Test ADK von Greatstar

Hihi, am Rest arbeite ich gerade und mache aus einem 18" UC Obsession Gummiring einen steiferen Monoring... Eine 7. Stange ist die Lösung, direkt unter dem Fokussierer.
CScMike
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Eine allgemeine Frage noch: warum arbeiten die ADKs (auch die Premium Gutekunst / Greatstar) erst ab f/10 optimal? Werde ich keine Bildbesserung feststellen, wenn ich den Greatstar direkt mit meinem f/7 apo einsetze?
Mit Greatstar im Einsatz, SOLL ich mein apo (es ist ein oelgefulles TEC 140, also auch premium Optik) auf f/10 oder f/14 bringen oder MUSS ich es tun?
 
Zuletzt bearbeitet:
Markus, das ist eine äusserst interessante Information! Das würde bedeuten, man könnte eine recht perfekte Planetenkamera bauen:
Parabolspiegel f/7 könnte man selbst sehr genau herstellen und zwar in voller 1:6 Dicke, Fangspiegel von Antares, Paracorr entfällt da bei f/7 nicht notwendig, Barlow entfällt, Greatstar und dann nur noch eine Cam mit winzigen 1.4my Pixel. Damit die Baulänge nicht zu groß wird legen wir die Öffnung auf 16" fest. Das Ganze auf eine EQ Plattform mit zwei Achs Steuerung und fertig ist die ultimative Planetenkamera!
CS Mike
 
Hi,

ich hab das mal mit 4"f9,5, 5"f7,7, 10"f4,8 und verschiedenen Barlows zusammen mit dem Greatstar ADK getestet.

Während der 4 Zöller mit beinahe f10 auch in Horizontnähe noch gut korrigiert wurde braucht es beim 130f7,7 schon eine Barlow um die gleiche Korrektur zu erreichen. Mangels Alternativen war das eine 2 fach Zeiss Barlow und mittlerweile die AP 2 Zoll Barlow. Am LZOS 152f8 war der Zustand ohne Barlow schlechter, mit Barlow gleich den kleineren Apos. Beim 10 Zoll Newton konnte der ADK mangels Backfokus nicht ohne Barlow verwendet werden, hier kam die Düring Barlow mit Faktor 2,7+ zum Einsatz. Ganz genau kann ich den Faktor nicht bestimmen, da der ADK etwas länger baut als die originale Hülse. Im 10 Zöller ohne ADK sieht wirklich jeder die Dispersion in Horizontnähe. Mit der Düring Barlow war die Korrektur problemlos möglich.

Als Alternativen zu den Barlows haben auch GWKs für den Binoansatz einen ähnlichen Effekt. Hier habe ich den 1,8x Baader GWK in 2 Zoll ohne Komakorrektur im Einsatz an den Apos. Das hat ebenfalls zur vollständigen Korrektur geführt.

Aus den Ergebnissen leite ich ab, dass die vollständige Korrektur der Atmosphärendispersion durch die Faktoren zunehmende Öffnung, schnelleres Öffnungsverhältnis und geringerer Höhe über dem Horizont negativ beeinflusst wird. Beim 6 Zöller war dennoch nur ein leichter Farbsaum zu sehen, es fahlen also nur ein paar Prozent zur optimalen Korrektur.

Ich würde es einfach erstmal ohne Barlow probieren und dann ggf. nachrüsten. Ich würde der Stabilität wegen ein verschraubtes Barlow Element ggü einem Steckanschluss bevorzugen. Clicklock und Schwalbenschwanz geht auch gut.

cs Alex
 
Als Alternativen zu den Barlows haben auch GWKs für den Binoansatz einen ähnlichen Effekt. Hier habe ich den 1,8x Baader GWK in 2 Zoll ohne Komakorrektur im Einsatz an den Apos.
Hallo Alex
War dein Effekt mit GWK aehlich, wie bei einer Barlow Linse oder dasgleiche? Ich meine damit - sind die GWKs von Baader "nur" Barlow oder beruecksichtigt die Korrektur auch die Einflusse chromatischer Fehler wegen Dispersion im (Bino)Glas?
 
Hi,

ein GWK soll ja die chromatische Aberation ausgleichen, die durch den Glasweg des Binokularansatzes eingeführt wird. Auch dieser Fehler wirkt mit zunehmendem / langsameren Öffnungsverhältnis weniger aus. Daher haben Barlows und GWKs einen ähnlichen Effekt, nur eben mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Weitere „Funktionen“ wie z.b. die Korrektur von Koma, die Ebnung des Bildfeldes oder ein paralleler Strahlengang können auch in die Barlows bzw. die Optikrechnung „eingebaut“ werden.

