was gibt's um die 12 bis 15 x 56 bis 60mm ?

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Zitat von Maiko:
ja, hab ich auch gelesen. Wobei, im englischsprachigen Raum liest man fast nur positives über des Tak FG. Und in dem verlinkten deutschen Test war das Tak dekollimiert, was natürlich nie passieren darf...


Jost, kannst du was zu Farbe und Schärfe des Nikon sagen?

Das Nikon gibt in meinen Augen ein farbtreues, scharfes Bild. Die Mittenschärfe ist sehr gut, die Randschärfe okay, aber nicht so gut wie z.B. beim Fuji 16x70.
Leute, die empfindlich sind auf CA, monieren einen gewissen Betrag davon beim Nikon; mich hat es bis jetzt nie gestört.
Ich kenne das Tak persönlich nicht und kann daher nicht direkt vergleichen. Ich gebe Dir recht, dass der zitierte Test mit einem offenbar dejustierten Tak zu tun hatte, was natürlich keine brauchbare Aussage erlaubt, und dass englische Foren dem Tak oft gute Noten geben (dem Nikon allerdings ebenfalls, jedenfalls meistens).

Zum Tak ausführliche englischsprachige Berichte von EdZ und anderen hier:

http://www.cloudynights.com/topic/216156-comparing-go22x85-wo22x70-tak22x60/#entry2765948
 
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Monsterthread auf CN zum Tak. Echt schwer zu entscheiden! Schwanke zw Nikon und Tak, trotz, oder gerade wegen der entsprechenden Unterschiede...

CS,

Maiko
 
Hallo Maiko,


ich würde mir die Frage stellen welches der beiden Gläser das vorhandene Equipment besser abrundet bzw. ergänzt. Das Tak wird im Vergleich zur Öffnung immer wieder verblüffendes zeigen, das Nikon ist vermutlich wegen des größeren Feldes die "schönere" Ergänzung zum spazierengucken. Vielleicht kommt das Nikon der ursprünglichen Fragestellung...

Aber was kleines, leichtes freihändig nutzbares ist nun mal öfter unterm Himmel als das ganze Geraffel;-(

was kommt da in dem Bereich 12 bis 15 x 56 bis 60mm für mich in Frage? Es soll freihändig noch gut machbar sein, die Abbildungsqualität sollte sehr gut mit wenigst Farbe und scharfem Rand sein.

...etwas näher als das Tak? Ein Stativ ist für beide anzuraten. Habe gerade diesen Bericht wiedergefunden, nicht mehr ganz aktuell zeigt aber die Unterschiede bzgl. der Vergrößerung nochmal auf. Nein, ich will niemandem ein 15x freihändig aufschwatzen, geht nur darum was die Gläser zu zeigen imstande sind unabhängig ob händisch oder stativisch montiert ;) Könnte für Dich obwohl es nicht um das Tak bzw. Nikon geht interessant sein da die Beobachtungsbedingungen recht ähnlich zu sein scheinen.


http://www.sternklar.ch/Berichte-PDF/Leica_Trinovids_und_Svarovski_SLCs_M_Jung_Jul_02.pdf


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

interessanter Bericht. In gewisser Weise würde zB das Nikon 18x70 mein Equipment ergänzen, wegen des größeren Gesichtsfeldes...

CS, Maiko
 
HI Maiko,

das Tak käme für mich alleine schon wegen seinem Tunnelblick (46°) nicht in Frage.

Ich habe viel getestet und noch mehr gelesen und bin letzten Endes beim Nikon hängen geblieben, für mich zeigt es klar die schönsten Bilder am Himmel.

Der entscheidende Tip kam damals übrigens von einem Binoptik Besitzer, welcher das Nikon als Ergänzung einsetzt, wenn er das grosse Gerät mal nicht aufbauen will...

Ich habe das Nikon auch öfters mit meinem (ehemaligen) Borg bino verglichen und war immer wieder erstaunt, wie nah es doch dran war.

