Topaz Denoise AI | Seite 3 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Topaz Denoise AI

steffens

Mitglied
Hm, scheinbar sind Menschen doch sehr unterschiedlich empfindlich was Rauschen angeht.
Mich stört der Verlust an Details und Schärfe an einigen Stellen viel mehr als das Rauschen. Bis auf das heftige Rot-Rauschen in Form von roten "Spritzern" finde ich das Ausgangsbild eigentlich besser.
Außerdem fällt mir bei diesem Bild - wie auch schon bei anderen Beispielen vorher - ein diagonales Linienmuster-Artefakt in der Nähe der hellen Sterngruppe unten mittig auf.
Ich würde das Entrauschen auf jeden Fall noch etwas zurücknehmen. Und auf der anderen Seite haben ja die Mond-Beispiele eigentlich gezeigt, dass das Tool auch einiges zur Schärfe beitragen kann. Da wäre nach meinem Geschmack etwas mehr drin gewesen.
Das rote Punktrauschen hat TDAI aber sehr gut in den Griff bekommen. Das wäre mit anderen Methoden - wegen der stark unterschiedlichen Granularität von einzelnen Pixeln bis zu größeren Flecken - wahrscheinlich schwieriger gewesen.

Grüße,
Steffen
 

Daniel_N

Mitglied
Hallo zusammen,

In diesem Video zeige ich euch, wie ich mit Hilfe von Topaz DeNoise AI meine Astro Aufnahmen entrausche und gleichzeitig Schärfe um mehr Details raus zu holen. Wenn man dieses mit bedacht, dezent und mit Hilfe von Masken selektiv einsetzt kann man damit durchaus sehr gute Ergebnisse erzielen welche ich mit keiner anderen Software erreicht habe.

AI ist dabei aber nur ein neumodernes Wort… darauf sollte man nicht allzu viel geben. Da das Programm nur so arbeiten kann wie es von den Programmierern vorgegeben wurde.

Bei der Software DeNoise AI wird mit jedem Regler entrauscht und gleichzeitig geschärft, aber der entrauschen Regler, entrauscht schon stärker als er schärft. Und beim Schärferegler ist das genau anders herum.

Ich kann natürlich verstehen wenn das mache lieber komplett voneinander getrennt hätten.

Auf der anderen Seite, kann ich durchaus auch verstehen warum DeNoise AI das so macht. Würde man zuerst „nur“ entrauschen, würde man bereits viele Details eliminieren. Und durch ein nachträgliches schärfen wären diese womöglich nicht mehr retour zu holen.

Daher macht es durchaus Sinn dies in einem Schritt zu machen.

Ich bin mir sicher die Entwickler haben sich dabei was gedacht und sind mit dieser Methode schneller zu einem besseren Ergebnis gekommen.

Ich habe das Video bereits vor über einer Woche aufgenommen. Damals war gerade die Aktion um 50 USD am laufen.
Mittlerweile kostet es ja wieder mehr.
Dennoch gibts am Ende vom Video einen Rabatt Code der auch aktuell noch funktioniert :)


Schöne Grüsse
Daniel
 

pete_xl

Mitglied
Eine interessante Diskussion, die ich bis heute verpasst hatte. Ich würde das Thema nicht ideologisieren, sondern ganz trocken angehen. Es ist ein Werkzeug wie andere auch. Es hat Stärken und Schwächen wie jede Softwareroutine in diesem Bereich. So wie jedes wirksame Medikament Nebenwirkungen hat. Es kommt m. E. darauf an, es zur richtigen Zeit so gezielt, dosiert und flexibel einzusetzen, dass man von den überragenden Stärken profitiert und die Nebenwirkungen akzeptabel bleiben. Mit dem Programm kann man Ergebnisse erzielen, wie mit keiner anderen mir bekannten Software - aber auch viel kaputt machen. Topaz Denoise bekommt von mir z. B. grundsätzlich keine Sterne zu fressen. Wenn ich TD einsetze, benutze ich für die Sterne einen separaten Layer, den ich später einblende. Und um den vorher zu entrauschten, benutze ich andere Programme wie z. B. Neat Image, NIKDfine oder Camera RAW.

