensor Temperatur stieg von 12 Grad auf 14 Grad.

180s Iso 800

dark ohne.PNG


180s Iso 800

nut jüglunf.PNG
 
Hi, ob das genau ist weiß ich nicht, gibt aber ein Programm das heißt Dark Master, dort kann man Lights und Darks reinziehen und schauen wieviel Temperatur der Sensor hat ;)
 
Ich nutze immer Astrophotography Tool. Das liest gleichzeitig beim Belichten die Sensortemperaturen mit aus und notiert sie direkt im Namen des jeweils gespeicherten RAW Bilds. So hat man bei jedem Bild die exakte Temperatur mit dazu. Ich mach das Hobby selbst erst gute 4 Monate, aber hab es immer nur damit gemacht und so sind auch die Darks mit der DSLR eine Leichtigkeit, was Temperatur angeht.

CS
Matze
 
1. Problem:

War unten und wollte statt Darks machen, mal Soul nebel machen, und dort ging nichts. also Kühlung schon, sobald die Kamera mit USB verbunden war flog die ganze zeit raus die Verbindung, als würde man den USB raus und reinstecken die ganze zeit, wenn Kühlung aus ist dann geht das alles ohne probleme
 
Wenn der TEC über Schaltregler angesteuert wird, kann das sehr viele elektromagnetische Störungen verursachen. Das stört USB unter Umständen ziemlich - und ggf auch andere Empfänger.
Ich würde eine PID Steuerung des TECs oder umfangreiche Entstörmaßnahmen empfehlen.
CS Ulrich
 
Als ich alles abgebaut habe nochmal oben getestet dort ging's..
 
Als ich alles abgebaut habe nochmal oben getestet dort ging's..
 
dann ging es ja schon zweimal……:)
 
1. Problem:

War unten und wollte statt Darks machen, mal Soul nebel machen, und dort ging nichts. also Kühlung schon, sobald die Kamera mit USB verbunden war flog die ganze zeit raus die Verbindung, als würde man den USB raus und reinstecken die ganze zeit, wenn Kühlung aus ist dann geht das alles ohne probleme
Moin,

dann hast Du irgendwo sicherlich eine Masseschleife. Das kommt z.B. getrennte Netzzteile von Notebook und Kamerastromversorgung. Dadurch hast Du an Masse verschiedene Potentiale. Oder auch einer Massebrücke zwischen Deiner Kühlung und der Kameramasse usw.

Gruß Markus
 
Lag an Windows Update. Hab's zurück genommen jetzt geht's wiedrr
 
Wie kann sowas sein? vorallem da es ja nur die Kamera betrifft..
 
Geht doch nicht.. Jetzt gehts selbst wenn die Kühlung aus iust nicht
 
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