Teleskop und Okulare Neueinstieg

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Cool danke!
Ich meinte auch nicht zum Teleskopkauf, sondern eher zu allem anderen :D also Teleskop einstellen und Objekte finden und sowas.

Was ist denn der Unterschied zwischen dem Deep Sky Reiseatlas und dem Deep Sky Reiseführer bzw. welcher wäre besser für mich geeignet?

Beste Grüße
L.
 
Der Reiseatlas ist eine Stetnkarte, die hilft Objekte zu finden, der Reiseführer beschreibt die Objekte recht ausführlich...

Gruß Becky
 
Hallo Sabrina,

Du siehst, es heist bei diesem Hobby nicht "oder" sondern "und".
Ich gebe zu, ich sammle derartige Literatur etwas; mir gefallen z.B. Sternatlanten etc. einfach, weil jeder etwas andere Schwerpunkte/Vorteile hat. :smiley61:

=> Deepsky Reiseatklas, Deepsky Reiseführer braucht man natürlich auch. (Wer hat die eigentlich nicht? ;) )
Idealerweise noch kombiniert mit der Drehbaren Sternkarte (auch vom Oculum Verlag). Die drei "Werke" referenzieren aufeinander und sind somit "voll kompatibel".

Der Deepsky-Reiseführer etc. setzen aber tendenziell voraus, dass Du handwerklich voll durchblickst und erläutern beispielsweise kaum mehr, welche Bild-Orientierung ein Teleskop-Typ warum liefert, wann welches Okular, was der Unterschied zwischen Nebelfiltern, was Schmalband etc. ist.

Die beiden Links, die ich Dir schon gesandt hatte, gehen mehr auf das Handling ein und erläutern das "Handwerk". Natürlich gehen sie auch auf klassische Beobachtungsobjekte ein und wie man sie findet.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ok, hab mir den Hobby-Astronom in 4 Schritten jetzt bestellt, wirkte auf mich wie das einfachste Werk für den Anfang.

Wie ist "20 Himmelstouren für Hobby-Astronomen" so? Da hat mir die Beschreibung auch gut gefallen.

Muss heute früh ins Bett, hoffe aber, dass ich noch kurz rauskann, um den Saturn durch das neue Teleskop anzuschauen.

Klare Sicht
Ludovica
 
Zitat von Ludowica:
Ok, hab mir den Hobby-Astronom in 4 Schritten jetzt bestellt, wirkte auf mich wie das einfachste Werk für den Anfang.

Wie ist "20 Himmelstouren für Hobby-Astronomen" so? Da hat mir die Beschreibung auch gut gefallen.

...

Klare Sicht
Ludovica

Prima,

Ah, Du meinst "Der Starhopper, 20 Himmelstouren...".

Finde ich genial; hat neben den Touren auch einen sehr guten, tiefer gehenden theoretischen Teil.
 
Hallo Peter,

ich dachte an die 20 Himmelstouren, weil ich es sooo schwer finde, Objekte zu finden, die man mit dem Auge nicht sieht. Wird das da erklärt? Hab auf irgend ner Hobbyastronomenseite gelesen, dass es dafür gut wäre, den normalen Sucher und nen Rotpunktsucher gleichzeitig zu verwenden. Kann mir aber nur schwer vorstellen, wie das funktionieren soll, wie gesagt, ich kriegs überhaupt nicht hin, den Rotpunktsucher so einzustellen, dass er dasselbe wie das Okular zeigt. Mit dem normalen Sucher komm ich grad super zurande - habs hinbekommen, dass er dasselbe zeigt wie das Teleskop - sichtbare Objekte finde ich sofort. Hab sogar schon ein Foto vom Mond durchs Okular hinbekommen. Saturn war auch gleich im Bild und Vega und Arcturus haben schön gelodert, wie kleine Sonnen.

Mir war schon klar, dass ich mit dem Zoom und der Barlow quasi alle Okulargrößen abgedeckt hab, allerdings stört mich die Qualitätseinbuße durch die Barlow schon sehr.
Deswegen hätte ich für die maximale Größe und ein weiteres Gesichtsfeld schon gerne noch Einzelokulare. Für das vergrößernde würd ich auch etwas mehr ausgeben. Ich denke auch, dass allein schon das Zoom nicht die beste Bildqualität abgibt. Ich seh ab und und zu gebrauchte von Hyperium - taugen die was?

Ich würd soooo gerne mal nen Nebel oder ne Galaxie finden. Gibts noch irgendwelche Tipps Eurerseits? Oder irgend ein [zensiert]ensicheres Objekt, das selbst ein Affe mit nem kleinen Teleskop finden würde?