Viele Grüße
Peter
 

ThE_cORe

Mitglied
Hat mal einer versucht vor dem stacken zu entrauschen 🤔 dann kann das stacken Artefakte raus clippen... Nur mal so als Idee

Aber für solch eine Mini Applikation so viel Geld ist überteuert mit und ohne Rabatt, für 10-15 Euro könnt man überlegen. Ich hoffe PS steigt auf diesen marketing schlager "AI" ein bald.
 

pete_xl

Mitglied
Nach meinen Erfahrungen funktioniert TD nur bei vorgestreckten Aufnahmen anständig, also z. B. nicht bei linearen Stacks. Aber die neuere Version hat ja einen Batch Mode. Wäre interessant, das tatsächlich mal auszuprobieren (EDIT: geht doch nicht so einfach, TD nimmt kein fits).

Das mit der teuren "Mini Applikation" sehe ich anders. Rauschen ist beim Strecken wohl der am stärksten limitierende Faktor. Richtig eingesetzt ist TD ein mächtiges Werkzeug und verglichen mit dem, was man sonst so für Hardware ausgibt um bessere Ergebnisse zu erzielen, ist das vergleichsweise sogar billig. Ich habe z. B. meinen Baader 8.5 nm OIII in die Tonne getan, um für zusätzliche 700 € Investition die Halos los zu werden. Diese hatten mich auf dem halben Weg der Bearbeitung komplett ausgebremst.
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo,

ich finde den Ansatz eines AI-Filters in der Tat sehr spannend. Aber wenn ich mir die beiden Mondbilder anschaue, kommt da für meinen Geschmack doch Ernüchterung auf. TopazAI scheint die hellen Bereich, wie z.B. Kraterränder sehr gut zu schärfen, allerdings gehen in den dunkleren Bereichen allerhand Details verloren.
Hallo Sven, das kommt aber auch darauf an wie man die Settings setzt. Es gibt ja die Funktion "Recover original details". Die kann man nach Bedarf ziemlich stark aufdrehen. Am besten Testversion runterladen und selber probieren.
CS
 
Zuletzt bearbeitet:

Miquel Prado

Mitglied
Es ist doch sowieso am Ende Geschmackssache.. Auf jeden Fall kann man festhalten, ist es ein mächtiges Tool das im Bereich Deepsky aber noch Verbesserungspotential hat.

Ich hatte an TOPAZ geschrieben, ihre Software doch bitte auch an Astro (Deepsky)-Bildern anzulernen. Das wurde wohlwollend in die To-do Liste aufgenommen und ich bekam eine sehr freundliche Email als Antwort - Man sei sich der Astrofotografie Kundschaft bewusst und ziehe das in Erwägung.

Nun ob es letzt endlich umgesetzt wird, dürfte auch stark davon abhängen, wie viele von uns sich an TOPAZ mit diesem Anliegen wenden. Also Leute nehmt euch die 2 Minuten und schreibt denen einfach mal. Das wird sie noch mehr für den Astro Bereich sensibilisieren.
CS
 

pete_xl

Mitglied
...Hat mal einer versucht vor dem stacken zu entrauschen 🤔 dann kann das stacken Artefakte raus clippen... Nur mal so als Idee...
...ich hab'ss dann doch mit Ha Daten von M1 probiert. Die fits Dateien habe ich in PI in 16bit TIFs konvertiert und TD dann im Batch Modus auf die konvertierten Dateien angewendet. Dabei alle Regler auf 0 gelassen und Entrauschen auf 1. Low Light Mode auf "an". Für meine ASI1600mmp Dateien braucht TD jeweils 52s auf meinem Rechner. Während der Wartezeit aus Neugier eine bereits entrauschte Datei in PS angesehen. Ein bisschen gestreckt - grausam!

