Teleskop als Geschenk...schwierig...

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Hallo Dennis,

wenn du bei Astroshop bestellen solltest, gibt es da auch eine Sternkarte und etwas Literatur dazu, so war es vor ein paar Jahren jedenfalls.

Als Kartenwerk absolut zu empfehlen ist noch der Deep Sky Reiseatlas aus dem Oculum-Verlag. Als Zubehör ist noch eine Lampe mit Rotlicht (z.B. Stirnlampe) ebenso sinnvoll wie Thermounterwäsche.

CU
Klaus
 
Hallo Dennis,

ich mach dir jetzt mal etwas Mut. Mit keinem der von dir ausgesuchten Teleskope würdet ihr etwas falsch machen. Beide Teleskope haben ihre eigenen Vorteile.

Als Beispiel um die einzelnen Vorteile zu erklären, nehme ich mal den Fall, daß ihr zur Abwechslung auch mal mit dem Teleskop auf ein Feld rausfahren wollt.

Transport:

Der Dobson ist viel schneller zerlegt, im Auto verstaut und nachher betriebsbereit wieder aufgebaut. Er nimmt jedoch im Auto vergleichsweise viel Platz weg.

Beim Explorer muss man hingegen die Montierung komplett zerlegen und nachher für das Beobachten erst mal wieder zusammensetzen, austarieren und einnorden. Selbst wenn man schnell ist verbraucht man dafür knapp 'ne halbe Stunde. Dafür passt er aber zerlegt in eine entsprechend gepolsterte Sporttasche.

Objekte Aufsuchen und verfolgen:

Beim Dobson ist das Ausrichten auf die zu beobachtenden Objekte sehr einfach. Drüber her gucken, links, rechts, hoch, runter. Mit einem Telrad und dem Deep Sky Reiseatlas ist das erst recht ein Klacks. Das Objekt verfolgen hingegen ist nicht ganz so einfach, da man auf zwei Achsen nachschubsen muss.

Beim Explorer muss man erst einmal die grundlegende Bedienung einer EQ-Montierung verstehen. Hier rotiert man um die RA- und die Dec-Achse. Eingängig ist was anderes. Hat man das Objekt aber im Blickfeld, muss man zum Verfolgen einfach nur noch an der RA-Achse kurbeln.

Beobachten:

Tja, da gibt's nicht viel zu deuten. Öffnung ist durch nichts anderes als noch mehr Öffnung zu ersetzen. Im Dobson sind die Objekte (bei gleichen Okularen) größer, heller und detailreicher. Es ist zwar nicht viel, aber doch zu erkennen.

Fotografieren:

Ohne motorische Unterstützung ist bei beiden nicht viel mehr als Planetenfotografie drin. Mit dem Explorer ist es aber aufgrund der einfachen manuellen Nachführung über die RA-Achse viel einfacher. Außerdem kann man mit dem Explorer erste Schritte in der Deep-Sky-Fotografie machen, wenn man einen RA-Motor und einen Polsucher nachrüstet. Mit einer leichten DSLR und ein bisschen Gefrickel sind da schon Einzelbelichtungen von 30s bis 60s drin.

Für "richtige" Deep-Sky-Fotografie braucht ihr aber sowieso eine stabile Montierung wie z.B.: eine HEQ5 oder EQ6.

Fazit:

Schlussendlich kommt es darauf an, ob und wie lange Ihr auf das Fotografieren verzichten könnt.
 
Hallo Dennis,

die Beilagenokulare würde ich erst einmal verwenden.
Dazu eventuell die Baader Q-Turret Barlow um auch noch höher vergrößern zu können. Ich habe die für meine Astrofotos im Einsatz und bin visuell und fotografisch sehr zufrieden.
Natürlich geht für die hohe Vergrößerung visuell auch ein weiteres Okular so um die 6mm Brennweite.

Zur Planung und Orientierung am Himmel nutze ich die Freeware Stellarium.

Gruß,
Holger
 
Wer mit einem grösstmöglichen - und deshalb auch schwerstmöglichen - dobsonmontierten Teleskop nicht gut zurechtkommt, z.B weil er zum Transportieren nicht die Konstitution, zum Aufstellen keinen geeigneten Platz oder zum Justieren, Aufsuchen und Nachschieben keinen Nerv hat oder keine ruhige Hand, soll angeblich mit jedem anderen möglichen Teleskop auch einen Reinfall erleben?