Ganz liebe Grüße
L.
 
Hi!
Zitat von Ludowica:
weil ich es sooo schwer finde, Objekte zu finden, die man mit dem Auge nicht sieht.
Dafür ist dann die Verwendung eines ordentlichen optischen Suchers zusammen mit einem Atlas, der Ausschnittsvergrößerungen bietet, hilfreich. Mit einem guten 6x30 (Skywatcher) und den Karkoschka findet man schon einige Objekte. Ein Rotpunktsucher hilft, den optischen sicher auf einen Stern einzustellen, welcher in der Ausschnittsvergrößerung vorhanden ist,

ich kriegs überhaupt nicht hin, den Rotpunktsucher so einzustellen, dass er dasselbe wie das Okular zeigt.
Entweder hat der Sucher einen zu kleinen Einstellbereich oder die optische Achse des Hauptteleskops ist zu sehr gegenüber dem Tubus verkippt.

Mit dem normalen Sucher komm ich grad super zurande - habs hinbekommen, dass er dasselbe zeigt wie das Teleskop - sichtbare Objekte finde ich sofort.
Dann solltest Du Dir der Karkoschka ("Atlas für Himmelsbeobachter") zulegen - sichtbaren Stern aus einer passenden Ausschnittsvergrößerung im Sucher einstellen, dann Starhopping anhand der vergrößerten Karte und dem Anblick im Sucher.

Ich denke auch, dass allein schon das Zoom nicht die beste Bildqualität abgibt. Ich seh ab und und zu gebrauchte von Hyperium - taugen die was?
Es handelt sich wohl um das Baader Hyperion, und das taugt eine Menge!

Ich würd soooo gerne mal nen Nebel oder ne Galaxie finden. Gibts noch irgendwelche Tipps Eurerseits? Oder irgend ein [zensiert]ensicheres Objekt, das selbst ein Affe mit nem kleinen Teleskop finden würde?
Nebel: M42, mußt nur etwas warten. Wenn man weiß, wie es geht, ist auch M27 recht simpel.

Galaxie: Der Kern von M31 ist recht leicht zu erwischen und leitet zu M32, ansonsten würde ich M81/82 und M51 vorschlagen. Leichter geht leider zur Zeit kaum.

[zensiert]ensicher: außer M42 auch h+chi Persei, sofern der Himmel dunkel ist. Der Doppelhaufen ist dann mit bloßem Auge zu sehen. Im Winter ist M41 absolut [zensiert]ensicher, sofern man nicht zu weit nördlich wohnt. Der Sternhaufen liegt einige Grade südlich von Sirius. Die Plejaden - Messier 45 - sind ebenfalls locker zu finden, aber etwas ausgedehnt.

Im größeren Sucher eines gut aufgestellten Teleskops mit parallaktischer Montierung: Col399 - Instrument auf +20° Deklination stellen, durchs Sommerdreieck schwenken. Wenn Du einen Kleiderbügel erkennen kannst, hast Du das Teil gefunden. Ist ein Objekt fast nur für den Sucher.

Es gibt ein paar Doppelsterne, die nicht schwer erreichbar sind: Albireo, epsilon Lyrae und Alamak.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Ludovica,
mir hat vor zwei Jahren als ebenfalls Einsteiger mit einem 8" Dobson die Drehbare Sternenkarte unglaublich geholfen. Am Anfang wars immer schwer die Sternbilder zu "sehen". Manchmal habe ich nichtmal viel mit dem aufgebauten Teleskop ausm Garten raus beobachtet, sondern einfach probiert die Sternenbilder zu finden und auch ein wenig einzelne markante Sternkonstellationen abzuspeichern. Mein erster Nebel war dann der Orionnebel, wohl der einfachste planetarische Nebel, allein schon weil er sehr leuchtkräftig ist. Momentan sollte früh morgens der Orion sichtbar sein, kann ich aber nicht bestätigen, ist nur so aus der drehbaren Sternenkarte abgelesen. Und auch hier kommt diese Karte wieder als schnelles Übersichtswerkzeug zum Einsatz. Vielleicht hilft dir das ja, probieren kannst du es ja mal.
Wünsche dir viel Spaß weiterhin und bleib dran!
Grüße,
Raphael
PS: Meistens sind in der drehbaren Sternenkarte auch einige helle planetarische Nebel, Kugelsternhaufen und Galaxien eingezeichnet. Da hat mir am Anfang auch zusätzlich geholfen.
P.PS: War wohl jemand schneller wie ich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ok vielen Dank, ich versuchs mal mit diesen Objekten.

