Vor- und Nachteile Mak vs. SC

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Servus Fabian,

einen Intes 6"f12 Mak haben wir in der Sternwarte, der ist durchaus wesentlich schwerer als der 6"f5 Skywatcher Newton. Im direkten Vergleich der beiden habe ich im Intes eigentlich nie etwas gesehen, was der Newton nicht auch zeigt. Mit TS-Planetarys oder entsprechenden ähnlichen Okularen bist Du abbildungsmäßig beim f5 Newton gut bedient, Panoptiks kommen natürlich noch besser.

CS

Gottfried
 
Hallo,

wenn ich mich für einen Intes Mak entscheide, wird es ja auch der Fünfzöller werden, der wiegt 3,3 Kilo und ist 34 Zentimeter lang gegenüber 5 Kilo Gewicht und etwa 70 Zentimeter Länge beim Skywatcher 6"/f5-Newton. Für die AZ4 wäre das schon sehr grenzwertig, und eine deutlich schwerere Montierung kommt halt aus Gewichtsgründen nicht in Frage, während eine Rockerbox sowohl schwer als auch sehr breit und sperrig ist. Dazu kommt bei einem kurzbrennweitigen Newton wie gesagt das Problem, nur schwer wirklich hohe Vergrößerungen zu erreichen - selbst mit einem 5mm-Oku bin ich beim 6"/f5-Newton gerade mal bei 150x und damit noch in einem Vergrößerungsbereich, den auch der ED zur Not noch schafft. Will ich beim Newton mehr Vergrößerung, muss ich zu extrem kurzbrennweitigen Okularen greifen oder mit Barlows experimentieren, mit allen Problemen, die das mit sich bringt. Der kurzbrennweitige Sechszollnewton mag ja ein schönes Rohr für sehr wenig Geld sein, aber für die Anforderung "Möglichst kompakter, okularunkritischer und justageunanfälliger Spezialist für Mond, Planeten und kompakte DS-Objekte" würde er mir jetzt nicht gerade in den Sinn kommen, eher für genau entgegengesetzte Anwendungsbereiche.

CS,
Fabian
 
Hallo Fabian,

Deine Anfrage richtet sich klar auf eine Entscheidung zwischen SC und MAK. Ich habe die Diskussion mit Interesse verfolgt und entnehme daraus, dass ein MAK zwar schwerer aber unempfindlicher gegen Dejustage ist. Vielleicht kämen ja neben den klassischen SCs und MAKs mit ihrer schweren und thermisch ungünstigen Frontverglasung auch vom MAK abgeleitete Systeme ohne Frontscheibe für Dich in Frage, bei denen die Korrekturlinsen eine Baueinheit mit dem Sekundärspiegel bilden, wie z.B. in den Systemen von TAL (Klevzov-System) und Vixen (Typ VMC)?

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

an ein VMC hatte ich in der Tat nicht gedacht und wusste gar nicht, dass die noch hergestellt werden. Auf Teleskop-Express habe ich allerdings tatsächlich noch das Vixen VMC 200 entdeckt, das deutlich attraktiver als bspw. ein C8 oder großer Mak erscheint: Ein halbes Kilo leichter (Aber immer noch schwerer als ein 6"-Mak), weitaus bessere Auskühlung, kein Spiegelshifting. Könnte ich mir mal durch den Kopf gehen lassen als Möglichkeit, sogar acht Zoll zu erreichen. Andererseits mit über 1500€ so teuer, dass ich dann auch gleich ein paar Monate länger für einen guten Reisedobson sparen kann.

CS,
Fabian
 
Hallo Fabian,

Hast Du schon einmal an einen Selbstbau gedacht? Auch für kleinere Spiegel gibt es Bausätze, so daß z.B. ein 200mm Gerät Rucksack tauglich wird. Ein Öffnungsverhältnis von f5 läßt auch mit preiswerten Okularen hohe Vergrößerungen zu, ich habe oft mit Orthos (12,5 und 9mm) und Barlow (2x, 3x) an meinem 10er (f4,7) Planeten beobachtet.
Den 127er Skymax Mak hab ich selbst, am Planeten befriedigend, Deepsky (mir) zu lichtschwach. Aufgrund der langen Brennweite hab ich die azimutale Montierung gegen eine EQ3-2 getauscht. Das macht das Gesamtpaket nicht transportabler. Der Unterschied zu Deinem ED wird gering ausfallen. Vielleicht kannst Du Dich mal mit einem Mak-Besitzer verabreden und beide Teleskope unter gleichen Bedingungen testen.

Hier noch ein Link zu einem Hersteller von Reiseteleskopen:
Schulten Reiseteleskope
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

nach den TAL Cassegrains habe ich nun gerade recherchiert, der Sechszöller wiegt sechs Kilo, das ist sogar mehr als Vixens VMC-Achtzöller. Nutzung auf AZ4 kann ich damit vermutlich vergessen, und eine deutlich schwerere Montierung kommt halt nicht in Frage. Daher würde ich doch eher bei meinem Plan bleiben: 5"-Mak, am besten den Intes, als hochtransportablen Spezialisten für Mond, Planeten und kompakte DS-Objekte kaufen und dann sparen, um mir für Galaxienjagd in vielleicht zwei Jahren einen ganz meinen Vorstellungen entsprechenden großen Leichtbaudobson hoher Qualität zuzulegen. Wenn ich mir mittelfristig ohnehin einen 10-12"-Leichtbaudobson zulege, macht der kurzfristige Verzicht auf ein zusätzliches Zoll beim Mak als Mond- und Planetengerät das Kraut nun auch nicht fett.