L_Ha_2018-12-25_22-46-03_Bin1x1_240s__-25C_G139-denoiselow-light.jpg


Geht also erwartungsgemäß gar nicht. TD braucht eine Mindestmenge Licht und Kontrast um zu funktionieren. Deshalb strecke ich meine Stacks in APP immer auf 15% Background 3 Sigma, bevor ich entrausche.

Viele Grüße
Peter
 

DieterRei

Mitglied
Hallo liebe Diskutanten,
Entrauscher gab und gibt es wie den berühmten Sand......
Ich betreibe auch "nebenbei" ein wenig Tierfotografie, dabei sind in der Dämmerung auch bei schnellen Linsen manchmal hohe ISOs unvermeidbar und ein Denoiser leistet wertvolle Hilfe, weil kein Mensch auf Artefakte in einer einer entrauschten Hintergrundwiese achtet. Nicht so am Himmel: Die Objekte stehen ohne jede Tiefenstaffelung auf dem Hintergrund. Wer die Objekte betrachtet sieht auch in gleicher Intensität den Hintergrund. Jeder Astrofotograf kennt diese Hintergründe und jede Manipulation fällt sofort auf. Deshalb meine Meinung: Belichtungszeit und gutes Handwerk ist (noch) durch keine AI zu ersetzen.
VG+CS
Dieter
 

pete_xl

Mitglied
Guten Morgen Dieter
...Belichtungszeit und gutes Handwerk ist (noch) durch keine AI zu ersetzen....
...da bin ich bei dir. Aber es ist sicher auch klar, dass der clevere Einsatz von Entrauschungsalgorithmen für qualitativ hochwertige Astroaufnahmen vor allem bei schwachen Signalen unverzichtbar ist. Und weil das so ist, wird hier so intensiv über ein neues Produkt diskutiert. Jeder Schritt nach vorn ist ein guter - auch weil wir ja nicht alle Profis unter dunklen Himmeln sind und auch nicht beliebig viel Belichtungszeit sammeln können

Viele Grüße
Peter
 

Raceskater

Mitglied
Hallo Astrogemeinde,

Ich habe jetzt auch das Denoise AI Tool im Einsatz und es bringt super Ergebnisse wenn der Hintergrund bei Deepsky Bildern etwas verrauscht ist...Gerade bei schwachen Nebeln im Ha Bereich (bei HaLRGB Bildern) heben sich schwache Ha Details noch gut vom Hintergrund ab denn der wird gut geglättet...Nächstes Bild "mit Denoise AI"
M57 mit topaz denoise AI.jpg


Ohne Denoise AI:
M57 ohne DenoiseAI.jpg


Viele Grüße,

Peter K.

www.black-forest-astrophotography.de
 

Raceskater

Mitglied
Hier noch ein Beispiel: M10 vorletzte Woche aufgenommen.

Ohne AI:
M10-ohne-denoiseAI.jpg


Mit denoiseAI

M10-mit-denoiseAI.jpg


Hier sieht man eindeutig das Verhältnis Schärfung/Weichzeichnung. Das Bild ist im "Auto" Modus bei DenoiseAI erstellt worden. Fazit: Wenn man die Schärfung nicht übertreibt ergibt sich ein ausgewogenes Bild mit sattem Hintergrund.
Früher gab es mal NeatImage...im Vergleich zu den Waveletfiltern in Fitswork etc. ist DenoiseAI allen überlegen...was am ähnlichsten ist dürfte das "Smart Sharpen Tool" von CS4/5/6 sein. Was auch ein sehr guter Effekt von denoiseAI ist dass der Kontrast zwischen Background und Foreground etwas gespreizt wir auf einen Hintergrund in RGB von 30,30,30...danach kann man diesen Hintergrund getrost wieder auf 20,20,20 oder auch 25,25,25 runterziehen ohne dass sich der tolle Bildeindruck zu sehr verändert und die Gradientenkurve perfekt links ansetzt !

