Hallo Tino,
so richtig werde ich nicht schlau aus deinen Vorgaben.
Es gibt viele Möglichkeiten einen leichten Newton zu bauen. Solle er dazu noch günstig sein, sollte man in der Lage sein, viele Arbeiten zu übernehmen und nicht einkaufen zu müssen. Wenn du aber Holz, als den idealen und kostengünstigen Werkstoff ablehnst, beraubst du dich genau um die Möglichkeit so etwas zu bauen.
Carbon ist teuer und macht ordentlich scharzen Staub und ist auch nicht einfach zu verarbeiten. Alu ist auch teuer im Einkauf und anspruchsvoller bei der Bearbeitung
und hat einen sehr hohen Ausdehnungskoeffizienten, der nicht gut zum Anspruch der Justier- und Fokusstabilität passt. Nach dem Bearbeiten müsste noch Eloxiert werden, was extern geschieht und Geld kostet.
Ideal ist ein Volltubus. Die Einarmausführung sicher nicht so satbil und alles in Richtung Gitterrohr wohl stabiler, aber arbeitsaufwendiger.
Ich habe mich damals für einen Tubus aus Geax ( Hartpapier) entschieden. Dünnwandig und da wo es gebraucht wird noch Ringe eingeklebt.
Bei offenen Systemen musst du immer Streulicht raushalten und generell bei planetenoptimierten Geräten auf Kontrastkiller, z.B. Spiegelkante, achten.
Da hast du ja bereist einen ordentlichen Teleskoppark und dein MN ist sicher auch ein feines Planetengerät. Ob die die 10Zoll Aufgrund deiner Balkonbedingungen überhaupt öftern gewinnbringend nutzen kannst, musst du dir selbst beantworten.
Mit Verlaub, ein richtig aufgebauter und ordentlich ausgeführter Dobson, wie ihn Mike zeigt, hat nichts mit deinem Erstteleskop zu tun und schon gar nicht mit einem Mülleimer. Das zeigt mir nur, daß du so einen Dobson dieser Qualität noch nie genutzt hast. Leider hat die mieße Verarbeitung und das schlechte Material, diese Einsteigernewtons den Ruf des Dobson gründlich ruiniert, wie am auch an deinem Kommentar merkt.
Hier mal ein schöner Eigenbau, meines Astrofreundes Kurt als Anregung. Geht natürlich auch mit Carbon, Alu und ohne Sperrholtubus, sondern mit Stoffhülle...
Gruß und viel Erfolg beim Bau
Thomas