Hatte mir das mit der Sternkarte schon überlegt, aber mobile observatory zeigt mir den Himmel inklusive Sternbilder ja im Livemodus wirklich genau so an, wie er grade ist und attraktive Objekte fürs Teleskop werden auch angezeigt. Kann mir kaum vorstellen, dass die Sternkarte da einfacher ist.


Ne parallaktische Montierung hab ich ja mit dem Dobson nicht mehr. Ist aber auch einfacher so als Anfänger.

Für den Ringnebel hab ich mir z.B. genau angeschaut, wie ich mich an den Sternen von Vega entlang orientieren muss, mit dem Teleskop seh ich da aber dann so viele Sterne, dass ich die Orientierung verliere.

Liebe Grüße
Ludovica
 
Hallo Ludovica,

beim Ringnebel ist es so: Sterne, die für das bloße Auge einzeln erscheinen, sind schon im Sucher dann doppelt und man verrennt sich mit den Abständen. Hier gibt es zwei "wahre Schlüssel".

1. Den Sucher penibel justieren, so dass Du wirklich die Mitte vom Mond in der Mitte vom Okular hast, wenn der Sucher auf die Mitte vom Mond zeigt. Denn dann kannst Du auch M57 als etwas unterhalb der Mitte der Verbindungslinie der unteren "Kastensterne" der Leier anpeilen.
2. Übersicht. Man braucht schon ein Okular, mit 1° wahrem Himmelsausschnitt, was zwei Vollmonden nebeneinander entspricht, um genug Toleranz zu haben, um Objekte zu finden.
Bei 1200mm Brennweite kann ein 1,25" Okular maximal einen 27mm großen Ausschnitt aus dem Bildfeld nutzen und kommt auf ca 1,3°. Das Seben Zoom wird bei 24mm höchstens einen 19mm großen Ausschnitt nutzen und kommt auf 0,9° Himmelsausschnitt. Bezüglich der "Fläche" siehst Du damit nur die Hälfte wie mit z.B. einem 32mm Plössl oder 40mm Plössl. Darum ist es schwieriger.

Achte bei der Suche nach dem Ringnebel auf eine Art "düsteres Sternchen". Bei genauem Hinsehen lässt es sich nicht scharf stellen, oder je nach "Auge" siehst Du schon, dass in dem Fleck ein dunkler Punkt ist: Das ist er! Dann den Zoom hochziehen. Beim Newton ist es halt nur so, dass unscharfe Sterne halt alle den dunklen Fleck haben, der geht aber beim Scharfstellen weg. Und ein Punkt ist eben auch, dass Okulare mit schlechter Abbildung am Rand jeden Stern passender Helligkeit am Rand als so einen verschwommenen Flatschen erscheinen lassen.

Ansonsten versuche Dich am Hantelnebel M27. Wenn Du den Schwan erkennst, hier Albireo siehst, und den Pfeil (was unter schlechtem Himmel vielleicht nicht geht) erkennst, dann von Albireo zur Pfeilspitze - oder andersherum -schwenken, und mit etwas Glück rauscht der Hantelnebel durch's Bild. Genauer wird es, wenn Du im Atlas schaust, nach welcher Seite der Nebel von der Linie versetzt steht.

Clear Skies
Sven
 
Cool danke Sven, sowas hab ich gebraucht, das war jetzt schon sehr konkret.

Schwierig machts für mich halt auch das seitenverkehrte Bild, da muss ich immer umdenken und schwenk bestimmt oft unbewusst in die falsche Richtung.

Ja ich brauch unbedingt bessere Okulare, bin mit der Bildqualität des Seben Zooms nicht ganz zufrieden. Gibts denn überhaupt gute Zoom Okulare oder sind einzelne grundsätzlich besser.

Ich schau mal nach nem Plössl.

Viele Grüße
Ludovica
 
Hsallo Ludowica,

ich würde das Bild der fraglichen Himmelstelle aus Stellarium ausdrucken. Vor dem Druck musst du das Bild spiegeln, denn was Du durch das Okular siehst ist durch den Fangspiegel auch gespiegelt. Den Ausdruck musst Du nur noch richtig hindrehen. Ausprobieren, welche Seite des Ausdrucks oben sein muss. Dann ist das was Du durch das Okular siehst, identisch mit Deinem Ausdruck und das dauernde Umdenken entfällt. Den Tubus in die gewünschte Richtung zu schieben, ist anfangs etwas ungewohnt, doch nach kurzer Zeit denkst Du nicht mehr daran.
Drucke also zuerst einmal den Ringnebel mit Umgebung gespiegelt aus. Dann findest Du ihn sofort. Den Maßstab des Audrucks kannst Du an Dein Okular angepasst einstellen.