Was für ein absurder Humbug ist das denn? So ein Bullshit. Erstens trifft das einfach nicht zu. Es gibt viele Leute, die auf eine automatische Nachführung nicht verzichten wollen, die leichter unterwegs sein möchten oder schneller startklar, usw., und die dafür gerne weniger Öffnung in Kauf nehmen. Zweitens gibt es gar nicht selten Leute mit sehr guten Augen, denen das Bild eines grösstmöglichen Spiegels einfach nicht so gut gefällt und die selbst von sündteuren perfekt eingestellten Riesen-Edeldobsons eher enttäuscht sind, z.B. weil sie keine Spikes mögen oder ihnen die Seeing-Anfälligkeit missfällt oder der seitlich gedrehte Einblick sie stört. Drittens wird die falsche Behauptung, es gäbe zum Einstieg keine Alternativen zum möglichst grossen Dobson nicht dadurch richtig, dass sie von verschiedenen Leuten wiederholt wird.

Es ist überhaupt nichts daran auszusetzen, sich an den eigenen Bedürfnissen zu orientieren, und zum Einstieg auch etwas kleineres, aber dafür z B. deutlich komfortableres auszusuchen. Wer z.B. mal Videoastronomie erlebt und mit eigenen Augen gesehen hat, dass da unter aufgehelltem Himmel am Balkon trotz Mondenschein ein kleiner leichter 4, 5, oder 6 Zöller an Galaxien im LiveView Monitor schon deutliche Spiralarme zeigt, wo auch ein schwerer 12 Zöller am dunkelsten Standort sie gerade mal für das blosse Auge erahnen lässt, wird beeindruckt sein. Von der Farbe in Nebeln ganz zu schweigen. Und diese Option ist heute schon finanziell locker in Reichweite für einen Preis, den man für den visuellen Ausbau eines grösseren Dobsons später ohnehin zahlen muss.

CS Nevi
 
Hallo Dennis,

es wurde schon viel erwänt und ich würde mal zu Anfang den Schwerpunkt bei der Aufsuche und dem Finden von Objekten setzen.

Ich gehe in der Folge mal von dem bereits anfangs von dir erwähnten 8" f/6 Skywatcher aus, das war auch (nach vielen Irrungen) mein erstes wirkliches Teleskop mit (Vorsicht!) Suchtpotenzial.

Einen sehr lesenswerten Komplettansatz für Zubehör zum 8" f/6 Dobs findest Du bei Sven:

http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Ich persönlich halte, um bei Sven mal einige Sachen herauszupicken, für Einsteiger sehr viel von einem Leuchtpunktsucher (Red Dot) oder auch einem Rigel-Quickfinder ZUSÄTZLICH zum optischen Sucher.
Dazu ein 2" Aufsuch- und Übersichtsokular um 30/32 mm für runde 5 mm AP und viel Gesichtsfeld (ist ~ sichtbarer Himmelsausschnitt) zum Suchen, Finden und Staunen.
(Nur was man findet kann man beobachten).

Dazu noch z.B. den bereits erwähnten Deepsky Reiseatlas, eventuell noch mit dem

Sarhopper

ein Buch mit dem man gut in das Starhopping als Aufsuchmethode eingeführt wird.

Noch Geld übrig? Okay, Barlow wurde schon genannt, waber wir kriegen auch noch mehr unter.
Das ist übrigens auch noch so ein wichtiger Punkt. So ein 8" f/6 lohnt, über eine Grundausstattung für den Einstieg hinaus, jede Menge gutes und teilweise auch teurer Zubehör. Dir werden also, sollte das Hobby faszinieren, nie mehr die Möglichkeiten ausgehen, sinnvolle Geschenke zu machen.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Klaus,

nur zum Reinschnuppern ist mir eine käufliche Äquatorialplattform zu teuer. Und wenn doch, würde sie in mir den Wunsch zum "fotografieren wollen" fördern. Damit könnte dann das Elend erst recht beginnen. Das kann bei anderen anders sein.

Viele Grüße

Kurt


 
Für mich persönlich geht das händische Nachführen eines Dobsons genauso intuitiv wie das Lenken beim Autofahren. Manchmal gönn ich mir dabei sogar den Spass einem Satelliten der ins Bild fährt bis zum Horizont zu folgen...