CS,
Fabian
 
Hallo Fabian,

allein der Preis sollte einen nicht von den Vixen VMC/VC Modellen abhalten. Gebraucht sind diese immer wieder relativ günstig zu bekommen. Es gab auch Varianten mit 95 und 110mm Objektivdurchmesser. Die Meinungen über diese Teleskope gehen aber weit auseinander.
Als Nachteil kann man z.B. die doch ziemlich massiven Fangspiegelstreben sehen. Da die Konstruktion vorne offen ist verschmutzt der Hauptspiegel natürlich viel leichter. Ausbau, Reinigung und Justierung desselben ist aber leider etwas schwieriger als bei einem Newton.

Ich hab mir vor einiger Zeit eines gebraucht gekauft. Mehr als zwei oder drei Nächte konnte ich es leider aber noch nicht ausprobieren. Also wenn du mal durchschauen magst meld dich einfach.

CS,
Norbert
 
Hallo Fabian,

welche Montierung und welches Stativ hast du für deine Teleskope verwendet
und soll das Stativ und die Montierung auch für das zukünftige Teleskop
verwendet werden, oder soll beides neu gekauft werden und falls ja,
welche Montierung und welches Stativ?

Du schreibst daß du einen 80mm ED und einen 90mm Mak hast,
beide von Synta / Skywatcher. Du hast sowohl Deep Sky
als auch Planeten damit beobachtet.

Wie stark macht sich die enorme Obstruktion beider Systeme visuell a.) bei Planeten und b.) bei Deep Sky bemerkbar?

Du kannst deinen Mak und deinen ED vergleichen, dann bekommst du
zumindestens eine Ahnung davon. Da man bei deinen beiden Teleskopen
aber nicht nur verschiedene Obstruktion vergleicht, sondern auch
verschiedene Öffnung, verschiedene thermische Verhältnisse,
verschiedene Justagezustände, spiegelnde Blendrohre.
Außerdem können sich die sehr verschiedenen Öffnungsverhältnisse
auf die Abbildungseigenschaften der Okulare auswirken.
Deshalb ist so ein Vergleich mit großer Vorsicht zu genießen.

Aber es gibt da eine totsichere Methode die Kurt schon oft
in Foren Fragestellern vorgeschlagen hat, die aber fast niemand,
sei es aus Faulheit oder weil er gar nicht so genau wissen wollte
wie sich Obstruktion wirklich auswirkt, angewendet hat:

Man nehme deinen ED, verpasse ihm verschiedene Obstruktionen.
Eine schwarze Pappscheibe, sauber rund usgeschnitten /ausgestanzt,
und pappe die mittig auf die Linse. Der ED hat 80mm freie Öffnung,
also schlage ich 16mm (20%), 24mm (30%) 28mm (35%) und 32mm (40%) vor.
Vergleiche am Objekt und du siehst die Auswirkung der zentralen Obstruktion.

-Ist ein SC eurer Erfahrung nach deutlich justageanfälliger als ein Mak, und ist der Schwierigkeitsgrad der Justage ...

Justageanfälligkeit ist weitgehend eine Frage der mechanischen Ausführung
eines Teleskopes.

Justierbarkeit ist eine Frage der Justiermöglichkeiten.
Du hast einen Mak, schau mal nach ob und falls ja wie du
Hauptspiegel
Sekundärspiegel
Korrektorplatte
justieren kannst. Desgleichen beim SC.
Frag mal Christian_P wie er den Hauptspiegel seines SC justieren kann.

Wie fokussierst du bei deinem Mak?
Wie fokussierst du beim SC?
Durch verschieben des Hauptspiegels auf einem zentralen Rohr.
Da die Fokusiermechanik nicht zentrisch sondern exzentrisch
auf den Spiegel wirkt muß der spielfrei auf seiner Führung sitzen,
sonst verkippt er etwa. Verkippen bedeutet Dejustage.

Die Russen-MAks haben eine bessere Mechanik, deshalb gibt es
bei denen deutlich weniger Probleme. Aber völlig problemfrei
sind auch Russenmaks nicht immer:

http://www.pteng.de/astro/im715/im715.htm

Eine aufwändigere Mechanik bedeutet im Normalfall, wenn nicht
exotische Materialien verwendet werden, höheres Gewicht.
Wobei hohes Gewicht auch nicht per se mit guter Mechanik
gleichgesetzt werden kann.

Wenn ich nach Zmek bspw. beim SC6 35% Obstruktion abziehe, komme ich ja gerade mal auf 97,5mm effektive Öffnung, sodass mir der nominelle Sechszöller gegenüber meinem 80mm-ED mit wohl 77 oder 78mm effektiver Öffnung gar keinen wirklich signifikanten Zugewinn an Lichtsammelfähigkeit bringen würde.

Die Formel von Zmek ist eine empirisch gewonnene Formel,
die sich auf die Kontrastübertragungsfähigkeit eines Teleskopes
mit Obstruktion Bezug auf schwachkonstrastige Planetendetails
im Vergleich zu einem Teleskop ohne Obstruktion bezieht.

Die Lichtsammelfähigkeit erechnet sich aus der Fläche der Apertur
minus der Fläche der Obstruktion, die dann noch mit der Reflektivität
der Spiegel (von 0.88 bis 0.96 gibt es fast alles) multipliziert werden muß.

Eher der Bereich etwa 200x und ab und an mal bis 250x bei guten Bedingungen. Mir macht Planetenbeobachtung momentan schon bei 100x oder 120x viel Spaß, ...

Da du am 80mm ED 100x (= 0.8mm AP) bis 120x (= 0,66mm AP) gut findest
bewegst du dich im Bereich der auch von langjährigen Planetenbeobachtern
die einen normalem Visus haben bevorzugt wird.
Für 200x bis 225x würden also 150mm Öffnung gebraucht werden.

Hat jemand Erfahrungen, wie sich ein SC6 im Vergleich zu einem guten 6"-Newton schlägt?