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo Ludovica,

welchen Sucher hast du eigentlich? Den Standard geradsichtig? Oder einen mit Winkeleinblick? Für den geradsichtigen reicht es, die Karte auf den Kopf zu drehen (Punktspiegelung). Mit Winkeleinblick müsstest du noch eine Seite spiegeln.

Am Anfang hat es mir auch Schwierigkeiten bereitet etwas zu finden (Ist eigentlich immer noch so...).

Ich mache das so:

1. Sucher wenn möglich noch am Tag an einem entfernten Objekt (Kirchturmspitze) einstellen.
2. Ich schaue mir im Astronomieprogramm (Skychart / Cartes du Ciel) an, was man nachts sehen kann (Uhrzeit einstellen). Zu interessanten Objekten drucke ich mir eine Karte aus inklusive eingedrucktem Kreis des Okulars oder Sucher, damit ich weiss was mich im Sucher erwartet. Auf der Karte sollte auf jeden Fall für die Orientierung irgendwo ein heller Stern oder besser Teil eines Sternbildes sein.
2a. Auf dem Ausdruck notiere ich mir noch den Objektnamen, Helligkeit (mag), Typ (Sternhaufen, Nebel, Galaxy usw.) und die Größe. Beispiel: M57, 9,5mag, PN, 80''x60'' (Bogensekunden).
2b. Also nicht so hell, Planetarer Nebel, klein (Jupiter hat derzeit 32''). Mein Übersichtsokular hat ca. 90', also passt da M57 60x mal rein.
3. Am Teleskop versuche ich Licht zu vermeiden, auch Handy und Laptop. Die Karte schaue ich mir mit einer Astro-Rotlichtlampe an (die kann man dimmen...).
4. Ich schaue nun am Himmel nach dem hellen Stern(-bild) auf der Karte
5. Ich ziele mit meinem Telrad, Rotpunktsucher dorthin. Ansonsten mit dem Sucher.
6. Jetzt nehme ich mein Übersichtsokular und versuche die Sterne im Okular auf der Karte zu finden. Bzw. bewege leicht das Teleskop um auffällige Sternmuster in der Umgebung zu finden.

Bei M57 geht das recht einfach, da Wega nicht zu übersehen ist. Drunter sind die beiden "Kastensterne", da in die Mitte reinpeilen, wie Sven schon schrieb.

Drucke dir doch mal eine Karte vom Sternbild Leier aus und versuche M57 zu finden.

Wenn du Wega im Sucher hast, siehst du darunter Epsilon Lyrae, ein doppelter Doppelstern (auch interessant).

Ich nehme auch gerne mal ein 8x40 Fernglas in die Hand und schaue mir die Umgebung des Objektes erst mal "richtigrum" an, um zu sehen was mich im Sucher erwartet (dann auf dem Kopf).

Aktuell ist wohl auch wegen der Zenithnähe der Leier nicht so einfach mit dem Dobson in die richtige Richtung zu schubsen. In welcher Richtung ist "oben"?

Ich denke da hilft nur üben. Nehme erst mal einfachere Objekte, M57 z.b..

Grüße & CS,

Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kurt

Nein - ein Newton spiegelt nicht!
Er hat ja zwei Spiegel deshalb ist das Bild astronomisch orientiert - steht also komplett auf dem Kopf. Ludowica muß also nur die Sternkarte auf den Kopf stellen.
Die heutigen Winkelsucher haben meist ein Amiciprisma - also aufrecht seitenrichtig. Da es auch welche mit Zenitprisma gab/gibt vielleicht am Tag ausprobieren (Nummernschild etc.)

Und ja, Ludowica würde ich ein Zwei - Zoll Übersichtsokular empfehlen.
Es braucht nicht teuer zu sein, 32mm TS oder 36 Baader
Aspheric oder 38 mm TS.
Beim Winkelsucher hilft es, wenn man das Sucherokular etwa in die selbe Richtung schauen läßt wie das Fernrohrokular.
Dann verdreht sich das Bild nicht auch noch.

Klare Nächt wünscht
Felix
 
Irrtum Felix,

der Hauptspiegel dient nur der Abbildung. Wäre eine Kamera im sonst leeren Tubus, empfinge sie ein kopfstehendes Bild das nach einer Drehung um 180° wieder richtig orientiert ist. Dieses wird durch den Fangspiegel einmal gespiegelt, daher muss vor dem Ausdrucken gespiegelt werden. Probiere es aus!