Auch mag ich das direkte unverfälschte sehen beim beobachten. Eigentlich gerade das. Will ich auf einem Monitor eine Galaxie mit spektakulärer Farbe und Detailreichtum sehen, brauch ich nicht mal ein Teleskop. Dazu tut's such jedes Internetfähige Gerätchen unter 100 Euro....

So unterschiedlich kann das Empfinden sein. Und so gut sollte jeder seine Freundin kennen...

Gruß Becky
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kurt,

jou genau das Preisargument bei EQ Plattformen sehe ich auch. Daher ärgerts mich ja, dass es so eine vergleichsweise simple Mechanik nicht für jedermann günstig von der Stange gibt. Das mit dem Fotowunsch ist dagegen aber doch sehr individuell. Für Planeten und die erwähntw Videoastronomie sollte eine gut aufgestellte und eingenordete Plattform aber schon einigermaßen gute Dienste leisten.


CU
Klaus
 
Ok. Hat keinen Sinn. War ein nett gemeinter aber vergeblicher Versuch dazu zu animieren einen eigenen Weg zu finden...

Meine Devise ist: jedem das Seine, erkenne Deine Möglichkeiten. Eure Devise ist: jedem das Unsere, denn es gibt nur ein wahres Teleskop und wir sind seine Propheten.

Und wenn ihr doch keine Sekte seid? Was seid ihr dann? Ihr tretet ja schon fast auf wie eine Drückerkolonne, die möglichst vielen Einsteigern Dobsons reindrücken muss :-) Oder sind da Zwangsvorstellungen im Spiel?

Sorry kleiner Scherz. Ich tue Euch sicher Unrecht. Ist ja auch müssig. Aber eine derart undifferenzierte und einseitige "Beratung" ohne die Bedürfnisse und Erwartungen der Betroffenen näher abzufragen hab ich hier an der Sternwarte von unseren Mitgliedern so noch nie erlebt. Sachen gibt's...

Dann hoffe ich mal das die dermaßen Zwangsbeglückte mit dem Ergebnis wirklich glücklich wird und das nicht nur heucheln muss.

CS Nevi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Becky

Das

Zitat von Becky:
Für mich persönlich geht das händische Nachführen eines Dobsons genauso intuitiv wie das Lenken beim Autofahren. Manchmal gönn ich mir dabei sogar den Spass einem Satelliten der ins Bild fährt bis zum Horizont zu folgen...

Auch mag ich das direkte unverfälschte sehen......

ist wirklich sehr schön, aber da rate ich sehr dringend, es bei Überflügen der Internationalen Raumstation mal etwas verfälscht mit einem O III, UHC oder eventuell auch Grünfilter zu probieren. Du siehst geniale Details die ansonsten überstrahlt werden.
Mit meinem 12" Dobs ist das spektakulär.

Ansonsten Jou, wenn händisch gar nicht geht kann man vor einem Verkauf mit geringen Verlusten immer noch eine Plattform versuchen, denn ob gefällt was man zu sehen kriegt ist ja unabhängig davon sicher festzustellen.

Das nächste Thema in Richtung Automation ist GoTo. Unter sehr schlechten Bedingungen können einem auch mit einem 8-Zöller schnell die Objekte ausgehen, auch Starhopping wird da durchaus mal problematisch und man will ja nicht immer weite Fahrtstrecken in Kauf nehmen, oder zu Hause nur Mond und Planeten gucken.
Ich habe das schon unter Halb- bis Vollmondlicht (simuliertes städtisches Störlicht)durchexerziert.
Bei solchen Problemen ist GoTo ein großer, nein der große Schritt nach vorne, aber eben nur dann, wenn das mangels finanzieller Mittel nicht mit Öffnungsschwund einher geht.
Wenn ein Objekt so schwach war, dess man es mit einem 8-Zöller nicht sah wird es eventuell von einem GoTo mit dem jemand gut umgehen kann, aufgesucht und mittig ins Okulargesichtsfeld gestellt. Nur zeigt es dann ein 6 Zöller eben gar nicht, wenn es im 8-Zöller schon grenzwertig war.
Ich hatte mal so einen 4,5 Zöller mit einigen tausend Objekten in der Datenbank. So was kriegt man fürs Budget des Threadstarters durchaus. Exakt aufgestellt, exakt nach Anleitung kallibriert war mein Gerät im Gegensatz zu vielen gleichartigen mit billiger Technik recht genau, zumindest für die ersten 10 Objekte.
90% der Objekte in der Datenbank sah ich aber nicht oder nur extrem schwach, weil die Auflösung zu gering war.
Mit dem 8-Zöller nebendran habe ich oft genug dann die Position aufgesucht, die vom GoTo-Gerät angefahren worden war.
Tatsächlich war da dann auch das gewünschte Objekt zumindest in der Nähe.
Wieder ist es möglich, hier GoTo oder auch Push-To (Digitale Teilkreise) nachzurüsten und über Handy oder PC zu steiern.