Ja. Ein guter 200mm f/6 , abgeblendet auf 150mm f/8 mit dann 26% Obstruktion
ließ das C6 im direkten Vergleich an Jupiter sehr flau erscheinen.
In Bezug auf die Bildhelligkeit bei gleicher AP habe ich keinen
signifikanten Unterschied gesehen. Aber schau selbst durch.

Sehr viel weiter unten im Thread schreibst du:

Oft hört man ja, dass bei sehr langsamen Systemen die Bildhelligkeit deutlich abnehme, ...

Man liest viel in Foren wenn der Tag lang ist.
Da schreiben auch Leute die Null Ahnung von Physik haben.
Wie du bemerkst ja selbst völlig zutreffend:

aber meinem physikalischen Verständnis nach müsste ein langsames System bei gleicher Vergrößerung auch dieselbe Bildhelligkeit aufweise als ein schnelleres System und der Unterschied nur darin liegen, dass es mit langsamerem Öffnungsverhältnis immer schwerer wird, mit handelsüblichen Okularen niedrige Übersichtsvergrößerungen und weite Gesichtsfelder zu erreichen

Letztendlich must du selbst die Balance zwischen Transportmaß,
Transportgewicht, Öffnung und Teleskop-Qualität finden.

Bevor du kaufst solltest du dich im Buch Telecope Optics der Autoren
Rutten/van Venrooij darüber informieren wie es um die Abbildungsgüte
von SC, ACF-SC, Gregory-Mak, Rumak auf der optischen Achse
und abseits der Achse bestellt ist.
Den da gibt es recht gravierende Unterschiede...

Da du Wien als Wohnort im Profil führst würde ich dir empfehlen
dort hin zu gehen und dir die von dir in Betracht gezogenen Telekope
in Natura anzuschauen:

www.teleskop-austria.at/contact.php

CS,Karsten
 
Hallo Fabian,
nur als ergänzende Anmerkung für Deine Kandidaten-Auswahl, es gibt noch ein Scope aus der Cas.- family so etwa in der Mitte, was allerdings ebenfalls (neu) den mehrfachen Preis des SW-Mak 5" hat: von Orion UK den OMC 140 Gregory Mak:
3,5KG, 140mm /f14 und dürfte (kein Erfahrungswert!!) beim Auskühlen wohl auch nicht langsamer sein als der SW-Mak
 
Zitat von KaStern:
Frag mal Christian_P wie er den Hauptspiegel seines SC justieren kann.
Normal spricht man Leute nicht mit dem Usernamen an, wenn man den richtigen Namen kennt. Aber naja... das beherzigt nicht jeder. Wie dem auch sei.

Ich weiß nicht was das mit mir persönlich zu tun hat, vielleicht weil ich zufällig ein SC habe. Der schlaue Karsten weiß ganz genau, dass man den Hauptspiegel eines SC nicht justieren kann und auch nicht justieren braucht hier werden lediglich drei Schräubchen am Fangspiegel verstellt und man erreicht so eine praktisch perfekte Justage, nach der sich ein Beugungscheibchen mit perfektem Beugungsring im Okular bei hoher Vergrößerung abzeichnet, soweit es das Seeing zulässt. Das ist also gar kein Problem. Praktisch mache ich es so, dass ich das SC speziell für Planetenfotografie justiere, also für die jeweilige Hauptspiegelstellung auf dem Blendrohr. Ich fokussiere nämlich mit dem Hauptspiegel. Ich habe aber festgestellt, dass die Justage im visuellen Fokus, also mit Zenitspiegel, nicht direkt wahrnehmbar abweicht. Bei absolut perfektem Seeing würde man da vielleicht etwas sehen. Das wird die weitere Nutzung zeigen.

EDIT: Hier ein Beispiel des Saturn diesen Jahres beim niedrigen Stand. Geht man etwas vom Bildschirm weg, dann entspricht es ungefähr dem visuellen Eindruck des Planeten im C8. Wie gesagt ungefähr, visuell sieht man es nur in kurzen Momenten so und die Farben sind anders: Saturn 22.07.2013 Das ist ein Ergebnis bei normaler Justage und nicht perfektem Seeing in einem nicht modifizierten SC8. Perfektes Seeing gab es in der Opposition 2013 bei mir nicht. :)


Viele Grüße,
Christian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

@Norbert. Je nun, die 95mm bzw. 110mm VMC sind nun aber nicht wirklich attraktiv, wenn man schon einen unobstruierten und transportablen 80mm-Halbapo hat, der ein 95mm SC-System an Mond und Planeten wohl ziemlich deutlich schlagen und einem 110mm SC mindestens ebenbürtig sein wird. Ein Mond- und Planetengerät, das man als sinnvolle Ergänzung zu einem ED sehen könnte, müsste schon deutlich mehr Öffnung als der ED selbst haben, um dessen Planetenleistung nicht nur zu erreichen, sondern wahrnehmbar zu übertreffen. Da sehe ich bei einem stark obstruierten System wie Mak oder SC fünf Zoll als Minimum an. Sechs Zoll wären besser, aber aus Transportgründen weniger attraktiv. Aber 95 bzw. 110mm scheinen mir eher Geldverschwendung zu sein, wenn schon obstruktionsfreie 80mm guter Qualität zuhause stehen.

@Karsten.
welche Montierung und welches Stativ hast du für deine Teleskope verwendet
und soll das Stativ und die Montierung auch für das zukünftige Teleskop
verwendet werden, oder soll beides neu gekauft werden und falls ja,
welche Montierung und welches Stativ?