VIele Grüße

Kurt
 
Hallo Kurt
Hast Du schon mal den Mond (oder Plejaden oder andere markante Strukturen) durch den Newton fotografiert? Oder nur ein Straßenschild angeschaut/fotografiert? Wenn es so wäre, gäbe es haufenweise spiegelverkehrter Astrobilder von Leuten die das Zurückspiegeln vergessen haben.
Im Primärfokus ohne Fangspiegel ist das Bild seitenverkehrt. Du darfst nur nicht den Fehler machen, das Bild auf einem Papier aufgefangen von der Hauptspiegelseite her zu betrachten. Beim Beobachten sieht man das Bild von der hinteren Seite.
Das ganze kommentiere ich auch deshalb, weil man sonst dem Newton eine negative Eigenschaft andichtet, die durchaus kaufentscheidend sein kann. (für mich wäre ein gespiegeltes Bild am Newton inakzeptabel weil man praktisch keine Chance mehr hätte es wieder umzudrehen)

grade Grüße
von Felix
und tun wir die Ludowica nicht ganz verwirren sonst verfliegt sie sich im All und kommt zwei Jahre später total zerrupft wieder nach Hause.
 
Hallo Felix,

denke mal an ein Porro-Fernglas. In den Prismen wird vier mal gespiegelt. Daher bleibt, wie bei jeder geradzahligen Anzahl von Spiegelungen, das Bild richtig orientiert. Eine Eigenheit bei dieser Anwendung ist die zusätzliche Drehung des Bildes um 180°, die man gratis bekommt. Beim Newton wird das Bild nur einmal und damit ungeradzahlig oft gespiegelt. Daher entsteht eine spiegelbildliche Abbildung, die nicht nur richtig zu drehen ist, sondern zusätzlich gespiegelt werde muss, um dem Original zu entsprechen.

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo Ludovica,

wie so vieles kann man auch nicht zu Zoom-Okularen generelles sagen. Die meisten-Zoom Okulare haben allerdings kein gleichmäßiges scheinbares Gesichtsfeld. Achte einmal bei dem Seben Zoom darauf: Mit kleiner werdender Vergrößerung schrumpft das Bild zusammen. Außerdem "rutschen" dann zuvor außerhalb des Feldes liegende Bereiche ins Bild. Das Feld des Seben ist gerade dann recht klein, wenn man Vergrößerungen einstellt, die eigentlich mehr Übersicht erlauben würden.
Die Qualität hingegen hängt sehr am Preis. Ich denke das Hyperion Zoom hat nicht zu unrecht einen deutlich besseren Ruf. Einen sehr guten Ruf hat aber beispielsweise das Pentax Zoom. Sehr speziell sind die beiden Nagler Zoom-Okulare, die für Höchstvergrößerung bei kleinem Gesichtsfeld konzipiert sind. Damit tastet man sich je nach Tagesbedingungen an das Maximum des Teleskop heran. Ganz anders das Speers Waler Zoom 5-8mm. Es bietet bis auf Nuancen konstant ca. 82° scheinbares Gesichtsfeld, also ein "riesiger" Bildkreis. Allerdings vergrößert es schon recht stark, so dass es dabei um recht kleine Bereiche wahren Himmels geht.
Einige "normale" Okulare kann/konnte man durch Umrüsten mit einem Zoomset zu Zooms umbauen. Meistens wurde dann die Randabbildung etwas schlechter, je mehr man sich von der Original-Brennweite entfernte. Sehr beliebt ist beispielsweise das 16mm UWAN im Zoomset, und einige Sternfreunde haben sich sogar teure Nagler oder Pentax zersägen lassen, um die mit einem Zoomset nachzurüsten - eher eine Bastellösung, aber eine mit ziemlichen Potenzial.

Was Du nun eher brauchst ist ein Okular für einen großen Himmelsausschnitt. Hier ist für kleines Geld ein 32mm Plössl schonmal ein Gewinn. Das hat etwa 50° scheinbares Gesichtsfeld Aber ein ca. 24mm Okular mit ca. 68° zeigt denselben Himmelsausschnitt nur etwas stärker vergrößert. Es kostet aber auch deutlich mehr. Das Plössl liegt zwischen 40 und 50 Euro, ein 24mm mit ca. 68 so um 130 Euro - oder auch deutlich teurer, wenn man ein Edelokular wie das 24mm Panoptic von Televue will.

Grundsätzlich ist es so, dass man für eine feste Brennweite eher weniger Aufwand betreiben muss und daher meist mit weniger Linsen auskommt. Das verbessert bei gleicher Verarbeitung den Preis und die resultierende Bildqualität. Jede Linse bringt ja ihre Fehler mit ein.