Okay soweit, für Leute die kein Bild mehr ansehen, das nicht mindestens durch einen Computer gelaufen und von einem Display oder Monitor dargeboten wird, gibt es auch was.
Prima, auch für diesen Spezialfall sind wir also gerüstet.

Gruß
*entfernt*

 
Hallo,

eine Plattform habe ich mir selber gebaut. Anleitungen findet man im Internet. Aber die Fotografie sollte für den Einstieg nicht im Vordergrund stehen.

Zum Aufsuchen verwende ich ja die Freeware Stellarium.
Erst ziemlich spät ist mir dann aufgefallen, dass bei den Objekten ja die horizontale Position gegenüber Norden und die Höhe in Grad angegeben sind.
Da ich meine Plattform ja Richtung Norden / Polarstern ausrichte, habe ich dann auf dieser mit einem einfachen Geodreieck eine Skala übertragen und auch auf den Höhenrad eine angebracht.

Und was soll ich sagen, das funktioniert super.
Werte aus dem Programm ablesen, raus an den Dobson, einstellen und schon ist das Objekt im Sucher oder mit ein paar kleinen Schwenks zumindest im Aufsuchokular zu sehen.

Gruß,
Holger
 
Ob die Beschenkte mit einem Dobson glücklich wird, kann nur die Beschenkte nach einiger Zeit des Erfahrungssuchens sagen. Aber was hat sie zu verlieren? Schlimmstenfalls Ernüchterung und bei Weiterkauf einen Wertverlust von vielleicht 200 Euro. Zumindest wird sie mit dem Gerät erfahren ob und was sie ggfs. vermisst. Und egal was dabei herauskommt, wenn sie wirklich Feuer gefangen hat sind 200 Euro " Fehlinvestition" zu verschmerzen. Bestenfalls ist sie aber mit dem Dobson sehr gut bedient.

Ich sehe keine Alternative in dem Preissegment, bei dem die berechtigte Chance besteht auf Dauer gut bedient zu sein, und niemand hat mir hier eine genannt....

Gruß Becky
 
Hallo Nevi,

ich bin ganz ehrlich brennend interessiert an deiner Videolösung für 500 Euro und hab da doch gar nichts gegen. Da könnte ich auch mal mehr meine Lieben teilhaben lassen. Nur verstehe ich nicht warum du es nicht konkreter machst. Welche Zutaten bräuchte ich denn da genau?

CU
Klaus
 
Hey Klaus,

schau mal nach "Electronically Assisted Astronomy" oder "Lodestar Live User Guide". Ok, der Lodestar allein kostet 500 Euro, aber wenn ich diese Bilder: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/1305583
sehe, dann kommt man mit deutlich günstigeren Kameras und kleineren Teleskopen durchaus mit dem Livestacking zu "anschaulichen" Ergebnissen. Wie genau man da mit 500€ hinkommen kann, wenn noch gar nichts vorhanden ist, würde mich aber auch mal interessieren...

Hier findest du das recht anschaulich https://www.youtube.com/watch?v=3bC_FMTgacY wobei auch die ASI290 schon einen Großteil des Budgets fressen würde... Aber ich denke mit SharpCap und ner kleineren ASI sollte das auch an einem kleinen Newton/Refraktor funktionieren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

also eine gute Guiding/Planetenkamera tät es da? Was wäre da so der günstigste Einstieg?

Bei deinem Link ist da ja noch ein Filterensemble vor der Monokamera, wenn ich es recht deute. Ein Livestack Bild ist das dann doch nicht, oder?