Montierungsmässig würde ich bewusst keine grossen Geschütze auffahren, damit es handlich bleibt und entsprechend gerne und oft genutzt wird.
Klar ist der Zenit ein Problem, man muss dann halt Dinge beobachten die etwas tiefer stehen.
Ich habe mich, auch auf Empfehlung für ein Gitzo Kurbelstativ mit geinialem kleinen Gitzo Fluidhead entschieden - Perfekt!

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/nikon03.jpg

Kippt man das Stativ über 2 Beine zu sich hin kommt man erstaunlich hoch:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/nikon05.jpg

Noch besser ist aber diese Lösung, wenn auch nicht so transportabel.
Das Gitzo nutze ich jetzt nur noch wenn ich nicht aus dem heimischen Garten beobachte.

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/moonchair05.jpg

Grüsse Jochen
 
Hallo,

beide zulegen wäre auch eine Idee;-) Und danke Jochen für die Ausführungen.

zum Tak: Vollapo hat mich schon immer gereizt, auch die AP von 2.7 passt zu meinem schmuddeligen Vorstadthimmel
Nachteil: von Jochen erwähnter Tunnelblick und kleines wahres Gesichtsfeld

zum Nikon: 4° wären eine tatsächliche Ergänzung zum Binoptic (zZ 2.1°), auch ein vernünftiges SG ist reizvoll. Etwas mehr Öffnung.
Nachteil: Wohl etwas mehr Farbe und Randunschärfe. Außerdem mit AP von 3.9 hellerer Hintergrund


hmm, ich rätsele noch etwas;-)

CS, Maiko
 
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Hallo Maiko,

meiner Erfahrung nach wird die AP überbewertet.
Ich hatte diesbezüglich auch Angst vor dem 10x70 und ich bin froh das Wagnis eingegangen zu sein - ich liebe die 7mm AP selbst bei hellen Mondnächten.
Man sieht damit trotz aufgehelltem Hintergrund deutlich mehr als mit einem 10x50.

Ja, es hat etwas Farbe an Mond, Jupiter und einer Handvoll hellen Sternen, aber sind das die Paradeobjekte für so ein Glas?

Schau Dir mit dem Nikon einmal den Orionnebel an und Du kaufst es sofort :-)

Ja, der Rand ist etwas unschärfer als beim Fujinon, dafür ist das Feld auch grösser und die knackige Schärfe und hohe Transparenz machen das locker wieder wett.
Und ich bin bezüglich Randschärfe wirklich kritisch...

Hier punktet wieder das 10x70, das ist wirklich bis fast zum Rand scharf, was ich von dem ollen Ding niemals erwartet hätte...

Letzten Endes hilft Dir nur ein Vergleich der Gläser.
Ich konnte den leider nicht zeitgleich machen, aber auch zeitversetzt war die Entscheidung für mich eindeutig.

Jochen
 
Jochen,

würdest du die AP von fast 4 bei hochnebelverdrecktem 4.8mag bis 5.2mag Himmel ertragen?

VG, Maiko
 
Hallo Maiko,

also bei Nebel beobachte ich generell nicht :-)
Bei Neumond ist mein Himmel immer mindestens 6 keine Ahnung was er bei Halbmond ist.
AP4 bei Halbmond ist für mich aber keine Situation, die mich vom Beobachten abhält.

Meine Lieblings AP ist 3.0 da ist der Himmel ästhetisch schön dunkel und die Objekte erscheinen noch schön hell.

Bei AP4 leidet die Ästhetik bei aufgehelltem Himmel etwas durch einen leichten Grauschleier, deswegen sieht man aber meiner Erfahrung nach nicht weniger, im Gegenteil, weil die flächigen Objekte ja auch heller erscheinen.

Bei AP2 ist der Hintergrund schwarz wie Samt, was sicherlich wunderschön anzusehen ist. Gleichzeitig erscheinen aber auch die flächigen Objekte dunkler.

Ideal ist natürlich ein stockdunkler Himmel und eine grosse AP, aber wer hat das schon?

Meine liebsten Okulare im Borg waren die 32mm Kasai, das ergab AP 4.6
Das Canon 10x42 hat AP 4.2 und ist auch unter einem aufgehellten Himmel sehr sehr geil.
Insbesondere den Unterschied (Hintergrundhelligkeit) zum 15x50 mit AP 3.3 finde ich weder auffällig noch dramatisch.