In der Praxis schluckt das viele Glas aber auch einiges an Licht und mit GWK und Bino ist das Bild deutlich dunkler als Monokular. Gute Barlows und auch der ADK fallen da weniger ins Gewicht, im direkten Side by Side Vergleich sieht man es aber durchaus.
Wenngleich moderne Vergütungen und Glassorten das Problem abmildern, sollte man doch darauf achten nicht mehr Glas als notwendig in die Imagetrain einzubringen.
Ein Binokularansatz, ein ADK, eine Barlow, ein Zenitprisma, Weitwinkelokulare haben ja alle eine oder mehrere Funktionen, für die dann eben etwas Licht geopfert oder besser zerstreut werden muss.
Also wenn für die konkrete Anwendung ein ADK nicht notwendig ist, weil das Objekt hoch genug steht, kann man den ADK ja weg lassen, in tieferen Lagen mit zunehmender Öffnung ehr nicht.
Wenn man mit dem Bino ohne GWK in den Fokus kommt und ein langsames System hat braucht man den GWK vielleicht nicht oder man kann den gewünschten Effekt mit einer Barlow erreichen und vielleicht korrigiert die auch noch andere Fehler. Kommt aber halt aufs System an.
Und so weiter…

Welche Elemente der Imagetrain zum restlichen System, zum Objekt, zu den Bedingungen und den eigenen Augen passen muss man letztendlich ausprobieren.

Ob sich ein teureres Produkt lohnt hängt ebenso sehr vom Nutzer ab. Ich finde der ADK tut was er soll und ist dabei wesentlich einfacher zu bedienen als die Modelle mit weniger Keilplatten. Made in Germany finde ich sympathisch und die Qualität passt zu meinem restlichen System. Das ist mir das Geld wert.

Und zum Schluss der Profitipp: man muss ja nicht alles gleich kaufen, im Verein oder beim Teleskoptreffen kann man sich ja vieles vorher mal anschauen und vergleichen.

cs Alex
 
Hallo zusammen
Es ist ganz einfach alles hier zu erklären .
Ich habe beides zur Hand . Einen von ZWO und den Greatstar.
Der Greatstar ist deutlich besser und auch leichter Hand zu haben . Das ist fakt ........
Er ist deutlich teurer . Nun muss jeder selber entscheiden was er will.
Auch wenn der Planet sehr hoch steht macht es Sinn den Greatstar zu verwenden . Gerade bei einer SW Kamera habe ich ein deulich schärferes Bild .
Das sind einfach Erfahrungen die man macht . Ich bin ein Praktiker und probiere es aus .


Gruß Frank
 
Hi Frank, du schreibst" deutlich besser und auch und leichter Hand zu haben" Du meinst er ist einfacher zu bedienen oder meinst du er ist einfacher zu bedienen und liefert ein besseres Bild?
CS Mike
 
Das wär jetzt fantastisch, wenn du Vergleichsbilder zeigen könntest, einmal mit Greatstar und einmal mit dem Günstigen.

CS Mike
 
Ich habe das alles visuell getestet .
Es kann natürlich genau in diesem Moment immer dann wenn ich den adc von zwo benutzt habe schlechtes seeing gewesen sein .
Alles gleichzeitig zur selben Zeit habe ich nicht getestet.
Ich habe an zwei Nächten in 10 min Abstand getestet .
Für mich war es eindeutig.
 
Frank, kannst du bitte genauer beschreiben wie das abgelaufen ist. Welches Objekt in welcher Höhe, bei welcher Vergrösserung, was war besser am Bild, die Farbkorrektur oder die Schärfe, welches Instrument, etc.
CS Mike
 
Mewlon 210
Kamera 462mm und 462mc
Live am Monitor begutachtet
Saturn knapp über dem Horizont
Jupiter45°
Die Schärfe war besser
Farbkorrektur war kein unterschied .
Brennweite unterschiedlich 1,5 X
2X 3X war mit FFC die anderen mit Barlow .
Immer das gleiche Ergebnis .
Deshalb habe ich den ZWO auch wieder verkauft .
Für mich war es eindeutig .
 