CU
Klaus
 
Hallo Klaus,

das Bild hier im Forum ist kein Livestack, nein, aber das Youtube-Video! Werde das ganze mal bei Gelegeheit mit meiner ASI120 am kleinen APO testen, kann allerdings was dauern ;-)
 
Zitat von Nevijet:
Wer mit einem grösstmöglichen - und deshalb auch schwerstmöglichen - dobsonmontierten Teleskop nicht gut zurechtkommt, z.B weil er zum Transportieren nicht die Konstitution, zum Aufstellen keinen geeigneten Platz oder zum Justieren, Aufsuchen und Nachschieben keinen Nerv hat oder keine ruhige Hand, soll angeblich mit jedem anderen möglichen Teleskop auch einen Reinfall erleben?

Was für ein absurder Humbug ist das denn? So ein Bullshit.

Das ist doch Quatsch. Der empfohlene 8-Zöller ist doch transportabler als alle paralaktisch montierten Teleskope. Komm jetzt bitte nicht mit dem EQ1 montiertem (oder ETX70) Spielkram.
Ich kann momentan mit einem Dob und einem 100mm Refraktor auf EQ3 beobachten. Der Dob ist leichter und schneller hingestellt, am Himmel zeigt er auch mehr. Aus meiner Sicht spricht nichts für den Refraktor, deshalb nehme ich ihn auch nur für die Sonne.
Dein Videosetup interessiert mich aber auch, erzähl doch mal.
 
Ach was Papperlapapp.

Ein mittlerer 4"FH oder 5" Newton mit GoTo wiegt ausreichend stabil montiert weniger als 10kg, ist Rucksacktauglich, kostet als Aussteller unter 500 und zeigt mit dem richtigen Videocam- Zubehör, das man sich für weniger als 150 aus China schicken lassen kann, viel mehr.

Und das schon allein mit dem kamerainternen Stacking von max ca. 6x5= 30 sec bis die Alt Az Bildrotation zuschlägt, also ganz ohne Computer. Mit Computerstacking, das auch die Drehung wegrechnet, hab ich bisher bis über 5min geschafft je nach Position am Himmel.

CS Nevi
 
Hallo Dennis,

hoffentlich bist du nicht mittlerweile vollkommen verwirrt. Im Grunde hast du ja schon eine gute Vorauswahl getroffen.


Zitat von roh300:
Folgende zwei Modelle sind daher in der näheren Auswahl:
Skywatcher Dobson Teleskop N 200/1200 Skyliner Classic DOB Set
Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD NEQ-3

In deiner Überschrift steht "schwierig". Ich sehe das wie Stephan (superhavi). Es ist nicht (mehr) schwierig, da dir ja schon bestätigt wurde, dass du mit beiden Teleskopen nichts falsch machen kannst.

Ich habe mit sowas ähnlichen wie Option 2 vor ungefähr 25 Jahren angefangen. Das Gerät hat mir viel Spaß gemacht. Ich konnte sehr viel damit beobachten. Wichtig ist aber, dass ein so montiertes Teleskop sehr stabil ist. Sonst macht das keinen Spaß. Von daher hat das Ganze auch ein Gesamtgewicht von ca. 25 kg. Das sollte dich nicht erschrecken, da man ja nicht alles auf einmal tragen muss. Rucksacktauglich, wie Nevi behauptet, ist das aber in keiner Weise! (Ich habe selbst ein rucksacktaugliches System. Das würde ich aber so keinem Anfänger empfehlen, weil unter der Rucksacktauglichkeit leider auch die Stabilität leidet.)

Warum habe ich vor 25 Jahren mit einem Teleskop ähnlich Option 2 angefangen? Dobsons waren zu dieser Zeit noch nicht üblich. Hätte ich heute nochmal mein erstes Teleskop zu kaufen, wäre es genau so ein Dobson, wie du ihn hier schon mehrfach empfohlen bekommen hast. Die Vor- und Nachteile will ich gar nicht mehr durchkauen. Dazu haben andere schon genug geschrieben. Vielleicht präparierst du das aus den vergangenen Beiträgen für dich nochmal heraus.

Beide Teleskope sind gut für den Einstieg. Du musst letztendlich entscheiden, welches deiner Freundin besser gefallen wird.

Gruß
Wolfgang
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Nevi,

Zitat von Nevijet:
Ach was Papperlapapp.