Ich benutze zur Zeit eine AZ4. Zuerst hatte ich sie mit schwerem Stahlstativ genommen, allerdings beim ersten Transport festgestellt, dass das sowohl vom Gewicht her als auch wegen der Maße (Nicht einschiebbare Rohre) zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht transportierbar ist. Als Alternative habe ich dann das EQ3-Alustativ genommen, sicher keine optimale Lösung, aber mit dem ED und erst recht mit dem kleinen Mak funktioniert es noch befriedigend. Am ED geht Nachführung bis einschließlich 120x gut und mit akzeptabler Ausschwingzeit, etwas wacklig wird es nur bei zenitnaher Beobachtung mit schweren Okularen wie dem 5mm Baader Hyperion. Deswegen möchte ich gerne ein Planetengerät kaufen, das nicht deutlich schwerer ist als der ED mit Rohrschellen und 2"-Zubehör. Der ED selbst wiegt 2,7 Kilo, mit Rohrschellen, 2"-Zenitspiegel und schwerem Okular dürfte er also auf etwas über vier Kilo kommen, was wie gesagt noch recht stabil sitzt und was ich folglich als ungefähre Gewichtsobergrenze für den Tubus ansehen würde (Da ich ja mit dem Zweitgerät eh nur Mond, Planeten und kompakte DS-Objekte beobachten will, könnte ich zur Gewichtsreduktion auf 2"-Zubehör verzichten). Bei kurzen Geräten wie Mak und SC ist ja allerdings die Hebelwirkung deutlich geringer als beim längeren ED, sodass das Gewicht ein bisschen höher sein könnte, sagen wir mal etwa 5 Kilo Tubusgewicht als Maximum.

Die Montierung selbst möchte ich eigentlich nicht wechseln, da eine deutlich tragkräftigere Montierung halt auch deutlich schwerer wäre und ich mit der AZ4 recht zufrieden bin. Das Stativ allerdings werde ich vielleicht mittelfristig gegen ein Berlebach Holzstativ tauschen.

Aber es gibt da eine totsichere Methode die Kurt schon oft
in Foren Fragestellern vorgeschlagen hat, die aber fast niemand,
sei es aus Faulheit oder weil er gar nicht so genau wissen wollte
wie sich Obstruktion wirklich auswirkt, angewendet hat:

Man nehme deinen ED, verpasse ihm verschiedene Obstruktionen.
Eine schwarze Pappscheibe, sauber rund usgeschnitten /ausgestanzt,
und pappe die mittig auf die Linse. Der ED hat 80mm freie Öffnung,
also schlage ich 16mm (20%), 24mm (30%) 28mm (35%) und 32mm (40%) vor.
Vergleiche am Objekt und du siehst die Auswirkung der zentralen Obstruktion.

Werde ich wahrscheinlich mal testen. Um einen ungefähren Eindruck zu bekommen, habe ich schon einmal versucht, Obstruktion zu simulieren, indem ich erst den Daumen, dann mehrere Finger und schließlich die ganze Faust vor die Linse hielt. Mit vorgehaltenem Daumen habe ich im Okular praktisch keinen Unterschied bemerkt, was mich daran zweifeln ließ, ob die Obstruktion tatsächlich so ein bedeutendes Kriterium darstellt, wenn sie nicht ganz extrem ist.

Da du am 80mm ED 100x (= 0.8mm AP) bis 120x (= 0,66mm AP) gut findest
bewegst du dich im Bereich der auch von langjährigen Planetenbeobachtern
die einen normalem Visus haben bevorzugt wird.
Für 200x bis 225x würden also 150mm Öffnung gebraucht werden.

Hm, dann würde ich mich, wenn es ein 5"-Mak wird, an Planeten wohl auf Vergrößerungen um 180-200x begnügen, ist ja auch schon ordentlich. Und am Mond schadet ja auch etwas Übervergrößerung nichts, wie ich bspw. an meinem 90mm-Mak feststellte, der überraschenderweise bei 208x am Mond noch durchaus passabel abbildete (Jupiter wurde da allerdings schon zu Matsch).

Letztendlich must du selbst die Balance zwischen Transportmaß,
Transportgewicht, Öffnung und Teleskop-Qualität finden.

Bevor du kaufst solltest du dich im Buch Telecope Optics der Autoren
Rutten/van Venrooij darüber informieren wie es um die Abbildungsgüte
von SC, ACF-SC, Gregory-Mak, Rumak auf der optischen Achse
und abseits der Achse bestellt ist.
Den da gibt es recht gravierende Unterschiede...

Über den Unterschied zwischen Gregory-Mak und Rumak habe ich mich im Internet schon ein wenig eingelesen und neige deswegen eher zum Intes Rumak als zum Skywatcher Gregory-Mak. Wie denn überhaupt der Intes 5"-Mak mein Favorit wäre: Thermisch günstig durch Lüftung und Pyrex-Spiegel, höhere Spiegelreflektivität, Rumak-Bauweise, mit f/10 ein günstigeres Öffnungsverhältnis und offensichtlich bessere mechanische Verarbeitung. Andererseits kosten die Skywatcher Gregory-Maks halt nur ein Drittel eines Intes. Da werde ich noch etwas überlegen müssen, ob ich bereit bin, für einen qualitativ etwas besseren Mak gleicher Größe dreimal soviel zu zahlen.

@Wolfgang. Naja, aber f/14 ist halt schon ein sehr extremes Öffnungsverhältnis. Neben dem Schwerpunkt Mond und Planeten soll ja auch noch etwas Beobachtung nicht allzu ausgedehnter DS-Objekte drin sein. Und wenn er ebenfalls ein Mehrfaches des Skywatcher Mak kostet, scheint mir der Intes Mak verlockender.

CS,
Fabian
 
Hallo Fabian,

also eine AZ4 mit EQ3 Alustativ...

Also ich weis ja nicht wie groß deine Leidensfähigkeit ist,
aber ich würde für mich ein 5" Mak oder SC oder einen 114/450mm Newton
als das Maximum ansehen was man darauf brauchbar montieren kann.

Also wenn dir der doch recht hohe Preis für den 5" Intes Mak
als nicht zu hoch erscheint dann nimm ruhig den.