Viele Grüße,

Peter K.

www.black-forest-astrophotography.de
 
Zuletzt bearbeitet:

Okke_Dillen

Mitglied
Hallo Peter (K),

darf ich mal fragen, wieviele Frames du gestackt hast und bei wieviel ISO? Hintergrund meiner Frage ist, seit ich mindestens 50 Frames stäkke, ist das Entrauschen geradezu ein Kinderspiel. Naja fast ;) Aber um Welten einfacher und befriedigender als vorher.
Mich wundert das Rauschniveau in deiner (un-topaz-ten) M57-Aufnahme ein wenig, man muß nämlich ganz schön draufhalten, um die Halo hervorzuholen. Daß da noch soviel rauscht, verblüfft mich. Ok, ich benutze nur OSC-Kameras, da sieht das freilich ganz anders aus als bei Schmalband. Da kann man nur tief belichten mit vielen kürzeren (max 3min) anstatt wenigen langbelichteten Einzelframes.

Den M10 hast du mit Topaz ja regelrecht gerettet, beide Bilder eigentlich. Der Unterschied ist schon beeindruckend!

Viele Grüße,
Okke
 

eckehardt70

Mitglied
Guten Abend,

habe mir die Testversion geladen und ein wenig probiert, wie sich das neue Supertool auf meine Fotos auswirkt. Ein beeindruckendes Werkzeug was da entwickelt worden ist und man merkt es ja auch am Hype und nicht zuletzt am gestiegen Preis, das das Teil gut ankommt.
Man muss allerdings etwas behutsam an den Reglern drehen, wenn man seine Aufnahme nicht ruinieren will. Letztendlich ist das nicht ganz billige Tool für den behutsamen Feinschliff sehr gut zu gebrauchen. Nachteilig ist die Sternverkleinerung, die das Bild unschön aussehen lässt. Die Sterne werden immer kleiner, egal was an den Reglern eingestellt wird. Auf diesen Nachteil hat ja auch Frank (Frasax) bereits in seinem Video hingewiesen. Frank ist ja auch nicht so richtig begeistert von dieser Software, aber ich denke das seine Bilder qualitativ am oberen Ende sind und was soll die Software da noch verbessern können. Die Sternverkleinerung kann man mit einer Maske in PS verhindern. Irgendein Raster ist auch erkennbar, wenn man das Bild vergrößert. Aber auch darauf wurde bereits hingewiesen. Bei meinen mittelmäßigen Aufnahmen überwiegen allerdings die Vorteile!
Qualitativ hochwertige Rohbilder und Summenbilder kann es aber nicht ersetzen und zaubern kann die Software ja auch nicht.

Anbei noch ein Bearbeitungsversuch mit übertriebener Reglerstellung, um die Effekte zu verdeutlichen. :

2020-06-30_Rosettennebel_Zentrum_Topaz DeNoise AI.jpg


2020-06-30_Rosettennebel_200_Topaz DeNoise AI.jpg


Gruß und CS
Thomas
 

Miquel Prado

Mitglied
Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Sternverkleinerung ist doch ein willkommener Nebeneffekt, nachdem sie zuvor durch das Stratchen aufgebläht wurden. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, nenne ich das.
CS
 

schmitzac

Mitglied
Die Diskussion um Schärfe bei Tops ist wenig fachgerecht, hier fehlt die Grunddifferenzierung zwischen der Ortsauflösung und der Kontrastauflösung. M.E. sieht man keine wesentliche Verbesserung der Ortsauflösung. Ein Beispiel für die Verbesserung der Kontrastauflösumg ist z. B. Die einfache Kontrastanhebumg oder die unscharfe Maskierung. Bei Topas erfolgt eine lokale Anpassung von Tiefen und Lichter / eine lokale Anpassung des Kontrastes, das kann man auch von Hand machen.