Ein mittlerer 4"FH oder 5" Newton mit GoTo wiegt ausreichend stabil montiert weniger als 10kg, ist Rucksacktauglich,

ich bin weiß Gott kein Dobson-Prediger, aber DAS ist absoluter Humbug!

102xs auf EXOS-2 Goto -> 17,8kg https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/Messier-AR-102xs-460-EXOS-2-EQ5-Goto.html

130er Newton auf obiger Montierung aufgrund des 1,2kg schwereren Teleskops 19kg!

Selbst wenn du den Newton oder den kurzen FH auf eine Alt-AZ-Montierung packst, kommst du niemals mit Goto auf unter 10kg von den 500€ für das Gesamtpaket ganz zu schweigen...
 
Hallo Wolfgang,

leider hat sich da in den letzten 25 Jahren einiges verändert und was damals eine EQ3 war ist heute eine EQ5.
Unter einen 150/750er Newton gehört eine EQ 5 wenn es stabil sein soll, das kann man nicht nur bei den Deepsky Brothers lesen, sondern sogar (was mich wirklich überrascht) aus Bewertungen bei manchen Händlern herauslesen.
Das konntest Du nicht wissen, aber bedenke was sonst noch so an freundlicher Vielfalt von Leuten die vorgeben zu wissen, geboten wird und den Threadstarter ziemlich sicher vertreibt:

Wir wollen ja dem Nutzer der zu dumm und grobmotorisch für händische Dobsonnachführung ist nun nicht mit einer zittrigen und wackligen Monti kommen, deren Nachschwinzeiten seine Geduld und Konzentration überfordern. Anfassen muss man ja das Ding immer noch, zwecks Nachführung an Drehknöpfen und zum Fokussieren.
Da man Nutzerinnen ungern mit fehlender Feinfühligkeit kommt sind sie halt zu zierlich für den gigantischen 8" Dobson, die paar Gramm Ersparnis für die EQ5 mit Stativ bringen da voll die Entlastung.
Oh....Budgetüberschreitung durch passende Monti, von f/5 passenden Okularen pp reden wir mal nicht, naja nehmen wir einen "Vorführer" oder was Gebrauchtes, es lebe die Vielfalt.

Ach nein, wir können ja noch auf viel weniger Öffnung runter und mit einem 130/650er Newton abwärts die EQ3 stabilitäts-, preis- und transportmäßig im Spiel halten.
Jörg sagte schon, dass sich da keine großen Vorteile bezüglich Transport gegenüber einem 8" Dobson ergeben aber selbst wer das ignoriert muss den Öffnungsunterschied in jedem Falle anerkennen.
Außerdem kommen wir spätestens jetzt, aber auch schon beim 150er zu einigen technischen Unzulänglichkeiten vieler Angebote (nicht aller) deren Erörterung den Rahmen des Threads allerdings sprengen würde, also erst angesagt ist, wenn so etwas tatsächlich in die Auswahl kommt.
Kommt das in die Auswahl, dann werde ich Dennis weiter beraten, denn dann wird es kritisch, weil nur noch wenig Brauchbares in diesem Preis-/Öffnungsbereich geboten wird.
Wolfgang, das ist der selbe Murks wie bei den 114/450er nur nicht immer ganz so dramatisch.

Ach nein, Öffnungsnachteile muss man ja gar nicht anerkennen, denn wir können ja mit billigen GOTO-Montis in Kombi mit noch kleineren Öffnungen viel mehr sehen und sogar in Farbe. Videografie, Livecam.
Ich sehe, wie bereits erwähnt, unter ungünstigen Bedingungen (sehr aufgehellte Standorte) GoTo oderPush-To als hilfreich an, allerdings nicht auf Kosten der Öffnung.
Vor allen Dingen sehe ich Motorisierung auf Balkonen und Terrassen innerhalb von Wohngebieten oder gar in/an Mehrparteienhäusern als kritischen Faktor. Die Positionierungsgeräusche (nicht die Nachführgeräusche) sind, selbst bei hochwertigen Montierungen die völlig außerhalb der Budgets (für Gentleman und Co auch völlig außerhalb der Gewichtsklasse für Damen) recht laut in stiller Nacht.
Ich finde da Push-To (also Digitale Teilkreise) deutlich unproblematischer, weil geräuschlos einsetzbar.
Billig-GoTos ala Virtuoso, Nexstar GT und Co zerreißen mit kreischenden Geräuschen derart die nächtliche Stille, dass ich persönlich so etwas nur mit 50 Meter Abstand zum nächsten Nachbarn riskieren würde.
50 Meter, weil geworfene Gegenstände dann ziemlich sicher zu kurz und/oder zu ungenau ankommen.
Nun gut, demnächst gibt es so etwas offensichtlich in fein.
Hier die durchaus kontroverse Diskussion
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1293435/UNISTELLAR#Post1293435