Ich sehe ebenfalls den Vorteil der besseren Abbildung abseits der Achse
und du erreichst eine größere Austrittspupille was unter gutem Himmel
günstig ist für Objekte mit geringer Flächenhelligkeit
und du erreichst ein größeres tatsächliches Gesichtsfeld am Himmel.

Ich selbst würde das ganze Equipment aber echt nicht ohne Auto
über längere Strecken transportieren wollen...

CS, Karsten
 
Hallo Leute,

laßt euch nicht für dumm verkaufen.

... Karsten weiß ganz genau, dass man den Hauptspiegel eines SC nicht justieren kann ...

richtig


falsch

... hier werden lediglich drei Schräubchen am Fangspiegel verstellt und man erreicht so eine praktisch perfekte Justage, ...

leider stimmt das nur unter der Voraussetzung daß
die Achsen des zentralen Blendrohres,des Tubus
und der Schmidtplatte exakt aufeinander liegen
und der Hauptspiegel nicht schief auf dem Hauptspiegelblendrohr sitzt.

Hat der Sternfreund eines der krummen SCs erwischt hat er Pech gehabt,
denn er kann es nicht justieren.

Und beim fokussieren kippelt der Hauptspiegel und dann stimmt
die Justage auch nicht mehr perfekt.

Die Analogie zum nicht voll vom User kollimierbaren SC
waren die nicht kollimierbaren zu-kurz-FH.
War das Objektiv schräg auf den Tubus gewürgt hatte der Sternfreund
ebenfalls Pech gehabt.

Wenn der HErsteller eine nicht voll justierbare Lösung wählt
muß er eine Mechanik verwenden die in der Lage ist
die optischen Elemente in der richtigen Position zu halten.
Dies ist beim kommerziellen SC wie ich schon mehrfach mit
meinen eigenen Augen sehen konnte nicht der Fall.

CS, Karsten
 
Hallo Karsten,

das EQ3-Alustativ wird ja vermutlich durch ein Berlebach Holzstativ ersetzt, aber gut, dramatisch wird sich dadurch wohl auch nichts ändern. Im Urlaub habe ich den bei meinen Eltern befindlichen alten 114/900er auch einmal auf der AZ4 verwendet, ging bis einschließlich 143-facher Vergrößerung noch recht gut, allerdings mit einem kleinen Plössl, mit schweren Okularen würde es sicher kritischer.
Die Transportierbarkeit wäre wohl kein Problem, der 5"-Mak wiegt ja wie gesagt eher etwas weniger als der ED mit Rohrschellen und 2"-Zubehör, was ich gut bewältigen kann, zudem ist seine Hebelwirkung kleiner als beim ED.
Der 5"-Intes ist dann wohl meine erste Wahl, allerdings werde ich noch etwas überlegen, ob ich tatsächlich knapp 1000€ in den Mak stecke oder mich mit dem Skywatcher 5"-Mak begnüge und dafür mehr Geld für den später einmal anzuschaffenden Leichtbaudobson zurücklege, für den ich richtig lange sparen und ihm dann auch gleich eine wirklich ordentliche Ausstattung spendieren will (Richtig guter Spiegel, ein Satz Nagler-Okulare).

CS,
Fabian
 
Hi Fabian,

obwohl ich meinen Skywatcher 5" Mak wirklich mag, möchte ich anmerken, daß meiner Meinung nach der Mak jetzt keine enorme Verbesserung bezüglich der Planetenleistung gegenüber dem ED80 darstellt. Auch beim Mak kommt man schnell an die Grenze, wo einem das Licht ausgeht und man mehr sehen möchte. Ein 6 Zoll Mak (wenn man sich auf diese Bauweise mal beschränkt) wäre -rein von der Performance her betrachtet- eine angemessene Ergänzung.

Etwas zum lesen:

http://www.cloudynights.com/item.php?item_id=1468

Ich kann und will Dir bezüglich deiner Zielkonflikte nichts raten, nur die Erwartungen zurechtrücken. Natürlich kann man mit dem 5" Mak viel Spaß haben, das relativiert sich aber recht schnell, wenn Du mal durch eine größere Planetenoptik geschaut hast.
Ich möchte auch anmerken, daß Maks, auch die kleinen, draußen im Felde kleine Diven bezüglich der Auskühlung sein können, u.a. jahreszeitabhängig. Die Teile können bei mir auf dem Balkon in Ruhe auskühlen. Du musst draußen damit klarkommen und Dir die Zeit nehmen.

Zusammengefasst: der kleine Mak macht ganz klar Spaß, man sollte aber realistische Erwartungen haben. Als Hauptgerät für Planeten käme er für mich persönlich nicht in Frage.
 
Hallo,

Wunder erwarte ich ja nun nicht vom Mak. Seine Aufgabe soll ja wie gesagt nur sein, eine spezielle Ergänzung zum ED darzustellen: Ein wirklich hochkompaktes Gerät (Der ED ist mit Alu-Transportkoffer halt doch schon ein gar nicht so kleines Rohr, das ich eher für lange Beobachtungsnächte aufs Land mitnehme), mit dem ich in der Stadt Mond und Planeten beobachten gehen kann ohne den ED mit Alukoffer, Rohrschellen, 2"-Zenitspiegel und schwerem Okular zu schleppen. Von der optischen Leistung würde ich mir versprechen, dass er an Mond und Planeten merklich höhere Vergrößerungen als der ED verträgt, ich also bspw. gut auf etwa 180x gehen kann, und dass er etwas feinere Details auflöst sowie bei kompakten DS-Objekten ein bisschen mehr als der ED zeigt: Ein bisschen mehr Einzelsterne an Kugelsternhaufen, ein paar Details mehr an helleren planetarischen Nebeln. Auskühlung ist natürlich ein Punkt, und gerade deswegen neige ich ja zum Intes Mak mit Lüfter und Pyrex-Spiegel, wenn ich mich dazu durchringen kann, die 1000€ für den Mak auszugeben, ist als Student ja nun auch kein Pappenstiel.
Klar wären 6 Zoll besser - 8 Zoll aber auch besser als 6 und 10 Zoll besser als 8 ;-) Ich werde mir im Fachhandel sowieso vor dem Kauf sowohl den 127er als auch den 150er Mak in natura ansehen - wenn ich den 150er dann als zu schwer einschätzen sollte, wovon ich ausgehe, geht halt nicht mehr als 5".