Andreas
 

eject

Mitglied
Die Diskussion um Schärfe bei Tops ist wenig fachgerecht, hier fehlt die Grunddifferenzierung zwischen der Ortsauflösung und der Kontrastauflösung. M.E. sieht man keine wesentliche Verbesserung der Ortsauflösung. Ein Beispiel für die Verbesserung der Kontrastauflösumg ist z. B. Die einfache Kontrastanhebumg oder die unscharfe Maskierung. Bei Topas erfolgt eine lokale Anpassung von Tiefen und Lichter / eine lokale Anpassung des Kontrastes, das kann man auch von Hand machen.

Andreas
Hallo Andreas,

natürlich kann man das auch von Hand machen, aber wenn es mit Topaz schneller geht, dann ist das zumindest für mich von Nutzen. Den Einwand mit der Ortsauflösung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die physikalische Schärfe kann ich in der Bildnachbearbeitung nie verbessern, die Bilder sind ja schon mit meinem Teleskop/Objektiv, meiner Kamera und hoffentlich perfekt fokussiert aufgenommen. Alle Schritte, die in der Bildnachbearbeitung den Schärfeeindruck erhöhen, sind doch immer nur (lokale) Kontrast-/Helligkeitsanpassungen.

CS, David
 
Hallo,

ich habe mir eine 30 tätige Testversion von Topaz Denoise AI heruntergeladen.
Es ist bemerkenswert, was aus Bildern, die eigentlich unbrauchbar sind noch herauskommt.

Gruß aus Mittelsten-Thüle
Manfred


Guten Morgen,

ich benutze die Software auch.
Als Berufsfotograf schätze ich die Ergebnisse sehr und habe die Software gekauft.

Wenn man bedenkt, was Astrofotografie einen kostet, fällt die Software nun wirklich nicht mehr auf.
;)

Die Begriffe "AI", "artificial intelliegence, " Künstliche Intelligenz", "KI" werden heute überall auf alles geklebt,
was toll, neu und modern wirken soll, und sich natürlich gut verkaufen soll.
Nicht jeder spezialisierte Algorithmus ist deshalb "intelligent", auch nicht künstlich.
Was drin steckt, wissen wir nicht, und wie es heisst, ist auch nebensächlich.
In den meisten Fällen kann die Software richtig was.

Topaz Denoise erzeugt an meinen Astroaufnahmen aber auch schon mal Bilder des Grauens.
Das liegt zu einem am Fehler vor dem Bildschirm (= Ich) , zum anderen aber auch am Ausgangsmaterial.
Da muss ich mich noch reinfuchsen.

Alles in allem muss ich sagen, dass mich die Software schon überzeugt.
Klar kann man alles händisch machen, und höchstselbst, handmade heisst auch Kontrolle behalten.
Am Schluss zählt das Ergebnis, aber auch die Zeit, die man dazu benötigt.

Viele Grüße
Thomas
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo,

ich denke, Topaz Denoise ist nur ein neuronales Netz. Das ist noch nicht wirklich das, was ich unter KI verstehen würde. Man kann es einfach nur als weiteres Tool anschauen - das stimmt. Und wie alle Tools, darf man es nicht zu stark anwenden und auf Biegen und Brechen alles damit machen, nur weil es geht. Den Fehler mache ich auch immer wieder.
Die Bilder oben sehen aus der Ferne gut aus. Von Nahem sieht mir das aber auch zu künstlich aus, mit einer komischen Struktur und die Sterne sind zwar kleiner aber irgendwie nicht schön. Ich bin da eher bei Frank (Frasax). Im Moment würde ich da noch kein Geld für ausgeben und auf Bewährtes setzen.
Man muß wahrscheinlich Erfahrung damit sammeln und wissen, mit welchen Einstellungen man es bei welchen Bildern benutzen kann. Aber das ist bei anderen Tools ja auch so. Der "schnell und hirnlos"-Ansatz bei der Anwendung wäre dann weg.

