joetaiga
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Vor allem erleuchtend ist dann, wie dasselbe Objekt mit unterschiedlichen Teleskopen aussieht, die direkt nebeneinander stehen. Da habe ich schon die ein oder andere Überraschung erlebt. Gerade wenn es an die hohen Vergrößerungen geht, ist groß ist nicht unbedingt besser. Da zählt eher die Qualität.Wichtig wäre es zunächst einmal, durch viele verschiedene Teleskope zu schauen (zBsp. bei einem Teleskoptreffen) um hierbei dann festzustellen, was man selbst mit den größten dieser Teleskope alles NiCHT sieht!
Die Vorteile der SCs sind natürlich klar. Die sind leicht, und die kurze Bauweise mit Einblick hinten ermöglicht ein bequemes beobachten. Das ist gerade wenn man älter wird viel wert. Man kommt in der Regel auch einfach so mit einem Binokularansatz in den Fokus (darüber würde ich bei Mond und Planeten tatsächlich nachdenken, auch wenn das wieder extra kostet). Das System ist geschlossen, man muss sich keinen Kopf machen, dass Dreck und Spinnen rein kommen. Aber die Dinger haben natürlich auch Nachteile.
Da es noch keiner erwähnt hat...für Mond und Planetenfotografie sind die Teile sehr gut geeignet. Für Deepsky Fotografie nicht. Selbst mit Reducer hat man mit dem 9,25"er noch gut 1,5m Brennweite und die Optik ist dann trotzdem noch langsam + den ganzen Transmissionsverlusten. Ohne Vollformat hat man nur ein kleines Feld. Aber Vollformat geht mit dem Reducer meines Wissens nicht. Jetzt kann man natürlich stattdessen große Pixel nehmen. Das gibt es im APS-C Format aber nicht mehr im Consumerbereich. Außer in Nächten mit außergewöhnlichem Seeing kann man die Brennweite nicht nutzen. Das Bild ist flau. Dazu bleibt es dunkel, man muss ewig belichten. Das muss die Montierung mit der Brennweite und dem Hebel erst mal können. Die muss dann schon DEUTLICH überdimensioniert sein und gut laufen. Die einzige Option, die einem bleibt, ist eine große und schwere Montierung zu kaufen und dann mit einer nochmal ziemlich teuren dezidierten Astrokamera mit Binning aufzunehmen. Ja, das geht auch irgendwie und es gibt sicher jemand, der damit gute Bilder macht. Aber da muss man schon wissen was man macht, damit da was vernünftiges bei raus kommt. Einfach die Systemkamera rein hängen, hat da seine Grenzen.
Bevor ich mir sowas wie den Seestar kaufen würde, würde ich eher auf das Pegasus Smarteye sparen. Das kannst du in jedes Teleskop stecken und da hast du es in der Hand, ob das Bild gut oder schlecht wird. Ich habe ehrlich gesagt noch nie ein Astrofoto gesehen, das mit einem Seestar aufgenommen wurde und von dem ich gesagt hätte, dass das gut ist. Da sehen immer die Sterne nicht schön aus, die Optik ist winzig und das kombiniert mit einem kleinen Sensor. Klar für den Preis ist es ok. Aber was gescheites ist anders. Wenn du sowas willst, kannst du dir auch deine Planetenkamera nehmen und in einen etwas besseren Sucher stecken. Das kannst du dann über das Laptop genauso gut live stacken und zuschauen. Außerdem kann man durch das Smarteye auch durch schauen. Das kann man beim Seestar nicht.