Jetzt mal zu Deiner Situation: Versuche mal, zu probieren. Ein 32mm Plössl sollte häufig gebraucht zu haben sein. Dann kostet das um 20 Euro plus Versand. Für dasselbe Geld wird man es auch wieder los - kann ja sein, dass Dir die 50° ein zu kleiner Kreis sind. So ein Okular ab 65° oder mehr hat schon eine ganz andere Bildästhetik. Auch das würde sich unbedingt lohnen, kennenzulernen. Gebraucht mit wenig Risiko.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Kurt

Ein Newton hat zwei Spiegelungen. Auch wenn einer hohl und der andere plan ist. Und wie gesagt man kann es prüfen.

Beste Grüße
Felix
 
Hallo Felix,

ich bekenne mich schuldig. Es war ein Denkfehler meinerseits. Es kommt immer darauf an, ob man das abgebildete Objekt von hinten oder von vorne anschaut. Ludowica soll also vor dem Ausdruck des Himmelskartenausschnitts NICHT SPIEGELN. Es tut mir leid, Verwirrung erzeugt zu haben.

Viele Grüße

Kurt
 
hallo

Nix für ungut und sorry, wenn ich ein wenig wie ein "Bildorientierungstaliban" rübergekommen bin.
Ludowica wird sowieso draußen sein und grad die unendlichen Weiten des Alls erkunden.
Brauch ich auch wieder mal aber hier zieht immer so Schlierenzeug durch.

Gute Nacht

Felix
 
Naja, so ganz verstanden scheint mir die Bildorientierung ja denn doch noch nicht, denn die Hyperstar-Astrografen benutzen nur einen Spiegel und liefern trotzden einfach kopfstehende Bilder, die nicht "gespiegelt" werden müssen und haben damit die gleiche Bildorientierung wie beim zweimal gespiegelten Newton- Teleskop.

Grüße

*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dietrich,

beim Hyperstar schaut man das Bild in Richtung Kamerasensor an. Dabei steht das Bild ungespiegelt auf dem Kopf. Wenn wir das Bild mit einem Okular in Richtung Hauptspiegel betrachten, also von der Rückseite, erscheint es kopfstehend und gespiegelt. Bei Ludowica liegt der zweite Fall vor, mit einer zusätzlichen Spiegelung durch den Fangspiegel. Diese zweite Spiegelung hebt die zunächst vorhandene Spiegelung wieder auf.

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo zusammen,

hier ist ja viel passiert seit gestern.
Ich glaub, das mit dem Spiegeln des Himmelsausdrucks ist mir noch zu kompliziert. Ich hab mich grade dran gewöhnt, das Teleskop so zu bewegen, wie ich das Bild ohne Fernrohr am Himmel seh - ist zwar verwirrend, weil die Bewegung durch die Linse dann in die andere Richtung geht, aber ich versuchs jetzt erstmal so.

Hab mir allerdings ein Bild von der Leier angeschaut und das Bild dann auch endlich am Himmel entdeckt - es war sehr klar heute Nacht. Ich wusste also genau, wo ich den Sucher ausrichten will, allerdings hab ich diese zwei schwächeren Sterne dann im Sucher nicht gefunden. Ich verwende den Sucher, der beim Dobson dabei ist und hab ihn meiner Meinung nach echt gut am Mond ausgerichtet - hab ja Vega oder Saturn auch immer sofort im Okular, aber ich finde diese zwei Parallelsterne im Sucher einfach nicht. Versuch ich sie im Okular zu finden, behindert mich das Licht von Vega ein bisschen, die strahlt ja so hell, dass ein richtiger Lichtkreis drumrum ist. Könnte der Mondfilter helfen?

Hier wäre der Rotpunktsucher evtl. besser geeignet - vielleicht versuch ich nochmal, den Sucher auszurichten, war meiner Meinung nach aber schier unmöglich. Wobei ich mich frage, was der Unterschied ist, ob ich jetzt nen roten Punkt oder das Fadenkreuz des Suchers auf die gewünschte Stelle ausrichte.

Hab aber ein paar schöne Fotos und Videos vom Mond gemacht - einfach Handy ans Okular gehalten - klappt besser als ich dachte.

PS: also so wirklich günstige gebrauchte 32mm Plössl finde ich nicht. Gibts da irgendwelche Spezialseiten? Um die 30 Euro gäbs auch ein neues, glaub von Omegon - kann man das nehmen? Gesichtsfeld um 50°. Was ist denn der Unterschied zwischen Plössl und Super Plössl?