Gruß

Heiko
 

schmitzac

Mitglied
Hallo David,

Natürlich kann man auch die Ortsauflösung verbessern, z.b. indem man das Bild auf eine hõhere Matrix interpoliert, man verliert dann aber an Kontrast. Man kann auch Kanten interpolieren.

Auch der Kontrast und nicht nur die Ortsschärfe hängen von der Optik ab. Es gibt scharfe kontrastlose Optiken. Wenn man Sterne verkleinert, ist das auch eine objektbezogene Pseudoverbeserung der Ortsauflösung, die nicht der Wirklichkeit entspricht, aber dem Auge eine angenehme Schärfe vorgaukelt.

Ih der Bildverarbeitung tauchen zahlreiche Unschärfeprobleme auf, die mit diversen speziellen Filtern bearbeitet werden müssen. Daher auch die verschiedenen Filterarten in Pi, die u.a. auch die Objektgröße berücksichtigen. Rauschen braucht eine andere Behandlung als Nebelkonturen. Masken sind erforderlich. Globale Filter können viel zerstören. Man muß grundsätzlich wissen, was man schärfen will und wie der Filter arbeitet.


Gruß

Andreas
 

eject

Mitglied
Hallo David,

Natürlich kann man auch die Ortsauflösung verbessern, z.b. indem man das Bild auf eine hõhere Matrix interpoliert, man verliert dann aber an Kontrast. Man kann auch Kanten interpolieren.

Auch der Kontrast und nicht nur die Ortsschärfe hängen von der Optik ab. Es gibt scharfe kontrastlose Optiken. Wenn man Sterne verkleinert, ist das auch eine objektbezogene Pseudoverbeserung der Ortsauflösung, die nicht der Wirklichkeit entspricht, aber dem Auge eine angenehme Schärfe vorgaukelt.

Ih der Bildverarbeitung tauchen zahlreiche Unschärfeprobleme auf, die mit diversen speziellen Filtern bearbeitet werden müssen. Daher auch die verschiedenen Filterarten in Pi, die u.a. auch die Objektgröße berücksichtigen. Rauschen braucht eine andere Behandlung als Nebelkonturen. Masken sind erforderlich. Globale Filter können viel zerstören. Man muß grundsätzlich wissen, was man schärfen will und wie der Filter arbeitet.


Gruß

Andreas
Hallo Andreas,

danke für die Erläuterung, jetzt ist mir klar was du meinst.

David
 

Daniel_N

Mitglied
Die Diskussion um Schärfe bei Tops ist wenig fachgerecht, hier fehlt die Grunddifferenzierung zwischen der Ortsauflösung und der Kontrastauflösung. M.E. sieht man keine wesentliche Verbesserung der Ortsauflösung. Ein Beispiel für die Verbesserung der Kontrastauflösumg ist z. B. Die einfache Kontrastanhebumg oder die unscharfe Maskierung. Bei Topas erfolgt eine lokale Anpassung von Tiefen und Lichter / eine lokale Anpassung des Kontrastes, das kann man auch von Hand machen.

Andreas
Hallo Andreas,
die challenge nehme ich gerne an. Wenn du willst schicke ich dir eine 16 bit Datei...
Du darfst mit allen Mitteln versuchen die Details herauszuarbeiten.

Hier als kleines Beispiel eine 100% Ansicht vom Kern von M94.
 