Wie gesagt hatte ich früher auch Panik vor grossen AP, aber die war für mich persönlich unbegründet.
Das Empfinden ist aber subjektiv unterschiedlich, deshalb hilft nur Ausprobieren, was ja mit entsprechenden Okularen und dem Binoptik machbar sein sollte.

Klar ist die AP nicht unwichtig, Kaufentscheidungen treffe ich aber primär nach anderen Kriterien.

Grüsse Jochen
 
Hallo Maiko,


eine AP von 4mm sorgt schon für einen deutlich dunkleren Himmel als 5mm AP, das sollte passen. Wenn ich hier (auch schmuddeliger Vorstadthimmel) 10x40 Zeiss und 10x50 Hensoldt vergleiche zeigen beide mehr oder weniger genau das gleiche, im Zeiss etwas dunkler im Hensoldt etwas heller. Das Hensoldt hat mit 5mm AP aber Reserven wenn es mal unter dunkleren Himmel geht. Andererseits veringert eine (zu) kleine AP den Beobachtungskomfort, da sind 4mm noch sehr angenehm. Ich persönlich (!) hätte diesbezüglich keine Bedenken. Das 15x60 Zeiss hat ja auch 4mm weshalb ich es mir für den Grützhimmel hier zugelegt habe und das paßt. Das Nikon hat zwar eine etwas höhere Transmission als mein vergleichsweise altes Schätzchen, das sorgt aber nur für ein brillanteres Bild.


Viele Grüße Felix
 
Hallo,

ein wenig beruhigt mich das. Allerdings hatte ich im Binoptic manchmal das Gefühl mit den Pano 27mm und 3.6 AP ist mir das Bild etwas zu hintergrundhell, bei den 12mm Naglern und 1.6 AP alles schön dunkel - leider auch einige DS - Objekte;-(

Aber FG ist ja ne andere Geräteklasse, vllt wirkt sich das anders aus?

VG,

Maiko
 
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Hallo Maiko,


vielleicht läßt sich das Tak ja auf 40x umbauen...dann hat es 1,5mm AP... ;)

AP ist AP, ob Fernglas oder Doppelrefraktor ist dabei egal. Die Frage ist: saufen bei 3,6mm AP schon fernglastypische Objekte ab oder ist es nur etwas weniger schön oder knackig oder kontrastig (oder wie auch immer man das beschreiben soll) als es sein könnte?

Mal einige Beispiele (Himmel ist hier selten besser als 5,wenig): Hantelnebel ist bei 10x40 und 10x50 gleich gut zu erkennen, bei M13 und M92 lassen sich im 10x50 ein Hauch mehr Details erkennen (Helligkeitsverteilung im Wattebällchen) wohingegen M31 im 10x40 ein bischen mehr Ausdehnung zeigt. H&Chi sehen in beiden Gläsern ziemlich genau gleich aus, einmal etwas heller, einmal etwas dunkler. In der Milchstraße hat man den Eindruck daß mal das 10x40, mal das 10x50 "schöner" ist, einen großenen Leistungsunterschied gibt es da nicht. Anders sieht es bei unterschiedlicher AP durch etwas mehr/weniger Vergrößerung aus: ein 10x50 kann ein 7x50 unter Umständen deutlich abhängen weil die Objekte auch größer sind.

Wie Jochen schon schrieb, AP ist nicht alles wenn es ungefähr paßt und man nicht völlig daneben liegt.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

danke für die Beispiele! Also, absaufen tun die Objekte nur, wenn der fast immer im Umfeld vorhandene Haze/ Dunst (vorhin von mir fälschlicherweise als Nebel bezeichnet, der kommt extra in Flussnähe) besonders stark ist. Ansonsten ist es eher ein Gefühl von besonderer Ästhetik, wenn der Himmelshintergrund besonders dunkel ist. Aber vielleicht sollte ich mich da tatsächlich nicht so sehr drauf fixieren und den etws helleren Hintergrund für große Felder in Kauf nehmen...

VG, Maiko

 
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Hallo Maiko,


das Problem ewigen Dunstes gibt es hier auch. Wirklich klare Nächte sind eine Offenbahrung, dann sieht man was trotz der Lichtverschmutzung noch zu sehen ist.