CS,
Fabian
 
Zitat von KaStern:
Hallo Leute,

laßt euch nicht für dumm verkaufen.

... Karsten weiß ganz genau, dass man den Hauptspiegel eines SC nicht justieren kann ...

richtig


falsch

... hier werden lediglich drei Schräubchen am Fangspiegel verstellt und man erreicht so eine praktisch perfekte Justage, ...

leider stimmt das nur unter der Voraussetzung daß
die Achsen des zentralen Blendrohres,des Tubus
und der Schmidtplatte exakt aufeinander liegen
und der Hauptspiegel nicht schief auf dem Hauptspiegelblendrohr sitzt.

Hat der Sternfreund eines der krummen SCs erwischt hat er Pech gehabt,
denn er kann es nicht justieren.

Und beim fokussieren kippelt der Hauptspiegel und dann stimmt
die Justage auch nicht mehr perfekt.

Die Analogie zum nicht voll vom User kollimierbaren SC
waren die nicht kollimierbaren zu-kurz-FH.
War das Objektiv schräg auf den Tubus gewürgt hatte der Sternfreund
ebenfalls Pech gehabt.

Wenn der HErsteller eine nicht voll justierbare Lösung wählt
muß er eine Mechanik verwenden die in der Lage ist
die optischen Elemente in der richtigen Position zu halten.
Dies ist beim kommerziellen SC wie ich schon mehrfach mit
meinen eigenen Augen sehen konnte nicht der Fall.

CS, Karsten
Lieber Karsten,

wenn du auch nur einen Funken Respekt besitzt, dann wagst du es bitte niemals mehr, etwas aus meinem Posts zu kommentieren ohne mich dabei höflich anzusprechen. Leider kann ich dir keine PM schicken, da du mich ignorierst (ein Zeichen Deiner Charakterstärke) Also: Ich hoffe, dass du als erwachsender Mensch ein gewisses vernünftiges Niveau hast. Dann zeige das bitte auch. Würdest du mich privat so behandelt, dann könntest du dich festhalten.

Zur Sache: Ich habe lediglich meine Erfahrungen mit meinem SC beschrieben. Mehr kann ich nicht machen. Es ist ein serien SC guter quallität, das nicht ausgesucht ist.

So nun reichen mir die Respektlosigkeiten deinerseits, mit solchen Leuten möchte ich nichts zu tun haben. Deine Denkpause hat anscheinend nicht gereicht.


Gruß,
Christian
 
Hallo Fabian,


wie bitte, den schlörrst du mitsamt dem Koffer auf`s Land?!
Ich würde beide Enden des ED mit den Kappen verschießen und eine
dünne gepolsterte Lage (Luftpolksterfolie, etc) als Schutz drumwickeln.

Schon vor vielen Jahren konnte ich im Meerfelder Bruch mit einem
127mm Skywatcher Mak beobachten. Das TEleskop war am Planeten
öffnungsbezogen durchaus erfreulich, man konnte ein 8mm TV Plössl
gut nutzen, an dem Teleskop konnte man die 0,66mm AP also nutzen.
Und es zeigte bei gutem Seeing mehr, deutlich mehr, als ein 80mm ED.

Trotzdem, mehr Öffnung wäre besser, dies kollidiert aber mit
deinen Ansprüchen an die Transportabilität des Teleskopes.

Bei Sven gibt es einen Bericht zu einem guten 6" Mak:

www.svenwienstein.de/HTML/ylena_150.html

Ich habe aber lange nichts mehr von der Lomo Ylena 150 gehört.
Sie war am Planeten nach längerer Auskühlphase wirklich gut,
fast so gut wie ein auf 150mm abgeblendeter guter 8"f/6 ATM Newton
mit dann effektiv 26% Obstruktion, welcher am Planeten
ein wenig kontrastreicher abbildete.

Und man sollte auch den 150/1550mm TAL Klevtsov nicht vergessen.
Die offene Bauweise läßt ihn schneller auskühlen als die Maks
gleicher Öffnung mit "Frontscheibe".

CS, Karsten
 
Hallo,

wie bitte, den schlörrst du mitsamt dem Koffer auf`s Land?!

Allerdings! :cool: Habe halt ein besseres Gefühl dabei, wenn er im gepolsterten Koffer beim Transport mit Straßenbahn und Zug garantiert davor geschützt ist, im Gedränge irgendwo anzustoßen und vielleicht Schaden zu nehmen. Gerade auch, weil es halt, wie du schon sagtest, bei einem Refraktor heikel wird, nachzujustieren, wenn er doch mal beim Ein- und Aussteigen gegen eine Ecke knallen und seine Justage verlieren sollte. Und Zenitspiegel, Sucher und Okulare lassen sich im Koffer gleich platzsparend mittransportieren.

Den Ylena-Testbericht auf Sven Wiensteins Website habe ich auch schon gelesen, finde das Gerät aber bei keinem Händler. Wird das überhaupt noch in Serie produziert? Wobei die russischen 6"-Maks wohl aus Gewichtsgründen ausscheiden.

CS,
Fabian
 
Hi,

Newton kannst Du schon mal vergessen auf der AZ4: Einblick ungünstig, da kommt nur ein Gerät mit rückwärtigem Einblick in Frage. Newton ist sowieso schwierig, Justage Glücksache bei den meisten Geräten, die schnellen sind nix für Planeten. Schau Dir mal den Sweet Spot an, und versuche den, auf einer nicht elektrisch nachgeführten Montierung bei 200fach zu halten. Viel Spaß!