Anhänge

pete_xl

Mitglied
Guten Morgen zusammen,

ich sehe die ganze Angelegenheit pragmatisch und Topaz Denoise (TD) einfach als ein weiteres Werkzeug an. Entscheidend für das Ergebnis beim Umgang mit einem Werkzeug ist doch zunächst seine Anwendung auf den richtigen Anwendungsbereich. Mit einem Hammer kann man zwar eine Schraube in die Wand bekommen, aber das Ergebnis ist zweifelhaft. Bei TD kommt es m. E. z. B. wirklich darauf an, wann und auf welche Daten man es anwendet und wie man die das Resultat auf das zu Grunde liegende Bild anwendet .

Dann kommt es bei jedem Werkzeugeinsatz auch noch entscheidend auf die handwerkliches Geschick des Anwenders und auf die Rahmenbedingungen der "Baustelle" an. Manch einer, der mit einem Hammer einen Nagel in die Wand treibt, braucht hinterher einen Wundverband. TD sollte sicherlich nicht als eine "intelligente" Back Box angesehen werden, wo ich ein Rohbild hineinstecken und eine perfekt bearbeitete Version herausholen kann. Es ist kein "no-brainer". TD hat nur ein paar Regler, die für sich allein nur wenig Steuerungsmöglichkeiten bieten. Am besten funktionieren es deshalb in einer flexiblen Arbeitsumgebung wie Photoshop, die vollkommene Kontrolle über die Eingangsdaten für TD gibt und in der man auch Einfluss darauf hat, wie die Ausgangsdaten in das Zielbild einfließen. Um eine solche Entwicklungsumgebung gut auszunutzen braucht es dann auch einen erfahrenen Anwender. Für mich ist TD ein Spezialwerkzeug, kein Schweizer Messer. Richtig eingesetzt, ist es in Bezug auf die Entrauschung und den Zugewinn an Kontrast/Schärfe momentan konkurrenzlos. Falsch oder übertrieben heftig eingesetzt, kann es das ganze Bild ruinieren.

Viele Grüße
Peter
 

pete_xl

Mitglied
Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Sternverkleinerung ist doch ein willkommener Nebeneffekt, nachdem sie zuvor durch das Stratchen aufgebläht wurden. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, nenne ich das.
CS
Hallo Sebastian, die Sterne werden nicht nur verkleinert. Sie brennen unter TD auch sehr schnell aus, verlieren manchmal ihre runde Form und bekommen generell ein unnatürlich steiles Helligkeitsprofil. Kleine Hintergrundsterne sind auch betroffen und das Bild verliert an "optischer Tiefe". Ohne Sternmasken oder andere Methoden zur vermeidung der negativen Effekte auf die Sterne muss man sich mit TD sehr zurückhalten und kann das Potenzial dann nicht voll ausreizen.

VG + CS
Peter
 

Optikus

Mitglied
Moin,

ich denke das wird sich erst lösen, wenn die "AI" auch auf solche Motive trainiert ist. Das ist Fluch uns Segen solcher nichtdeterministischen Systeme, man muss ihnen sagen wohin sie laufen sollen wenn sie ihr Ziel finden sollen.

CS
Jörg
 

Raceskater

Mitglied
Hallo Okke,

Ich hab keine DSLR sondern eine gekühlte CCD verwendet....Moravian G2 -FW....
Es waren 10x25 Minuten BZ im 6nm Halpha Bereich...Luminanzbilder waren es 12x10 Minuten und RGB je 10x4 Minuten...das Ha Bild wurde zu 80% dem Rotkanal beigemischt,..
Die ha Bilder wurden bei -20 Grad am Sensor aufgenommen...rauscht dann auch bei 25 Minuten pro Einzelbild etwas :)
Lg Peter(k)
 

Okke_Dillen

Mitglied
Hallo Peter,

ah ok, danke für die Auskunft!
Einen Versuchsballon mit TD hab ich noch vor mir. Schätze in meinem Workflow würde das TD anstelle des ACDNR (PixInsight) treten, also wenn das Bild bereits gestreckt wurde. Ungestreckt ist ja eher nicht empfohlen bei TD.
Da greift bei mir immer MLT (MultiscaleLinearTransform), nach dessen Einsatz ich (inzwischen!) schon kaum noch das Bedürfnis verspüre, weiter zu entrauschen.
Aber ja, es ist richtig, Arbeit ist das schon, da ist nix mit 1 Knopfdruck und fertig.