Mein Fall ist das nicht, als Einsteigerempfehlung schon gar nicht und ob man das innerhalb des Budgets aus Billigstteilen und Chinaimporten wirklich reproduzierbar funktionstüchtig, langzeittauglich hingedengelt bekommt ist m.E. eher die Frage für Technikfreaks als für einsteigerberatende Hobbyastronomen.

In der Summe aller Vorschläge und der Auswahl von Dennis bietet für mich der 8" f/6 Dobson unter den bekannten Voraussetzungen die größtmögliche Vielefalt an Beobachtungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten und als Geschenk die größtmögliche Chance auf hohe Akzeptanz.

Gruß
*entfernt*



 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Nevijet:
...zeigt mit dem richtigen Videocam- Zubehör, das man sich für weniger als 150 aus China schicken lassen kann, viel mehr.
Und das schon allein mit dem kamerainternen Stacking von max ca. 6x5= 30 sec bis die Alt Az Bildrotation zuschlägt, also ganz ohne Computer. Mit Computerstacking, das auch die Drehung wegrechnet, hab ich bisher bis über 5min geschafft je nach Position am Himmel.

CS Nevi

Welche Hardware setzt Du da ein? Jetzt hast Du mich echt neugierig gemacht.
Hast Du mal einen Link?

 
Okay dann nochmal vielen herzlichen Dank an alle, erstaunlich wie hilfsbereit hier alle sind, ich habe befürchtet ich werde wie es in vielen Foren ist darauf hingewiesen, dass die Frage schon tausend mal gestellt wurde und ich solle gefälligst danach suchen.

In meinem Warenkorb befindet sich nun:
- Teleskop N 200/1200 Classic DOB
- Drehbare Himmelskarte
- Fernrohr Führerschein in 4 Schritten
- Omegon Premium-Mondfilter 1,25
- UHC Filter 1,25
- Oculum Verlag Deep Sky Reiseatlas
=======================================
€ 478,90

Wenn keiner mehr große Einwände oder Empfehlungen hat würde ich das so abschicken und gerne Bericht erstatten, wie es geklappt hat letztenendes.
Vielen Dank noch mal,
beste Grüße,
Dennis
 
Frag ob Du den optischen Sucher gegen einen Telrad tauschen kannst.

Gruß Becky
 
Hallo Dennis,

so weit, so gut.

In der Folge baue ich Dir ein paar Links in den Text ein (Weiterführung, Begründung, Beispiel).

Ich würde an Deiner Stelle zunächst einmal mehr Wert auf das Suchen und Finden legen als auf die Filter.
Sollte z.B. das Mondlicht zu hell und blendend erscheinen, so kann man dem ganz locker entgegenwirken, indem man auf dem Balkon für etwas nicht blendende Beleuchtung sorgt.
Nebelfilter , also O III und UHC pp wird man später(!!) gerne in 2" Ausführung haben wollen, weil es da ein paar ganz spektakuläre Objekte gibt, die eben nur in großem Feld richtig wirken.

Ich würde also vorrangig einen Leuchtpunktsucher zusätzlich zum optischen Sucher wählen und dazu unbedingt ein Aufsuch- und Übersichtsokular in 2" ausführung, wie sie Sven hier z.B. in seiner günstigen Palette 1 beschreibt. Fast doppelt so großes Feld zu Suchen und Finden gegenüber derm 25er Beilagekokular ist m.E. sehr wichtig.

Den Fernrohrführerschein kann man auch streichen, denn die Fernrohrwahl hast Du getroffen.
Zubehörberatung gibts z.B. hier gratis.
Justageanleitungen findet man besser im Netz, nur ein Beispiel will ich nennen, sehr passend, weil Du das irgendwann erforderliche Justagehilfsmittel welches ich wählen würde noch nicht im Paket hast.
Aufsuchhilfe bietet der bereits erwähnte Starhopper sehr viel besser und/oder aber Du schaust dir mal Programme wie Stellarium oder carts du ciel an, da gibts eines an Freeware.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dennis,

Ok, nicht schlecht aber ein paar Änderungen würde ich tätigen.
Dabei will ich natürlich Deine Budgetgrenze im Blick halten.