Denk mal über einen Orion England OMC 140 nach, sehr leckeres Gerät, gebraucht nicht teuer, da unterschätzt. Würde ich jedem Russenklopper vorziehen, da bei Dir ja Gewicht eine Rolle spielt.

Andreas
 
Hallo,

Newton kannst Du schon mal vergessen auf der AZ4: Einblick ungünstig, da kommt nur ein Gerät mit rückwärtigem Einblick in Frage.

Ich habe gelegentlich einen 130/650 Newton auf meiner AZ4. Ist vom Einblick absolut kein Problem. Nur wenn man damit Ameisen beobachten will, muss man sich ziemlich weit runterbeugen ;). Bei einem längeren Newton wäre der OAZ natürlich in Zenitnähe zu hoch*, aber so etwas klemmt man ja wohl auch nicht auf eine AZ4.

*Ich habe gerade man spaßeshalber nachgemessen. Bei einem 200/1200 Tubus könnte man im Stehen noch ins Okular schauen. So ein Trumm passt zwar niemals auf eine AZ4 (zu lang, zu schwer, zu breit), aber rein von der Höhe würde es hinhauen.

Newton ist sowieso schwierig, Justage Glücksache bei den meisten Geräten

Das hat nichts mit Glück zu tun. Man muss es nur einmal gemacht haben und wissen, worauf man achten muss. Dann geht das flott und man erreicht eine gute Abbildungsqualität. Das ist keine komplizierte Angelegenheit.

Schau Dir mal den Sweet Spot an, und versuche den, auf einer nicht elektrisch nachgeführten Montierung bei 200fach zu halten. Viel Spaß!

Das hängt aber sehr vom eigenen Geschmack und vom Gesichtsfeld des Okulars ab und ist nicht allgemeingültig. Wenn die Lager geschmeidig gleiten, kann man auch bei 200x noch ausreichend gut von Hand nachführen (wenn man diese Art der Nachführung mag!).

Aber ein Newton kommt für Fabian wegen der Transportprobleme ohnehin nicht in Frage, solange es kein zerlegbares Gerät ist.
 
Hallo Christian,

...Der schlaue Karsten weiß ganz genau, dass man den Hauptspiegel eines SC nicht justieren kann und auch nicht justieren braucht hier werden lediglich drei Schräubchen am Fangspiegel verstellt und man erreicht so eine praktisch perfekte Justage, nach der sich ein Beugungscheibchen mit perfektem Beugungsring im Okular bei hoher Vergrößerung abzeichnet, soweit es das Seeing zulässt. Das ist also gar kein Problem...

es gibt aber auch ziemlich viele Leute die das nicht so gut hinbekommen wie du schreibst. Mir z. B. ist es bisher bei fast jedem SC "von der Stange" passiert dass es auf dem Prüfstand mit den 3 Schräubchen bestens zu kollimieren war, aber dann beim Sterntest am Himmel war es damit vorbei. Kollimiert man es am Himmel so wie du beschreibst dann ist es dummerweise auf dem Prüfstand wieder schlecht oder bei der nächstfolgenden Nutzung am Himmel. Mir sind auch solche begegnet die sich weder an Himmel noch auf dem Prüfstand ordentlich kollimieren ließen. Das hat sehr wahrscheinlich etwas mit der irgendwie vermurksten Lage oder Einspannung des HS im Zentralrohr zu tun. Da gibt es leider auch keine zugänglichen Schräubchen mit denen man dem abhelfen könnte. Für User die schon beim Gedanken an Newtons einen Anfall von Kollimationsphobie erleiden scheinen mir daher die SCs erst recht weniger empfehlenswert zu sein.

Gruß Kurt



 
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Hallo Fabian,

...Wobei die russischen 6"-Maks wohl aus Gewichtsgründen ausscheiden.

aber das macht sie doch gerade gegen Dejustage beim Transport wenig anfällig. Dann noch etwas: Wenn ich das richtig in Erinnerung habe sind deren Tuben relativ dickwandig und damit natürlich schwer. Das mindert aber die Gefahr von Tubusseing wg. ungleicher IR- Abstrahlung Richtung Himmel vs. Boden.

Gruß Kurt
 
Zitat von Kurt:
Das mindert aber die Gefahr von Tubusseing wg. ungleicher IR- Abstrahlung Richtung Himmel vs. Boden.
Hallo Kurt,

erwartest Du also, dass der relativ dickwandige Aluminiumtubus etwa eines TAL-Klevzovs aufgrund seiner guten Wärmeleitfähigkeit unter klarem Nachthimmel einen merklichen Temperaturausgleich zwischen "oben" und "unten" bewirkt im Vergleich mit einem Stahl- oder Carbontubus? Hast Du in dieser Richtung schon mal Messungen vorgenommen? Zur Unterstützung des Temperaturausgleichs könnte man natürlich noch spiegelnde Folie oder Isoliertapete aufkleben.

Gruß, Jan
 
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Hallo Jan,


ich habe eine Aussage bezüglich der ICS ATD Newtons im Hinterkopf die ja auch einen relativ dickwandigen Alutubus haben. Bei denen beruhigt sich das Tubusseeing wohl auch nach verhältnismäßig kurzer Zeit ohne Lüfter Obwohl sie ja ziemlich massiv gebaut sind. Da könnte durchaus was dran sein.

Das 150mm Tal Kletsov ist ein interessantes Gerät, schade daß davon soweinge im Umlauf sind, würde gerne mal durchschauen.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Christian,


wer anderer Leute Postings als Bla Blupp und als Märchenstunde bezeichnet hat glaube ich keinen Grund mehr selber eine "respektvolle" bzw. "höfliche" Behandlung einzufordern. Wie kommst Du immer wieder auf so lustige Ideen? :Trost:


Und nein, schick (auch) MIR bitte keine PNs mehr...