Ich weiß allerdings nicht, ob mein Rechner das packt, hab nur nen älteren i7 mit 2,66GHz mit 8 Kernen. Mit 32GB habe ich auch die RAM-Obergrenze bereits ausgereizt. 4GHz werden empfohlen.... 😇

Der Ryzen 3950/32 wäre was, damit flutscht es dann richtig, aber $$$$$$$$$$$$$$ :oops: und dann unterstützt eine moderne HW, die den Prozzi trägt bestimmt nicht mehr mein geliebtes Win7... oder doch?

Viele Grüße,
Okke
 

Stefan_Lilge

Mitglied
Hallo,

ich habe Topaz Denoise AI sowieso, weil es für Tierfotos (oft hohe ISO bei kurzen Belichtungszeiten) teilweise unglaubliche Ergebnisse bringt. Für Astro probiere ich es neuerdings auch bei allen Bildern. Es "funktioniert" für mich allerdings nur bei stark rauschenden Bildern. Wenn das Rauschen eh gering ist, ist Topaz auch bei nach links geschobenen Reglern oft zu stark.

Gerade bei grobem Rauschen bringt Topaz aber Ergebnisse, die ich mit AstroArt nicht hinbekomme. Topaz kann übelstes Gegriesel komplett wegrechnen, ohne echte Details anzugreifen. Das Ergebnis sieht dann zwar viel zu glatt aus, aber ich mittle das Ergebnis von Topaz immer noch mal mit dem Ausgangsbild, das gibt dann natürlich aussehende Bilder mit stark verringertem Rauschen. Wenn mir dann immer noch zu viel Rauschen übrig ist, nehme ich den "Denoise" Filter von AstroArt, der für feines Rauschen sehr gut ist.

Natürlich schaue ich mir das "Vorher/Nachher" genau an, um sicher zu gehen, dass ich keine Artefakte erzeuge.

Genial finde ich auch die Möglichkeit, zu schärfen, ohne dadurch mehr Rauschen zu bekommen. Das ist aber wegen eventueller Artefakte mit Vorsicht anzuwenden (im Zweifel halt immer etwas weniger).

Der Ryzen 3950/32 wäre was, damit flutscht es dann richtig, aber $$$$$$$$$$$$$$ :oops: und dann unterstützt eine moderne HW, die den Prozzi trägt bestimmt nicht mehr mein geliebtes Win7... oder doch?
Hardware ist in der Tat ein Problem, auf meinem Desktop-Computer mit Core i5 (3,4 Ghz Vierkerner) ohne "richtige" Grafikkarte war es unbrauchbar langsam. Habe mir jetzt ein Gaming-Notebook gekauft, der auch nur einen i5er-Vierkernprozessor (i5 9300H) und 16GB RAM hat, aber dafür eine dedizierte Grafikkarte mit 4GB Video-RAM. Das ist zwar nur eine NVIDIA GTX1650, die Grafikkarte scheint aber wesentlich wichtiger zu sein als der Prozessor. Anders ausgedrückt: Nur schneller Prozessor ohne "richtige" Grafikkarte nützt wahrscheinlich auch nicht viel.
 

Optikus

Mitglied
Moin,

ich gehe davon aus, dass die Shader-Kerne die Sache schnell machen, das ist wie immer das Thema mit der Rechnerei, eine gute Grafikkarte mit entsprechender Software überfährt jeden Prozessor. Aber man braucht die Strukturen für den schnellen Datentransfer, sonst kann es seine Fähigkeiten nicht richtig ausspielen.

CS
Jörg
 
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