Ein Mewlon 210, hat einen Comafehler, der etwa so groß ist, wie bei meinem Dobson, allerdings verwende ich deshalb einen Paracorr.
Der Greatstar und der Gutekunst halten das Bild auf der Achse, was bei deinem Gerät wichtiger sein könnte, da du keinen Komakorrektor verwendest.
CS Mike
 
Hallo Freunde.
Ich habe mich entschieden, einen hochwertigen 2" 2x Barlow zu kaufen, damit mein TEC140 (f/7) mit dem ADK von GreatStar perfekt arbeitet, bei etwa f/14.
Nun - welches model, beim dem ich die Optik vom Gehause trennen kann, waere das beste?
Die Optik als ganzez waere dann: TEC -> Barlow2x -> 2"/T2 Rohr -> ADK -> Baader BBHS T2 Prisma -> Okular, oder TEC -> Barlow2x -> 2"/T2 Rohr -> ADK -> 1,25" Verlaengerungsrohre -> ZWO planetenkamera
 
Hallo MarGor,
2" brauchst du nicht für den ADK, der hat ja nur 17mm freie Öffnung.
Ich würde bei der Barlow eher auf die Adaptionsmöglichkeiten und Korrektor Eigenschaften achten.
Also T-2 Gewinde, Telezentrisch oder möglichst langer Backfocus, evtl. Komakorrektur bei Newton usw.
Gerade der Backfocus der Barlow ist ein nicht zu unterschätzendes Thema nicht jede "hochwertige Barlow" funktioniert mehr bei 100-150mm Backfocus so wie sie ursprünglich mal gerechnet wurde.
LG
 
Hallo,

da stimme ich Quanten zu, 2 Zoll braucht es nicht. Für den APO kann ich die Zeiss/Baader T2 Barlow empfehlen, am besten mit BBHS T2 Zenitspiegel und Baader Zubehör. Der Aufbau: Baader 2 Zoll auf 1,25 Zoll Steckhülse - Barlow - ADK - T2 Schnellwechsler - Zenitspiegel - Clicklockklemme.
Wenn es doch unbedingt 2 Zoll sein soll, kann ich die Astro Physics 2 Zoll Barlow empfehlen. Nachteilig ist hier, dass für eine Verschraubung noch Gewindeadapter notwendig werden. Der Steckanschluss ist bei Monokular und nicht zu schweren Okularen unproblematisch, Bino mit Ehtos wird aber durchrutschen.

Für einen Binokularansatz am Refraktor: Baader 2 Zoll GWK - ADK - T2 Schnellwechsler - Zenitspiegel - T2 Ringschwalbe - Binokularansatz.

Für einen Baader Sundacer II: 2" BBHS Zenithspiegel - 3 oder 4 fach Telezentrik - Sundancer - Clicklockklemme oder T2 Ringschwalbe - Binokularansatz

Für einen Newton: Düring Barlow - ADK - Clicklockklemme Clicklockklemme oder T2 Ringschwalbe - Binokularansatz

So nutze/ habe ich den ADK genutzt. Es gibt ja sehr viele Barlows, welche sich für die Baulänge des ADK + Zubehör eignen und welche nicht ist eine Frage des Probierens.

cs Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, Ich habe mein "sweetspot" in Sachen Planetenaufnahmen gefunden. Ein Satz besteht aus C9.25 (oder C11, wenn es auskuhlen kann) + TMB Barlow 1,8x (von Markus)+ GreatStar ADK (von Steffen) + ASI678C und liefert "ganz gute" Ergebnisse...
 

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Tolles Biid , sieht so aktuell morgens gegen 02:30 aus ?
Markus, das Bild konnte besser sein. Ich muss die Kollimation am C9.25 besser justieren, was in einer Grossstadt nicht immer machbar ist. Aber ja - Die TMB Barlow Linse ist perfekt fuer solche Aufnahmen, wo ich auf (mehr oder weniger) auf f/16-f/18 komme.
Zu GreatStar noch - ich "knipse" die Planeten seit Jahren (es sind / es waren Mak 180/2700, SCT 8/9.25/10/11) und der Unterschied zu den guenstigen Korrektoren von ZWO / Omegon ist auf Anhieb sichtbar. Ber der Komfort an der Kamera in der Nacht und in der Schaerfe / Aufloesung / Kontrast.
Leute - meine Empfehulng!
 
Volle Zustimmung der Greatstar ist ein Geheimtipp
Ich kann das jetzt nach einem Jahr der Nutzung absolut bestätigen.

Es ist schon beeindruckend. Man kann sehen, wie das Planetenbild am Monitor bei der Einstellung des ADK sichtbar besser wird, die Farbränder verschwinden und das Bild wird deutlich schärfer. Neben der hervorragenden optischen Qualität sehe ich auch den Vorteil, dass das Objekt (bei mir sind das die Planeten) bei der Einstellung des ADK auch unverändert in der Bildmitte bzw. in der Mitte des Sensors bleibt und nicht "wandert". Dies ist ja auch der Punkt, auf den man in der Regel kollimiert hat.
 
Nur das glad müsste etwas größer sein sowie einen breiteren Wellenlängenbereich abdecken. Dann wäre es perfekt, aber auch teurer. Bräuchte dann aber auch eine gewisse Nachfrage ...
 
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