Hallo,
ob es für jemanden wie mich überhaupt ratsam ist, sich ein Teleskop zuzulegen.
die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen.
Himmelsbeobachtung in jeglicher Hinsicht viel investieren muss
nun ja, wenn man sich in ein Hobby einarbeitet ist das halt so.
Es fällt halt nichts vom Himmel.
Wenn man dazu nicht bereit ist, dann lieber sein lassen. Hat aber nichts mit der Hobbyastronomie, dem beobachten zu tun.
aber aufgrund der doch eher bescheidenen Sicht in den Himmel im Vergleich zur Profi-(Foto)-Astronomie und überwältigenden Aufnahmen von Hubble bin ich mir nicht so sicher, ob es die bescheidenen Ausblicke in der Amatuer-Astronomie für einen Gelegenheits-Sterne-Kucker wie mich es wert sind, einen hohen 3-stelligen oder gar 4-stelligen Betrag zu investieren.
da spielt wohl die Erwartungshaltung ein große Rolle.
Das was man mit den "bescheidenen" Mitteln der Hobbyastronomie visuell und fotografisch erreichen kann ist schon enorm. So ein Hubble kostet mehrere Milliarden. Schau Dir bitte mal die Bilder von vielen der hier vertretenden User an, das ist wirklich enorm und das teilweise mit einem finanziellen Einsatz unter 1000,-€.
fast schon revolutionäre Fortschritte in Sachen Technik gibt, aber bei der Astronomie bzw. den Teleskopen, da offenbar keine allzu großen technischen Fortschritte gemacht werden. Es spricht ja aus meiner Sicht schon für sich, dass einige der besten Teleskope in den jeweiligen Preisklassen bereits seit 5 oder 6 Jahren auf dem Markt sind. Ist da bereits das technisch machbare erreicht?
Öhm... wir bewegen uns im Hobbybereich.
Spiegel, Linsen Okulare, Kameras... ...da werden im Hobbybereich ähnliche Materialien verwendet wie im Profi-Bereich.
Und Optik ist Optik, Spiegel ist Spiegel, Linse ist Linse... was erwartest Du da an Revolutionen?
Die können nur so oder so geschliffen werden und das so genau wie möglich.
Ich glaub da fehlt das wissen wie Großteleskope heutzutage funktionieren, da sind revolutionäre Fortschritte gemacht worden.
- Adaptive Optik
- einzeln bewegliche anpassbare Spiegelelemente.... ....
dass man mit möglichst wenig Aufwand akzeptable Ergebnisse bekommt.
was sind akzeptable Ergebnisse? Erwartungshaltung?
Wie gesagt, Du bewegst Dich im Hobbybereich.
Ich hätte auch gern einen 2m oder 5m Spiegel im Garten stehen.
Aber weder habe ich einen Garten, noch das Geld um mir solch einen Spiegel zu leisten.
Es gibt Systeme, die viel Technikk fix und fertig anbieten.
Aufstellen, egal wie, einschalten und ab geht die Post.
Aber da musst Du Deinen Euroeinsatz mal 5 (fünf) nehmen, um Dir so was anzuschaffen.
- Unistellar EVScope
- vaonis stellina
die Dinger sind sogar recht transportabel.
das direkte Anschauen des Himmels wesentlich eindrucksvoller und ergreifender und emotionaler als eine Abbildung auf Papier oder Display.
und das erreichst Du schon mit recht bescheidenen Mitteln.
Arbeite an deiner Erwartungshaltung.
Ich begeistere mich jedes mal wenn ich durch meinen FH 120/600 auf M42 oder M45 schaue.
Ja, keine Farbe, der Nebel eher diffus... aber M42 ca. 1300 LJ weg... M45 ca. 450 LJ weg...
das alleine... ... ...
Und bezüglich der Komplexität würde ich es mal mit Computern vergleichen. Früher in der Anfangszeit da waren Computer noch so schwierig zu bedienen, da gabs Probleme mit Treibern und Bluescreens und Abstürzen, es wurden oft Computer-Profis benötigt und ich war selbst mal so ein Computer-Freak oder Nerd.
ähmm... ich habe 20 Jahre professionell in der IT gearbeitet.
Treiberprobleme, speziell unter Windows hab ich immer noch, mal abgesehen von den 0815 Treibern.
Ich persönlich habe festgestellt, dass die, die behaupten sich mit Computern auszukennen, das Teil etwas weiterführend bedienen konnten, das ein oder andere Problem lösen konnten, aber ein Verständnis für Computer, was da abläuft, wie ein Betriebssystem funktioniert, welche Philosophie dahinter steckt und von Netzwerktechnik ganz zu schweigen, keine Ahnung haben.
Viele die heute ein SmartPhone (ist halt auch ein Computer), Tablet oder Notebook bedienen sind doch nach wie vor aufgeschmissen wenn Problemchen auftauchen.
Aber egal, ich habe mich aus der IT bewusst verabschiedet.
iOS und MacOS was ich einfach einschalte und alles funktioniert.
nun ja... alles funktioniert da auch nicht so wie ich mir das vorstelle und was ich für das Geld, was ich für diese Marke ausgebe eigentlich erwarte.
Wenn Du so argumentierst und bereit bist für Apple reichlich Geld auszugeben, dann solltest Du wirklich die oben erwähnten Systeme ins Auge fassen.
Mit 600,-€ kommst bei Appel auch auf keinen grünen Zweig.
Und Probleme mit z.B. Druckerimplementierung im Netzwerk über Mac, nun ja.... ....
Mac, unbestritten hohe Qualität, in seiner Welt ein gutes Zusammenspiel, aber der monitäre Einsatz... ...
Bei den Vorgaben die Du gegeben hast, ist einfach nicht mehr drin.:
- qualitativ gute Beobachtung von Planeten, Monden und Galaxien / Nebeln
der allseits beliebte, aber nicht vorhandene Allrounder
Du nimmst ja auch keinen Traktor her um an einem Tourenwagenrennen teilzunehmen, oder schaust Dir einen tollen Film auf einem popeligen SmartPhone an.
- unkomplizierte Bedienung, einfacher und schneller Aufbau
Alt/AZ in Dobson-Form bleibt da nur, aber da fehlts bei Deinen Zielobjekten an der Transportabilität mittels Rucksack
- für Laien einfache Navigation zu den Objekten
gibt es, wird aber teuer; die oben erwähnten Systeme oder selbst zusammen stellen
- Zoom-Objektive oder zumindest problemloser Objektivwechsel
Zoom da scheiden sich die Geister;
Objektivwechsel, wie schon vorher geschrieben, ist einfach
- Mobilität (möglichst in Rucksack oder Tasche transportierbar)
eine sehr beschränkende Anforderung; Kompromissbereit ist da Voraussetzung
- ggf. Objektsuche via Smartphone App
Computergesteuert wird halt einfach teuer, nicht nur von der Hardware sondern auch von der Software