Viele Grüße
Sabrina
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ludowika

Wenn Du ein preiswertes Übesichtsokular suchst versuchs mal hiermit:

http://www.astro-professional.de/Zubehoer/Okulare/SWA-Super-Weitfeld-Okular-38-mm

vor zwei-drei Jahren habe ich von der Abbildung her (damals war es noch deutlich teurer) bei diesem Okular am F6-Dobson gute Erfahrungen gemacht. Alternativ kann man auch ein 32er nehmen aber bei dem ist das wahre Gesichtfeld merklich kleiner und es ist im Augenblick nicht zu einem vergleichbar attraktiven Preis zu bekommen.

Sollte sich wider erwarten in den letzten Jahren die Qualität des Okulars drastisch verschlechtert haben so hast Du immer noch die Möglichkeit vom Kauf zurück zu treten.

Dieses Okular zeigt Dir das maximal mögliche Gesichtsfeld was mit dem Dobson zu erreichen ist. Das maximale Feld beträgt damit ca. 2,2 Grad oder fast 4 1/4-tel Monddurchmesser!

Aber noch eine andere Frage. Hast Du probleme bei Deinem Zoomokular mit dem Einblick (Augenprobleme) bei 24MM? Wenn nicht dann sollte es dann auch mit dem 38MM Okular gut klappen.

Gruß Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ludovica,

das mit Schwenks und Bildorientierung wird zur Gewohnheit werden.

Zum Unterschied Sucher und Leuchtpunktsucher: Der optische Sucher liefert mehr Vergrößerung und hat mehr Öffnung als das bloße Auge. Dadurch siehst Du mehr Sterne als mit bloßem Auge und die Sterne sind heller - daher vermutlich auch die Schwierigkeiten, die Sterne zwischen Auge und Sucher zuzuordnen. Nur bei Vega ist es einfach: Das grelle Ding muss es sein.
Der typische 8x50 Sucher hat bei einigen Parade-Objekten den Vorteil, dass man sie im Sucher erkennt. Jupiter hat im Sucher eine Ausdehnung, Saturn ist mindestens länglich, H & Chi sind schon als Sternhaufen zu sehen und M13 als winzig kleines Wölkchen, wenn der Himmelshintergrund dunkel genug ist. Der Ringnebel ist allerdings so klein, dass der nur wie ein blasser Sternpunkt wirkt. Den von einem "normalen" Stern zu unterschieden ist eher sportlich. Und wie schon geschrieben: Dadurch, dass im optischen Sucher mehr zu sehen ist, bemerkst Du, dass die Sterne an den Enden der unteren Linie im Parallelogramm des Sternbilds Leier doppelt sind, obwohl Du sie mit bloßem Auge eher als Einfach-Stern sehen wirst.

Die Sucherausrichtung am Mond sollte völlig reichen.

Clear Skies
Sven
 
Danke für den Link. Ich würde mir das direkt kaufen, hätt aber noch eine Frage: wie ist das denn mit der Vergrößerung? Die ist doch bei nem 38mm Okular sehr gering. Hilft MIR als Anfänger das überhaupt bei der Suche nach z.B. dem Ringnebel viel weiter? Den erkennt man doch mit so nem Übersichtsokular auch nicht, oder? Wenn ich dann das Okular wechsle, hab ich den Überblich möglicherweise wieder verloren.

Entfernungen einschätzen ist mit meinem aktuellen Okular auch so ne Sache - ich hab noch kein Gefühl dafür, wie weit ich von Vega wegschwenken muss, um zu der unteren Linie des Parallelogramms zu kommen. Viel? Minimal?

Noch ne ganz andere Frage: heute Nacht wars recht feucht, mein Teleskop hat geschwitzt. Wegen der Feuchtigkeit wollte ich dann erstmal die Schutzkappe nicht wieder vorne auf die Teleskopöffnung draufmachen, weil die Feuchtigkeit ja dann nicht raus kann - aber drinnen kommt dann halt wieder Staub rein. Wie managed Ihr das?

Mit den Augen/dem Einblick hab ich keine Probleme. Wenn ich den Zoom hochziehe, bemerk ich aber pupillenbedingt wohl den runden Schatten in der Mitte. Der Hintergrund wird dann halt etwas dunkler, aber es geht.

Liebe Grüße und klare Nächte
Sabrina
 
Hallo Sabrina,

habe mal ein Beispiel für die Leier:

Link zur Grafik: https://picload.org/thumbnail/rwprooll/leier2.jpg

Das Bild stammt aus Skychart, eingezeichnet ist das Feld eines 8x50 Suchers (so einer wie deiner).