Um Dir einen unmittelbaren realistischen Eindruck zu verschaffen wie sich nur die AP bei gleicher Vergrößerung auswirkt kannst Du dem Binoptik bei Minimalvergrößerung Blenden verpassen und mal auf 100mm oder 80mm abblenden. Mag sein daß wenige neblige Strukturen davon sichtbar profitieren wie im obigen Beispiel M31, bei den meisten dürfte Öffnung mehr bringen da die Objekte mit dem Himmel heller und dunkler werden.

Ich stimme da Jochen zu: 4mm sind ziemlich allround auch wenn 3mm unter Umständen ästhetischer wirken. Die AP ist jedenfalls kein Grund der gegen das Nikon spricht, ich stelle mir das Glas am Himmel vor wie mein 15x60 mit Turbo. Für das Leistungsplus würde ich auch noch anfangen ein Stativ zu pöngeln.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Maiko,

leicht ist wiederum nur einer der Faktoren, wie die AP beim Glas selbst :-)

Viel wichtiger ist bei einem Fernglas eine stabile und gut funktionierende Kurbelsäule.
Da gibt es leider kaum was gescheites auf dem Markt.
Meiner Meinung nach am Besten ist das Gitzo Cremaillere 3, leider nur noch gebraucht zu bekommen.

Als Kopf kann ich nur den Gitzo Fluid G2180 empfehlen, den gibt es noch neu, gebraucht ist er aber günstiger :-)
Das Ding ist klein, leicht und hält das Nikon in jedem Winkel sauber fest.
Sprich Du kannst das Glas bewegen und wenn Du es loslässt bleibt es genau dort stehen ohne dass Du was klemmen musst.
Diese Kombination ist Traum für die Benutzung eines geradesichtigesn Glases dieser Grösse.

Ich habe einiges probiert, sündhaft teure Carbon Stative mit Köppen von Really Right Stuff etc. aber das olle Gitzo Geraffels lässt für diesen Zweck alles hinter sich.

Ach ja, die Augenmuscheln des Nikon sind Schrott, ab Besten gleich 2 Gummimuscheln des Panoptik 19 dazu bestellen, die passen perfekt.

Grüsse Jochen
 
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Hallo Zusammen,

ich bin auch auf der Suche nach einem preisgünstigen Fernglasstativ, möchte mich aber nicht monatelang auf die Lauer nach einem gebrauchten Gitzo legen. Von Baader gibts das Natur und Astro Stativ inkl. Neigekopf mit einer Auszugslänge von 189cm.
Hat das schon mal jemand mit Ferngläser bis 2kg ausprobiert?

Grüße

Matthias
 
Es gibt tatsächlich nur eine sinnvolle Lösung: Ich werde versuchen, sowohl das Tak als auch das Nikon zu erwerben. Das Nikon muss nur etwas warten.

Danke Jost

VG,

Maiko
 
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Hallo Maiko,

was willst Du mit dem Glas denn beobachten, dass Du so wild auf das Tak APO mit dem Tunnelblick bist?
Mond, Saturn, Sirius, Arktur, Wega ???
Bei so einem Glas zählen doch wirklich andere Werte (Transparenz!) und das Gesichtsfeld ist das absolute KO Kriterium für das Tak.
Wie soll da Beobachtungsfreude aufkommen, der WOW Effekt, das Eintauchen in den Kosmos?
Das ist es doch, weshalb wir so gerne binokular beobachten.

Ich könnte durchaus verstehen, dass man sich auf die Jagd nach einem William Optics 22x70 APO macht, aber der Wunsch nach dem Tak erschliesst sich mir absolut nicht.

APO (oder ED) machen bei einem Glas mit Wechselokularen Sinn, bei dem man überhaupt die Möglichkeit hat in Vergrösserungsbereiche zu kommen, wo man diese Vorteile nutzen kann, aber doch nicht bei Vergrösserungen um 20x

Grüsse Jochen
 
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Hi Jochen,

die diversen Tests bescheinigen dem Tak eine unglaubliche Abbildungsqualität. Und die AP bleibt ein Vorteil. Klar, mit WW-Okus um die 70° wär ich glücklicher...