Daher Fernrohrführerschein, Mondfilter, UHC Filter raus.
Dafür dazu:
6mm Okular für hohe Vergrößerungen, eventuell UWA Okular.
Oder wie schon einmal erwähnt die Baader Q-Turret Barlow.
32mm Okular, eventuell ein einfaches Plössl 1,25", 2" dürfte das Budget sprengen.

Wichtiger als das 32mm Okular wäre mir das 6mm Okular. Für das Aufsuchen nehme ich selbst ein 25mm Okular obwohl ich auch 32mm besitze. Gerade für Mond- und Planetenbeobachtungen verwende ich z.B. ein 8mm Planetary.
Wenn nur ein weiteres Okular in Frage kommt, würde ich eher das 6mm Okular kaufen. 32mm können ja bei Interesse später noch folgen, dann vielleicht auch in 2". Auch bei dem Nebelfilter würde ich noch warten.

Gruß,
Holger
 
Das soll jetzt kein Störfeuer werden, die Entscheidung ist gefällt, also viel Glück damit.

Trotzdem konnte ich es mir folgendes nicht verkneifen. Da der 8" f/6 Dobson angeblich "die grösstmögliche Chance auf hohe Akzeptanz bietet" und deshalb auch ein "gesuchtes Gebrauchtgerät mit gutem Wiederverkaufswert" darstellen soll, hab ich mal geguckt, wie erwartungsgemäss knapp das Angebot allein bei ebay-kleinanzeigen in den letzten 10 Wochen ausfiel.

Ich hab jetzt auf die Schnelle nur 8" f/6 gezählt und nur Skywatcher, GSO und Orion, also nicht Bresser, Meade, Omegon, Seben, ES, Kson, oder wie die sonst alle heissen und auch nicht andere Anzeigen bei ebay oder sonstwo. Nach über zwanzig Funden hatte ich keine Lust mehr. Fast alles kaum genutzte neuere Modelle. Vorsichtig extrapoliert dürfte ca. jeden zweiten oder dritten Tag, vielleicht auch öfter, irgendwo ein "Unakzeptierter" 8" f/6 in Deutschlands Gebrauchtmärkten aufdobsen. Nicht gerechnet die ganzen Unbenutzten und Vergessenen die in ihrem Dornröschenschlaf in irgendwelchen Abstellkammern abdobsen, wie bei Holgers (und auch einem meiner) Bekannten. Finde ich bei dem überschaubaren Kreis visueller Hobbyastronomen gar nicht so wenig, oder?

Aber vielleicht haben die auch alle nur nicht das richtige Zubehör, oder wollen Aufrüsten weil so ein platzsparendes leichtes Grab und Go Modell denen vor lauter Begeisterung ganz schnell viel zu klein war. ;-)

CS Nevi

 
Hallo Nevi,

bei meinem Bekannten liegt es, denke ich, einfach an Bequemlichkeit. Er lagert das Teleskop im Keller. Das jetzt extra hoch tragen und auskühlen lassen ist dann ein Grund dafür es lieber zu lassen.
Deswegen auch mein Hinweis sich über die Lagerung Gedanken zu machen. Ich habe meinen Dobson ausgekühlt in der Garage stehen.
Hätte ich nur einen Balkon, würde ich mir über einen witterungsbeständigen Unterstand Gedanken machen.
Eventuell noch Rollen unter die Rockerbox schrauben. So wäre der Aufwand den Nachthimmel zu erkunden sehr gering und dementsprechend wird man es auch häufiger nutzen.

Bei meinem Bekannten ist noch Interesse vorhanden. Dazu kommt dann bestimmt noch die Gruppe der Enttäuschten, die einfach zu hohe Erwartungen hatten.

Der Dobson ist dann ein Teleskop von vielen, die dann wieder verkauft werden. Im Verhältnis zu den vielen Wackeldackeln im Einsteigersegment finde ich die Anzahl aber eher gering.

Gruß,
Holger
 
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