Viele Grüße Felix
 
Hallo Kurt,

aber das macht sie doch gerade gegen Dejustage beim Transport wenig anfällig. Dann noch etwas: Wenn ich das richtig in Erinnerung habe sind deren Tuben relativ dickwandig und damit natürlich schwer. Das mindert aber die Gefahr von Tubusseing wg. ungleicher IR- Abstrahlung Richtung Himmel vs. Boden.

Das mag ja alles sein, aber was nützen mir die besten mechanischen Eigenschaften eines Teleskops, wenn es dadurch so schwer wird, dass ich es auf keiner von mir transportierbaren Montierung benutzen kann? Als Wohnzimmerdekoration will ich es mir ja nicht kaufen. Der TAL 150 Klevtsov wäre zwar noch in meinem Budget, wiegt aber 5,5 Kilo. Ich kann mir nicht vorstellen, dass damit auf einer AZ4 oder sonst einer von mir transportierbaren Montierung viel Beobachtungsspaß aufkommt. Mein Favorit wäre daher der Intes 5" Mak oder vielleicht auch der vorgeschlagene OMC140, wobei mir in Sachen Auskühlverhalten Übles schwant von einem geschlossenen System in Karbontubus ohne Lüfter...

CS,
Fabian
 
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Zitat von Felix42:
Das 150mm Tal Kletsov ist ein interessantes Gerät, schade daß davon soweinge im Umlauf sind, würde gerne mal durchschauen.
Hallo Felix,

habe gerade einen aus meiner Sicht recht glaubwürdigen Bericht gelesen, in welchem die Eigenschaften des 150er TAL mit denen eines entsprechenden MAK bei der Beobachtung verschiedener Himmelsobjekte an mehreren Abenden mit unterschiedlichen Bedingungen sehr ausführlich verglichen werden.

Gruß, Jan
 
Hallo Fabian,

mir schießt immer wieder durch den Kopf, dass Du es am ED mit einem Binoansatz versuchen solltest, dann denke ich wieder nee, ist dann zu schwer und mit zu langem Hebel für die Monti.
Dann denke ich an einen visuell optimnierten 130/650er Newton, aber nee, mag er nicht.
Ein 5 Zoll MAK kann mal einen guten 80er ED toppen aber es muss halt auch alles passen, lieber 6", aber nee das ist in gut gebaut wieder zu schwer.
Du bist ein verflixter Problemfall ;)
also für mich interessant.

Vor langer Zeit hat man im Selbstbau SCs und MAKs in Wiegemontierungen aus Sperrholz oder Multiplex eingebaut und zum Beobachten einfach auf einen Tisch gestellt.
Heute nennt man das Rockerbox und glaubt, so was wäre nur für Newtons gut.
Solche Montierungen sind nur um die Dicke der "Bretter" ausladender als das Teleskop selbst und ihr Vorteil ist, dass sie exakt auf der Mittelachse, der Montierungsaufnahme eines Stativs sitzen, wodurch hier schon mal keine Hebelkräfte als Hauptauslöser für Schwingungen auftreten können.
Das weitere Problem der AZ4 ist die EinarmSCHWINGE, denn die schwingt bei zu hoher Zuladung tatsächlich sowie man das Teleskop berührt/nachführt.

Wenn Du in der Lage bist
1. Vier 12er oder 16er Multiplexbrettchen auf Maß im Baumarkt sägen zu lassen und sie so zusammenzufügen, dass sich eine Grundplatte, zwei Seitenwangen und ein kurzes Frontbrett ergeben
2. eine halbwegs runde Multiplex-Grundplatte, maximal vom Durchmesser des Teleskoptubus, mit einer zentralen Verbindung (Einschlagmutter/Langschraube) auf der Stativplatte zu befestigen, die wie die beiden gleicharetigen Höhenräder einseitig mit Ebony beschichtet werden muss, welches dann wieder auf Teflonklötzchen wirkt
http://www.gerdneumann.net/deutsch/...sons-ebony-star-und-teflon-ptfe-bearings.html
3. die Breite und Höhe der Steitenwangen so zu bemessen, dass die beiden Höhenräder mit Ebony-/Tefolnlager exakt zwischen die Wangen passen, wobei Du bei den Stabilen Alutuben die Höhenräder mit vier passend ausgesägten Kreissegmenten verbinden kannst, die mit etwas Moosgummiunterlage den Tubus beschädigungslos und sicher einspannen, auch wenn mal die ganz perfekte Kreisform mit der Pendelhubstichsäge nicht erreicht wird (Oberfräse kann und hat nicht Jeder).
4. zwei Zentralbohrungen durch die Höhenräder und die Seitenwangen so präzise auszuführen, dass Du den Tubus indie Rockerbox einhängen kannst, wobei in den Höhenrädern jeweils eine eine Einschlagmutter angebracht wird in welche sich Flügelschrauben setzen mit denen man den Andruck der Höhenwange auf die Höhenräder feinfühlig regulieren kann.

So sollte ein 6" MAK auf dem Stativ durchaus Freude bereiten und auch höhere Vergrößerungen dürften sich akzeptabel anwenden lassen.
Man kann nun noch aus entsprechenden Passteilen zur RB, die sich jeweils auf die Wangen und das Frontbrett setzen, hinten auf die Grundplatte, eine vollständig geschlossene Transportkiste bauen, die mit Laschen und einem Griff zusammengehalten wird.
Okay, das wird schwerer als die AZ4 aber nicht so viel, dass die Annehmlichkeiten einer soliden, gut tragbaren Transprotkiste aufgewogen werden......und Du kannst dann 6" auf jeden Fall. Eventuel gibt es sogar Standorte mit einem massiven Tisch, Gartenpfosten oder Baumstmpf wo Du das Stativ gleich zu Hause lassen kannst.


Gruß
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