Tak baute doch kein sinnfreies Glas, das heute für den doppelten Ursprungspreis gehandelt wird???

CS, Maiko
 
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Hallo Maiko,


ideal wäre das TAK mit 70° Okularen...

Ich selber habe noch nicht durchschauen können aber ich habe von einem relativ pingeligen Beobachter der öfter die Gelegenheit hatte dieses Glas zu nutzen gehört daß die Abbildung wirklich fantastisch sein muß. Aber auch bei dieser Truppe wurde das Glas relativ wenig genutzt weil es einfach zwischen dem übrigen Equipment von der Leistung ungünstig plaziert war.

Sinnlos ist dieses Glas nicht, aber wenn es zwischen anderen Großbinos und Dobsons bis 14" steht braucht man es nicht als Ergänzung.

Anders sieht es aus wenn man der Faszination "wahnsinnig gutes Fernglas" nachgibt oder das Tak leistungsmäßig etwas mehr Abstand zu den anderen Geräten hat.


Viele Grüße Felix

 
Hallo Maiko,


mal ein anderer Ansatz: stell Dir mal die typischen Objekte für ein Fernglas mit diesen Vergrößerungen bzw. Feldern am Himmel vor:

In die etwa 4° des 15x60 Zeiss passen H&Chi mit Stock 2 (Muskelmännchen) und der dazwischenliegenden Sternenkette genau in's Gesichtsfeld. Das Tak würde mehr Details zeigen, aber nur H&Chi oder Stock2.

M42 Kommt im 15x60 schon viel beeindruckender daher als im 10x50, aber...da wäre das Tak vermutlich der Hammer weil M42 bei 15x noch relativ klein ist.

Auch einige Kugelsternhaufen oder PNs dürften von der höheren Vergrößerung des Tak profitieren, bei anderen Objekten wie offenen Sternhaufen oder ausgedehnten wie M31 ist das Feld des Nikon von Vorteil.

Ich weiß nicht ob man eines der Gläser als das bessere bezeichnen kann, eher sind sie durch die recht unterschiedliche Auslegung für etwas abweichende Beobachtunsziele geeignet.

Ein Stativ mit Doppelmontierung wäre toll für direkte Vergleiche oder ein gaaanz kleines Binoptic und ein Koffer mit Okularen... :pfeif:


Viele Grüße Felix
 
Zitat von Felix42:
...oder ein gaaanz kleines Binoptic und ein Koffer mit Okularen... :pfeif:

Hallo Felix,

ich bin diese Lücke zwischen den Canon IS und dem Doppelrefraktor > 120mm Öffnung wahrlich oft und intensiv gedanklich durchgegangen.
Ich lande ich dann immer wieder beim ATX95:

Link zur Grafik: http://m7.i.pbase.com/g9/31/187931/2/153354777.MZOEoeEF.jpg

Perfekte 95mm Optik, 2" Okulare, aufrechtes, seitenrichtiges Bild, integrierte Drehfokussierung in den Swaro Tuben und immer noch relativ kompakt, leicht und handlich.

Aber was will ich damit beobachten?
Bei geringen Vergrösserungen zeigt es nur minimal mehr als das 70er Nikon, ist aber unhandlicher und braucht mehr Montierung als ein kleines Gitzo mit Fluidhead.
Für höhere Vergrösserungen mag ich persönlich dann auch mehr Licht haben.
Gut, für Fernreisen wäre es wohl das perfekte Instrument, das ist für mich aber kein Thema.

Deshalb habe ich mich für das Nikon entschieden, das gerade durch seine erstaunliche Transparenz sehr viel zeigt.
80er Gläser und auch billige chinesische 100er können dagegen nicht anstinken und ich habe durch einige geschaut...

Für mich passt die Abstufung jetzt nach langer Suche perfekt:
Canon IS handgehalten, 70er Nikons auf kleinem Stativ oder Schwanenhals, grosser Doppelrefraktor mit Zentralmontierung und Kurbelsäule.

Grüsse Jochen
 
Hallo,

weil es öfter gefallen ist: Im klassischen Sinne soll das FG keine Ergänzung sein, sondern eine Alternative, wenn Binoptic und Dobson aus Transportgründen nicht in Frage kommen. Natürlich sind Eigenschaften, die dann von beiden größeren Geräten abheben sinnvoll, aber kein Muss. Hauptsache nachts raus und schöne Bilderchen;-)

CS, Maiko

PS: Danke Felix für den Ansatz
 
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Hallo Jochen und Maiko,


etwas ähnliches wie das Doppel ATX nur optisch nicht so gut besaß ich mal in Form eines 10x80 Flakglases das mit 15mm Hensoldt Okularen auf 23x gebracht wurde. Die Sternhaufen im Fuhrmann waren in diesem Glas ein fantastischer Anblick und es war nicht mit einer perfekten Sternabbildung gesegnet. Diese drei Haufen mit der Umgebung wären absolute Paradeobjekte für ein Glas mit 22X und hervorragender Optik. Dieses Glas hat auch den Hantelnebel bereits recht detailreich gezeigt und auch an Galaxien war es immer wieder erstaunlich leistungsfähig.

Bei geringen Vergrösserungen zeigt es nur minimal mehr als das 70er Nikon, ist aber unhandlicher und braucht mehr Montierung als ein kleines Gitzo mit Fluidhead.
Für höhere Vergrösserungen mag ich persönlich dann auch mehr Licht haben.
Gut, für Fernreisen wäre es wohl das perfekte Instrument, das ist für mich aber kein Thema.

Aus gleichen Gründen mußte mein Flakglas dem 15x60 weichen, dazu kam daß es ein schwerer Brocken und nicht mal mehr wirklich rucksacktauglich ist.

Andererseits ist der Vergrößerungsunterschied von 18x und 22x nicht zu unterschätzen wenn es um Detailerkennung geht, da ist das Tak trotz des kleinen Öffnungsnachteils vermutlich besser aufgestellt. Wenn ich überlege wie der Hantelnebel oder die Haufen im Fuhrmann bei 10x, 15x und 23x ausssehen würde ich für solche Beobachtungsziele die höhere Vergrößerung bevorzugen.

Eine uneingeschränkt freihändig nutzbare Alternative wurde ja auch von Dominique schon angesprochen, ein kleines 8x32 oder 10x42 würde das Tak ebenso wie das Nikon schön abrunden wenn das überhaupt das Ziel ist. Ich lese aber bei Maiko eher den Wunsch nach einem möglichst transportablem Fernglas mit möglichst kompromissloser Leistung. Wenn er mit den 50° Gesichtsfeld das TAK selber kein ästhetisches Problem hat sehe ich das Glas durchaus als sehr reizvolle Lösung an.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

das ist der Punkt, in der Grössenordung von 70-100mm Gläsern sind die Unterschiede nicht so dramatisch und Dinge wie Vergrösserung oder Transparenz sind entscheidender als ein paar Millimeter Öffnung.
Ich denke auch das Nikon glänzt gegenüber dem Fujinon insbesondere wegen der 18x gegenüber der 16x.

Ich hatte auch mal ein Leitz BEH Flak Glas, war damit aber nicht sehr glücklich und habe es bald an einen Sammler verkauft.
Ein Sternfreund hat aber ein umgebautes Flak Glas (Wellnitz) welches 2" Wechselokulare nimmt.
Mit den 22mm Nagler ist das Ding ein Traum.
Dennoch braucht es ein robustes Stativ und eine stabile Montierung, weshalb ich mein unkompliziertes Nikon vorziehe.

Für mich hat die Fernglasbeobachtung sehr viel mit der Ästhetik der Bilder zu tun.
Beim Nikon liest man immer wieder vom Gefühl "im Raum zu schweben".
Diesen Effekt kann ich bestätigen und er macht das Beobachten zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Ich bin aber generell ein Fan von weitwinkligen Okularen :-)

Jochen
 
Hallo Jochen,


meins war von Schneider Kreuznach DKL. Die Leistung war halt "durchwachsen", einerseits hat der Brocken trotz des Alters beachtliches gezeigt, andererseits war die Abbildungsqualität der Hensoldt-Okus hinter den 80mm ich glaube f3,75 Objektiven nicht gerade Nagler-like. Da spielen die Umbauten von Herrn Wellnitz in einer ganz anderen Liga. Die Adapter für die Okulare und 15mm Hensoldt Okulare habe ich noch, das Glas habe ich nachdem es hier im Forum niemand wollte bei ebay verbimmelt. Und da wollten es mindestens zwei unbedingt, hihi...

Und jetzt mal etwas worüber man fast nichts im Netz findet: das Flakglas wurde nach dem II Weltkrieg (vermutlich teilweise aus noch vorhandenen Teilen) kurzzeitig weiter produziert, ich kenne selber zwei Exemplare die ich auf einer Börse in Belgien in Ciney in den Händen hatte: eines völlig ohne Beschriftung eines nur mit dem hellblauen Kreuz der Rest weggeschliffen, beide mit grünlicher Vergütung. Das Gehäuse silbergrau Hammerschlag lackiert und darunter war an bestoßenen Stellen keine Wehmachtslackierung zu sehen. Die Gläser wurden wohl in oder für Frankreich für die Marine oder Küstenwache produziert, die optische Performance zumindest eines Exemplars war im Vergleich zum DKL unterirdisch da stimmte offensichtlich was nicht, das andere war gut aber dejustiert. Die Vergütung war jedenfalls kein Fake und vermutlich auch auf den inneren Flächen, die Gläser waren erheblich heller als das von Schneider Kreuznach. Dann tauchte mal eines mit bläulicher Vergütung und kyrilischen Schriftzeichen auf, nicht das bekannte russiche Flakglas sondern auch die Form des D.F.10x80 mit etwas anderer Okularform. Zustand leider furchtbar aber eine noch erahnbar gute optische Qualität. Keine Ahnung wie viele Exemplare davon existieren.

Zurück zum Thema...das 15x60 Zeiss bietet mit 69° sGF und 15x auch einen herrlichen Überblick wobei dieses Glas durch seine Randschärfe fasziniert. Ganz unmittelbar vor der Feldblende sind die Sterne minimal aufgebläht was sich wegfokussieren läßt wenn man unbedingt nadelfeine Sterne an der Feldblende braucht.

Die Auswahl an Gläsern ist ja auch nicht gerade soo groß, mit 60mm 15x60 Zeiss oder 22x60 Tak, 70mm von Fujinon mit 16x oder von Nikon mit 18x oder William ED mit 22x. Das William fand ich optisch nicht schlecht aber recht schwer, das Fujinon oder Nikon dagegen sollte sich zumindest blickweise noch "stemmen" lassen. Das William verlangt vermutlich auch nach massiverem Stativ bzw. Neiger als die beiden anderen Gläser.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

dass das William so schwer ist war mir gar nicht bewusst.
Ich habe mal ne Zeitlang intensiv eins gesucht, aber keins gefunden.

Der grosse Vorteil der Flak Gläser sind deren extrem grosse Prismen.
Dadurch bekommt man Feldausleuchtung und genau daran wird heute immer gespart, weil gute und grosse Prismen schweineteuer sind.
Die Konsumenten schauen halt mehr auf die Öffnung und Vergrösserung, so lässt sich bei den Prismen am "unauffälligsten" sparen.

Bei dem Wellnitz, von dem ich sprach, werden eigentlich nur noch die Prismen und das Gehäuse verwendet.
Die Objektive wurden getauscht und die Okulare sind wechselbar.

Theoretisch lassen sich so aus den Flak Gläsern schöne Binos bauen, aber die Preise für die Teile haben ganz schön angezogen und oftmals sind auch gerade die Prismen in keinem guten Zustand (delaminiert)
Ich denke heute ist es deshalb besser auf Spiegel zu setzen ;-)

Das Nikon 10x70 6,5° hat ja auch extrem grosse Prismen und auch das merkt man deutlich, natürlich auch am Gewicht, das spürbar höher ist als das das 18x70
Beim Nachfolger hat man kleinere Prismen verbaut und musste deshalb auch das Gesichtsfeld reduzieren.

Jochen
 
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