Habe es schon richtig herum gedreht (ca. 22:00). Wenn du nun Vega gefunden hast sollte der Anblick im Sucher dem Bild entsprechen (die Größe der Sterne entspricht deren Helligkeit).

Anhand der Größe des Kreises kannst du nun abschätzen, wie viel du das Teleskop/Sucher bewegen mußt. Gehe über Zeta Lyrae zu Beta Lyrae. Dann versuche ungefähr die Mitte von Beta und Gamma Lyrae einzustellen.

Im (Übersichts-)Okular sollte nun irgendwo ein nebliges Fleckchen auftauchen, das sollte der Ringnebel sein. Auf das Fleckchen zentrieren und weiter vergrößern.

Grüße und CS,

Martin

 
Hallo Ludovica,

diese ganzen Okulare im günstigen Bereich mit 32mm, 38mm, 40mm und immer ca. 68° sind alle sehr ähnlich, fallen recht wahrscheinlich vom selben Band. Vor einigen Jahren gab es die ganzen Dinger um 80 Euro, inzwischen hat man es geschafft, die Preise wieder hochzuschleichen, vielleicht auch, weil die Dinger nun alle unterschiedlich aussehen.

Ich mache mir um Deine maximale Irisöffnung Gedanken. Was mit 24mm noch nicht auffällt, kann bei 32mm sehr wohl schon stören. Auf 38mm würde ich auf keinen Fall setzen, denn das ist auch unter Deinem von der Stadt aufgehelltem Himmel schlecht, der Himmelshintergrund wird zu grau und dadurch werden Objekte vom Grau überdeckt. Das hilft beim suchen dann auch nicht. Darum lieber aus dem Bereich 28mm bis 32mm.

Die niedrige Vergrößerung hilft Dir, weil Du mehr Himmelsausschnitt siehst. Mehr Toleranz, man fährt nicht so leicht dran vorbei. Das Ziel muss sein, im Such-Okular einen so großen Ausschnitt zu sehen, dass man mit dem Sucher nicht weiter daneben haut, als das Okular Himmel zeigt.
Der Ringnebel ist bei 30x schon als kleines Kringelchen zu sehen - allerdings bei manchen Okularen ist mit f/6 der Randbereich so unscharf, dass alle Sterne da zu Flatschen werden. Erst in der Bildmitte zeigt sich, ob es der gesuchte Nebel ist. Was den unscharfen Bildrand bei Weitwinkel-Okularen angeht, sind die Beobachter unterschiedlich tolerant. Mich stört es sehr, andere sind da aus meiner Sicht völlig schmerzbefreit. Wenn man so drauf achtet, wie ich, kann das ins Geld gehen, bei der Okularbeschaffung. Naja. Welche Optik nun in dem Omegon drin ist - ob es womöglich dieselbe ist, wie im schon genannten Maxvision oder SWA - keine Ahnung. Mir wäre ein Gebrauchtkauf am liebsten - scheinen aber gerade nicht so häufig aufzutauchen. Wie gesagt, wenn das mit der Irisgröße stört, dann einfach wieder zu Geld machen und mit weniger Brennweite einen neuen Anlauf machen.

Noch was: Hast Du am PC mal Stellarium probiert? Du kannst hier die Teleskopdaten und Okulardaten eingeben und bekommst so den Ausschnitt im Okular sehr genau simuliert. Bei bekannten Objekten mit Foto-Wiedergabe des Objekts, was Dir beim Schätzen der Größe sehr helfen wird. Nicht zum Suchen am Teleskop, sondern als Vorab-Übung.

Clear Skies
Sven
 
Hmmmmm,

ausgehend von den genannten 3mm maximale Pupillenöffnung würde Sabrina mit einem 38er WA zwar volles Feld bekommen, aber etwa auf 100 mm Öffnung (bei 1200mm Brennweite) abblenden.
Mit einem 50er FS wird das eventuell etwas seltsam, daher wäre ich eher für runde 30 mm Okularbrennweite, wodurch auf etwa 150 mm Öffnung abgeblendet würde.

Da wir das letzte Woche mall zufällig auf der Wiese mit einem 38er WA an einem 16" f/4,5 Dobs getestet haben kann ich sagen, dass das Bild nicht zu sehr aufgehellt und angegraut erschien. Ganz offensichtlich wirkt der Mechanismus des biologischen Abblendens zumindest teilweise.
Da werden immerhin auch 8,4 mm AP an das Auge geliefert, wenn auch sicher 6-7 mm Irisöffnung vorlagen.

Ich sehe für Sabrina einen Versuch mit ca. 30 mm Okularbrennweite in 2" Steck als guten Ansatz.

Gruß
*entfernt*

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben